DD209594A5 - Presse mit kastengehaeuse - Google Patents
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Abstract
DIE ERFINDUNG BETRIFFT EINE PRESSE MIT RAHMENGEHAEUSE, DIE HYDRAULISCH, MECHANISCH ODER AUF ANDERE WEISE ANGETRIEBEN WIRD UND FUER VERSCHIEDENARTIGE TECHNOLOGISCHE ZWECKE, INSBESONDERE ZUM SPANLOSEN FORMEN, EINGESETZT WIRD. WAEHREND ES ZIEL DER ERFINDUNG IST, DIE GEBRAUCHSWERTEIGENSCHAFTEN VON PRESSEN MIT KASTENGEHAEUSE AUF KOSTENGUENSTIGE WEISE ZU ERHOEHEN, BESTEHT DIE AUFGABE DARIN, EINE PRESSE MIT KASTENGEHAEUSE ZU ENTWICKELN, DURCH WELCHE EINE HOHE STABILITAET DES TRAGWERKES ERREICHT WIRD UND DIE EINE VERBESSERUNG DER FUEHRUNGSBEDINGUNGEN DES STOESSELS INNERHALB DES GEHAEUSES DURCH EINE VERGROESSERUNG DER KONTAKTFLAECHE DER FUEHRUNGEN ERMOEGLICHT. ERFINDUNGSGEMAESS WIRD DIE AUFGABE DADURCH GELOEST, DASS DAS GEHAEUSE AUS ZWEI AEHNLICHEN, VORZUGSWEISE SYMMETRISCHEN GEHAEUSETEILEN ZUSAMMENGESETZT IST, DEREN TEILUNGSEBENE PARALLEL ZUR RICHTUNG DER ARBEITSBEWEGUNG DES PRESSENSTOESSELS VERLAEUFT, WELCHE NACH DEM ZUSAMMENBAU EINES GESCHLOSSENEN, MIT LOECHERN ZUM ZUGANG ZU DEM ARBEITSRAUM DER PRESSE VERSEHENEN KASTEN BILDEN.
Description
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AP 8 30 B / 249 951 Berlin, 9. 9. 83
Die Erfindung betrifft eine Presse mit Rahmengehäuse, die hydraulisch, mechanisch oder auf andere Weise angetrieben wird und für verschiedenartige technologische Zwecke, insbesondere zum spanlosen Formen eingesetzt wird.
Es sind Pressen mit Rahmengehäusen bekannt, welche einen weiteren Fortschritt in der Entwicklung von vorher anzuwendenden Auslegerpressen darstellen· Gegenüber den letztgenannten ermöglichen die Pressen mit Rahmengehäuse eine beträchtliche Erhöhung der Stabilität des Gehäuses und der Stabilität der Führung des Pressenstößels, welcher in den Auslegerpressen an zwei Seiten und in den Pressen mit Rahmengehäuse an vier Seiten unterstützt ist. Es war jedoch ein grundsätzlicher Nachteil dieser bekannten Rahmenkonstruktionen, die Einsatznotwendigkeit entsprechend großer Montagefenster zur Einführung des Stößels und des Antriebes in das Innere des Pressengehäuses sowie die mit der Bearbeitung der Führungsflächen des inneren Teiles des Pressengehäuses verbundenen Schwierigkeiten. Aus diesem Grunde werden die Pressen mit Rahmengehäusen meistens mit an den Ecken angeordneten Stößelführungen ausgerüstet, wodurch in beträchtlichem Maße die Kontaktfläche der Stößelführungen beschränkt ist. Zwecks der teilweisen Beseitigung dieser Nachteile wurden in den Pressen mit Rahmengehäusen Rollenseitenführungen angewandt, welche aber hinsichtlich der Größe der zu übertragenden Drücke keine positiven Ergebnisse
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ergaben« was auf zu geringe Berührungsflächen der Führungeelemente zurückzuführen ist. Einen besonderen Nachteil wiesen die Pressen mit Rahmengehäuse beim Einsatz von hydraulischen Antrieben auf. Und zwar wird der hydraulische Antrieb wegen der Montageschwierigkeiten außerhalb des Pressengehäuses am häufigsten auf deren Gipfel angeordnet und mittels Schrauben an diesem Gehäuse befestigt, wobei diese Schrauben die von dem Hauptdruck der Presse herrührenden Druckkräfte übertragen.
Zwecks der teilweisen Beseitigung dieser Nachteile wurden Pressen mit einem Kasten-Säulengehäuse entwickelt, die z. B. aus der PL-PS 70 013 bekannt sind· Das Gehäuse einer solchen Presse besteht aus einem einseitig offenen Kasten, und dieser Kasten ist mit der Presse mittels einer flachen Schließplatte verbunden, wobei der Antrieb sowohl im Gehäuse als auch in der Schließplatte untergebracht werden kann. Derartige Pressen sind durch erhöhte Stabilität und leichte Zugänglichkeit des Arbeitsraumes der Presse gekennzeichnet. Dabei jedoch übertragen die Verbindungselemente, üblicherweise Schrauben, die sich aus dem Betriebsdruck der Presse ergebenden Kräfte infolge der Tatsache, daß die Teilungsebene der Bauteile des Tragwerkes der Presse senkrecht zur Arbeitsrichtung des Pressenstößels ist. Die Übertragung der Druckkräfte erfolgt dabei in allen Teilungsebenen, sowohl des Gehäuses als auch des Antriebes der Presse.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Gebrauchswerteigenschaften von Pressen mit Kastengehäuse auf kostengünstige Weise zu erhöhen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Presse mit Kastengehäuse zu entwickeln, durch welche eine hohe Stabilität des Tragwerkes erreicht wird und die eine Verbesserung der Führungebedingungen des Stößels innerhalb des Gehäuses durch eine Vergrößerung der Kontaktfläche der Führung ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe derart gelöst, daß da6 Gehäuse aus zwei ähnlichen, vorzugsweise symmetrischen Gehäuseteilen zusammengesetzt ist, deren Teilungsebene parallel zur Richtung der Arbeitsbewegung des Pressenstößels verläuft, welche nach dem Zusammenbau einen geschlossenen, mit Löchern zum Zugang zu dem Arbeitsraum der Presse versehenen Kasten bilden.Ebenso ist erfindungsgemäß, daß an den Innenflächen der Gehäuseteile die Führungen des Stößels und die Werkzeugplatte befestigt sind, wobei die Führungen und die Werkzeugplatte zugleich die Verbindungselemente der beiden Gehäuseteile bilden.
Weiterhin ist erfindungsgemäß, daß der die Gestalt eines einseitig offenen Kastens aufweisende Stößel an seinen Ecken Abschrägungen aufweist und die Ecken der Gehäuseteile mit entsprechenden Verstärkungen versehen sind· Darüber hinaus ist erfindungsgemäß, daß die Gehäuseteile in der Teilungsebene mit Nuten versehen sind, in welchen die Leisten angeordnet sind.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird gewährleistet, daß die die beiden Gehäuseteile verbindenden Elemente keine vom Hauptdruck der Presse herrührenden Kräfte übertragen. Eine derartige Konstruktion ermöglicht außerdem einen leichten
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Zugang zum Inneren des Gehäuses im ausgebauten Zustand zwdcks der Durchführung der Oberflächenbearbeitung und Befestigung der Führungen des Pressenstößels. Dank der Teilung des Gehäuses in einer zur Arbeitsbewegung des Stößels parallelen Ebene besteht eine vorteilhafte Möglichkeit der Montage des Stößels sowie eventuell des Antriebes von der Seite her, vor dem Zusammenfügen der beiden Teile des Gehäuses der Presse, welche nach dem Zusammenfügen einen geschlossenen Kasten bilden* Infolgedessen ist die Länge des Stößels nicht wie in den bisher bekannten Pressenkonstruktionen durch Montageerfordernisse oder durch die Größe der Montagefenster begrenzt· Somit wurde in der erfindungsgemäßen Presse die Notwendigkeit der Vergrößerung der Höhe und der Quermasse des Pressengehäuses hinsichtlich der Montage des Stößels vermieden, wodurch nicht nur eine Verminderung der Abmessungen und des Gewichtes des Pressengehäuses, sondern auch eine beträchtliche Vergrößerung dessen Stabilität im Vergleich mit den bekannten Konstruktionen erreicht wurde.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindungsgemäße Lösung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1: die Presse mit zweiteiligem Gehäuse in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2: die Presse in echematischem Vertikalschnitt gemäß der Ebene C-C;
Fig. 3: einen der beiden Teile des Pressengehäuses in einer Innenansicht;
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Fig. 4: denselben Teil des Pressengehäuses gemäß Schnitt D-D nach Fig. 3;
Fig. 5: die Presse in schematischem Querschnitt gemäß Schnitt A-A nach Fig. 2 und
Fig. 6: die Presse in schematischem Querschnitt gemäß Schnitt B-B nach Fig. 2.
Das erfindungsgemäße Pressengehäuse besteht aus zwei Gehäuseteilen 1 und 2, die vorzugsweise symmetrisch sind und nach dem Zusammenfügen einen mit Löchern 4; 5 zur Ermöglichung des Zuganges zu dem Arbeitsraum der Presse versehenen geschlossenen Kasten (Fig. 1) bilden, wobei die Teilungsebene 3 der beiden Gehäuseteile 1 und 2 parallel zu der Bewegungsrichtung der Richtung 6 des Stößels 7 ist. In der Teilungsebene 3 sind die beiden Gehäuseteile 1 und 2 mit Nuten 8 versehen, in welchen die Leisten 9 untergebracht sind, die die gegenseitige Verschiebung der beiden Gehäuseteile 1 und 2 in der Teilungsebene 3 verhindern. Im Inneren der beiden Gehäuseteile
I und 2 sind flache Führungen 10 befestigt, welche zur Führung des Stößels 7 dienen, wobei im Gegenteil zu den bisher bekannten Konstruktionen der Stößel längs der Seitenflächen und nicht auf den Ecken geführt wird. Oben ist der Stößel 7 mit der Platte 11 verbunden, welche zum Einspannen der Werkzeuge bestimmt ist und einen Einfülltrichter 12 aufweist, der zum Abfuhren der Fertigteile und der Abfälle aus dem Inneren der Presse vorgesehen ist. An der zu der Platte
II gegenüberliegenden Seite 1st an die Gehiuseteile 1 und 2 eine Werkzeugplatte 13 befestigt, welche zum Einspannen des oberen Werkzeugteiles vorgesehen ist. Die Führung 10a des Stößels, welche die Teilungsebene 3 der beiden Gehäuseteile 1 und 2 abdeckt, sowie die obere Werkzeugplatte 13, welche zugleich die Verbindungselemente der beiden Gehäuseteile 1
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und 2 der Presse darstellen, wobei diese Elemente keine vom Hauptdruck herrührenden Kräfte übertragen. Der Stößel 7 ist vorzugsweise an den Ecken mit Abschrägungen 14 versehen, welche eine entsprechende Verstärkung 15 der Ecken der Gehäuseteile 1 und 2 und dadurch entsprechend eine Zunahme der Stabilität dieses Gehäuse und eine vorteilhafte Übertragung der dieses Gehäuse beeinflussenden Kräfte ermöglichen.
Die erfindungsgemäße Presse wird derart zusammengebaut, daß an dem Gehäuseteil 1 die Führungen 10 und 10a des Stößels 7 und darauf die Werkzeugplatte 13 befestigt werden, wonach das Gehäuse mit aufgesetztem Stößel und Antrieb, die auf dem Gehäuseteil 1 aufgesetzt werden, wobei der Antrieb nicht dargestellt ist, durch den anderen Gehäuseteil 2 abgeschlossen wird, der mittels der in den Führungen 10 und der Werkzeugplatte 13 angeordneten Stiften und Schrauben befestigt wird.
Die erfindungsgemäße Presse kann als eine hydraulisch, mechanisch oder auf eine andere Weise angetriebene Presse Anwendung finden.
Claims (4)
1. Presse mit Kastengehäuse, gekennzeichnet dadurch, daß das Gehäuse aus zwei ähnlichen, vorzugsweise symmetrischen Gehäuseteilen (1; 2) zusammengesetzt ist, deren Teilungsebene (3) parallel zur Richtung (6) der Arbeitsbewegung des Pressenstößels verläuft, welche nach dem Zusammenbau einen geschlossenen, mit Löchern (4; 5) zum Zugang zu dem Arbeitsraum der Presse versehenen Kasten bilden.
2· Presse nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß an den Innenflächen der Gehäuseteile (1; 2) die Führungen (10; 10a) des Stößels und die Werkzeugplatte (13) befestigt sind, wobei die Führungen (10) und die Werkzeugplatte (13) zugleich die Verbindungselemente der beiden Gehäuse·* teile (1; 2) bilden.
3. Presse nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der die Gestalt eines einseitig offenen Kaetens aufweisende Stößel (7) an seinen Ecken Abschrägungen (14) aufweist und die Ecken der Gehäuseteile (1; 2) mit entsprechenden Verstärkungen (15) versehen sind.
4. Presse nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gehäuseteile (1; 2) in der Teilungsebene (3) mit Nuten (8) versehen sind, in welchen die Leisten (9) angeordnet sind ·
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
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