DD203985A1 - Einrichtung fuer motorischen filmtransport - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung fuer motorischen Filmtransport fotografischer Kameras um jeweils eine Bildlaenge. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung derartiger Motoraufzugseinrichtungen in der Weise, dasz mit gegenueber bekannten Einrichtungen vermindertem Aufwand jede Art der moeglichen Havariefaelle ohne nachteilige Folgen auf Film,Aufzugsgetriebe, Motor und Betriebsspannungsquelle bleibt. Gemaesz der Erfindung wird der Abtrieb des Motors auf das mit der Kamera verbundene Getriebe oder auf die Kamera in Abhaengigkeit von dem jeweiligen Havariefall-Filmende, Perforationsrisz und Getriebeschaden einerseits und zu langsamem Filmtransport oder Filmrisz andererseits - mittels einer Ueberlastkupplung ohne elektrische Schaltfunktion und/oder mittels eines elektronischen Zeitschalters unterbrochen.
Description
Einrichtung für motorischen Filmtransport
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für den motorischen Filmtransport fotografischer Kameras um jeweils eine Bildlänge mit einer Sicherung gegen Beschädigung von Motorantriebseinheit, Film und Kamera·
Bekannte Motorantriebseinheiten dieser Art v/eisen, um im Havariefall besagte Beschädigungen zu vermeiden, eine Rutschkupplung oder einen Zeitschalter oder einen Drehmomentsensor auf (s. z.B. DE-AS 12 90 802, DE-CS 2β 44 134, DE-OS 27 39 948).
Bei Motoraufzugseinrichtungen, welche mit einer Rutschkupplung versehen sind, erfolgt bei Blockierung des JjIo torgetriebes keine Abschaltung des Motors, so daß eine unbeabsichtigte Entladung der als Betriebsspannungsquelle verwendeten Batterie erfolgt. Bei Windern mit elektronischer Zeitschaltung ist die Zeitkonstante für die Abschaltung so festzulegen, daß unter keinen Bedingungen (Fertigungs-toleranzen der Bauelements, Temperaturdrift, Spannungszustand der Batterie) der iklotor vor den Weitertransport um eine ganze Bildlänge abgeschaltet wird· Die Folge davon ist, da3
bei Filmende die Motorabschaltung zu spät kommt, wodurch, eine Zerstörung der Filmperforation oder eine Beschädigung der Motorwicklung eintritt· Motoraufzugseinrichtungen mit Dehnungsnießstreifen als Drehmomentsensor bedingen einen hohen meßtechnischen Aufwand.
Die Erfindung sieht die Verbesserung von Motoraufzugseinrichtungen vor»
Aufgabe der Erfindung ist die Konzeption einer Einrichtung für motorischen Filmtransport fotografischer Kameras, bei welcher mit gegenüber bekannten Einrichtungen dieser Art vermindertem Aufwand Jede Art der möglichen Havarie ohne nachteilige Polgen auf Film, Aufzugsgetriebe, Motor und Batterie bleibt. Außerdem soll sin Havariezustand sowie die Notwendigkeit eines Batteriewechsels sinnvoll gekennzeichnet werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Abtrieb des Motors auf das mit der Kamera verbundene Getriebe oder auf die Kamera in Abhängigkeit von dem jeweiligen Havariefall-Filmende, Perforationsriß und Getriebeschaden einerseits und zu langsamem Filmtransport oder Filmriß andererseits - mitteis einer überlastkupplung ohne elektrische Schaltfunktion und/oder mittels eines elektronischen Zeitschalters unterbrochen wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeisüieles erläutert«
Parallel zu einer mittels eines Schalters 1 einschaltbaren Spannungsquelle 2 ist einerseits ein Elektromotor 3 und andererseits die Abschaltelektronik geschaltet. Zu letzterer zählt ein als Komparator wirksamer Operations-Verstärker 4, an dessen invertierenden Eingang ein aus Widerständen 5, 6 bestehender fester Spannungsteiler und an dessen nichtinvertierenden Eingang ein veränderlicher Widerstand 7 sowie ein Kondensator 3 geschaltet ist. Der Ausgang des Operationsverstärkers ist mit einem Transistor 9 verbunden, in dessen Kollektorleitung ein Relais 10 für einen im Motorstromkreis liegenden Schalter 11 angeordnet ist. Der Transistor 9 ist auf einen Transistor 12 rückgekoppelt, der über eine Diode 13 mit dem RC-Glied 7, 8 sowie über einen Begrenzungswiderstand 14 mit einer Leuchtdiode 15 in Verbindung steht« Mit 16 ist ein vom Kameraverschluß betätigter Schalter bezeichnet, über eine überlastkupplung 17 ist der Elektromotor 3 mit einem Getriebe 18 oder dieses mit einer Kamera 19 verbunden. Die vorbezeichneten bauelemente 1 bis 18 sind in einem Kamera-üntersatz oder auch in der Kamera 19 selbst angeordnet.
Die Wirkungsv/eise ist folgende:
Zunächst wird der an der Motorantriebseinheit befindliche Schalter 1 manuell geschlossen. Hunmehr kann die Kamera ausgelöst werden. Mittels des abgelaufenen Verschlusses wird der Schalter 16 geschlossen. Damit wird an den Operationsverstärker Betriebsspannung gelegt und auf Grund der am Spannungsteiler 5, 6 auftretenden Spannung liegt am Ausgang des Operationsverstärkers 4 ein Signal, welches den Transistor S durchsteuert. Somit zieht das Relais 10, schließt den Schalter 11 und der Elektromotor 3 bewegt Über die Überlastkupplung 17 sowie das Getriebe 16 den ?ііл in der Kamera 19 um'eine Siidlänge weiter. Gleichzeitig wird bekanntlich der Verschluß gescannt. Sobald
letzterer in seiner Spannlage ankommt, wird der Schalter geöffnet, das Relais IO fällt ab und. der Motor 3 bleibt stehen. Dieser Zyklus wiederholt sich normalerweise bis zum Filmende.
Bei den in zwei Gruppen zusammengefaßten Havariefällen ergeben sich folgende Wirkungsweisen:
a) Blockierung des_Filmtranst)ortes bei Filmende, Perforaticnsriß,_Getriebeschaden
Nicht nur bei Filmende, sondern in manchen Fällen auch bei Perforationsriß und bei Getriebeschaden läßt sich der Film mittels des Motors 3 nicht mehr weiterbewegen· In diesem Fall tritt an der überlastkupplung eine über das normale Maß hinausgehende Erhöhung des- Drehmomentes ein, so daß die überlastkupplung 17 den Elektromotor 3 kraftmäßig von dem Getriebe 18 bzw. der Kamera 19 trennt. Damit ist zunächst sichergestellt, daß Beschädigung von Motor, Getriebe und Kamera bei einem solchem Havariefall vermieden werden. Um weiterhin zu gewährleisten, daß dieser Havariefall dem Bedienenden signalisiert und die Spannungsquelle 2 nicht mehr unnötigerweise belastet wird, wird simultan zu der Wirkung der überlastkupplung der Kondensator S über den Widerstand 7 aufgeladen« Sobald die durch die Widerstände 5, 6 bedingte Referenzspannung erreicht ist, wird der Transistor 9 gesperrt, so daß das Relais 10 abfällt und den Schalter 1.1 öffnet, wodurch der Elektromotor 3 stehenbleibt. Bei Spannungsquellen mit hohem Innenwiderstand tritt beim Abschalten des Elektromotors 3 eine Erhöhung der Betriebsspannung an Spannungsquelle und nachgeordneter Elektronik ein, da Schalter 16 noch geschlossen ist. Diese Betriebsspannungserhöhung führt aiii Triggerpunkt des Komparators zu einem Schwingen um die Schaltschwelle und damit zu einem instabilen Abschaltverhalten für der. Motor.
Um diesem Nachteil zu begegnen, ist der Transistor 9 über den Transistor 12 sowie die Diode 13 auf den nichtinvertierenden Eingang des Operationsverstärkers 4 rückgekoppelt. Infolgedessen wird beim ersten H-Impuls am Ausgang des Operationsverstärkers 4 die Spannung am Kondensator 8 sofort erhöht und damit die Spannungserhöhung am Spannungsteiler 5, 6 ausgeglichen, so daß das Relais 10 trotz der Abschaltung des Motors in seiner abgefallenen Lage verbleibt und den Motor sicher abschaltet· Da über den Transistor auch die Leuchtdiode 15 angesteuert wird, erfolgt über diese die Anzeige des Havariefalles. Nunmehr kann der Schalter 1 manuell geöffnet und die Ursache der Blckkierung behoben v/erden.
*o
b) 2u_lapgsamer_?ilmtransOort_1_Filmriß
Ursache für einen zu langsamen Filmtransport v/ird in der Mehrzahl der Fälle eine verbrauchte Batterie oder eine zu niedrige Temperatur sein. Sowohl in diesem Fall als auch bei einem nur selben auftretenden Fiimriß ist eine Beschädigung von Motor, Getriebe und Kamera nicht zu befürchten. 3s genügt somit, den Motor abzuschalten und diesen Kavariefall zu signalisieren. Die durch das RC-Glied 7, 3 bestimmte Zeitkonstante ist nur geringfügig länger als die für den Transport des Fiirries um eine Bildlänge unter normalen Umständen benötigte Zeit. V/ird letztere bei zu langsamem Filmtransport oder Filmriß überschritten, steigt die Spannung an dem Kondensator 3 über die Referenzspannung, der Transistor 9 v/ird gesperrt, das Relais 10 stromlos und der Schalter 11 geöffnet. Gleichzeitig v/ird die Leuchtdiode 15 erregt. Nunmehr kann аэг Schalter 1 geöffnet und die Ursache der Havarie behccen werden.
In Abhängigkeit von dem jeweiligen Havariefall wird gemäß der Erfindung somit die Kombination einer Überlastkupplung ohne elektrische Sehaltfunktion mit einen stabilisierten elektronischen Zeitschalter oder nur letzterer wirksam.
Claims (4)
1. Einrichtung für motorischen Filmtransport um jeweils eine Bildlänge mit einer Sicherung gegen Beschädigung von Motorantriebseinheit, Film und Kamera, gekennzeichnet dadurch, daß der Abtrieb des Motors (3) auf das mit der Kamera verbundene Getriebe (1S) oder auf die Kamera (19) in Abhängigkeit von dem jeweiligen Havariefall-Filmende, Perforationsriß und Getriebe— schaden einerseits und zu langsamen Filmtransport oder Filmriß andererseits - mittels einer überlastkupplung (17) ohne elektrische Schaltfunktion und/ oder mittels eines elektronischen Zeitschalters (4, 7, 8, 9, 10, 11) unterbrochen wird.
2. Einrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch,
daß der elektronische Zeitschalter bezüglich Batteriespannungsschwankungen stabilisiert ist.
3· Einrichtung nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der elektronische Seit; schalt er aus einem mit einer Referenzspannung sowie einem RC-QIied (7, S) beschalteten, als Komparator wirksamen Operationsverstärker (4) besteht, dessen verstärktes Ausgangssignal zum Teil auf den mit dem ?,C-Glied be schaltet en Eingang rückgekoppelt із"
,4·
4„ Einrichtung nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß von dem rückgekoppelten Signal ein Signal zur Ansteuerung einer LED (15) abgeleitet wird.
(Hierzu 1 Blatt Zeichnung)
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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Family
ID=5536783
Family Applications (1)
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| DD23751682A DD203985A1 (de) | 1982-02-19 | 1982-02-19 | Einrichtung fuer motorischen filmtransport |
Country Status (2)
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Families Citing this family (2)
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1982
- 1982-02-19 DD DD23751682A patent/DD203985A1/de unknown
- 1982-12-02 DE DE19823244503 patent/DE3244503A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
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