DD209577A5 - Verfahren zur herstellung eines glykoverwandten antigens - Google Patents

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DD209577A5
DD209577A5 DD82241290A DD24129082A DD209577A5 DD 209577 A5 DD209577 A5 DD 209577A5 DD 82241290 A DD82241290 A DD 82241290A DD 24129082 A DD24129082 A DD 24129082A DD 209577 A5 DD209577 A5 DD 209577A5
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Abstract

KREBSZELLEN BEKAEMPFENDE LYMPHOCYTEN, VERFAHREN ZU DEREN HERSTELLUNG UND ANTI-KREBSMITTEL, ENTHALTEND DIE LYMPHOCYTEN ALS AKTIVEN BESTANDTEIL, WERDEN BESCHRIEBEN. DIE KREBSZELLEN BEKAEMPFENDEN LYMPHOCYTEN WIRKEN SPEZIFISCH AUF KREBSZELLEN, DIE EIN VON KREBSZELLEN ABGELEITETES GLYKOVERWANDTES ANTIGEN ENTHALTEN UND ZERSTOEREN DIESE.

Description

241290 L -^" Berlin, den 4.10.1983
^ AP A 61 K/241 290
61 066/12
Verfahren zur Herstellung einea glykoverwandten Antigens Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Herstellungaverfahren von glykoverwandten Antigen, das zur Bekämpfung von Krebszellen und damit in der Medizin eingesetzt werden kann.
Bekannte technische Lösungen
Immunansprechende üiffektorzellen, insbesondere T-Lymphocyten, die eine Hauptrolle bei einer zellausgelösten Immunreaktion spielen, verursachen eine Zurückweisung von Pfropf stellen aufgrund eines tfremzellen-Antigens, bewirken jedoch keine merkliche oder nur eine sehr begrenzte Immunoinhibierung gegen Krebszellen, Infolgedessen werden die Krebszellen nicht zerstört, sondern vervielfältigen sich in vivo und verursachen schließlich den 'fod des von Krebs befallenen Trägers·
Der hierbei vorhandene Mechanismus ist jedoch noch nicht vollständig klar und es sind verschiedene Untersuchungen angestellt worden, um nähere Erkenntnisse zu erlangen über die Art der Materialbasis, die in einem solchen System vorkommt· Z. B. werden Zeiloberflächenmarkierungen auf Mäuseleukämiezellen oder Embrionalkarzinomzellen unter Verwendung von Lektinen, wie Dolichos biflorus-Agglutinin (DBA) und iirdnußagglutinin (PNA) in Biochem· Biophys. Res. Gomm. 89 (2) 448 - 455 (1979), Ibid. 96 (4) 1547 - 1553 (1980), J. Biochem. 8J 473 - 481 (1981) und
241230 U ~2~ 4.10.1983
AP A 61 K/241 290 62 066/12
Cell 18 189 - 191, September 1979 beschrieben, Ziel der Erfindung
iüe ist Ziel der Erfindung, ein Mittel zur Bekämpfung von Krebszellen zu entwickeln,
Wesen der lürfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines glykoverwandten Antigens bereitzustellen.
Gründliche Untersuchungen über die Immunansprechung des 'Trägers gegenüber Krebszellen und deren Anwendung zur Behandlung von Krebs haben nun ergeben, daß in einem krebszellenspezifischen Antigen, das nicht in differentierten Hormalzellen zu finden ist, GRA vorhanden ist, das als Immunogen für den Träger wirkt und eine sehr hohe Immunogenität aufweist, das eine Immunreaktion, die spezifisch auf Krebszellen ist, verursacht. Mit GRA wird nachfolgend das glykoverwandte Antigen bezeichnet, das sich von den Krebszellen ableitet,
äs wurde weiterhin festgestellt, daß dann, wenn man GRA zum Sensibilisieren von Lymphocyten verwendet, man Killerzellen erhält, die spezifisch auf GRA-enthaltende Krebszellen wirken und daß man bei Verabreichung der Killerzellen an einen Träger diese GRA erkennen und auf GRA-enthaltende Krebszellen einwirken,
4 1 2 9 0 A -3- 4.10.1983
AP A 61 K/241 290 61 066/12
diese zerstören und daß man auf diese Weise eine sehr gute Wirkung bei der Behandlung und Vorbeugung von Krebs erzielen kann.
Die Killerzellen kann man beispielsweise herstellen gemäß einem Verfahren, bei dem GRA zum Sensibilisieren von Lymphocyten verwendet werden·
2.4 1 29 Ö 4
Das bei dem obigen Verfahren verwendete GRA erhält man aus GRA enthaltenden Krebszellen von Menschen oder
ι Tieren, z.B. von kultivieren Krebszellen, transplantierten Krebszellen, spontan auftretenden Krebszellen, durch chemische Substanzen oder durch Viren induzierten Krebszellen oder Krebszellen, die man aus Geweben herausoperiert hat unter Anwendung der folgenden Verfahren. ;
Zellmembrankomponenten werden von Krebszellen der vorerwähnten Art abgetrennt und mit einem Lektin behandelt, welches sich spezifisch mit terminaler Galaktose oder endständigem N-Acetylgalactosärairr,'wobei GRA mit dem Lektin verbunden leicht abgetrennt werden kann, bindet (s. J.B.C, ,250/
8518-8523 (1975); Biochem. Biophys. Res. Comm., b_£, 144 (1975); 2. Immunitätsforsch., V38, 423-433 (1966); Br. J. Exp. Pathol., 2Ί_, 228-236 (1946); Proc. Nath. Acad. Sei. USA, 75, Nr. 5, 2215-2219 (1978); Biochemistry, 13, 196-204 (1974); und Carbohydrate Research, 5J_, 107-118 (1976)), wodurch GRA sich mit dem Lektin vereint und leicht abgetrennt werden kann.
Die Trennung der KrebsEellenmembrankomponenten kann man auf einfache bekannte Weise erzielen, z.B. durch eine Hoinogenisierungsmethode und eine Soiübilisierungsme-. . thode unter Vcrwenclu..ng eines Auflösungsmittels. Vorteilhaft ist es, eine Methode anzuwenden, bei welcher Krebszellen in physiologischer Kochsalzlösung oder in einem geeigneten Puffer homogenisiert werden, ein Teil des Niederschlags durch beispielsweise Zentrifugenabtrennung gesammelt wird und in physiologischer Kochsalzlösung oder einem Puffer mittels eines Lösungsmittels
241290 U -5 -
gelöst wird, worauf man den überstehenden Teil dann beispielsweise durch Zentrifugenabscheidung abtrennt. Als Auflösungsmittel kann man beispielsweise oberflächenaktive Mittel, wie sie allgemein bekannt sind, um Zellmembranen aufzulösen, verwenden, z.B. nichtionische oberflächenaktive Mittel, wie Triton X-100 (hergestellt von Wako Pure Chemical Industries Ltd.), NP-40 (hergestellt von Shell Co. r Ltd.), Digitonin und Harnstoff,oder anionische oberflächenaktive Mittel, z.B. Natxiumdodecylsulfonat (SDS).
Aus den so erhaltenen Zellmembrankomponenten kann man GRA, das in der Lage ist, sich mit Lektin unter Anwendung üblicher chemischer oder biochemischer Verfahren und indem man von den Eigenschaften des Lektins Gebrauch macht, abtrennen. Beispiele für solche Verfahren sind eine Äffinitätschromatografie, bei der man einen ein Lektin enthaltenden Säulenträger verwendet, eine Immunausfällungsmethode, unter Verwendung von GRA-Antikörper oder dergleichen, eine Dialysernethode, eine GeIfiltrationsmethode, eine Elektrophoresemethode oder eine physikalische Ausfällung unter Verwendung eines Zuckerprotein ausfällenden Mittels, z.B. Pclyethylenglykol und Aceton, oder eine Kombination solcher Verfahren. Besonders bevorzugt ist die Äffinitätschromatografie unter Verwendung einer Säule, die ein Lektin · enthält, wobei man den Säulenträger leicht herstellen kann, indem man Lectin auf einem unlöslichen Träger immobilisiert. Die Immobilisierung von Lektin auf einem unlöslichen Träger kann man in.bekannter Weise, wie sie für die Immobilisierung von Biosubstanzeri angewendet
24 1290 4 -
wird, durchführen. Von diesen. Methoden wendet man bevorzugt die Cyanobromidaktivierungs-Polysaccharid-Methode und eine Immobilisierungsmethode unter Verwendung von N-Hydroxysuccimidester an. Die Cyanobromidaktivierungs-Polysaccharid-Methode ist eine Methode., bei der ein unlöslicher Träger mit Cyanobromid behandelt wird und das so erhaltene aktivierte Produkt wird dann unter milden Bedingungen einer Kupplungsreaktion mit einem Lektin unterworfen, wobei das Lektin immobilisiert wird. Bei der Behandlung des unlöslichen Trägers mit Cyanbromid wendet man beispielsweise basische Verbindungen, wie Natriumhydroxid und Natriumhydrogenkarbonat an, um den pH auf 7,5 bis 12 einzustellen und dann behandelt man den Träger in einem Lösungsmittel, wie Wasser, Acetonitril oder einem bei pH 7,5 bis 12 gehaltenen Puffer, z.B. einem 0,TM Natriumhydrogenkarbonatpuffer (pH etwa 8,7). und. O7OIM Phosphatpuffer (pH etwa 7,7) bei Raumtemperatur während . etwa 1 bis 12 Minuten. Im allgemeinen wendet man vorzugsweise eine dem unlöslichen Träger äquivalente Menge an Cyanbromid an.
Jeder bekannte unlösliche Träger, der gegenüber allen Biosubstanzen eine niedrige nichtspessifiscbe Adsorption zeigt, der eine hohe Porosität hat und der eine funktioneile Gruppe aufweist, die unter milden Bedingungen in der Lage ist, Biosubst&nzen zu immobilisieren und der chemisch und physikalisch ausreichend stabil ist, kann bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
Verv.'endbare unlösliche Träger sind beispielsweise Träger, die aus Zellulose hergestellt wurden, z.B·
24 129 0 A -
Aminoethylzellulose, Carboxymethylzellulose, Bromoacetylzellulose und p-Anilinozellulose, oder ein Träger aus vernetzten! Dextran, z.B. Sephadex und CM-Sephadex (hergestellt von Farmacia Corp.) und ein Träger aus Agarose, z.B. Sepharose 2B, Sepharose 4B und Sepharose 6B (hergestellt von Farmacia Corp.).
Bei der Kupplungsreaktion des wie oben erhaltenen, mit Cyanbromid aktivierten Trägers wird der mit Cyanbromid aktivierte Träger in einer Menge angewendet, die 30 bis 80 mal der des Lektins entspricht und man führt die Umsetzung in einem geeigneten Lösungsmittel, wie einer 0,1 Mol/l wässrigen Lösung von Natriumhydrogenkarbonat (enthaltend 0,5 Mol/l Natriumchlorid; pH 8,4) bei einer Temperatur zwischen 0 und 400C und vorzugsweise 2 und 8°C während einer Zeit von etwa 10 bis Stunden durch. Auf diese Weise erhält man einen Lektin enthaltenden Träger für eine Äffinitätschromatografie.
Bei der Chromatografie unter Verwendung des Lektin enthaltenden, wie oben beschrieben hergestellten Trä- \ gers, kombiniert sich das gewünschte GRA mit dem auf dem Träger enthaltenen Lektin und wird in der Säule festgehalten. Anschliessend werden Substanzen, die zu einer Kombination in der Lage sind, z.B. mit einem Lektin, durch die Säule laufen gelassen, wobei einer Austausch- reaktion stattfindet, oder man führt alternativ eine Adsorptionsabtrennung (mit einer Eluierlösung) durch, z.B. mit einem hochkonzentrierten Salz, einer wässrigen Lösung von KaMumthiocyanat und einem Nitratpuffer, um das gewünschte GRA abzutrennen und zu aewinnen.
41290 4
Bei der Austauschreaktion sind Substanzen, die in der Lage sind, sich mit einem Lektin zu verbinden, wenn ein Träger für die Affinitätschromatografie, enthaltend ein galaktosebindendes Lektin, verwendet wird, beispielsweise solche, die sich mit einem endständigen galaktoseverbindendem Lektin kombinieren, z.B. Galaktose, Disaccharide, enthaltend endständige Galaktose,und Oligosaccharide,enthaltend eine endständige Galaktose. Beispiele für Substanzen, die in der Lage sind, sich mit einem Lektin zu verbinden, wenn als Träger für die Äffinitätschromatografie ein N-Acetylgalaktos· amin-bindendes Lektin vei-wendet wird, sind solche, die sich mit einem endständigen N-Acetylgalaktosamin verbindenden Lektin verbinden könnten, z.B. N-Acetylgalaktosamin, Disaccharide/ enthaltend ein endständiges N-Acetylgalaktosamin und Oligosaccharide, enthaltend ein endständiges N-Acetylgalaktosamin. ·"/ .
Das so erhaltene GRA enthält Glykoprotein, enthaltend eine Galaktose und/oder N-Acetylgalaktosamin-Endgruppe, GIykolipide und/oder Saccharide.
Das so hergestellte GRA kann gewünschtenfalls lyophiliisert werden und auch in üblicher Weise unter Anwendung üblicher Trennmethoden gereinigt werden. Beispielsweise kann man sol-· ehe GRÄ-Zubereitungen, die mit einem galaktosebindenden lektin isoliert wurden, einer Trennniethode unterwerfen, unter Anwendung eines N-Acetylgalaktosamin verbindenden Lektins und GRA, das mit einem N-Acetylgalaktosamin verbindenden Lektin dann isoliert wurde, kann nach einer Trennmethode behandelt werden, unter Verwendung eines galaktosebindenden Lektine-
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Die hier verwendeten Lympliocyten sind nicht kritisch und alle Lymphocyten von normalen oder krebsigen Menschen oder Tieren können verwendet werden. Beispiele hierfür sind Lymphocyten, die man von peripherein Blut, Knochenmark, Lymphknoten, aus der Milz, den Mandeln oder der Thymusdrüse erhält. Diese Lymphocyten werden durch physikalische oder chemische Methoden, durch eine Oberflächenmembranmethode oder dergleichen isoliert.
Die Sensibilisierung von Lymphocyten mit GRA. erfolgt, indem man die Lymphocyten auf einem Kulturmedium, enthaltend GRA, während einer Zeit von 1 bis 10 Tagen, vorzugswaise 2 bis 7 Tagen, kultiviert.
Als Kulturmedium für die Verwendung zum Sensibilisie*- -ren der Lymphocyten können verschiedene übliche Nährmedien verwendet werden, die üblicherweise für solche Zellkultivierungen verwendet werden. Bevorzugte Beispiele schliessen ein RMPI 164O-Mediumr eine Eagle-MEM-Kultur, etc., dem Humanserum, Kalbsfötusserum (FCS), Kalbsserum, Pferdeserum oder dergleichen zugegeben wurde. Die Menge des zur Kultur gegebenen GRA beträgt im allgemeinen 1 bis 1.000 ng/ml und vorzugsweise 1 bis
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500 ng/ml, berechnet als Menge Zucker., pro 1 χ 10 /ml Lymphocyten.
Die Kultivierung wird in üblicher Weise, z.B. bei einem pH von 7,2 und bei einer Temperatur von etwa 37CC durchgeführt.
Die so hergestellten Killerzellen gemäss der Erfindung sind im wesentlichen normale Lymphocyten und haben eine GRA-spezifische Zellenbejcämpfungsalttivität. Beispielsweise hat GRA-1-KT, eine der erfindungsgemässen Killerzellen, Eigenschaften die bei humanen peripheren Blut--T-Zellen vorkommen und zeigt eine zeilbekämpfende Aktivität, die spezifisch gegenüber Krebszellen, enthaltend GRA, ist, wie in den später folgenden Beispielen gezeigt wird.
Typische Beispiele für die neuen Killerzellen gemäss der Erfindung sind GRA-1-KZ und GRA-M-I, die in den nachfolgend beschriebenen Beispielen hergestellt werden. Diese Killerzellen sind bei der Anmelderin erhältlich und bei ATGC hinterlegt worden.
Die erfindungsgexnässen Killerzellen kann man unlimitiert vervielfältigen/unter Verwendung des vorerv/ähnten Kulturmediums, enthaltend einen T-Zellen-Wachstumsfaktor (TCGFr IL-2 ). In diesem Falle kann man eine selektive Kultivierung von Klonen der Killerzellen mittels einer üblichen Ultraverdünnungsmethode durchführen. Die Killerzellen können stabil über lange Zeiträume, in
241 290 k -11-
beispielsweise flüssigem Stickstoff aufbewahrt werden.
Das GRA kann einzeln als aktiver Bestandteil eingesetzt werden oder es kann zusätzlich in Kombination mit anderen bakteriziden Mitteln und krebsinhibierenden Mittel verwendet werden. Krebsinhibierende Mittel, die das erfindungsgemässe GRA als aktiven Bestandteil enthalten, können in jeder Form vorliegen, unter der Voraussetzung, dass sie GRA in wirksamen Mengen enthalten· Im allgemeinen wird das Mittel intravenös, subkutan, intfadermal oder intramuskulär in Form einer Lösung, einer Suspension oder als Emulsion verwendet. Man kann es auch als Trockenprodukt herstellen und dann unmittelbar vor der Verwendung durch Zugabe eines geeigneten Trägers in eine Flüssigkeit überführen. Dieses flüssige Mittel kann ein Suspensionsmittel, z.B. Methylzellulose, ein Emulgiermittel, z.B. Lecithin, Konservierungsmittel, z.B. Methyl-p-hydroxybenzoat, Stabilisierungsmittel und dergleichen enthalten, soweit diese keine nachteilige VJirkung auf die Immunisierungsfunktion bei Menschen oder Tieren hervorrufen. Auch Puffer können enthalten sein.
Geeignete wässrige Träger sind beispielsweise eine physiologische Kochsalzlösung und ein geeigneter nichtwässriger Träger kann beispielsweise ein Pflanzenöl,
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z.B. Sesamöl, ein Mineralöl, z.B. Paraffin, oder ein tierisches öl, z.B. Sguallene, oder auch Prcpylenglykol sein. Zur Erhöhung der immunologischen Wirkung kann man ein geeignetes Adjuvants inkorporieren. Geeignete Adjuvantien sind beispielsweise Freund1s Complete Adjuvants, Saponin bei Tieren und Aluminiumhydroxid beim Menschen.
Das erfindungsgemässeAnti-Krebsmittel kann einmal oder wiederholt über längere Zeiträume einem Krebspatienten zur Behandlung von Krebs verabreicht werden oder man kann es jemandem verabreichen, der krebs»nfällig ist, um dadurch dem Krebs vorzubeugen.
Da LD50 (Maus, intraperitoneal) von GRA wenigstens 500 mg/kg, berechnet als Zuckermenge, beträgt, zeigt das Anti-Krebsmittel gemäss der Erfindung eine niedrige Toxizität und man kann .es deshalb innerhalb eines weiten Dosierungsbereiches verabreichen. Obwohl die Konzentration von GRA in dem Anti-Krebsmittel gemäss
der Erfindung nicht kritisch ist, wird doch bevorzugt, es in einer Menge von 0„001 bis 100 μg/ml, berechnet als Menge des Zuckers, zu verwenden. Hinsichtlich der : Dosierung des Anti-Krebsmittels wird im allgemeinen bevorzugt, das Mittel in einer Menge von 0,001 bis 1.000 μg/kg/Tag auf einmal, oder in verschiedenen Anteilen zu verabreichen, wobei jedoch diese Dosierung von dem Krankheitsgrad, dem Alter und dem Geschlecht des Patienten abhängt.
·
Das so hergestellte Anti-Krebsmittelr welches die
24 1 290 4
Killerzelien als aktiven Bestandteil enthält, wird vorzugsweise als injizierbare Lösung in Kombination mit Trägern/ die bei der Herstellung von Blutmedizinen Anwendung finden, verwendet. Die hier verwendeten Träger sind nicht kritisch, jedoch bevorzugt man Träger, die die gleiche Tonizität wie Blut aufweisen. Besonders wird physiologische Kochsalslösung bevorzugt. Bei der Herstellung des Mittels wäscht man vorzugsweise die Killerzellen ausreichend mit einer physiologischen Kochsalzlösung oder· dergleichen, um das vorerwähnte Kulturmedium zu entfernen und anschliessend wird es dann in einem Träger aufgenommen.
Die Konzentration an Killerzelien in dein Mittel ist nicht besonders begrenzt, sie beträgt jedoch Vorzüge*
5 9 weise zwischen 10 und 10 pro Milliliter, Verabreicht man die Killerzelien intraperitoneal in einer Dosis
von 10 pro Maus, so stellt man keine Toxizität fest.
Zwar hängt die Dosis des. erfindungsgemässen Anti-Krebsmittels von. dem Grad der Krankheit, dem Alter und dem Geschlecht des Patienten ab, jedoch wird im allgernei-
5 nen das Mittel vorzugsweise in einer Dosis von 10 bis
12
10 /kg/Tag avf eimnal oder in verschiedenen Anteilen
. verabreicht. _ .
Die folgenden Beispiele, Referenzbeispiele, Versuchsbe.isx>iele und Verc.leichsbeispiele beschreiben die -Erfindung, ohne sie zu beschränken.
_ -j 4 _
Fig. 1 ist eine Mikrofotografie von Daudi-
Krebszellen,
Fig. 2 ist eine Mikrofotografie, welche die Bildung von Belägen von GRA-1-K-T auf
Krebszellen geraäss Fig. 1 zeigt,
Fig. 3 ist eine Mikrofotografie von KATO-IlI-
Zeilen, 10
Fig. 4 ist eine Mikrofotografie, die die Bildung von Belägen durch GRA-I-K-T auf Krebszellen gemäss Fig. 3 zeigt,
Fiy. 5 ist eine Mikrofotografie von BT-I-
Krebszellen,
Fig. 6 ist eine Mikrofotografie, welche die Bildung von Belägen durch GRA-1-K-T auf den Krebszellen von Fig. 5 zeigt,
Fig. 7 ist eine Mikrofotografie von MKN-45-
Krebszellen,
Fig. 8 ist eine Mikrofotografie, welche die
Bildung von Belägen durch GRA-1-K-T auf Krebszellen gemäss Fig. 7 zeigt-
Fig. 9 ist eine Mikrofotografie von MOLT-Krebssellen,
- IB-
ig. 10 ist eine Mikrofotografie, welche die Bildung von Belägen durch GRA-1-K-T auf Krebszellen gemäss Fig. 9 zeigt, :
Fig. 11 ist eine Mikrofotografie von BT-1, das
mit einer Mischung von unsensibilisierten humanen peripheren Blutlyraphocyten behandelt wurde, '
Fig. 12 ·(· 13 sind jeweils Mikrofotografien von Krebs-
zellengewebe einer krebsigen. Maus, der GRA-M-1i~K-rT verabreicht wurde,
Fig. 14 ist eine Fotografie und zeigt einen Krebssustand bei einer krebsigen'Mäuse-
gruppe, der GRA-M-1 verabreicht wurde,
Fig. 15 ist eine Fotografie und zeigt, den Krebszustand bei einer krebsigen Mäusegruppe,
der kein GRA-M-I verabreicht wurde.
Fig. 16 ist eine Mikrofotografie und ireigt Krebszellengewebe einer krebsigen Mäuse™ gruppe, der kein GRA-M-I verabroicht wurde,
Fig. 17 ist eine Mikrofvot.ograf ie von Krebszellen··
gewebe einer Gruppe, die mit'g RA-M-V behandelt wurde, .
Fig. 18 zeigt ein SDS-Gel-Elektrophorese-Diagraimn
von GRA unter Verwendung von Protein-Färbung nach der C.B.B.-Methode,
Fig. 19 bis 21 zeigen SDS-GeI.Elektrophorese-Diagrainrae
unter Verwendung von Zuckerfärbungen mittels der PAS-Methode.
Fig. 22 ist eine schematische Darste3.1ung der Ergebnisse vom SDS-Gel-Elektrophoreses-
Diagraxmh' von GRA unter Verwendung der • Proteinfärbung, mittels der-C.B.B.»Methode.
Fig. 23 ' ist eine grafische Darstellung, welche die Tumorwachstumsrate bei C3H/HE/6 Mäusen,
denen X5563 Immunin&use-MilSÄellen und . . Y5563-Zellen transplantiert worden waren.
U 4 - 17 -
Referenzbeispiel 1
(1)~A Herstellung von FITC-markiertem Lektin
(PNA-FITC)
10 mg Erdnusslektin (PNA), hergestellt von EY Co.) wurden in 2 ml eines 0,01M Phosphatpuffers, enthaltend 0,85 % NaCl (pH 7,2) gelöst. In 1 ml eines 0,5M
Kydrogenkarbonatpuffers (pH 9,0) wurden 2 mg FITC (hergestellt von Sigma Laboratories Inc.) gelöst und ein 0,5 ml Anteil der gebildeten Lösung wurde zu dem zuvor hergestellten PNA-Puffer gegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und anschliessend - über Sephadex G25 (10 mm χ 300 mm, hergestellt von Farmacia Corp.) getrennt. Das Anfangspeak wurde gesammelt. FITC/PNA-Verhältnis: 1,0.
2Q: (D-B Zubereitung von FITC-markiertem Lektin
(DBA-FITC)
In gleicher Weise wie in (1)-A oben erhielt man DBA-FITC unter Verwendung von DBA, hergestellt von EY Co.. EITC/DBA-Verhältnis = 0,9.
f-?*(1)-C Sojabohnenagglutinin-FITC(TIFT-SBÄ) ist von Ey Co. erhältlich.
FITC/SBA-Verhältnis =1,4.
30 '-
(2) Lokalität von GRA auf verschiedenen Krebszellen
(a) Human kultivierte Krebszellen (1 χ 10 ) wurden dreimal mit einem 0,05 M tris-Salzsäurepuffer, enthaltend 0,85 % NaCl (pH 7,2) durch Zentrifugenverfahren gereinigt und dann wurden 100 μΐ PNA-FITC, DBA-FITC oder SBA-FITC, (200 ug/ml), hergestellt und gemäss (1), zugegeben. Die Mischung wurde 30 Minuten zur Umsetzung bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach Beendigung derümsetzung wrude das Reaktionsgemisch dreimal mit einem 0,01M Phosphatpuffer, enthaltend 0,85 % NaCl (pH 7,2) gewaschen und anschliessend wurden die Zellen auf eine Glasplatte gelegt und unter einem Fluoreszenzmikroskop untersucht.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt. Die Krebszellen sind alle bekannt und wurden von "First Pathology Laboratories, Medical Department of Niigata university", bezogen
Tabelle 1
Krebszellen positives Ver hältnis von GRA (%) DBA
PNA 1,4
Raji (Burkitt Lymphoma) 98,3 5,2
Dauji (Burkitt Lymphoma) 93,1 o
BT-1 (Burkitt Lymphma) 50,1 6,7
P-12 (T-Ze11en Lymphoma 44,3 4,8
MOLT (T-Zellen Leukemia) 0,6 5,3
Fujimaki (B-Zellen Lymphoma) 19/2 10,0
ODA (IgD-Myeloma) 0,6 2,0
QG-56 (Lungenkrebs,sguamös) 70,4 0,4
PC-1 (Lungenkrebs,sguamös) 78,4 0
PC-3 (Lungenkrebs,adenocarcinom) 77,1 0
QG-90 (Lungenkrebs, kleine Zellen) 68,0 0
PC-1 3 (Lungenkrebs, grosse Zellen) 17,0 0,1
MK-2 (Magenkrebs, por.) 63,7 0
KATO-III (Magenkregs sig.) 57,3 40,3
MKN-45 (Magenkrebs por.) 1,0 0,4
MKN-1 (Magenkrebs, adsq.) 4,6 0,1
MKN-28 (Magenkrebs,tubl) 0,4 0
MKN-74 (Magenkrebs,tübl) 0,5 0
MGH-U1 (Harnblasenkrebs ca.) 37,4 21,4
KU-2 (Harnblasenkrebs ca.) 4,5 0
T-24 (Harnblasenkrebs ca.) 14,6 1,0
NBT-2 (Harnblasenkrebs ca.) 13,1 0
NRC-12 (Nierenkrebs) 23,9 0,6
KU-1 (Nierenkrebs) 3,3 0
Kuramochi {Eierstockkrebs) 80,0 1'7
NB-1 (Neuroblastoma) 20,9 0,5
YT-nu (Neuroblastoma) 3,6 0
TGW-nu-1 (Neuroblastoma) 4,1 1,0
TGW-nu-11 (Neuroblastoma) 2,0 0 ·
GOTO (Neuroblastoma) 0,5
- 20 -
96,9 12 ,3 90 ,1
44,6 0 6 14
14,6 3 /1
5,4 0
5,7 1 ,7
92,0 0
18,6 . 0
ITO (Embryonalcarcinoma)
NEC-8 (Embryonalcarcinoma)
SCH (Choriacarbinoma, Magen)
GCH (Chriocarcinoma, uterus)
5 YN-1 (Rhabdomyosarcoma)
Maus X 5563 (Plasmacytoma)
Maus MH134 (Hepatoma)
(b) Das maligne Gewebe von Krebszellen wurde durch ein Sieb aus. rostfreiem Stahl (150 mesh) gegeben, unter
Erhalt einer Einzelzellensuspension. Nach zweimaligem Waschen mit 0,01M-HCl-Puffer (pH 7,4), enthaltend 2mMol CaCl2, 2mMol MgCl2 und 0,85% NaCl wurden 5x105 Zellen in 100 μΐ Puffer resuspendiert. 100 μΐ FITC-PNA oder FITC-DBA (200 ug/ml) wurden zu der Zellsuspension gegeben und die Mischung wurde bei Raumtemperatur 20 Minuten inkubiert. Nach dreimaligem Waschen mit kaltem PBS wurden die Zellen unter einem Fluoreszenzmikroskop untersucht
20
Die Ergebnisse werden in Tabelle 2 gezeigt. Das maligne Gewebe von Krebspatienten wurde von der Kansai Medical Universität erhalten.
ί "'ι f"'h A
I I. ""J U # - 21 -
Tabelle 2
GRA
Nr. Krebspatienten-Gewebe
T Magenkrebs
2 Magenkrebs
3 Magenkrebs
4 Magenkrebs
5 Magenkrebs
6 Magenkrebs
7 Brustkrebs
8 Brustkrebs
9 Brustkrebs
10 Brustkrebs
11 Dickdarmkrebs
12 Dickdarmkrebs
13 Esophaguskrebs
14 Hepatoma
:-Anmerkung: " + " bezeichnet das GRA auf der Zelloberfläche;
"-" bedeutet/ dass GRA auf der Zelloberfläche nicht vorkommt.
Referenzbeispiel 2 25
(1) -A Herstellung von immobilisiertem Lektin (PNA-Sepharose)
3 g CNBr-aktivierte Sepharose 4B (hergestellt von Farmacia Corp.) würden gründlich mit 1 mmol HCl gewaschen und in 200 ml 0,TM Natriumhydrogenkarbonat (pH 8,5) suspendiert. Dazu wurden 5 ml eines P,01M Phosphatpuffers (pH 8,5), enthaltend 20 mg PNA, gegeben und dann.erfolgte die Umsetzung bei 25°C während 2 Stunden, wobei man einige Male rührte unter Erhalt von PNA-Sepharose.
-iJ' Ä — 22 —
(D-B In gleicher Weise wie bei (D.-A oben, mit der Ausnahme, dass DBA anstelle von PNA verwendet wurde, erhielt man DBA-Sepharose.
5 (2) Herstellung von GRA
(a) BT-1 (Burkitt Lymphoma)-Zellen (1,3 χ 108) wurden 3 mal mit physiologischer Kochsalzlösung gewaschen und dann wurden 30 ml eines 0r01M tris-Salz-
10 säurepuffers (pH 7,4), enthaltend 2 % Triton X-100
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries Ltd.), 0,85 % NaCl, 2'mmol CaCl2 und 2 mmol MgCl, zugegeben. Die Mischung wurde 15 Minuten bei 4°C gerührt und dann einer ültrazentrifugenabscheidung mit einer Rate von 100.000 χ g unterworfen. Von 28 ml der dabei erhaltenen überstehenden Flüssigkeit wurde ein 14 ml-Anteil .· ;;' durch eine Säule (Durchmesser 0,5, Länge 1 cm) für die Affinitätschromatografie geschickt, wobei die Säule mit PNA-Agaroseperlen (hergestellt von Maruzen Co., Ltd.),
2Q die zuvor mit einem tris-Salzsäurepuffer (pH 7,4), enthaltend 0,1 % Triton X-100, 0,85 % NaCl, 2 mmol CaCl2 und 2 mmol MgCl2 ins Gleichgewicht gebracht wor-
. den waren, geschickt. Nach dem Waschen mit dem gleichen Puffer, wie er oben verwendet wurde, wurde mit einem 0,01m tris-Salsäurepuffer (pH 7,4), enthaltend 0,1M Laktose, 0,85 % NaCl, 2 mmol CaCl2, 2 mmol MgCl2 und p,1 % Triton X-100 eluiert. Der so eluierte Anteil
4 1 2 9 O 4
wurde mit einer 0,1M tris-Salzsäurepufferlösung, enthaltend 0,85 % NaCl, 2 mmol MgCl2 und 2 mmol CaCl2 48 Stunden dialysiert, wobei man 17 mg einer GRA-Lösung erhielt. In dieser GRA-Lösung wurde die Menge an Protein und die Menge an Zucker nach der Folin-Lowry-Methode bzw. nach der Phenol-Schwefelsäure-Methode bestimmt j diese Mengen betrugen 644 μg bzw. 120 ug. Dieses Produkt wird nachfolgend als "GRA-1" bezeichnet.
(b) -.,C3/HE.-Mäuse-Brustkrebs-I<iMT-zellen d * 10 )wurden 3~mal mit physiologischer Kochsalzlösung gewaschen und dann wurden 30 ml einer 0,01M tris-Salzsäurepufferlösung (pH 7,4), enthaltend 2 % Triton X-100, 0,85 % NaCl, 2 mmol CaCl2 und 2 mmol MgCl2/ zugegeben. Die Mischung wurde 30 Minuten bei 40C gerührt. Anschliessend wurde die Mischung einer uitrazentrifugenabscheidung in einer Rate von 100.000 χ g während 2 Stunden
unterworfen, und die überstehende Flüssigkeit wurde über Nacht mit einem 0,1M tris-Salzsäurepuffer (pH 7,4), enthaltend 0,85 % NaCl,- 2 mmol CaCl2 und 2 mmol MgCl2, dialysiert. Die so dialysierte Flüssigkeit wurde auf 3 ml konzentriert und ein 1 ml-Anteil wurde durch eine Säule (Durchmesser 0,5, Länge 2 cm), die mit der gleichen PNA-Sepharose, wie zuvor verwendet, gefüllt worden war und die mit einem tris-Salzsäurepuffer (pH 7,4), enthaltend 0,05 % Triton X-TOO, 0,85 % NaCl, 2 mmol CaCl2 und 2 mmol MgCl2, ins Gleichgewicht gebracht worden war, einer Affinitätschromatografie unterworfen. Nachdem man gründlich mit der gleichen Pufferlösung wie zuvor gewaschen hatte, eluierte man mit
,' ;.ϊ J* •1! * \
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einer Or1M tris-Salzsäurepufferlösung (pH 7,A), enthaltend 0,1M Laktose, 0,85 % NaCl, 2 nunol CaCl2, 2 mmol MgCl2 und 0,005 % Triton X-100, und der so eluierte Anteil wurde dann 48 Stunden dialysiert mit einem 0,01M tris-Salzsäurepuffer (pH 7,4), enthaltend 0,85 % NaCl, 2 mmol CaCl2 und 2 mmol MgCl2. Man erhielt 2 ml einer GRA-Lösung. In dieser GRA-Lösung betrug der Proteingehalt 156 ug und der Zuckergehalt 94 μg. Diese Lösung wird nachfolgend als "GRA-M-1" bezeichnet. 10
(c) Annähernd 120 g (Nassgewicht) KATO-III wurde in einem Waring-Mischer in 100 ml PBS homogenisiert. Nach dem Zentrifugieren mit 100.000 g während einer Stunde wurden die Pellets in 100 ml einer 2% Triton X-100-Lösung in 0,01M Tris-HCl-Puffer (pH 7,6),enthaltend 0,15M NaCl gelöst. Die bei der Zentrifugierung mit 100.000 g während 1 h erhaltene überstehende Lösung wurde auf eine Säule von PNA-Sepharose 4B (0,8x15 cm) zugegeben, die zuvor mit 0,015 % Trito X-100 in 0,01M Tris-HCl (pH 7,6), enthaltend 0,15M NaCl ins Gleichgewicht gebracht worden war, aufgetragen. Nach dem Waschen mit 50 ml des Puffers wurde GRA mit dem 0,1M Laktose enthaltenden Puffer eluiert. Das eluierte GRA wurde gegen 0,85 % NaCl dialysiert, konzentriert mittels Sephadex Pharmacia Co. und bei
25 -20 C vor der Anwendung gelagert.
Die Mengen an Protein und Zucker, in gleicher Weise bestimmt wie bei (a) oben, betrugen 2,0 mg bzw. 0,8 mg. Dieses Produkt wird nachfolgend als "GRA-2" bezeichnet.
30 ''
(d) Wie in (c) wurden die folgenden GRA-Proben erhalten:
2 3 ϋ 4-25- Menge(g) Exzidierter 24 GRA Zuckerge halt (mg)
Tabelle 3 33 Brustkrebs 5 26 Proteingehalt (mg) 0,09
GRA- Material · QG-46 29 0,5
Probe Quelle QG-90 200 0,5
GRA-3 BT-a Ra j i 14,4 0,25 0,38
GRA-4 MMT 85 0,6 0,54
LLC 25 1,0 0,45
GRA-5 MH-135 0,78 28,4
GRA-6 X-5563 11,3 0,07
GRA-7 0,06 0,35
GRA-M-2 0,65 0,23
GRA-M-3 0,56
GRA-M-4
GRA-M-5
(e) In gleicher Weise wie bei (c), jedoch unter Verwendung von NKN-45 (etwa 29g) anstelle von Kato-III und unter Verwendung vn DBA-Sepharose, erhalten gemäss (1)-B, anstelle von PNA-Sepharose 4B und unter Elüieren mit N-Acetylgalaktosamin erhielt man eine GRA-Zubereitung mit einem Proteingehalt
j von 0,03 mg und einem Zuckergehalt von 0,01 mg. Dies wird j
nachfolgend als GRA-8 bezeichnet. j
(f) GRA-3, hergestllt gemäss (d) (5 ml) wurde auf eine DBA-Sepharose-Säule gegeben und mit Tris-HCl-Puffer (0,015 % Triton X-100, 2 mMol MgCl3, CaCl3, 0,85 % NaCl) eluiert,
wobei man 4 ml-Fraktionen Nr. 1-1:2 erhielt. Fraktionen 1-3 werden als "GRA-3-A" bezeichnet und Fraktionen 4-12 als "GRA-3-B". Dann wurde die Säule mit dem gleichen Puffer eluiert, der jedoch 0,1M N-Acetylgalktosarain enthielt und wobei man Fraktionen erhielt die mit "GRA-ß-C" bezeichnet
werden.
(g) SDS-Gelelektrophorese
Jede derobigen GRA-Zubereitungen wurde einer Elektrophorese unterworfen, wobei die Methode von Fairbanks et al: Biochemistry, Band 10, S. 2606, 1971, angewendet wurde.
Die Ergebnisse werden in den Fig. 18 bis 22 gezeigt.
In den Fig. 18-19 bedeuten die Zahlen 1 bis 5 folgendes: 1 . . : Standard; 2 . . . GRa-M-3.; 3.. .GRA-7; 4...GRA-1; und 5 ... GRA-2.
In Fig. 20 bedeuten die Zahlen 1 bis 4 folgendes: !...Standard; 2...GRA-M-2; 3...GRA-6; 4...GRA-5. 15 .
Ih Fig. 21 bedeuten die Zahlen 1 bis 3 folgendes: 1...GRA-M-4; 2...GRÄ-M-5; 3...Standard:
In Fig. 22 bedeuten die Zahlen 1 bis 4 folgendes: 20 1...GRA-3; 2...GRA-3-A; 3...GRA-3-B, 4...GRA-3-C.
Fig. 18 zeigt den Zustand von GRA nach einer Proteinanfärbung gemäss C.B.B. (Fairbanks et al: Biochemistry, Band 10, S. 2606, 1971)
25
Fig. 19 bis 21 zeigen den Zustand von GRA nach Behandlung mit einer Zuckerfarbreaktion gemäss PAS-Methode (R.M. Zacharius et al: Anal. Biochem. Band 30, S. 128 (1962)).
Fig. 22 ist eine schematische Darstellung der Ergebnisse von Anfärbungen gemäss der vorerwähnten C.B.B.-Methode.
Als Standard wurden die nachfolgenden, von Biorad Lab. Calif.USA erhaltenen Substanzen verwendet: 35
29 0 4
4 ί Ί y O 4 - 27 -
K Dalton; Myosin
" ; ß-Gälactosidase
92,5 " ; Phosphorylase
66,2 " ; BSA
" ; Ovalbumin
21,5 β ; Sojabohnentrypsin-Inhibitor
Referenzbeispiel 3
(a) Die Milz von japanischen Affen (erhalten von der. Japan Plymates Co., Ltd.} wurde herausoperiert und 2 mal mit einem RPMI-1640-Kulturmedium (hergestellt von der Flow Laboratory Co.f Ltd.) gewaschen. Die Zellen wurden unter Verwendung von Mesh (hergestellt von Millipore , Inc., 150 mesh) filtriert und einem spezifischen Schwer-20.. kraftzentrifugenverfahren (spezifische Schwerkraft
1,076) unterworfen, wobei man 2 1 von 2 χ 10 /ml Lymphocyten erhielt. Die so erhaltenen Lymphocyten wurden 3 mal mit einem RPMI-1640-Kulturmedium gewaschen und die Anzahl der Lymphocyten wurde auf 5 χ 10'/ml unter Verwendung des gleichen Mediums wie zuvor, enthaltend 10 % FCS, eingestellt. Dann liess man sie in einer Kohlendioxid-Fermentationsvorrichtung 1 Stunde bei 37°C stehen. Die überstehenden Lymphocyten wurden gewonnen
24129 0 4 -μ-
und die Anzahl der Lymphocyten wurde unter Verwendung des gleichen Kulturmediums wie vorher angegeben, enthaltend 1 % FCS auf 1 χ 10 /ml eingestellt. Anschliessend wurden 1 ug/ml Indomethacin (hergestellt von Sigma Laboratories Inc.) und 0,2 % PHA-P (hergestellt von Difco Co.) zugegeben und dann wurde die Kultivierung in einer Kohlendioxidgas-Fermentationsvorrichtung 48 Stunden bei 37°C durchgeführt. Nachdem man 10 Minu- ten eine Zentrifugenabscheidung (3.000 UpM) durchgeführt hatte, wurde die gebildete überstehende Flüssigkeit gewonnen und sterilisiert, indem man sie durch ein Millipore-Filter (hergestellt von der Millipore Inc., 0,2 μπι) filtrierte und wobei man 2 1 TCGF erhielt.
(b) Als Quelle von TCGF wurde die überstehende Flüssigkeit von mischkultivierten peripheren Blutlymphocyten von 10 gesunden Spendern verwendet. Nicht zusammenhängende Lymphocyten, hergestellt von CF. (Conray. Ficol (Japan Immunoresearch Co.)) abgetrennten Lymphcyten durch Adsorption auf Plastikoberflächen bei 3 7°C während 1 h wurden in RPMI 1640-Medium, enthaltend 1 % FCS (1,5x10°Zellen/ml) suspndiert und mit 0,2 % PHA-P, INdomethacin (1ug/ml) und Human-B-Zellen (BT-1) (1,5x105 Zellen/ml), vorbehandelt mit Mitomycin C (50 μπι/ml) inkubiert. Nach 4 8 Stunden wurde die aufschwimmende Kultur geerntet und als TCGF-Quelle verwendet (H.Inoue et al, Scand.J. Immunol. 12, S. 149-145 (1980)).
Referenzbeispiel 4
5 (1) Human-periphere Blutlymphocyten
50 ml Blut, erhalten von gesunden Erwachsenen oder Pateinten mit verschiedenen Krebsen durch Häparinisierung, wurden unter Verwendung von Ficol Pack (hergestellt durch Farmacia Japan Co,, Ldt.) einer Zentrifugenabscheidung unterworfen, wobei man 5 χ 10 periphere Blutlymphocyten erhielt.
15 . (2) Mäuse-Milzlymphocyten
Die Milz einer C3H/He-Maus (männlich, 6w) wurde exzidiert und 2-mal mit einem RPMI-164O-Kulturmedium
.- 30 -
·, gewaschen. Dann wurde die Milz mittels einer Injektionsnadel gelockert und durch ein Sieb aus rostfreiem Stahl (100 mesh) zur Entfernung grosser Teile passiert. Die so filtriertenZellen wurden 2 mal mit dem gleichen Kulturmedium wie oben gewaschen und dann einer Zentrifugentrennung mit einer Rate von 1.200 UpM während 10 Minuten unterworfen, wobei man 4 χ 10 Milzlymphocyten erhielt.
Beispiel 1
GRA-1 (Menge an Protein 40 μg/ml _; Menge an Zucker 7,5 μg/ml, erhalten gemäss Referenzbeispiel 2(2a)) wurden auf das 1.000-fache des Ursprungsvolumens mit einem RPMI-1640-Kulturmedium, enthaltend 15 % FCSf verdünnt, unter Erhalt eines Sensibilisierungs-Kulturmediums.
Lymphocyten von humanem peripheren Blut (5 χ 10 /5 ml), erhalten gemäss Referenzbeispiel 4(1), wurden zu 5 ml des Sensibilisierungs-Kulturmediums, hergestellt wie oben, gegeben und dies wurde dann in eine Laborschale gegeben und 2 Tage bei 37°C kultiviert. Anschliessend erfolgte eine weitere Kultivierung auf einem RPMI-1G4 0-Kulturmedium, enthaltend 20 % TCGF und 15 % FGS, erhalten gemäss Referenzbeispiel 3r für weitere 5 Tage, wobei man 20 ml einer Killerzellenlösung, enthaltend
1 χ 106 Killerzellen/ml, erhielt. Diese wird nachfolgend als GRA-1-K-T bezeichnet.
90 4
Beispiel 2
Die Mäuse-Mi1ζlymphocyten, die im Referenzbeispiel 4(2) erhalten worden waren, wurden unter Verwendung eines RPMI-1640-Kulturmediums, enthaltend 15 % FCS, auf eine Zahl von 5x10 /ml eingestellt. Dazu wurde GRA-M-1, erhalten gemäss Referenzbeispiel 2(2b) gegeben, so dass das Endprodukt 1,5 μg/ml Protein und 0,9 ug/ml Zucker enthielt. Ein 5 ml-Anteil des erhaltenen Gemisches wurde in eine Laborschale (60 mm χ 15 mm, hergestellt von Falcon Co.) 2 Tage bei 370C kultiviert. Es wurde die Bildung von Klonen beobachtet. Der Anteil wurde weiter in einem RPMI-164O-Kulturmedium mit 15 % FCS, enthaltend 20 Vol.% TCGF (hergestellt von Japan Immuno Research Laboratories Co., Ltd.) während 4 Tagen kultiviert, wobei man 50 ml einer KiI- lerzellenlösung, enthaltend 1 χ 10 Killerzellen/ml erhielt. Diese wird nachfolgend als GRA-M-1-K-T bezeichnet.
Beispiel 3
Lymphocyten (5x10 ) von peripherem Blut gesunder Spender wurde in einem RPMI-1640-Medium, enthaltend 40 ng/ml (Proteingehalt) von GRA-2 und 15 % FCS bei 37°C inkubiert. Am zweiten Tag wurde das vorerwähnte Human-TCGF zu dem Medium zugegeben, bis dessen Konzentration 20 % erreichte und die Inkubierung wurde 3 Tage fortgesetzt, wobei man Killer-Zellen erzielt, diese werden nachfolgend als "GRA-2-K-T" bezeichnet. '
./ Ί Ii MJk _ 32 -
Beispiel 4
Killerzellzubereitungen GRA-8-K-T, GRA-3-A-K-T und GRA-3-C-K-T wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 1 unter Verwendung von fRA-8, GRA-3-A und GRA-3-C hergestellt (Proteingehalt: 50 ng/ml/ und des TCGF, das im Re'ferenzbeispiel 3-(b) erhalten wurde.
10 Beispiel 5
C3HE/Mäusen (weiblich 8 Wochen alt) wurde intradermal X5563-Zellen (10 ) desgleichen Stammes implantiert und nach 7 Tagen wurde derTumor chirurgisch herausgeschnitten. Nach weiteren 7 Tagen wurden X5563-Zellen (10 ) gleichen Stammes inokuliert und Mäuse, die gegenüber der Inokulierung resistent waren, wurden als Immun-Mäuse bezeichnet.
Die Milzzellen der Immunmäuse und von C3H/HE-Mäusen wurden unter üblich angewendeten Methoden präpariert.
6 '
Jedes Lot von Milzzellen (5x10 /Well) wurde mit 40 ng/ml (Proteingehalt) von GRA-M-5 in RPMI-1640-Medium, enthaltend 15 % FCS während 5 Tagen sensibilisiert unter Erhalt von Killerzellen.
Killerzell-Zubereitungen, die aus normalen Milzzellen erhalten wurden, werden nachfolgend als "GRA-M-5-K-t-1" bezeichnet, und solche, die von Immunen Milzzellen erhalten wurden, werden mit "GRA-M-5-K-T-2" bezeichnet.
Beispiel 6
Lymphocyten von peripherem Human-Blut (5x10 ) wurden in 5 ml RPMI-1640-Medium, enthaltent 50 ng/ml (Proteingehalt) GRA-1 bei 37°C während 2 Tagen inkubiert. Am dritten Tag wurden die Lymphocyten in das RPMI-1640-Medium, enthaltend 10 % Serum von dem Spender der Lymphocyten, und 0 bis 100 ng/ml (Proteingehalt) von GRA-1 übetragen und die Inkubierung wurde nach weiteren 5 Tagen fortgeführt, wobei man die in der nachfolgenden Tabelle gezeigten Killerzellen-Zubereitungen erhielt.
Tabelle 4 GRA-Kontentration (ng/ml)
Erster Tag Tag 3 Killerzellen
50 .20 50
50
50
50
50 25 50
Beispiel 7
(a) Lymphocyten von peripherem Blut (PBL) von verschiedenen Krebspatienten nach der Operation wurden mit GRA-3 sensibilisiert unter Erhalt von Killerzeller-Zubereitungen. PBL (5x10 ) von den Patienten wurde in RPMI-1640-Medium,. enthaltent 50 ng/ml (Proteingehalt) von lRA-3 währen 2 Tagen inkubiert und dann inkubierte man in RPMI-1640-Medium, enthaltend 20 % TCGF und 15 % FCS weitere 5 Tage unter Erhalt der Killerzellen, die in Tabelle 5 gezeigt werden.
0 GRA-1-K-T-1
3,6 GRA-1-K-T-2
3,2 GRA-1-K-T-3
6 GRA-1-K-T-4
12,5 GRA-1-K-T-5
25 GRA-1-K-T-6
50 GRA-1-K-T-7
200 GRA-1-K-T-8
Tabelle 5 Periphere Blut-Lymphocyten
Krebs P-GRA D-GRA Tage nach der Killerzellen
Operation
Magenkrebs + + 14 GRA-3-K-T-1
Magenkrebs + + 35 GRA-3-K-T-2
Brustkrebs + - 21 GRA-3-K-T-3
Brustkrebs + - 7 GRA-3-K-T-4
Brustkrebs + - 35 GRA-3-K-T-5
Magenkrebs + - 21 GRA-3-K-T-6
In der obigen Tabelle bduetet P-GRA und D-GRA die Lokalität von GRA, ausgedrückt als Maligne-Gewebe
(durch.Operation entnommen) von Krebspatienten, von denen PBL in gleicher Weise gesammelt worden war, wie im Referenzbeispiel 1, 2-(b).. P-GRA und D-GRA wurden erhalten unter Verwendung von FITC-PNA bzw. FITC-DBA. Die Tage nach der Operation geben die Zeit an, wann BPL nach der Operation gesammelt worden war.
(b) PBL (5x10 ), gesammelt von Brustkrebspatienten 21 Tage nach der Operation wurde in RPMI-164O-Medium, enthaltend 50 ng/ml (Proteingehalt) GRA-3 und 10 % Serum von den Patienten während 7 Tagen inkubiert, um das PBL zu sensibilisieren und unter Erhalt von Killerzellen-Zubereitungen. Diese werden nachfolgend als GRA-3-K-T-7 bezeichnet.
y υ 4 -35 -
Beispiel 8
(i) GRA-M-1, erhalten gemäss Referenzbeispiel 2(2b) wurde mit physiologischer Kochsalzlösung so verdünnt, dass der Gehalt an Zucker 1,0 μg/Inl und an Protein 1,6 μg/ml betrug. Auf diese Weise erhielt man ein Anti-Krebsmittel Nr. 1.
(ii) Ein Krebsgewebe von C3H/He spontan auftretendem Brustkrebs wurde steril zu einem 5 mm kubischen Klumpen geschnitten und unter die Rückenhaut von jeweils 10 C-H/He-Mäusen des gleichen Stammes wie oben (7 Wochen alt, männlich) transplantiert. 7 Tage nach der Transplantation wurde die Fixierung und Multi-' plizierung des Krebses bestätigt. 5 dieser Mäuse erhielten subkutan das gemäss (i) hergestellte Anti-. Krebsmittel Nr. 1 in einer Dosis von 300 μΙ/Tag in 2-tägigem Abstand. Die restlichen 5 Mäuse wurden als unbehandelte Kontrolle verwendet. 10 Tage nach der ersten Verabreichung wurde der Tumor operativ entfernt und dessen mittleres Gewicht gemessen. Gleichzeitig wurde eine pathohistologische Untersuchung durchgeführt.
25 behandelte Gruppe: 22,3 mm3 (Fig.14) Kontrolle: 162,7 mm3 (Fig.15)
Dies bedeutet, dass der Tumor um 86/3 % zurückging.
In der Kontrollgruppe (Fig.16) wurden vogelnestähnliche Krebskörper gebildet, wobei die Art des Gewebes
O 4
einem markähnlichen kanalförmigen Krebs entsprach und eine Verfielfachung der Krebszellen über das Gesamtgewebe festgestellt wurde. Andererseits verursachten bei der Gruppe, die mit dem Mittel behandelt wurde )(Fig. 1?) die Krebszellen eine Verflüssigungsnecrosis an den Stellen, wo sich die Krebszellen gebildet hatten und eine Verkalkung und Firosis wurden festgestellt, wobei nur eine sehr geringe Menge an Krebszellen zurückblieb. Dies bestätigte die Anti-Krebseigenschaften des erfindungsgemässen Anti-Krebsmittels,
Testbeispiel 1
GRA-1-K-T (1 μΐ), erhalten gemäss Beispiel 1# wurde .. auf eine Mikroplatte (hergestellt von Falcon Corp.) gegeben und 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann wurden 4 μΐ FCS (hergestellt von Falcon Corp.) zugegeben und die Mischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Neuraminidasebehandelte rote Blutzellen von Schafen (SRBC ), eingestellt auf eine Anzahl von 1 χ 10 /ml, und 5 μΐ eines 0,1M Phosphatpuffers (pH 7,2) zu dem 0,85 % NaCl zugegeben worden waren, wurden zugegeben und dann wurde die Platte einer Zentrifugenabscheidung in einer Rate von 6.000 üpm während 5 Minuten unterworfen. Dann wurde die Platte umgedreht und nicht-umgesetzte SRBC wurde entfernt. Eine Färbelösung (Brilliant Cresyl Blau, hergestellt von Merck & Co.) wurde zum Färben der Lymphocyten zugegeben und eine rosettenförmig ausgebildete
9 0 4 -37-
Positivität wurde festgestellt. Wenigstens 98 % zeig ten die rosettenförmige Positivität (T-Zellen).
Testbeispiel 2
(a) Von den in Tabelle 1 gezeigten Krebszellen wurden die nachfolgenden 5 Zellstämme mit unterschied- -liehen GRA-Positivitätsverhältnissen als zu bekämpfende Human-Krebszellen verwendet:
15 Zu bekämpfende Krebszellen:
Nr. 1 BT-1 (Burkitt Lymphoma)
Nr. 2 Daudi (Burkitt Lymphoma)
Nr. 3 KATO-III (Magenkrebs)
20 Nr. 4 MKN-45 (Magenkrebs)
Nr. 5 MOLT (T-Zellen Leukemia)
Auf einer Mikroplatte (hergestellt von Falcon Corp.) wurden pro Vertiefung 5 χ 10* der zu bekämpfenden Krebszellen durch Zentrifugenabscheidung mit einer einer Rate von 8.000 Upm während 5 Minuten aufgebracht.
Dann wurden vorsichtig 4 χ 10 pro Vertiefung des nach Beispiel 1 erhaltenen GRA-I-K-T zugegeben und dann
wurde 1 Stunde inkubiert. 30
Die Abtötungsaktivität wurde je nach dem'Grad der
L· J U U - 38 -
. Belagbildung festgestellt und v/ie folgt bewertet:
++ eine merkliche Abtötungsaktivität wird fest- -'
gestellt
+ eine Abtötungsaktivität wird festgestellt + eine geringe Abtötungsaktivität wird feststellt - eine Abtötungsaktivität kann nicht festgestellt
werden. 10
In einer Kontrollgruppe wurden unsensibilisierte humane periphere Blutlymphocyten, die in gleicher V7eise wie in Beispiel 1 hergestellt worden waren, jedoch ohne Verwendung von GRA, verwendet. Die Ergebnisse werden in Tabelle 6 gezeigt.
Aus Tabelle 6 geht hervor, dass die erfindungsgemäss
gebildeten Killer-T-Zellen eine starke GRA-spezifi-
sche -cytotoxische Aktivität aufweisen. 20
Tabelle 6
zu bekämpfende Krebszelle (Fig. D GRA-Positiwer- hältnis (%) Beurteilung lagbildung der Be-
GRA-1-K-T- Daudi : (Fig. 3) 93,1 ++ (Fig. 2)
Gruppe KATO-II3 (Fig. 5) - 57,3 + (Fig. 4)
BT-1 (Fig- 7) 50,1 ++ (Fig. 6)
MKN-45 (Fig. 9) 1,0 + (Fig. 3)
MOLT 0,6 - (Fig.1 0)
Kontroll gruppe BT-1 50,1 - (Fig.1 D
- 40 -
(b) Die gleichen zu bekämpfenden Krebszellen, wie sie in (a) verwendet wurden (3,2 χ 10 ) wurden mit 8 χ 105 GRA-1-K-T (Zellverhältnis 5/1) vermischt und das gebildete Zellgemisch (Gesamtanzahl 4 χ 10 ) wurde in einem 15 % FCS enthaltenden RPMI-164O-Medium kultiviert. Nach 1 Stunde wurde die Anzahl der verbliebenen Zellen gezählt und das Inhibxerungsverhältnis wurde gemäss folgender Gleichen errechnet:
Cytotoxizität (%) =
Anzahl der Zellen M /nach der Kultivierung > Anzahl der Zellen vor der Kultivierung (4 χ 6
Die Ergebnisse werden in Tabelle 7 gezeigt.
Tabelle 7
zu bekämpfen de Zellen Anzahl vor der Kul tivierung 106 der Zellen nach der Kul tivierung x 106 'Cyto- •toxizität (%) .'
Daudi 4 χ 106 2,9 χ 106 28
KATO-III 4 χ 106 3,7 χ 106 7,5
BT-1 4 χ 106 3,2 χ 106 20
MKN-45 4 χ 106 3,9 χ 106 2,5
MOLT 4 χ 4,2 -5
(c) Das Verfahren von (b) wurde wiederholt mit der Ausnahme, dass das Mischverhältnis von GRA-1-K-T. zu den zu bekämpfenden Krebszellen auf 5/3 verändert wurde. Die Ergebnisse werden in Tabelle 4 gezeigt.
Tabelle 8
zu bekämpfen de Zellen Anzahl < vor der Kul tivierung 106 äer Zellen nach der Kul tivierung χ 106 Cy t o- toxizität . (%)
Daudi 4 χ 106 3,6 χ 106 91
KATO-III 4 χ 106 3,6 χ 106 .24
BT-1 4 χ 106 1,4 χ 106 65
MKN-45 4 χ 106 3,7 χ 106 7,2
MOLT 4 χ 4,1 -3
Testbeispiel 3 '
C3H/He-spontan bifustkrebsige Mäuse erhielten subkutan GRA-M-1-KT-, erhalten gemäss Beispiel 2, in einer Dosis von 2 χ 10 /0,3 ml Mais 3-mal wöchentlich jeden zweiten Tag. Nach 10 Tagen wurde der Fokus herausgenommen und untersucht. Bei diesem Versuch stellt man fest , dass GRA-1-K-T eine hohe Bindungsaktivität gegenüber Daudi, KATO-III und BT-1, aber nur eine niedrige Bindungsaktivitat gegenüber MKN-45 und MOLT zeigt.
Wie in Fig. 12 gezeigt wird, fand eine Infiltration von Lymphocyten in die Krebszellen statt und ein Aufbrechen des Tumorbereiches wurde festgestellt. Aus Ig Fig. 13 geht hervor, dass eine Kalzifizierung der Tumorfläche stattgefunden hat und daraus kann man sehen, dass die erfindungsgemässen Krebszellen eine Antitumoraktivität aufweisen.
Vergleichsbeispiel 1 ·
In diesem Beispiel wurden Krebszellen per se als spezifische Antigene anstelle von GRA für das Verfahren gemäss der Erfindung verwendet.
Krebszellen-sensibilisierte Lymphocyten wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 1 erhalten, wobei jedoch anstelle von GRA, BT-1, Daudi, KATO-III oder MKN-45 in einer Menge von 1 χ 10 pro Laborschale ve: wendet wurden.
Mit diesen Lymphocyten wurde die c.ytotoxische
c 9 O
Aktivität in gleicher Weise wie im Testbeispiel 2(a) untersucht und die Ergebnisse werden in Tabelle 9 gezeigt.
Aus Tabelle 9 geht hervor, dass die oben hergestellten Lymphocyten keine cytotoxische Aktivität aufweisen.
Tabelle 9
zu bekämpfende Zelle
BT-1 Daudi KATO-III MKN-45
Zellen, die für die Sensibilisierung von Lymphocyten verwendet wurden
BT-1
Daudi
KATO-III
MKN-45
Testbeispiel 4
In gleicher Weise wie im Testbeispiel 2-(b) wurde die krebszellenabtötende Aktivität von GRA-(-K-T, .GRA-3-A-K-T und GRA-3-C-K-T, erhalten in Beispiel 4, bestimmt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 10 gezeigt.
0 4 - 44 - GRA-3-C-K-T
Tabelle 10 5,0
k Cytotoxizität 4,0
Zelle GRA-8-K-T GRA-3-A-K-T 20
KATO-III 8,0 5,0 0
BT-1 4,3 5,0
MKN-45 20 5,0
MOLT 0 Ό
Testbeispiel 5
(a) Die Cytotoxizität der Killerzellen-Zubereitungen, erhalten gemäss Beispiel 6 wurde mittels eines Cr-Färbetests (J. Immunol., 122, 2527-2533 (1979)) bestimmt. Dazu wurden 50 uCi radioaktives Cr (Japan Isotope Association) zu KATO-III (2x10 ) gegeben und die Zellen wurden 1 h bei 370C in RPMI-1640-Medium inkubiert und anschliessend durch Zentrifugieren gewaschen unter Erhalt von Cr-markierten Target-Zellen. Die Killerzellen (Effektorzellen) (2x1O6) wurden zu den Target-Zellen (1x10 ) gegeben (das Verhältnis E/T betrug 20/1) und die Mischung wur.d 4 h bei 370C in RPMI-1640-Medium inkubiert. Die überstehende Flüssigkeit wurde durch Zentrifugieren gesammelt und die Radioaktivität wurde durch einen Flüssigsintiilator gezählt.
Die spezifische Cr-Freigabe (%),die der cytolytischen Aktivität der Effektorzellen entspricht, wurde nach folgender Gleichung bestimmt:
1 Spezifische 51CR-Freigabe (%)
- (Freigabe im Versuch ) - (Spontane Freigabe) iqo (Maximale Freigabe) - (Spontane Freigabe)
Die maximale Freigabe zeigt die Radioaktivität wenn alle Zellen aufgelöst sind.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 11 gezeigt: 5
Tabelle 11
Killerzellen Spezifische Freigabe
· 51Cr (%)
GRA-1-K-T-1 13
GRA-1-K-T-2 25
GRA-1-K-T-3 22
GRA-1-K-T-4 20
GRA-1-K-T-5 22
GRA-1-K-T-6 25
GRA-1-K-T-7 27
GRA-1-K-T-8 32
Aus den Ergebnissen in Tabelle 11 ist erkennbar, dass TCGF und FCS keine Beziehung auf die Induzierung der Killerzellen haben.
(b) Cytotoxizität von GRA-2-K-T erhalten in Beispiel 3 wurde in gleicher Weise wie in (a) oben mittels des Cr-Freigabetestes bestimmt. Die spezifische Cr-Freigabe betrug 14,3 % bei einem Cr-markiertem KATO-III als Target-Zelle (E/T = 20/1).
Testbeispiel 6
(a) Unter Verwendung von KATO-III (E/T = 20/1) wurde die Cytotoxizität von Killerzellen, erhalten gemäss Beispiel 7-(a) in gleicher Weise wie im Testbeispiel 2-(b) bestimmt.
Die erzielten Ergebnisse sind in Tabelle 12 gezeigt:
'.-.
Tabelle 12 10
* Killer-Zellen % Cytotoxizität
GRA-3-K-T-1 38,0
GRA-3-K-T-2 18,2
GRA-3-K-T-3 20,9
GRA-3-K-T-4 23,2
GRA-3-K-T-5 24,5
GRA-3-K-T-6 20,2
(b) Die Cytotoxizität von GRA-3-K-T-7, erhalten gemäss Beispiel 7-(b) wurde unter Verwendung von Cr-KATO-III (E/T = 29/1) als Target-Zellen in gleicher Weise wie im Testbeispiel 5 bestimmt. Die spezifische 51Cr-Freigabe der Killerzellen betrug 25,5 %.
Testbeispiel 7
Die Cytotoxizität von Killerzellen, erhalten in Beispiel 5, wurde mittels des Cr-Freigabetests in gleicher Weise wie im, Testbeispiel 5 bestimmt. Die verwendeten Target-Zellen waren Cr-markierte X5563-Zellen. Als Kontrolle wurden Lymphocyten, die in gleicher Weise wie in Beispiel 5 erhalten worden waren mit der Ausnahme, dass die Sensibilisierung der Milzzellen durchgeführt worden war mit 1x105/Well von Mitomycin C-behandelten X5563-Zellen (5x106/ml von
\ Z J U «♦ - 47 -
X5563-Zellen wurden mit 50 ug/ml Mitomycin C während 60 Minuten behandelt) andtelle von GRA-M-5, verwendet.
Die erzielten Ergebnisse werden in Tabelle 13 gezeigt!
Tabelle 4 13 0:1 20:1 1 0:1
Spezifische 1 1 2,7 8,4 0,0 6,3 20,6 1 0,0 5,7 3,7 0,0
51Cr-Freigabe (%)
Killerzellen E/T-Verhältnis
GRA-M-5-K-T-1. GRA-M-5-K-T-2 Kontrolle
Testbeispiel 8 (H-2-Assay)
GRA-M-1, GRA-M-3 und GRA-M-4, erhalten gemäss Referenzbeispiel 2 wurden einer Serienverdünnung mit PBS (0,85 % NaCl) unterworfen, unter Erhalt von Proben.
Anti-H2-Serum vom National Institute of Genetic Research und die obigen Proben wurden vermispht und bei 4°C 2 h inkubiert und dann wurden Target-Zellen entsprechend dem verwendeten Anti-H-2-Serum zugegeben. Milzzellen oder Lymphknotenzellen, erhalten aus B10 (H-2b) und B10-BR (H-2k) Mäusen nach üblichen Methoden wurden als Target-Zellen verwendet. Nach dem Waschen der Zellen mit PBS wurde Komplement (Kaninchen) zu den Zellen zugegeben und die Zellen wurden 1 h bei 37°C inkubiert und mit 0,2 5Trypan-Blau-PBS angefärbt zur Bestimmung der prozentualen Cytotoxizität. Das Anti-H-2-Serum wurde in einer Maximalverdünnung verwendet, so dass es wenigstens 95 %ige Cytotoxizität bei Abewesenheit von GRA zeigte.*
j 29 0 4
Die Blockierungswirkung von GRA in den Systemen wird in Tabelle 14 gezeigt:
Tabelle 14
GRA GRA-M-I
Anti-H-2 Serum, Konzentration
D-23 ΓΑηίί-Η-2ΚΛ), or
X80
D-32 (Anti-H-2D*), Χ300
GBA-M-3 D-33 (Anti-H-2Kb), Χ600
o<äerK D-2 (Anti-H-2D ), X80
GRA-M-4 D-23
D-32
Die Ergebnisse werden in Tabelle 15 gezeigt.
Table 15
oder
, Χ80 , Χ300
Target-zellen
BlOBR (H-2k) Milzzellen
BIO (H-2D1 Milzzellen
BlO-BR (h-2K) LymphknotenzeIlen
Aiiti-H-2 X2 X4 T % Cytotoxizität X16 der 1 Probe X128 X256 X512 0 *
Serum - 13 Verdünnung 12 X32 X64 13 14 13 14 13
GRA - ;... - 97 X8 96 13 14 96 97 96 96 14
I D-23 - 95 14 95 97 97 95 95 96 95 13
D-32 - 19 99 14 95 94 12 11 12 13 14
. - - 98 95 99 12 15 99 99 99 99 15
II D-33 - 95 15 95 99 98 95 97 95 95 17
D-2 100 100 98 100 95 97 - - 100 10
D-23 99 99 96 99 - - - - 99 10
III D32 GRA 100 : GRA-M- - -
Anmerkung -. 99
GRA II : GRA-M-3 GRA III: GRA-M-4
ii*n bedeutet % Cytotoxizität, wenn nur Komplement verwendet wurde.
9 0 4
Aus den Ergebnissen in Tabelle 15 kann man entnehmen, dass GRA-M-1, GRA-M-3 und GRA-M-4 keine H-2 haben.
Testbeispiel 9
5.· . - ..'
C57BL/6 Mäusen wurde unter S.C. LLC (2x10 ) des gleichen Stammes transplantiert und nach 6 Tagen wurde 1ng (Protein) GRA-M-3, erhalten gemäss Referenzbeispiel 2-(d), subkutan verabreicht. Diese Verabreichung wurde einmal täglich in gleicher Dosierung an 4 Tagen wiederholt. Am Tage nach der letzten Verabreichung wurden die Tumorzellen herausgeschnitten und gewogen. Zur Kontrolle wurden Tiere verwendet, denen nur physiologische Kochsalzlösung verabreicht worden war. Jede Testgruppe bestand aus 5 Tieren.
is _ '
Als Ergebnis stellte man fest, dass das durchschnittliche Krebsgewicht bei der Kontrollgruppe etwa 500 mg war. Bei der GRA-M-3-behandelten Gruppe zeigten 3 ein Verschwinden der Tumore und zwei zeigten ein durchschnittliches Tumorgewicht von 100 mg.
Testbeispiel 10
C57BL/6-Mäuse wurden subkutan mit 1 ng (Protein) GRA-M-3, erhalten in Referenzbeispiel 2(d),einmal täglich während 3 Tagen immunisiert und am 5. Tag wurden Milzzellen von den Tieren zur Gewinnung von Effektor-Zellen gesammelt. Eine Mischung der Effektorzellen und von Lewis-Lungencarcinom (LLC) als Target-Zellen in einem Verhältnis von E/T = 50/1 wurde hergestellt und ein Teil (1x10 ) davon wurde in Mäusen des gleichen Stammes transplantiert und eine Winn-Assay wurde durchgeführt (J. Immunol. 86, S. 228-239 (1961)).
Die erzielten Ergebnisse werden in Tabelle 16 gezeigt. 35
/ M if /.
Wach Tabelle 16 Tag Krebses (%) Tag 20 Mortali
Effektor Tag stumsgeschwindigkeit des 3,1 55,4 98,1 19 Tag 20 tät / fruppe
zellen 5,7 21,4 39,3 15 Tag 17 Tag 18 1, 76, 96, 4 8 4 0/10 4/10 4/10
A B C 5, 39, 65,
,5 5,7 ,5 37,1 rl 61,7
Anmerkung: Gruppe A sind die Milzzellen von GRA-M-3-immunen Mäusen;
Gruppe B sind die Milzzellen van normalen Mäusen; Gruppe C sind die Milzzellen von Mäusen, 10 Tage nach der Transplantation von LLCCIxIO );
' ' :
Die Krebswachstumsrate wurde nach folgender Gleichung berechnet:
T-T Krebswachstumsrate (%) = —A—=— χ 100
N
dabei bedeutet T die Dicke der Fussohle an der Seite wo der Krebstranplantiert war und T die .Dicke einer normalen Fussohle.
Testbeispiel 11
C3H/He Mäuse wurden mit 4,5 ug (Protein) GRA-M-4, erhalten in Referenzbeispiel 2-(d) und 0,1 ml Freund's Complete Adjuvant sacrococcygeal immunisiert. Nach 2 Wochen wurden Lymphknotenzellen in üblicher Weise gesammelt und als Responder-Zellen für die Bestimmung der proliferativen Ansprechung durch GRA-M-4 verwendet.
ί· j
Zu diesem Zweck wurden Responder-Zellen (4x10 ) mit RPMI-1640-Medium, enthaltend 15 % FCS in Gegenwart von GRA-M-4 während 5 Tagen inkubiert. Während der letzten 18 Stunden der Inkubierungszeit wurde IuCi von H-Thymidine ( H-TdR) zu dem Medium zugegeben und die Inkorporation in die Zellen wurde gezählt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 17 gezeigt.
Tabelle 17
GRA-M-R
Konzentra- 3-H-TdR-Inkorporation
tion (ng/ml) (Mittel cpm + Standardirrtum)
S.I.
Kontrolle
Versuch
0,5
5 20 40
5.302 + 1,761
7.903 _+ 1.290
10.076 _+ 936
10.686 ± 429
10.615 _+ 1.270
8.565 + 1.419
1/5 1/9 2,0 2,0 1/6
Anmerkung: "S.I." ist der Stimulierungsindex, ausgedrückt durch Experiment/Kontrolle
.Testbeispiel· 12
Die verzögerte Hypersensibilisierung (DTK)-Ansprechung von C3H/HE-Normalmäsuen, X556 3-Immunmäusen und MH134-Immunmausen, erhalten in gleicher Weise wie in Beispiel 5, und von GRA-M-4-Immunmäusen und GRA-M-5-Immunmäusen, erhalten in gleicher Weise wie im Testbeispiel 11, wurde durch die Fussohlen-Reaktion (FPR) bestimmt. Dazu wurden GRA- oder MMC-behandelte Tumorzellen in die Haut der Fussohle im
Hinterbein der Tiere eingegeben und das Anschwellen der Fusssohle 24 h nach der Behandlung wurde festgestellt. Die DTH-Ansprechung wurde berechnet, indem man die Anschwellung
— 2
vor der Behandlung von der nach der Behandlung (10 mm) abzog.
Die erzielten Ergebnisse werden in Tabellen 18 - 22 gezeigt.
Tabelle 18
_2
Mittleres Fussohlenanwachsen (10 mm)
Versuch Normalmäuse MH134 Immunmäuse
1 2,8 13,6
2 12,4 32;o
3 3,6 3,6
4 3,2 22. 0
5 6,8 27,6
Anmerkung: Gruppe 1: Syngenische normale Milz 1x10 /20 μΐ-
Medium (Hanks-Lösung)
Gruppe 2: MH134-Zellen 1x106/20 μΐ Medium Gruppe 3: Medium 20 μΐ Gruppe 4: GRA-M-4, 0,8 \xq (Protein)/20 μΐ Medium Gruppe 5: GRA-M-4, 0,4 μg »
Tabelle 19
Mittleres Fussohlenanaachgen (10 mm)
Versuch Normalmaus X5563-Immunmaus MH134 Immunmaus
1 2 3
5,4 0,9 2,0
4,3 16,9
1,1 24,3
Anmerkung: Gruppe 1; Medium (Hanks-Lösung) 20μ1
Gruppe 2; GRA-M-4, 4 μg (Protein)/20 μΐ Medium Gruppe 3; GRA-M-5, "
Tabelle 20 GRA-M-4-Immunmaus
-0,3 24,6
Versuch _2 Mittleres Fussohlenanwachsen (10 mm)
1 2 Normalmaus
1,7 5,1
Anmerkung: Gruppe 1; Medium (Hanks-Lösung 20 μΐ
Gruppe 2; GRA-M-4, 4 μg (Protein)/20 μΐ Medium
Tabelle 21
Versuch 1 2 3
-2
Mittleres Fussohlenanwachsen (10 mm)
Mormalmaus -1,8 6,3 6,8
GRA-M-4-Immunmaus
0,6
20,0
6,3
Amerkung:
Gruppe 1; Medium (Hanks-Lösung) 20 11
Gruppe 2; GRA-M-4, 4 μg (Protein)/ 20 μΐ Medium
241290 4
Gruppe 3; 4 ug (Protein)/ 20 μΐ Medium des
Teiles, der durch eine PNA-Säule zur Zeit von GRA-M-4 (nachfolgend "CP.") hindurchging
Tabelle 22
Mittleres -2 Fussohlenanwachsen (10 mm)
Versuch Normalmaus GRA-M-4-Immunmaus
1 2 3 4 2,4 2,6 2,4 5,5 17,7 1,8 18,9
Anmerkung: Gruppe 1; Medium( Hanks-Lösung 20 μΐ
Gruppe 2: GRA-M-4, 3,8 μΐη (Protein)/ 20 μΐ Mediium
Gruppe 3: 3,8 μg (Protein)/20 μΐ von CP. (siehie
oben) . ; s
. ' ' '.\' .
Gruppe 4: 3,8 μg (Protein) von GRA-M-4 und 3,8 jyg
(Protein)/ 20 μΐ Medium von CP. i
Referenzversuch
X5563-Immunmäuse wurden in gleicher Weise wie in Beispiel |5 erhalten. Die Milzzellen dieser Immunmäuse wurden als Effektorzellen verwendet und die Effektorzellen (10 ) und die i i Target-Zellen . (X5563, 10 ) wurden zusammen auf Mäusen des gleichen Stammes transplantiert. Dann wurde eine Winn-Assa|y in gleicher Weise wie im Testbeispiel 10 durchgeführt.
24 129 0
Die erzielten Ergebnisse werden in Fig. 23 gezeigt, in ••welcher die Abszisse die Tage und die Koordinate die mittlere Krebsgrösse (cm2) +^ Standardirrtum anzeigt, und in weichet die verschiedenen Markierungen folgende Bedeutung haben: ;
-. .: _:. . '' . · _ ' : " : . ' ; . -"-'..f *;.' .;' .· '
m· · : Gruppe,zu welcher keine Effektor-Zellen gegeben
wurden; ο·——-o : Gruppe, zu welcher nicht-behandelte Effektor-
Zellen -gegeben wurden; ' M :
^. .^ : Gruppe, zu welcher Effektorzellen, die mit Kaninchen-Komplement behandelt worden waren, gegeben wurden; x- c : Gruppe, zu welcher Effektor-Zellen, die mit Anti-Thy 1 (New England Nuclear Co., USA) behandelt Worden . waren, und zu der Kaninchen-Komplement gegeben;
wurde; . /. '.'· ·.';' ' ", '-' ϊϊί,- ].'. D"" " D: Gruppe, zu der Effektorzellen, die mit Ariti-Lytj 1 (New England Nuclear Co., USA) behandelt worden; waren, und zu der Kaninchen-Komplement gegeberd s
2Ö\ . '.': .. ^ ' ' wurde; . ' ' .'. :'' ''. '' ::' ': ' .''^]' :\.:':: ' B 'B: Gruppe, zu der Effektor-Zellen, die mit Anti-Lyt (New England Nuclear Co., USA) behandelt und zu . der Kaninchen-Komplement gegeben wurde.
Aus den Ergebnissen von Fig. 23 wird ersichtlich, dass Lyt 1 Typ T-Zellen eine wichtige Rolle in dem Mechanismus des ίτ± vivo Effektes bei der Tumorimmunitat spielen.
Weiterhin ist es bekannt, dass die DTH-Ansprechung durch Lyt-1 T-Zellen (J. Exp.Med. 143, S. 1543-39 (1976)) hervorgerufen wird.

Claims (8)

  1. ERFINDUNGSANSPRUCH: !
    1. Verfahren zur Herstellung eines glykoverwandten Antigens, ge k e η η ζ e-Λ c h net dadurch, daß man das glykoverwandte Antigen herstellt, indem man durch Homogenisieren oder Solubilisieren aus Krebszellen Zellmembrankomponenten herstellt, daß man die Zellmembrankomponenten mit einem Lektin das sich spezifisch mit einer endständigen Galaktose oder N-Acetylgalaktosamin verbindet, kombiniert, daß man den gebildeten Komplex sammelt, daß man das Lektin aus dem Komplex abtrennt, daß man eine lektinfreie Zellmembrankomponente gewinnt und gewünschtenfalls einen pharmazeutisch annehmbaren Träger zugibt. ! j
  2. 2. Verfahren gemäß Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß die Krebszellen humane Krebszellen sind.
  3. 3. Verfahren gemäß Punkt 2,gekennzeichnet dadurch, daß das Lektin ein solches ist, das sich spezifisch mit endständiger Galaktose verbindet.
  4. 4. Verfahren gemäß Punkt 2,gekennzeichnet dadurch, daß das Lektin ein solches ist, das sich spezifisch mit endständigen N-Acetylgalaktosamin verbindet.
  5. 5. Verfahren gemäß Punkten 1 oder 2, gekenn-
    zeichnet dadurch, daß man das glykoverwandte Antigen aus der Krebszellmembrankomponente zunächst mit einem ersten Lektin das sich spezifisch mit
    35 25.J\l)G,1983*il234;;
    24 1 2 9 0 4 -*- 4.10.1983
    AP A 61 K/241 61 066/12
    endständiger Galaktose kombiniert und dann mit einem zweiten Lektin, das sich spezifisch mit endständigem N-Acetylgalaktosamin kombiniert, isolierty
    6, Verfahren gemäß Punkt 5» gekennzeichnet dadurch/ daß das erste Lektin ürdnußlektin und das zweite Lektin Dolichoebohnenagglutinin ist.
  6. 7. Verfahren gemäß den Punkten 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß man die Solubilisierung unter Verwendung eines Auflösungsmittels durchführt.
    S. Verfahren gemäß Punkt 7» gekennzeichnet dadurch, daß
    das Auflösungsmittel ein oberflächenaktives Mittel . 'ist. . . - ' · .'.' } ι;'-:
    9· Verfahren gemäß den Punkten 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß man die Trennung durchführt, unter Anwendung der Affinitätschromatografie unter Verwendung eines Säulenträgers enthaltend einen unlöslichen Träger und ein darauf !mobilisiertes Lektin,
  7. 10. Verfahren gemäß Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Lektin ürdnußlektin ist.
  8. 11. Verfahren gemäß Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Lektin Dolichosbohnenagglutinin istο
    Hierzu. JH. Seiten Zeichnungen
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