DD208322A1 - Verfahren zur homogenisierung und veredelung von rohhoelzern - Google Patents
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Abstract
Erfinderische Zielstellung ist es, minderwertige sowie Rohhoelzer geringer Festigkeit an sich bzw. im Kombinnation mit hochwertigen Hoelzern nach definierten Parametern herzustellen,homogenisieren und nahezu verlustlos auszulasten.Das Verfahren sieht vor, Hoelzer minderer Qualitaet ueber den gesamten Stammbereich zwischen Wurzel und Krone, sowie bis auf geringste Durchmesser groesser 25cm in superdicke Furniere bzw. Lagen zu schaelen . Die Lagen werden faserparallel endlos in ungerader oder gerader Zahl mehrschichtig unter Pressdruck miteinander verleimt.Fehlerstellen in einer Schicht werden durch die benachbarten Schichten quasi eliminiert. Der oekonomische Effekt liegt dabei im Aufschluss und der Umwandlung von Rohholz zu 95% in homogenen Holzwerkstoff.
Description
Titel
der
Erfindung
'Verfahren zur Homogenisierung und Veredlung von Rohhölzern"
Anwendung der £rfindung
erfinderische Zielstellung ist es minderwertige sowie Rohhölzer geringer Festigkeiten an sich bzw. in Kombination mit hochwertigen Hölzern nach definierten Parametern herzustellen, homogenisieren und nahezu verlustlos auszulasten.
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Charakteristik der bekannten technischen Lösunq
Bekannte Lösungen zur Herstellung von homogenen Holzwerkstoffen beinhalten in der Regel die Schichtung von Holzfurnieren unter Zusatz von Sindemittels. Dabei werden bekannterweise Schichtholz, PreBlagenholz, Lagenholz, Sperr- und Sternholz unterschieden. Wesentliches Merkmal dieser Lösungen ist das Aufeinanderschichten faserparalleler bzw. zueinander versetzter dünner Holzfurniere von geringer schichtdicke in hoher Qualität,
Diese bekannten Lösungen werden für die bevorzugte Herstellung von flachen in einer Ebene stabilen Holzwerkstoffen hoher Festigkeit und guter Oberflächenqualität eingesetzt.
In der Regel kommen für das Furnierrnaterial Laubhölzer, Nadelhölzer exotische Hölzer bzw, diese in Korabination miteinander zur Anwendung. Dabei wird grundsätzlich für einen engen Verwendungszweck dieser Holzwerkstoffe von der unbedingten Qualität und einwandfreien Beschaffenheit, der Holzfurniere ausgegangen.
Außerhalb der konventionellen Verwencungsgebiete für Lagenholz findet bisher grundsätzlich Schnittholz in entsprechender Dijnensionierung Anwendung. Die Verarbeitung starker'Furniere erfolgt bekannterweise in solcher Form, daS dienes aber leichtes Kernmaterial von hochfestem dünnen Oberflachenfurnier und beispielsweise für Webschiffchen eingesetzt wird. Kriterium ist hier aber ausschließlich das Schaffen von technisch erforderlichem Volumen mit geringerem Gewicht,
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Der Nachteil der bekannten Lösungen zur Herstellung von Holz und Holzwerkstoffen mit definierten Eigenschaften besteht im wesentlichen darin, daß das Rohholzgesarntaufkommen aufgrund seiner Struktur und Aufbaues in der Regel nur zu einem Bruchteil, in der Praxis der - nahezu astfreie Stammbereich genutzt wird«
Das trifft sowohl für Schnitt- als auch Lagenholz zu. Die Herstellung von Spanplatten unter dem Gesichtspunkt der Abfallverwertung gewährleistet jedoch aufgrund der gegenüber dem Holz verschiedenen eigenschaften keine Ersatzfunktion für Holz.
So wird durch bekannte Verfahren erreicht, das hochwertige Hölzer 70-SO % bei der Herstellung von Furnieren ausgelastet und minderwertige Hölzer zu 20-30 % ausgelastet werden. Diese Proportion wird zusätzlich negativ beeinflußt durch die Oberdiraensionierung der Schnitthölzer aufgrund notwendiger Berücksichtigung von Ästen, Fehlsrstellen etc,
Aufgabe der erfinderischen Lösung ist es, den begrenzt zur Verfügung stehenden Naturholzvorrat soweit zu veredeln, daß eine nahezu verlustloses Herstellung von Holzwerkstoffen mit definierten bzw. homogenen Eigenschaften gewährleistet wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Das Wesen der Erfindung besteht darin, verfügbare Hölzer auch minderer Qualität nahezu verlustlos auszulasten zu homogenisieren und zu einem Holzwerkstoff veredeln, der gleiche bzw, erweiterte Einsatzraöglichkaiten wie Schnittholz zuläSt,
Dazu werden im wesentlichen Hölzer geringer Qualität z,S, Kiefer, Fichte etc. in einem homogenen Holzwerkstoff umgesetzt.
Das Verfahren sieht vor, diese Hölzer über den gesamten Starambareich zwischen Wurzel und Krone, sowie bis auf geringste Durchmesser -größer 25 cm in superdicke Furniere bzw, Lagen zu schälen.
Diese Lagen werden faserparallel endlos in ungerader oder gerader Zahl mehrschichtig unter Preßdruck miteinander verleibt.
Preßdruck, Temperatur, Feuchtigkeit sowie Schichtdicke und Schichtfolge und Zahl bestimmen die Festigkeit des Endproduktes.
Erfindungsgeraäß werden durch "die endlose Verarbeitung sowohl beim Schälen als auch Schichtaufbau Fehlstellen in.dem auf Schichtstärke begrenzten Volumen statistisch so verteilt, daß im Volumen des Endproduktes aufgrund der statistisch hohen Eigenschaften keine Fehlerstelle existiert.
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Fehlerstellen in einer Schicht werden durch die benachbarten Schichten quasi eliminiert. Der ökonomische Effekt des grundsetzlichen Aufschlusses von Rohholz einerseits und des Aufbaues zu Lagenholz andererseits besteht darin, daß das Rohholz zu 95 /o in diese homogene Holzwerkstoffe umgewandelt werden kann und dieser Werkstoff in der weiteren Verarbeitung wiederum höher ausgelastet wird. Die höhere Auslastung ergibt sich zwangsweise aus der .kontinuierlichen homogenisierten Form und der Dimensionierung gegenüber gleichartigen Sauteilen aus Schnittholz.
Auf diese Weise ist die reale Auslastung des Naturholzvorrates mit 90 % zu einem weitaus höheren Grade gegenüber bekannten Verfahren realisierbar.
Gemäß Ausführungsbeispiel in Fig, I werden Schichten (1) mit einer Dicke von - 3 ram in gerader bzw, ungerader Anzahl vorzugsweise faserparallel zueinander angeordnet.
Die Schichten bestehen dabei aus geschälten oder geraessertem Stammholz, dessen Fehlerstellen gemäß des Erfindungsgedankens auf Schichtstärke begrenzt in unregelmäßiger Anordnung statistisch verteilt vorliegen» Die Stammlage reicht dabei über Längen von 800 bis 2700 tna,
Bei einem Feuchtigkeitsgehalt werden die Schichten mit einer Anzahl von mindestens 3 bis 10 und mehr Lagen in Heißpreßverfahren mit Formaldehydleim verpreßt. In Abhängigkeit zur Schichtzahl erfolgt der Preßvorgang bei 100 C mit 6-14 kpcm , Verfahrensgemäß entsteht aus einer Rohholzart minderer Qualität ein sowohl qualitativ als auch strukturell homogener Werkstoff höherer Qualität in geometrisch kontinuierlicher Erscheinungsform,
Gemäß Ausführungsbeispiel in Fig,. 2 werden Schichten mit einer Dicke von - 3 mm 2,3. 3,6 mm bestehend aus Rohhölzern minderer Qualität, 2,3. Fichte (2) mit Schichten aus qualitativ höheren Holzarten 2,3, Buche (3) in geringerer Stärke 2,3. 1,7 mtn kombiniert.
Ausgehend von Außenlagen geringerer Schichtstärke und hoher Qualität folgen, dem Schichtaufbau nach innen starke Lagen minderwertiger Hölzer,
Der Aufbau der Schichtfolge erfolgt abwechselnd bzw. in Abhängigkeit zu erforderlichen Selastungszonen mit entsprechender Häufigkeit der jeweiligen Schichtart«
Verfahrensgemäß werden so für bestimmte Einsatzgebiete billige Holzwerkstoffe mit spezifischen Belastungseigenschaften des Volumeninneren hergestellt. Das Ausführungsbeispiel sieht zum Zweck der Dübel-, Schraub- bzw. Nagelbarkeit eine zweifache Mittellage hochwertigem Holzes z.B. (4) vor.
Bei stärkeren Volumen kann darüberhinaus die Legierung von minderwertigem Holz mit geringeren Massenteilen hochwertiger Hölzer in beliebiger Anordnung erfolgen. Die weiteren Verfahrensschritte entsprechen dem beschriebenen PreSvorgang gemäß Ausführungsbeispiel 1.
Claims (5)
1. Verfahren zur Homogenisierung und Veredlung von Rohhölzern unter bekannter Anwendung von Bindemitteln, Wärme und Druck, dadurch gekennzeichnet, daß rohe Stammhölzer in dicke Lagen größer/gleich 3 mm geschält, mehrschichtig in gerader bzw, ungerader Anzahl, faserparallel miteinander nahezu volumengleich verpreßt werden, wobei die Schichtung endlos ungeordnet erfolgt.
2* Verfahren zur Homogenisierung und Veredlung von Rohhölzern nach Pkt. 1 dadurch gekennzeichnet, daß dicke Lagen roher Hölzer minderer Qualität (größer/gleich 3"mm) abwechselnd, zonenorientiert mit dünnen Lagen kleiner/gleich 1,7 mm roher Hölzer höherer Qualität faserparallel nahezu volumengleich verpreßt werden, wobei jeweils die Außeniagen Vorzugspreise dünne Lagen höherer Qualität sind,
3. Verfahren zur Homogenisierung und Veredlung von Rohhölzern nach Pkt. 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß Rohhölzer minderer Qualität bis zur Schälgrenze aufgeschlossen nahezu volumen- und massenglaich miteinander verpreßt werden,
4. Verfahren zur Homogenisierung und Veredlung von Rohhölzern nach Pkt, 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß dicke Lagen aus Rohhölzern minderer Qualität im Volumenbereich spezifischer Selastungszonen mit einer bzw. mehreren dünnen Lagen aus Rohhölzern höherar Qualität verpreßt werden.
5. Verfahren zur Homogenisierung und Veredlung von Rohhölzern nach Pkt. 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß dicke Lagen von Hölzern minderer Qualität miteinander, sowie in Kombination mit Hölzern höherer Qualität mittels Forraaidehydleira über die Dauer
von 6-10 min unter einem Druck von 6-8 kp/cm bei 100 0C verpreSt werden.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| DD24310982A DD208322A1 (de) | 1982-09-08 | 1982-09-08 | Verfahren zur homogenisierung und veredelung von rohhoelzern |
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| DD (1) | DD208322A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015100033A1 (de) * | 2015-01-05 | 2016-07-07 | Ralf Pollmeier | Verfahren zur Herstellung von Furnierschichtholz |
-
1982
- 1982-09-08 DD DD24310982A patent/DD208322A1/de unknown
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