DD209935A1 - Verfahren und vorrichtung zum zentrieren von schwingspulen und membranen fuer lautsprecher - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum massgenauen Zentrieren von Schwingspulen und Membranen in Lautsprechersystemen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, das aus Plastwerkstoff bestehende Zentrierkaliberals Transport-, Kontroll- und Zentriermittel einzusetzen. Der besondere Vorteil ist die durchgaengige Verwendung des Kalibers in der Lautsprechermontage ohne jegliche Entnahme bei den einzelnen Arbeitsgaengen. Dadurch wird eine exakte Zentrierung gewaehrleistet und die hochempfindliche, massgenaueSpulen-Untergruppe erleidet keine Stoss- und Kantenbeschaedigungen. Ausser dieser Qualitaetsverbesserung schafft das Zentrierkaliber die Grundlage dafuer, die Handhabe- und Robotertechnik in der Lautsprecherfertigung einzusetzen.
Description
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Verfahren und Vorrichtung zum Zentrieren von Schwingspulen und Membranen für Lautsprecher
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum maßgenauen Zentrieren von Schwingspulen und Membranen in dynamischen Lautsprechersystemen.
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von Lautsprechern bekannt, bei denen mit Hilfsmitteln oder Vorrichtungen zum Zentrieren jeweils nur eine oder wenige Arbeitsoperationen ausgeführt werden. ?ür die einzelnen Arbeitsgänge sind die aus Metall bestehenden, maßlich unterschiedlichen Hilfsmittel bzw. Vorrichtungen auszuwechseln oder zu demontieren. Hierfür sind an den einzelnen Arbeitsplätzen aufwendige Transport- und Ablagemcglichkeiten erforderlich. Hinzu kommt, daß die kantenempfindlichen Hilfsmittel aus Aluminium oder Messing nur zeitlich begrenzt einsetsbar sind und im festgelegten Turnus überprüft und durch neue Teile ersetzt werden müssen. Vor allem kommt es aber durch den mehrmaligen Wechsel der Vorrichtungen zu maßlichen Verschiebungen der Klebeverbindungen und damit zu hohen Ausschußraten im Fertigungsprozeß.
Ziel der Erfindung ist es, die Zentriertechnik von Lautsprecherschwing-· spulen wesentlich zu rationalisieren, Arbeitserleichterungen zu schaffen und die Qualität zu erhöhen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu entwickeln, bei dem die Zentrierung der Lautsprecherteile während des
20. №982*030255
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gesamten Fertigungsprozesses ohne Unterbrechung gewährleistet ist. Die Aufgabe wird gelöst, indem der komplette Spulenträger auf ein Plast-· zentrierkaliber aufgeschoben wird, das Kaliber über seinen konischen Teil von der Rückseite in die Lautsprechermembran bis zur Wicklung eingedrückt wird, wobei die Paßflächa der Membran geringfügig geweitet wird und den Spulenträger mit Schiebesitz umfaßt; nunmehr wird an der Kante zwischen Membransitz und Spulenträger Klebstoff aufgetragen und der Schaftdurchmesser des Kalibers in die Distanzbuchse der Grundplatte von der Vorrichtung eingesetzt und die Membran mit ihrem Auflagerand bis zur Markierung der Grundplatte der Vorrichtung geschoben.
Nach Durchlaufen eines Wärmetunnels zur Aushärtung des Klebstoffes werden die 2 Drahtanschlüsse und die Verstärkungslitze gelötet. Anschließend wird das Kaliber mit der mit dem Spulenträger verklebten Membran aus der Dis-canzbuchse der Vorrichtung entnommen und auf Transportmittel abgelegt. Nach der festgelegten Aushärtezeit des Klebstoffes werden die vorgefertigten Einzelteile mit dem Kaliberschaft in einer Benetzvorrichtung aufgenommen, mit Klebstoff beträufelt und die Zentriermembran aufgesetzt.
Am Fließband wird das Magnetsystem am Lautsprecherkorbrand und der Auslaufkante von der Luftspaitseite des Magneten mit Klebstoff benetzt. Dann erfolgt das zentrierte Einsetzen der vorgefertigten Einzelteile "Spule mit Membran" und des Zentrierkalibers um 180 versetzt zur bisherigen Arbeitslage. Nach einer weiteren Durchlaufzeit des Lautsprechersystems auf dem Fließband von ca. 20 Minuten wird das Zentrierkaliber von der Luftspaltseite entnommen und abgelegt. Das Zentrierkaliber verbleibt also während der gesamten Fügevorgänge im Spulenträger und gewährleistet so eine einwandfreie Zentrierung. Die weiteren Arbeitsgänge am Fließband bezüglich Drahtanschiuß löten, siebdrucken und akustisch prüfen erfolgen in der bekannten Technologie.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden:
Zuerst wird die Spule mittels Wickelautomat auf einem Träger gewickelt und die Lagenzahl und Drahtanschlüsse mit Klebstoff genau positioniert festgelegt. Nach dem Abstoßen der kompletten Spule vom Wickelautomaten wird diese auf das dafür vorgesehene Zentrierkaiiber aufgeschoben und im Transportbehälter abgelegt. Anschließend werden die 2 Drahtanschlüsse im Tauchlotbad verzinnt. Die Spulen können ohne die Gefahr von Beschädigungen und Deformierungen auf den Transportbrettern mit Umhüllvsrpackung problemlos gelagert und transoortiert werden.
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Für die Ausführung des folgenden Arbeitsganges "Spule an Membran kleben" wird die Zentriervorrichtung, d.h. Grundplatte 1 und Distanzbuchse 2 vorbereitet.
Auf das Zentrierkaliber 3 mit kompletter Spule 5 wird von der konischen Seite 10 außerhalb der Vorrichtung die Membran 4 bis zum tficklungsbeginn der Spule aufgeschoben, eine Klebstoffraupe mit Spezialspritze am Umfang des Wicklungsträgers 11 verteilt aufgetragen, die Membran um etwa 2 mm zurückgezogen und die Untergruppe in der Zentriervorrichtung nach den Markierungspunkten in der Distanzbuchse 2 mit dem Schaftdurchmesser 9 aufgelegt und einem Wärmetunnel zugeführt. Die Bewegung der einzelnen Zentriervorrichtungen erfolgt über ein Taktrundband, dessen ^inzeltaktzeiten exakt mit der Arbeitskräftezahl abgestimmt sind. Zwischenzeitlich werden mit der Teilepositionierung zweimal die Drahtanschlüsse von der Spule und zweimal die Anschlußlitzen gelötet und anschließend mit Klebstoff in ihrer Lage fixiert. Dann erfolgt die Entnahme der vorgefertigten Untergrupce aus der Zentriervorrichtung und das Benetzen mit Klebstoff von der Gegenseite für Anschlußpunkte. Um die noch notwendige Aushärtezeit der Klebstoffe zu garantieren, wird die. Untergruppe auf speziell tragbaren Ablagegestellen mit dem Schaftdurchmesser des Zentrierkalibers 9 aufgeschoben.
Nach dem Aushärten wird die Untergruppe mit dem darin befindlichen Zenxrierkaliber mit der Schaftseite auf eine halbautomatische Klebstoffbenetzvorrichtung aufgesetzt und der Auslaufrand dem Membran 12 als Vollring mit einer Klebstoffraupe versehen, von Hand aus der Vorrichtung entnommen und die Zentriermembran 6 aufgeschoben.
An einem weiteren Arbeitsplatz des Fließbandes wird die Untergruppe, bestehend aus Magnetsystem 8 und montiertem Lautsprecherkorb 7, mit einer halbautomatischen zweispurigen Klebstoffbenetzvorrichtung auf dem Außen- und Innenbodenkantenrand wiederum als Vollring mit Klebstoff versehen. Jetzt wird die Membran-Untergruppe in die Magnet-Untergruppe, durch das Zentrierkaliber positioniert, im Luftspalt des Lautsprechergesamtsystems 5 auf den Polkern 13 gesetzt. Ein Nachjustieren oder Ausrichten der Untergruppen ist nicht mehr erforderlich, da die Zwangszentrierung mit dem Stahlstift im Zentrierkalibftr sofort im Magnetfeld zur Wirkung kommt. Zum etwa 20-minütigen Aushärten des Klebstoffes wird der Lautsprecher auf einer Transportvorrichtung abgelegt. Nach dieser Zeit wird das Zentrierkaliber herausgezogen und dem '.Vickelautomaten per Stapelbrett wieder zugeführt. Die Herstellung des Lautsprechers wird durch Anlöten der Litzenanschlüsse und die akustische Prüfung vollendet. Durch die Erfindung wird die Herstellung von Lautsprechern wesentlich ratio-
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nalisiert und die Erzeugnisqualität erhöht. Außerdem schafft das erfindungsgemäße Verfahren durch die durchgängige Anwendung nur einer Hilfsvorrichtung gute Voraussetzungen für den Einsatz der Handhabe- und Robotertechnik bei der Lautsprecherfertigung.
Claims (3)
- Erf indungsanspruch1. Verfahren zur Zentrierung von Schwingspulen in Lautsprechern mittels Zentrierkaliber, dadurch gekennzeichnet, daß der bewickelte Spulenträger auf ein Plastzentrierkaliber aufgeschoben wird, das Kaliber über seinen konischen Teil von der Rückseite in die Lautsprechermembran bis zur Wicklung eingedrückt wird, wobei die Paßfläche der Membran geringfügig geweitet wird und den Spulenträger mit Schiebesitz umfaßt; nunmehr wird an der Kante zwischen Membransitz und Spulenträger Klebstoff aufgetragen, der Schaftdurchmesser des Kalibers in die Distanzbuchse der Grundplatte der Vorrichtungen eingesetzt' und die Membran mit ihrem Auflagerand bis zu einer Markierung in der Grundplatte der Vorrichtung geschoben; nach Durchlaufen eines Wärmetunnels zur Aushärtung des Klebstoffes werden die beiden Drahtanschlüsse der Schwingspule an die Verstärkungslitze gelötet, danach wird das Kaliber mit der mit dem Spulenträger verklebten Membran aus der Distanzbuchse der Vorrichtung entnommen und zur Aushärtung auf einem Transportmittel abgelegt; sodann wird das Magnetsystem des Lautsprechers am Korbrand und der Auslaufkante von der Luftspaltseite des Magneten mit Klebstoff benetzt und das Kaliber mit der darauf sitzenden Baugruppe um 130 zur bisherigen Arbeitslage verdreht gefügt; danach wird das gefügte System auf einem Fließband bis zur Aushärtung des Klebstoffes abgelegt und anschließend das Zentrierkaliber von der Luftspaltseite her herausgezogen.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet durch eine planparallele Grundplatte mit zentrischer Mittelbohrung, in die eine dem jeweils zu verarbeitenden Lautsprecher angepaßte Distanzbuchse mit Führungspassung eingesetzt ist; die Führungsbuchse trägt ihrerseits eine Mittelbohrung zur Aufnahme des Schaftes des Plastzentrierkalibers; de:j Schaft des Kalibers dient außerdem als Aufnahmedorn für alle Transportmittel und die Klebstoffbenetzvorrichtung.
- 3. Verfahren zur Zentrierung von Schwingspulen in Lautsprechern nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Plastzentrierkaliber auch als Wickeldorn bei der Schwingspulenherstellung dient.Hierzu 1 SeHe Zeichnung««
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1982
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Also Published As
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| DD209935B1 (de) | 1986-11-12 |
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