DD208139A1 - Abproduktenfreie loesung fuer eine biologische abwasseraufbereitungsstufe - Google Patents

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DD208139A1
DD208139A1 DD81235316A DD23531681A DD208139A1 DD 208139 A1 DD208139 A1 DD 208139A1 DD 81235316 A DD81235316 A DD 81235316A DD 23531681 A DD23531681 A DD 23531681A DD 208139 A1 DD208139 A1 DD 208139A1
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Manfred Bohn
Wolfgang Michel
Lothar Moerl
Hans-Joachim Kuenne
Lothar Krell
Joerg Kliefoth
Original Assignee
Manfred Bohn
Wolfgang Michel
Lothar Moerl
Kuenne Hans Joachim
Lothar Krell
Joerg Kliefoth
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine abproduktenfreie Loesung fuer eine biologische Abwasseraufbereitungsstufe einer Pyrolyseanlage. Das Ziel der Erfindung ist es, mit einer minimalen Anzahl von Verfahrensstufen die Entstehung von zu deponierenden Abprodukten aus der biologischen Abwasseraufbereitungsstufe zu unterbinden. Geloest wird diese Aufgabe durch die Bildung eines stoffwirtschaftlichen Kreislaufes, ueber den das Abprodukt, als granuliergetrockneter Schlamm, in den Primaerprozess zurueckgefuehrt wird.

Description

a) Titel der Erfindung:
Abproduktenfreie Lösung für eine biologische Abwasseraufbereitungsstufe
b) Anwendungsgebiet der Erfindung:
Üie Erfindung: betrifft die Einbeziehung des Unweitschutzes in die Gestaltung des Produktionsprozesses, durch die Einführung eines abproduktenfreien Systems der KlärachlaKnwerwertung aus einer biologischen Abwasseraufbereitungsstufe in Steinkohlenkokereien und ähnlichen Prozessen·
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Pur die Behandlung des bei der Reinigung von Abwässern anfallenden Überschusses an biologischer?. Klärschlamm sind unterschiedliche Verfahrensprinzipien bekannt.
Allen gemeinsam ist das Bestreben das Schlamrr-volumen zu vermindern, u:.i ein deponier- oder verkaufsfähiges Produkt zu erhalten. Die bekannt gewordenen charakteristischen Losungen lassen sich durch die Anzahl ,20 und die Art der Verfahrensstufen unterscheiden. Typische Verfahren für die Entwässerung eines biologischen Schlammes aus industriellen Abwaoseranlagen, setzen sich aus den folgenden Verfahrensstufen zusammen :
-2. Z353 16 2 !
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1. Eindickung durch Schwerkraftabtrennung des nicht gebundenen Wasseranteils.
2. Konditionierung durch Verringerung der spezifischen Oberfläche des Schlammes mit Hilfe organischer und anorganischer Flockungs- und Fällungsmittel, mit dem Ziel der Verminderung des Wasserbind e Vermögens .
Weiterhin bekannt ist eine thermische Konditionierung, bei der die Sch laaimsu a pension auf 200 - 300° G erhitzt wird und dabei koaguliert.
3. Mechanische Entwässerung im künstlichen Kraftfeld · durch Abtrennung des in der Konditionierungsstufe freigesetzten Wassers und eines Teils des Kapillarwassers.
Anwendung finden Zentrifugation und (oder) Piltratian (Vakum-, Druckfiltration).
Dabei sind sowohl die Entwässerung als letzte Verfahrensstufe vor der Deponie, als auch eine an die Entwässerung anschließende Verbrennung mit Deponierung der Asche oder eine Trocknung vor dem Verkauf bekannt.
Das Ziel dieses typischen Verfahrensaufbaus ist es, das Deponievolumen mit möglichst geringem Aufwand zu verkleinern. Es muß davon ausgegangen werden, daß auf die Behandlung der Schlämme dabei 30 bis 50 C,O der gesamten Aufwendungen für die Reinigung eines Abwassers entfallen. Kosten-bestimmend sind die von der Anlagenkapazität und dem Verfahrensaufbau beeinflußten Betriebs-, Personal-, Deponie- sowie Investitionskosten. Aufgrund des komplizierten Aufbaus dieser Verfahren ist eine Kostenminimierung schwierig.
Weiterhin sind Verfahren bekannt, bei denen in Kokereien der eingedickte biologische Klärschlamm ohne weitere Entwässerung dem Einsatzgut des Pyrolyseprozesses zugesetzt wird. Diese Verfahrensweise
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führt zwar au einer abproduktenfreien aber bes. des energetischen Wirkungsgrades des Pyrolyaeproaessea ungünstigen Lösung.
Es sind Verfahren bekannt, in den der eingedickte, ü5 mechanisch entwässerte Belebtschlamm in Sprühtrocknen, getrocknet und zu sogenannten Biorr.ehl, als Verkaufs produkt, aufbereitet wird. Diese Verfahrensweise findet auf Schlämme mit einem hohen Anteil von
B-Vitaminen, der an der Untergrenze der für Hefen bekannten Zahl liegt, Anwendung.
Ebenfalls bekannt sind Anwendungen von Naßschlämmen bei der Bodenbehandlung im Kahmeη von Rekultivierungen, Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung ist das Vorhandensein der Schlamaienge entsprechender Hekultivierungsflächen oder anderer geeigneter landwirtschaftlicher Nutzflächen in geringer Entfernung von der Abwasseranlage.
Lohmann, J.
über die Wirtschaftlichkeit verschiedener Verfahren zur Entwässerung von biologischem Klärschlamm Cbem-Ing-Techn., 4j3 (1974) 20, S. 852 - 856
Thomas, G.
Entwässerung von Klärschlamm
Chem.-Ing.-Techn., 46 (1974) 11, S. 471 - 476
Hammann, G·
Umbau und Erweiterung der Abwasseranlage.
der Schell - Raffinerei Godorf
Erdöl und Kohle, 3£ (1979) 6, S. 284 - 286
Janowskaja, N»G. u.a.
Ekonomika iapol'zovanija atcbodov chimic'eskich cechov koksochimiXeskoj proys'lennosti (Ökonomik der Verwertung der Abgänge aus der Ne be.η-
produktenanlagen der Koksindustrie)
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- 4 Koks i chiaiija, Moskva (1975) 11, S. 55 - 57
Aurich, II.
B-Viΐamine im Schlamm«acaer und Belebtschlamm bei biologischer Reinigung
05- Wasserwirtschaft - Wassertechnik, Berlin I-O (1960) 7, 3. 293 - 295
d) Siel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einer abproduktenfreien Lösung für eine biologische Abwasseraufbereitungsstufe rr.it einfachem Verfahrensauf bau.
Durch die Bildung eines stoffwirtschaftlichen Kreislaufes und gleichzeitiger nutzung von Anfallenergie aus der Pyrolyse, für die Schlammtrocknung, sind die Betriebs-, Personal-, Deponie- sowie Investitionskosten gegenüber den bekannten Verfahren erheblich herabgesetzt.
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Durch die Erfindung wird die technische Aufgabe der Schaffung eines abproduktenfreien Verfahrenssystems für die Behandlung von biologischen: Klärschlamm gelöst.
Erfindungsgemäß wird der Verfahrensaufbau gegenüber bekannten Lösungen stark vereinfacht. Dabei wird der Einsatz von Kondition!erungsmitteln, mechanischer
.25 Entwässerung und die Notwendigkeit einer Deponie vermieden. Der Energiebedarf für die thermische Entwässerung wird im Gegensatz zu den bekannten Verfahrenslösungen durch die Nutzung von Anfallenergie gedeckt. Die Betriebskosten werden gegenüber den bereits be~ kannten Verfahren dadurch erheblich gesenkt.
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Die Ökonomie des Reinigungsverfahrens wird verbessert und Probleme der Abproduktenbeseitigung vermieden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der im Eindicker vom nichtgebundenen Wasser abgetrennte biologische Schlamm, mit 2 bis 5 ; > Feststoff anteil, in einer zweiten Verfabrensstufo mittels eines Wirbelschichtgranuliertrockners entwässert wird.
Als Granulationskeim ist, im Pail der Anwendung in einer Steinkoblenkokerei, Steinkohle definierter KornklasGe ein2:u3etzen. Andere geeignete Granulationskeime sind möglich.
was entstehende Granulat wird im ?all einer Kokereianlage mit der Besatzkohle in den Pyrolyseprozeß zurückgeführt. Damit wird eine abproduktenfreie, durch wasserarmes Granulat für die Pyrolyse energetisch günstige, Lösung realisiert.
Als Wärmequelle für den Trocknungsprozeß dient Abga3 mit Temperaturen von ca. 200° G.
Zur Vermeidung stärkerer Korrosionserscheinungen ist über die gesamte Trocknungsanlage, unter Beachtung der Abgaszusammensetzung, die Unterschreitung des Wasser- und Säurepunktes auszuschließen. Das wird durch einen möglichst kurzen Weg zwischen dem Abgasstrom und der Trocknungsanlage erreicht.
Es sind die folgenden. Energie- und Stoffströmo zu beachten.
1. Abgas als Energieträger
2. Bioschlamm
3. Klassierte Steinkohle als Granulationskeime 4. Granulat
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Alle Stoff ströme werden in Rohrleitungen, die 3-toffstrcirdo 1., 3. und 4· pneumatisch, Position 2. hydraulisch, gefordert·
f) Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an eine:.; Ausführungsbeispiel für eine Kokereianlage erläutert vjorden.
Die augehürige Zeichnunr; zeigt ein technologisches Schema mit den Bezugszeichen·
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Eingedickter biologischer Klärschlamm, 110 kg/h, mit 2 - 5 /i Peststoffanteil, vom Eindicker der Abwasseranlage
Schlammpumpe (Dosierpumpe) 3 ',/irbelscbichtgranuliertrockner
Granulationskeime, Peinsteinkoble :r.it einem Korndurchme3ser von ca. 4 mm und Keimeintrar;
Produktr.ranulat-, ca. 5 kg/h, mit Zuführung zur Besatzkohlenmischung für die Pyrolyse
6 Gasdurchsatz durch den klassierenden Abzug, 502 kr,/h
Gesamt^rasdurchsata (Unterfeuei"ungaab£as aus der Pyrolyse), 2 376 kg/h, 200° C
Heißgasgebläse
9 Zyklon - Staubabscheider
Jibgasr,ebläse
Ab::as su:.: Kamin
δ -
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Der eingedickte biologischeKlärschlamm 1 wird aura Virbelschichtgranuliertrockner 3 befördert.
Eine stabile Wirbelschicht· wird über eines entsprechend ausgewählten Anströmboden durch den Sumrnengas strom 6 plus 7 sowie die Granulationskeioie gebildet.
Die Uullfüllung mit Steinkohlenkeime 4 erfolgt über einen 3infülltricher mit Zellenradschleuse.
Auf die. in der -./irbelzone verteilten Keime wird der Schlamm :;.it einer Dosierpumpe 2 über eine Dinstoffdüse verdüot.
•Mit dem Gasstrom mitgerissener Staubanteil wird im Zyklon 9 abgeschieden und zum Vermeiden des Leerfahrens der V/irbelschicht über eine Proöuktionsrückführung in die Wirbelkammer zurückgeführt,
Haben die in der V/irbelschicht vorhandenen Granulate eine bestimmte Große erreicht, verlassen sie als 5 den V/irbelschichttrockner überden klassierenden Abzug und eine Zellradschleuse. Das Granulat wird der Pyrolyse Liber die Einsatzkohlemischung· zugeführt.
LIit dem Abgasgebläse 10 wird das Abgas 11 vom Zyklon abgesaugt und dem Kamin für die Unterfeuerungsanlage der Koksofenbatterienzugeführt,
Durch Isolierung und kurze Leitungslängen werden Taupunktsunterschreitungen im Abgas vermieden.

Claims (1)

  1. Srf indun,crsansoruch:
    Abproduktenfreie Lösung für eine biologische Abwasseraufbereitungsstufe gekennzeichnet dadurch, daß der eingedickte biologische Jberschußscblanua (1) in einem Wirbelschichtgranuliertrockner (3) ir.it Unterfeuerungsabgase (7) getrocknet wird und das Produkt (5) in den Pyrolyseprozeß zurückgeführt wird·
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
DD81235316A 1981-12-02 1981-12-02 Abproduktenfreie loesung fuer eine biologische abwasseraufbereitungsstufe DD208139A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001079123A1 (de) * 2000-04-19 2001-10-25 Daub, Roman Konditionierungsverfahren biogener feststoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2001079123A1 (de) * 2000-04-19 2001-10-25 Daub, Roman Konditionierungsverfahren biogener feststoffe

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