DD204345A5 - Hochkonstanter strahlerzeuger fuer geladene teilchen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Materialbearbeitung mittels Elektronenstrahl, insbesondere auf die Gravur von Tiefdruckformen. Ziel der Erfindung ist es, einen hochkonstanten Strahlerzeuger zu schaffen, bei dem ein in Quellgroesse<Oeffnungskegel und Strahlstrom konstanter Strahl zur Verfuegung steht. Es ist eine, den Strahl umgebende, und mit einem Messwiderstand verbundene Messblende auf der der Kathode abgewandten Seite der Hilfselektrode vorgesehen, durch die ein Teil des durch die Hilfselektrode beeinflussten Strahlstroms ausblendbar ist. Der Messwiderstand ist als Istwert-Geber mit einem an einer Referenzspannung angeschlossenen Regler verbunden und der Ausgang des Reglers ist mit einem Stellglied verbunden, dessen Ausgang mit an die Hilfselektrode angeschlossen ist. Anwendungsgebiet der Erfindung: Optoelektronische Druckformherstellung fuer Tiefdruck.
Description
2U080 3
Berlin, den
'Hochkonstanter Strahlerzeuger für geladene Teilchen.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen hochkonstanten Strahlerzeuger für geladene Teilchen mit einer beheizten Kathode, einer Hilfselektrode und einer durchbohrten Anode.
Es sind bereits Elektronenstrahl-Erzeugungssysteme bekannt, bei denen der Strahlstrom mittels einer Hilfselektrode, die auch als> Wehneltzylinder bezeichnet wird, steuerbar ist
Für verschiedene Anwendungszwecke, z. B. für Materialbearbeitung oder Elektronenstrahlmikroskopie oder Elektronenstrahllithographie wird eine hohe Konstanz des Elektronenstrahls gefordert, die aber in der Praxis bisher nicht in vollem Umfang gegeben ist. Es ist beispielsweise in der Patentanmeldung PCT/DE/80/0008 6 ein Elektronenstrahl- , Erzeugungssystem mit einer beheizten Kathode, einer durchbohrten Anode und einer auf negativerem Potential als die Kathode liegenden Hilfselektrode vorgeschlagen worden, das dadurch gekennzeichnet -ist, daß der Strahlstrom durch Bemessen der aktiven Fläche der Kathode und durch Regelung der Kathodenheizung auf konstante Temperatur bestimmt ist.
Hierdurch wird erreicht, daß der Emissionsstrom konstant gehalten wird. Durch thermische Driften, die besonders in der Anlaufphase auftreten, ändert sich jedoch der Öffnungswinkel des Strahlkegels, da sich durch die Erwärmung des Systems der Abstand Kathode zu Anode ändert, wodurch sich auch die Form des elektrischen Beschleunigungsfeldes ändert. Die Änderungen sind so groß, daß sie sich störend bemerkbar machen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen hochkonstanten Strahlerzeuger zu schaffen, bei dem ein in Quellgröße, Öffnungskegel und Strahlstrom konstanter Strahl zur Verfügung steht.
Die Erfindung erreicht dies dadurch, daß eine den Strahl umgebende und mit einem Meßwiderstand verbundene Meßblende auf der der Kathode abgewandten Seite der Hilfselektrode vorgesehen ist, durch die ein Teil des durch die Hilfselektrode beeinflußten Strätilstroms ausblendbar ist, daß der Meßwiderstand als Istwert-Geber mit einem an e'ine Referenzspannung angeschlossenen Regler verbunden ist und daß der Ausgang des Reglers im Sinne einer Konstanthaltung' des durch die Blende ausgeblendeten Strahlstroms mit der Hilfselektrode verbunden ist. Je nach Lage der Meßblende kann es günstig sein, die Meßblende auf ein Potential zu legen, das vom Nullpotential des Elektronenstrahlerzeugungssystems ver-schieden ist. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, d-aß die Blende als Faraday-Käfig ausgebildet ist. Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Anode des Systems als Meßblende ausgebildet ist.
- 3 Ausführungsbeispiel
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren 1 und 2
näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1: ein Beispiel für die Anordnung der Elektroden eines Elektronenstrahl-Erzeugungssystems
Figur 2: ein prinzipielles Schaltungsbeispiel zur Durchführung der Erfindung.
Figur 1 zeigt einen prinzipiellen Aufbau des Strahl-e erzeugungssystems, nämlich eine beheizte Kathode K, eine Hilfselektrode W und eine Meßblende M, die den aus der Kathodenoberfläche austretenden Elektronenstrahl E umgibt. Die Meßblende M ist über einen Meßwiderstand R„ mit einem konstanten Potential, z. B. dem Massepotential, verbunden und so ausgebildet, daß der Teil des Strahlstroms, der größer als die Bohrung B der Blende ist, aufgefangen wird. Um den .Wirkungsgrad dieser Blende konstant zu halten, ist der Raum vor der Blende in Richtung der Kathode außerdem als Faraday-Käfig FK ausgeführt. Innerhalb des Strahlerzeugungssystems kann die Meßblende M selbst die Anode sein oder die Anode kann in Strahlrichtung gesehen, vor oder nach der Meßblende angeordnet sein. Ist der Strahl so gebündelt, daß er eine Größe hat, die durch die Randstrahlen E, und E„ dargestellt ist, so kann er die Blendenöffnung B ungehindert passieren. Ist der Strahl weiter auf gefächert, wie dies durch die Randstrahlen E-, und E, dargestellt ist, so trifft er auf die Innenwand der Meßblende M, und es fließt ein Strom durch den Meßwiderstand R-. zum Bezugspotential.
Hierbei kann es vorteilhaft sein, daß die Meßblende M auf einem Potential liegt, das vom Nullpotential des Elektron-enstrahlerzeugungssystems verschieden ist.
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Die Praxis zeigt, daß sich durch thermische Driften, vor allem in der Anlaufphase, der Abstand zwischen Kathode und Anode ändert. Bei fest eingestellter Spannung an der Hilfselektrode W, auch Wehneltzylinder genannt, verändert sich dadurch die Strahlgeometrie, und es kommt ohne die Meßblende M und die erfindungsgemäß vorgesehene Regeleinrichtung dadurch zu einer Änderung der Strahlintensität.
In Figur 2 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, bei der der am Meßwiderstand RM auftretende Ableitstrom, der an dem Meßwiderstand 'R-. einen Spannungsabfall U^ . hervorruft, an einen Spannungsregler R gegeben wird, der seinerseits wiederum mit einer Referenzspannung U ,. verbunden ist. Der Ausgang dieses Reglers ist weiterhin mit einem Stellglied S verbunden, das an die Hilfselektrode W eine Regelspannung abgibt, die dafür sorgt, daß die am Meßwiderstand RM auftretende Spannung konstant gehalten wird.
Die hiermit erzielten Resultate lassen sich noch verbessern, wenn ein Elektronenstrahl-Erzeuger gemäß der älteren Patentanmeldung PCT/DE/80/00086 verwendet wird, bei dem durch eine Regelung der Kathodentemperatur und Bemessung der aktiven Kathodenfläche dafür gesorgt wird, daß der totale Emissionsstrom konstant ist. Vereiniget man diese beiden Maßnahmen, so ergibt sich ein Strahlerzeuger, der die geforderte, hohe Konstanz aufweist.
Die Erfindung kann mit Vorteil bei der Materialbearbeitung mit Elektronenstrahlen verwendet werden, wo es auf hohe Konstanz des Elektronenstrahls ankommt. Ein besonderes Anwendungsgebiet liegt auf dem Gebiet der Herstellung von Druckformen mittels Elektronenstrahlen, wobei der Elektronenstrahl in die Oberfläche der Druckform die für den Druckvorgang erforderlichen Näpfchen graviert. Außerdem kann die Erfindung bei der Elektronenstrahlmikroskopie und der Elektronenstrahllithographie zur Herstellung hochpräziser Halbleiterbauelemente verwendet werden.
Claims (5)
- 244080 3Berlin, den Erfindungsansprüche1. Elektronenstrahlerzeugungssystem mit hoher Konstanz des Strahlstroms und der Strahlgeometrie mit einer beheizten Kathode, einer Hilfselektrode und einer durchbohrten Anode dadurch gekennzeichnet, daß eine den Strahl (E) umgebende und mit einem Meßwiderstand (RM) verbundene Meßblende (M) auf der der Kathode (K) abgewandten Seite der Hilfselektrode (W) vorgesehen ist, durch die ein Teil des durch die Hilfselektrode (W) beeinflußten Strahlstroms ausblendbar ist, daß der Meßwiderstand (RM) als Istwert-Geber mit einem an eine Referenzspannung (U f) angeschlossenen Regler (R) verbunden ist und daß der Ausgang des Reglers (R) mit einem Stellglied (S) verbunden ist, dessen Ausgang mit der' Hilfselektrode (W) verbunden ist.
- 2. Elektronenstrahl-Erzeugungssystem nach Punkt 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Meßblende (M) als Faraday-Käfig (FK) ausgebildet ist.
- 3. Elektronenstrahlerzeugungssystem nach Punkt 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßblende (M) auf einem Potential liegt, das vom Null-Potential des Elektronen-Strahlerzeugungssystems verschieden ist.
- 4. Elektronenstrahlerzeugungssystem nach einem der Punkte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode des Systems als Meßblende (M) ausgebildet ist.
- 5. Elektronenstrahlerzeuger nach einem der Punkte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahlstrom durch Bemessen der aktiven Fläche der Kathode und durch Regelung der Kathodenheizung auf konstante Temperatur bestimmt ist.2 Seiten Zeichnung -lUT H0,0 ,,, ,. , „
Applications Claiming Priority (1)
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| DE8110862 | 1981-10-21 |
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ID=6726687
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|---|---|---|---|
| DD24408082A DD204345A5 (de) | 1981-10-21 | 1982-10-18 | Hochkonstanter strahlerzeuger fuer geladene teilchen |
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| DD (1) | DD204345A5 (de) |
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1982
- 1982-10-18 DD DD24408082A patent/DD204345A5/de unknown
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