DD207568A1 - Verfahren zur vollstaendigen verbrennung von rohkohle - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur vollstaendigen Verbrennung von Rohkohle mit einer Mahltrocknung in Muehlen unter der Brennkammer, wobei die Rohkohle vorzerkleinert der Brennkammer durch einen Zuteiler in einer gewissen Hoehe der Brennkammer zudosiert wird. Beim Flug durch die Brennkammer wird die Rohkohle getrocknet und einer teilweisen Verbrennung zugefuehrt. Der Vorteil des Verfahrens liegt in der Reduzierung des zu mahlenden Gutes und in der vollstaendigen Verwertung der eingebrachten Rohkohle. Bei stark aschehaltigen Kohlen dienen Ascheaustrageinrichtungen vor der Muehle zur Verringerung des Ascheumlaufes. Das Verfahren wird in Dampferzeugern mit Kohlenstaubfeuerungen eingesetzt.
Description
Verfahren zur vollständigen Verbrennung von Rohkohle
Das Anwendungsgebiet der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur vollständigen Verbrennung von Rohkohle in Dampferzeugern mit Kohlenstaubfeuerung·
Bekannt sind Verfahren und Vorrichtungen zur vollständigen Verbrennung von Rohkohle, die sich unterscheiden in Verfahren und Vorrichtungen mit einem außerhalb der Brennkammer liegenden Kanal zur Rauchgasrücksaugung und Kohlevortrocknung, Zerkleinerungstrocknung in einer Einblasefflühle und die Restverbrennung durch ein Verbrennungsrost am Boden der Brennkammer, was zur Anwendung zweier unterschiedlicher Techniken zwingt und Verfahren und Vorrichtungen ohne Rauchgasrucksaugekanal, die eine bekannte klassische Feuerungsmethode darstellt und nicht für hohe Leistungen geeignet ist.
-2- Z 4 U U O: O ο
Nach der DD-WP 61076 ist ein Verfahren zur vollständigen Verbrennung von xylithaltigen Kohlen in Kohlenstaubfeuerungen in Dampferzeugern bekannt, die die mit eingeblasenen noch ungenügend, zerkleinerten Sylite der Temperatureinwirkung der Flamme aussetzt und die so erhaltenen Entgasungsrückstände am Brennkammerboden einer separaten Mühle zuführt, die sie mahlt und wieder einbläst..
nachteilig ist die notwendige separate Mühle, die zu separaten Kanälen als Verbindungen zwischen Mühle und Brenner .zwingt. Weiterhin ist die Beaufschlagung dieser separaten Mühle, diskontinuierlich, da der Xylit nicht homogen in der Rohkohle vorhanden ist und diese Mühle zeitweilig nur Rauchgas umwälzt. Das diskontinuierliche Fördern von Xylit führt in der.Brennkammer zu erschwerten Betriebsbedingungen, wodurch ein erhöhter scha'ltungstechnischer Aufwand notwendig wird.
Ziel der Erfindung . ' " ' "
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf wirtschaftliche Weise eine vollständige Verbrennung der Rohkohle zu realisieren, wobei ein Rauchgasrücksaugekanal nicht notwendig ist und die Verluste durch Unverbranntes auf eine unwesentliche Größe verringert wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß eine bekannte^ Zuteilereinrichtung einer Brennkammer die vorgebrochene Rohkohle in einer gewissen Höhe direkt aufgibt, diese im freien Pail und/oder einer anderen Plugbahn zum
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Brennkammerboden fällt .und dabei einen Vortrocknungs- und/oder Teilverbrennungs- und/oder Verbrennungsprozeß erfährt. Der Brennkammerboden gestattet durch seine Ausbil-
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dung als Prallblech das Aufschlagen der Kohleteile und besitzt eine bekannte Verteilereinrichtung, die den ankommenden Stoffstrom vom Brennkammerboden durch Kanäle fortleitet. Die Verteilereinrichtung ist erfindungsgemäß so ausgebildet, daß bei Außerbetriebnahme einer und/oder mehrerer Mühlen der Verschluß des, Kanals gewährleistet ist. Der Kanal führt die prallzerkleinerte, vorgetrocknete Kohle zusammen mit heißem Rauchgas zu einer bekannten Mühle, in der eine Zerkleinerungstrocknung erfolgt, der ein bekannter Sichter nachfolgt und eine Sichtung der gemahlenen Kohle durchführt. Die zerkleinerte und getrocknete Kohle strömt nach dem Sichter durch den Brennstaubkanal zum bekannten Brenner, der den Brennstaub mit dem Gasstrom der Brennkammer aufgibt. In der Brennkammer erfolgt die Verbrennung, Durch ein oder mehrere Kanäle werden die Mühlen, deren Zahl entsprechend den Erfordernissen gewählt wird, mit dem Brennstoffstrom , der durch die schon verbrannten und/oder ausgetragenen Teilmengen verringert ist, beaufschlagt. Durch Verbrennung vonFeinkohleanteilen und dem Vortrocknungsprozeß in der Flugbahn zum Brennkammerboden ist die Rohkohlemenge verringert, was nochmals durch die Prällzerkleinerung verstärkt wird.
Die Ausbildung der Verteilereinrichtung verhindert erfindungsgemäß: die Ablagerung von Kohle auf dem Zuführungsteil einer Mühle, die auf Grund von Erfordernissen nicht in Betrieb ist.
Der Vorteil der Erfindung liegt in der vollständigen Aufarbeitung der Verbrennungsasche, der vorhandenen Xylitrückstände sowie die Ausfüllung auch des Brennkammertrichters mit der Flamme, Weiterhin wird der Mahlaufwand durch die in der Brennkammer erfolgte Verbrennung von Feinkohlenanteilen und den Flugstaubaustrag durch das Rauchgas aus der Brennkammer verringert.
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Die' Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispie! näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt
Pig. 1: die Kohlenstaubfeuerung mit in die Brennkammer mündendem "Verbindungskanal
Die vorgebrochene Rohkohle wird durch den Zuteiler 1 der Brennkammer 2 aufgegeben. Die Rohkohle erfährt im Verlauf der Plugbahn zum Boden 3 eine Vortrocknung* Durch die Verteilereinrichtung 4, die als Prallblech das Aufschlagen der Kohle gestattet, werden die zum Boden gelangten festen Bestandteile zusammen mit dem heißen Rauchgas durch den Kanal 5 der Saugseite der Mühle 7 zugeführt. Entsprechend den Erfordernissen werden eine oder mehrere Mühlen angewendet·-Im Kanal 5 ist eine Ascheabscheidung 6 vorgesehen. Uach der Mühle 7 sichtet der Sichter 8 die gemahlenen Rohkohle- und Ascheteilchen» In der Mühle 7 erfolgt eine Zerkleinerungstrocknung der in der Brennkammer vorgetrockneten Rohkohle. Durch den Brennstaubkanal 9 wird der Brennstaub-Asche- und Rauchgasstrom dem Brenner 10 zugeführt, der den Gesamtstrom der Brennkammer 2 zur Verbrennung aufgibt.
Die Ascheabscheidung 6 dient bei stark aschehaltigen Roh- kohlen zur Verminderung des Ascheumlaufes.
Claims (4)
- Patentanspruch♦' Verfahren zur vollständigen Verbrennung von Rohkohle, gekennzeichnet dadurch, daß die Brennkammer unmittelbar zur Vortrocknung der aufbereiteten Rohkohle, die durch einen Zuteiler der.
- Brennkammer aufgegeben wird, herangezogen wird, in dem die Rohkohle vom Zuteiler durch freien Fall und/ oder einer anderen Plugbahn zum Boden fällt, dabei .der Temperatureinwirkung der Flamme ausgesetzt wird und durch eine Verteilereinrichtung, die als Prallblech das Aufschlagen der Rohkohle gestattet, eine Zuführung zu einer Mühle durch den Kanal zusammen mit dem heißen Rauchgas gewährleistet, dabei in der Mühle eine Zerkleinerungstrocknung realisiert, anschließend ein Sichter eine Sichtung durchführt und das Staub-Gas-Gemisch durch einen Brennstaubkanal einen Brenner übergibt, der der Brennkammer den Stoffstrom zur Verbrennung zuführt.2i Verfahren mach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß auch Verbrennungsrückstände und/oder Unverbranntes durch die Verteilereinrichtung zur Mühle gelangen, zerkleinert und der Brennkammer wieder zugeführt werden.
- 3* Verfahren nach Punkt T und 2, gekennzeichnet dadurch, daß .die Verteilereinrichtung bei vorhandenen mehreren Mühlen die Außerbetriebnahme einer oder mehrere Mühlen ohne Beeinträchtigung des Brennkammerbodens durch Ascheanhäufung gewährleisten.
- 4* Verfahren nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß im Kanal vom Boden zur Saugseite der Mühle eine Ascheabscheidung eingesetzt werden kann·Verfahren nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Fallhöhe zwischen Zuteiler und Boden eine Vortrocknung gestattet.Hierzu 1 Selta Zeichnungen '
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1982
- 1982-05-20 DD DD24003882A patent/DD207568A1/de not_active IP Right Cessation
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