DD203899B1 - Homogenisator - Google Patents
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Description
Die Temperaturmessung im Hohlraum zwischen Schutzrohr und Welle ermöglicht die Kuhlmittelzufuhr so zu gestalten, daß einerseits eine Überhitzung und damit Verzunderung der Homogenisatorwelle vermieden und zum anderen die Schmelztemperatur des niedrigschmelzenden Glases über dem tellerförmigen Ring nicht unterschritten wird.
Anhand der Zeichnung, die einen vertikalen Schnitt durch das in die Glasschmelze eintauchende Teil des Homogenisatorszeigt, soll beispielsweise die Erfindung erläutert werden
Die aus hitzebestandigem Stahl bestehende Homogenisatorwelle 1 ist mit einer Sackbohrung 2 versehen, in der ein Kuhlmedium-Zufuhrungsrohr 3 eingeführt ist
Das beispielsweise aus Molybdän hergestellte Verbmdungselement4tragt den Rührflügel 5, ebenfalls aus gleichem Material, und ist mit der Welle 1 durch Gewinde 6 so verbunden, daß zwischen der Homogenisatorwelle 1 und dem Rührflügel 5 ein mit einem Warmeisoliermatenal 7, ζ B Silikatwolle, ausgefüllter Hohlraum 8 entsteht Das Verbindungselement 4 ist mit einem ebenfalls mit Warmeisoliermatenal 7 gefüllten Hohlraum 9 versehen, wodurch die Ringstege 10 entstehen Die Ringstege 10 bilden das Tragorgan fur den tellerförmig ausgebildeten Ring 11 zwischen der Homogenisatorwelle 1 und dem Verbindungselement 4 Der Ring 11 dient zur Abdichtung des Hohlraumes 9 und zur Halterung des aus feuerfestem keramischen Material hergestellten Schutzrohres 12 Um eine gute Wärmeabschirmung der Homogenisatorwelle 1 gegen die Temperatur der Glasschmelze 13 und des Oberofens 14 zu erreichen, ist es zweckmäßig, das Schutzrohr 12 so anzuordnen, daß zwischen ihm und der Homogenisatorwelle 1 ein Hohlraum 15 entsteht, der ebenfalls mit Warmeisoliermatenal 7 auszufüllen ist Mit einem Thermoelement 16 wird die Temperatur oberhalb des tellerförmigen Ringes 11 im Bereich der niedrigschmelzenden Glaspackung 17 gemessen
Durch Veränderung des Kuhlmedium-Zuflusses kann eine solche Temperatur eingeregelt werden, daß die Liquidustemperatur der Glaspackung 17 nicht unterschritten wird Die eingestellte Temperatur muß aber gleichzeitig so niedrig liegen, daß die aus Stahl hergestellte Welle 1 nicht zundert Die flussig oder teigig gehaltene Glaspackung verhindert den Sauerstoffzutritt zu Ring
11 und zum Gewinde 6 Die Abdichtung der Glaspackung 17 im Hohlraum 15 wird durch die Stampfmasse 18 bewirkt, die gleichzeitig das Schutzrohr 12 gegenüber der Homogenisatorwelle 1 in einer konzentrischen Lage festlegt Wird der Homogenisator in die Glasschmelze 13 eingeführt, kann die sich daraus ergebende Wärmezufuhr vom Rührflügel 5 zur Homogemsatorwelie 1 nur über die Rmgstege 10 erfolgen Der Warmefluß ist verhältnismäßig gering, da die wärmeleitenden Querschnitte klein gehalten weiden Da die aus hitzebestandigem Stahl hergestellte Homogemsatorwelie 1 durch das'Schutzrohr
12 und das Isoliermaterial 7 geschützt ist, wird die Wärmeabfuhr aus dem Oberofen verringert Die Kontrolle der Temperatur mit Thermoelement 16 gestattet den Betneb der Vorrichtung knapp unterhalb der Verzunderungstemperatur des hitzebestandigen Stahls der Homogenisatorwelle 1, wodurch die Zufuhr von Ku hl medien auf ein Minimum eingestellt werden kann und auch die Kristallisation des Glasbades in unmittelbarer Nahe des Homogenisators vermieden wird
Claims (1)
- PatentanspruchHomogenisator, der im wesentlichen aus einem Rührflügel, einem Verbindungselement und einer an diesem Verbindungselement befestigten, von einem feuerfesten keramischen Schutzrohr umgebenen, mit einem Zufuhrungsrohr fur ein Kuhlmittel ausgerüsteten Homogenisatorhohlwelle besteht und bei dem zwischen dem Verbindungselement und der Homogenisatorhohlwelle ein tellerförmig ausgebildeter Ring angeordnet ist dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (4) mit einer Aussparung (8) und Ringstegen (10) versehen ist und daß die Aussparung (8) und der zwischen den Ringstegen (10) gebildete Hohlraum (9) mit einem Warmeisoliermatena! (7) und der Hohlraum (15) zwischen dem Schutzrohr (2) und der Homogenisatorhohlwelle (1) im Bereich des tellerförmig ausgebildeten Ringes (11) mit einer niedrigschmelzenden Glaspackung (17) ausgefüllt sind und über der Glaspackung eine Stampfmasse (18) angeordnet istHierzu 1 Seite ZeichnungAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft einen Homogenisator, der im wesentlichen aus einem Rührflügel, einem Verbindungselement und einer an diesem Verbindungselement befestigten, von einem feuerfesten keramischen Schutzrohr umgebenen, mit einem Zufuhrungsrohr fur ein Kuhlmittel ausgerüsteten Homogenisatorhohlwelle besteht und bei dem zwischen dem Verbindungselement und der Homogenisatorhohlwelle ein tellerförmig ausgebildeter Ring angeordnet istCharakteristik der bekannten technischen LosungenDie Vorteile des Ruhrers von Glasschmelzen zur Intensivierung der Läuterung und zur Verbesserung der chemischen und thermischen Homogenitat sind allgemein bekanntBekannt sind auch Homogenisatoren So wird in der DE Auslegeschrift Nr 1108863 ein Homogenisator aus ff Keramikguß vorgeschlagen Homogenisatoren aus keramischem ff-Material besitzen aber nicht die notwendige *Temperaturwechselbestandigkeit, unterliegen daher einem hohen Verschleiß durch Korrosion Sie gestatten auch nur einen Betrieb mit geringen Umdrehungszahlen, wodurch ihre Wirksamkeit begrenzt wird Man ist deshalb, wie aus der DE-Patentschrift Nr 1 069365 hervorgeht, dazu übergegangen, Homogenisatoren aus Platin herzustellen Abgesehen davon daß Platin sehr teuer ist besteht bei Platin-Homogenisatoren der Nachteil daß die Drehzahlen bei hohen Glasbadtemperaturen eingeschränkt werden müssen da die Festigkeit des Platins bei diesen Temperaturen stark abnimmt Homogenisatoren aus hochtemperaturbestandigen Metallen wie Molybdän und Wolfram (DE OS Nr 2 500793) zeigen eine gute Beständigkeit gegen den Glasangriff Ihre mechanische Festigkeit liegt selbst bei sehr hohen Temperaturen so hoch, daß eine relativ große Ruhrleistung übertragen werden kann Nachteilig wirkt sich jedoch die große Affinitat zu Sauerstoff bei Temperaturen über 6000C aus Deshalb müssen Vorkehrungen getroffen werden, die ein Erhitzen dieser Metalle über 6000C bei Sauerstoffzutritt verhindern oder den Zutritt von Sauerstoff gänzlich ausschließen (WP Nr 153546), Kühl- und Schutzeinrichtungen erhohen aber den Aufwand bei der Herstellung und beim Betrieb von Homogemsatoren betrachtlichZiel der ErfindungDie Erfindung hat zum Ziel, einen Homogenisator mit hoher Lebensdauer zu schaffen, bei dem mit verhältnismäßig geringem Aufwand große Warme- und Oualitatsverluste des Glases vermieden und der bauliche Aufwand niedrig gehalten werden sollenDarlegung des Wesens der ErfindungDie Aufgabe der Erfindung besteht dann, durch konstruktive Maßnahmen zu gewahrleisten, daß der Wärmeübergang von dem aus Molybdän oder einem anderen hochtemperaturfesten Material hergestellten Rührflügel auf die aus feuerfestem Stahl bestehende Homogenisatorwelle gering gehalten wird, ohne die Festigkeit der Homogenisatorwelle zu beeinträchtigen Erfmdungsgemaß erfolgt die Losung der Aufgabe, wenn das Verbindungselement mit einer Aussparung und Ringstegen versehen ist und die Aussparung und der zwischen den Ringstegen gebildete Hohlraum mit einem Warmeisoliermantel und der Hohlraum zwischen dem Schutzrohr und der Homogenisatorhohlwelle im Bereich des tellerförmig ausgebildeten Ringes mit einer niedrigschmelzenden Glaspackung ausgefüllt sind und über der Glaspackung eine Stampfmasse angeordnet ist Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß der Warmefluß aus dem Glasbad über den Rührflügel zur Homogenisatorwelle nur über die verhältnismäßig geringen Querschnitt aufweisenden Ringstege des Verbindungselementes erfolgt und damit relativ niedrig gehalten werden kannDie Verringerung des Warmeflusses vom Oberofen zur Welle wird in Verbindung mit warmeisolierenden Stoffen durch das feuerfeste keramische Schutzrohr bewirkt
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013001092A1 (de) | 2013-01-23 | 2014-07-24 | Martin GmbH für Umwelt- und Energietechnik | Verfahren zum Führen einer Leitung in einer Verbrennungsanlage sowie Vorrichtung mit einer derartigen Leitung |
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| DE4440704C2 (de) * | 1994-11-15 | 1997-02-13 | Ilmenau Tech Glas | Rührer für schmelzflüssiges Glas |
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1982
- 1982-03-30 DD DD23855382A patent/DD203899B1/de not_active IP Right Cessation
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