DD207092A3 - Verfahren und anordnung zur herstellung von aktivkohle - Google Patents

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DD207092A3
DD207092A3 DD81232618A DD23261881A DD207092A3 DD 207092 A3 DD207092 A3 DD 207092A3 DD 81232618 A DD81232618 A DD 81232618A DD 23261881 A DD23261881 A DD 23261881A DD 207092 A3 DD207092 A3 DD 207092A3
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DD
German Democratic Republic
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activated carbon
activator
production
steam generator
arrangement
Prior art date
Application number
DD81232618A
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English (en)
Inventor
Gerd Hellwig
Gerhard Friedrich
Peter Konieczuy
Herbert Stolle
Heinz Trenschel
Dieter Eidner
Werner Maerz
Original Assignee
Schwarze Pumpe Gas Veb
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/336Preparation characterised by gaseous activating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Anordnung zur Herstellung von Aktivkohle, vorzugsweise unter Einsatz der in Waermekraftwerken anfallenden Abprodukte , wie Aschexylit, und unter Nutzung der dort vorhandenen Reaktionswaerme. Das erfindungsgemaesse Verfahren kann fuer alle unter der Aktivkohleerzeugung liegenden Veredlungsstufen koerniger fossiler Stoffe Anwendung finden. Ziel der Erfindung ist es, Aktivkohle mit erheblich vermindertem Energiebedarf sowie apparativen und technologischem Aufwand herzustellen. Hierzu wird ein an sich bekanntes Verfahen zur Herstellung von Aktivkohle unmittelbar in die Anlagen eines Waermekraftwerkes integriert, indem dem Aktivator vorzugsweise das anfallende Aschexylit zugefuehrt sowie ein Teilstrom des Rauchgases des Dampferzeugers direkt durch den Aktivator geleitet wird. Die Abgase des Aktivators einschliesslich ihrer Schwebestoffanteile werden ueber die Kohlenstaubmuehle sowie die Aktivationsgase direkt in den Dampferzeugerfeuerraum eingeblasen und dort kalorisch verwertet.

Description

2326 1 8- 4
a) Titel der Erfindung:
Verfahren und Anordnung zur Herstellung von Aktivkohle
b) Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Anordnung zur Herstellung von Aktivkohle, vorzugsweise unter Einsatz der in Wärmekraftwerken anfallenden Reaktionswärme. Das erfindungsgemäße Verfahren kann für alle unter der Aktivkohleerzeugung liegenden Veredlungsstufen fossiler Stoffe Anwendung finden.
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Es ist bereits bekannt, die thermische Behandlung von fossilen Brennstoffen, insbesondere zur Erzeugung von Aktivkohle mittels in selbständigen Anlagen angeordneter Aktivatoren durchzuführen. Die erforderliche Reaktionswärme wird in diesen Anlagendurch teilweise oder vollständige Verbrennung von Brenngasen, gegebenenfalls unter Zusatz von weiteren Aktivierungsmedien gewonnen. Im Aktivator, der,vorzugsweise als Drehrohrofen oder Wirbelschichtreaktor ausgebildet ist, erfolgen Trocknung, Entgasung und Aktivierung des Rohstoffes.
In Abhängigkeit vom eingesetzten Rohstoff und den damit verbundenen Pyrolysereaktionen hat das den Aktivator verlassende Aktivationsabgas meist einen höheren Gehalt an chemisch gebundener Wärme als für die Reaktionswärmeerzeugung mit dem Brenngas zugeführt werden mußte. Eine Nutzung der im Aktivationsabgas enthaltenen Wärme erfolgt teilweise gar nicht oder nach dessen Entstaubung und Nachverbrennung im Abhitzekessel zur Dampferzeugung
-&NIAI1933*O88ü;6
16 lh 1ö 4
Derartige Verfahren wurden u.a. in den DD-Patentschriften 128 824 sowie I38 011 dargelegt.
Weiterhin wurde vorgeschlagen, das Aktivationsabgas nach Nutzung eines Teiles der fühlbaren Wärme weitgehend zu entstauben und zu reinigen und als Brenngas für andere Prozesse zu nutzen.
Nachteile der bisher bekannten Verfahren und Anordnungen sind, daß der hohe Energiebedarf für die Reaktionswärmeerzeugung ausschließlich aus Brenngasen gedeckt werden muß, die ihrerseits, durch aufwendige Prozesse erzeugt bzw. herangeführt werden müssenund der Verlust der im Aktivationsabgas enthaltenen Wärmeenergie oder der hohe apparative Aufwand, der für die Nutzung der im Aktivationsabgas enthaltenen Wärmeenergie erforderlich ist.
Ein weiterer Nachteil bekannter Anlagen ist es, daß diese in der Hegel exterritorial errichtet wurden, woraus durch den Antransport des Einsatzgutes beträchtliche Aufwendungen resultieren.
d) Ziel, der Erfindung:
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren sowie eine verfahrensrealisierende Anordnung zur Herstellung von Aktivkohle, die sich.in bestehende Wärmekraftwerksanlagen einordnen lassen und mit geringem Energiebedarf sowie apparativen und technologischen Aufwand arbeiten»
e) Darlegung des Wesens der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Herstellung von Aktivkohle den Bedarf an Brenngasen (z.B. Stadt-,Erd- oder Generatorgas) zu senken, den Anlagenaufwand sowie den Aufwand zum Antransport des Einsatzgutes zu reduzieren. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein an sich bekanntes Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle unmittelbar in die Anlagen eines Wärmekraftwerkes integriert wird. Hierzu wird ein Teilstrom des Eauchgases des Dampferzeugers direkt durch den Aktivator geleitet.
-3- 2326 18 k
Die Raucligasrücksaugleitung einer oder mehrerer Kohlenstaubmühlen wird dazu so unterbrochen, daß zwischen Dampfer ζeugerbrennkammer und Kohlenstaubmühle der Aktivator zwischengeschaltet werden kann. Ein Teilstrom des Rauchgases durchströmt den Aktivator und. gelangt nach entsprechender Veränderung von Temperatur und Zusammensetzung wieder in das Saugsystem der Kohlenstaubmühle. Durch die- im Aktivator- ablaufenden Vorgänge Pyrolyse und Aktivation wird das Rauchgas mit brennbaren Bestandteilen angereichert. Außerdem reißt es aus dem Aktivator je nach Rohstoffbeschaffenheit bestimmte Staubmengen mit. Das so entstandene Aktivationsabgas wird einschließlich seiner staubförmigen Bestandteile gemeinsam mit dem direkten Rauch* gasstrom zur Auftrocknung des Brennstoffes genutzt und zusammen mit diesem in die Dampferzeugerbrennkanmer eingeblasen.
In der Brennkammer erfolgt die energetische Verwertung des Aktivationsabgases einschließlich seiner staubförmigen Bestandteile. Zur Einstellung der erforderlichen Aktivationstemperatur und der Aktivationsatmosphäre ist die Möglichkeit vorzusehen, dem Aktivator zusätzlich Brenngas, Luft oder andere Medien zuzuführen. Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Anordnung gestattet es, mit geringerem apparativen und energetischen Aufwand als bei bisher bekannten Technologien die thermische Behandlung von fossilen Brennstoffen, insbesondere die Herstellung von Aktivkohle durchzuführen,
f) Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt das erfindungsgemäße Verfahrensfließschema sowie Merkmale der Anordnung. Das aus der Brennkammer 1 des Dampferzeugers durch die Kohlenstaubmühle 2 abgesaugte Rauchgas gelangt über den im Saugstrom 3 cLe^" Kohlenstaubmühle 2 angeordneten Aktivator Die Menge des über den Aktivator 4 gesaugten Rauchgases wird durch die Regeleinrichtung 5 eingestellt.
Am Aktivator 4· befinden sich zusätzliche Einspeisungen 6 für Brenngas, Luft und andere Medien, mit denen die Aktivationstemperatur und die Aktivationsatmosphäre eingestellt werden
können. Das aus dem Aktivator 4 austretende Aktivationsabgas wird von der Kohlenstaubmühle 2 angesaugt und wird gemeinsam mit dem direkten ßauchgasteilstrom 8 und dem Brennstoffstaub durch den Brenner 7 in die Brennkammer 1 geleitet.

Claims (3)

  1. -5- 232b 1 ö 4
    Erfindungsanspruch
    1. Verfahren zur Herstellung von Aktivkohle, dadurch gekennzeichnet, daß dieses unmittelbar in die Anlage eines Wärmekraftwerkes integriert wird,, indem ein Teilstrom des Rauchgases des Dampferzeugers direkt durch den Aktivator (4) geleitet wird und die Abgase desselben einschließlich ihrer Schwebstoffanteile über Kohlenstaubmühle (2) direkt in den Dampferzeugerfeuerraum (T)'eingeblasen und dort kalorisch verwertet werden.
  2. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aktivator (4) in den Rauchgasstrom sowie in das Rauchgasrüeksaugsystem des · Dampferzeugers geschalten ist.
  3. 3.. Verfahren nach P.kt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Grundlast Rauchgas und zur Regelung der Aktivationstemperatur Brenngas zur Anwendung gelangt.
    - Hierzu ein Blatt Zeichnung -
DD81232618A 1981-08-17 1981-08-17 Verfahren und anordnung zur herstellung von aktivkohle DD207092A3 (de)

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