DD206070A1 - Elektrodenguertel zur messung bioelektrischer signale von biologischen objekten - Google Patents
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- Measurement And Recording Of Electrical Phenomena And Electrical Characteristics Of The Living Body (AREA)
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Abstract
DER ELEKTRODENGUERTEL DIENT ZUR MESSUNG BIOELEKTRISCHER SIGNALE VON BIOLOGISCHEN OBJEKTEN, INSBESONDERE ZUR MESSUNG DER HERZSCHLAGFREQUENZ VON PERSONEN FUER SPORT-UND ARBEITSMEDIZINISCHE LANGZEITUNTERSUCHUNGEN DER LEISTUNGSFAEHIGKEIT. DAS ZIEL DER ERFINDUNG BESTEHT DARIN, MIT EINFACHEN MITTELN LANGZEITUNTERSUCHUNGEN DURCH MESSUNG BIOELEKTRISCHER SIGNALE VON BIOLOGISCHEN OBJEKTEN ZU ERMOEGLICHEN. AUFGABE IST ES, EINEN NEUEN ELEKTRODENGUERTEL FUER DERARTIGE UNTERSUCHUNGEN ANZUGEBEN. ERFINDUNGSGEMAESS BESTEHT DER ELEKTRODENGUERTEL AUS EINEM GEWEBE-GUMMI-BAND 1 MIT EINEM VERSTELLMECHANISMUS 2 UND EINEM VERSCHLUSS 3, VERSCHIEBBAREN FLACHELEKTRODEN 4 AUS CHROM-NICKEL-STAHL MIT EINER VORZUGSWEISEN AUFLAGEFLAECHE JE ELEKTRODE VON ETWA 900 MM HOCH 2 UND EINER DICKE VON ETWA 1 MM MIT HALTEBUEGEL 5, HALTERING 6, ABLEITKABEL 7 UND EINEM AN DEN INNENSEITEN DER FLACHELEKTRODEN BEFESTIGTEN BAUMWOLLSTOFF 8. DIE ERFINDUNG IST VORZUGSWEISE IN DER SPORT- UND ARBEITSMEDIZIN ANWENDBAR.
Description
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Elektrodengürtel zur Messung bioelektriacher Signale von biologischen Objekten
Die Erfindung betrifft einen Elektrodengürtel, der vorzugsweise zur Messung bioelektrischer Signale von biologischen Objekten, z.B. zur fortlaufenden, langdauernden und störungsarmen Ableitung der Herzschlagfrequenz von der Hautoberfläche des menschlichen Brustkorbes, bestimmt ist. In Verbindung mit der Übertragung (Biotelemetrie) der bioelektrischen Signale (Herzschlagfrequenz) und nachgeordneten Anzeige-, Registrier- und Speichergeräten ist der Elektrodengürtel besonders für sport- und arbeitsmedizinische Langzeituntersuchungen sich bewegender biologischer Objekte geeignet»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Die Ableitung der Herzschlagfrequenz bzw. des Elektrokardio-. grammes von biologischen Meßobjekten erfolgt mittels Elektrod und einem Koppelmedium. Die Elektroden werden an bestimmten Körperflächen fixiert. Entsprechend den Anwendungsbedingungen sind die Elektroden unterschiedlich gestaltet. Pur Langzeituntersuchungen sind folgende Überwachungselektroden bekannt: Einstichelektroden, injizierbare Wendelelektroden, Vielpunktelektroden, fetale Überwachungselektroden, Spray- und Napfelektroden.
Einstichelektroden sind speziell für die Anwendung im klinischen Bereich, z.B. intraoperative Untersuchungen, geeignet« Ihre Applikation erfolgt durch direkten Einstich in
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die Haut. Die ebenfalls für klinische und funktionsdiagnostische Untersuchungen geeignete einmalverwendungsfähige injizierbare Wendelelektrode wird über eine Injektionskanüle mit Hilfe eines Mandrins unter die Haut gebracht. Die Vielpunkt- oder Multipoint-Elektrode besitzt metallische Spitzen, die die obere Epithelschicht der Haut durchdringen. Diese Elektrode hat wegen verschiedener Nachteile als Überwachungselektrode keine praktische Bedeutung erlangt. Die fetale Überwachungselektrode ist ausschließlich für die intranatale Überwachung geeignet. Hierbei werden die Biosignale des Feten durch Applikation durch die Muttermundsöffnung der Schwangeren erhalten. Pur die langdauernde Überwachung der Herzschlagfrequenz oder des Elektrokardiogramms sich bewegender Menschen, insbesondere bei arbeits- und sportmedizinischen Untersuchungen sind praktisch nur die Spray- und Napfelektroden geeignet. Bei der Sprayelektrode wird auf die vorher präparierte Haut eine leitfähige Emulsion aufgesprüht und gleichzeitig das Ableitkabel mit eingeführt. Die Elektrode ist für die einmalige Verwendung geeignet.
Napfelektroden, auch als Monitroden (monitoring electrode) im Handel, besitzen einen napf- oder schalenförmigen Plastmantel. Letzterer nimmt den notwendigen Elektrolyten für den Kontakt der meist aus Silber-Silberchlorid bestehenden Elektrode mit der Haut auf. Es gibt sowohl NapfeIektroden für den einmaligen als auch mehrmaligen Gebrauch. Die Befestigung an der Körperoberfläche erfolgt mit Klebematerialien
Außer diesen Überwachungselektroden gibt es weitere Elektroden-
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arten, die insbesondere für diagnostische Zwecke Ve rwendung finden: Saug-, Notfall-, Flach- und Brustwandelektrqden. .. Bei den auf die Haut aufzulegenden Flache und Brustwandelektrode värd als Koppelmedium meist physiologische Kochsalzlösung verwendet, mit der ein über die Elektrode,gezogener Leinenstoff getränkt ist» Die Elektroden werden mit Hilfe eines , ^ « besonders gestalteten Gummibandes auf der Körperoberfläche befestigte . ; ;- "
Die Anbringung erfolgt derart, daß die Elektroden entweder durch ein darüber gelegtes Gummiband oder noch zusätzlich durch einen an der Elektrode angebrachten Halteknopf mit Dorn, der durch die im Gummiband vorgesehenen Löcher gesteckt wird, auf dem ausgewählten Hautareal gehalten wird· Diese Befestigungsart auf dem Brustkorb ist für relativ kurzzeitige Ableitungen von Personen im Zustand der Ruhe oder bei relativer Bewegungsarmut zweckmäßig» Zusammengefaßt weisen die bekannten Elektroden zur Ermittlung bioelektri3Cher Signale von biologischen Meßobjekten folgende Nachteile auf:
1. Die Elektroden besitzen eine unzureichende mechanische Stabilität bei den verschiedensten Untersuchungsprozeasen.
2. Es kommt häufig zur Bildung galvanischer Elemente zwischen Koppelmedium und Elektrodenmaterial, wodurch Fehlergebnisse zu verzeichnen sind.
3. Gegenüber bestimmten Elektrodenpasten und Klebemitteln treten häufig Hautunverträglichkeitserscheinungen auf«
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4. Häufige Kontrollen, unzumutbare Bedingungen für die zu untersuchenden Personen sowie die komplizierte und aufwendige Anwendbarkeit der bekannten Elektroden·
Diese genannten Mängel beeinträchtigen die Qualität der Untersuchungsergebnisse und die Effektivität von LangzeitUntersuchungen·
Es ist Ziel der Erfindung, mit einfachen Mitteln Langzeitüntersuchungen durch Messung bioelektrischer Signale von biologischen Objekten zu ermöglichen.
- Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird .
Aufgabe der Erfindung ist es, einen neuen Elektrodengürtel für LangzeitUntersuchungen durch Messung bioelektrischer Signale, insbesondere der Herzschlagfrequenz, von biologischen Objekten, insbesondere für sport- und arbeitsmedizinische Untersuchungen von Personen, anzugeben.
— Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß besteht der Elektrodengürtel aus einem Gewebe-Gummi-Band 1 mit einem Verstellmechanismus 2 und einem Verschluß 3» verschiebbaren Flachelektroden 4 aus Chrom-Nickel-Stahl mit einer vorzugsweisen Auflagefläche je Elektrode
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von etwa 900 mm und einer Dicke von etwa 1 mm mit Haltebügel 5, Haltering 6, Ableitkabel 7 und einem an den Innenseiten der
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Flachelektroden 4 befestigten Baumwellatoff 8. Die einzelnen Flachelektroden 4 und die Ableitkabel 7 sind nach den international üblichen Festlegungen rot, gelb und schwarz markiert· Die vier Ecken der Flachelektroden 4 sind mit Bohrungen versehen, die zur Befestigung des Baumwollstoffes 8 dienen· Der Baumwollstoff 8 speichert das Koppelmedium zwischen Haut Und Flachelektrode 4· Als Koppelmedium dient physiologische Kochsalzlösung oder Leitungswasser, mit dem der Baumwollstoff 8 vor Applikation des Elektrodengürtels an der zu untersuchenden Person getränkt wird· Nach der Verdunstung dieses Koppelmediums wirkt der vorhandene Körperschweiß in dieser Funktion. Die von den normalerweise drei vorhandenen Flachelektroden 4 ausgehenden Ableitkabel 7 werden durch einen Isolierschlauch so gebündelt, daß sie an der hinteren Halsseite der zu untersuchenden Person fixiert werden· Damit werden Verschiebungen des Elektrodengürtels und störende Schlaufenbildungen der Ableitkabel 7 vermieden.
Neben der bereits erwähnten Größe der Flachelektroden 4 wird bevorzugt eine quadratische Form gewählt· Auf der Außenseite der Flachelektroden 4 befinden sich aufgeschweißte Haltebügel 5 aus Messingblech, Der Haltebügel 5 dient zum Aufschieben der Flachelektrode 4 auf das Gewebe-Gummi-Band 1 sowie zur deren Befestigung.
Das Ableitkabel 7 wird durch einen an der Flachelektrode 4 angelöteten Haltering 6 fixiert· Dadurch werden Kabelbrüche an der Lötstelle des Ableitkabels 7 /Flachelektrode 4 verhindert<
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- 6 Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend in der Anwendung näher beschrieben werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen schematisch den Aufbau des Elektrodengürtels.
Fig. 1: Anordnung des Elektrodengürtels an einer zu untersuchenden Person (Vorder- und Rückenseite)
Pig. 2: Einzelheiten der Flachelektroden
Der Elektrodengürtel wird etwa unterhalb der Brustwarzen, bei Frauen unterhalb der Brüste, um den Thorax gelegt und verschlossen. Durch entsprechende Positionierung der Flachelektroden 4 auf der Haut oberfläche des Brustkorbes, wobei die rot markierte Flachelektrode 4 in der Lotrechten der Mitte des rechten Schlüsselbeines, die gelb markierte in der Lotrechten der Mitte des linken Schlüsselbeines und die schwarz markierte Flachelektrode 4 (Nullelektrode) in der Verlängerung des inneren Randes des linken Schulterblattes zu liegen kommen, werden die bioelektrischen Signale (Herzschlagfrequenz) mit ausreichender Qualität gewonnen·
Claims (1)
- ErfindungaanapruchElektrodengürtel zur Messung bioelektrischer Sigttale biologischen Objekten, insbesondere zur Messung der Herz-_ schlagfrequenz von Personen für sport- und arbeitsmedizinische Langzeituntersuchungen der Leistungsfähigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Geweb§-Öümmi~Ban<3 Ci) mit einem an sich bekannten Verstellmechanismus (2) und einem an sich bekannten Verschluß (3) verschiebbare Flachelektroden (4) aus Chrom-Nickel-Stahl mit einer vorzugsweisen Auflagefläche;? von jeweils etwa 900 mm und einer Dicke von etwa 1 mm . ; mit Haltebügel (5), Haltering (6), Ableitkabel (7) sowieι I.! Baumwollstoff (8) auf der Elektrodeninnenfläche ? angeordnet; ; sind, . ..._,-...,,,„.,,.„,.r,ri..^.ZxI--'Hierzu_Xi.Seiten Zeichnungen
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0483072A1 (de) * | 1990-10-26 | 1992-04-29 | VUPIESSE ITALIA S.A.S., di VALENTINI E PAOLIZZI E C. | Passives Übungsgerät mit einer straffenden und schlankmachenden Wirkungsweise mittels abgegebener elektrischer Impulse |
| DE10143682C2 (de) * | 2001-09-04 | 2003-03-20 | Atanas Atanassow | Intermittierende Oszillatorschaltung in ihren Modifikationen zum Aufspüren von Bioströmen |
-
1982
- 1982-06-01 DD DD24036582A patent/DD206070B1/de unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DD206070B1 (de) | 1987-01-28 |
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