DD207811A3 - Kationenaktive emulsion fuer strassenbauzwecke - Google Patents

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DD207811A3
DD207811A3 DD24077282A DD24077282A DD207811A3 DD 207811 A3 DD207811 A3 DD 207811A3 DD 24077282 A DD24077282 A DD 24077282A DD 24077282 A DD24077282 A DD 24077282A DD 207811 A3 DD207811 A3 DD 207811A3
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bitumen
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cation
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DD24077282A
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Dieter Brodrecht
Eberhard Doelle
Werner Goziewski
Burkhardt Keil
Johannes Kreis
Werner Lier
Gerhard Moser
Franz Mueller
Guenter Salewski
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Petrolchemisches Kombinat
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  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
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Abstract

DIE ERFINDUNG BETRIFFT EINE KATIONENAKTIVE BITUMENEMULSION FUER STRASSENBAUZWECKE AUS BITUMEN, EMULGATOREN, WASSER UND SAEUREN UND GEGEBENFALLS SAEUREN,DIE VOR ALLEM FUER DIE AUSFUEHRUNG VON BITUMINOESEN SCHLAEMMEN, OBERFLAECHENBEHANDLUNGEN ODER FLICKARBEITEN FUER STRASSEN IM GEMISCH MIT GESTEINSBAUSTOFFEN VERWENDET WIRD. DIESE BITUMENEMULSION IST GEKENNZEICHNET DURCH EINEN GEHALT VON 0,05 BIS 5 MA.-% VON SALZEN TERTIAERER ALKOXYLIERTER ALKYLAMINE, DIE ZUSAETZLICH 0,01 BIS 2 MA.-% EINES LANGKETTIGEN ALKYLAMINS MIT 8 BIS 22 KOHLENSTOFFATOMEN UND 0,01 BIS 3MA.-% EINES LANGKETTIGEN QUARTAEREN AMMONIUMSALZES ENTHALTEN KANN.

Description

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Kationenaktive Emulsion"für Straßenbauzwecke
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine kationenalrtive Bitumenemulsion für Sträßenbauzwecke aus Bitumen, Emulgatoren, Wasser und Säuren und gegebenenfalls Flussmitteln, die vor allem für die Ausführung von bituminösen Schlämmen, Oberflächenbehandlungen oder Flickarbeiten für Straßen im Gemisch mit Gesteinsbaustoffen verwendet wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen .
Kationenaktive, Bitumenemulsionen werden im Straßenbau auf Grund ihrer guten Eigenschaften in Verbindung-mit Gesteinsmat.erialien gegenüber anionenaktiven oder nichtionogenen Emulsionen bevorzugt angewendet. Die kationenaktiven Bitumenemulsionen vermögen infolge«ihrer„positiv aufgeladenen Bitumenteilchen die zumeist negativ geladenen Gesteinsmaterialien, wie Quarz, Quarzite, Porphyr u. a., vollständig zu umhüllen und an diesen durch den Ladungsunterschied fest zu haften. Dadurch können Straßendecken erhalten werden, die ,eine hohe Lebensdauer besitzen und die vor allem in geringer Dicke aufgetragen werden können.. Es gelingt somit, bituminöse Bindemittel effektiv.und sparsam einzusetzen. Weiterhin ist es möglich, kurze Abbindezeiten durch schnelles Brechen der Emulsionen zu erzielen. Dadurch können längere Sperrungen von sanierten und reparierten Straßen vermieden werden. '
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24 UV/ Z
Die Eigenschaften der kationenaktiven Bitumen emulsionen werden im wesentlichen von den verwendeten Emulgatoren bestimmt. Da im Straßenbau nur Emulsionen vom Typ Öl-in-Wasser verwendet werden-.können, sind auch nur solche Emulgatoren einsetzbar, die die- sen Emulsionstyp bilden können. Pur Straßenbauemulsionen werden fast ausnahmslos Verbindungen folgender drei Grundtypen · verwendet:
2. R-CO-NH-Ch2-CH2-CH2-NH2
3. H-CH
Es handelt sich hierbei also stets um Verbindungen mit 2 Stickstoffatomen im Molekül·. Der Rest R ist zumeist eine aliphatische Kette mit 10 bis 20 C-Atomen.
Bs sind weiterhin zahlreiche Varianten dieser drei Grundtypen bekannt,, wobei vor allem ethoxylierte Seitengruppen am Stickstoffatom die hydrophilen und emulsionsfordernden Sigenschaften verstärken. Weiterhin können Verbindungen mit mehr als 2 Stickstoffatomen die Kationenaktivität stärker hervorheben/ Die genannten Amine werden zumeist in sauren lösungen, also in Porm ihrer Salze angewendet. Technische Verfahren arbeiten dabei zumeist in salzsaurer oder essigsaurer Lösung. Zur Bildung von technisch verwertbaren Bitumenemulsionen werden 0,3 bis 3 Ma«-% Emulgator je nach gewünschter Stabilität benötigt. Die Stabilität ist für das gewünschte Anwendungsverfahren von entscheidender Bedeutung. So werden für Oberflächenbehandlungen; unstabile Emulsionen bevorzugt, die beim Berühren mit Gesteinsbaustoffen, diese sofort umhüllen und dabei,möglichst schnell brechen. Dagegen werden für bituminöse Schlämmen stabilere Typen benötigt, die nicht schon beim Mischvorgang mit Gesteinsbaustoffen zerfallen, sondern bei denen der Brechvorgang erst auf der Straßenoberfläche eintritt· Pur diese Art von stabilen Typen werden zumeist Diamine mit ethoxy-liarten Seitengruppen angewendet. Zusätzlich werden den Emulsionen noch Stabilisatoren zugesetzt oder die Gesteinsmaterialien werden mit diesen stabilisierenden Zusätzen.vor dem Mischvor-
-3- 24 U/7 L
gang mit den maisionen vorbehandelt, um so den Brechvorgang . zeitlich zu verzögern» Hierzu, werden bekannt erweise vor allem quartäre Ammoniumverbindungen, z. B. Alkyltrimethylammoniumchlorid oder alkozylierte Mono- bzw. Diamine- verwendet« Die genannten Produkte und Verfahren besitzen den ITachteil, das vor allein beim effektiven Schlämmev erfahr en stabile Emul-sionen mit einem hohen Emulgatorgehalt und zusätzlich noch kationenaktive Stabilisierungsmittel zum Vorbehandeln der Gesteinsbaustoffe benötigt werden. Die verwendeten Emulgatoren sind- außerdem nur in' Mehrstufenverfahren herzustellen und daher sehr kostenintensiv und auch nur begrenzt erhältlich. Bekannte Monoamine sind daher vielerorts ebenso erprobt worden. Dabei ist bekannt geworden, daß hierfür vorwiegend primäre, sekundäre Amine oder quartäre Ammoniumsalze bzw. Gemische dieser untereinander oder mit stabilisierenden Zusätzen ver- . wendet werden. Primäre und sekundäre. Monoamine mit genügender EmulsionsStabilität sind allerdings nur im leicht alkalischen Medium für die,Bitumenemulgierung verwendbar. Dadurch wird,die Kationenaktivität naturgemäß stark zurückgedrängt, bzw. überhaupt nicht erreicht.
Mit alkosylierten Alkylaminen, speziell mit ethoxylierten quartär Ammoniumverbindungen als Emulgatoren sind dagegen recht brauchbare kationenaktive Emulsionen mit verschiedener Qualität erzielbar. Bei Oberflächenbehandlungen können mit diesen Emulsionen gute Ergebnisse erzielt werden. Die Emulsionen sind auch für bituminöse Schlämmen einzusetzen, sie müssen jedoch 'sehr stabil eingestellt werden und besitzen dadurch lange Brech- ' zeiten. Weiterhin wird nach Einsetzen des Brechvorganges,eine gewisse'Reemulgierung durch zu geringe Haftung am Gestein beobachtet^ Oer Brechvorgang selbst ist weiterhin nicht eindeutig auf einen Zeitpunkt festzulegen,, sondern erstreckt sich über ein großes Zeitintervall, was sich-nachteilig auf den Vararbeitungsvorgang auswirkt. ·
Ziel der Erfindung '. ' v
Ziel der Erfindung ist eine Emulsion mit hoher Kationenaktivität und regelbarer Brechzeit für Straßenbauzwecke aus Bitumen, gegebenenfalls Flußmitteln und Wasser, mit der die Nachteile
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der nach dem Stand der 'Technik bekannten Emulsionen beseitigt werden-und die außerdem leicht herstellbar ist, eine hohe Lager- und TransportStabilität'und fur Oberflächennachbehandlungen, bituminöse Schlämmen und für Flickarbeiten einzusetzen ist· Die Brechzeit soll dabei zu einem gewünschten Zeitpunkt eintreten, der zeitlich nach der technologisch 'bedingten "Vermischung oder Berührung, mit Gesteinsmaterialien. eintritt. Danach soll der Brechvorgang der Emulsion jedoch sehr schnell vor sich gehen und das Gemisch soll eine schnellbenutzbare, verschleißfeste und dünne Straßenoberfläche mit hoher Lebensdauer bilden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Emulsion auf der Basis kationenaktiv.er· Öl-in-Wasser-Emulsionen für den Straßenbau aus Bitumen, Emulgatoren, Wasser und Säuren und gegebenenfalls Flußmitteln mit einer zeitlich genau regelbaren Brechzeit mit Gesteins- und Mineralbaustoffen und mit einer hohen Haftung an diesen Baustoffen zu entwickeln.'
Srfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch eine Emulsion aus Bitumen, alkoxylierten A'lky!aminen als Emulgatoren, wasser und Säuren,und gegebenenfalls .unter Zusatz von Flußmitteln, wie Benzin, Dieselölen, Verschnittmitteln, die 0,05 bis 5 Ma.-$ von Salzen tertiären alkoxylierter Alkylaaine mit der Formel , '
enthält, wobei R^.-e'in aliphatischer Eohlen^asserstoffrest mit 12 bis 22, vorzugsweise 16 bis 18 Kohlenstoffatomen, R2 und R3 ein CH^- oder CpHc-Radikal oder ein H-Atοω, A~ ein Anion, vorzugsweiseHSO."", Cl" oder CHoGOO"" und 2: + 7 =, 10, vorzugsweise 2 bis 6, sind. -
R, O) χ ' ]
\ 2 0)
-CH- H ι.
-CH- 1 H
Die Emulsion kann nach, einem v/eiteren Merkmal der Erfindung zusätzlich 0,01 bis 2 Ma.-% eines langkettigen Alkylamina, vorzugsweise eines gesättigten oder ungesättigten primären und bzw. oder sekundären Pettamins mit S bis 22, vorzugsweise· , 12. bis 18 Kohlenstoffatomen und bzw. oder 0,01 bis 3 Ma.-% eines langkettigen quartären Ammoniinnsalzes enthalten. Das quartäre Ammoniumsalz kann auch ethoxylierte Gruppen enthalten. ·
Es wurde überraschend gefunden, daß es bei der Verwendung der vorgeschlagenen kationenaktiven Salze alkoxylierte Alkylamine in der erfindungsgemäßen Kombination möglich wird, die Brechzeiten der Emulsionen entsprechend ihres. Verwendungszweckes durch Veränderung des Gehaltes an Emulgator bzw. durch Variieren der Anionen im Salz selbst oder auch" bei Kombination des Emulgators mit anderen Zusatzstoffen beliebig einstellen zu können. · .
Geringe Mengen an Emulgatorzusatz von 0,05 bis etwa 0,3 Ma.-% bezogen auf die Gesamt emulsion führen zu unstabilen Bitumen- " emulsionen mit sehr kurzen Brechzeiten von 10 bis 30 s. Dabei steigt die Stabilität vom Hydrogensulfat salz über das Hydrochloridsalz zum Acetat salz hin an. Der Brechvorgang ist nach sehr kurzer Zeit abgeschlossen. Derartige Emulsionen sind besond.ers für Oberflächennachbehandlungen-bei kühler Witterung geeignet . Höhere Zugaben von 0,3 bis 1,0 Ma.-% des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Emulgators führt zu halbstabilen Emulsionen mit Brechzeit.en von 30 s bis zu 180 s. Dabei ist überraschend, daß bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine hohe Stabilität der Emulsion gegenüber dem Gesamtmaterial auftritt, die sehr plötzlich bei einem bestimmten Zeitpunkt abgebaut wird, d. h., der Brechprozeß setzt dann spontan ein. Diese Eigenschaft ist besonders günstig für bituminöse Schlämmeverfahren, bei. denen während des Mischvorganges eine hohe Stabilität der Emulsion gegenüber dem Gesteinsmaterial vorhanden sein muß. Die' technologisch bedingten Taktzeiten der allgemein verfügbaren Schlämmegeräte betragen dabei'30 bis 150 s. Während dieser Zeit muß das Gemisch also stabil und dünnflüssig bleiben. Nach dem Auftreffen auf die zu sanierende Straße soll möglichst der Zerfall eintreten. Dieser Vorgang, tritt beiden genannten Emulgatormengen ein und ist am stärksten
4077 2 2
beim Acetatsalz ausgeprägt. , ' - .
Smulgatoreinsätze von über 1 bis zu 5/Ma.-% führen mit steigendem Gehalt zu immer stabileren Produkten,,deren Brechprozeß beim Mischen mit Gesteinsbaustoffen immer mehr verzögert wird. Dabei kann es zu Gemischen kommen, die überhaupt nicht mehr brechen, sondern erst durch Austrocknen abbinden. Die darüber hinaus erfindungsgemäß vorgeschlagenen Emulgatorzusätze können die Qualitäten d.er Endprodukte weiterhin in den jeweils gewünschten Eigenschaften beeinflussen. Zusätze von 0,01 bis 2 Ma.-%, bevorzugt 0,1 bis 0s5 Ma.~%, von langkettigen Alkylaminen, besonders von Pettaminen mit 12 bia 18 Kohlenstoffatomen, führen zur Verstärkung des spontanen Zerfalls. Die Kationenaktivität beider Aminderivate kann sich dabei überraschenderweise bei ganz bestimmten Mengenverhältnissen
·. . » addieren. Durch den Zusatz der Monofett amine' kann weiterhin die'Viskosität stark beeinflußt werden. Steigende Zugaben führen zu steigender Viskosität. Pur viele Anwendungszwecke, besonders bei Oberflächenbehandlungen, kann diese Eigenschaft ausgenutzt werden, da hochviskose Produkte bei Steigungen und Gefällen der Straßen nicht wegfließen. - , Weitere"erfindungsgemäße Zusätze an quartären Ammoniumsalzen, besonders von- solchen Verbindungen, die eine lange Alky!kette, eine oder 2 ethoxylierte Seitenketten und 1 oder 2 Methylgruppen am Stickstoffatom besitzen, wirken sich weiter stabilisierend auf die Emulsionen aus. Besonders der Emulgiervorgang selbst wird durch diese Verbindungen sehr erleichtert. Es können auch bei relativ langsamlaufenden.Emulgierapparaturen Emulsionen mit niedrigerer Teilchengröße- erzielt-werden. Die Verbindungen setzen die Viskosität herab und ermöglichen somit die Bildung hochkonzentrierter Emulsionen mit Bit unieng ehalt en bis zu 75 Weiterhin kann durch die quartären Ammoniumsalze die Lager- und TransportStabilität wesentlich erhöht werden. Die Brech- und Zerfallzeitejn an Gesteinsoberflächen werden dabei verlängert. Die Zerfallzeiten lassen sich neben ,der Bestimmung des Brechvorganges "durch Mischen mit dem einzusetzenden Gesteinsmaterial auch absolut durch Elektrophorese ermitteln. Hierbei wird vorteilhaft die Methode nach Albers (beschrieben in Bitumen, Teere,. Asphalte, Peche 11 (1960) 1,9) la. abgewandelter Form eingesetzt. Die zu bestimmende Emulsion wird in ein
als Kathode wirkendes Metallgefäß gefüllt« In die Mitte des Gefäßes wird eine Platinanode gehängt. Ss wird eine Gleichspannung von 10 "bis 12 V angelegt. Die kationenaktiven Bitumenteilchen wandern zur Gefäßkathode, entladen sich und bilden langsam eine immer undurchlässiger werdende Bitumenschicht. Dieser Vorgang kann mittels Amperemeter direkt ermittelt werden. Die Stromstärken werden gegen die Elektrophoresezeit in ein Diagramm' eingetragen, bilden dabei mehr oder minder stark abfallende Kurven, die bei bestimmten Zeitpunkten einen Wendepunkt besitzen. Die.Wendepunkta lassen sich sehr gut ermitteln, wenn die Differenzen der Stromstärken von einer Meßzeit bis zur nächsten gegen die Meßzeit aufgetragen werden. Diese, annähernde Differentialkurve besitzt somit am Wendepunkt .der Stromstärkekurve . ein- Maximum. Dieser Punkt kann als der Zeitpunkt des .Zerfalls der Emulsion angesehen werden, da an diesem Punkt der Stromstärkeabfall am schnellsten vor sich"geht, d. h. es wird am schnellsten Bitumen abgeschieden. Nach'Überschreiten" dieses Zeitpunktes scheidet sich kaum noch Bitumen ab, der Brechvorgang ist beendet und der Stromfluß geht auf nahezu 0 zurück. In den Diagrammen,2 bis 4 "wird das an einigen Beispielen dargestellt· Aus den Kurven des Diagramms 2 ist aber auch ersichtlich, daß es unter den Diff erentialkurve η dJ=fifc)solche gibt, bei denen das Maximum des Stromstärkeabfalls stark hervortritt und nur einen engen Zeitraum, erfaßt. Diese Emulsionen haben einen, · genauen Brechzeitpunkt. Bei anderen Kurven ist das Maximum der Kurve sehr breit und über einen großen Zeitraum ausgedehnt. Diese Emulsionen haben die Eigenschaft, nur langsam zu brechen. Die Brechzeit tritt aber nicht an einem bestimmten-Punkt- ein, sondern der Brechvorgang verteilt sich auf eine größere Zeitspanne und ist erst nach sehr langer Zeit ganz abgeschlossen.
Erfindungsgemäß sind solche Emulsionen bevorzugt zu entwickeln gewesen, bei denen die Differentialkurven ein möglichst spitz ausgeprägtes Maximum besitzen, die also an einem genau defl-, niertem Zeitpunkt brechen. Im Diagramm 1 ist solch ein Bei-, spiel in Form der Kurven 1-fCt)und^}=ffi)zu ersehen.· Bei der er- , findungsgemäßen Emulsion soll es aber auch möglich sein, dieses Maximum bei gleichbleibender Schärfe zeitlieh.zu verschieben, ,um Möglichkeiten für verschiedene Anwendungsfälle zu
: -8- j ι, 0 7 7 2 2 '
. 4L *-g KJ ? I 4L &*
schaffen. -
Im. Diagramm 3 sind in den Kurven 4 bis 6 die Brecheigenschaften dreier ,Emulsionen mit gleicher Maximumschärfe aufgezeigt, bei denen aber das Maximum der Brechgeschwindigkeit zu verschiedenen Zeiten eintritt. Das ist überraschenderweise durch Einsatz von tertiären.Salzen'alkoxylierter Alky!amine der erfindungsgemäßen Zusammensetzung gelungen, obwohl es bisher nicht bekannt war, daß schwach basisch wirkende tertiäre Amine allein als Emulgatoren für Bitumenemulsionen vom Typ Öl-in-Wasser einsetzbar sind.
tau ·
*.usführungsbeispiele . ' .
. Es werden drei bekannte kationenaktive Bitumenemulsionen aus jeweils 63 Ma.-% Bitumen B 200 durch Emulgieren in einer Lösung aus jeweils 0,5 Ma.-% eines bekannten kationenaktiven. Emulgators, konzentrierter Salzsäure und Wasser in bekannter Weise hergestellt.' Dabei wird soviel Salzsäure angewendet, daß der pH-Wert 1,8 bis 2,2 .erreicht wird. Die Wassermenge errechnet sich aus der Differenz zu 100 %* Emulsion 1 enthält ein Diamin mit der Formel .
H-UH- (CH2)3 - NH2 mit R = G 12 bis C 20 Emulsion 2 enthält ein Diamin des Typs
- CH2 -
R-NH- (GH2)3 - N
mif R = C 12 bis C 20 und χ + y = 10
-0)y H
Emulsion 3 enthält eine quartäre Ammoniumverbindung des Typs
-CH9- O)
CH3SO4"
"R - H % OH3
mit R = C 12 bis C 20 und χ + y = 10
Die Elektrophoreseergebnisse sind im Diagramm 2 enthalten·
2..Es werden drei erfindungsgemäß beschriebene. Bitumenemulsionen ' aus 63 % Bitumen B 200 oder aus einem Gemisch aus B 90 und Testbenzin im Verhältnis 9- : 1 durch-Emulgieren in einer Lösung aus" 0,5 Ma.-% von Salzen tertiärer ethoxylierter Alkylamine, 0,5 % konzentrierter Salzsäure und 36 Ma.-% Wasser hergestellt. .
2.a AUG. 19 32*0-30-099
240 7 7 2 2
Die „Salsβ-der tertiären alkoxylierten Alkylamine haben folgende Zusammensetzong:
bei Emulsion 4 - · >,
6H33 - * , H'
(CH2 -.CHp - O)3 H 2
(CH2 -
uiio — O)0 E,
Cm "
HSO,
bei Emulsion 5 r
CH-
- CH - Ό)
Ί8η37
I S(CHO - CH - 0). E ά ι ' CH0
H H
Cl"
bei Emulsion 6
(Ci I0 - CH0 - O)1 H -t- CH3COO
C18H37 - T "'(σι ά C. I2 -.CH2 -O)2 H
» · H
Die Ergebnisse der Elektrophorese sind im Diagramm 3 verdeutlicht. Alle drei Emulsionen zeigen einen spontanen Zer-• fall, der-sich nur durch die Verschiebung der Zerfallzeit unterscheidet.
3» Es werden 4 erfindungsgemaß beschriebene Bitumenemulsionen aus 63 Ma·-^ Bitumen"B 200 durch Emulgieren in einer Lösung . aus Emulgator und konzentrierter Salzsäure in Wasser hergestellt». Dabei,enthalten Emulsion 7 Ί,5 Ma.-% eines Salzes eines tertiären ethoxylierten Alkylamins 'gemäß 'Beispiel 2, Hr. 4 und 0,6 Ma.-% Salzsäure.
Emulsion 8 1 Ma.-% einer Verbindung gemäß Beispiel 2,
'. Ur. 5, 0,2 Ma. -% eines langkett igen Monofett -
. amins mit 14 bis 20 C-Atomen und 0,7 Ma,-%
' - Salzsäure .
.•Emulsion 9
- 11 - / &i U . ϊ
1 Ma.-% einer Verbindung gemäß Beispiel 2, Hr. '6, 0,5 Ma«-% eines quartär en Ammoniumsalzes 'mit einer langen Kohl enwas sei1 st off kette,
2 ethoxylierten Ketten und einer kurzen Kette oder einer CH,-Gruppe und 0,6 Ma.-% Salzsäure
Emulsion 10
1 Ma.-% einer Verbindung gemäß Beispiel 2, Hr. 4, 0,2 Ma.-% einesMangkettigen Monofettamins, 0,2 Ma.-% eines quartären Ammoniumsalzes gemai3 Beispiel 3, Nr. 9 und 0,7 Ma.-% Salzsäure
Die Menge an Wasser errechnet sich aus der Differenz zu 100 %. Die Ergebnisse der Elektrophorese sind--im Diagramm 4 verdeutlicht. Daraus ist zu erkennen, daß je nach Wunsch unterschiedliche Brechzeiten und Zerfallsintervalle erhalten werden können.

Claims (3)

Srfindungsanapruch
1. Kationenaktive Emulsion für Straßenbauzvsecke aus. Bitumen, alkoxylierten Alky!aminen als Emulgatoren, Wasser und Säuren und gegebenenfalls Plusmitteln, .gekennzeichnet durch einen Gehalt an 0,05 bis 5 Ma.-% von Salzen tertiärer alkosylierter Alky!amine mit der formel
- CH - Ö) ' H
H (CHp - GH - 0)_. H
R- ein aliphatischer Sohlen??asserstoffrest mit 12 bis 22, vorzugsweise 16 bis 18 Kohlenstoffatomen, Rp und ein CH-- oder C^H^-Radikal oder ein Η-Atom, A~ ein Anion vorzugsweise HSO,, Gl" oder GHoCQO"" und % + y -= 10, vorzugsweise 2 bis G, sind.
2. Emulsion nach-Punkt 1, gekennzeichnet d u: r ch einen Zusatz an 0,01 bis 2 Ma.-%. eines langkettigen Alkylamins, -voraagsweiae eines gesättigten oder ungesättigten primären und bzis. oder sekundären Pettamins, mit 8 bis 22, vorzugsweise mit 12 bis- 18 Kohlenstoffatomen..
3· Snulsion nach. Punkt 1 und.2, g e k e η η s e i c h η e t
durch einen Zusatz an 0,01 bis 3 Ma.-% eines langket- tigen quartären Ammoniumsalaes. '
Hierzu.
Zeidhnungen
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