DD207839B1 - Obsterntemaschine - Google Patents
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Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Obsterntemaschine, die aus der Bewegung heraus arbeitet und vorzugsweise als Anhängemaschine ausgeführt ist, ist zur Ernte von Baumobst in Niederstammpflanzungen geeignet.
Obsterntemaschinen sind vor allem in Zweimaschinenausführung und Portalbauweise bekannt, wobei letztere selbstfahrend sind wie z.B. in der US-PS 3,601,965 oder mit einem Traktor verbunden sind: US-PS 3,715,876; DE-OS 2303187 und 2738669. Diese Maschinen stützen sich beidseitig der zu erntenden Obsthecke auf Räder ab. Sie sind für die Ernte von Strauchbeerenobst und Wein vorgesehen und für die Ernte von Baumobst nicht gut geeignet. Nachteilig sind hierbei außerdem die unzureichende Queranpassung und die schlechte Manövrierfähigkeit.
In der FR-PS 7221141 (DD-AP 105108) ist eine traktorgezogene Maschine enthalten, die Ausleger über die zwei benachbarten Weinhecken trägt, an denen zur Queranpassung drehbare Schwingbügel mit an Hebeln befindlichen Kerbscheiben zum Auffangen der Früchte befestigt sind. Die Kerbscheiben befinden sich beidseitig der Weinhecke. Ein spezielles Übertragungssystem über die zu erntende Reihe gewährleistet, daß wenn eine Kerbscheibe nach einer Seite ausgelenkt wird, die auf der anderen Seite des Weinstockes befindliche im gleichen Sinne bewegt wird und so der freie Abschnitt zum Durchlaß der Weinstöcke unverändert bleibt. Diese Einrichtung besitzt die Nachteile, daß sie technisch sehr aufwendig ist und ebenfalls eine schlechte Manövrierfähigkeit hat. Für die Ernte von Baumobst ist diese Maschine ungeeignet.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine kostengünstige Erntemaschine für Baumobst in Einmaschinenausführung bei minimalem technischen Aufwand zum Übergrätschen der Baumobsthecke zu schaffen, die eine gute Manövrierfähigkeit ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, geeignete Übergrätschelemente zu schaffen, die die erforderlichen Einrichtungen zum Auffangen und zur Leitung der Früchte auf die andere Baumseite aufnehmen können.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß ander Erntemaschine mehrere über die Baumkrone greifende Auffangschirme angeordnet sind.
Jeder dieser Auffangschirme ist um eine über der Baumkrone befindliche Schwenkachse schwenkbar. Sie bestehen aus gelenkig verbundenen Leichtbaurahmen und Auffangflächen.
Ausführungsbeispiel
Fig. 1: Draufsicht auf eine Obsterntemaschine Fig. 2: Schnitt nach Fig. 1
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Obsterntemaschine als traktorgezogene Aufsattelmaschine ausgeführt. Das hydraulisch bewegbare Zugpendel 2, das auch eine Drehbewegung gegenüber dem Traktor zuläßt, gestattet ein manuelles oder automatisches Korrigieren der Fahrtrichtung. Zum Lösen der Früchte von den Zweigen wird eine bekannt kontinuierliche Stammrütteleinrichtung 3 im Rahmenpunkt 4 aufgenommen. Als Auffangelemente dient rüttlerseitig ein querbewegbarer Auffangförderer 5, wie er in der DD-PS 143196 beschrieben ist.
Dieser ist in den Gestellpunkten 6,6' aufgenommen und wird federnd an die Baumstämme 7,7' bewegt. Auf der anderen Baumseite befinden sich mehrere, beispielsweise drei, hintereinander angeordnete, die Bäume übergreifende Auffangschirme 8,8', 8,8". Diese sind um die über der Baumkrone befindliche Schwenkachse 9 schwenkbar (Fig.2), bestehen jeweils aus gelenkig verbundenen Leichtbaurahmen 10 und Auffangflächen 11 und drücken in Arbeitsstellung die
Leitschienen 12 mit einstellbarer Kraft an die Baumstämme 7, T bzw. an den gegenüberliegenden Auffangförderer 5. Durch das beidseitige Andrücken der Auffangeinrichtungen wird erreicht, daß Abweichungen der Bäume von der Reihenmitte'sowie Fahrungenauigkeiten optimal ausgeglichen werden und die Auffangverluste minimal sind. Der geringe Spalt, der durch den Stammdurchmesser der Bäume gegeben ist, wird dabei durch elastische Abdichtungen 13,13' abgedeckt. Die Auffangflächen der Auffangschirme sind so schräg zur Maschinenmitte geneigt, daß die Früchte sicher zur anderen Seite auf den Auffangförderer 5 rollen. Dieser fördert den Gutstrom, indem er am Maschinenende ansteigt, auf einen Querförderer 14, der entweder die Früchte oder die benachbarte Baumreihe auf ein parallel fahrendes Transportfahrzeug fördert oder in einer anderen Ausführung die Früchte in Transportbehälter auf der Erntemaschine ablegt. In Fig. 2 sind die Auffangschirme 8,8', 8" außer in Arbeitsstellung in der Wendestellung 15 und Transportstellung 16 dargestellt. Bei letzterer wird jeder Leichtbaurahmen 10 mit der dazugehörigen Auffangfläche 11 scharnierartig aneinander gelegt und arretiert. Ebenso wird der Auffangförderer 5 und Querförderer 14 zur Verringerung der Breite während des Transportes zur Maschine hin geschwenkt. Um die einseitige Belastung der Maschine teilweise zu kompensieren, sind in Fig. 1 beispielsweise federnd ausschwenkbare Stützräder 17,17' angeordnet.
Die Erntemaschine ist mit hydraulisch einzeln bewegbaren Halbachsen 18,18'ausgerüstet, welche die Räder 19 halten. Ein Bodentaster 20 (Fig. 2) steuert während der Arbeit über elektrohydraulische Stelleinheiten die baumseitige Halbachse 18 und gewährleistet somit eine minimale Bodenfreiheit der Erntebaugruppen.
Claims (2)
1. Erntemaschine für Baumobst, die für das Arbeiten aus der Bewegung heraus einen kontinuierlich arbeitenden Stammrüttler und querbeweglichen Auffangförderer trägt und die Früchte nach dem Ernten über die benachbarte Reihe oder in Transportbehälter auf der Erntemaschine abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß diese mehrere über die Baumkrone greifende Auffangschirme (8,8', 8") trägt.
2. Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Auffangschirm (8) um eine über der Baumkrone befindliche Schwenkachse schwenkbar ist, aus gelenkig verbundenen Leichtbaurahmen (10) und einer Auffangfläche (11) besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23809182A DD207839B1 (de) | 1982-03-12 | 1982-03-12 | Obsterntemaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23809182A DD207839B1 (de) | 1982-03-12 | 1982-03-12 | Obsterntemaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD207839A1 DD207839A1 (de) | 1984-03-21 |
| DD207839B1 true DD207839B1 (de) | 1990-11-21 |
Family
ID=5537217
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD23809182A DD207839B1 (de) | 1982-03-12 | 1982-03-12 | Obsterntemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD207839B1 (de) |
-
1982
- 1982-03-12 DD DD23809182A patent/DD207839B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD207839A1 (de) | 1984-03-21 |
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