DD208144A1 - Verfahren zur herstellung von pressgranulaten - Google Patents

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DD208144A1
DD208144A1 DD23624081A DD23624081A DD208144A1 DD 208144 A1 DD208144 A1 DD 208144A1 DD 23624081 A DD23624081 A DD 23624081A DD 23624081 A DD23624081 A DD 23624081A DD 208144 A1 DD208144 A1 DD 208144A1
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DD23624081A
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Georg Guenther
Gerhard Stammen
Gerhard Nowak
Klaus Will
Klaus Kahle
Wolfgang Tittel
Adolf Ruehrich
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Georg Guenther
Gerhard Stammen
Nowak Gerhard Ing
Klaus Will
Klaus Kahle
Wolfgang Tittel
Adolf Ruehrich
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entaminierung von flotativ gewonnenen Kaliduengesalzen zur Weiterverarbeitung durch Pressgranulation. Die Erfindung hat das Ziel und die technische Aufgabe, durch geeignete Verfahrensschritte ein fuer die Pressgranulierung geeignetes Flotationsprodukt zu gewinnen, indem die anhaftende Aminmenge derart reduziert wird, dass ohne erhoehten energetischen Aufwand eine Pressgranulation moeglich ist. Es wurde gefunden, dass durch die Kopplung einer alkalischen Vorbehandlung mit einer nachgeschalteten Zugabe von Oxidationsmitteln bei Salztemperaturen von 120 bis 150 Grad C eine vollstaendige Entaminierung erreicht wird. Die Erfindung betrifft die Weiterbehandlung durch Pressgranulation von durch Flotation gewonnenenKaliduengesalzen.

Description

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a) Titel der Erfindung
7erfahren zur Herstellung von Preßgranulaten
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren zur teilweisen oder auch vollständigen Entaminierung von flotativ gewonnenen Kalidüngesalzen, die in einer nachgeschalteten technologischen Verfahrensstufe zu Preßgranulaten verarbeitet werden sollen· Die Entaminierung ist notwendig, um das Granulatausbringen, die Abriebfestigkeit sowie das Staubverhalten den geforderten Parametern anzupassen·
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Plotativ gewonnene Kalidüngemittel haben auf der Salzoberfläche an bevorzugten Zentren vorwiegend primäre aliphatische Amine adsorbiert, die nach Durchlaufen der technologischen Verarbeitungskette am mechanisch vorentwässerten Naßsalz anhaften und in der anschließenden Trocknung bei üblichen Trocknungstemperaturen nur unbefriedigend abgedunstet/abgereistet werden, so daß erst durch geeignete zusätzliche Ve.rfahrensscbritte ©ine teilweise/vollständige Entfernung der Amine angestrebt werden muß.
' Dies geschieht bekanntermaßen wie folgt : Die erste Variante betrifft eine einstufige heiße IPahrweise, wobei das zu entaminierende Produkt auf Salztemperaturen von 180 bis 25o°C aufgeheizt wird. Diese Variante hat den Nachteil, daß neben hohen energetischen Verlusten auch der Durchsatz stark reduziert werden muß, wodurch die
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Betriebskosten deutlich erhöht werden und der Verschleiß der Anlage zunimmt·
Mach einer zweistufigen Fahrweisevariante wird vorgetrocknetes Produkt in einer nachgeschalteten Eeockenstufe auf SaIztemperatüren von 2oo bis 25o°C erwärmt· Diese Variante erfordert ebenfalls einen hohen apparativen Aufwand und ist energetisch noch ungünstiger als ein einstufiges Verfahren.
Bekannt ist auch eine' zweistufige gekoppelte Fahrweisevariante, wobei die heißen Rauchgase der zweiten Stufe in der ersten Stufe zur Vortrocknung des Naßsalzes genutzt werden»
Beschrieben werden auch einstufige oder zweistufige Verfahrensschritte unter Zusatz von Natriumnitrit mit dem Ziel, die Reduzierung der Flotationsaminmenge schon bei Salztemperaturen zur Realisieren, die möglichst unterhalb von 2oo°C liegen sollen« Hierbei üben jedoch das Kornspektrum und die damit verbundene Aminbeladung starken Einfluß auf den Aminendwert aus.
Weiterhin gibt es auch einstufige bzw. auch zweistufige Fahrweisevarianten nach Vorbehandlung des zu trocknenden Naßsalzes bzw. des ,getrockneten-Flotationsproduktes durch eine alkalische Wäsche, um die/»rforderlichen Temperaturen unter 2oo°C abzusenken. -·'.
d) Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist, duijch geeignete Verfahrensschritte ein für die Preßgranulierung geeignetes Flotationsprodukt zu gewinnen.
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die am Flotationsprodukt anhaftende Aminmenge so zu reduzieren, daß unter deutlicher Verringerung des energetischen Aufwandes ein für die Preßgranulierung geeignetes Flotationsprodukt erzeugt wisö.« Bs wiade gefunden, daß tach die Kopplung eines al-
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kaiischen Vorbehandlung des auf die erforderliche chemische Qualität gedeckten Naßsalzes mit einer nachgeschalteten Zugabe von Oxidationsmitteln bereits bei Salztemperaturen von 12o bis 15o C, abhängig von der jeweiligen Kornzusammensetzung des Naßsalzes, während der Trocknung eine starke Verdunstung/jintaminierung der anhaftenden Flotationsamine erreicht wird, daß der Restamingehalt am Flotationsprodukt maximal 2o g/t beträgt. Damit kann das Produkt direkt der Freßgranulierung zugeführt werden. In dem beigefügten Bild wird der Verstärkungsfaktor der einzelnen Wirkkomponenten auf den Umsetzungsgrad des Amins im Vergleich zum unbehandelten Flotationsprodukt deutlich demonstriert.
Durch die Verknüpfung der alkalischen Vorbehandlung mit einer Oxidationsmittelzugabe wurde die Möglichkeit geschaffen, die Jintaminierung bei Ccockensalztemperaturen vorzunehmen, die üblicherweise für Produkte entsprechend ihres Feuchtigkeitsgehaltes und granulometrischen Zustands notwendig sind.
Sollten jedoch durch Schwankungen im Körnungsspektrum deutlich höhere Aminwerte am Naßsalz vorliegen, so kann in einer nachgeschalteten iSrwäxmungsstufe unter nochmaligem Zusatz von Oxidationsmitteln in flüssiger Form, wobei durch diese Zugabe neben der deutlichen Reduzierung der Imine auch eine Vergröberung im Körnungsspektrum und damit zusätzlich günstige Voraussetzungen zum Verpressen geschaffen werden, bei Salztemperaturen von 12o bis 15o°C die Entaminierung so weit betrieben werden, daß das so behandelte Produkt gut granulierfähig ist.
Diese energetisch äußerst günstige Prozeßfuhrung zur Entaminierung der Flotationsprodukte hat gegenüber den bisher üblichen Entaminierungsvarianten den Vorteil, daß keine energetischen Mehraufwendungen notwendig sind, die technologischen Ausrüstungen nicht zusätzlich thermisch hoch belastet werden sowie keine erhöhten Anforderungen an nachgeschaltete technologische Ausrüstungen erforderlich sind.
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Dies betrifft "beispielsweise Gurtbandförderer.
Darüber hinaus wird durch die alkalische Vorbehandlung des Flotationsproduktes erreicht, daß die bei der Trocknung übliche Chlorwasserstoffemission, resultierend aus der thermischen Magnesiumchloridspaltung der anhaftenden Lösung, stark eingeschränkt wird. Für das gemäß der Erfindung behandelte Flotationsprodukt werden für die erzeugten Preßgranulate auch günstigere Transport- und Lagerbedingungen erzeugt.
Die Kopplung der alkalischen Vorbehandlung mit der nachgeschalteten Oxidationsmittelzugabe geschieht zweckmäßigerweise am Naßsalz mittels einer geeigneten Apparatur, z.B. einem Bandzellenfilter, wofür ein separater alkalischer Laugenkreislauf vorzusehen ist. Sind diese technologischen Bedingungen nicht realisierbar, kann die alkalische Vorbehandlung und Oxidationsmittelzugabe vor der Trockenapparatur erfolgen, selbst ohne vorherige intensive Durchmischung. Dabei ist es jedoch angebracht, in einer nachgeschalteten Erwärmungsstufe eine zusätzliche Nachbehandlung des getrockneten Produkts mit Oxidationsmitteln vorzunehmen, wobei die Salztemperaturen nicht mehr als 12o bis 15o°C betragen müssen·
Das erfindungsgemäß behandelte Flotationsprodukt ist gut granulierfähig und erfüllt die erforderlichen physikalischen Produktparameter gemäß den bekannten Prüfmethoden.
Die durch Oxidationsmittelzugabe bzw. durch alkalische Wäsche mögliche Temperaturabsetzung unter 2oo G kann durch die neu konzipierte Verfahrensstufe auf Trocknungstempera~ türen abgesetzt werden, die für das jeweilige Flotationsprodukt auf Grund der anhaftenden Feuchtigkeit und Kornzusammensetzung notwendig sind. Diese Salztemperaturen be-
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wegen sich üblicherweise zwischen 12o und 15o C. Damit ist es erstmals möglich, Flotationsprodukte ohne erhöhten Trocknungsaufwand/Trocknungskapazität zu entaminieren.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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f) Ausführungsbeispiel
Beispiel 1
Ein flotativ aufbereitetes Kalidüngesalz mit 6o % KpO, ^e~ zogen auf das Fertigprodukt, 7,5 % anhaftender Feuchtigkeit und einem Amingehalt von 5°° g/t wird auf einem Bandzellenfilter durch separaten alkalischen Laugenkreislauf mit 25 %iger Natronlauge am Anfang bedüst, wobei die zugegebene Menge 2 % der Naßsalzmenge nicht übersteigen sollte· Die aufgegebene Feuchtigkeit wird wieder abgetrennt; ι und am Bandzellenfilter erfolgt die Aufdüsung von o,2 % Oxidationsmittel bezogen auf die Naßsalzmenge. Das so behandelte Naßsalz wird über Trogkettenförderer oder bei größeren Entfernungen mittels Gurtbandförderer der Trockenapparatur zugeführt und bei normalen Bedingungen getrocknet. Die Salztemperatur liegt zwischen 12o und 15o°C. Der Restamingehalt am Fertigprodukt beträgt maximal 2o g/l. Der für das Produkt ermittelte Abriebswert nach bekannten Prüfmethoden beträgt weniger als 15.
Beispiel 2
Ein flotativ aufbereitetes und weitgehend getrocknetes Kalidüngesalz mit 6o % K^O, mit einem Restfeuchtigkeitsgehalt von maximal o,3 % und einem Restamingehalt von 3oo g/tgf-f wird mit 1 % einer 25 %igen Natronlauge, bezogen auf die Trockensalzmenge,bedüst. Gleichzeitig wird o,2 % Oxidationsmittel, bezogen auf die Trockensalzmenge, aufgedüst. Die beiden Zusatzstoffe werden günstigerweise vor dem Eintritt in den zweiten Trockner in einem Mischorgan, z.B. einer Mischschnecke, intensiv mit dem Trockensalz durchmischt. Im zweiten Trockenapparat wird das vorbehandelte Produkt auf 12o bis 15o°C Salztemperatur er-• wärmt. Der ermittelte Restamingehalt beträgt maximal 2o g/teff.
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Der für das Produkt ermittelte Abriebswert ist unter 15 %· Das so behandelte trockene Kalidüngesalz besitzt für die anschließende Pr-eßgranulierung die optimale Salztemperatur,

Claims (5)

236240 3 Erfindungsanspruch
1. Verfahren zur Herstellung von Preßgranulaten aus der flotativen Kalidüngesalzaufbereitung, gekennzeichnet dadurch, daß das den flotativ gewonnenen Kalidüngesalzen anhaftende primäre aliphatische Amin teilweise oder vollständig entfernt wird' durch Kopplung einer alkalischen Behandlung mit einer Oxidationsmittelzugabe und nachfolgender, für das jeweilige Flotationsprodukt auf Grund der anhaftenden Feuchtigkeit und Kornzusammensetzung notwendiger Trocknung ohne erhöhten Aufwand von Energie und Trockenkapazität,
2. Verfahren zur Herstellung von Preßgranulaten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die zur alkalischen Behandlung verwendeten Alkalien hauptsächlich als Lösung im Konzentrationsbereich von 5 bis 5o %, vorzugsweise 25 %, zum Einsatz kommen.
3. Verfahren zur Herstellung von Preßgranulaten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das alkalische Medium in einem Verhältnis zur Salzmenge von o,5 bis 2,ο %, vorzugsweise 1 % den flotativ aufbereiteten Kalidüngesalzen zugegeben wird und die Zugabe des Oxidationsmittels im Verhältnis zur Salzmenge von o,2 bis o,8 %, vorzugsweise o,2 %, erfolgt.
4. Verfahren zur Herstellung von Preßgranulaten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die alkalische Behandlung, ge-' koppelt mit der Oxidationsmittelzugabe, bereits auf dem Naßsalz erfolgt, wobei technologische Zusatzeinrichtungen diese Effekt positiv beeinflussen·
5· Verfahren zur Herstellung von Preßgranulaten nach Punkt 1, 'gekennzeichnet dadurch, daß die alkalische Behandlung, gekoppelt mit der Oxidationsmittelzugabe, am Naßsalz erfolgt und anschließend in einer Trocknungsanlage die Trocknung bei Salztemperaturen von 12o bis 15o°C.
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Verfahren zur Herstellung von Preßgranulaten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die alkalische Behandlung, gekoppelt mit der Oxidationsmittelzugabe, auf dem bereits weitgehend getrockneten Flotationsprodukt erfolgt, wobei der Effekt der Entaminierung durch eine vorgeschaltete Durchmischungsstufe gefördert wird, und daß das so behandelte Trockenprodukt in einer nachgeschalteten Trocken- und Aufwärmstufe auf Salztemperaturen von 12o bis i5o°C erwärmt wird.
DD23624081A 1981-12-24 1981-12-24 Verfahren zur herstellung von pressgranulaten DD208144A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0748651A1 (de) * 1995-06-12 1996-12-18 Gary Derdall Verfahren zur Tellergranulierung von Teilchen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0748651A1 (de) * 1995-06-12 1996-12-18 Gary Derdall Verfahren zur Tellergranulierung von Teilchen

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