DD206874A3 - Verfahren zum trennen und konzentrieren eines butterkorn-buttermilch-gemisches - Google Patents
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Abstract
DIE ERFINDUNG BETRIFFT EIN VERFAHREN ZUM TRENNEN UND KONZENTRIEREN EINES BUTTERKORN-BUTTERMILCH-GEMISCHES, WELCHES DURCH BEARBEITEN VON RAHM IN EINEM SCHLAEGERZYLINDER GEBILDET WIRD, ZUM ZWECKE DER WEITEREN BEARBEITUNG IN EINEM NACHFOLGENDEN KNETERSYSTEM EINER MASCHINE ZUR KONTINUIERLICHEN HERSTELLUNG VON BUTTER. DAS BUTTERKORN-BUTTERMILCH-GEMISCH WIRD NACH FREIEM AUSTRITT AUS DEM SCHLAEGERZYLINDER EINEM ZUGEORDNETEN DRUCKSYSTEM ZUGEFUEHRT, IN DEM ES IN EINEN PRESSVERDICHTETEN UND/ODER QUASIHOMOGENEN ZUSTAND UEBERFUEHRT WIRD. DAS DRUCKSYSTEM WIRD DABEI GEBILDET DURCH EINE AN SICH BEKANNTE SCHRAUBENPUMPE MIT EIN ODER MEHREREN DROSSELSTELLEN ZWISCHEN SCHRAUBENPUMPENAUSTRITT UND KNETEREINTRITT ODER DURCH EINE KREISKOLBENPUMPE MIT EINER FOLGENDEN FOERDERSTRECKE, IN DER GLEICHMAESSIG ODER UNREGELMAESSIG VERTEILT, ELEMENTE ANGEORDNET SIND, SO DASS DER NOTWENDIGE DRUCKAUFBAU UND DIE ZWANGSWEISE TRENNUNG IN BUTTERKORN UND BUTTERMILCH GEWAEHRLEISTET SIND. PRESSVERDICHTETES BZW. QUASIHOMOGENES BUTTERKORN UND FETTFREIE BUTTERMILCH WERDEN DEM FOLGENDEN KNETSYSTEM ZUGEFUEHRT.
Description
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Verfahren zum Trennen und Konzentrieren eines Bu tterkorn-Buttermilch.-Gemi3cb.es
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trennen und Konzentrieren eines Butterkorn-Buttermilch-Gemisches, melch.es durch. Bearbeitung von Rahm in einem Schlägerzylinder gebildet wird, zum Zweck der weiteren Bearbeitung in einem nachfolgenden Knetersystem einer Maschine zur kontinuierlichen Herstellung von Butter.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei den bekannten Lösungen wird das in einem Schlägerzylinder durch mechanische Bearbeitung von Rahm erzeugte Butterkorn-Buttermilch-Gemisch über eine sogenannte Uachbutterungs- und Trenneinrichtung einem Knetersystem zugeführt· Das bei diesen Einrichtungen verwendete 7erfahren zum Trennen von Buttermilch und Butterkorn wird mit der sogenannten Uachbutterungs- und Trenneinrichtung durchgeführt, indem das aus dem Schlägerzylinder über den Fallschacht frei austretende Butterkorn-Buttermilch-Gemisch zum Ende einer Siebtrommel geführt wird, wo es zwangslos auf die Siebtrommel, die als Trenneinrichtung dient, fällt· Auf Grund der Schräglage der Trommel oder durch eingebaute Führungsbleche wird das Butterkorn dabei infolge der Rotation der Siebtrommel in axialer Richtung durch dieselbe geführt und fällt frei aus der Siebtrommel in die nächste Bearbeitungseinheit· Bei diesem Verfahrensschritt wird nur ein
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geringer Teil der Buttermilch, in der Siebtrommel, die als Trenneinrichtung dient, abgetrennt· Während des beschriebenen Verfahrens bewegt sich, somit das Butrterkora-Buttermilch-Gemisch zwangs- bzw· drucklos in der Uachbutterungseinrichtung und man überläßt mehr oder weniger dem Zufall, wie hoch der Grad der Buttermilchabscheidung während dieses Trennverfahrens ist· Auf Grund jahrelanger Erfahrungen und neu gewonnener Erkenntnisse beim Butterungsprozeß wurde jedoch festgestellt, daß das durch mechanische Bearbeitung gebildete Butterkorn im Schlägerzylinder in Größenordnungen in der Buttermilch verteilt ist, die für das Abtrennen nach dem herkömmlichen Verfahren von der Buttermilch sehr ungünstig sind. Dadurch werden größere Mengen von Butterkorn in der Sachbutterungseinrichtung nicht zusammengeballt, so daß ein großer Teil des fein verteilten Butterkorns in der Buttermilch mit der ablaufenden Buttermilch in der nachfolgenden Bearbeitungseinheit, dem Knetersystem, mitgerissen wird· Das Gleiche trifft ebenfalls für unverbutterte Fettanteile zu, so daß sich insgesamt der Fettanteil im kontinuierlichen Proezß der Butterherstellung verringert und der Pettanteil der Buttermilch sich wesentlich erhöht. Daraus ergibt sich, daß die Effektivität der Knetorgane im Kneter herabgesetzt wird, da die Knetorgane einen Teil ihrer wirksamen Knetfläche benötigen, um noch das feinverteilte und kleine Butterkorn für den Butterungsprozeß zurückzugewinnen* Die vor dem Knetsystem erreichte Konzentration des Butterkorns ist für die Effektivität der Knetorgane sehr ausschlaggebend, da der Knetprozeß im wesentlichen Einfluß auf den Energieeinsatz zum Betreiben des Knetersystems und die Qualität des Fertigproduktes besitzt· Daraus ableitend ist es sehr entscheidend für die Qualität des Endproduktes und für einen effektiven Snergieeinsatz, wie bereits das im Schlägerzylinder gewonnene Butterkorn-
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Buttermilch-Gemisch, verfahrensgemäß bis zur Zuführung zum Knetorgan bearbeitet wird.
Bestrebungen, Veränderungen und Verbesserungen durch höheren Energieaufwand, d. h., durch veränderte Drehzahlen der Uachbutterungseinrichtung oder der Knetorgane im Knetersystem zu erreichen, führten bisher nicht zu dem gewünschten Erfolg. Insbesondere hinsichtlich der Senkung des Fettgehaltes der Buttermilch in Form von feinem Butterkorn konnte mit dem bisher Verfahrensgemäß behandelten Butterkorn-Buttermilch-Gemisch zwischen Schlägerzylinderaustritt und Knetereintritt die gestellte Aufgabe nicht zufriedenstellend gelöst werden, so daß man sich teilweise gezwungen sieht, am Buttermilchaustritt des Knetersystems ein zusätzliches Sieb anzubringen, um Restbutterkorn aufzufangen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, das Butterkom-Buttermilch-Gemisch vor Zuführung in den Kneter so aufzubereiten, daß die Fettverluste durch feines Butterkorn in der Buttermilch stark verringert werden und die Effektivität des Knetorganes mit relativ minimalem Energieaufwand erhöht werden kann
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, in dem das durch den Schlägerzylinder gebildete Butterkorn-Buttermilch-Gemisch zwischen Schlägerzylinderaustritt und Knetereintritt verfahrensgemäß so bearbeitet wird, daß das Butterkorn in einer hohen Konzentration vor Eintritt in das Knetersystem vorliegt und die abgetrennte Buttermilch bereits in den ersten Knetgängen in die Buttermilchauffangschale abgeleitet wird.
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Srfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß das aus dem Schlägerzylinder frei austretende Butterkom-Buttermilch-Gemisch einem zugeordneten Drucksystem zugeführt wird, in dem das Butterkorn-Buttermilch-Gemisch zwangsweise in Butterkorn und Buttermilch, getrennt wird, und daß im Drucksystem gleichzeitig eine Überführung des Butterkorns in einen preßverdichteten Zustand oder einen quasihomogenen Zustand erfolgt, so daß nach dem Verlassen des Drucksystems beide Phasen zur weiteren Bearbeitung dem nachfolgenden Knetersystem zugeführt werden.
Durch den erfindungsgemäß veränderten Verfahrensschritt zwischen Schläger und Knetersystem zum Konzentrieren und Trennen des Butterkorn-Buttermilch-Gemisches wird eine zwangsweise Abtrennung der Buttermilch bei gleiehzeitiger hoher Konzentration des Butterkorns, die für den nachfolgenden Knetprozeß sehr entscheidend ist, erreicht· Das Drueksystem besteht dabei aus einer ansich bekannten Schraubenpumpe, die an ihrem Austritt mit ein oder mehreren Drosselstellen zwischen Sehraubenpumpenaustritt und Knetereintritt versehen ist, um den Gegendruck im gesamten Drucksystem und damit die Effektivität des Drucksystems zu erhöhen*
Anstelle der Schraubenpumpe kann ebenfalls eine Kreiskolbenpumpe verwendet werden, die mit einer verlängerten Förderstrecke versehen ist, in der regelmäßig oder wahllos angeordnete und im Innendurchmesser gleichmäßig und/oder unregelmäßig verteilte Elemente angeordnet sind, die zur Druckerhöhung und zur Erhöhung der Effektivität des Drucksystems dienen.
Diese verfahrensmäßige Zwischenbehandlung des Butterkorn-Buttermilch-Gemisches hat zur Folge, daß durch die im Drueksystem erzwungene Bewegung des Butterkorns, dieses in quasihomogenen oder preßverdichteten Zustand überführt wird und daß die Vorbehandlung des Butterkorns und die Konzentration des Butterkorns sowie die Abtrennung der Buttermilch vom Butterkorn gegenüber bisher bekannten
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Trenn- und ITaciibutterungseinriciitungen wesentlich, verbessert werden kann· Somit wird dem nachfolgenden Knetersystem ein Zwischenprodukt zugeführt, das wesentlich, bessere Strukturzusammensetzungen aufweist und nach. Beendigung des Knetvorganges zu einem Endprodukt mit Dotieren Qualitätsparametern führt
Mit der hohen Konzentration des Butterkorns in Form eines quasihomogenen oder preßverdich-teten Zustandes wird der Energieaufwand für den Knetprozeß verringert und die Effektivität des Kneters beim Abpressen von Restbuttermilch, wesentlich. erhöht. Die Folge ist, daß das am Kneterende austretende Produkt "Butter" in seiner Qualität erhöht und der Wassergehalt der Butter reduziert ist. Darüber hinaus werden auch, die aufwendigen und energieintensiven Elemente der Trenn- und Uachbutterungseinrichtung vermieden, so daß der Gesamtmaterialaufwand dieser VerarbeituDgseinheit reduziert und die Gesamtmaschine bei gleicher Kapazität mit verbesserten ökonomischen Werten kleiner gestaltet werden kann.
Ausführungsbeispiel
Fig· 1 zeigt ein Drucksystem zur Bearbeitung des Butterkorn-Buttermilch.-Gemisch.es, bei dem eine Schraubenpumpe als Druckorgan eingesetzt ist«
Fig. 2 zeigt die Bearbeitung des Butterkorn-Buttermilch.-Gemisch.es, bei der eine Kreiskolbenpumpe im Drucksystem Verwendung findet.
Gemäß Fig. 1 erfolgt die Bearbeitung des zugeführten Rahms im Schlägerzylinder 15 mit dem Schläger 8 bis zu der Phase, wo das Butterkorn-Buttermilch-Gemisch entstanden ist. Das so gewonnene Butterkorn-Buttermilch-Gemisch fällt zwangslos durch den Fallschacht 9 und Trichter 10 in die Schraubenpumpe 1* Durch die Anordnung einer oder mehrerer
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Drosselstellen 3 zwischen Austritt 2 der Schraubenpumpe 1 und Eintritt in das Knetersystem 4 wird ein relativ hoher Druck in der Schraubenpumpe 1 hergestellt, so daß ein intensives Konzentrieren des Butterkorns mit Hilfe des Stators 11 und Rotors 12 der Schraubenpumpe 1 erfolgt, wobei die Lufteinschlüsse sowie der Buttermilchanteil in dem erreichten quasihomogenen Butterkornstrang wesentlich verringert sind
Gleichzeitig wird auch ein Zusammenballen der kleinsten Fetteilchen, die bei Eintritt in die Schraubenpumpe 1 in der Buttermilch vorhanden waren, erreicht und das Einbeziehen dieser Teilchen in den quasihomogenen Zustand des Butterkorns gesichert· Durch das zwangsweise Behandeln des Butterkorn-Buttermilch-Gemisches wird die Menge der schwebenden kleinsten Fettanteile wesentlich verringert, so daß beim Verlassen des Drucksystems der Anteil der in der Buttermilch freischwebenden Fetteilchen auf ein Minimum reduziert ist. ITach dieser Verfahrensstufe werden über den Schraubenpumpenaustritt 2 und die Drosselstelle die beiden vorgetrennten Phasen "Butterkorn in quasihomogenem Zustand" und "weitgehend von Fettanteilen befreite Buttermilch" dem Knetersystem 4, bestehend aus Knetergehäuse 14 und Kneterschnecken 13, zur weiteren Bearbeitung zugeführt·
Bei einer weiteren Ausführungsform gemäß Fig. 2 wird im Drucksystem eine Kreiskolbenpumpe 7 eingesetzt, die an ihrem Austritt eine verlängerte Förderstrecke 5 besitzt. In dieser Förderstrecke 5 sind für die Erzeugung des Drucks im Drucksystem regelmäßig oder wahllos im Innendurchmesser der Förderstrecke 5 angeordnete Elemente 6 vorgesehen. Der Yerfahrensablauf des eintretenden Butterkorn-Buttermilch-Gemisches ist analog dem Verfahrensablauf nach Fig. 1. Der Unterschied zum Verfahrensablauf gemäß Fig· 1 besteht lediglich darin, daß das bearbeitete Butterkorn nach Durchlaufen der einzelnen Verfahrens-
schnitte neben quasib.omogenem Zustand einen preßverdicfcLteten Zustand aufweist, in dem die Lufteinscblüsse sowie der Buttermilciianteil im preßverdich-teten Butterkorn gegenüber der Pig· I noch, geringer gehalten werden können·
Claims (3)
1. Verfahren zum Trennen und Konzentrieren eines Butterkorn-Buttermilch-Gemisches, welcfa.es durch Bearbeiten von Rahm in einem Schlägerzylinder gebildet wird, zum Zweck der weiteren Bearbeitung in einem nachfolgenden Knetersystem einer Maschine zur kontinuierlichen Herstellung von Butter, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Schlägerzylinder (15) austretende Butterkorn-Buttermilch-Gemisch in einem zugeordneten Drucksystem zwangsweise in Butterkorn und Buttermilch getrennt wird, wobei gleichzeitig das Butterkorn in einen preßverdichteten oder quasihomogenen Zustand überführt wird und beide Phasen zur weiteren Bearbeitung dem ansich bekannten Knetersystem (4) derartiger Maschinen zugeführt werden.
2· Verfahren zum Trennen und Konzentrieren eines Butterkom-Buttermilch-Gemisches nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Drücksystem zur Trennung des Butterkorns und der Buttermilch und zur Herstellung eines quasihomogenen Ztastandes des Butterkorns mittels einer ansich bekannten Schraubenpumpe (1) gebildet wird, wobei der Gegendruck durch ein oder mehrere Drosselstellen (3) zwischen Schreabenpampenaustritt (2) und dem Eintritt des Kneters (4) erreicht wird.
3· Verfahren zum Trennen und Konzentrieren eines Butterkorn-Buttermilch-Gemisches nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Trennung des Butterkorns und der Buttermilch als Drucksystem eine Kreiskolbenpumpe (7) verwendet wird und der preßverdichtete Zustand des Butterkorns durch den Aufbau eines Drucks in der Förderstrecke (5) erreicht wird, indem regelmäßig und/oder wahllos angeordnete Elemente (6) in der Förderstrecke (5) vorgesehen sind.
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