DD202265A5 - Verbundwerkstoff enthaltend eine thermoplastische kunststoffschicht - Google Patents

Verbundwerkstoff enthaltend eine thermoplastische kunststoffschicht Download PDF

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DD202265A5
DD202265A5 DD23395681A DD23395681A DD202265A5 DD 202265 A5 DD202265 A5 DD 202265A5 DD 23395681 A DD23395681 A DD 23395681A DD 23395681 A DD23395681 A DD 23395681A DD 202265 A5 DD202265 A5 DD 202265A5
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polyester fiber
thermoplastic
plastic
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DD23395681A
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Hans Jaeschke
Paul Spielau
Horst Ulb
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Dynamit Nobel Ag
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Abstract

Ziel und Aufgabe der Erfindung bestehen darin, einen Verbundwerkstoff, enthaltend eine thermoplastische Kunststoffschicht, zu schaffen, um die erzielbaren Werte der Haftfestigkeit zwischen Kunststoffschicht u. textiler Schicht zu steigern u. gleichzeitig moeglichst einfache Herstellungsverfahren aus Kostengruenden anwenden zu koennen. Der erfindungsgemaesse Verbundwerkstoff enthaelt eine Schicht aus einem thermoplastischen Kunststoff und eine auf diese Schicht in erwaermtem Zustand aufgepresste textile Schicht aus einem mechanisch vorverfestigten, insbesondere vernadelten und chemisch mit einer Kunststoffdispersion auf Basis von Polymerisaten und/oder Mischpolymerisaten der Acryl- und Methacrylsaeureester und des Acrylnitrils gebundenen Polyesterfaservlies.

Description

Berlin, den 2,2,1982
Verbundwerkstoff enthaltend eine thermoplastische Kunststoff schicht
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verbundwerkstoff, insbesondere für den chemischen Apparatebau, enthaltend eine Schicht aus einem thermoplastischen Kunststoff und eine auf diese Schicht in erwärmtem Zustand aufgepreßte textile Schicht, insbesondere einem Polyesterfaservlies»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Im Kunststoffapparate- und Rohrleitungsbau werden in zunehmendem Maße Verbundkonstruktionen aus mehreren Werkstoffen angewendet, um einerseits den Anforderungen an mechanische Steifigkeit und Festigkeit und andererseits z. B, von Chemikalienbeständigkeit zu genügen. Im chemischen Apparatebau werden Behälter vielfach innen mit einem Liner aus thermoplastischem Kunststoff ausgekleidet, der an den Stoßstellen geschweißt werden kann, während die Außenseite mit glasfaserarmierten Kunststofflaminaten verstärkt wird. Besteht der Liner nun aus Polyäthylen oder Polypropylen oder in neuerer Zeit aus Polyvinylidenfluorid, so ist zum Verbinden des glasfaserverstärkten Kunst stofflaminates mit dem Liner eine haftvermittelnde Zwischenschicht erforderlich. Als Zwischenschicht sind hierbei Fasersubstrate bekannt, gewebt oder nicht gewebt, aus natürlichen, künstlichen oder synthetischen Fasern, wie Glasfasern oder Kunststoffasern, die bereits bei der Herstellung der plattenförmigen thermoplastischen Liner
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auf einer Oberfläche eingepreßt werden, Vorwiegend aus Glasfasern bestehende Gewebe oder Vliese haben eine gute Haftung zum glasfaserverstärkten Kunststoff, bringen jedoch andererseits den Nachteil mit sich, daß sie eine Umformung des Verbundes wegen der Sprödigkeit der Glasfasern nicht zulassen.
Anstelle von Glasfasergeweben sind bereits Fasersubstrate aus Kunststoffasern als Zwischenschicht eingesetzt worden, die jedoch den Nachteil aufweisen, daß die erzielbare Schälfestigkeit des Verbundes im Vergleich zu Glasfasergeweben erheblich geringer ist und den gestellten hohen Anforderungen im Apparatebau nicht immer genügt.
Andererseits hat man bereits Polyesterfaservliese als Zwischenschicht eingesetzt, da sie verformbar sind und ermöglichen, das flächige Verbundmaterial warm zu verformen, z« B, zu sogenannten Klöpperböden. Die Nachteile von Glasfasern werden vermieden, und sie sind ebenfalls unverrottbar. Dennoch verbleibt auch hier das Problem, eine genügend hohe Haftfestigkeit zu erreichen. Es sind deshalb bereits zahlreiche Versuche bekannt geworden, die Haftfestigkeit zwischen dem thermoplastischen Kunststoff-Liner und haftvermittelndem Fasersubstrat zu erhöhen, wozu wir beispielsweise auf die DE-OS 27 13 und 25 55 597 verweisen, die das Problem in bezug auf Polyvinylidenfluorid beschreiben. In den genannten Offenlegungsschriften werden zur Erhöhung der Haftfestigkeit zwischen Fasersubstrat aus Kunststoff und dem thermoplastischen Liner lösungsmittelhaltige Klebemittel auf der Basis des Kunststoffes und zum anderen Lösungen eines nicht fluorierten Polymeren oder Copolymeren in einem aprotischen
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polaren Lösungsmittel jeweils unter zusätzlicher Anwendung von Wärme zum Herstellen des Verbundes eingesetzt*
Aus der DE-AS 29 22 352 ist ein Verfahren zum haftfesten Verbinden eines Flächengebildes aus einem thermoplastischen Kunststoff mit einem verformbaren Polyesterfaservlies, bei dem das Polyesterfaservlies auf mindestens einer Seite des sich im plastischen bzw, annähernd plastischen Zustand befindlichen Flächengebildes unter Anwendung von Druck aufgebracht und durch anschlieSendes Abkühlen verankert wird, bekannt, bei dem auf der einen Seite des Polyesterfaservlieses eine Kunststoffpulverschicht von 20 bis
2 100 g/m aus dem gleichen Kunststoff, aus dem das Flachen-* gebilde besteht, gleichmäßig aufgetragen und bei einer Temperatur zwischen 100 bis 250 0C gesintert und abgekühlt wird, dann die besinterte Seite des Polyesterfaservlieses kontinuierlich mit dem Flächengebilde durch Einwalzen verbunden wird« Als thermoplastische Kunststoffe werden Polyvinylidenfluorid, Polypropylen und Polyäthylen eingesetzt. Nach diesem Verfahren werden zwar bessere Haftfestigkeiten des Verbundwerkstoffes gegenüber dem Einsatz nicht besinterter Polyesterfaservliese erreicht, wie z.* B. in den DE-OS 2818 385 und DE-OS 29 18 923 für Polyvinylidenfluorid beschrieben, jedoch ist der zusätzliche Verfahrensschritt der Besinterung erforderlich*
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erzielbaren Werte der Haftfestigkeit zwischen Kunststoffschicht und textiler Schicht zu steigern und gleichzeitig möglichst einfache Herstellverfahren aus Kostengründen anwenden zu können,
überraschend hat sich herausgestellt, daß diese Aufgabe durch ein mechanisch vorverfestigtes, insbesondere vernadeltes und chemisch mit einer thermoplastischen Kunststoff dispersion auf Basis von Polymerisaten und/oder Mischpolymerisaten der Acryl- bzw» Methacrylsäureester und des Acrylnitrils gebundenen Polyesterfaservlies mit der Folge sehr guter Eigenschaftsverbesserungen des Verbundwerkstoffes gelöst werden kann,
Es ist allgemein bekannt, Vliesstoffe ggf. nach Vorverfestigung auf mechanischem Wege u, a · durch Verkleben mit Hilfe eines Bindemittels zu verbinden, siehe z» B. Ulimanns Encyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, ä·7* Band, 1966, S. 2B7....bJLs_293.*_.Al-s Bindemittel werden wasserlösliche Binder wie Stärke, Cellulosederivate t Viskose u, a« oder Elastoplaste wie synthetische Kautschuk-Latices auf Butadien-Styrol-Basis, Sutedien-Acrylnitril-Basis u» a. oder Thermoplaste wie wäßrige Dispersionen von Acrylester-Mischpolymerisaten, selbstvernetzende Polyacrylsäureester, Vinylpolymerisate, wie Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid und deren Mischpolymerisate u* a. eingesetzt«
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Überraschend im Sinn der Erfindung stellte sich nun heraus, daß nur die im Erfindungsanspruch 1 gekennzeichneten Polyesterfaservliese, die raLt einem ganz speziellen chemischen Bindemittel gebunden sind, mit einer Reihe von thermoplastischen Kunststoffen, insbesondere Polyvinylidenfluorid, Polyolefinen, insbesondere Polyäthylen und Polypropylen, einen Verbundwerkstoff mit hohen Haftfestigkeitswerten ergeben. Dieser Verbund wird ausschließlich durch Einpressen des Polyesterfaservlieses in den erwärmten Kunststoff erreicht, Es war nicht vorauszusehen, daß allein durch den Einsatz von chemisch auf Basis von •Acrylaten gebundenen Polyesterfaservliesen die gestellte Aufgabe gelöst werden konnte, während nur vernadelte Polyester-Stapelfaservliese bzw, elastoplastische Binder, z. B, auf Basis Butadien-Styrol und auch thermoplastische Binder auf Basis von Vinylpolymerisaten sich als nicht geeignet erwiesen, wie nachfolgende Beispiele noch belegen.
Bevorzugt wird für den erfindungsgemäßen Verbundwerkstoff ein Polyesterfaservlies mit einem Flächengewicht von
2 bis 350 g/m mit einem Anteil an Bindemittel von 10 bis 50 % vom Flächengewicht verwendet, eingesetzt. Insbesondere erweist sich erfindungsgemäß der Einsatz thermofixierter Polyesterfaservliese als vorteilhaft, da diese bei der Kaschierung unter Wärmeeinfluß nicht mehr schrumpfen, Bei dem Verbund des erfindungsgemäß eingesetzten Polyesterfaservlieses mit Kunst stoff schichten können die erzielbaren Haftfestigkeiten gegenüber den übrigen textlien Schichten und Vliesen um bis zu 100 % und mehr gesteigert werden. Hierbei werden auch die mit der Besinterung nach der DE-AS 29 22 352 bei Polyvinylidenfluoridverbunden erreichten Haftfestigkeitswerte erreicht. Dies gilt nicht nur für Raumtemperatur, sondern auch für höhere Temperaturen, denen solche erfindungsgemäßen Verbundwerkstoffe im Betrieb ausgesetzt sin.d.
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Die Erfindung läßt sich mit besonderem Vorteil für die im konstruktiven Apparatebau eingesetzten thermoplastischen Kunststoffe auf Basis von Polyvinylidenfluorid, Polypropylen und Polypropylen-Copolymere sowie Polyäthylen (Hochdruckpolyäthylen, Miederdruckpolyäthylen) anwenden, wobei reine Kunststoffflächengebilde als auch solche aus Formmassen auf Basis der genannten'Kunststoffe unter Zusatz von Hilfsstoffen, Füllstoffen,. Pigmenten usw. in Frage kommen. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich insbesondere auch dann mit Vorteil einsetzen, wenn das Verbinden des Flächengebildes aus Kunststoff mit dem Polyesterfaservlies kontinuierlich mittels Walzen erfolgt, wobei eine relativ kurze Verweilzeit zur Anwendung des Verbindungsdruckes im Walzenspalt vorhanden ist» Ein solcher Kaschiervorgang kann beispielsweise direkt einem Extruder zum Extrudieren des Flächengebildes aus thermoplastischem Kunststoff nachgeordnet werden, so daß das Polyesterfaservlies in das noch extrusionswarme Flächengebilde eingebettet wird« Es kann auch von Vorteil sein, das Polyesterfaservlies für den kaschiervorgang vorzuwärmen Φ
Das erfindungsgemäß eingesetzte Polyesterfaservlies ist auf Grund seines Bindemittels offenbar auch so stabil,daß es beim Kaschieren mit der sich noch im annähernd plastischen Zustand befindlichen Kunststoffschicht nur geringfügig gereckt wird - im Gegensatz z. B. zu chemisch ungebundenen Vliesen - so daß es für spätere Verformungen des Verbundwerkstoffes noch seine volle Dehnfähigkeit behält» Insbesondere jedoch ermöglicht die Art des gewählten Bindemittels für das Polyesterfaservlies eine Vorerwärmung des Polyesterfaservlieses, wodurch sich der
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Kaschiervorgang verbessern läßt und auch die erreichbaren Haftfestigkeitswerte noch steigern lassen,
Als Fasern für die Vliese kommen insbesondere thermoplastische lineare Polyester auf Basis von Polymerisaten der Terephthalsäure in Frage,
Die Vliese werden beispielsweise durch Vernadelung von Polyesterstapelfasern hergestellt, so daS sie eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Dehnung aufweisen. Solche Vliese weisen eine weitgehend strukturfreie Vlies-« oberfläche auf, so daß sich des weiteren auch auf Grund der thermoplastischen Eigenschaften der Vorteil ergibt, daß bei dem Herstellen des Verbundes mit dem thermoplastischen Flächengebilde sich die Vliesstruktur kaum auf die abgevvandte Oberfläche des Flächengebildes durchdrückt* Es ist also möglich, auch relativ dünnwandige Flächengebilde, insbesondere Folien oder Bahnen bzw. Platten aus Polyvinylidenfluorid, Polypropylen oder Polyäthylen mit dem Polyesterfaservlies zu verbinden, ohne daß sich die Struktur auf der dem Vlies gegenüberliegenden Seite des Flächengebildes bemerkbar macht» Hierdurch ist es möglich, auch für den Apparatebau Kunststoff flächen-» gebilde relativ geringer Dicke, von 1,0 mm an aufwärts, einzusetzen, wodurch insbesondere bei teuren Werkstoffen, wie Polyvinylidenfluorid, Materialkosten gespart werden und die nötige mechanische Steifigkeit, beispielsweise durch den zusätzlichen Verbund mit glasfaserverstärkten Kunststoffen, erbracht wird.
Die Herstellung von einseitig oder beidseitig mit einem Polyesterfaservlies kaschierten thermoplastischen Flächen-
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gebilden auf Basis von Polyvinylidenfluorid, Polypropylen oder Polyäthylen erfolgt mit dem Ziel, diese Flächengebilde aus Kunststoff mit weiteren Materialien zum Zwecke der Armierung zu verbinden, wobei insbesondere an glasfaserarmierte ungesättigte Polyesterharze gedacht ist. Da der direkte Verbund zwischen den eingangs genannten Flächengebilden aus Polyvinylidenfluorid, Polypropylen oder Polyäthylen mit glasfaserarmierten ungesättigten Polyesterharzen nicht möglich ist, fungiert das Polyesterfaservlies als Zwischenschicht, wobei die mit dem Polyesterfaservlies erzielbaren Haftfestigkeiten einerseits zum Flächengebilde, andererseits zum armierenden Kunststoff insgesamt die mechanischen Eigenschaften des Gesamtverbundes mitbestimmen. Hierbei zeigen die erfindungsgemäß eingesetzten Polyesterfaservliese gegenüber andersartigen Polyesterfaserviiesen eine erhöhte Saugfähigkeit für ungesättigte Polyesterharze, wodurch sich das ungesättigte Polyesterharz leichter aufbringen läßt.
Zum Herstellen eines armierten Verbundformkörpers eignen sich praktisch alle bekannten glasfaserarmierten ungesättigten Polyesterharze, hierzu wird beispielsweise auf die entsprechenden Ausführungen zu ungesättigten Polyesterharzen in dem Kunststoff-Taschenbuch 20, Ausgabe von H, 0* Sechtling,,. Carl Hanser Veäag München, Wien 1977, Seiten 384 bis 388, verwiesen, Der Glasfaseranteil wird in der Regel zwischen 20 bis 50 Gew.-|, bezogen auf das glasfaserverstärkte ungesättigte Polyesterharz, betragen. Die erfindungsgemäßen Verbundwerkstoffe können auch vorteilhaft zur Auskleidung von Stahl- und Betonbehältern eingesetzt werden.
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Das erfindungsgemäß eingesetzte Polyesterfaservlies wirkt sich auch positiv aus-, wenn der Verbundwerkstoff z, 3, später verschweißt wird, da dieses Polyesterfaservlies an der Schweißnaht nicht infolge der Hitze wegschrumpft und auch kaum anschmilzt»
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung und der nachfolgenden Beispiele näher erläutert. In der Fig. ist schematisch ein bevorzugtes Herstellungsverfahren für den Verbundwerkstoff 1 dargestellt. Bei kontinuierlicher Verfahrensweise wird die Kunststoffbahn 2 mit dem Extruder 3 extrudiert und einem Glättkalander, beispielsweise, mit drei Walzen 4; 5; 6, zugeführt, Die Kunststoffbahn 2 durchläuft erst den zwischen den Walzen 4; 5 gebildeten Walzen-.spalt 7. Erst in dem nachfolgenden, zwischen den Walzen 5;. 6 gebildeten Walzenspalt 8 wird das Polyesterfaservlias.9 zugeführt und kaschiert♦ Vorteilhaft wird die Oberfläche der Kunststoffbahn.2 vor dem Einlauf in den Walzenspalt S nochmals mittels einer Heizeinrichtung, wie IR-Strahler 10, erhitzt, wobei gleichzeitig eine Vorerwärmung des Polyesterfaservlieses 9 stattfindet infolge des sich vor dem Walzenspalt 8 bildenden Wärmestaus« Überraschend wird durch dieses einfache Verfahren eine sehr gute Kaschierung des Verbundwerkstoffes 1 aus Kunststoffbahn 2 und Polyesterfaservlies 9 erreicht.
An den nachfolgenden Beispielen wird der erfindungsgemäße Verbundwerkstoff und die mit ihm erzielbaren mechanischen Haftfestigkeiten im Vergleich zum Einsatz anderer textiler Schichten dargestellt» Die thermoplastische Kunststoffschicht und die textile Schicht sind jeweils kontinuierlich
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mittels Walzen miteinander verbunden. Gemessen wurden die Stirnabzugsfestigkeit in Anlehnung an DIN 53 397, die Druckscherfestigkeit und die Schälfestigkeit gem. British Standards BS 4994/C 11, Für die Messung der Druckscherfestigkeit wird auf eine vorgefertigte glasfaserverstärkte UP-Harzplatte von 4 mm Dicke auf beide Seiten ein zu prüfender Verbundwerkstoff mittels UP-Harz aufgeklebt mit
einem leichten Kontaktdruck von O7Ol N/mm . Nach dem Aushärten wird der Probekörper auf einer Zugfestigkeitsprüfmaschine mit einem Vorschub von 10 mm/min geprüft, in^dem die mittlere UP-Harzplatte aus dem Probekörper herausgedrückt wird. Auch zum Hessen der Stirnabzugsfestigkeit und Schälfestigkeit werden Probekörper hergestellt, wobei der Verbundwerkstoff auf seiner textlien Seite mit einem ungesättigten Polyesterharz beharzt wird und dann die Probekörper hergestellt werden. Die Probekörper zum Messen der Stirnabzugsfestigkeit bei 23 0C, der Druckscherfestigkeit bei 23 0C und der Schälfestigkeit bei 23 0C wurden ' jeweils mit einem ungesättigten Polyesterharz der Zusammensetzung
.100 Gew,-Teile Leguval^ Vl 16 BAYER AG 3 Gew.*-TeiTe~ Behzoylperoxid 2 Gew.-Teile Aminbeschleuniger 10 % (Dimethylanilinlösung)
und die übrigen Stirnabzugsfestigkeitsversuche unter Verwendung eines bei höheren Temperaturen beständigen Poly-
· (ρ) (P]
esterharzes Leguval^ ' W 45 an Stelle Leguval^'v; VV 15 durch» geführt, wobei folgende Zusammensetzung gewählt wurde
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2 «2„1982
100 Gew.-Teile Leguval^ VV 45 BAYER AG 2 Gew.-Teile Methyläthylketonperoxid 1,5 " Kobaltbeschleuniger CA 12 (Peroxyd-
chemie)
0,5 " Inhibitor + C 510 (Peroxyd-
chemie).
Beispiel 1
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polyvinylidenfluoridplatte und einem vernadelten, chemisch nicht gebundenen Polyesterstapelfaservlies mit einem Flächenge-
2 wicht von 150 g/m , Vergleichsbeispiel, Prüfergebnisse
siehe Tabelle*
Beispiel 2
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polyvinyliden-
fluoridplatte mit einem Glasfasergewebe von 400 g/m Flächengewicht, Vergleichsbeispiel, Prüfergebnisse siehe Tabelle.
Beispiel 3
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polyvinylidenfluoridplatte mit einem erfindungsgemäß chemisch mit einer Äthylacrylat-Dispersion gebundenen vernadelten und thermo-
2 fixierten Polyesterfaservlies von 250 g/m Flächengewicht
mit einem Bindemittelanteil von 40 g/m , Prüfergebnisse
siehe Tabelle.
Beispiel 4
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polyvinylidenfluoridplatte mit einem chemisch auf Basis von Styrol-
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Butadien-Kautschuk gebundenen vernadelten Polyesterfaser-
2 vlies mit einem Flächengewicht von 200 g/m und einem
Sindemittelanteil von 40 g/m , Vergleichsbeispiel, Prüfergebnis siehe Tabelle,
Beispiel 5
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polypropylenplatte mit einem Polyesterfaservlies gemäß Beispiel I1 Vergleichsbeispiel t Prüfergebnis siehe Tabelle,
Beispiel 6
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polypropylenplatte mit einem Glasfasergewebe gemäß Beispiel 2, Vergleichsbeispiel ,. Prüfergebnisse siehe Tabelle,
Beispiel 7
Verbundwerkstoff aus einer 4 mm dicken Polypropylenplatte mit einem erfindungsgemäß chemisch gebundenen Polyesterfaservlies gemäß Beispiel 3, Prüfergebnisse siehe Tabelle,
Beispiel 8
Verbundwerkstoff aus einer.4 mm dicken Polypropylenplatte mit einem Polyesterfaservlies gemäß Beispiel 4, Vergleichs- beispiel, Prüfergebnisse siehe Tabelle,
Aus den Versuchen ergibt sich eindeutig, daß die Verbundwerkstoffe mit Einsatz von erfindungsgemäß ausgebildeten Polyesterfaservliesen die besseren Haftfestigkeitswerte auch boi höheren Tempera türen-.}, gegenüber den bisher
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üblicherweise eingesetzten textlien Schichten aufweisen ein Ergebnis, das nicht erwartet worden war und auf dem in Frage kommenden Einsatzgebiet von größter Bedeutung ist.
Tabelle
~ JL-S "-
Beispiel Stirnabzugsfestigkeit 80 0C 100 ° (N/mm2) - °C 1 Druckschor- Schälfestigkeit
1,5 6 festigkeit gem* British Standards
3,0 8 (N/mm2) (N/mm)
23 °C .6,0 - C 120 8 23 °C 23 °C
1 3,2 3,S 1, 12,0 14,0
2 5,0 3,2 2,8 1, 10,0 14,5
3 9,3 2,4 2,4 2, 11,0 26,0
4 7,0 3,9 3,4 1, 11,0 15,0
5 3,9 3,3 3,0 - 8,0 18,5
6 4,5 9,0 14,0
7 5,5 13,0 32
8 4,7 11,0 15,0
2.2 ,1982 K>
59 650/13
CO
CO
nda reis (jn

Claims (3)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Verbundwerkstoff, insbesondere für den chemischen Apparatebau, gekennzeichnet durch eine Schicht aus einem thermoplastischen Kunststoff und eine auf diese Schicht in erwärmtem Zustand aufgepreßte textile Schicht aus einem mechanisch vorverfestigten, insbesondere vernadelten und chemisch mit einer Kunststoffdispersion auf -Sas^is von Polymerisaten und/oder Mischpolymerisaten, der Acryl- und Methacrylsäureester und des Acrylnitrils gebundenen Polyesterfaservlies.
  2. 2. Verbundwerkstoff nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch,
    daß Polyesterfaservliese mit einem Flächengewicht von
    100 bis 350 g/m mit einem Anteil an Bindemittel von 10 bis 50 % vom Flächengewicht verwendet werden,
  3. 3. Verbundwerkstoff nach den Punkten 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß thermofixierte Polyesterfaservliese verwendet sind,,
    4« Verbundwerkstoff nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die thermoplastische Kunststoffschicht aus einem Polyolefin,-wie Hochdruckpolyäthylen, Niederdruckpolyäthylen, Polypropylen besteht,
    5, Verbundwerkstoff nach den Punkten 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die thermoplastische Kunststoffschicht aus Polyvinylidenfluorid besteht»
    1 Seite Zeichnungen
DD23395681A 1980-10-01 1981-09-29 Verbundwerkstoff enthaltend eine thermoplastische kunststoffschicht DD202265A5 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT392913B (de) * 1989-12-27 1991-07-10 Waagner Biro Ag Verfahren zur behinderung der organischen schadstoffbildung, insbesondere der dioxin- und furanbildung
US8897113B2 (en) 2012-11-07 2014-11-25 Oracle International Corporation Rotary head data storage and retrieval system and method for data verification

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