DD209615A5 - Mischung fuer bauplatten, insbesondere fuer innenausbau und isolierzwecke - Google Patents
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Abstract
DIE ERFINDUNG BETRIFFT EINE MISCHUNG FUER BAUPLATTEN, INSBESONDERE FUER INNENAUSBAU, INSTALLATION USW. SOWIE EIN VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG UND EINER NACH DIESER MISCHUNG UND DEM VERFAHREN HERGESTELLTE BAUPLATTE. WAEHREND DAS ZIEL IN DER WIRTSCHAFTLICHEN VERWENDUNG BEI BAUPLATTEN UND DEREN QUALITAETSERHOEHUNG BESTEHT, IST ES AUFGABE, EINE BAUPLATTE AUF DER BASIS VON ASBESTHALTIGEM KLAERSCHLAMM, FASERFOERMIGEN ZUSCHLAEGEN UND ZEMENT ALS BINDEMITTEL ZU SCHAFFEN. DIE BAUPLATTENMISCHUNG IST GEKENNZEICHNET DURCH 10 BIS 50 GEW.-%, VORZUGSWEISE 30 BIS 40 GEW.-% ASBESTFASERHALTIGEM KLAERSCHLAMM AUS DER PRODUKTION VON ASBESTZEMENTPRODUKTEN IN 15 BIS 60 GEW.-%, VORZUGSWEISE 22 BIS 30 GEW.-%, ZEMENT, ALLES BEZOGEN AUF DIE TROCKENSUBSTANZGEWICHTE UND GEGEBENENFALLS ZUSAETZEN, BEISPIELSWEISE PIGMENTEN, FUELLSTOFFEN UND FASERN, BEISPIELSWEISE ASBESTFASERN. DAS VERFAHREN IST GEKENNZEICHNET DURCH MISCHUNG VON GETROCKNETEM ASBESTHALTIGEM KLAERSCHLAMM MIT WASSER, DANACH ZUMISCHUNG VON ZEMENT UND ZUSAETZEN UND DANACH HERSTELLUNG DER BAUPLATTE EINER RUNDSIEB- BZW. LANGSIEBMASCHINE. DER ANTEIL KURZER ASBESTFASERN SOLL WESENTLICH GROESSER ALS DIE DER LANGEN ASBESTFASERN IN DER BAUPLATTE SEIN.
Description
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AP E 04 p / 247 995 4 Berlin, 28. 9. 83
Mischung für Bauplatten, insbesondere für Innenausbau und Isolierzwecke
Die Erfindung betrifft eine Mischung für Bauplatten, insbesondere für Innenausbau, Isolierzwecke usw., auf Basis von Zement als Bindemittel, und faserförmigen Zuschlägen und ein Verfahren zur Herstellung dieser Bauplatte sowie eine mittels dieser Mischung bzw. nach dem Verfahren hergestellte Bau» platte.
Bei der Herstellung von Asbestzementerzeugnissen fällt asbesthaltiger Klärschlamm an· Es ist bekannt, diesen Klärschlamm in geringen Mengen den üblichen Asbestzementerzeugnissen beizumischen. Die Seigabe großer Mengen ist jedoch aus zwei Gründen nicht möglich. Schon bei einer Beimengung von 5 % ist die geforderte Frostbeständigkeit nicht mehr mit Sicherheit zu erreichen und Zusätze von mehr als 10 % beeinträchtigen die Fahreigenschaften auf der Erzeugangsmaschinc negativ. Der größte Teil des anfallenden Klärschlamms wurde daher bislang auf Deponien gelagert. Dies ist bekannterweise unwirtschaftlich.
Ziel der Erfindung ist es, eine Mischung für Bauplatten, insbesondere für Innenausbau, Isolierzwecke usw., ein Verfahren und eine nach dieser Mischung und diesem Verfahren hergestellte Bauplatte zu schaffen, wobei der asbesthaltige Klärschlamm einer wirtschaftlichen Verwendung bei Bauplatten zu-
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geführt und damit die Lagerung auf Deponien vermindert und die Qualität der Bauplatten verbessert wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Mischung für Bauplatten, insbesondere für Innenausbau, Isolierzwecke usw, auf der Basis von Zement als Bindemittel und faserformigen Zuschlägen, ein Verfahren und eine nach dieser Mischung und diesem Verfahren hergestellte Bauplatte zu schaffen, die aus asbesthaltigem Klärschlamm, faserformigen Zuschlägen und Zement als Bindemittel besteht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bauplattenmischung aus 10 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 40 Gew.-%, asbestfaserhältigem Klärschlamm aus der P roduktion von Asbestzementprodukten, insbesondere -rohren bzw. -platten, 15 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 22 bis 30 Gew.-%, Zement, alles bezogen auf die Trockensubstanzgewichte, und Fasern, z. B. Asbestfasern, Zellstoff und/oder Glasfasern, sowie gegebenenfalls Zusätzen, z, B. Pigmenten, Füllstoffen besteht.
Die mittels dieser Mischung herstellbare Bauplatte ist zwar nicht frostbeständig, sie ist hingegen feuchtigkeitsbeständig und hat einen hohen Isolierwert und ist somit für den Innenausbau ausgezeichnet geeignet.
Es ist vorteilhaft;, wenn als Zusätze 3 bis 30 Gew»-%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew«-% Quarzmehl, 3 bis 15 Gew»-%, vorzugsweise 6 bis 8 Gew»-%, vorteilhaft zerkleinerter, beispielsweise gemahlener, Zellstoff, O bis 20 Gew«-$&, vorzugsweise 5 Gewe-%, vorzugsweise zerkleinerter, beispielsweise gemahlener Hartabfall aus der spanabhebenden Verarbeitung von Asbestzementprodukten, O bis 15 Gew.-%, vor-
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zugsweise 8 Gew.-%, vorzugsweise zerkleinerte, beispielsweise gemahlene, Sägespäne, und O bis 10 Gew.»!&, vorzugsweise 0,5 Gew.-%, mineralische Fasern, insbesondere Glasfasern, vorgesehen sind.
Das Charakteristische an dem in der Bauplatte gebundenen Klärschlamm besteht hierbei darin, daß sein an sich geringer Fasergehalt von höchstens 10 Gew.-%» insbesondere höchstens 5 Gew.-% zu einem hohen Anteil aus kurzen, ca· 0,5 bis 3 rom langen Asbestfasern, und nur sehr wenigen langen, ca. 9 bis 12 mm langen, Asbestfasern besteht.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen der Bauplatte besteht darin, daß der beispielsweise getrocknet® bzw. vorgetrocknete asbesthaltige Klärschlamm mit Wasser gemischt wird, danach dieser Mischung Zement und gegebenenfalls die Zusätze zugemischt werden und diese Mischung danach auf eine Rundsieb- bzw. Langsiebmaschine zur Herstellung der Bauplatte aufgegeben wird.
Hierbei ist es zweckmäßig, daß zumindest ein Teil der Zusätze, insbesondere Zellstoff, Sägespäne usw. vor der Beigabe zur Mischung, vorzugsweise unter Wasserzugabe zerkleinert, insbesondere gekollert werden, und daß ein Teil der Zusätze, insbesondere die mineralischen Fasern, z. B. Glasfasern, erst kurz vor Beendigung des Mischvorganges zugegeben werden·
Es ist auch günstig, daß die von der Rundsieb- bzw. Langsiebmaschine kommende Bauplatte gepreßt und gegebenenfalls autoklaviert wird.
Es ist auch zweckmäßig, daß der asbestfaserhaltige Klärschlamm mit Zement und gegebenenfalls mit den Zusätzen vor dem Mischen zerkleinert werden·
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Die mit der erfindungsgeraäßen Mischung bzw. nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Bauplatten sind dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der kurzen, vorzugsweise 0,5 bis 3,0 mm langen, Asbestfasern in der Bauplatte größer, insbesondere wesentlich größer, als die Anzahl der langen, vorzugsweise 9 bis 12 mm langen, Asbestfasern in der Bauplatte ist.
Es werden vorzugsweise Bauplattenmischungen mit folgender Zusammensetzung hergestellt, wobei es sich hierbei um Trockengewichte handelt.
Klärschlamm . 10 - 50 Gew.-λ
tv
Zement PZ 275 15-60
Quarzmehl 3-30 Gew.-%
Hartabfall 0-20 Gew.-%
Zellstoff aufgemahlen auf 10 - 60,
insbesondere 40 Grad Schopper, Riegler 3 - 15 Gew.-%
Sägespäne/O- 2 mm 0-15 Gew*»%
Glasfaser/12 mm lang 0-10 Gew»-%
| Beispiel 1: | 40 Gewe-% |
| Klärschlamm | 22 Gew,-% |
| Zement PZ 265 | 30 Gew.-% |
| Quarzmehl | 0 |
| Hartabfall | |
| Z ellstoff aufgemahlen auf 40 Grad, | 8 Gew.-% |
| Schopper, Riegler | o |
| Sägespäne/O - 2 mm | 0 |
| Glasfaser/12 mm lang | |
£ 4 / y y Ü 4 -. 5 - 52 039 28
AP E 04 C / 247 995 Berlin, 28. 9«,
Klärschlamm 30 Gew.-%
Zement PR 275 30 Gew«»%
Quarzmehl 20,5 Gew<.«-(jo
Hartabfall 5 Gew.-%
Zellstoff aufgemahlen auf 40 Grad,
Schopper, Riegler 6 Gew,~%
Sägespäne/O - 2 mm 8 Gew.-%
Glasfaser/12 mm lang 0,5 Gew.-%
(Es handelt sich hierbei ebenfalls um Trockengewichte·)
Die so hergestellten Bauplatten haben folgende Eigenschaften:
Längsbiegefestigkeit 14,5 N/mm2
Raumgewicht 1,25 kg/dm3
V/asseraufnahrae 38,8 %
Feuchtigkeitsdilatation 1,4 mm/m (autoklaviert)
Claims (8)
- Erfindungsanspruch1φ Mischung für Bauplatten, insbesondere für Innenausbau, Isolierzwecke usw., auf der Basis von Zement als Bindemittel, und faserförmigen Zuschlagen, gekennzeichnet dadurch, daß sie aus 10 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 40 Gew.-%, asbest faserhaltigen) Klärschlamm aus der P reduktion von Asbestzementprodukten, insbesondere -rohren bzw, -platten, 15 bis 60 Gew.-% vorzugsweise 22 bis 30 Gew«-% Zement, alles bezogen auf die Trockensubstanzgewichte, und gegebenenfalls Zusätzen, beispielsweise Pigmenten, Füllstoffen und Fasern, beispielsweise Asbestfasern, besteht,
- 2. Mischung für Bauplatten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Zusätze aus 3 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew,-%, Quarzmehl, 3 bis 15 Gew,-%, vorzugsweise 6 bis 8 Gew,-%, vorzugsweise zerkleinerter, beispielsweise gemahlener, Zellstoff, 0 bis 20 Gew,-%; vorzugsweise 5 Gew,-%, vorzugsweise zerkleinerter, beispielsweise gemahlener, Hartabfall aus der Be- und Verarbeitung von Asbestzementprodukten, O bis 15 Gew,-%, vorzugsweise 8 Gew,~%, vorzugsweise zerkleinerte, beispielsweise gemahlene Sägespäne, und O bis 10 Gew,-%, vorzugsweise 0,5 Gew.-Jo, mineralische Fasern, insbesondere Glasfasern, bestehen,
- 3. Verfahren zum Herstellen von Sauplatten aus der Mischung nach den Punkten 1 bis 2, gekennzeichnet dadurch, daß der, beispielsweise getrocknete bzw. vorgetrocknete, asbesthaltige Klärschlamm mit Wasser gemischt wird, danach dieser Mischung 2ement und gegebenenfalls die Zusätze, zugemischt werden, und diese Mischung danach auf247995 4 -7 - 62AP E 04 C-/ 247 995 Berlin, 28. 9. 83eine Rundsieb, bzw. Langsiebmaschine zur Herstellung der Bauplatte aufgegeben wird.
- 4. Verfahren nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß zumindest ein Teil der Zusätze, insbesondere Zellstoff, Sägespäne, usw. vor der Beigabe zur Mischung« vorzugsweise unter Wasserzugabe« zerkleinert, insbesondere gekollert werden.
- 5. Verfahren nach den Punkten 3 und 4, gekennzeichnet dadurch, daß ein Teil der Zusätze, insbesondere die. mineralischen Fasern, z. B, Glasfasern, erst kurz vor Beendigung des Mischvorganges zugegeben werden.
- 6. Verfahren nach einem der Punkte 3 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß die von der Rundsieb- bzw· Langsiebmaschine kommende Bauplatte gepreßt und gegebenenfalls eutoklaviert wird·
- 7. Verfahren zum Herstellen von Bauplatten aus der Mischung nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß der esbestfaserhaltige Klärschlamm mit Zement und gegebenenfalls mit den Zusätzen vor dem Mischen zerkleinert werden.
- 8. Bauplatte, hergestellt mit der Mischung nach den Punkten und 2 und nach dem Verfahren nach einem der Punkte 3 bis 7, gekennzeichnet dadurch« daß die Anzahl der kurzen, vorzugsweise 0,5 bis 3,0 mm langen, Asbestfasern in der Bauplatte größer, insbesondere wesentlich größer als die Anzahl der langen, vorzugsweise 9 bis 12 mm langen, Asbest fasern in der Bauplatte ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4010898A1 (de) * | 1990-04-04 | 1991-10-10 | Klaus Holding Ag | Verfahren zum herstellen von baumaterialien wie betonen, asphalten, estrichmaterialien, platten, blockziegel usw. |
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| AT154019B (de) * | 1938-05-14 | 1938-08-10 | Eternit Werke Hatschek L | Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln. |
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| CS251765B2 (en) | 1987-08-13 |
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