DD209209A1 - Schmierfette mit hoher ep-wirksamkeit und langer lebensdauer - Google Patents

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DD209209A1
DD209209A1 DD24307982A DD24307982A DD209209A1 DD 209209 A1 DD209209 A1 DD 209209A1 DD 24307982 A DD24307982 A DD 24307982A DD 24307982 A DD24307982 A DD 24307982A DD 209209 A1 DD209209 A1 DD 209209A1
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carbon disulfide
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DD24307982A
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Herbert Schulze
Erich Will
Reinhard Lindner
Erich Roeckert
Arnold Menzel
Wolf Wenzel
Heinz Gadiel
Hans-Ulrich Reichardt
Helmut Hentschel
Original Assignee
Petrolchemisches Kombinat
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Abstract

Die Erfindung betrifft Schmierfette mit hoher EP-Wirksamkeit und langer Lebensdauer, die bei geringem Verschleiss und langen Nachschmierfristen eine zuverlaessige Lagerschmierung auch unter extremen Einsatzbedingungen ermoeglichen.Es wurde gefunden, dass der Zusatz von 0,1 bis 5Ma.-% eines Umsetzungsproduktes von Schwefelkohlenstoff mitAlkylaminen und Natronlauge sowie anschliessender Faellung mit einer waesserigen Zinksalzloesung, 0,1 bis 2 Ma.-% Tris-(alkylphenyl)-phosphat und 0,1 bis 4Ma.-% eines Fettsaeureamides die Lebensdauer und die EP-Wirksamkeit bekannter Natrium/Calcium- und Aluminiumseifenfette oder gemischtverseifter Fette auf Montanwachsbasis sowie Calciumkomplexfette u.polyharnstoffeingedickter Fette derart erhoeht,dass damit Einsatzgebiete erschlossen werden koennen,die bisher Fetten vom Lithium-12-hydroxystearattyp vorbehalten waren.

Description

Schmierfette mit hoher SP-Wirksamkeit und langer Lebensdauer · ' 5
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Schmierfette mit hoher EP-Wirksamkeit und langer Lebensdauer, die bei einem geringen Verschleiß und hohen IJachschrnierfristen eine zuverlässige Lagerschmierung auch unter extremen Einsatzbedingungen ermöglichen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
15 .
Es ist bekannt, eine Reihe von Schniierfetteigenschaften durch Zusätze zu verbessern. Solche Zusätze können Oxidationsinhibitoren, wie Diphenylamin, Phenyl- <£ -naphthylamin, Phenothiazin, Bleidiamyldithiocarbamat u. a., Hochdruck-Additives, wie'Dibenzyldisulfid mit chlorierten Paraffinen, geschwefelte fettöle oder Terpene, Rostschutzadditive, Korrosionsschutz-Additive, Additive zur Erhöhung der Filmfestigkeit, wie.Diisopropyl- oder Dilaurylhydrogenphosphit sein. Beim Zusatz von Additiven zu den Schmierfetten können neben den positiven auch negative Wechselwirkungen im System Additives, öl und Eindicker auftreten.
Ss ist auch bekannt, daI3 durch Erhöhung der Konzentration des --daitives bis zu einer gewinnen Grenze die Eigenschaf-
ten des Produktes verbessert werden können- Darüber hinausgehende Konzentrationserhöhungen bringen keine Verbesserung der gewünschten Parameter. Ss nehmen vielmehr die negativen Auswirkungen auf andere Parameter, wie mechanische Stabilität, Rostverhalten u« a. zu.
Es sind auch hounwirksame Additives-Kombinationen bekannt, die spezielle Eigenschaften, wie das EP-Verhalten verbessern. So wurde- ε. 3. in DE-OS 210 .8780eine Kombination aus geschwefelten und mit Dithiophosphat verestertem Spermöl bzw. lerpen oder geschwefeltes und phosphoriertes Spermöl mit einer .schwermetallorganischen Verbindung eines längerkettigen Dialkyldithiocarbamats oder eines mit Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen veresterten Dithiophosphats vorgeschlagen, die den Verschleiß herabsetzt, die Haftfestigkeit des Grenzschmierfilmes verbessert } die Oxidationsbeständigkeit erhöht. Derartige Zusätze, insbesondere solche auf Spermölbasis sind aber auf Grund- des rückläufigen Aufkommens sehr teuer und nicht immer verfügbar.
Andere bekannte Schmieröladditives mit EP-Sigenschaiten, wie'Umsetzungsprodukte von aliphatischen Alkoholen der Kettenlänge C.^ bis Cp^ mi^ Schwefel- und Phosphorpentasulfid und .primären und/oder sekundären Aminen, Zinkdialkyldithiophosphat, Chlorparaffine u. a. besitzen in Schmierfetten eine ungenügende Wirksamkeit bzw. zerstören die Pettstruktur.
Ziel der Erfindung . .'.
1O
Z iel der Erfindung ist es, Schmierfette mit hoher EP-Wirksamkeit'und langer Lebensdauer zu schaffen, die kostengünstig aus verfügbaren Rohstoffen herstellbar sind und ein weites Anwendungsgebiet besitzen.
_ 3 Aufgabe der Erfindung'
Aufgabe der Erfindung ist es Schmierfette mit hoher EP-Wirksamkeit und langer Lebensdauer zu schaffen, die die Bedingungen des Prüflaufes 3 nach TGL 31170 mindestens bei 120 0C erfüllen und Timken OK,-werte von größer 55 Id erreichen. Dazu ist es erforderlich, daß die Schmierfette neben guten rheölogisehen Eigenschaften gute Grenzschmiereigenschaften und ein hohes Lasttragevermögen, eine gute Oxidations- und ThermoStabilität sowie ein gutes Rostschutz- und Korrosionsschutzverhalten besitzen.
Merlanale der Erfindung
Es wurde gefunden, daß der Zusatz einer Kombination, die bezogen auf das Fertigprodukt, 0,1 bis 5 Mas.-70, vorzugsweise 3 bis 5 Ma.-% eines Umsetzujigsproduktes von Schwefelkohlenstoff mit Alkylaminen und Natronlauge sowie anschließende Fällung mit einer wässrigen Zinksalzlösung, 0,1 bis 2 Ma.-%, vorzugsweise 0,5 bis 1 Ma,-%' Tris-(alkyl-
phenyl)-phosphat, 0,1 bis 4 Ma.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3 Ma.-1^ eines ^ettsäureamides,'.welches durch Umsetzung von Fettsäuren der Kettenlänge C. /-bis Cp? mit Aminen, vorzugsweise Diethanolamin gewonnen wird, enthält, die Lebensdauer und die EP-Wirksamkeit bekannter Ua. tr ium-., Calcium- und Aluminiumseifenfette oder gemischtverseifter Fette auf Montanwachsbasis sowie Calciumkomplexfette und polyharnstoffeingedickter Fette wesentlich erhöht, ohne andere Eigenschaften der Fette negativ zu beeinflussen.
3ei der Umsetzung-von Schwefelkohlenstoff mit Alkylamineη werden Mono- oder Diamine, vorzugsweise Ethylamine eingesetzt. Die Tris-(alkylphenyl)-phosphite weisen Alkylketten - im Bereich Cr bis C19, vorzugsweise jedoch Uonylgruppen au:
Die erfindungsgemäße Kombination wird vorzugsweise nach der letzten Kochstufe in die in bekannter Weise hergestellten Schmierfette eingearbeitet. Diese Schmierfette können weitere bekannte Inhibitoren enthalten.
Überraschend war es, daß die erfindungsgemäße' Kombination für die unterschiedlichsten Schmierstoff typen, bezogen aul das Eindickersystein eine wesentliche Erweiterung des Anwendungsgebietes gestattet. So wird es mit Schmierfetten auf Natrium/Calcium/Aluminium/-Seifen bzw. Komplexseifenbasis bzw. mit polyharnstoffei-ngedickten Schmierflüssigkeiten möglich, Anwendungsgebiete zu erschließen, die bisher ausschließlich Eindickersystemen vom Li-1 2-hydro:c7-stearat-Typ vorbehalten waren. Diese Erweiterung des An-Wendungsgebietes beruht im wesentlichen auf einer bedeutenden Erhöhung der Lasttragefähigkeit und der Alterungsstabilität, wobei diese Erhöhung .nicht zu Lasten anderer gebrauchswertbestimmender Eigenschaften geht, wie aus der Tabelle ersichtlich ist»
20. -
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung bestehen darin, daß unter Verwendung verfügbarer Rohstoffe kostengünstig qualitativ.hochwertige. Schmierfette mit einem breiten Anwendungsgebiet hergestellt werden können.
Es ist aber auch möglich, für Anwendungsfalle, in denen einzelne spezielle Eigenschaften im Vordergrund stehen nur Teile der Gesamtkombination einzusetzen, da sie auch als Einzelsubstanzen bereits eine günstige multifunk-' . tionelle wirkung besitzen, wobei beim Zinkdiethyldithiocarbamat der"Schwerpunkt auf der EP-Wirksamkeit und beim Tris-(nonylOhenyl)-'ohosOhit auf der Verlängerung der Lebensdauer, verbunden mit einer milden EP-Wirksamkeit lieg-Die Wirkung der Kombination sowie mögliche Anwendungsfal-Ie mit nur Teilen, der Kombination werden in den Ausfüh
rungsbeispielen erläutert.
Beispiel 1
Ein Schmierfett auf Mineralölbasis mit einem Polyharnstoffeindicker, welches in bekannter Weise in der Kon-
sistenzklasse 1 nach TGL 26 442 hergestellt wurde, wi-rd nach der Kochstufe mit 0,5 Ma,-% Tris(nonylphenyl)-phosphit (Phosphit TITPP-VEB Chemiewerk Greiz-Dölau) , 3 Ma.-% Zinkdiethyldithiocarbamat (Wobezit DADZ-VEB Chemieknmbi-' nat Bitterfeld) und 0,8 Ma.-% Fettsäureamid (Elromid RD- ^EB DHW Rodleben) versetzt, kaltgerührt und homogenisiert. Die Kennwerte des fertigen Fettes sind in der Tabelle angeführt. Im Vergleich dazu wurde ein mit einem bekannten SP-Zusatz versehenes Fett mit getestet. Dieses Fett ist besonders für Einsatzfälle mit hoher Stoßbelastung z.B.
15' bei Vibratoren, Futtermittelpressen, Rollgangsmotoren in Stahlwerken geeignet. Mit dem verbesserten Verschleiß- und Oxidationsverhaiten können die -Tachschmierzyklen wesentlich verlängert werden.
20 Beispiel 2
Einem natriumverseiften Getriebefett werden am Ende des Xochprozesses 3 bzw. 5 Ma«-% Wobezit DADZ zugesetzt. Das homogenisierte Fett wurde der Typ-Prüfung' unterzogen. Als Vergleichsprodukt wurde das Fett ohne"mit 5 % EP-Zusatz EPA 710 (VEB Hydrierwerk Zeitz). getestet. +und
Kennwert Prüf- Fett mit 5 % mit 3 % mit 5 # methode ohne EPA 710 DADZ DADZ
30 Zusatz
VSA-Ver- TGL 15OO 1880 2370 2820 schweißwert 33346
fahigkeit 26890
spez. Freßbelastung 636 srößer srößer größer
F"6n E . 81 5 "315. 315
°w "~u
a) nach ZVPA/2,8/50/20 größer
b) nach ZVPA/2,8/50/10 741 1096 1096 1273
Das mit 3 % DADZ versehene Fett entspricht in seinem EP-Verhalten einem Leistungsniveau von TIvI 3 (nach der RGW-Spezifikation für Getriebeöle) und das mit 5 '/° DADZ einem Leistungsniveau von niindesns TLI 4. Das THI 3-Fett ist geeignet zur Schmierung von langsamlaufenden, hochbelasteten schlecht abdichtbaren Industriegetrieben. Mit dem TM 4-Getriebefett können langsamlaufende schräg- und .bogenverzahnte Kegelradgetriebe und langsamlaufende Hypoidgetriebe mit geringem Achsversatz verschleißarm betric
10 ben werden.
Beispiel 3
Bin Calciumkomplezseifenfett wird nach der letzten Kochstufe "mit 5 % DADZ legiert. Das F'ett weist folgende Kennwerte auf.
Kennwert Prüf- jj'ett ohne Fett mit mit
methode Zusatz 5 $ SPA 710 5 % DADZ
VKA Ver- TGL 2240 2990 4000 schweißwert 38346
Timken-SK- ASTH
last (Ib) D 2509-68 20 35 größer
Das mit 5 % DADZ versehene Fett ist z. 3, ZVir Schmierung von ^ochbelasteten ^ip^e^-Keselrolle^la-^er, wie sie i"° Walzgerüsten zur Anwendung kommen, geeignet. ··.
30 Beispiel 4
Das_im._3eispiel 1 verwendete Grundfett wird mit 0,5 '^&-% TITPP versehen. Während das Grundfett den Prüf lauf 3 nach TGL 31 170 nur- bei 100 0C besteht,' wird dar Prüflauf 3 mit dem Zusatz von 0,5 IJa-'fä Phosphi »9SIPP bei 1 20 0G be-• standen. Der VZA-Verscliweißwert erhöhte sich von IcOO Ϊ7
auf 1350 ϊ·ί.
Dieses Fett ist besonders geeignet zur Lebensdauerschinierung von Elektromotoren aller Baugrößen mit einer Einsatzzeit von 20000 Betriebsstunclen und mehr.
Prüf- Produkt Basisfett Seifenfett mit erfin- Handelsprodukt
methode nach nach Bei- ohne ep-legiert dungsgem. auf Basis
Beispiel 1 spiel 1 ep-Zusätze Kombination hydroxystearat
ep-legiert nicht ep,-
ep-leg, legiert
Walkstabilip tat nach IO^Hub Δ P( 10"1IiUIi) RG Vif . 755 32 2990 47 -5 39 32 33 17
Oxydationsbe- st Bindigkeit bei 120 0G δ P1, (IO"1 mrn) 28080 29 größer 68 55 41 8 50 25 45 40
max-, Einsatz- t ernpera tür (° Q) TGL 26445 140 T 20 0G bestanden 120 120 120 130 130 140
Korrosionsgrad Emulsi onsne i gung TGL 28081 0 1 2/3 1/2 1 2 1 2 0 1 0 1 0 1
VKA"Verschwelß- wert Pg (H") TGL 38346 2000 1410 2240 3760 1800 2990
Timken OK-Last (Ib) : D ASTM 2509- 45 20 20 größer 55 20 55
Prüflauf B TGL 31170 120 0G nicht bestanden 00 0G bestanden 80 0G bestanden 120 0G bestanden 120 0G bestanden 1 20 0G bestände

Claims (8)

1. Schmierfett mit hoher SP-Wirksamkeit und langer Lebensdauer auf der Basis iJatrium/Calcium/Aluminium-Seifen bzw. Komplexseifenfetten oder poiyharnstoffeingedickten Fetten, gekennzeichnet dadurch, daß sie, bezogen auf das Fertigprodukt,
0,1 bis 5 Mä.-%, vorzugsweise 3 bis 5 Ma.-% eines Umsetzungsproduktes von Schwefelkohlenstoff mit Alkylaminen und Natronlauge sowie anschließende
Fällung mit einer wässrigen Zinksalzlösung, 0,1 bis 2 Ma.-%, vorzugsweise 0,5 bis 1 Ma.-/S Tris-/
(alkylphenyl)-phosphit,
0,1 bis 4 Ma.-%, vorzugsweise 0,5 bis 3 Ma.-% eines Fettsäureamides, welches durch Umsetzung von Fetts äur en der Ketten! äng e C1/- bis C09 mit Amine η, vorzugsweise Diethanolamin gewonnen wird, enthalten.
2. Schmierfett nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zur Umsetzung von Schwefelkohlenstoff mit Alkylaminen Mono- oder Diamine, insbesondere Sthylamin eingesetzt wird
3. Schmierfett nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß Tris-(alkylphenyl)phosphite mit Alkylketten im-Bereich Cg bis C-jp, vorzugsweise Cc enthalten sind.
4« Schmierfett nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet- dadurch, daß weitere bekannte Inhibitoren enthalten sein können.
5ο Schmierfett mit hoher SP-V/irksamkeit und guter Alterungsstabilität auf der Basis von Uatrium/Calcium/ Aluminium-Seifen bzw.
Komplesseifen oder polyharns.toffeingedickten Fetten, gekennzeichnet dadurch, daß .-0,1 bis 5 Ma,-^, vorzugsweise 3 bis 5 Ma.-% eines Um-
Setzungsproduktes von Schwefelkohlenstoff mit Alkylamineη und Natronlauge sowie anschließender Fällung mi t einer wassrigen Zinksalzlö sung ent-' halten sind.
5
4?u υ ι α y
Srfindungsanspruche
6. Schmierfett nach Punkt 5? gekennzeichnet dadurch, daß zur Umsetzung von Schwefelkohlenstoff mit Mono- oder Diaikylaminen, insbesondere Bthylamin eingesetzt wird,
7· Schmierfett mit guter Alterungsstabilität und milder ΞΡ-7/irksamkeit auf der Basis von Hatrium/Calcium/Aluminium-Seifen bzw« Komplexseifen oder polyharnstofi- eingedickten Fetten, gekennzeichnet dadurch, daß 0,1 bis 2'Ma.-Jo, vorzugsweise 0,5 bis 1 Ma.-^S Tr-is( alkyl phenyl)phosphit, vorzugsweise Tris(nonylphenyl)phosphit enthalten ist.
8. Schmierfett nach Punkt 5> 6 oder 7, gekennzeichnet dadurch, daß bekannte Inhibitoren enthalten sein können. .
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