DD208966A5 - Phototropes glas mit einem brechungsindex groesser/gleich 1,59, einer abbezahl groesser/gleich 44 und einer dichte kleiner/gleich 3,0 g/cm hoch 3 - Google Patents

Phototropes glas mit einem brechungsindex groesser/gleich 1,59, einer abbezahl groesser/gleich 44 und einer dichte kleiner/gleich 3,0 g/cm hoch 3 Download PDF

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Abstract

DIE ERFINDUNG BETRIFFT EIN SILBERHALOGENHALTIGES PHOTOTROPES GLAS, DASS ALS BRILLENGLAS VERWENDUNG FINDEN KANN. DAS ZIEL DER ERFINDUNG BESTEHT DARIN, EIN HOCHBRECHENDES BRILLENGLAS MIT NIEDRIGER DISPERSION ZU SCHAFFEN, DAS SICH DURCH EIN MOEGLICHST GERINGES GEWICHT UND EINE HOHE GUETE DER PHOTOTROPIE AUSZEICHNET. AUFGABE IST ES, GLAESERMIT PHOTOTROPEN EIGENSCHAFTEN DANK EINES GEHALTES AN SILBER, HALOGENEN U. KUPFER O. ANDEREN, DEM KUPFER ENTSPRECHENDEN SENSIBILISATOREN ZU ERZIELEN, DIE EINEN BRECHUNGSINDEX N TIEF D GLEICH ODER GROESSER 1,59; EINE ABBEZAHL GLEICH ODER GROESSER 44 U. EINE DICHTE KLEINER ODER GLEICH 3,0 G/CM HOCH 3 BESITZEN. ERFINDUNGSGEMAESS BESITZT DAS PHOTOTROPE GLAS, DAS ALS TRAEGER DER PHOTOTROPIE AUSSCHEIDUNGEN AUFWEIST, DIE SILBER U. HALOGENE U. GEGEBENENFALLS WEITERE KOMPONENTEN ENTHALTEN, EINEN BRECHUNGSINDEX N TIEF D > GLEICH1,59, EINE ABBEZAHL V TIEF D > GLEICH 44 UND EINE DICHTE < GLEICH 3,0 G x CM HOCH -3. DIE ZUSAMMENSETZUNG DES GRUNDGLASES LIEGT IM SYSTEM SIO TIEF2 -R TIEF2 O TIEF3-R TIEF2 O-RO-RO TIEFX-R TIEF2 O TIEF5, WOBEI BEVORZUGT R TIEF2 O TIEF3 FUER AL TIEF2 O TIEF3 UND B TIEF2 O TIEF3, R TIEF2 O FUER ALKALIMETALLOXIDE, RO FUER ERDALKALIMETALLOXIDE UND ZNO, RO TIEF X FUER ZRO TEF2 UND TIO TIEF2 SOWIE R TIEF2 O TIEF5 FUER NB TIEF2 O TIEF5 STEHEN, U. WOBEI SILBEROXID, KUPFEROXID SOWIE HALOGENE ZUR ERZEUGUNG DER PHOTOTROPIE ENTHALTEN SIND.

Description

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Phototropes Glas mit einem Brechungsindex - 1,59, eine Abbezahl - 44 und einer Dichte - 3,0 g/car
Anwendungsgebiet dar Erfindung
Die Erfindung betrifft ein silberhalogenhaltiges phototropes Glas, das als Brillenglas Verwendung finden kann·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Phototrope Gläser v/erden heute vorwiegend als Brillengläser verwendet und finden auch als Korrektionsgläser für Fehlsichtigkeit immer mehr Anwendung. Pur die Korrektur der Fehlsichtigkeit mit Glas, das einen Brechungsindex von 1,523 hat, werden bei höheren Dioptrien (größerem Sehfehler) die Brillengläser immer voluminöser; das bedeutet größeres Gewicht der Gläser. Man hat deshalb hochbrechende und gleichzeitig relativ leichte Brillengläser gesucht und gefunden, doch scheiterte bisher der Versuch, solche Brillengläser auch mit guten phototropen Eigenschaften zu erzeugen. Grund dafür ist die Zusammensetzung der hochbrechenden leichtgewichtigen Brillengläser, die es nicht ermöglicht, die für eine gute Phototropic notwendige Ausscheidung silberhalogenidhaltiger Bezirke im Glas durch entsprechende Anlaßbedingungen in optimaler Form zu erreichen. Pur phototrope Gläser auf der Basis von Silberhalogeniden ist diese Phasentrennung unabdingbar. Ihre Qualität bestimmt die Güte der Phototropic.
Schmilzt man z.B. die bekannten hochbrechenden, leichtgewichtigen Gläser der DE-PS 2 259 183 mit Trägern der Phototropie, so ergibt sich eine weiße opake Masse, die nicht als Brillenglas verwendet werden kann. Gut repräsentiert wird der Stand der Technik auf dem Gebiet der hochbrechenden
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8 239 6-2- 13.7.83
leichtgewichtigen Gläser durch die DE-PS 2 259 183, auf dem Gebiet der phototropen Gläser durch die DE-PS 2 4Ο4 752 und dia DE-PS 2 223 629.
Hochbrechende phototrope Gläser sind ebenfalls bekannt, doch sind sie wegen ihres Gewichts für das Ziel der Erfindung nicht interessant.
Bei der Überprüfung der herkömmlichen ßilberhalogenhaltigen, phototropen Gläser, soweit sie vom Standard-Brechungsindex für Brillengläser von n^ = 1,523 abweichende Eigenschaften besitzen, wurde gefunden, daß es unmöglich erscheint, ein SiOg-haltiges phototropes Glas mit einem Brechungsindex größer oder gleich 1,59, einer Abbezahl größer oder gleich 40 und einer Dichte kleiner oder gleich 3,2 g/cm^ herzu- ._. stellen. Die DE-OS 2 140 915 enthält zwar Gläser mit relativ hohem Brechungsindex, doch sollen die Gläser kein SiO2 enthalten, weil das Produkt sonst opak wird.
Überträgt man dieses Ergebnis auf die Gläser der DE-PS 2 183» so erkennt man die große Schwierigkeit, höherbrechende, leichtgewichtige, SiO2-Gläser mit phototropen Eigenschaften herzustellen: Sowohl höherbrechende leichtgewichtige Gläser, versehen mit den Komponenten Silber und Halogenen, wie auch phototrope höherbrechende Gläser, versehen mit SiOg zur Stabilisierung und geeignet flir die Massenproduktion, werden trüb bis opak.
Die Gläser der DE-OS 2 140 915 haben darüber hinaus Dichte-... werte über 3,2 g/cm . Die Überprüfung der Gläser nach der DE-OS 2 256 775 erbrachte nur Gläser mit Brechungsindizes kleiner als 1,59, die der Gläser nach DE-OS 2 260 879 nur Gläser mit Dichten über 3,2 g/cm .
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61807/16 13.7.83
Erstmals gelang die Vereinigung der Kriterien Phototropic, geringe Dichte, geringere Dispersion und hoher Brechungsindex in DE-AS 3 117 000.5, in der ein phototropes Glas mit deroptischen Lage nA - 1,59 und einer Abbezahl * 40 und einer Dichte = 3,2 g.cm J beschrieben wird. Demgegenüber stellt die Erfindung eine deutliche Verbesserung dar. Die Dichte der Brillengläser ist für das Gewicht (in Konkurrenz zum Kunststoff) vom entscheidender Bedeutung, und jede geringfügig erscheinende Ernierigung in der ersten Stelle nach dem Komma bringt Vorteile, ist doch schwer zu erreichen. Ein Absenken.der Dichte unter 3»0 g.cm"^ bringt gegenüber Dichten um 3>2 g.cm J erstmalig den Vorteil, daß in allen Dioptriebereichen bei einem Brechungsindex von 1,59 alle Gläser leichter als solche mit einem Brechungsindex von 1,523 sind. Zusätzlich sind sie dann noch dünner und damit kosmetisch schöner·
Die Abbezahl Vd = nd ~ ** ist insofern von Bedeutung, als
nP - nG
sie bei Werten<40 störende Farbsäume bei schräger Durchsicht aufgrund zu hoher Dispersion, d.h. zu starker Wellenlängenabhängigkeit des Brechungsindex, ergibt. Solche Färb- " säume müssen vermieden werden. Jede zusätzliche Erhöhung der Abbezahl bringt eine Verbesserung in der Dispersion und damit in der Gebrauchsqualität.
Von Bedeutung ist auch die Realisierbarkeit unter den heute üblichen Bedingungen. Bestimmte Rohstoffe, wie z.B. Tantaloxid, haben heute so hohe Preise, daß ihre Verwendung für' "* Brillengläser nur noch ganz begrenzt möglich ist. obwohl sie wegen ihrer Wirkung auf die Netzwerkbildung, d.h. für die im Produktionsprozess so wichtige Entglasungsstabilität von höchstem Interesse sind.
248239 6 - 4 - 13.7.83
Hinzu kommt noch, daß aus Gründen der Massenfertigung über Wanne und automatische Presse (Viskositäts- und Kristallisationskriterien) ein Gehalt an SiOp von mindestens $0 Gew.-% für ein derartiges Brillenglas unabdingbar ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein silberhalogenhaltiges phototropes Glas, das als Brillenglas Verwendung finden kann, und das sich gegenüber herkömmlichen phototropen Brillengläsern durch besondere Eignung im Gewicht (= möglichst niedrig) und in der Güte ,der Phototropic auszeichnet. Ziel der Erfindung ist somit ein phototropes, leichtes, hochbrennendes Brillenglas mit niedriger Dispersion, das auch eine kostengünstige Massenfertigung von Brillengläsern gestattet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Gläser mit phototropen Eigenschaften dank eines Gehaltes an Silber, Halogenen und Kupfer oder anderen, dem Kupfer entsprechenden Sensibilisatoren zu schaffen, die einen Brechungsindex n^ gleioh oder größer 1,59, eine Abbezahl gleich oder größer 44 und eine Dichte kleiner odergleich 3,0 g/cm besitzen.
Es hat sich gezeigt, daß sich allgemein das Ziel und die Aufgabe der Erfindung in Glassystemen erreichen läßt, die aus mindestens zwei Hetzwerkbildern, z.B. SiO2 und B3O3 oder GeO2 und B2O3, oder aus drei Uetzuierkbilderny z.Bv -~ · *"· SiO2, B2O3 und P2O5 oder GeO2, B2O3 und P3O5 bestehen.
Speziell wird das Ziel mit Gläsern erreicht, die zu mindestens 80 Mol,-% in dem Glas-System
SiO2 - R2O3 - R2O - RO - ROx - R2O5
ο / ο ο ο ο c 61 807/16
248239 6-5- 13.7.83
liegen, wobei
R2O3 fur Al2O3, Seiten-Erdoxide, Nd3O3, B2O3,
R2O für Alkalimetalloxide,
RO für Erdalkalimatalloxide, ZnO, SnO, PbO
ROx für GeO2, ZrO2, TiO2, VVO3 und
R2O5 für Nb2O5, Ta2O5, P2O5 stehen,
und die Silber, Halogene und Sensibilisatoren, wie ζ·Β· Kupfer, als ionische Verbindungen als Träger der Phototropie enthalten.
Es wurde gefunden, daß sioh phototrope Gläser, die als Träger der Phototropic Ausscheidungen enthalten, welche aus Silber, Halogenen und anderen Komponenten bestehen, herstellen lassen mit einem Brechungsindex größer oder gleich 1,59» einer Abbezahl größer oder gleich 44 und einer Bichte kleiner oder gleich 3»0 g/cm , wenn man eine Glaszusammensetzung, ausgedrückt in Gew.-% auf Oxidbasis, wählt, die folgende Komponenten enthält:
SiO2 B2O3 P2O5 Al2/3
wobei die Summe von SiO2, 55 und 75 liegen soll, aus der Summe der Alkalioxide bevorzugt LigO, eventuell Na2O und K3O, unter Umständen aber auch die anderen Alkalioxide gewählt werden können
3 bis 9
0 bis 6 ......
0 bis 6 Summe der Alkalioxide zwischen 7 und 15
42 bis 56
11 bis 18
O bis 2
O bis 5
P2 O5, ] S2O3 und Al2O3
Li 2°
Na 2°
K2 0
48239.6 -6- und GeO2 3 bis 61 807/16 13.7.83 12 19
MgO Bi2O3 0 bis 3 11
CaO Yb2O3 0 bis 3 8 2
SrO 0 bis 2 CV CV CV
BaO 0 bis 5 2
ZnO ZnO zwischen 3 und 10 6
Summe der Erdalkaloxide und 3 bis
TiO2 0 bis 2
ZrO2 0 0 bis bis 2
Nb2O5 La2O3 0 0 0 bis bis bis 2
Ta2O5 WO3 PbO 0 bis
SnO2 0 bis
Y2O3
0 bis
0 bis
0 bis
Rest: weniger als 10 Gew.-%,
wobei das Glas darüber hinaus mindestens 0,05 Gew.-% zwischen 0 und 0,1 Gew.-% Kupferoxid oder einen anderen Sensibilisator und mindestens 0,25 Gew.-% Halogene aufweist.
Mindestens eine Komponente aus der Gruppe SiO2, B2O3 und P2Oc läßt sich ganz oder teilweise durch Germaniumoxid molar ersetzen.
Ein Gehalt an P3O5 in einer Konzentration zwischen 0,01 und 10 Gew.-% kann sich auf die chemische Beständigkeit des phototropen Glases günstig auswirken.
ο / ο ο ο ο c 61 807/16
Z4 O 2 O 9 O - 7 - 13.7.83
Die Netzwerkbildner des Grundglases, d.h. die Komponenten SiOg, BpOo und/oder GeO2 sollen in einer Konzentration von 5 bis 7 Gew.-% vorliegen. Alle erfindungsgemäßen Gläser sollen aber aus Gründen der möglichen Massenfertigung mindestens 30 Gew.-% SiOp enthalten.
Die vorliegende Erfindung zeigt, daß der Grundglaszusammensetzung auch entscheidende Bedeutung für die Güte der Phototropie zukommt. Erst in zweiter Linie wirken sich die Konzentrationsfragen der Träger der Phototropic im erfindungsgemäßen Glas auf die phototropen Eigenschaften wie folg aus:
Die Konzentration der Träger der Phototropie, additiv über die Grundglaszusammensetzung hinaus, soll bei mindestens 0,05 Gew.-% für AgpO, bei mindestens 0,09 Gew.-$ für Brom, bei mindestens 0,09 Gew.-% für Chlor sowie bei mindestens 0,003 Gew.-% für Kupferoxid liegen.
Werden die erfindungsgemäßen silberhalogenhaltigen, phototropen Gläser einer Bestrahlung aktinisches Licht ausgesetzt, so wird in diesen silberhalogenhaltigen Ausscheidungen Photolyse wirksam. Das dabei entwickelte Silber wächst zu Silberkolloiden und erzeugt eine Absorption im sichtbaren Spektralbereich. Wird das phototrope Glas nicht mehr durch entsprechende Strahlung angeregt, kehrt das System in seinen Ausgangszustand zurück.
Pur die Herstellung der erfindungsgemäßen phototropen Gläser und die Einstellung ihrer phototropen Eigenschaften ist nicht nur die Einführung von Silber und Halogenen und Sensibilisatoren, wie z.B. Kupferoxid, ins Glas notwendig, sondern vorzugsweise auch eine Temperung der Gläser. (Als Temperung wird eine Erhitzung der Gläser auf 500 bis 720° C für eine Dauer von 26 Stunden bis 10 Minuten definiert). Dabei wird
O / O O O Ω C 61 807/16
248239 O - 8 - 13.7.83
durch die gewählten Konzentrationen die Qualität des Produktes beänflußt.
Ist die Konzentration des Silbers zu niedrig bei einer ausreichenden Menge an Halogenen, so neigt das Glas bei der Temperung zur Trübung. Mit steigendem Silbergehalt geht diese Trübung zurück, und es wird dann eine zunehmende Schwärzung im angeregten Zustand beobachtet. Ist die Silberkonzentration jedoch zu hoch gewählt, ao neigt schon das ungetemerte Glas zur Trübung. Ebenso ist ein Einfluß der Silberkonzentration auf die Kinetik des phototropen Prozesses festzustellen. Bei zu niedriger Silbergehalten ist die Kinetik schlecht; mit zunehmender Konzentration des Silbers verbessert sich die Kinetik, bis sie sich bei zu hohen Gehalten wieder verschlechtert. Die für jede einzelne Glaszusammensetzung optimale Silberkonzentration ist nur durch Reihenuntersuchungen festzustellen, jedoch sollte sie 0,05 Gew.-% in der Analyse nicht unterschreiten.
Die herkömnalicherweise verwendeten Halogene sind Brom und Chlor, jedoch werden auch bei Wahl nur eines der beiden genannten Halogene phototrope Eigenschaften in den erfindungsgemäßen Gläsern festgestellt. Technisch etwas kompliziert ist die Einstellung der geeigneten Halogenkonzentration, da die Dampfdrücke dieser Komponenten bei der Schmelztemperatur sehr hoch sind.
Die Wirkung der Halogenkonzentration auf die phototropen Eigenschaften ist ähnlich wie beim Silber. Zu geringe Menge Chlor und Brom bewirken eine Trübung im getemperten Glas; die Phototropie ist nur sehr schwach. Mit steigender Halogenkonzentration verstärken sich die phototropen Eigenschaften; die Kinetik verbessert sich und die Schwärzung im angeregten Zustand nimmt ab· 3S* der Halogengehalt zu hoch gewählt, zeigt
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24 82 39 6-9- ».O7
zeigt schon das ungetemperte Glas Trübung. Pur jede gewählte Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Gläser muß die geeignete Halogenkonzentration sowie das Verhältnis der Halogene" zueinander durch Versuchsreihen festgestellt werden, jedoch sollten die Konzentrationen von Brom und Chlor jeweils 0,09 Gew.-% nicht unterschreiten.
Bei Einführung von CuO in ein kupferfreies phototropes Glas verbessert sich mit zunehmendem Kupferoxidgehalt die Kinetik des phototropen Prozesses; darüber hinaus ist eine geringere Abdunklungsfähigkeit des Glases und eine höhere Temperaturabhängigkeit zu bemerken.
Die Einstellung der Kupferkonzentration im phototropen Glas ist mit entscheidend für die Kinetik und die erreichbare Schwärzungstiefe; sie beeinflußt darüber hinaus die Termperaturabhängigkeit des phototropen Prozesses.
Wird ein Gehalt an CuO von weniger als 0,003 Gew.-jS gewählt, so scheint die Kinetik zu schlecht für ophthalmische Anwendungen der Gläser zu sein.
Ausführungsbeispiel
Tabelle 1 zeigt Beispiele für erfindungsgemäße Gläser in Gew.-%; allen Gläsern wurde in der Synthese Silberoxid, Chlor, Brom und Kupferoxid beigefügt.
Die Angaben in der Tabelle 1 bedeuten: ηΛ ist der Brechungsindex, D ist die Dichte in g.cm , die Abbezahl ist als v^- .·-„ ..-« gekennzeichnet,dList der lineare thermische Ausdehnungskoeffizient mal 10 , Tg ist die Transformationstemperatur, E^ die Erweichungstemperatur, BHWZ ist die Regenerationshalbwertzeit
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10 - 13.7.Ö3
in min nach einer Standardbelichtung von 15 min mit 8000 Ix Xenonlicht, bei der die Sättigungstransmission ST in % (bei 545 nm gemessen) erreicht wurde,. R 30 ist der Transmissionswert in %, den das Glas nach 30 min Regeneration erreicht. Alle Phototropie- Daten sind d mm dicken Proben bei 20° G ermittelt.
Zur Erzeugung einer braunen Färbung im belichteten Zustand läßt sich das Glas mit Edelmetallen dotieren.
Zur Erzeugung von Farbtönen im unbelichteten Zustand läßt sich das Glas insgesamt 1 Gew.-% Uebengruppen-Metalloxiden und/oder insgesamt 5 Gewi.-% (zusätzlichen) färbenden Selten-Erdmetalloxiden versetzen.
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61 807/16
13.7.83
Ein besonders gutes Glas gemäß der vorliegenden Erfindung hat die folgende Sythese, in Gew.-%:
SiO2 49,50
B2O3 14,00
Al2O3 4,50
ZrO2 4,20
Nb2O5 4,60
CaO 1,80
MgO 5,60
ZnO 0,80
TiP2 5,00
Li2O 6,50
K2O 0,75
Ag2O 0,50
CuO 0.020
Cl 2,56
Br 1,15
Dieses Glas hat bei guten phototropen Eigenschaften einen Brechungsindex von 1,595, eine Abbezahl von 48 und eine Dichte von 2,58 g/cia .
Je nach Schmelzverfahren ist mit unterschiedlichen Verdampfungsbedingungen der Halogene, eventuell auch des Silbers, zu rechnen. In einer Wannenschmelze sind die Halogen Synthesen erheblich niedriger anzusetzen.
Eine weitere, besonders geeignete Synthese besteht in Gew.
aus :
SiO2 49,50
B2O3 14,00
Al2O3 4,50
3 6 % 4,20 61 307/16
ZrO2 - "Ή - 4,60 13.7.83
Nb2O5 1,80
CaO 5,60
MgO 0,80
ZnO 5,00
TiO2 6,50
Li2O 0,75
Ua2O 0,75
κ2ο 0,50
Ag2O 0,02
GuO 2,12
Cl 0,95
Br
Bei guten phototropen Eigenschaften (ST = 27 %\ RHWZ =2,3 min) besitzt dieses Glas einen Brechungsindex von 1,5950, eine Abbezahl von 48 und eine Dichte von 2,626 g/cm .
Die erfindungsgemäßen Brillenglaser besitzen einen Brechungsindex größer oder gleich 1,59, eine Abbezahl größer oder gleich 44 und eine Dichte kleiner oder gleich 3|0 g/cm , eine gute chemische Beständigkeit und lassen sich ohne Schwierigkeiten wie optische Brillengläser schleifen und polieren·
Alle erfindungsgemäßen Beispiele lassen sich mit anderen als den angegebenen Silber-, Halogen- und Kupferkonzentrationen so erschmelzen, daß phototrope Eigenschaften variiert werden. .. ..
Alle erfindungsgemäßen Gläser können zur konstanten Einfärbung mit färbenden Metallverbindungen, wie NiO oder CoO usw. versetzt werden.
*" 61 B07/16
- 45 - 13.7.83
Das folgende Beispiel erläutert die Herstellung eines erfindungsgemäßen Glases.
Gemengesatz
743,61 g gemahlenes Quarzmehl
372,02 g Borsäure
90,61 g Aluminiummonolydrat
63,21 g Zirkonoxid
69,03 g Nioboxid
243,75 g Lithiumkarbonat
9,78 g Soda
18,43 g Natriumbromid
17,80 g Kaliumchlorid
75,45 g Titanoxid
11,00 g Silbernitrat
0,30 g Kupferoxid
36,52 g Kalziumchlorid
15,21 g Kalziumkarbonat
191,71 g Magnesiumkaronat
12,07 g Zinkoxid
1979,93 g
Die Gemengebestandteile werden eingewogen und vermischt. Das Gemenge wird in einem 1 1-Platintiegel bei 1315° C eingelegt und aufgeschmolzen. Anschließend wird die Glasschmelze bei 1335° C geläutert, dann auf 1200° C abgekühlt und während 20 min durch Rühren homogenisiert. Die Schmelze wird danach zu 4 mm dicken, 70 mm breiten Glasbarren ausgewalzt.
Die Wärmebehandlung erfolgt bei 600° C für 1 h im Luftumwälzofen, anschließend wird mit 40 K/min auf Raumtemperatur abgekühlt.
8 2 39 6 -
61 807/16 13.7.83
An diesem Glas wurden ein brechungsindex eine Dispersion v^ eine Dichte D
von 1,5962 von48,32 und von 2,626 gern
gemessen·
Die Messung der Phototropiekenndaten ergab bei 20° C an
einem 2 mm dicken Glas eine
Sättigungstransmission von 35 %t eine Regenestionshalbwertzeit von 1,7 min und eine Transmission von 30 min Regeneration von 85 %*

Claims (6)

  1. - a -J9 61 807/16
    8 2 39 6 -™- 13.7.83
    Erfindungsansprach;
    1. Phototropes Glas, das als Träger der Phototropic Ausscheidungen aufweist, die Silber und Halogene und gegebenenfalls weitere Komponenten enthalten, gekennzeichnet dadurch, daß es einen Brechungsindex n^ 2 1,59, eine Abbezahl 2 44 und eine Dichte ^ 3,0 g/cnr besitzt»
    2· Phototropes Glas nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es zu mindestens 80 Mol.-% aus Komponenten des Systems
    SiO2 - R0O3 - R2O - RO - ROx - R2O5 besteht, wobei
    R2O3 für Al3O3, seltene Erdoxide und B2O3, R2O für Alkalimetalloxide
    RO für Erdalkalimetalloxide, ZnO, SnO, PbO, ROx für GeO2, ZrO2, TiO2, WO3 und R2O5 für Nb2O5, Ta2O5, P2O5
    stehen, sowie aus Ag2O, Kupferoxid oder einem anderen Sensibilisator und Halogenen·
    3· Glas nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es als Grund§.as, ausgedrückt in Gewichtsprozent auf Oxidbasis, enthält:
    9/QOOO
    L k O L J 3
    Glas nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es, ausgedrückt in Gewichtsprozent auf Oxidbasis, enthält:
    SiO2 42 bis 56
    B2O3 11 bis 18
    P2O5 O bis 2
    Al2O3 O bis 5 Summe au3 SiO2, B2O3, P2O5, Al2O3 zwischen 55 und
    Li2O 3 "bis 9
    Ha2O O bis 6
    K2O O bis 6 Summe der Alkalioxide zwischen 7 und
    MgO 3 bis 12
    CaO 0 bis 3
    SrO 0 bis 3
    BaO 0 bis 2
    ZnO 0 bis 5 Summe der Erdalkalioxide und ZnO zwischen 3 und
    dazu Ag2O mindestens 0,05, Kupferoxid oder ein anderer Sensibilisator zwischen 0 und 0,1 und Halogene mindestens 0,25.
  2. 5. Glas nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es, ausgedrückt in Gewichtsprozent auf Oxidbasis, enthält:
    SiO2 42 bis 56
    B2O3 11 bis 18
    Al2O3 ο bis 5 Summe aus SiO2, B2O3 zwischen 55 und
    Li2O 3 bis 9
    Na2O ο bis 6
    K2O 0 bis 6
    Summe der Alkalioxide zwischen 7 und
    MgO 3 bis 12
    CaO 0 bis 3
    SrO 0 bis 3
    ZnO 0 bis 2
    Summe der Erdalkalioxide und UnO zwischen 3 und
    ο λ ο ο ο ο - κ y* 61807/16
    ZAoZJ" 0--80- 13.7.83
    ZrO2 2 bis 11
    2 bis 18 2 bis 11 ο bis 8
    Y2O3 0 bis 1
    bei einem Verhältnis von Li zu Zn zwischen 3 und 20 und einem Verhältnis von Si zu B zwischen 2,5 und 5, dazu Ag2O mindestens 0,05
    Kupferoxid oder ein anderer Sensibilisator zwischen 0 und 0,1 und Halogene mindestens 0,18.
  3. 6. Glas nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens eine Komponente aus der Gruppe SiO2, BgO-, und P2Oc ganz oder teilweise molar durch GeO? ersetzt ist·
  4. 7. Glas nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daߣ SiO2, B2Oo, P2Oc und/oder GeO2 = 55 bis 75 Gew.-%.
  5. 8. Glas nach einem der Punkte 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß es zum Zwecke einer Braunfärbung in belichteten Zustand mit Edelmetallen dotiert ist.
  6. 9. Glas nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeihnet dadurch, daß es als Träger der Phototropie, zusätzlich zur Grundglaszusammensetzung enthält:
    gO mindestens 0,05 Gew,-%
    Brom Mindestens 0,09 Gew.-%
    Chlor mindestens 0,09 Gew.-% sowie
    Kupferoxid mindestens 0,003 Gew.-%
    10, Glas nach einem der Punkte 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß es zusätzlich bis zu 2 Gew.-% färbende Oxide enthalt.
DD83248239A 1982-02-26 1983-02-24 Phototropes glas mit einem brechungsindex groesser/gleich 1,59, einer abbezahl groesser/gleich 44 und einer dichte kleiner/gleich 3,0 g/cm hoch 3 DD208966A5 (de)

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