DD207106A3 - Verfahren zur stabilisierung von chloriertem polyolefin - Google Patents

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DD207106A3 DD23311581A DD23311581A DD207106A3 DD 207106 A3 DD207106 A3 DD 207106A3 DD 23311581 A DD23311581 A DD 23311581A DD 23311581 A DD23311581 A DD 23311581A DD 207106 A3 DD207106 A3 DD 207106A3
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Harald Schaefer
Gerhard Rulewicz
Werner Kochmann
Siegfried Reinholz
Eckehard Lange
Alfred Stuetzer
Wolfgang Zwarg
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stabilisierung eines chlorierten Polyolefines, das sich in Loesung befindet. Die Stabilisierung erfolgt gegen den Einfluss von Waerme, Licht und Sauerstoff. Ziel ist es, die Qualitaet zu verbessern, insbesondere die Waerme- und Lichtstabilitaet zu erhoehen und die Gebrauchswerteigenschaften zu verbessern. Ausserdem sollen die Herstellungskosten gesenkt und die Anwendungsmoeglichkeiten erweitert werden. Die Aufgabe besteht darin, die einzusetzende Stabilisatormenge zu verringern, eine ausreichend grosse Reststabilitaet zu erreichen und den Einsatz verschiedener Stabilisatoren zu ermoeglichen. Als Loesung wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem der pulverfoermige Stabilisator auf ein mit einem Haftvermittler versehenes Traegermaterial aufgetragen wird. Die aufgetragene Schichtdicke des Stabilisators soll mindestens 0,2 mm betragen. Der Haftvermittler haertet bei Raum- oder erhoehter Temperatur aus und bindet dabei den Stabilisator. Nach Beendigung der Aushaertung wird das mit Stabilisator ueberzogene Traegermaterial dem in Loesung befindlichen chlorierten Polyolefin zugegeben.

Description

233115 7
VEB CHEMIEKOMBHTAI BITTERFELD Bitterfeld, 4. 9. 1981
2097
Verfahren zur Stabilisierung von chloriertem Polyolefin
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stabilisierung von chloriertem Polyolefin, das durch Chlorierung in Lösung hergestellt wird und sich noch in Lösung befindet. Die Stabilisierung erfolgt gegen den Einfluß von erhöhten Temperaturen, Licht und Sauerstoff.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Polyolefine in Lösung, in Suspension oder im Wirbelbett zu chlorieren. Unter dem Einfluß von Wärme, Licht und Sauerstoff kommt es zu Abbaureaktionen, bei denen eine Abspaltung von Chlorwasser-
- 2 -
233115 7
stoff erfolgt. In Verbindung mit osydativen Vorgängen tritt eine Verfärbung und eine Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften ein. Zur Verhinderung dieser Abbaureaktionen werden verschiedene Zusatzstoffe, wie z. B. die von der PVC-Stabilisierung bekannten metallhaltigen und metallfreien Verbindungen eingesetzt. Diese kommen entweder allein oder als Stabilisatorkombination zum Einsatz. Mit diesen für PVC gut geeigneten Stabilisatoren werden bei chlorierten Polyolefinen ungenügende Ergebnisse erzielt. Sogar bei hohen Zusatzmengen wird nur eine geringe oder keine stabilisierende Wirkung erreicht (DE-OS 1 544 998, DE-OS 1 544 604). Außerdem haben die bekannten metallhaltigen Stabilisatoren den ITachteil, daß sie häufig mit chlorierten Polyolefinen unverträglich sind (US-PS 3 347 820, DD-PS 114 270). Das führt zu einer Verschlechterung der Transparenz und der Oberflächenqüalität der herzustellenden Artikel. Bei den bisher genannten bekannten Lösungen wird die erforderliche Stabilisatormenge dem bereits getrockneten, in pulvriger Form vorliegenden chlorierten Polyolefin zugemischt. Bei dieser Verfahrensweise ist eine homogene Mischung zwischen dem Stabilisator und dem Polymeren nicht möglich, so daß die gewünschte stabilisierende Wirkung nicht erreicht wird. Außerdem können bedingt durch die thermischen Belastungen der chlorierten Polyolefine während ihrer Herstellung, Aufbereitung und Verarbeitung die bereits genannten Abbauerscheinungen auftreten. Um überhaupt eine stabilisierende Wirkung zu erreichen, müssen große Mengen an Stabilisatoren zugesetzt werden, was sich äußerst nachteilig auf die Kosten auswirkt.
- 3 - 2331157 2110
Ferner ist es "bekannt, den Stabilisator in flüchtigen Lösungsmitteln zu lösen und diese Lösung dem pulverisierten chlorierten Polyäthylen zuzusetzen. Hiermit soll eine homogene Verteilung des Stabilisators in dem chlorierten Polyolefin erreicht werden. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß die chlorierten Polyolefine während des Herstellungsprozesses nicht vor thermischen Schädigungen geschützt sind. Außerdem bereitet das Entfernen des Lösungsmittels erhebliche Schwierigkeiten.
Eine Stabilisierung des noch in Lösung befindlichen chlorierten Polyolefines konnte sich bisher in der Praxis noch nicht durchsetzen, da die in der Lösung vorhandenen Chlorwasserstoff-Restmengen die Wirkung des Stabilisators beträchtlich herabsetzen. Somit bleiben nur noch geringe Reststabilitäten vorhanden und bei nachfolgenden thermischen Belastungen treten die unerwünschten Abbauerscheinungen auf. Bisher ist lediglich ein Verfahren bekannt (DE-OS 1 694 076), bei dem in Lösung befindliche chlorierte Polyolefine stabilisiert werden. Fach diesem Verfahren werden den Lösungen der chlorierten Polyolefine, die bis maximal 1,0 Gew.-% Chlorwasserstoff enthalten können, .Alkyl- oder Aryl-Zinn-IV-Salze in Mengen von' 0,01 bis 1,0 Gew.-Teilen zugesetzt.
In der Praxis hat es sich jedoch gezeigt, daß diese Stabilisatormengen nicht ausreichen, sondern Stabilisatormengen von mindestens 2,0 Gew.-Teilen zugesetzt werden müssen. Ein weiterer ITachteil besteht darin, daß die Wirkung dieser,Stabilisatoren erst bei Temperaturen oberhalb von 100 0C eintritt. Somit ist das chlorierte Polyolefin in einem Temperaturbereich bis zu 100 C unstabilisiert und es können thermische Schädigungen auftreten.
-4-2331 15 7
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Qualität der Lösungen von chlorierten Polyolefinen zu verbessern, insbesondere die Wärme- und Lichtstabilität zu erhöhen und die Gebrauchswerteigenschaften zu verbessern. Außerdem sollen die Herstellungskosten gesenkt und die Anwendungsmöglichkeiten erweitert werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Stabilisierung eines chlorierten Polyolefines, das als Lösung vorliegt, zu entwickeln, das ohne nachteilige Auswirkungen auf die Stabilität gegenüber Wärme, Licht und Sauerstoff den Einsatz geringer Mengen an Stabilisatoren ermöglicht, das dem chlorierten Polyolefin in Gegenwart von Chlorwasserstoff-Restmengen eine noch ausreichend große Stabilität verleiht, bei dem keine schädigenden Nebenwirkungen durch den Stabilisator entstehen und das für verschiedene Stabilisatoren geeignet ist. .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Stabilisator auf ein mit einem härtbaren, vorzugsweise flüssigen Haftvermittler versehenes Trägermaterial in einer Schichtdicke von mindestens 0,2 mm aufgetragen wird. Der Haftvermittler härtet bei Raum- oder erhöhter Temperatur aus und bindet dabei den Stabilisator. lach Beendigung dieses Verfahrensschrittes wird das mit dem Stabilisator überzogene Trägermaterial dem in Lösung befindlichen chlorierten Polyolefin zugegeben.
-5-233115 7
Es ist auch möglich, den Stabilisator mit dem flüssigen Haftvermittler zu verrühren und eine Dispersion herzustellen, in die das Trägermaterial eingetaucht wird. Auf die mit der Dispersion aus Haftvermittler und Stabilisator benetzte Oberfläche des Träger- - materials wird noch zusätzlich pulverförmiger Stabilisator aufgetragen. Der nach dem Aushärten des Haftvermittlers noch auf der Oberfläche des Trägermaterials anhaftende Stabilisator wird mit einer alkoholischen Lösung, vorzugsweise einer Methanol-Losung, abgewaschen. Das abgewaschene Trägermaterial wird anschließend bei Raumtemperatur getrocknet.
Als Stabilisatoren werden feste, vorzugsweise pulverförmige, metallfreie oder metallhaltige Stabilisatoren einzeln oder in Kombination eingesetzt. Als metallfreie Stabilisatoren können stickstoffhaltige organische Verbindungen, wie z. B-. Melamin, 2-Phenylindol, Aminocrotonsäureester, Diphenylharnstoff oder organische Phosphite, mehrwertige Alkohole, Antioxidantien und UV-Absorber zum Einsatz kommen.1 Als metallhaltige Stabilisatoren werden Bleiverbindungen, Metallseifen von Calcium, Zink, Barium und Cadmium, Organozinnverbindungen und Metalloxide eingesetzt.
Das Trägermaterial ist gegenüber dem chlorierten Polyolefin, dem Stabilisator und dem Haftvermittler chemisch indifferent. Geeignete Trägermaterialien sind z.B. Körper aus Porzellan, Keramik, Glas und Metall.
Als Haftvermittler wird Epoxidharz, Polyurethanharz oder Aluminiumsilikat verwendet.
Als chlorierte Polyolefine werden chlorierte Polypropylene, chlorierte Polyäthylene, chlorierte Athylen-Propylen-Copolymerisate und chlorierte Athylen-Propylen-Dien-Copolymerisate eingesetzt.
33 115 7
- 6 - £0J! I g / 2097
Diese haben einen Chlorwert, der in einem Bereich von 1 bis 70 Gew.-Teilen liegt.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß der auf ein Trägermaterial aufgebrachte Stabilisator eine sehr gute stabilisierende Wirkung bei dem in Lösung vorliegenden chlorierten Polyolefin erreicht. Diese bleibt während der Herstellung, der Verarbeitung und Anwendung des chlorierten Polyolefines erhalten.
Der Stabilisatorverbrauch kann durch das erfindungsgemäße Verfahren erheblich gesenkt werden. Im Vergleich mit den bekannten Verfahren.des Standes der Technik, bei denen der Stabilisator in gelöster oder pulverisierter Porm dem chlorierten Polyolefin zugegeben wird, konnte der Stabilisatorverbrauch um das Zehn- bis Tausendfache gesenkt werden, wobei sogar eine größere stabilisierende Wirkung eingetreten ist. Es können auch solche Stabilisatoren eingesetzt werden, mit denen nach den bekannten Verfahren keine ausreichende Stabilisierung erzielt wurde bzw. schädigende Nebenwirkungen eintraten, welche den Einsatz dieser Stabilisatoren ausschlossen.
Ein weiterer Vorteil ist, daß das mit dem Stabilisator versehene Trägermaterial in einem breiten Temperaturbereich von ca. 20 0C bis ca. 200 0C wirksam ist. Damit wird hinsichtlich der stabilisierenden Wirkung der gesamte Temperaturbereich des chlorierten Polyolefines während der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung erfaßt. Trotz der in der Lösung des chlorierten Polyolefines vorhandenen Chlorwasserstoff-Restmengen wird durch das erfindungsgemäße Verfahren eine ausreichend hohe Reststabilität erreicht, so daß bei der nachfolgenden Verarbeitung und Anwendung keine Verschlechterung der mechanischen und optischen Eigenschaften eintritt.
_ 7 _
Bei der Verwendung von metallhaltigen Stabilisatoren konnten nach dem neuen Verfahren keine schädigenden Nebenwirkungen festgestellt werden. Die Wahl des Stabilisators oder der Stabilisatorkom-"bination richtet sich nach dem vorgesehenen Αηγ/endungsgebiet des herzustellenden Artikels.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an mehreren Beispielen erläutert werden. Das erfindungsgemäße Verfahren läuft, wie folgt ab:
Das Trägermaterial, ein Körper aus Porzellan, Glas, Keramik oder Metall wird mit einem härtbaren flüssigen Haftvermittler, z. B. einem Epoxidharz, Polyurethanharz oder Aluminiumsilikat, überzogen. Auf diesen Haftvermittler wird der in fester, vorzugsweise pulveriger Porm vorliegende Stabilisator aufgetragen.
Es ist auch möglich, den festen Stabilisator bzw. eine homogene Mischung einer Stabilisatorkombination mit dem flüssigen Haftvermittler zu verrühren und eine Dispersion herzustellen. Dabei werden die gleichen Mengenanteile an Stabilisator und Haftvermittler verwendet. So wird z.B. eine Dispersion aus 10 g Stabilisator und 10 g flüssigen Haftvermittler hergestellt. In diese Dispersion wird das chemisch indifferente Trägermaterial, ein Hohlzylinder aus Porzellan mit einer äußeren Mantel-
ρ fläche von ca. 115 mm getaucht. Es ist vorteilhaft, wenn das Trägermaterial eine große Oberfläche aufweist. Auf die mit der Dispersion benetzte Oberfläche des Trägermaterials wird nochmals pulvriger Stabilisator aufgetragen, so daß die Schichtdicke des Stabilisators mindestens 0,2 mm beträgt.
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Die gesamte äußere Mantelfläche des Trägermaterials ist nun mit einer ausreichend dicken Stabilisatorschicht bedeckt«
Das mit dem Stabilisator überzogene Trägermaterial wird bei einer Temperatur von 50 0C im Trockenschrank bis zur vollständigen Aushärtung des Haftvermittlers getrocknet, so daß der Haftvermittler den Stabilisator bindet. Der noch lose an der Oberfläche des Trägermaterials anhaftende Stabilisator wird mit einer alkoholischen Lösung, z.B. Methanol, abgewaschen und das Trägermaterial wird bei Raumtemperatur getrocknet.
Ton diesem mit dem Stabilisator überzogenen Trägermaterial werden mehrere Proben hergestellt und verschiedenen Polymerlösungen (A, B und C) zur Stabilisierung zugegeben. Die. Zusammensetzung der Polymerlösungen ist folgende:
Polymerlösung A:
Das lösungschlorierte Polyäthylen wird durch Chlorieren einer Polyäthylenmischung aus 40 % Hochdruckpolyäthylen mit einem mittleren Molekulargewicht von 23 000 und 60 % Hochdruckpolyäthylenwachs mit einem mittleren Molekulargewicht von 4 500 in Tetrachlorkohlenstoff auf einen Chlorgehalt von 63,5 % hergestellt. Anschließend erfolgt noch eine Umdestillation zu einer xylolischen Lösung mit einem Peststoffgehalt von 32 %.
Polymerlösung B:
Das lösungschlorierte Polyäthylen wird durch Chlorieren eines Uiederdruckpolyäthylens mit einem mittleren Molekulargewicht von 180 000 in Tetrachlorkohlenstoff auf einen Chlorgehalt von 37 % hergestellt. Anschließend erfolgt noch eine Umdestillation zu einer sylolischen Lösung mit einem feststoffgehalt von 32 %.
Polymerlösung C:
233115 7
Das lösungschlorierte Polypropylen wird durch Chlorieren eines isotaktischen Polypropylenwachses mit einem mittleren Molekulargewicht von 25 000 in Tetrachlorkohlenstoff mit einem Chlorwert von 62 % hergestellt· Anschließend erfolgt eine Umdestillation zu einer sylolischen Lösung mit einem Feststoffgehalt von 32 %.
Die Proben des mit dem Stabilisator überzogenen Trägermaterials werden den Polymerlösungen A, B und G zugegeben, wobei in jeweils 25 g der Polymerlösung zwei Proben des mit dem Stabilisator überzogenen Trägermaterials gegeben werden. Außerdem werden bei den einzelnen Versuchen verschiedene Stabilisatoren und verschiedene Haftvermittler eingesetzt« Zur Überprüfung der erreichten stabilisierenden Wirkung erfolgt anschließend eine thermische Belastung dieser Lösungen in einem Thermostat bei einer Ölbadtemperatur von 130 0C.
Der erreichte Grad der Stabilisierung wird nach folgenden Methoden gemessen:
1♦ Bestimmung des Grades der Verfärbung
Der Grad der Verfärbung der Polymerlösung wird visuell beurteilt und nach folgender Tabelle bewertet:
1 ss schwach gelb (Anfangsfarbe)
2 =s gelblich
3 = gelb
4 = intensiv gelb
5 = gelbbraun
6 = hellbraun
7 = braun
8 = dunkelbraun
9 ss schwarz
-233115 7
2097
2. Bestimmung der Chlorwasserstoff-Abspaltung
Die Chlorwasserstoff-Abspaltung wird in Abänderung der TGL 28 475/02 im Ölbad bei einer Öltemperatur von 100 0C gemessen. Dazu werden 5 g der zu prüfenden thermisch beanspruchten Polymerlösung in einem 100 ml-Erlenmeyerkolben eingewogen und das Lösungsmittel im Trockenschrank bei einer Temperatur von 60 0C abgedampft. Danach wird der Erlenmeyerkolben mit dem Rückstand in das auf 100 0C geheizte Ölbad eingebracht und die Zeit bis zur Trübung der Silbernitratlösung gemessen.
Beispiel 1
Stabilisatorkombination: 50 Gew.-Teile basisches
Bleisulfat
50 Gew.-Teile basisches Bleiphosphit
Haftvermittler:
Polymerlösung:
Zeitdauer der therm.
Beanspruchung (h)
Polyurethanharz A
Verfärbung:
Q 3 6 12 24 48 72 111 2 2 2 3
Meixner-Stabilität (min)
60 60 40
Beispiel 2
Stabilisatorkombination: 80 Gew.-Teile Melamin
Polymerlösung: Haftvermittler: Zeitdauer der therm. Beanspruchung (h) Verfärbung:
20 Gew.-Teile Magnesiumoxid
.Polyurethanharz
0 3 6 12 24 48 72 1 1 1
Meixner-Stabilität (min)
60 60 42
- 11 -
-2331 1 5 7
2097
Beispiel 3
Stabilisator: Haftvermittler: Polymerlösung: Zeitdauer der therm. Beanspruchung (h) Verfärbung: Aminocrotonsaureester
Polyurethanharz
0 3 6 12 24 48 72
1 4 β Meirmer-Stabilität (min) 60
60 60 49
Beispiel 4
Stabilisatorkombination:
Haftvermittler:
Polymerlösung: Zeitdauer der therm. Beanspruchung (h) Verfärbung: 50 Gew.-Teile basisches Bleisulfat 50 Gew.-Teile basisches Bleiphosphat
Natrium-Aluminiumsilikat (Wasserglas)
0 3 6 12 24 48 72 1 1 1
Meisner-Stabilität (min) 60 60 39
Beispiel 5
Stabilisatorkombination: 50 Gew.-Teile basisches Bleisulfat
50 Gew.-Teile basisches Bleiphosphit Korobonharz A
Haftvermittler: Polymerlösung: Zeitdauer der therm. Beanspruchung (h) Verfärbung: 0 3 6 12 24 48 72 111 2 2 2 3
Meixner-Stabilität (min) 60 60 42
- 12 -
-12-ΟΟΊ Η / 2097
Beispiel 6
Stabilisatorkombination: 50 Gew.-Teile basisches Bleisulfat
50 Gew.-Teile basisches Bleiphosphit
Haftvermittler: . Epoxidharz Polymerlösung: A
Zeitdauer der therm.
Beanspruchung Qi) Q 3 6 12 24 48 72
Verfärbung: 1112 2 2 3
Meixner-Stabilität (min) 60 60 60 39
Beispiel 7
Stabilisatorkombination: 50 Gew.-Teile basisches Bleisulfat
50 Gew.-Teile basisches Bleiphosphit
Haftvermittler: Polyurethanharz Polymerlösung: B
Zeitdauer der therm.
Beanspruchung (h) 0 3 6 12 24 48 72
Verfärbung: 12 333 33
Meixner-Stabilität (min) 60 .60 60 60
Beispiel 8 .
Stabilisatorkombination: 50 Gew.-Teile basisches Bleisulfat
50 Gew.-Teile basisches Bleiphosphit
Haftvermittler: Polyurethanharz
Polymerlösung: C
Zeitdauer der therm.
Beanspruchung" (h) 0 3 6 12 24 48 72
Verfärbung: 2 4 7 9
Meixner-Stabilität (min) 60 60 60 60
13 ~£ö ö * ^ ^ ; 2097
Beispiel 9
Vergleichsbeispiel
Polymerlösung A ohne Stabilisator Zeitdauer der therm.
Beanspruchung (h) 0 3 6 12 24 48 72
Verfärbung 13 4 8 9
Meisner-Stabilität (min) 40 21 7 5
Beispiel 10 Vergleichsbeispiel
Polymerlösung: B ohne Stabilisator Zeitdauer der therm.
Beanspruchung (h) 0. 3 6 12 24 48 72 Verfärbung: 12 3-3356
Meixner-Stabilität (min) 60 60 60 60
Beispiel 11 Ver&leichsbeisOiel
Polymerlösung: C ohne Stabilisator
Zeitdauer der therm.
Beanspruchung (h) 0 3 6 12 24 48 72 Verfärbung: 2 5 9
Meixner-Stabilität (min) 60 60 60 60
-"- 233115 7
Beispiel 12 Vergleichsbeispiel
2,0 Gew.-Teile einer pulverförmigen Stabilisatorkombination, die aus gleichen Teilen eines dreibasischen Bleisulfats und eines zweibasischen Bleiphosphits bestand, wird der Polymerlösung A direkt zugemischt, wobei sich die Stabilisatormenge auf den Feststoffgehalt der Polymerlösung bezog. Uach Zugabe der Stabilisatorkombination entsteht eine Trübung der Polymerlösung und die Stabilisatoren setzen sich nach kurzer Zeit ab, so daß eine homogene Verteilung nicht erreicht wird. Es werden folgende Werte bestimmt:
Zeitdauer der therm.
Beanspruchung (h) 0 3 6 12 24 48 72
Verfärbung: 113 3 3 4 5
Meizner-Stabilität (min) 60 60 60 36
Aus den Beispielen ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäß stabilisierten chlorierten Polyolefine gegenüber den chlorierten Polyolefinen, die nach bekannter Weise durch direkte Stabilisatorzugabe stabilisiert wurden, eine verbesserte ThermoStabilität hinsichtlich Chlorwasserstoff-Abspaltung und JParbbeständigkeit aufweisen, obwohl der Stabilisatorverbrauch wesentlich verringert ist.

Claims (12)

  1. -15-2331 1 5 7
    2097
    Srfindungsanspruch
    1β Verfahren zur Stabilisierung eines chlorierten Polyolefines, bei dem das chlorierte Polyolefin als Lösung vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator auf ein mit einem härtbaren, vorzugsweise flüssigen Haftvermittler versehenes Trägermaterial oder der Stabilisator mit dem Haftvermittler gemeinsam auf das Trägermaterial in einer Schichtdicke von mindestens 0,2 mm aufgetragen, der Haftvermittler bei Raum- oder erhöhter Temperatur ausgehärtet und dabei der Stabilisator gebunden und das mit dem Stabilisator überzogene Trägermaterial dem in Lösung befindlichen chlorierten Polyolefin zugegeben wird.
  2. 2. Verfahren nach Punkt \ dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator mit dem flüssigen Haftvermittler verrührt und eine Dispersion hergestellt wirdj in die das Trägermaterial eingetaucht wird-
    -ie. 2331 1 5 7
  3. 3· Verfahren nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die mit der Dispersion aus Haftvermittler und Stabilisator benetzte Oberfläche des Trägermaterials pulverförmiger Stabilisator aufgetragen wird.
  4. 4. Verfahren nach den Punkten 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nach dem Aushärten des Haftvermittlers noch auf der Oberfläche des Trägermaterials anhaftende Stabilisator mit einer alkoholischen Lösung, vorzugsweise einer methanolischen Lösung, abgewaschen wird.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 4, dadurch gekennzeichnet, daß das abgewaschene Trägermaterial bei Raumtemperatur getrocknet wird.
  6. 6. Verfahren nach den Punkten 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Stabilisatoren feste, vorzugsweise pulverfSrmige, metallfreie oder metallhaltige Stabilisatoren einzeln oder in Kombination eingesetzt werden.
  7. 7· Verfahren nach Punkt 6, dadurch gekennzeichnet, daß als metallfreie Stabilisatoren stickstoff- haltige organische Verbindungen, wie z. B, Melamin, 2-Phenylinolol, Aminocrotonsäureester, Diphenylhamstoff oder Epoxidverbindungen, organische Phosphite, mehrwertige Alkohole, Antioxidantien und UV-Absorber eingesetzt werden.
  8. 8. Verfahren nach Punkt 6, dadurch gekennzeichnet, daß als metallhaltige Stabilisatoren Bleiverbindungen, Metallseifen von Calcium, Zink, Barium und Cadmium, Organozinnverbindungen und Metalloxide eingesetzt werden.
    33115 7
  9. 9# Verfahren nach den Punkten 1 "bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial gegenüber den chlorierten Polyolefin, dem Stabilisator und dem Haftvermittler chemisch indifferent ist und vorzugsweise aus Porzellan, Keramik, Glas oder Metall besteht.
  10. 10. Verfahren nach den Punkten 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Haftvermittler'Epoxidharz, Polyurethanharz oder Aluminiumsilikat eingesetzt wird.
  11. 11. Verfahren nach den Punkten 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als chlorierte Polyolefine chlorierte Polypropylene, chlorierte Polyäthylene, chlorierte Äthylen-Propylen—Copolymerisate und chiorierte Äthylen-Propylen-Dien-0opolymerisate eingesetzt werden.
  12. 12. Verfahren nach Punkt 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Chlorwert der chlorierten Polyolefine in einem Bereich von 1 bis 70 Gew.-Teilen liegt.
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