DD202556A5 - Verfahren zur herstellung von abkoemmlingen von 2-amino-5-(o-sulphamidophenyl)-1,3,4-thiadiazol - Google Patents

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DD202556A5
DD202556A5 DD82238230A DD23823082A DD202556A5 DD 202556 A5 DD202556 A5 DD 202556A5 DD 82238230 A DD82238230 A DD 82238230A DD 23823082 A DD23823082 A DD 23823082A DD 202556 A5 DD202556 A5 DD 202556A5
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hsv2
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formula
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DD82238230A
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Giovanni Orzalesi
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Manetti & Roberts Italo Brit
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von 2-Amino-5-(o-sulfamidophenyl)-1,3,4-thiadiazol mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften fuer die Behandlung von Virusinfektionen bei hoeheren tierischen Organismen. Erfindungsgemaess werden Abkoemmlinge von 2-Amino-5-(o-sulfamidophenyl9-1,3,4-thiadiazol der Formel hergestellet, worin R ein Wasserstoffatom oder eine -CH&ind3!, -C&ind2!H&ind5!, iso-C&ind3!H&ind7!, n-C&ind4!H&ind9! oder -CH&ind2!-CH=CH&ind2!-Gruppe ist und R&ind1! einem Wasserstoffatom oder einer -CH&ind3!- oder -C&ind2!H&ind5!-Gruppe entspricht. Formel

Description

Berlin, den 2.8.1982
23823Ö 2 ~ή~ AP A 61 Κ/238 230/2
60 561/11
Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen von 2-Amino-5-(o-sulfamidophenyl)-1,3»4-thiadiazol
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen von 2-Amino-5-(o-sulfamidophenyl)-1,3,4-thiadiazol mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften, insbesondere antivi'faler Wirkung.
Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf organische Verbindungen mit pharmazeutischer Y/irksamkeit hinsichtlich eines spezifischen und selektiven «ifeges der Bekämpfung von Virusinfektionen in den Zellen höherentwickelter tierischer Organismen wie etwa warmblütiger Wirbeltiere einschließlich des Menschen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich des weiteren auf die pharmazeutische Anwendung der genannten Verbindungen als aktive Agenzien zur Behandlung der genannten Virusinfektionen wie auch auf deren Verwendung in pharmazeutischen Zusammensetzungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind keine Angaben darüber bekannt, welche Verbindungen bisher zur Bekämpfung von Virusinfektionen angewandt wurden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von neuen Verbindungen, die zur Bekämpfung von Virusinfektionen in den
1982*028852
"2" 2.8.1982
AP A 61 Κ/238 .230/2 60 561/11
Zellen von Warmblütern, einschließlich des Menschen geeignet sind.
Darlegung des v'/esens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Verbindungen mit den gewünschten Eigenschaften und Verfahren zu ihrer Herstellung aufzufinden.
Erfindungsgemäß werden Abkömmlinge eines 5-substituierten 2-Amino-1,3»4-thiadiazol-Radikals für die Bekämpfung von Virusinfektionen angewandt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher antiviral wirkende Agenzien, die aus den neuen Verbindungen der allgemeinen Formel
- a
(D
bestehen, in welcher R und R1 ein V/asserstoffatom oder die folgenden organischen Gruppen darstellen.
R -OH3 - G-H7 GH2 R1 - GH«
a) -O2H5 G4Hq a)
b) - iso - GH = b)
c) - η -
d) -OH2
e)
-3- 2.8.1982
AP A 61 K/238 230/2 60 561/11
In den obigen Verbindungen kann eine tautomere Resonanz zwischen dem Stickstoffatom der - HH - R -Gruppe und dem in der 3-Position des Thiadiazol-Radikals benachbarten N-Atom mit einer Verschiebung des Wasserstoffatoms und der Doppelbindung existieren.
Sämtliche erfindungsgemäße Produkte werden hergestellt, indem von der weithin bekannten o-Sulfobenzoimid (Verbindung III) mit einem erwünschten Substituenten in R1 ausgegangen wird; diese Verbindung wird mit Phosphorpentasulfid in Anwesenheit von Pyridin oder einer davon verschiedenen ungesättigten organischen Base des gleichen Typs zur Reaktion gebracht.
Der so erhaltene. Thioabkömmling (Verbindung II) wird mit einem geeigneten Thiosemikarbazid zur Reaktion gebracht, welches seinerseits den gewünschten Substituenten in R aufweist, wobei die genannte Folgereaktion so durchgeführt wird, daß sie in Anwesenheit von n-Butanol oder eines davon verschiedenen organischen polaren Lösungsmittels ähnlichen Typs stattfindet, so daß auf diese Weise die Verbindung I gewonnen wird.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das oben veranschaulichte Verfahren der Herstellung, welches chemisch durch die folgenden Reaktionen beschrieben werden kann:
82 3 0
2.8.1982 AP A 61 K/238 230/2 60 561/11
co =o
CO =
O =
ft 9 ^ Π 9 ~3b~ 2.8.19S2
Ό £ ό U L AP A 61 Κ/238 230/2
60 561/11
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beispielen näher erläutert, die jedoch die Erfindung nicht begrenzen sollen.
Ausführungsbeispiel 1
Herstellung der Verbindung II (R1 = H) "
0,01 Mol o-Sulfobenzoimid (reines Saccharin) v/erden in 30 ml wasserfreiem Pyridin aufgelöst, und die Lösung wird, mit 0,012 Mol £p^5 zar ^aki^j-on gebracht; das Reaktionsgemisch wird 3 h lang unter Rückflußbedingungen' erhitzt. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der trockene Rückstand wird dann mit Chloroform extrahiert Die Chloroformextrakte werden gesammelt und auf MgSO. getrocknet, sodann wird das Chloroform abdestilliert, worauf erneut ein trockener Rückstand gewonnen wird. Dieser Rückstand wird aus Ethanol kristallisiert und ergibt die Verbindung II in Gestalt ihres Pyridinsalzes:
Schmelzpunkt: 144 0C an der Kofier-Batterie. Analyse, %: gefunden C 51,91 H 3,76 Έ 9,94 berechnet C 51,79 H 3,59 H 10,07
Ausführungsbeispiel 2
Herstellung der Verbindung II (R1 = -CH-)
0,01 Mol B-Methylsaccharin v/erden in 3 ml wasserfreiem Pyridin aufgelöst, und die Lösung wird mit 0,012 Mol P2 sc zur Reaktion gebracht; das Reaktionsgemisch wird 3 h lang unter Rückflußbedingungen erhitzt. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der trockene
23&2 3 0 2
-4-
Rückstand wird vermittels Chloroform extrahiert· Die Chloroform· extrakte werden gesammelt und auf MgSO. getrocknet, sodann wird das Chloroform unter erneutem Entstehen eines trockenen Rückstai des abdestilliert.
Dieser Rückstand wird aus Ethanol kristallisiert»
Schmelzpunkt: 182°C an der ^ofler-Batterie« Analyse, %t gefunden C 44,98 H 3,01 N 6,67
berechnet C 45,07 H 3,28 N 6,-57
Ausführungsbeispiel 3
Herstellung der Verbindung I (R = R = H)
0^0035 Mol der zuvor als Pyridinsalz gewonnenen Verbindung II werden in 50 ml n-Butanol aufgelöst und mit 0J0076 Mol Thiosemikarbazid zur Reaktion gebracht $ das Reaktionsgemisch wird 3 h lang unter Rückflußbedingungen sowie unter einem Stickstoffstron und unter Verrühren erhitzt. Das Lösungsmittel wird abdestillier der Rückstand wird durch destilliertes Wasser aufgenommen. Der Rückstand wird gefiltert und aus Ethanol kristallisiert. Schmelzpunkt: 2280C an der Kofler-Batterie. Analyse, %: gefunden C 37,62 H 3,21 N 21,74
berechnet C 37,50 H 3,12 N 21,87
Ausführungsbeispiel 4
Herstellung der Verbindung I (R = - CH-; R^.» H)
0,0035 Mol der zuvor als Pyridinsalz gewonnenen Verbindung II werden in 50 ml α n-Butanol aufgelöst und mit 0,0076 Mol N-Methylthiosemikarbazid zur Reaktion gebracht; das Reaktionsgemisch wird 3 h lang unter Rückflußbedingungen sowie unter einem Stickstoffstrom und unter Verrühren erhitzt. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der Rückstand wird durch destilliertes Wasse aufgenommen. Der Rückstand wird gefiltert und aus Ethanol krista lisiert.
238230 2
-5-
Schmelzpunkt : 187 C an der der Verbindung I Kofle r-Batterie· H 3 59 N ) 20 ,90
Analyse, %i gefunden C 39 ,86 H 3,73 N 20 ;73
berechnet C 40 ,00
Ausführungsbeispiel 5
Herstellung (R . Hr F
0;035 Mol der Verbindung II (R^ = - CHx) werden in 50 ml n-Butanol aufgelöst und mit 0y076 Mol Thiosemikarbazid zur Reaktion gebracht j das Reaktionsgemisch wird 3 h lang unter Rückflußbedingungen sowie unter einem Stickstoffstroro und unter Verrühren erhitzt» Dee Lösungsmittel wird abdestilliert, der Rückstand wird durch destilliertes Wasser aufgenommen* Der Rückstand wird gefiltert und aus Ethanol kristallisiert.
Schmelzpunkt: 194°C an der Kofier-Batterie. Analyse; %: gefunden C 40,09 H 3,81 N 20γ66 berechnet C 40^00 H 3,73 N 20,73
Ausführungsbeispiel 6
Unter Verfolgung der gleichen Vorgehensweisen, wie sie in den vorangegangenen Ausführungsbeispielen beschrieben wurden; werden die verbleibenden neuen Verbindungen der vorliegenden Erfindung hergestellt, indem Thiosemikarbazid und N-Methylthiosemikarbazid in den verschiedenen Reaktionen durch jenen homologen Reaktanten substituiert werden, welcher dem gewünschten Produkt entspricht,
In der folgenden Tabelle beziehen sich die Schmelzpunkte an der Kofier-Batterie auf jene Verbindungen I mit den Substituenten R und/oder R1, die durch Zuordnen zum entsprechenden N-Alkylthiosemikarbazid gewonnen wurden.
238230 2
-6-
Ν·
Verbindung (Kurzbezeichnung)
G-502 G-514 G-515 G-516 G-517 G-518
R=H
R = -CH3
R = -C2H5
R = -ISO-C3H7
R = -n-C .Hg
R = -CH2-CH=CH2
R R R R R R
-CH3
-C2H5
-XSO-C3H7
-CH2-CH=CH2
R R R R R R
H -CH.
-XSO-C3H7
-CH2-CH=CH2
Schmelzpunkt 1 0C
228 187 262 251 226 179
194 153 210 206 180 143
160 175 193 189 174 137
In allen Fällen haben die so gewonnenen Verbindungen bei der Zentesimal-Elementanalyse Ergebnisse erbracht, die den theoretischen Werten entsprechen; die Infrarotspektren der Verbindungen
bestätigen ihre jeweilige Struktur.
Pharmakologische antivirale Wirksamkeit
Die erfindungsgemäßen Verbindungen stellen brauchbare und wirksar antivirale Agenzien bei warmblütigen Wirbeltieren und beim Menschen dar.
238230 2
-7-
Die Prüfungen der antiviralen Wirksamkeit sind unter Einsatz verschiedener erfindungsgemäßer aktiver Verbindungen an verschiedenen Virusstämmen vorgenommen worden.
Im folgenden werden Tests beschrieben, in denen die Verbindung G-413 (R = R* = H) verwendet wurde.
Zuvor wurde festgestellt, daß die erfindungsgemäße Verbindung keinerlei toxische Wirkung auf die in den Prüfungen benutzten Zellen ausübte j alle anöeren Bedingungen wurden gleichgehalten.
Die Tests bestanden im Beimpfen verschiedener aus verschiedenen Quellen stammender Arten lebender Zellen mit Virus sowie aus dem Anlegen der entsprechenden Kultur in Gewebekultur-Kolben unter Beibehaltung der im Fachgebiet wohlbekannten Methode.
Das Virus bildet in Abhängigkeit von seiner Konzentration und in Abhängigkeit van den Prüfbedingungen eine Vielzahl wachsender Herde auf dem Boden der Gewebekultur-Kolben, wobei diese Herde leicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind« Auf diese Weise WKKdKR können Kontrollvarianteri angelegt werden. Gleichzeitig werden in Jenen Gewebekultur-Kolben, in denen die erfindungsgemäße Verbindung κ:ί£Κ<§Β£κίΐΚ&ΧΜΒκακκχ&κ£$ in verschiedenen Konzentrationen eingeführt worden ist, Hemmungen in Gestalt von im Vergleich zu den Kontrollvarianten niedrigeren Anzahlen wachsender Herde beobachtet» Eine derartige Inhibition wurde in Prozentsätze umgerechnet und ist in den folgenden Tabellen dargestellt.
Tests der antiviralen Wirksamkeit "in vitro"
Die Tests wurden unter Verwendung des Herpes simplex Virus, Typ 2 (HSV2) und des Coxsckie B Virus Typ 4 (C0XB4) durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in den nachstehenden Tabellen A und B dargestellt.
238230
Tabelle A
"In vitro"-Aktivität von G-413 in unterschiedlichen Dosierungen gegenüber Herpes simplex Virus Typ 2.
HSV2 10
HSV2 10
HSV2 10
HSV2 10
HSV2 10
HSV2 10
HSV2 10
-3 -3 -3 -3 -3 -3 -3
40,0 /*g G-413
30,0 a*Q G-413
20,0 ^g G-413
10,0 ^g G-413
5,0 ^,g G-413
2,5 ^q G-413
10,5 PFU/ml 52,4 % Hemt
5,0 PFU/ml 52,4 % *
5,0 PFU/ml 71*5 % ·
3,0 PFU/ml 81. tO % ·
2,0 PFU/ml 66,7 % "
3,5 PFU/ml 66,7 % -
3,5 PFU/ml
Tabelle B
Wirkung von G-413 in verschiedenen Dosierungen gegenüber Coxackie B, Typ 4
C0XB4 C0XB4 C0XB4 C0XB4 C0XB4
10 10 10 10 10
-6 -6 -6
-6
20,0 *g G-413
10,0 ^g G-413
5,0 ^g G-413
2,5 Mg G-413
33,0 PFU/ml 6,5 PFU/ml 6,5 PFU/ml 3,0 PFU/ml
23,5 PFU/ml
80,4 % Hemmung
81,9 % -
89Ϊ9 % " 28 Vi
O/
/Q
Alle Kontrollen in den drei Tests entsprachen den Standardanforderungen in optimaler Weise.
Aus den Tabellen A und B geht hervor, daß eine sehr hochprozentige Hemmung bei einer Dosis von 10>*g G-413 gegenüber HSV2 und bei einer Dosis von 5 ^,g G-413 gegenüber C0XB4 erzielt wurde.
Um die Wirkung der Verbindung G-413 "in vitro" bei einer Dosis von lOyn g gegenüber Herpes simplex Virus Typ 2 in bezug auf verschiedene Verabreichungszeiten zu ermitteln, wurde ein Test durch geführt, bei dem die Verbindung nach der Virusinfektion in die Zellen eingeführt wurde.
23 82 3 0 2
-9-
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle C aufgeführt.
TABELLE C
HSV2 10 HSVZ 10
-2 -2
HSV2 10"2 1 HSV2 10 HSV2 10
-2
lO^g G 413
h später + 10 ^g G 413
2 h später + 10
G 413
20,0 PFU/ml 7,5 PFU/ml
11,0 PFU/ml 8,0 PFU/ml
62,5 % Hemmung 45,0 % Hemmung 60,0 % Hemmung
4 h später + 10^.g G 413 4,5 PFU/ml 77,0 % Hemmung HSV2 -ΙΟ"*" 8 h später + 10 ^g G 413 3,0 PFU/ml 85,0 % Hemmung
.-2
HSV2 10
h später + 10/ng G 413 11,5 PFU/ml 42,5 % Bemmung
Es wird eingeschätzt, daß durch eine Verabreichung etwa 8 h nach Einführen der Virusinfektion eine maximale Hemmungswirkung erzielt wird.
Test hinsichtlich der Inhibition der Virionenproduktion
Die Aktivität der Verbindung G-413 wurde durch einen Test hinsichtlich der Hemmung der Virionenproduktion abgeschätzt.
Eine 10 Zellen enthaltende Probe würde bei 20 C eine Stunde lang durch eine Vielfachinfektion in der Größenordnung von 10 Infektanteneinheiten pro Zelle infiziert. Die infizierte Probe wurde dreimal in HBSS gewaschen und bei 37°C inkubiert. Die aktive Verbindung wurde zur O.P.I.-Zeit zugesetzt; nach 24 h wurde die gesamte Kultur dreimal auf -70°C eingefroren und auf +200C aufgetaut, die Zellrückstände wurden durch Zentrifugation bei 3000 U/min beseitigt. Die Virion-Infektanteneinheiten wurden vermittels der Methode der Titration in Platten nach Dulbecco bestimmt.
Der Test wurde mit verschiedenen Sirustypen auf HEp-2-Zellen vorgenommen.
Die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen aufgeführt.
238230 -10-
Tabelle D
Virionproduktion von Polio 1 in Anwesenheit von G-413 (G-413 20 g pro "Falke")
.-6
Polio 1. Polio 1 Polio 1
-7
-8
Polio 1 Polio 1 Polio 1
G-413
G-413 G-413
10 10
-6 -7 -8
355 PFU 267 PFU 169 PFU PFU PFU PFU
91.,9Sa Hemmung 98,2 % Hemmung 97,7 % Hemmung
Tabelle E
Virionproduktion von E6H0 2 in Anwesenheit von G-413
ECHO 2 IO w 23 PFU PFU
ECHO 2 10 "7 20 PFU
ECHO 2 10 "8 11 PFU
ECHO 2 G-413 10" "6I 10 "8
100 % Hemmung
Tabelle F Virionproduktion von Coxsackie B4 in Anwesenheit von G-413·
COX B4 10 ^ 50 PFU
COX B4 ΙΟ"5 43 PFU
COX B4 ID"6 40 PFU
COX B4 G-413 10 "4
COX B4 G-413 10 "5
COX B4 G-413 10 "6
PFU 72,0 % Hemmung PFU 83,7 % Hemmung PFU 85,0 % Hemmung
Tabelle G
Virionproduktion von HSV2 in Anwesenheit von G-413. HSV2. 10-1
HSV2 10 HSV2 10
-2
-3
31 PFU
20 PFU
8 PFU
238230 2
-11-
Tabelle G (Fortsetzung)
HSV2 G-413 10 HSV2 G-413 10 HSV2 G-413 10
-1 -2 -3
8 PFU 75 /2 % Hemmung
5 PFU 75 ,0 % Hemmung
3 PFU 62 ,5 % Hemmung
Tabelle K
Virionproduktion von Adeno 17 in Anwesenheit von G-413« -4
Adeno 17 Adeno 17 Adeno 17
Adeno 17 Adeno 17 Adeno 17
10 10
10
-5
-6
100 PFU 83 PFU 60 PFU
G-413 G-413 G-413
10 10 10
-4 -5 -6
35 PFU 27 PFU 22 PFU
65,0 % Hemmung 67,5 % Hemmung 63,4 % Hemmung
Prüfungen der Aktivität der Verbindung G-413 an Nieren-Primärzellen vom Kaninchen im Hinblick auf HSV2«
Ein solches Zellsystem wurde für die Durchführung der Tests ausgewählt, um die Wirksamkeit einer Konzentration der Verbindung G-413 in Anwesenheit von verschiedenen Zellsystemen differenzieren zu können. Es wurde in der gleichen Weise vorgegangen, wie sie für den Test zur Hemmung der Virionproduktion weiter oben beschrieben wurde. · . .
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I dargestellt.
Tabelle I
HSV2 HSV2
10 10
HSV2 10
HSV2 +
-2
-3
G-413
HSV2 + 10^g G-413
HSV2 + 10
G-413
21 PFU 13 PFU 38 Λ 0/ /0 Hemmung
9 PFU 7 PFU 23 ,0 0/ /0 Hemmung
4 PFU 2 PFU 50 O' /0 Hemmung
ίο-1
ΙΟ'2
ΙΟ"*3
23 82 3 0 2
-12-
HSV2 + 50^g G-413 HSV2 + 50^g G-413 HSV2 + 50/i.g G-413
Tabelle I (Fortsetzung)
10 10 10
6 PFU 71 ,o s
3 PFU 77
1 PFU 75 £ Hemmung
£ Hemmung
£ Hemmung
Der gleiche Test wurde an Nieren-Sekundärzellen des YRK-Kanin^ch durchgeführt; die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle D auf geführt.
HSV2 10
HSV2 10 HSV2 10 HSV2 10
-2
"2
~2
Tabelle D
10 PFU
HSV2 10"2 + HSV2 10
-2
100 /t,
G-413 9 PFU 10 0·' /0 Hemmung
G-413 7 PFU 30 O/ /0 Hemmung
G-413 6 PFU 40 % Hemmurpg
G-413 3 PFU 70 0/ /0 Hemmung
G-413 3 PFU 70 o/ /ü Hemmung
Nachstehend werden Prüfungen der antiviralen Aktivität von erfin· dungsgemäßen Verbindungen der Formel I beschrieben^ bei denen dei Substituent R ein Methyl-Radikal (Verbindung G-444) bzw. ein AIl^ Radikal (Verbindung G-445) ist.
Die Prüfung hinsichtlich der Polio-1-Virionproduktion auf HEp-2 in Anwesenheit von G-444 und G-445 wurde nach der bereits beschrd benen Methode zur Prüfung der Virionproduktion durchgeführt; die erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle K aufgeführt.
23 82 3 0 2
-13-
1 ΙΟ"6 Tabelle- K PFU
Polio 1. ίο"7 321 PFU
Polio 1 ΙΟ"8 253 PFU
Polio 1 IO ~6 + G-444 113 PFU
Polio 1 IO"7 + G-444 113 PFU
Polio 1 10"8 + G-444 87 PFU
Polio 1. 10"5 + G-445 83 PFU
Polio 1 10 **7 + G-445 85 PFU
Polio 1 10 ~8 + G-445 68 PFU
Polio 63
64,8 % Hemmung 65,7 % Hemmung 26,6 % Hemmung 73*6 % Hemmung
73.2 % Hemmung
44.3 % Hemmung
"In-viv&" - Tests der antiviralen Wirksamkeit
Die Wirksamkeit öer erfindungsgemäßen Verbindungen in vivo wurde durch Aufprfropfen von HSV2 auf eine Kaninchen-Kornea und durch Beobachten der Entwicklung von Hornhautläsionen ermittelt.
Die zu prüfenden Verbindungen wurden zweimal täglich appliziert, acht Tage nach der Behandlung erfolgte eine abschließende Begutachtung. Die Begutachtung zeigte, daß beim linken Auge (behandelt) eine vollständige Remission der Veränderung eingetreten war, während sich im rechten Auge (unbehandelt) die anfänglichen dendritischen Bildungen zu einem Geschwür mit darüberliegenden Leukomen entwickelt hatte. In diesem Stadium wurden die Tiere getötet, die Augäpfel wurden extrahiert. Die Augäpfel wurden homogenisiert und zentrifugiert j an der überstehenden Flüssigkeit wurde dann der virale Titer bestimmt.
Die Ergebnisse können folgendermaßen zusammengefaßt werden:
Kontrollauge: Titer HSV2 = 4 χ SO6 PFU/ml Behänd. Auger Titer HSV2 = 1 χ ΙΟ1 PFU/ml
Die Ergebnisse zeigen, daß die Behandlung mit der ophthalmologischen Creme zusätzlich zur Unterbrechung dee keralytischen Prozesses (durch vorangegangene Färbung mit Fluoreszin ermittelt) auch eine Inhibition der Virusreproduktion in vivo bewirkt, was durch die
238230 2
-14-
Tatsache belegt wird, daß bei dem behandelten Auge der virale Titer unter 1 χ ΙΟ1" PFU/ml liegt.
Klinische Tests der antiviralen Wirksamkeit
Mit den erfindungsgemäßen Verbindungen wurden vorläufige klinisc Tests am zur örtlichen und systemischen (oralen) Anwendung bei freiwilligen Patienten vorgenommen, die erkrankt waren an:
Herpes zoster (örtiliche und systemische Anwendung); x- viraler Hepatitis Typ B (systemische Anwendung);
/ , Karzinom (Patienten mit vorwiegend metastasiertem
Lunfejen- und Brustdrüsenkarzinom).
Die Behandlung erfolgte in einer Dosierung von 5.«.3 000 mg/d
per os und 5...3 000 mg/d bei örtlicher Behandlung. Exe Eine the rapeutische Aktivität im Vergleich zu nicht behandelten Individu< wurde durch klinische und Körperflüssigkeits-Untersuchungen vorg< nommen. Tatsächlich zeigte sich bei der Hepatitis des Typs B, dai die Behandlung mit den üblichen Medikamenten bereits nach etwa 10 Tagen reduziert werden kennte, gleichzeitig nahmen die Standards von SGPT und SGOT, ^-Globuline, alkalische pHA., Bilirubinämie und VES normale Werte an.
Bei Herpes zoster verschwinden die Bläschen und die Schmerzen be: V den mit den erfindungsgemäßen Verbindungen behandelten Patienten im Vergleich zu den mit üblichen Medikamenten behandelten Patieni in sehr wenigen Tagen; bei der letztgenannten Patientengruppe vei gehen bis zum gleichen Verschivinden der Schmerzen bzw. der kutant Symptome gewöhnlich etwa 20 Tage.
Die Untersuchung der Körperflüssigkeiten erbrachte keine interessanten Anhaltspunkte, da die Ausgangswerte innerhalb des Normalbereiches lagen; es kam lediglich zu einer nichtsignifikanten Erhöhung der ^-Globuline.
Auf onkologischem Gebiet zeigen die mit dem pharmazeutischen Ager
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der vorliegenden Erfindung behandelten Patienten bei der höchsten Doseirung eine gesteigerte Widerstandsfähigkeit gegenüber darübergelagerten bakteriellen Infektionen und damit einen durch einen tf'-Globulin-Anstieg von T-Lymphozyten und ß-Lymphozyten bestätigten besseren klinischen Verlauf, was zusätzlich auf eine immunitäts- ' stimulierende Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen hindeutet.
Prüfungen der akuten Toxizität
Die akute Toxizität ist an männlichen und weiblichen Mäusen des Schweizer Stammes mit einer Durchschnittsmasse von 20 + 2 g, an männlichen und weiblichen Ratten des Wistar-Stammes mit einer Durchschnittsmasse von 150 +1Og und an männlichen und weiblichen Spürhunden geprüft worden.
Die zu prüfenden erfindungsgemäßen Verbindungen wurden Gruppen zu je 10 Tieren in Form einer 0,8 %igen Suspension in Tween 80 oral verabreicht.
Die Tiere wurden 7 Tage lang unter Beobachtung gehalten, die Bestimmung der DL5 erfolgte mittels einer grafischen Methode. Die Toxizitätswerte lagen bei Mäusen über 1 500 mg/kg, bei Ratten und Hunden lagen sie über 3 000 mg/kg.
Eine beaufsichtigende Kontrolle der Tiere sowie eine anatomischpathologische Begutachtung der toten Tiere zeigt folgende Fakten:
Die toxische Symptomatologie überwog beim erregbaren Typ; die bemerkbaren Veränderungen betrafen den Verdauungsapparat bei jenen Tieren, die innerhalb der ersten 24 h gestorben waren;
geschlechtebedingte Reaktionsunterschiede waren gering ausgeprägt»
Tests der subakuten Toxizität . .
Mit einigen der erfindungsgemäßen Verbindungen wurden Tests der subakuten Toxizität über 90 Tage hinweg an Ratten und Hunden
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durchgeführt. Die Verabreichung erfolgte über zwei Routen in dre Dosierungsstufen (50...800 mg/kg/d). Es zeigte sich eine nur geringe Toxizität nach wiederholter Behandlung mit den jeweils gle chen Verbindungen.
Die oben dargelegten Befunde lassen in Verbindung mit dem Ausble ben von Toxizitätserscheinungen der erfindungsgemäßen Verbindung gegenüber lebenden Zellen diese genannten Verbindungen als nützlich für die Behandlung von viralen Infektionen unterschiedliche Ursprungs erscheinen.
Somit können die erfindungsgemäßen Verbindungen als wirksame Bestandteile in pharmazeutischen Zusammensetzungen genutzt werden, in die sie gemeinsam mit pharmazeutisch akzeptablen Ekzipienten eingebracht werden.
Bei den genannten Zusammensetzungen kann es sich um Dosierungseinheiten mit einem Gehalt von 5...50O mg wirksamer Verbindung handeln, die in einer Rate von 5...3 000 mg/d wirksamer Verbindu verabreicht werden können«
Die Zusammensetzung kann oral in einer Dosis verabreicht werden, welche 5...500 mg der aktiven Substanz enthält, wobei die Verabreichungsrate 25...3 000 mg/d betragen kann.
Parenteral kann die Zusammensetzung in einer Dosis von 5...50 mg aktiver Substanz in einer Rate von 5...200 mg/d verabreicht werden.
Die pharmazeutischen Zusammensetzungen können als Tabletten, ummantelte Tabletten, Emulsionen, Pulver, Kapseln, Sirupe, Salben, Injektionslösungen oder Suppositorien für die orale, parenterale rektale oder lokale Verabreichung zubereitet werden.

Claims (1)

  1. Verfahren zar Herstellang einer Verbindung der !Formel
    H-
    HH-R
    (D,
    SO2HH-
    in welcher R einem Wasserstoffatom oder einer Methyl-, Ethyl-, Isopropyl-, n-Batyl- oder Allyl-Gruppe entspricht and in welcher R1 für ein Wasserstoffatom, eine Methyl- oder Bthylgruppe steht, gekennzeichnet dadurch, daß es sich zusammensetzt aus
    a) dem Reagieren einer Verbindung der Formel
    ft
    (III),
    in welcher R1 der oben angegebenen Bedeutung entspricht, mit Phosphorpentasulfid in Anwesenheit von Pyridin oder einer analogen organischen wasserfreien ungesättigten Base bei einer Temperatur, welche ausreicht, um ein Pyridinsalz oder ein Salz der genannten analogen Base in Gestalt einer Verbindung der Formel
    (ID
    238230 2
    -18-
    zu gewinnen;
    b) dem Reagieren des genannten Salzes mit einem substituierten Thiosemikarbszid der Formel
    H2N-NH-C-NH-R
    (in welcher R der bereits oben genannten Bedeutung entspricht) in Anwesenheit von Butanol oder einem analogen organischen polar Lösungsmittel bei einer Temperatur, welche ausreicht, um die ent sprechende Verbindung der Formel (I) zu bilden; und
    de**
    inne η der genannten Verbindung aus der Reektionsmischui
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