DD202255A5 - Schleifgewebe - Google Patents

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DD202255A5
DD202255A5 DD82241726A DD24172682A DD202255A5 DD 202255 A5 DD202255 A5 DD 202255A5 DD 82241726 A DD82241726 A DD 82241726A DD 24172682 A DD24172682 A DD 24172682A DD 202255 A5 DD202255 A5 DD 202255A5
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Schleifgewebe bestehend aus einem flexiblen Schichttraeger und mindestens auf einer Seite mittels Leimung aufgebrachten Schleifkoerpern. Durch die Erfindung koennen Schleifgewebe hergestellt werden, die ohne zusaetzliche dritte Beschichtung gegenueber Verschmierungen sehr bestaendig sind und sich durch hohe Leistungsfaehigkeit und Arbeitsproduktivitaet auszeichnen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die aeussere Schicht des Klebstoffbindematerials (a) Tierleim oder ein gehaertetes Aminoharz oder ein Gemisch davon in einer Menge von mindestens 40 Masse-% des gesamten Klebstoffbindematerials, ausschliesslich irgendeines Fuellstoffes und (b) mindestens 0,74 Gramm eines Zusatzmittels je Quadratmeter, bei dem es sich handelt um (1) einen Mono-, Di- oder Triorganylester von Orthophosphorsaeure (2) ein Salz eines Mono-, Di- oder Triorganylesters von Orthophosphorsaeure mit einem Amin, (3) ein Tetraorganylammoniumsalz, oder (4) ein loesliches Gemisch davon.

Description

15108 56
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Schleifgewebe Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft Schleifgewebe, die aas flexiblen Schichtträgern bestehen, an denen an wenigstens einer Seite zahlreiche Schleifsandkörnchen haften. Schleifgewebe werden hauptsächlich für die Foringeb iing, Dimensionierung oder die Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit anderer im allgemeinen als Werkstücke bekannter Materialgegenstände verwendet. Kleine Teilchen des Materials, die durch die Schleifgewebe während der Bearbeitung von dem Werkstück und/oder der Schutzschicht entfernt werden, werden allgemein als "Schleifschlamm" bezeichnet. In vielen. lallen zeigt der Schleifschlamm die ITeigung, .vollkommen oder teilweise an der Oberfläche des Schleifgewebes haften zu bleiben und schließlich dessen Schleifflächen zu verschmieren und zu verstopfen, so daß dieses für den weiteren Einsatz unbrauchbar wird. Die Erfindung betrifft vor allem Schleifgewebe, die spezielle Widerstandsfähigkeit gegen derartige Mangel durch Verschmieren besitzen.
Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen; Sine allgemein übliche technische Verfahrensweise für die Herstellung von Schleifgeweben, .die gegen Verschmieren beim Abschleifen von Farben, Grundiermitteln, Holzversiegelungsüberzügen und der,verschiedensten anderen Oberflächenbehandlungsmittel, die auf Werkstücken verwendet werden, beständig sind, ist im wesentlichen die in der US-PS 2.768.886 beschriebene. In diesem Patent wird die Herstellung von Schleifgeweben er-' läutert, die auf der Schleifseite eine letzte Oberflächenbe-· schichtung von unverschmolzenen Metallseifen aufweisen, die vorzugsweise aus einer Dispersion einer solchen Seife in einer flüchtigen Flüssigkeit aufgebracht wird. Die Aufbringung dieser Metallseife erfolgt in einem getrennten Beschichtungsschritt zusätzlich zu den üblichen Klebe-(making) und Leimungs-(sizing)beschichtungsschritten, die üblicherweise zur Erzielung des Haftens der Schleifkörnchen an dem Schichtträger angewandt werden. In einigen Fällen ist es durchaus möglich, Produkte mit entsprechenden Eigenschaften ohne die Ver-
Ί c ill! λ ο ο η * η cj r> η η <r>
24 172 6 7
wendung eines Leimklebstoffes zu erzeugen. Die Notwendigkeit eines zusätzlichen Beschichtungsarbeitsganges bedeutet im Vergleich zu den meisten anderen Schleifgeweben Arbeits— und Materialkosten, die natürlich am besten vermieden werden sollen.
Seit der Veröffentlichung des. oben genannten Patentes betrafen verschiedene andere Patente andere Arten von "dritten" Beschichtungen (d.h. Beschichtungen zusätzlich zu den zwei normalen Klebemittel- und Leimbeschichtungen), durch die gegen Verschmierung beständige Schleifgewebe erzielt werden sollten, Beispiele umfassen Polyvinylacetat gemäß CA-PS 931.767, Polytetrafluoräthen und Gemische davon gemäß US-PS 3.04-2.508 cmd Gemische von hitzehärtbaren Harzen, Elastomeren und Metallseifen gemäß US-PS 3.619.150.
Aus US-PS 3.O43.673 geht die Verwendung von sauerstoffhaltigen Verbindungen entweder als eine dritte Schicht oder in der herkömmlichen Leimgrundschicht eines Schieifgewebes in Verbindung mit einem außergewöhnlich hohen Verhältnis von Bindemittelhaftstoff zu Körnchen als wirksame Maßnahme zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Schleifgeweben gegen Verschmieren bei der Oberflächenbehandlung von leder und ähnlichen Stoffen hervor. Die in diesem Patent spezifizierten sauer stoff haltigen Verbindungen" sinarinsgesamt "neuträlVörganische Verbindungen, von denen keine Ionisierung in Wasserlösung zu erwarten ist, Die US-PS 3.089.763 betrifft die Verwendung von PoIyoxyalkyleneerbindungen in der Leimschicht von Schleifgeweben, und eines der angegebenen Ziele ist die Reduzierung des Verschmierens. Die Erkenntnisse dieser US-PS sind jedoch auf Leimgrundschicht-zusammensetzungen beschränkt, in denen der Hauptbestandteil ein durch Amin katalysiertes Phenolharz ist.
Ziel der Erfindung:
Sin Hauptziel der Erfindung ist die Schaffung von Schleifgeweben, die gegenüber Verschmierung so beständig sind wie Produkte mit dritten Beschichtungen von Metallseife, die aber keine wirkliche dritte Beschichtung brauchen. Andere Ziele
-?- ^4 I 7 Z 5 /
werden aus der folgenden Beschreibung deutlich hervorgehen»
Darlegung des Wesens der Erfindung^
Bs wurde gefunden, daß Widerstandsfähigkeit gegen Terschmieren ansonsten herkömmlichen Sc hie if ge web en durch Leimgrundbeschichtungen·verliehen werden kann, die Leime oder Ami'noharze enthalten, indem in den Leim geringe Mengen spezieller chemischer Verbindungen und Mischungen nach hier folgender Beschreibung eingemischt werden. Bei diesen Zusatzstoffen handelt es sich um vollkommene oder partieJ-le Allylester von Phosphorsäure, Aminsalze von Partialestern von Phosphorsäure und qaaternäre Ammoniumsalze mit mindestens einer langen Alkyl- oder substituierten langen Alkylgruppe. Typische Beispiele wären das Triäthanolaminsalz von Mono- oder Didecylphosphat oder Suearamidopropyl-^-hydroxyäthylammoniumnitrat. In den zu dieser Erfindung führenden Untersuchungen wurden herkömmliche Schleifgewebeschichtträger, Klebstoffe und Schleifkörnchen verwendet. Die Erfindung ist für alle diejenigen Produkte anwendbar, die" derartige Bestandteile einschließlich den vollen Bereich von Schleifsandgrößen der normalen technischen Praxis enthalten, wozu zumindest die mit der zahlenmäßigen Größenbezeichnung von 12 bis 600 'nach der Definition in dem AlSI-Standard B74-. 18-1977 zu zählen sind. Wie dem Fachmann bekannt ist, umfassen geeignete Bestandteile Papiere mit einem zwischen 50 und 3OO Gramm je Quadratmeter (g/m ) liegenden Gewicht, entsprechend hergestelltes (appretiertes) Gewebe der verschiedensten Arten und vulkanisierte Fasern, sind aber nicht darauf beschränkt. Als Schleifkörnchen können synthetisches geschmolzenes Aluminiumoxid, Siliziumcarbid, Granat, ZirkoniumdioxLd-Aluminiumoxid, Schmirgel, Flintstein oder andere Stoffe verwendet werden und die Klebstoffe (maker adhesives) können 'filmbildende Stärken, tierischer Hautleim, Aminoharze usw. sein.
Die untersuchten Zusatzstoffe, die eine nachweisbare Wirkung für die Beduzierung des Verschmierens bei der Verwendung in der Leimgrundschicht zeigten, sind in Tabelle 1 zusammenge- · stellt. Diese Zusatzstoffe hatten die größte Wirkung, wenn
-+- lk\ I L
sie mit Aminoharzen wie Harnstoff-Formaldehyd oder Melamin-Formaldehyd verwendet wurde. Derartige Aminoharze konnten bis zu gleichen Masseteilen mit Phenolformaldehydharzen vermischt werden, ein- Aminoharz konnte mit anderen gemischt werden und jedes der Harze .oder Gemische konnte mit fein verteilten Peststoffen wie Calciumsulfat, Walnußschalenmehl oder irgendeinem der anderen bekannten, für die Herstellung von Schleifgeweben verwendeten Füllstoffen gefüllt werden. Geeignete irten von natürlich gewonnenem Leim können auch als Grundschicht verwendet werden, allerdings wird die Produktqualität mit Leimgrundierungen normalerweise nicht so.gut wie mit Harzgrundierung sein, was auch bei Fehlen der hier beschriebenen Zusatzstoffe der Fall ist.
In Verbindung mit den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen können nach Bedarf oder auf Wunsch auch noch andere allgemein bekannte Stoffe wie Pigmente oder Farbstoffe, Verdünnungsmit- * tel zur Verringerung der Viskosität, Antischaummittel usw. verwendet werden. Bs konnten keine nachteiligen Wechselwirkungen zwischen derartigen Stoffen und den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen beobachtet werden. Eine besonders wichtige Klas se von herkömmlichen Bestandteilen in Aminoharz-Klebstofformulierungen sind die für Haarrißfestigkeit nützlichen Oxyamin wie Duke in der US-PS 2.983-593 beschreibt, deren gesamte Spe zifikation hier unter Bezugnahme einbezogen wird. Die Verwendung von Klebstoffzusammensetzungen nach Duke in Verbindung mit den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen wird bevorzugt.
Tabelle 1 '
Zusatzstoffe, die die Verschmierungsbeständigkeit von Aminoharz und Xeimgrundierungsklebstoffen für Schleifgewebe verbessern ' ' '
Warenzeichen
Klebemittels
Lieferant
Chemise he Kennzeichnung"*"
Zelec ΈΕ
Zelec W. Monafax L-10
Gruppe A I.I. DuPont
E.I. DuPont Mona Industries
Monafax 786 Smphos PS-400
Monafax 785 Monafax H-15 Cyastat SN Cyastat SP
12-1373
Mona Industries Gruppe B Witco Chemical
Mona Industries Mona Industries American Cyanamid American Cyanamid
Calgon Corporation
Fettalkoholphosphat j neutralisiert
Fettalkoholphosphat Gemisch von Mono- und Diphosphatestern, abgeleitet von oberflächenaktiven Mitteln auf iithylenoxidbasis Die gleiche wie von Monafax L-10
Komplex organischer Phosphate st er
Die gleiche.wie Monafax L-10 Die gleiche wie Monafax L-10 Stearamidopropyl- -hydroxyäthyldimethylammoniumsalzeι Fitrat für SlT, Dihydrogenphosphat für SB Gemisch von Dimethylallylammoniumchlorid und Methylolacrylamid
Gemäß Spezifikation des Lieferanten
Man sollte beachten, daß einige der in Tabelle I aufgeführten Zusatzstoffe sauer und somit in der Lage sind} die Aushärtung von Aminoharzen zu katalysieren. Eine solche.Praxis würde gedoch das Eisiko von verkürztem Potlife des Aminoharzes im Vergleich zu den von Duke genannten Katalysatoren umfassen. So ist es bei der praktischen Anwendung der Erfindung gewöhnlich besser, das Zusatzmittel, wenn es sauer ist, mit einem geeig-
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neten Amiη oder Ammoniumhydroxid zu neutralisieren, bevor es zu der Aminonarz-Klebstofformulierung gegeben wird. Wenn das erfolgt ist, kann der Harzklebstoff mit dem erfindungsgemäßen Zusatzstoff mit dem gleichen Zeit- und Temperaturprogramm gehärtet werden, wie es für das gleiche Harz ohne Zusatzmittel anwendbar ist. Es empfiehlt.sioh eines der von Doke genannten Oxyamine zur üeutralisierung des erfindungsgemäßen. Zusatzstoffes zu verwenden, wenn es erforderlich ist.
Beispielsweise könnte Zelec.HS, das im Lieferzustand neutral ist, direkt einer herkömmlichen Zusammensetzung wie in Beispiel III der PS von Duke zugesetzt werden, nachdem alle anderen aufgeführten Bestandteile miteinander vermischt worden sind. Andererseits sollte Zelec SK, das sauer ist, zunächst in einem gesonderten Behälter am besten mit 2-Amino-2-methylpropanol neutralisiert werden und das neutralisierte Gemisch dann zu einer solchen herkömmlichen Formulierung nach der Zugabe aller anderen Bestandteile gegeben werden. Alle vorausgehenden und anschließenden Schritte bei der Herstellung von Schleifgewebe können in herkömmlicher 'Art und Weise ausgeführt werden.
Es wurde ermittelt, daß die Mindestmenge von Zusatzstoff zur Erzielung eines brauchbaren Verschmierungsbeständigkeitsgra-. des diejenige ist, die einer Masse von 0,74- Gramm je Quadratmeter entspricht.1 Sine über 10 Hasse% des gesamten Leimklebstoffes liegende Menge ist im allgemeinen nicht empfehlenswert, weil möglicherweise die Wärmefestigkeit des Leimklebemittels verringert wird, woraus sich die Gefahr der Verminderung des Schleifwirkungsgrades ergeben kann. Im allgemeinen liegt ein brauchbarer Bereich zwischen 0,74· und 13 »3 Gramm Zusatzstoff je Quadratmeter, und der bevorzugte Bereich liegt zwischen 1,2 und 3>5 Gramm je Quadratmeter. Das läßt sich in den meisten Fällen durch den Einsatz des Zusatzstoffes in einer Menge von 3 his 5 Massel des verwendeten Harzes oder Leimes erreichen.
Die in Tabelle 1 angeführten Zusatzstoffe lassen sich, alle leicht mit Aminoharz- oder Leimsuspensionen vermischen and ergeben flüssige Gemische, die gleichmäßig waren, so weit es visuell beurteilt werden konnte, obwohl .in einigen !Fällen ein trübes oder milchiges Aussehen des Gemischs festzustellen war, was eher auf eine Dispersion als auf eine echte Lösung hindeu-_ tet. Während der Verarbeitung war kein direkter Beweis für irgendeine Tendenz des die Zusatzstoffe enthaltenden Klebstoffgemischs zur Entwicklung von Inhomogenitäten unter normalen Bedingungen von Beschichtung, Trocknen oder Aushärten zu ermitteln.Aufgrund-der chemischen Beschaffenheit der bevorzugten Zusatzstoffe, die ionische Bindungen und mindestens eine lange organische Kette in jedem Molekül enthalten, konnte man gedoch erwarten, daß derartige Zusatzstoffe die Oberflächenspannung der. meisten flüssigen Klebstoffe, in die sie eingemischt werden, wirksam reduzieren würden. Wenn eine solche Beduzierungder Oberflächenspannung tatsächlich erfolgt., so sagt die allgemein bekannte Gibbssche Gleichung für solche oberflächenaktiven Sorten voraus, daß die oberflächenaktiven Komponenten sich spontan bei Gleichgewicht selbst verteilen, um dadurch eine mit der oberflächenaktiven Komponente angereicherte Oberflächenschicht zu bilden. Diese spontane Konzentration von Zusatzstoff in der Oberflächenschicht kann erklären, warum die Mindestmenge von Zusatzstoff, die für die Erzielung einer nachweisbaren Erhöhung der VerSchmierungsbeständigkeit erforderlich ist, eher mit der Fläche des beschichteten Schleifproduktes als mit dem Volumen des Klebemittels in Beziehung steht. Die Niveaus der Leimgrundschichthöhe für Produkte, die mit den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen enthaltenden Leimgrundierungen beschichtet sind, sollten im allgemeinen denen herkömmlicher Produkte, die keine zusätzliche dritte Beschichtung erhalten sollen, entsprechen. In gedem Fall können geeignete Niveaus ohne Schwierigkeiten von Fachleuten für die Herstellung von Schleifgeweben bestimmt werden.
Tabelle 2 zeigt Beispiele spezifischer Produkte, die gemäß erfindungsgemäßer Verfahren hergestellt wurden.
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Die vier in Tabelle 1 als Gruppe A aufgeführten Zusatzstoffe wurden allgemein so hergestellt, daß alle in ihrer Fähigkeit, Verschinierungsbeständigkeit bei der Zugabe zu Aminoharzleimgrundierungen zu erzeugen, gleichwertig sind. Produkte mit diesen Zusatzstoffen in der Leimgrundschicht wurden beim Schleifen einer großen Vielzahl von Farben, Metallgrundierangen, Smaillacken, Lackfarben, Firnissen usw. geprüft, und es stellte sich heraus, daß sie im allgemeinen eine längere Haltbarkeit, als die bisherigen kommerziellen, für das Schleifen solcher Werkstücke hergestellten Standardprodukte hatten. (Solche kommerziellen Produkte haben normalerweise eine dritte Schicht, die hauptsächlich Zinkstearat oder eine andere ähnliche Metallseife enthält). Die anderen in Tabelle 1 angeführten Zusatzstoffe sind in Gruppen von abnehmender Wirksamkeit bei der Erzeugungfvon Verschmierungsbeständigkeit bei den Leimklebstoffen angegeben.
In der vorliegenden Beschreibung und den angefügten Ansprüchen umfaßt der verwendete Ausdruck "Organyl" jede beliebige chemische Gruppe, die-durch die Aufspaltung einer 'Valenzbindung in einer organischen Verbindung gebildet werden kann. Somit schließt Organyl die Gruppen, die normalerweise als Alkyl, Alkenyl, Alkynyl, Aryl wie Phenyl bezeichnet werden, und Kombinationen von und Substitutionen an den anderen einfachen Gruppen sowie eine große Vielzahl anderer "eirr.~D±e~Be2:eic£nüng" "langes Organyl" bezieht sich auf eine Organylgruppe, die mindestens acht linear miteinander verbundene Kohlenstoffatome aufweist. Die lineare Bindung kann Doppel- oder Dreifach- sowie einfache Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen umfassen. Die Bezeichnung "Schicht" in der Beschreibung eines Körpers von Klebstoffmaterial soll so zu verstehen sein, daß sie auch Jede im wesentlichen kontinuierliche Masse von Material mit im wesentlichen einheitlicher Zusammensetzung umfaßt, wobei eine herausstehende Fläche im wesentlichen die gesamte Fläche eines Schleifmittelschichtträgers bedeckt. Infolge der Anwesenheit von Schleifsandkörnchen in einem Schleifgewebe nimmt man an, daß die Schichten des für die Konstruktion verwendeten Klebstoffes sehr.unregelmäßige Außenflächen haben im Gegensatz zu
2L I 7
dan glatten parallelen Oberflächen, die normalerweise bei der Arbeitsschicht bei normalem Gebrauch angenommen werden. Beispielsweise würden die Klebe- and Leimgrundschichten, die oben in der kurzen Beschreibung des normalen Herstellangsprozesses für ein Schleifgewebe erwähnt werden, Schichten in dem Endprodukt darstellen, was auch von jeder einzelnen Schicht von Metallseife gilt, die zur Schaffung von Yerschmierungsbeständigkeit aufgetragen wird. Man sollte weiter beächten, daß die beachtliche Gleichmäßigkeit der Zusammensetzung einer Klebstoffschicht auch jegliche natürliche Anreicherung eines oberflächenaktiven Materials, das in die Klebstoffschicht bei der Auftragung in flüssiger Eorm eingearbeitet wird, umfassen soll. Die eigentliche Kontinuität eines Klebstoffes wird auch nicht durch das Vorhandensein normaler Biegerisse in einem Schleifgewebe beeinträchtigt.
Tabelle 2
Spezifische Beispiele Typ g/m2 für Yerschmierungsbeständigkeit von Größe g/m2 Leimklebemitte1 Haupt- Zusatzmittel Name 1,2 3,3
Schleif g;eweb en 360 gesamt Zelec HB 152
Schicht- Klebstoff • BFl 15 320 44 g/m2 SI Mo no fay 1-10 2,5
träger M1 15 Schleifkör 220 77 30 SI Zelec SS 1,2
M1 19 per 220 40 30 Si Zelec IK 2,5
B1 12 12 Typ 180 98 62 SI Monafas 785 1,2
B1 M1 22 G1 180 53 30 SI Monaf as 786 5,3
B1 - SfI 22 G2 80 . 129 62 S2 Gyastät SN Bmphos PS-400 3,1
B1 13 118 G3 120 138 30 S2 E-1373
B2 M1 26 G4 220 115 133 S3
B1 151 56 G2 77 SI
B3 G5 81
B1 G6
B4 G1
G1
lach der Aufstellung in Tabelle 1
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Symbolerläuterung;
g/m bedeutet Gramm des getrockneten Materials, angegeben Je Quadratmeter Schleifgewebe
Schichtträger? B1 ist 68 g/m2 Kraft-Papier (Sorte 28729 von Kimberly-Clark); B2 ist etwas schwereres Kraft-Papier (Sorte 54729 ,von Kimberly-Clark); B3 ist N-Zylinder-Papier auf 13O Pound Gewichtsbasis (220 g/m ) von James River; B4 ist geköperter Baumwollstoff 2O7CC von Horton Co. s.
Klebemittel: M1 ist 92 Millipois Tierleim; H2 ist Ucar I3I Latex von Union Carbid; M3 ist Harnstoff-Formaldehydharz GPX-J1-6 von Georgia-Pacific.
Schleifkörnchen: G1 ist Aluminiumoxid Typ SWPL von Treibacher USA, Inc.; G2 ist Aluminiumoxid Typ EHPL von Treibacher; G3 ist Alundun Typ 57 von lorton Co.; G4 ist Garnet von Barton Mines; G5 ist Siliziumcarbid von Norton Co.; G6 ist ein Gemisch von Alundun Typ 57 und Alundun HZ von Forton Co. in einem Volumenverhältnis von 6:4.
Leimgrundmittel: Si ist Harnstoff-Formaldehydharz, Typ Beetle 7238-20 von American Cyanamid; S2 ist Harnstoff-Formaldehydharz, Typ GPX-J1-6 von Georgia-Pacific; S3 ist ein Gemisch von Beetle 7238-20 und Phenolharz 2535 von Varcum Chemical Co, in gleichen Gewichtsteilen.

Claims (6)

  1. \ ί Ib ι
    Erfindungsatispruch:
    1. Schleifgewebeprodukt aas einem flexiblen Schichtträger, zahlreichen über die Fläche mindestens einer Oberfläche des Schichtträgers verteilten Schleifsandkörnchen und mindestens einer Schicht Klebstoffbindematerial, das die Schleifsandkörnchen miteinander und dem Schichtträger verbindet, gekennzeichnet dadurch, daß die äußere Schicht 'des Klebestoffbindematerials enthält:
    (a) Tierleim oder ein gehärtetes Arainoharz oder ein Gemisch davon in einer Menge von mindestens 40 Masse% des gesamten Klebstoffbindematerials, ausschließlich irgendeines Füllstoffes! und
    .;.;"Cb") mindestens 0,74 Gramm eines Zusatzmittels je Quadratmeter, bei dem es sich handelt um \
    (1) einen Mono-, M- oder Triorgany!ester von Orthophosphorsäure,
    (2) ein Salz eines Mono-, Di- oder Triorganylesters von Orthophosphorsäure mit einem 1min,
    (3) ein letraorganylammoniumsalz, oder
    (4) ein löslichen Gemisch davon.
  2. 2. Schleifgewebe nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Zusatzstoff in der äußersten Klebstoffschicht mindestens eine lange Organylgruppe je Molekül aufweist.
  3. 3.· Schleif gewebe nach Funkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die äußerste Schicht des Klebstoffbindematerials gehärtetes Harnstoff-Formaldehydharz in einer Menge von mindestens 40'üasse% der Gesamtklebstoffbindeschicht, ausschließlich irgendeines Füllstoffes, enthält.
  4. 4. Schleifgewebe nach Punkt 3> gekennzeichnet dadurch, daßdie äußerste Schicht des Klebstoffbindematerials außerdem nach dem Aushärten den !Rückstand eines latenten Aushärtungssystems enthält, das im wesentlichen besteht aus:
    (1) einem Ammoniumsalz einer. Säure mit einer Dissoziations-
    —4 konstanten von mindestens 10 ; und
    _12_ Ml /£b /
    (2) einer Aminoverbindung mit mindestens einer primären Aminogruppe, die an ein tertiäres Kohlenstoffatom gebunden ist, und einem Hydroxyl- oder Ithersauerstoffatom, das ,an ein zweites, neben dem tertiären Kohlenstoffatom befindliches Kohlenstoffatom gebunden ist, wobei die Aminoverbindung in einer für die Erhöhung des pH-Wertes der gesamten Klebstoffzusanrmensetzung von 6 auf 9 v°? dem Aushärten des Klebstoffes ausreichenden Menge vorhanden ist.
  5. 5. Schleifgewebe nach Punkt-4, gekennzeichnet, dadurch, daß es sich bei der Aminoverbindung um 2-Methyl-2-aminopropanol, 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol, 5-Amino-5-methyl-1 ,3-dioxan, 'Iris(hydroxy!Qethyl)aminoinethan, oder 2-Amino-2-äthyl-1,3-propandiol handelt.
  6. 6. Schleifgewebe nach einem der Punkte 1 bis 5> gekennzeichnet dadurch, daß mindestens zwei Klebstoffschichten vor-
    - handen sind,, wobei die- der äußersten Schicht am nächsten •gelegene Schicht mindestens 40 Tolumen% tierischen Leim oder getrockneten Latex enthält.
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