DD202624A5 - Verfahren und vorrichtung zum sterilisieren von becherfoermigen behaeltern - Google Patents
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Abstract
Zum Sterilisieren von becherfoermigen Behaeltern wird ein Sterilisierungsmittel, vorzugsweise ein Wasserstoffperoxid, in den Behaelter oder in einen dem Behaelter vorgelagerten Raum eingegeben und zum Verdampfen gebracht, wobei sich die Daempfe des Sterilisierungsmittels als Kondensatfilm an der Behaelterwand niederschlagen.
Description
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Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von becherförmigen Behältern;
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sterilisieren von becherförmigen Behältern unter Verwendung eines Sterilisierungsmittels und sie betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Char ak,.teri s ti.k _der ..bekannten. _.t,echn i.s.c.hen ,Lösungen :.
Zum Abtöten von Mirkoorganismen in Nahrungsmittel behältern gibt es.
verschiedene Sterilisierungsverfahren, wie die UV-Bestrahlung, Einblasen eines aufgeheizten Wasserdampf-Luftgemisches und die sogenannte Naß-Aseptik, bei der die Behälterinnenwand mit einem Wasserstoffperoxidgemisch besprüht und durch Heißluft wieder getrocknet wird.
Im Hinblick-auf eine möglichst lange Haltbarkeit der Produkte hat sich die Verwendung des Sterilrsationsmittels Peroxid als ein sicheres Mikroorganismen abtötendes Mittel erwiesen.
Die keimtötende Wirkung von Peroxid beruht auf der Bildung von freiem, während der thermischen Zersetzung besonders aktivem Sauerstoff, der eine besonders starke oxidierende Wirkung im Moment der Entstehung zeigt.
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Nicht zuletzt entsteht der Sterilisiereffekt auch durch das flüssige Wasserstoffperoxid selbst, daß in die ZeI!hüllen der Mikroorganismen eindringt und zerstörend wirkt.
Trotz Versprühung des Wasserstoffperoxidgemisches läßt sich lediglieh eine Benetzung von .35 % der Behalten'nnenflache erzielen,
d. h. daß bei einer noch so feinen Zerstäubung sich auf der Oberfläche tropfen bilden, zwischen, denen unbenetzte Flächen verbleiben.
Da bekanntlich die Behälter nach dem Sterilisieren kaum noch Rest-.
mengen an Peroxid aufweisen dürfen, ist eine Entfernung dieses toxischen Stoffes in Form von Abdampfen durch Wärmeeinwirkung notwendig. Der Einsatz des Naß-Aseptik-Verfahrens unter Verwendung eines Wasserstoffperoxidgemisches verlangt folglich stets eine Nachbehandlung zum weitestgehenden Entfernen von Restmengen Peroxid. Insbesondere aber bietet dieses Verfahren keine absolute Sterilisierung der gesamten Behälterinnenfläche.
Ziel, der JEr f i η dun g:_ '
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, das bekannte Naß-Aseptik-Verfahren nebst Vorrichtung derart zu verbessern, daß eine absolut sichere Sterilisierung der Gesamtbehälterinnenfläche erzielt wird, und daß eine Nachbehandlung zum Entfernen von Restmengen an Wasserstoffperoxid entfällt. :
~ Das Verfahren nach der Erfindung sieht hierzu vor, daß in den Behälter oder in einen dem Behälter vorgelagerten Raum ein Sterilisierungsmittel, vorzugsweise ein Wasserstoffperoxidgemisch, eingegeben und zum Verdampfen gebracht wird, wobei sich die Dämpfe des Sterilisierungsmittels als Kondensatfilm an der Behälterwand niederschlagen.
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Weitere Ausgestaltungen- des Verfahrens und Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens sind in den Unteransprüchen definiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine wesentlich verbes- serte Sterilisierung der Behälterinnenfläche, was zum einen durch das explosionsartige Verdampfen und des dabei entstehenden» die gesamte Innenfläche benetzenden Kondensatfilmes erfolgt, zum anderen hat das Wasserstoffperoxid in der Gasphase eine höhere keimabtötende Wirkung.
Anhand einer Schemazeichnung sollen nachfolgend Ausführungsbeispiele zur Durchführung des.erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben werden.
In der Fig. 1 wird ein Ausschnitt aus einem bekannten endlosen Becherförderer 2 dargestellt mit mehreren in Reihe liegenden Ausnehtnungen 2a zur Aufnahme von beispielsweise mit Molkerei produkten abzufüllenden Bechern. An einem Querträger 3 oberhalb dieses Becherförderers befinden sich ebenfalls in Reihe und mittig über . jeder Ausnehmung 2a installiert Sprühdüsen 4 mit einem Anschluß 4a zu einer Druckluftquelle sowie mit einem Anschluß 4b an einen nicht dargestellten Vorratsbehälter mit einem Wasserstoffperoxidgemisch.
Die in die Ausnehmungen 2a eingesetzten Becher werden während des Sterilisiervorgangs durch Kammern 5 mit einem Durchlaß 5a verschlossen, die an den Sprühdüsen befestigt sind, wobei der Düsenaustritt nach unten über der Kammer hinausragt.
-i - O / 1
Jeweils unterhalb der SprüHdüsen befindet sich eine kegel stumpfförmig ausgebildete Hei zspiral eingeordnet, die in den Becher hineinragt und in einem definierten Abstand zum Becherboden endet.. Die Heizspirale ist an eine elektrische Spannung gelegt, sie wird ebenso wie die Sprühdüse von dem Querträger getragen und verläuft durch die Kammer 5.
Gemäß Pfeil richtung läßt sich der Querträger gemeinsam mit den Sprühdüsen, den Kammern und den Heizspiralen taktweise, abgestimmt auf den Vortransport der Becherreihe, zwischen einer unteren und oberen Endstellung verfahren, derart, daß zur Durchführung des
Sterilisiervorgangs die Heizspirale in den bereitgestellten Becher ' kurzzeitig einfährt und die Becher von der Kammer verschlossen sind. .
In dieser unteren Endstellung werden die Sprühdüsen angesteuert .15 und ein Sprühnebel eines Wasserstoffperoxidgemisches wird in den Becher eingeblasen, der auf. die Heizspirale mit einer Oberflächentemperatur von ca. 500° C trifft und explosionsartig verdampft. Der hierbei entstehende Wasserstoffperoxiddampf schlägt sich als Kondensat an der Becherinnenwand nieder, wodurch eine absolut sichere keimabtötende Wirkung erzielt wird. Vorzugsweise besteht dabei das Wasserstoffperoxidgemisch aus einer 35 %igen Wasserstoff perox idkonzentrati on.
In einem abgewandelten Verfahren kann das Sterilisierungsmittel auch unmittelbar vor der Behä-lteröffnung explosionsartig zum Verdampfen gebracht werden. Die Ausgestaltung zur Durchführung dieses Verfahrens sieht, wie Fig. 2 veranschaulicht, eine in der Kammer installierte Heizspirale 8 vor, auf die über die Sprühdüsen 4 das Sterilisierungsmittel aufgeblasen wird.
sr - a -
Zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist die Kammer von einer Isolierschicht umgeben.
Nach unten hin wird die Kammer von einer Bodenplatte 9 verschlossen, die eine oder eine Vielzahl von Bohrungen 9a aufweisen kann, mit der Aufgabe, die Strömungsgeschwindigkeit des zum Verdampfen gebrachten Sterilisierungsmittels beim Eintritt in den Behälter zu erhöhen, um somit eine optimale Verteilung des Kondensatfilmes zu erzielen.
Claims (11)
1. Verfahren zum Sterilisieren von becherförmigen Behältern unter Verwendung eines Sterilisierungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß in den Behälter (1) oder in einen dem Behälter vorgelagerten Raum (5) ein Sterilisierungsmittel, vorzugsweise ein '. Wasserstoffperoxidgemisch, eingegeben und zum Verdampfen gebracht wird, wobei sich die Dämpfe des Sterilisierungsmittels als Kondensatfilm an der Behälterwand niederschlagen.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
. Sterilisierungsmittel z. B. in Form eines Sprühschleiers auf ein Heizelement (6, 8), das in den Behälter eingeführt wird oder in dem diesem vorgelagerten Raum (5) positioniert ist, geblasen und dabei explosionsartig zum Verdampfen gebracht wird.
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung des Behälters während des Sterilisierungsyorgangs
geschlossen wird. -
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4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Punkte * bis 3, gekennzeichnet durch ein in den Behälter .einfahrbares Heizelement (6), auf das das Steril isierungs'smittel aufgebracht wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet durch, ein in dem dem Behälter vorgelagerten Raum (5) angeordnetes-Heizelement (8), auf das das Sterilisierungsmittel aufgebracht wird.
6. Vorrichtung nach Punkt j 4 und 5, gekennzeichnet durch eine einen Sprühschleier des Sterilisierungsmittels erzeugende Sprühdüse (4), die zum Behälter hin absenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Punkt 4 bis 6, gekennzeichnet durch eine . auf die öffnung des Behälters aufsetzbare und den Behälter während des Sterilisierungsvorgangs verschließende Kammer (5) mit einem Durchlaß (5a) zum Einblasen des Sterilisierungsmittel s. -
8. Vorrichtung nach Punkt 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer an der Sprühdüse (4) gehaltert und gemeinsam mit der Sprühdüse zwischen einer unteren und oberen Endstellung bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Punkt 4, 5 und 7, 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Behälter einfahrbare Heizelement als kegel stumpf förmi ge, sich nach oben hin erweiternde Heizspirale . (6) ausgestaltet ist.
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10. Vorrichtung nach Punkt 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühdüse (4) mit der Kammer (5) sowie das. Heizelement (6, 8). an einem Träger (3) befestigt sind und gemeinsam zwischen einer unteren und oberen Endstellung bewegbar sind.
11. Vorrichtung nach Punkt 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (.5) eine Bodenplatte (9) mit einer oder einer Vielzahl von öffnungen (9a) aufweist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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1982
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