DD207536A1 - Verfahren zur herstellung von basischen aluminiumchloriden - Google Patents

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DD207536A1
DD207536A1 DD82239370A DD23937082A DD207536A1 DD 207536 A1 DD207536 A1 DD 207536A1 DD 82239370 A DD82239370 A DD 82239370A DD 23937082 A DD23937082 A DD 23937082A DD 207536 A1 DD207536 A1 DD 207536A1
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DD
German Democratic Republic
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aluminum chlorides
solid
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water
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DD82239370A
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Paul Brand
Udo Seltmann
Klaus Bohmhammel
Original Assignee
Mansfeld Kombinat W Pieck Veb
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/48Halides, with or without other cations besides aluminium
    • C01F7/56Chlorides
    • C01F7/57Basic aluminium chlorides, e.g. polyaluminium chlorides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kristallisierten, basischen Aluminiumchloriden der allgemeinen Formel Al O unten x (OH) unten y Cl unten z Punkt n H unten 2 O. Ziel der Erfindung ist ein energetisch guenstiges und apparativ einfaches Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumchloriden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumchloriden bereitzustellen, das ohne den bisher erforderlichen Umweg ueber eine basische Aluminiumchloridloesung zu kristallisierten, phasenmaessig definierten basischen Aluminiumchloriden fuehrt. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, indem das Mengenverhaeltnis der Einsatzstoffe, Chlorwasserstoff und Wasser und/oder Aluminiumchloridloesung, aktive Tonerden oder Tonerdehydrate, so benessen wird, dass in einer Feststoffreaktion unter Ausschluss des Entstehens einer basischen Aluminiumchloridloesung auf direktem Wege feste basische Aluminiumchloride gebildet werden, die kristallin und phasenmaessig definiert sind.

Description

2.393 7 C) 7
Verfahren zur Herstellung von basischen Aluniniumchloriden
Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kristallisierten, basischen Aluminiumch:.oriden der allgemeinen Formel
Al Ox (0H)y Cla . H2Q (2x + y + Z « 0,
wobei χ Werte von 0 bis 1, vorzugsweise 0 b.s 0,3, y von 0,9 - 2,5, vorzugsweise 2 bis 2,7 und ζ von 0,1 bis 1,5, vorzugsweise 0s1 bis 0,5, annimmt· Das Verfahren eignet sich insbesondere für die Herstellung wasserunlösliche::· Aluminiumchloride höherer Basizität.
„ d<jr__b^anj^eni<it.e,chniiqiciheni Lk; funken
Basische Aluaiiniumchloride werden in großen Mengen für die Einsatzgebiete insbesondere der kosmetischen Industrie, der Katalysatorbereitung und der Abwasserbehandlung hergestellt· Es ist bekannt, daß dazu von
Alujniniumtrihydroxiden, -oxidhydroxiden und aktiven Tonerden bzw» Tonerdegelen ausgegangen werden kann, die mit Aluminiumchloridlösung oder konzentrierter Salzsäure in geeigneter Menge und Konzentration und höheren Temperaturen unter Bildung basischer Alumiiiiumchloridlösungen reagieren, aus denen feste basische Salze abgeschieden werden können (Breuil, H, ? Ann. Chim. .10 (1965.)'467 - 93;1 OS 2 310 OH)..-
Verfahren bzw« Verfahrensvorschläge wenden zur Herstellung der festen Endprodukte ein Eindampfen oder Sprühtrocknung der basischen Lösung an (OS 2 30<) 610) oder es wirdj, besonders bei chloridreichen Produkten, das Salz zunächst mit einem Fällungsraittel, z» B, Aceton, ausgefällt und danach bei niedrigen Temperaturen getrocknet, um Hydrolysevorgänge einzuschränken (OS 2 408 751)β Andere Vorschläge beinhalten die Abscheidung der basischen Salze durch Abkühlen der Lösung nach Zugabe von Wasser baw» Einengen im Vakuum (OS 2 907 671)· Es wird auch die Möglichkeit der Vergrößerung der Basizität der Lösung durch Elektrolyse beschrieben (OS 2 310 073).
Allen Verfahren gemeinsam ist demnach die energetisch und apparativ aufwendige Gewinnung der festen Produkte aus den Lösungen, wobei zwar bestimmte Zusammensetzungen angestrebt und erhalten werden, jedoch über Homogenität und phasenmäßigen Aufbau der hergestellten Feststoffe keine Aussagen gemacht werden oder gemacht werden können.
2393 70 7
Ziel der .Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein energetisch günstiges und apparativ einfaches Verfahren sur Herstellung von basischen Aluminiumchloriden.
Darlegung des We^ens^^der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, e:-n Verfahren zur Herstellung von basischen Aluminiumchloriden bereitzustellen, das ohne den bisher erforderlichen Umweg über eine basische Aluminiumchloridlösung zu kristallisierten, phäsenmäßig definierten basischen Aluminiumchloriden führt. , . ' ' . . ' ' : '.'. ; '; / -.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem das Mengenverhältnis der Einsatzstoffe, Chlorwasserstoff und Wasser und/oder Aluminiumchloridlösung, aktive !Tonerden oder Tonerdehydrate, so bemessen wird, daß in einer Feststoffreaktion unter Ausschluß des Entstehens einer basischen Aluminiumchloridlösung auf direktem Wege feste basische Aluminiumchloride gebildet werden, die kristallin und phasenmäßig definiert sind.
Die Reaktionstemperatür wird zwischen 80 0C und 200 0C gewählt, der Reaktionsdruck zwischen 0,1 und 1,5 MPa. Es hat sich als besonders günstig erwiesen, ein Molverhältnis von
nAl 0~ ' nHCl * nH 0 wie 1 j (0,5; bis 1,5) t (1,5 bis 5) im Ausgangsgemenge einzustellen.
70 7
Die Reaktionsgemenge sind in der Regel breiartige Dispersionenj die durch Verrühren des Tonerdehydrats bzw» der Tonerde mit dem Chloridträger (konzentrierte Salzsäure bzw» iluminiurachloridlösung) hergestellt werden. Die Menge des damit eingebrachten Wassers wird so bemessen, daß es vollständig als OH- und Kristallwasser gebunden wird, um keine Restlösungen zu erhalten*
Die Umsetzung bis zur Siedetemperatur der Salzsäure bzw, der Aluminiumchloridlösung wird in Reaktoren aus Rasothermglas oder emailliertem bzw. säurefestem Stahl mit Rücklauf kühl ling, durch welche nicht umgesetzte flüssige Phase in den Reaktor zurückgeführt wird, durchgeführt«, Die Reaktion ist nach 20 bis 50 Stunden vollständig abgelaufen· Das Produkt ist eine krümelige Masse, die leicht zu einem feinen Pulver verrieben werden kann. In stehenden zylinderförmigen Reaktoren kann ein betonai'tiges Produkt entstehen! die Volumen-
/*·.'-. ' . ' . .-
vergrößerung des Peststoffes bei der Reaktion führt unter Umständen zur Zerstörung des Gefäßes.
Die Herstellung bei höheren Temperaturen und Drücken wird in abgeschlossenen Gefäßen vorgenommen, wobei der Druck durch die Flüssigkeit vorgegeben oder HCl-Gas eingepreßt wird. Letzteres muß zur Herstellung chloridreicherer basischer Salze vorgesehen werden; hierbei ist auch die Anwendung von nicht zu hohen Temperaturen günstig (80 - 150 0C). Die Reaktion wird durch Zugabe geringer Mengen an FremdionenP insbesondere Alkaliionen beschleunigt» ,
2393 7 0 7
Auafüforunggbeiapiele
Beispiel 1
,10 g Übergangstonerde, hergestellt durch Kalzination von Bayerit bei 500 0C, werden mit Salzsäure im Einschlußrohr umgesetzt. Die Konzentration der wäßrigen Lösung muß mindestens 10 % an HGl sein. 5 - 10 ml einer 3Q %igen Salzsäurelösung werden in ein Einschlußrohr von etwa 200 ml Inhalt, vorzugsweise mit eirem Innendurchmesser von 15-20 mm, gegeben.und anschließend wird der feste Ausgangsstoff eingetragen. Nach dem Zuschmelzen werden die Ampullen 3 bis 6 Tage bei 140 0C belassen· Das Reaktionsprodukt ist ein Kristallpulver mit einer Zusammensetzung
Al2O3 . (0.7 ... 1.0) HCl . (1.5 ... 2.5) H2Oj
es ist röntgenografisch einheitlich, die KristalIitgröße beträgt 0,1 - 1 /um. ' /
Beispiel 2
Als fester Ausgangsstoff wird Ghi-Tonerde, die aus Hydrargillit bei 500 0C hergestellt wird, verwendet, die in das Einschlußrohr in geeigneter Weise eingebracht wird. Hach der Zugabe der flüssigen Reaktionakomponente, 5 - 10 ml einer 30 %igen Salzsäure, wird beides vermischt. Die zügeschmol25enen Einschlußrohre werden etwa 7 Tage bei einer Temperatur von 180 0C behandelt· Das kristalline basische Aluminiuinchlorid fällt mit einer Zusammensetzung an, die im Bereich V
Al2O3 . (0.5 - 0.8) HOl . (1.4 ... 2.2) H2O liegt. Auch dieses Produkt ist phasenmäßig einheitlich.
Beispiel 3
100 g Chi-Tonerde werden in einem Glaskolben mit aufgesetztem RUckflußkühler mit 100 cm3 3%iger Salzsäure vermengt und auf Siedetemperatur erhitzt. Wach 40 Stunden liegt ein kristallines Produkt vor mit einer Zusammensetzung
Al2O3 . (0.67) HCl . (2.86) H2O.

Claims (3)

7 0 7 Erfindung^anapruch
1. Verfahren zur Herstellung von basischen /kluminiumchloriden der allgemeinen Formel
Al Ox (0H)y 01ζ . η H2O (2x'+ y + ζ « 3)
(0 <<Γχ < 1; Ό,9 < y. < 2,5) durch Umsetzung von aktiven Tonerden oder Tonerdehydraten mit Chlorwasserstoff undyWasaer und/oder Aluminiumchloridlösung bei Temperaturen von 80 bis 200 C und Drücken von 0,1 bis 1,5 MPa8 dadurch gekennzeichnet. daß das Verhältnis der Mengen der Einsatzstoffe, Chlorwasserstoff und Wasser und/oder Aluminiumchlorid- ) lösung und aktive Tonerden oder Tonerdehydraten, so bemessen wird, daß in einer Feststoffreaktion unter Ausschluß des Entstehens einer basischen Aluminiumchloridlösung auf direktem Wege feste basische Aluminiumchloride gebildet werden, die kristallin und phasenmäßig definiert sind.
2 3 2 > > ζ ,
im Ausgangsgenenge gewählt wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet.
daß ©in Molverhältnis von
nAl 0 * 21HCl s nH 0 wie 1 * ^°»5 bis 1»5^ 8 ^ »5 bis 5)
3· Verfahren nach Punkt 1, dadurch, ^ekennze.ichnet^.' daß die mit den Einsatzstoffen eingebrachte Menge des Wassers so gewählt wird, daß es vollständig als OH""- und Kristallwasser gebunden wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EA018604B1 (ru) * 2011-05-31 2013-09-30 Елена Арсеньевна Петрова Способ получения хлорсодержащих солей алюминия и технологическая линия для их получения

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