DD205941B1 - Vorrichtung zur herstellung von fugen - Google Patents

Vorrichtung zur herstellung von fugen Download PDF

Info

Publication number
DD205941B1
DD205941B1 DD24007182A DD24007182A DD205941B1 DD 205941 B1 DD205941 B1 DD 205941B1 DD 24007182 A DD24007182 A DD 24007182A DD 24007182 A DD24007182 A DD 24007182A DD 205941 B1 DD205941 B1 DD 205941B1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
concrete
vibrator
joints
guideways
item
Prior art date
Application number
DD24007182A
Other languages
English (en)
Other versions
DD205941A1 (de
Inventor
Kolbe
Original Assignee
Kolbe
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kolbe filed Critical Kolbe
Priority to DD24007182A priority Critical patent/DD205941B1/de
Publication of DD205941A1 publication Critical patent/DD205941A1/de
Publication of DD205941B1 publication Critical patent/DD205941B1/de

Links

Landscapes

  • Road Paving Machines (AREA)
  • On-Site Construction Work That Accompanies The Preparation And Application Of Concrete (AREA)

Description

Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Fugen in Verkehrsflächen aus Beton mittels einer an einer Vibrierbohle befestigten Fugenleiste.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Herstellung von Verkehrsflächen aus Beton, wie beispielsweise Straßen, Autobahnen etc. sind in bestimmten Abständen Fugen senkrecht zur Oberfläche der Fahrbahn anzuordnen, um Dehnungsspannungen ohne Beschädigungen in der Verkehrsfläche aufnehmen zu können.
Zur Herstellung derartiger Fugen wurden bereits zahlreiche unterschiedliche Lösungen vorgeschlagen.
So ist aus der DE-AS 1278467 eine Vorrichtung bekannt, bei der ein Fugenschwert, welches vorzugsweise als unten und seitlich offene Klemmtasche ausgebildet ist, in den bereits frisch verdichteten Beton eingerüttelt und von der Seite her ein Fugenbrett eingeschoben. Nach dem Einlegen des Fugenbrettes wird das Fugenschwert unter Vibration hochgezogen, wobei sich der Beton bis an das Fugenbrett heran verdichtet. Ist der Beton erhärtet, wird das Fugenbrett herausgenommen und die Fuge mit einer Vergußmasse ausgegossen.
Diese Lösung erfordert einen hohen Anteil an manueller Tätigkeit. Trotz Vibration bleiben an dem nahezu senkrecht und parallel ausgebildeten Fugenschwert Betonanteile haften, die beim Hochziehen des Schwertes auf die verdichtete Betonoberfläche fallen und dadurch Nacharbeit verursachen. Außerdem sind für diese Verfahrensweise neben dem Betonstraßenfertiger zusätzliche Einzweckmaschinen zur Herstellung der Fugen notwendig.
Aus der DE-OS 1534334 ist eine V-förmige Fugenleiste aus Stahlblech bekannt, die auf Grund ihrer konstruktiven Gestaltung ein leichtes Einrütteln und Herausnehmen gestattet, wobei die Leiste in den noch nicht abgebundenen Beton eingefügt und nach dem Abbinden des Betons wieder herausgenommen wird. Die Fugenleiste ist am spitzen Ende abgerundet, wodurch ein leichteres Einrütteln möglich ist. Die obere weite Stirnfläche der V-Form ist durch abgekantete Ränder, die sich überlappen, verschlossen, wobei Biegelinien vorgesehen sind, die bei einem falschen Einbau, d. h. wenn die Leiste vollständig in Beton eingebettet ist, ein Abkanten der Ränder nach innen ermöglichen, um so ein leichtes Herausnehmen der Fugenleiste zu gewährleisten.
Im modernen Betonstraßenbau werden in zunehmendem Maße hochproduktive Maschinen eingesetzt, die die gesamte Straßenbreite in einem Arbeitsgang herstellen. Diese Maschinen sind teilweise mit einer Fugenrütteleinrichtung versehen oder mit einer solchen Einrichtung komplettierbar.
Die Fugenrütteleinrichtung besteht aus einer Quertraverse mit aufgesetzten Außenvibratoren, die an hydraulische Arbeitszylinder des Betonfertigers angeschlossen ist. An der unteren Seite der Quertraverse ist ein rechteckförmiges Fugenschwert starr angebracht, das zur Ausbildung der Fuge in den frischen und verdichteten Beton eingerüttelt und anschließend wieder hochgezogen wird. Diese Zusatzeinrichtung ist mit zahlreichen Nachteilen behaftet.
Zunächst muß der Betonfertiger für die Dauer des Fugenrüttelns (ca. alle 5m) angehalten werden. Durch den diskontinuierlichen Fertigungsprozeß vermindert sich nicht nur die Produktionsleistung, sondern es tritt eine unterschiedliche Betonverdichtung auf, die zu Absätzen auf der Betonoberfläche führt. Diese Absätze müssen durch Nacharbeit ausgeglichen werden.
Ein weiterer Nachteil resultiert aus dem parallel ausgebildeten Fugenschwert. Nach dem Einrütteln haftet der Frischbeton sehr leicht an dem parallel ausgebildeten Fugenschwert fest und führt beim Anheben zu einer Wulstbildung an beiden Seiten der Fuge.
Die am Schwert anhaftenden Betonanteile fallen beim Anheben wiederum auf die Betonfläche. Bei sehr plastischem Beton fließt die Fuge sogar zusammen. In allen aufgezeigten Fällen ist eine Nacharbeit erforderlich.
Um diese Mängel zu umgehen, ist man dazu übergegangen, die Längs- und Querfugen von Betonstraßen mittels Diamantschneidscheiben in den ausgehärteten Beton einzuschneiden. Dieses Verfahren erfordert zusätzliche Maschinen und teure Werkzeuge. Aus diesen Gründen ist diese Lösung insgesamt zu aufwendig.
Aus den SU-Patentschriften 283388; 817127 und 308142 sind bereits an Vorrichtungen zur Herstellung von Fugen in Betonflächen Führungsflächen bekannt, an denen über eine Rolle bewegbar das Rüttelgerät mit Außenvibrator und eine Fugenleiste angeordnet sind.
Ziel der Erfindung
Durch die Erfindung wird bei verhältnismäßig sehr niedrigem Aufwand eine hohe Arbeitsproduktivität erzielt und jegliche Nacharbeit im Zusammenhang mit der Herstellung von Dehnungsfugen vermieden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln, die ohne den Fertigungsprozeß des Betonfertigers zu unterbrechen, ein schnelles und leichtes Einrütteln von Dehnungsfugen in verdichtetem Frischbeton ermöglicht. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß am Betonfertiger Kragarme starr befestigt sind, die mitteis Gelenke über verschwenkbare Ausleger verfügen. An diesen Auslegern sind Führungsbahnen vorgesehen, die sich in Fertigungsrichtung des Betonfertigers erstrecken. In jeder Führungsbahn ist frei bewegbar über einen Federzug das von Hand zu führende Rüttelgerät aufgehängt, wobei das Rüttelgerät mit einer auswechselbaren Fugenleiste versehen ist. Die Fugenleiste ist mittels Schnellspannvorrichtung lösbar am Rüttelgerät befestigt und wird durch Fernbedienung (Bowdenzug) nach dem Einrüttelvorgang gelöst.
Die verschwenkbaren Ausleger sind zweckmäßig mit Lochblechen versehen, zwischen denen die Führungsbahn verstellbar befestigt werden kann. Diese konstruktive Lösung ermöglicht im gewissen Maße ein Versetzen des Fugenrüttelgerätes bei Änderung der Betonbahnbreite und der damit verbundenen Veränderung der Arbeitsbreite des Betonfertigers, wobei dieser bekannterweise nur einseitig verbreitert werden kann. Vorteilhafterweise wird eine an sich bekannte Fugenleiste mit keilförmigem spitz auslaufendem Profil und abgerundeter Spitze eingesetzt. Die abgerundete Spitze, die keilförmige Gestaltung und die lose Anbringung der Fugenleiste am Rüttelgerät ermöglichen eine schnelle, leichte und qualitätsgerechte Herstellung der Fugen, auch in Frischbeton mit grobkörnigen Zuschlagstoffen. Nach dem Einrütteln der Fugenleiste wird diese vom Rüttelgerät getrennt und verbleibt, bis ein leichter Abbindeprozeß zu verzeichnen ist, im Beton.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Tragbalken des Rüttelgerätes aus mehreren Teilen zusammengesetzt, so daß durch eine einfache Verstellung des Rüttelgerätes Fugenleisten für unterschiedliche Betonbahnbreiten eingerüttelt werden können.
Die frei bewegbare Aufhängung des Fugenrüttelgerätes, das gleichzeitig in und entgegen der Fertigungsrichtung vermittels der Führungsbahn am Kragarm verfahrbar ist, ermöglicht einen kontinuierlichen Fertigungsprozeß, eine hohe Arbeitsproduktivität und sichert eine hohe Verkehrsflächenqualität ohne jegliche Nacharbeit.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Die Seitenansicht der Kragarme mit aufgehängtem Fugenrüttelgerät, Fig.2: Die Vorderansicht der Kragarme und des Fugenrüttelgerätes, Fig.3: verschiedene Varianten der Fugenleiste im Schnitt.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, werden die Kragarme 1,die über einen verschwenkbaren Ausleger 16 verfügen, am Betonfertiger (nicht dargestellt) starr befestigt. Die Ausleger 16 sind mittels Drehzapfen 14, Rastbolzen 15 und Anschlag 18 gelenkig bzw. verschwenkbar mit dem jeweiligen Kragarm 1 verbunden.
Durch das Verschwenken der Ausleger 16 in horizontaler Ebene zueinander erübrigt sich beim Umsetzen des Fertigers ihre Demontage. Transport- und Hebezeugkapazität können eingespart werden. Die Arretierung in derArbeits- und Transportstellung erfolgt mit Hilfe des Anschlages 18 und des Rastbolzens 15.
Am verschwenkbaren Ausleger 16 sind zweckmäßig zwei Lochbleche 17 angeordnet, zwischen denen jeweils eine Führungsbahn 2, die sich in Fertigungsrichtung des Betonfertigers erstreckt, verstellbar befestigt ist. Auf dieser Führungsbahn 2 läuft eine Rolle 11, an der unter Verwendung eines Federzuges 3 das Rüttelgerät 4 frei bewegbar aufgehängt ist.
Das Rüttelgerät 4 besteht im wesentlichen aus einem Tragbalken 6 (Fig.2), der von Hand geführt wird. Auf der Oberseite des Tragbalkens 6 sind in bekannter Weise Außenvibratoren 7 angeordnet und entsprechende Mittel 10 für die Aufhängung des Rüttelgerätes vorgesehen. An der unteren Seite des Tragbalkens 6 ist mittels Schnellspanneinrichtung 8 die Fugenleiste 5 lösbar und beweglich angebracht, wobei die Fugenleiste, die nach dem Einrütteln bis zu einem bestimmten Grad der Abbindung im verdichteten Beton verbleibt und dann herausgenommen wird, durch Fernbedienung mittels Bowdenzug 9 von dem Tragbalken 13 getrennt werden kann.
Die Fugenleiste 5, die vorteilhafterweise ein Leichtbauprofil ist, besitzt eine keilförmige, spitz auslaufende Form mit abgerundeter Spitze —Fig.3.
Der Tragbalken 6 ist vorzugsweise aus mehreren Teilen 6; 13 zusammengesetzt, die durch Schraubverbindungen 12 miteinander verbunden sind.
Dadurch ist es auf einfache Weise möglich, die Abmessungen des Rüttelgerätes 6 zu verändern und Fugenleisten 5 unterschiedlicher Länge entsprechend der jeweiligen Betonbahnbreite einzurütteln.
In Betracht gezogene Druckschriften: DE-OS 1534334 (19C, 11/02) SU-PS 817127 (E01C, 23/02) SU-PS 308142 (E01C, 23/02) SU-PS 282388 (E 01C, 11/02)

Claims (4)

1. Vorrichtung zur Herstellung von Fugen in Verkehrsflächen aus Beton unter Verwendung einer mit Außenvibratoren versehenen Rüttelbohle, wobei das Rüttelgerät auf Führungsbahnen, über Rollen bewegbar angeordnet ist, sowie einer aus Stahlblech hergestellten V-förmigen, spitz auslaufenden mit einer abgerundeten Spitze versehenen Fugenleiste, gekennzeichnet dadurch, daß am Betonfertiger Kragarme (1) starr befestigt sind, die mittels Gelenke über verschwenkbare Ausleger (16) verfügen, an denen sich die Führungsbahnen (2) in Fertigungsrichtung erstrecken und an diesen Führungsbahnen (2) über die Rolle (11) frei bewegbar das Rüttelgerät (4) mit Außenvibrator (7) und der auswechselbaren, lose befestigten Fugenleiste (5) mit Hilfe eines Federzuges (3) aufgehängt ist.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Fugenleiste (5) mittels Schnellspanneinrichtung (8) am Tragbalken (6) des Rüttelgerätes (4) befestigt und nach dem Einrütteln durch Fernbedienung lösbar ist.
3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß sich der Tragbalken (6) aus mehreren Teilen (6; 13) zusammensetzt, die durch Schraubverbindung (12) miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß am verschwenkbaren Ausleger (16) Lochbleche (17) angeordnet sind, zwischen denen die Führungsbahn (2) verstellbar befestigt ist.
DD24007182A 1982-05-21 1982-05-21 Vorrichtung zur herstellung von fugen DD205941B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24007182A DD205941B1 (de) 1982-05-21 1982-05-21 Vorrichtung zur herstellung von fugen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24007182A DD205941B1 (de) 1982-05-21 1982-05-21 Vorrichtung zur herstellung von fugen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD205941A1 DD205941A1 (de) 1984-01-11
DD205941B1 true DD205941B1 (de) 1987-01-28

Family

ID=5538734

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD24007182A DD205941B1 (de) 1982-05-21 1982-05-21 Vorrichtung zur herstellung von fugen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD205941B1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3613784A1 (de) * 1986-04-23 1987-11-05 Heilit & Woerner Bau Ag Betondecken-fertiger

Also Published As

Publication number Publication date
DD205941A1 (de) 1984-01-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2624212C2 (de) Fahrbare Maschine zum kontinuierlichen Nivellieren und Verdichten der Schotterbettung eines Gleises
EP1146180B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Beton-Deckenelements und Beton-Deckenelement
EP1564331A2 (de) Hebevorrichtung
CH669232A5 (de) Vorrichtung zum einbringen von bewehrungsstaeben in eine fahrbahndecke aus beton.
DE1584412B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von aus Betonplatten und darin eingebetteten Fachwerktraegern bestehenden Elementen
DE102009014858A1 (de) Schalungsvorrichtung
DE2040605A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer eine strukturierte Oberflaeche aufweisenden stabilen Strassendecke
DE2649221C3 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Bauelementen aus erhärtenden Massen
EP2273038A2 (de) Schalung und Verfahren zum Aufbau einer Schalung
DE1954594C3 (de) Form zum Herstellen von vorgefertigten Treppenläufen aus Beton
DD205941B1 (de) Vorrichtung zur herstellung von fugen
WO2003104562A1 (de) Betonfertigteil und verfahren
DE3440828C2 (de)
CH647828A5 (de) Vorrichtung zur nivellierung einer betonbelagsoberflaeche und verfahren zu ihrem betrieb.
DE3147694A1 (de) Unterteilungsvorrichtung fuer ein formwerkzeug
DE10102329C2 (de) Bahnsteigkantensetzvorrichtung
EP0436859A2 (de) Schalung zur Herstellung von Spannbetonschwellen mit sofortigem Verbund
CH598429A5 (en) Frame for applying concrete liner to excavated canal
DE3144979A1 (de) Formwerkzeug zum herstellen von formteilen fuer ein bauwerk
DE4402950A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bau wenigstens einer oberen Fahrbahnebene mit wenigstens einer Fahrbahn
DE19752325A1 (de) Verfahren zum Sanieren von Schlitzrinnen aus Beton sowie Führungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE3436271A1 (de) Mobile maschine mit vorrichtungen zur herstellung und zum fortlaufenden ablegen von betonsteinen
DE3613784A1 (de) Betondecken-fertiger
DD236131A1 (de) Vorrichtung zum abschnittsweisen betrieb von gleitschalungen
DE963317C (de) Fahrbarer Fertiger fuer stark geneigte Betonbelaege

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee