DD206487A3 - Kurven- und pneumatisch gesteuerter tasterblaeser - Google Patents
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Abstract
DER KURVEN- UND PNEUMATISCH GESTEUERTE TASTERBLAESER IST FUER BOGENTRENNER VONANLEGERN FUER Z.B. DRUCKMASCHINEN VORGESEHEN. ZIEL DER ERFINDUNG IST, DERARTIGE TASTERBLAESER ALLGEMEIN UND BESONDERS BEZUEGLICH SEINER WARTUNG ZU VERBESSERN UND AUFGABE, EINE UNKOMPLIZIERTE UND RASCHE AUSWECHSELBARKEIT ZU GESTATTEN. AUSSERDEM SOLL DIE HALTEKRAFT DES TASTERBLAESERS AUF DEM BOGENSTAPEL UNABHAENGIG VON DER MASCHINENGESCHWINDIGKEIT UND VOM BLASLUFTSTROM FUER DAS BOGENUNTERBLASEN REGULIRBAR SEIN. ERFINDUNGSGEMAESS IST EIN PNEUMATIKZYLINDER EINSTECKBAR IN EINEM, UM EINE ORTSFESTE ACHSE SCHWENKBAREN GEHAEUSE ANGEORDNET UND DIE BLASLUFTZUFUHR ERFOLGT DIREKT VOM LUFTVERTEILER ZUM BLAESER. DER PNEUMATIKZYLINDER IST DABEI VON UNTEN HER EINSTECKBAR, MITTELS EINES FEDERNDEN STIFTES, DER AUCH ALS ABSCHERELEMENT AUSGEBILDET SEIN KANN, ARRETIERBAR UND DIE HOEHENLAGE ANZEIGENDEN ELEMENTE SIND UNTERHALB DES PNEUMATIKZYLINDERS AN DER KOLBENSTANGE BEFESTIGT. DAS ANWENDUNGSGEBIET IST AUF BOGENTRENNER VON ANLEGEMASCHINEN BEGRENZT.
Description
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Kurven- und pneumatisch gesteuerter Tasterbläser
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen kurven- und pneumatisch gesteuerte Tasterbläser für Bogentrenner von Anlegern für papier- ο. dgl. verarbeitende Maschinen, ζ. Β. Druckmaschinen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekan"nt sind Stapeltaster, mit denen der Bogenstapel in Anlegemaschinen abgetastet und je nach Stellung der Stapeloberfläche der Stapeltransport betätigt wird. Der Taster kann auch gleichzeitig als Drückerfuß zum Zurückhalten der nachfolgenden Bogen eingesetzt werden. Nach der DD-PS 38 281 kann ein solcher Taste mechanisch durch ein Viergelenkgetriebe bewegt, am Bogentrennei befestigt sein und über Hebel betätigbare Schalteinrichtungen beeinflussen. Nach der DD-PS 68 232 ist auch ein Tasterbläser bekannt, der mittels einer Kurve nach dem Abheben des jeweils obersten Bogens eingeschwenkt wird und danach senkrecht auf der Stapel aufsetzt, die nachfolgenden Bogen zurückhält, zwischen diesen und dem obersten Bogen Luft bläst und die Stapelhöhe abfühlt. Der Tasterbläser ist bei dieser Vorrichtung an einer pneumatisch bewegbaren Kolbenstange angeordnet, deren Kolben in einem schwenkbaren Zylinder taktgesteuert auf- und abbewegbar ist.
Dem Vorteil, da.ß durch das pneumatische zeitmäßig rasche Absenken des Tastfußes mehr Zeit für den Blasvorgang bleibt, stehen aber bei dieser Vorrichtung eine Reihe von Nachteilen gegenüber. Nachteilig ist insbesondere, daß ungenügende Sicherheit ε Vorkehrungen "bei Havarien u. dgl. vorhanden sind und zum
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anderen, daß die sich bewegenden Teile zum Zwecke der Auswechslung oder Reinigung nicht problemlos demontier- und montierbar sind» Nachteilig wirkt sich bei dieser Vorrichtung auch aus, daß die zum ünterblasen des angehobenen Bogens benötigte Blasluft den Zylinderraum passieren muß. Dadurch ist keine Druck- und Durchflußraengenregulierung der den Tasterbläser erreichenden Blasluft möglich, ohne gleichzeitig die Aufsetzkraft des Tasters auf den Bogenstapel zu ändern. Einer größer werdenden Durchflußmenge am Bläser steht immer eine geringere Aufsetzkraft des Tasters gegenüber. Bei zu . geringer Aufsetzkraft des Tasters besteht aber die Gefahr, daß die festzuhaltenden Bogen nicht sicher genug gehalten werden. Es sind auch Tasterbläser bekannt, bei denen der Blasvorgang völlig unabhängig vom Bewegungsvorgang abläuft, indem die $u£-> und Abbewegung mittels verschiedener Kurven- und Gelenkgetriebeglied^r erfolgt (z. B. DD-PS 91 99). Bei modernen, sehr schnell arbeitenden Bogenanlegern kann diese Vorrichtung nicht verwendet werden.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, die geschilderten Nachteile zu beseitigen, den Tasterbläser in seiner Gesamtheit und insbesondere bezüglich seiner Wartung zu verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tasterbläser zu schaffen, dessen Auswechslung zum Zweck der Reinigung o. dgl. sehr leicht zu bewerkstelligen, dessen Haltekraft auf dem Stapel unabhängig von der Maschinengeschwindigkeit und vom Blasluftstrom für das Bogenunterblasen regulierbar und dessen Bruchgefahr bei unbeabsichtigtem Stapeltransport o. dgl. Havarien herabgesetzt ist. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß ein Pneumatikzylinder einsteckbar in dem um eine ortsfeste Achse schwenkbaren Gehäuse angeordnet und der Schlauchanschluß für die Blasluftzufuhr in an sich bekannter Weise direkt mit dem Luftverteiler verbunden ist. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Pneumatikzylinder von der Stapel-
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ebene her einsteckbar und die Steuerfahne für den lageveränderlichen Schiit ζ initiator unterhalt» des Pneumatiksylinders an der Kolbenstange befestigt. Der Pneumatiksylinder ist mittels eines federnden Stiftes durch einen Keil geführt im Gehäuse arretierbar. Der federnde Stift kann auch als Abscher· element ausgebildet sein.
Die besonderen Vorteile des neuen Tasterbläsers liegen darin, daß er zum Zwecke der Reinigung o. dgl. leicht demontierbar und niontierbar ist, daß der Tasterbläser-Aufsetzdruck und die Blasluftmenge unabhängig voneinander regulierbar sind und daß die Sicherheit bei eventuellen Havarien erhöht wurde.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt·
Bs zeigen:
Fig. 1i die Seitenansicht des Tasterbläsers teilweise im Schnitt, wobei sich dieser in der eingeschwenkten oberen Lage befindet,
Fig. 2: eine Draufsicht gemäß dem Pfeil II in Fig. 1 und Fig. 3: einen Schnitt gemäß der Linie III-III in Fig. 1, wobei jedoch der Tasterbläser weggelassen wurde und die Kolbenstange ihre unterste Lage einnimmt.
Der Tasterbläserlist an der Kolbenstange 2 angeordnet, die den Kolben 3 trägt und in einer oberen Buchse 4 und einer unteren Buchse 5 geführt ist. Beide Buchsen 4 und 5 sind mittels Sicherungsringen 6 in einem Pneumatikzylinder 7 axial und durch Schrauben 8 gegen Verdrehen fixiert. In der oberen Buchse 4 ist eine Nut 9 angeordnet, in der ein Führungskeil 1< der Kolbenstange 2 gleitet. Der Pneumatikzylinder 7 ist mittels eines Arretierstiftes 11 im Gehäuse 12 befestigt und durch einen Führungskeil 13f der in einer Nut 14 des Gehäuses 12 gleitet, gegen Verdrehen fixiert. Das Gehäuse 12 ist um di am nicht dargestellten Bogentrenner befestigte Achse 15 schwe bar und weist einen Hebel 16 auf, der über eine Kurvenrolle 1 an der auf der Eintourenwelle 18 des Bogentrenners angeordnet Kurvenscheibe 19 anliegt.
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Am unteren Ende der Kolbenstange 2 ist über einen Halter 20 eine Steuerfahne 21 befestigt, die mit einem lageveränderlichen Schlitzinitiator 22 nur dann in Verbindung kommt, wenn siph der Tasterbläser 1 in seiner eingeschwenkten Lage und in einer unteren Stellung befindet (Fig. 3). Der Schlitzinitiator 2.2 ist» fest und höhenverstellbar mit dem Bogentrennergehäuse 23 oder dem Maschinengestell verbunden» Von einem Bund 24 des Kolbens und einem zur Buchse 5 gehörenden Bund 25 wird eine Druck-r feder 26 geführt» die gleichzeitig die Buchse 5 gegen den unteren Sicherungsring 6 drückt. Am Tasterbläser 1 ist ein Schlauchanschluß 27 angeordnet, der direkt in an sich bekannter, nicht dargestellter V/eise über einen Schlauch 28 mit dem B1IaS-luftverteiler in Verbindung steht. Zwischen Luftverteiler und Tasterbläser 1 können an sieh bekannte Drosseln oder Ventile zur Druck- und/oder Durchflußmengenregelung angeordnet sein. Die Kolbenstange 2 ist hohl, oben offen und mit einer Bohrung versehen, die so angeordnet ist, daß diese kurz vor Erreichen der obersten Stellung des Tasterbläsers 1 durch die obere Buchse 4 verschlossen wird. Am Gehäuse 12 ist ein Schlauchanschluß 30 angeordnet, der über entsprechende Regler mit dem nicht dargestellten Saugluftverteiler in Verbindung steht. Dem Schlauchanschluß 30 ist ein nuten- oder segmentförmiger Luftkanal 31 zugeordnet, der über eine Bohrung 32 mit dem Inneren des Pneumatikzylinders 7 in Verbindung steht.
Der über dem Bogenstapel 33 befindliche Tasterbläser 1 wird, sobald der oberste Bogen von den nicht dargestellten Trennsaugern erfaßt wird, vom Stapel abgehoben, indem die Saugluft vom bekannten und ebenfalls nicht dargestellten taktgesteuerten Luftverteiler abgestellt wird und die Druckfeder den Kolben 3 in seine oberste Stellung drückt. Unterstützt wird dieser Vorgang einmal dadurch, daß die über dem Kolben befindliche Luft über die Bohrung 29 und die hohle Kolbenstange 2 leicht verdrängt werden kann. Dadurch, daß die Bohrung 29 kurz vor Erreichen der obersten Stellung durch die obere Buchse 4- verdeckt wird, entsteht ein Stoßdämpfereffekt bzw. eine geräuscharme Endlagenbremsung· .
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Zum anderen kann zum schnelleren Aufwartshub vom Verteiler her über den gleichen Schlauchanschluß 30 eine Beaufschlagung mit Blasluft erfolgen. . . . '
Mittels der Kurve 19 wird während des Trennens des obersten Bogens das gesamte Gehäuse 12 und damit auch der Tasterbläser 1 vom Bogenstapel 33 weggeschwenkt und in dieser Stellung gehalten, so daß der oberste Bogen ungehindet vom Stapel getrennt werden kann. Nach erfolgter Trennung schwenkt das Gehäuse 12, durch die Feder 34- unterstützt, wieder in die Stapelebene ein und gleichzeitig wird der Kolben 3 wieder über den Luftkanal 31 und die Bohrung 32 mit Saugluft beaufschlagt, so daß sich der Tasterbläser 1 unterhalb des abgehobenen Bogens auf den Bogenstapel 33 aufsetzt· Völlig unabhängig von der Bewegung des Tasterbläsers 1 wird über den Schlauch 28 vom nicht dargestellten Luftverteiler Blasluft zugeführt, die ebenso unabhängig über Drosseln, Luftmengenregler etc. in ihrer Intensität gesteuert werden kann.
Während des Einschwenkens in die Stapelebene wird die Steuerfahne 21 in den Bereich des Schlitzinitiators 22 gebracht, dei höhenverstellbar am Bogentrennergehäuse 23 oder an einer naher Stelle des Maschinengestells angeordnet ist. Von der Aufsetzhöhe des Tasterbläsers 1 auf den Bogenstapel 33 ist dann abhängig, ob vom Schlitzinitiator 22 ein Schaltimpuls zur Stapelhöhenveränderung ausgeführt wird, wobei eben dieser Impuls nur dann'gegeben werden kann, wenn sich der Tasterbläser 1 in seiner eingeschwenkten Stellung befindet. Soll der Tasterbläser 1 gegen einen anderen, z. B. einen mit anderem Blasquerschnitt ausgetauscht werden oder soll er zur Reinigung entnommen werden, so ist nur der ArretJs*stift 11 zu betätigen und die gesamte Baugruppe ist nach unten leicht herausziehbar. Damit auch bei Havarien o. dgl. ein nicht unterbrochener Stapeltransport den Tasterbläser 1 usw. nicht zerstören kann, kann der Arretierstift 11 als Abscherelement ausgebildet sein, so daß im Havariefall nur der Pneumatikzylinder 7 im Gehäuse 12 nach Bruch des Abscherelementes verschoben wird.
Claims (4)
1. Kurven- und pneumatisch gesteuerter Tasterbläser für Bogentrenner, der nach dem Abheben des jeweils obersten Bogens eines senkrechten Stapels die nachfolgenden Bogen festhält, dabei zwischen den obersten und den zurückgehaltenen Bogen Luft bläst und gleichzeitig die Stapelhöhe abfühlt, der an einer pneumatisch bewegbaren Kolbenstange angeordnet ist und dessen Kolben in einem Zylindergehäuse auf- und abbewegbar ist, gekennzeichnet dadurch, daß ein Pneuraatikzylinder (7) einsteckbar in dem um eine ortsfeste Achse (15.) schwenkbaren Gehäuse (12) angeordnet und der Schlauchanschluß (27) für die Blasluftzufuhr in an sich bekannter Weise direkt mit dem Luftverteiler verbunden ist·
2. Kurven- und pneumatisch gesteuerter Tasterbläser nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Pneumatikzylinder (7) von der Stapelebene her einsteckbar und die Steuerfahne (21) für den lageveränderlichen Schlitzinitiator (22) unterhalb des Pneumatikzylinders (7) an der Kolbenstange (2) befestigt ist.
3. Kurven- und pneumatisch gesteuerter Tasterbläser nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Pneuraatikzylinder CO mittels eines federnden Stiftes (11), durch einen Keil (13) geführt, im Gehäuse (12) arretierbar ist«
4-, Kurven- und pneumatisch gesteuerter Tasterbläser nach Punkten 1 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß der Süft (11) als Abscherelement ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
DD-PS 68 232 (B 65 h, 3/48)
DD-PS 68 232 (B 65 h, 3/48)
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
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