DD209343A3 - Verfahren und vorrichtung zur durchsatzsteigerung von sichtermuehlen - Google Patents

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DD209343A3 DD24169682A DD24169682A DD209343A3 DD 209343 A3 DD209343 A3 DD 209343A3 DD 24169682 A DD24169682 A DD 24169682A DD 24169682 A DD24169682 A DD 24169682A DD 209343 A3 DD209343 A3 DD 209343A3
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DD24169682A
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Matthias Wild
Wolfgang Adolph
Andreas Bernhardt
Harald Bartzack
Helmut Rosenstock
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Wild Mathias
Wolfgang Adolph
Andreas Bernhardt
Harald Bartzack
Helmut Rosenstock
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Abstract

Sichtermuehlen mit angebrachter Absaugung am Sichter ermoeglichen das gutwolkenfreie Durchstroemen des Staub- Gas-Gemisches in diesem. Ausserdem ist es erfindungsgemaess moeglich, Brennstaub fuer andere Verwendungszwecke zu erzeugen. Der Nennfoerdergutdurchsatz kann in Sichtermuehlen mit Absaugung erreicht und weit ueberschritten werden. Weiterhin wird erfindungsgemaess eine Foerdergutkonzentrationsvergleichmaessigung im Sichter erreicht. Die Erfindung kann in der Kraftwerks- oder Verfahrenstechnik eingesetzt werden.

Description

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Verfahren und Vorrichtung zur Durchsatzleistungssteigerung von Sichtermühlen
Anwendungsgebiet der grfin
Das Anwendungsgebiet der Erfindung umfaßt dia Sichtung von staubförmigen Stoffen in Sichtermühlen, insbesondere die Verarbeitung von Rohkohle in Sichterraühlen zu. Brennstaub, wobei Brennstaub gewonnen und durch die Durchsatzleistungssteigerung der Weiterbetrieb nachgeschalteter Anlagen, vorzugsweise Brennkammern von Dampfugern, ohne Einschränkungen gewährleistet wird,
Charakteristik der bekannten technischen Losungen
Bekannt sind Schwer- und ?liehkraftsichter sum Sichten von Kohlenstaub, die aufgrund ihrer Konstruktion dem Durchsatz in Kohlenmühlen Grenzen setzen, Ss ist notwendig, einen Sichter zu entwickeln, der die iJenndurchsataleistung in Kohlenmühlen erreicht und/oder überschreitet, Diese Eotwendigkeit resultiert aus der ballastreicher werdenden Rohbraunkohle,
1äJ!JL,i932*ö23ö62
Bekannt ist, daß beim herkömmlichen Schwer- und Fliehkraftsiehter·im Raum nach Spiralgehäuse dar Sichtermühle bis zur ersten Sichterleitwand Fördergutwoikenkonzentrationen auftreten, die den effektiv durchströmten Querschnitt verkleinern und damit die Durchsat ζ> leistung der Sichtermühlen erheblich herabsetzen, Mitunter erreichen die Fördergutwolkenkonsentrationen eine solche Sättigung an Staub, daß die Fördergutwoiken entgegen der Hauptströmung in Richtung Spiralgehäuse der Sichtermühle wachsen und damit die Durchsatzleistung begrenzen oder sogar die Sichtermühle überschütten.
Bekannt ist weiterhin, daß sich die Fördergutwolken überwiegend aus Feinkorn zusammensetzen. Zur Unterdrückung oder Verringerung der Entstehung der Fördergutwolken sind Maßnahmen für den Sichter nach Sichtermühlen bekannt , die sich unterscheiden in Verfahren und Vorrichtungen zur Verbesserung der Sichterwirkung durch Einbringung zusätzlicher Leitbleche in den Sichter selber, die den Druckverlust des Sichters.erhöhen und Verfahren und Vorrichtungen mit Rückführungskanälen für Grobkörnungen nach dem Sichter zur Saugseite der Mühle,, die die Sichte rwirkung ursächlich nicht beeinflussen.
Bekannt ist nach DD-1I? 6547 eins Einblasemühle für Kohlestaubfeuerungen mit höher geführter Mahlkammer und einer darin befindlichen Öffnung zwecks Verhinderung von "überdruck und daran angeschlossene seitliche Kanäle, die zu dem Kohlefalischacht oder zur Saugseite' der Mühle führen und eine Rückführung der groben Kohleteile realisieren.
Nachteilig ist bei dieser Sinblssemühle die Förderung des gesamten Kohlemahlgutes in die Mahlkammer, da Mah.1-barkeitsschwankungen der Kohle nicht im Sichter kompensiert werden- und sich sofort auf die Kohlestaubfeuerung auswirken können.
Bekannt sind weiterhin eine Schlagradmühle mit Umlenksichter zur Zerkleinerung von ballastreicher Rohbraunkohle nach DD-VV? β028} welche durch eine Brüdenabsaugung auf dem letzten Leitblech den Einsatz, wasserreicher Rohbraunkohle ermöglicht. Fördergutwolken und Staubsträhnenströmungen lassen sich jedoch mit diesem Srfindungsgedanken nicht unterdrücken.
Der bekannte GrieSrücklauf der Sichtermühlen führt die groben Kohleteilchen in den Mahlprozeß zurück, eine Rückführung von Feinkorn aus den Fördergutwolken ist nicht bekannt.
Ziel der Erfindung,
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und Vorrichtung' zu entwickeln, welches die Wirksamkeit des Sichters von Sichtermühlen derartig erhöht, daß eine Steigerung der Durchsatzleistung erfolgt, wobei eine Nachrüstung möglich ist und bei Sichtermühlen von Kohlenstaubmahlanlagsn zusätzlich Brennstaub gewonnen wird und Neubauten sich bei gleicher Durchsatzleistung durch geringere Abmessungen und energetischen Aufwendungen auszeichnen.
Darlegung; des Wesens der Erfi
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, welches die Abführung der Fördergutwolken nach' der Mühle von Sichtermühlen gestattet, dabei eine Vorrichtung zur Nachrüstung an Sichtermühlen von Eohleiistaubmahlanlagen zu entwickeln, welche !zusätzlich Brennstaub erzeugt.
Srfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß unmittelbar nach der Mühle, vor der in Strömungsrichtung des Mahlgutes liegenden ersten Sichterleitwand, eine Absaugung durch einen Absaugkonus oder einem entsprechenden Kanal erfolgt und dadurch das Eintreten der Fördergutwolken in den der Mühle nachfolgenden Sichter verhindert wird«
Bei Sichtermühlen von Kohlenstaubmahlanlagen, die mit Schlagradmühlen bzw* Ventilatormühlen arbeiten und Hohbraunkohle zu Braunkohlenbrennstaub mahlen, werden erfindungsgemäßdurch den Ansaugkonus bis zu 20 % das Fördervoluaens der Sichtermühle abgesaugt, dadurch wird eine Durchsatzleistungssteigerung bis zu 35 % erreicht, wobei keine Leistungseinbuße nachgeschalteter Anlagen, insbesondere in Br erin kammern von Dampferzeugern, entsteht. . ' '
Srfindungsgemäß 1st die Absaugung durch die Verbindung zur Saugseite der Sichtermühle infolge vorhandener Druckdifferenz möglich, weiterhin ist dazu auch der Überdruck vor der ersten Sichterleitwand gegenüber der Umgebung nutzbar und/oder zusätzliche bekannte saugende Vorrichtungen oder Verfahren werden eingesetzt.
Zur Abscheidung des Feinkornanteils aus dem abgesaugter. Teilförderstrom der Sichtermühle kann nach dem Ansaugkonus ein bekannter Feinstaubabscheider angeordnet werden. Wei-
terhin können nach dein Ansaugkonus verfahrensbedingte Absperrorgane angeordnet werden, wobei zur gezielten Beeinflussung des abgesaugten Teilfördervolumens bekannte Drosseleinrichtungen vorhanden sind.
Die Vorrichtung zur Nachrüstung an Sichtermühlen von Kohlenstaubmahlanlagen geht vom Ansaugkonus nach der Mühle und vor der ersten Sichterleitwand aus, wobei erfindungsgemäß eine Leitung zur Saugseite der Sichtermühle führt, dabei der Differenzdruck zwischen Saugseite und Druckseite der Mühle als Ansaugedruck genutzt wird und in der Leitung ein Feinstaubabscheider, vorzugsweise ein Zyklon, und eine bekannte Drosselvorrichtung angeordnet sind. Der Peinstaubabscheider scheidet. Brennstaub aus dem abgesaugten Teilfördervolumen der Sichtermühle ab und führt den Trägergasstrom erfindungsgemäß zur Saugseite der Sichtermühle zurück.
In der Leitung zur Saugseite der Sichtermühle kann entsprechend den Erfordernissen der Druckdifferenzbilanz der Vorrichtung und des Differenzdruckes zwischen Saugseite und Druckseite der Sichtermühle ein Gebläse die Absaugung unterstützen.
Der Vorteil des Verfahrens besteht in der Durchsatzieistungssteigerung von Sichtermühlen und in einer zusätzlichen nachrüstbaren Vorrichtung zur 3rennstauberzeugung<
- D —
Ausiührungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden« In der zugehörigen Zeichnung zeigt:
Fig. 1: einen Seitenriß durch eine Sichtermühle Pig. 2: eine Draufsicht- einer Sichtermühle
Sine Sichtenaühle zur Erzeugung von Braunkohlenbreimstaub für einen Dampferzeuger hat den in Fig. 1 dargestellten Aufbau* Dabei.befindet sich in Sichter 1 die Prallplatte 2 und die erste Sichterleitwand 3* An der Sichterbegrenzung 4 ist der Ansaugkonus 5 vorhanden. Der Ansaugkonus 5 führt zu einem Zyklon 8 und über die Leitung 9 ist eine "verbindung zur Rauchgasrücksaugüng auf der Saugseite der Sichtermühle vorhanden. Die Absperr- und Drosselorgane sind vereinfachenderweise nicht dargestellt. Der prinzipielle Aufbau der Sichter-IHUhIe1_bestehend, aus Sichter 1 und Spiralgehäuse 6, wird beibehalten.
Durch den Ansaugkonus 5 werden 20 % des Fördervolumens der Sichtermühle infolge vorhandener Druckdifferenz: z:wisehen Saugseite und Druckseite der Mühle abgesaugt, Der Teilfördervolumenstrom gelangt in den Zyklon 8, der entsprechend des Abscheidegrades Braunkohlenbrennstaub abscheidet und den Trägergasstrom durch die Leitung 9 zur Rauchgasrücksaugüng auf der Saugseite der Mühle führt» Infolge der Absaugung von 20 % des Pördervolumens der Sichtermühle ergibt sich eine Steigerung der Durchsatz-1 ~A r-,-i-,,-o™ TTO-/-ι O R '"£ λτ σ ^ 1^ ΤΉ ^ v:iqid-i-i7T · λ·-:^ "Tl -ν» r? on σ" ITl C-xCiS^iid^ VvJXj. c. j /ο .kJ_L.t> Js /Ot i^j-o ^aat-'j^-L^^ii- ^-J -. ^ ^ ^^ '-^j-Iq von Braunkohlenbrennstaub aus den abgesaugten Fördervolumen verursacht eine Erhöhung der Wirksamkeit des Sichters 1, der somit mehr Brennstaub aus dem Mahlgut- der
Mühle sichten und wodurch eine höhere Rohkohlemenge verarbeitet v/erden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist nachrüstbar und gewährleistet auch bei einem Fördergutdurchsatz, der über den ITennfördergutdurchsatz liegt, nahezu gutwolkenfreies Durchströmen des Sichters 1. Die im Zyklon 8 abgeschiedene Brennstaubmenge kann über einen Mahlgut umlauf auf die Saugseite der Sichtermühle wieder zugeführt werden.

Claims (4)

Brfindungsanspruch
1. Verfahren zur Durchsatzleistungssteigerung von. Sichtermühlen, insbesondere Ventilatormühlen von Kohlenstaubmahlanlagen, gekennzeichnet dadurch, daß bis zu 20 % des Fördervolumens aus dem. Fördergutwolkengebiet- vor der in Strömungsrichtung ersten Sichterleitwand (3); des Mühlensichters abgesaugt werden, in einem Abscheider (8) eine Trennung von Trägergas und Feinkornanteil erfolgt und das entstaubte Trägergas der Sichtermühle saugseitig zugeführt, wird,
2. Verfahren gemäE Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Absaugung durch die Druckdifferenz zwischen Saugseite und Absaugekonus oder durch den Überdruck im Absaugekonus gegenüber der Umgebung und/oder durch zusätzliche saugende Vorrichtungen, insbesondere Gebläse, erfolgt.
3« Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Punkt T, gekennzeichnet dadurch, daß ein Absaugkonus (5) voT der ersten in Strömungsrichtung des Fördervolumens'nach' dem Spiralgehäuse (6) der Mühle im Sichter (1) vorhandenen Sichterleitwand (3) angeordnet ist, eine Leitung (9) die Verbindung zwischen Absaugkonus (5) und der Saugseite der Sichtermühle realisiert, in welche ein Abscheider, insbesondere ein Zyklon (8), eingeschal-
4. Vorrichtung gemäß Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß in der Leitung (9) nach dein Absaugkonus (5)' Absperrorgane und mindestens eine Drosselvorrichtung vorhanden sind.
Hierzu T Seite Zeichnung.
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DD24169682A 1982-07-16 1982-07-16 Verfahren und vorrichtung zur durchsatzsteigerung von sichtermuehlen DD209343A3 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3913694A1 (de) * 1987-10-30 1989-11-16 Illabo Mining Equipment Co Pty Pulverisierens- und wiedergewinnenserzmuehle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3913694A1 (de) * 1987-10-30 1989-11-16 Illabo Mining Equipment Co Pty Pulverisierens- und wiedergewinnenserzmuehle

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