DD203514A1 - Verfahren zur pneumatischen foerderung staubfoermiger oder feinkoerniger schuettgueter - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung findet Anwendung bei Druckgefaeszfoerderern, bei denen Druckgefaesze im Wechsel mit dem zu foerdernden Schuettgut gefuellt und unter Druckluft ueber die Foerderleitung entleert werden und bei denen Hilfsfoerderluft unter Umgehung der Druckgefaesze direkt der Foerderleitung zugefuehrt wird. Ziel und Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Foerderprozesz effektiver zu gestalten bzw. das sogenannte Freiblasen der Foerderleitung durch eine andere Masznahme abzuloesen.Erfindungsgemaesz wird mit der Druckentlastung des Druckgefaeszes die Foerderleitung ein- und ausgangsseitig verschlossen und danach bis zum Netzdruckwert druckbelastet.
Description
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Titel der Erfindung
Verfahren zur pneumatischen Förderung staubförmiger oder feinkörniger Schüttgüter
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung nimmt Bezug auf eine Anordnung zur pneumatischen Förderung, bei dem ein Druckgefäß mit einem porösen Boden vorgesehen ist und eine Förderleitung von oben bis in die Uähe des porösen Bodens in das Druckgefäß eintaucht» Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur pneumatischen Förderung, wobei in einer Füllphase das ,zunächst druckentlastete Druckgefäß mit dem Schüttgut gefüllt und anschließend diruckbelastet wird und wobei in der nachfolgenden Förderphase Hauptförderluft von unten durch den porösen Boden in die Förderleitung strömt und dabei aufgewirbeltes Schüttgut mitreißt· Während der Förderphase wird noch Nebenförderluft als Hingschleier direkt der Förderleitung eingeleitet» Das erfindungsgemäße Verfahren findet bevorzugt Anwendung beim Abzug von in Elektroabscheider^ niedergeschlagener und in Trichtern angesammelter Flugasche, die bei kohlenstaubgefeuerten Dampferzeugern anfällt.
SDEZ. 1931*978868
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Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Das pneumatische Fördern von staubförmigen oder feinkörnigen Schüttgütern nach der vorgenannten Verfahrensweise ist beispielsweise durch DS-PS 1283, Kl. 81 er 62 bekannt« Die hierbei augeführte HilfsfSrderluft während der Förderphase verhindert die Gefahr einer zur Verstopfung fuhrenden Unterschreitung der kritischen Fördergeschwindigke it«. Diesem Stand der Technik haftet der Nachteil an, daß nach Leerung des Druckgefäßes die Förderleitung noch von eventuellen Schüttgutablagerungen freigeblasen werden muß, ehe mit der Druckentlastung und nachfolgenden Füllung des Druckgefäßes begonnen wird*. Damit ergeben sich ungeachtet der durch die Füllphase technologisch bedingten Totzeit noch zusätzliche Verlängerungen dieser Totzeit·-
Ss wurde bereits vorgeschlagen* das Freiblasen der Förderleitung innerhalb der Füllphase in der Weise vorzunehmen, daß die Förderleitung zu einem Zeitpunkt, wo das Druckgefäß gerade entleert wurde und damit die Förderphase beendet ist, vor der Einmündung der Hilfsförderluft abgesperrt wird und daß Hilfsförderluft während der Füllphase bis aur vollständigen Freiblasuhg der Förderleitung eingeleitet wird* Mit dieser vorgeschlagenen Maßnahme bleibt zwar die Totzeit auf das technologisch bedingte Maß beschränkt, jedoch geht dies auf Kosten erhöhter Luftmengen, so daß die entsprechende Förderanlage leistungsmäßig gut aber wirtschaftlich noch verbesserungsfähig ist«.
Ziel der Erfindung
Mit der nachstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrensweise soll die Förderanlage der vorgenannten Art vrirtschaftlieh effektiver arbeiten, d»h«·, es soll die zur Frs'iblasung not-
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wendige luftmenge vermindert und gleichzeitig die Zeit für einen Förderzyklus verringert werden«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Ausgehend von der Zielstellung ist in der Verfahrensweise zur pneumatischen Förderung staubförmiger oder feinkörniger Schüttgüter die Aufgabe zu lösen, den Druckaufbau im Druckgefäß zu verkürzen und die Restentleerung der Förderleitung anders als durch Freiblasen zu vollziehen.
Erfindungsgemäß wird dem entsprochen, indem vor der Druckentlastung des Druckgefäßes die Förderleitung ein- und ausgangsseitig verschlossen und innerhalb der Füllphase mit einem bis zum Hetzdruck heranreichenden Druckwert druckbeaufschlagt wird· In diesem Zusammenhang erscheint es als zweckmäßig, die Förderleitung durch Nebenförderluft druckzubeaufschlagen und vor der Förderphase mit einem bis zum Druckwert der Förderleitung heranreichenden Druckwert zu beaufschlagen.
Ausführungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Lösung vrird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, wobei die zugehörigen Zeichnungen mit Fig. 1: eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und Fig. 2: ein Diagramm des zeitlichen Verlaufes von Förderdruck und
-luftmenge darstellen.
Die Anlage gemäß Fig. 1 enthält ein diskontinuierlich arbeitendes pneumatisches Druckgefäß 1 mit porösem Boden 2, das über einem Füllschacht 3 und ein Glockenventil 4 mit dein darüber befindlichen Uachfüllgefäß 5 verbunden ist.
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Unterhalb des pneumatischen Druckgefäßes 1 mündet eine Hauptförde rluftieitung 6 mit einem Absperrorgan 7 so ein, daß die einströmende Hauptförderluft durch den po:eösen Boden 2 strömen muß.. Die Förderleitung 8 ist nach oben aus dem pneumatischen Druckgefäß 1 herausgeführt und besitzt am Anfang und am Ende ein Absperrorgan 9; 10·. Dem Absperrorgan 9 ist unmittelbar eine Ringspaltdüse 11 nachgeordnet, welche über ein Steuer-organ 12 und eine Hebenförderluftleitung 13 Nebenförderluft aus der Hauptförderluftleitung 6 in die Förderleitung 8 zu-· führt·; Die Förderleitung 8 mündet in einen Bunker 14, der zur Abluftreinigung mit einem Gewebeabseheider 15 versehen ist·; Zusätzlich ist dem pneumatischen Druckgefäß 1 eine Entlüftungsleitung 16 mit zugehörigem Entlüftungsorgan 17 zugeordnet«; Unter Einbeziehung der Fig·- 2 , die grafisch den Druckverlauf in der Förderleitung 8, den Druckverlauf 19 im Druckgefäß 1 und der Gesamtluftmenge 20 über die Zeit veranschaulicht, hat der aus Füllphase bestehende Förderzyklus folgenden Verlauf: Uachdem das Fördergefäß 1 mit dem staubförmigen oder feinkörnigen Schüttgut während eines FüllVorganges 21 gefüllt ist, erfolgt die Schließung des Ent lüftungs: organe s 17 und Glocken— Ventils 4« Unmittelbar danach wird das Absperrorgan 7 geöffnet, wodurch Hauptförderluft aus der Hauptförderluftleitung 6 über den porösen Boden 2 in das Druckgefäß 1 einströmt und das darüber befindliche Schüttgut auflockert· Gegen Ende dieses Druckaufbaues 22 im Druckgefäß 1 nimmt der entsprechende Druckverlauf 19 einen Druckwert an, der bis an den derzeit in der Förderleitung 8 vorherrschenden Druckwert gemäß dem Druckverlauf 18 heranreicht». Dann werden die Absperrorgane 10; 9 gleichseitig oder kurz hintereinander und die Ringspaltdüse 11 mit einem gewissen Zeitverzug geöffnet·
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Mit der Öffnung des Absperrorganes 10 entspannt sich insbesondere die in der Förderleitung 8 komprimierte luft sehr schnell, wodurch in der Förderleitung 8 sich eventuell abgesetztes Fördergut aufgewirbelt und in die Transportrichtung geschleudert wird«. Mit dieser Auflockerungsphase 23 beginnt auch die Förderphase 24, und der Druckverlauf 18 in der Förderleitung 8 und der Druckverlauf 19 im Druckgefäß 1 gehen dann in eine stationäre Förder— phase 27 über«:
Gegen Ende der Förderphase 24, nachdem mit der Beendigung der stationären Förderphase 27 die Fe st st oj?f beladung-st erk ab-* sinkt und zwangsläufig die Förderluftmenge ansteigt, erfolgt der ßestentleerungsvorgang 28 des Druckgefäßes 1. Beendet wird die Förderphase 24 mit dem Schließen der Absperrorgane-7; 9} 10, das Steuerorgan 12 bleibt hingegen geöffnet» Das Entlüftungsorgan 17 v/ird anschließend geöffnet· Während mit dem Druckabbau 25 das Druckgefäß 1 sich druckent— lastet, entsteht, in der Förderleitung 8 infolge des Zustroms von Druckluft aus der Nebenförderluftleitung 13 über das offene Steuerorgan 12 und über die Ringspaltdüse 11 ein bis zum üietzdruck heranreichender Druckaufbau 26, welcher mit dem Schließen des Steuerorganes 12 beendet wird·
Der Druckabbau 25 im Fördergefäß 1, der schon vor dem Druckauf-* bau 26 in der Förderleitung 8 beendet ist, kann sogar über eine nicht dargestellte Überströmleitung zum Nachfüllgefäß 5 beschleunigt werden und damit die Wirtschaftlichkeit des Gesamtförderprogramms verbessern helfen, Trenn im Hachfüllgefäß 5 gleichzeitig ein Aus— gleichsdruck aufgebaut wird. Nach diesem Druckabbau 25 bzw.;. Druckausgleich zwischen dem Druckgefäß 1 und Hachfüllgefäß 5 erfolgt die öffnung des Glockenventils 4, und es beginnt der Füll— Vorgang 21« Nach dem Füllvorgang 21 schließen 3ich das Glockenventil 4und Sntlüftungsorgan 17 and mit dea Öffnen des Ab-
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sperrorganes 7 wiederholt sich der vorbeschriebene Förderzyklus*. Mit der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens tritt am Beginn der Förderphase 24 eine plötzliche Druckentlastung in der Förderleitung 8 ein* in deren Folge kurzzeitig eine von Snde bis Anfang der Förderleitung 8 sich fortpflanzende und über den Normalwert liegende Fördergeschwindigkeit erzielt wird, was zum Aufwirbeln sowie Mitreißen des in der Förderleitung 8 abgesetzten Schüttgutes führt und die stationäre Förderphase einleitet* Damit erübrigt sich das zeitraubende und energieintensive Freiblasen der Förderleitung und verkürzt damit die auf den Druckabbau 25, FüllVorgang 21 und Druckaufbau 22 bedingte Totzeit auf ein technologisch bedingtes Maß«.
Claims (3)
1«;. Verfahren zur pneumatischen Förderung staubförmiger oder feinkörniger Schüttgüter mittels eines mit einem porösem Boden ausgestatteten und mit dem Schüttgut gefügten Druckgefäßes und mittels einer vom Druckgefäß wegführenden Förderleitung, wobei in einer Füllphase das Druckgefäß druckantlastet, mit Schüttgut gefüllt und wieder druckbelastet wird und in einer Förderphase Hauptförderluft von unten durch den porösen Boden in die Förderleitung strömt wobei Nebenförderluft durch in die Förderleitung zugeführt wird, gekennzeichnet dadurch, daß mit der Druckentlastung des Druckgefäßes die Förderleitung ein und -ausgangsseitig verschlossen und danach während der Füllphase mit einem bis zum Nets— druck heranreichenden Druckwert druckbeaufschlagt wird»
2„ Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Förderleitung durch nachströmende Nebenförderluft druckbeaufschlagt wird*und daß dann die Förderleitung auch zuströmseitig für Nebenförderluft verschlossen wird·
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Druckgefäß vor dem Beginn der Förderphase bis zum Druckwert der Förderleitung druckbelastet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnung·
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23592381A DD203514A1 (de) | 1981-12-18 | 1981-12-18 | Verfahren zur pneumatischen foerderung staubfoermiger oder feinkoerniger schuettgueter |
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| DD23592381A DD203514A1 (de) | 1981-12-18 | 1981-12-18 | Verfahren zur pneumatischen foerderung staubfoermiger oder feinkoerniger schuettgueter |
Publications (1)
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| DD203514A1 true DD203514A1 (de) | 1983-10-26 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD203514A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0223589A3 (en) * | 1985-11-20 | 1988-06-08 | Simon-Macawber Limited | Pneumatic conveying apparatus for bulk material |
-
1981
- 1981-12-18 DD DD23592381A patent/DD203514A1/de not_active IP Right Cessation
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| EP0223589A3 (en) * | 1985-11-20 | 1988-06-08 | Simon-Macawber Limited | Pneumatic conveying apparatus for bulk material |
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