DD209995A1 - Schleifwerkzeug zur bearbeitung sproedharter medien - Google Patents

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DD209995A1
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DD
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grinding
media
glass
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DD24369582A
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Joachim Ernst
Heinz Kummer
Kathrin Lenke
Helga Scheidig
Matthias Knoll
Gunther Steinert
Original Assignee
Zeiss Jena Veb Carl
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    • B24D3/344Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents characterised by additives enhancing special physical properties, e.g. wear resistance, electric conductivity, self-cleaning properties incorporated in the bonding agent the bonding agent being organic

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schleifwerkzeug zur Bearbeitung sproedharter Medien, insbesondere zur Feinbearbeitung von Glas und Quarz, mit als Schleifmittel in einer Bindung gehaltenen Diamantgranulat. Dabei besteht die Bildung aus fluessigen Harz/Haerterkomponenten, die mit anoeganischen Fuellstoffen angereichert sind. Durch gezielte Beimengungen des jeweiligen Fuellstoffes ist es moeglich, sowohl die Abtragsleitung des Werkzeuges als auch die Oberflaechenqualitaet der Werkstuecke zu beeinflussen. Die Erfindung kann vorwiegend zur Feinbearbeitung (Schleifen) von optischem Glasangewendet werden, wobei die Bearbeitungszeiten dem Schleifprozess des angegliederten Poliervorganges bis zu30% gesenkt werden koennen.

Description

-Z1-
TItel der Erfindung:
Schleifwerkzeug für die Bearbeitung sprödharter Medien
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Schleifwerkzeug zur Bearbeitung sprödharter Medien. Es kann insbesondere zur Peinbearbeitung von Glas und Quarz verwendet werden·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen: Heben der Bearbeitung mit losem Zorn (Korund) werden seit den 60-iger Jahren zur Feinbearbeitung sprödharter Medien, wie Glas und Quarz, in zunehmenden Maße gesinterte Metallwerkzeuge mit gebundenem Korn verwendet« Der Einsatz dieser Werkzeuge führt jedoch häufig dazu, daß die bearbeiteten Flächen Kratzer aufweisen, die im nachfolgenden Poliervorgang nur durch sehr lange Bearbeitungszeiten beseitigt werden können. Ein weiterer wesentlicher Hachteil dieser Werkzeuge, die in Form von auf einem Tragkörper aufgekitteter Diamantpellets verwendet werden, ist darin zu sehen, daß die Standzeit der Pellets sowie die erzielte Abtragsleistung relativ gering ist und die erzielten Oberflächen nicht immer die geforderte Qualität aufweisen. (Rauhtiefe > 0,3 jam).
Ziel der Erfindung:
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Schleifwerkzeug zur Bearbeitung sprödharter Medien zu entwickeln, welches gegenüber konventionellen Werkzeugen eine höhere Standzeit sowie eine höhere Abtragsleistung aufweist und gleichzeitig zu "einer
Verringerung der Bearbeitungszeit im angegliederten Poliervorgang führt·
Darlegung des T/esens der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schleifwerkzeug zur Bearbeitung sprödharter Medien zu entwickeln, dessen Verwendung zu kratzerfrei-polierfähigen und außerordentlich geringe Rauhtiefen (^ 0,3 /-πη) aufweisenden Bearbeitungsflächen führt.·
Diese Aufgabe wird bei einem Schleifwerkzeug zur Bearbeitung sprödharter Medien, insbesondere zur Peinbearbeitung von Glas und Quarz, mit als Schleifmittel in einer Bindung gehaltenem Diamantgranulat, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bindung aus flüssigen Kunstharz/Härter-Komponenten, die mit anorganischen Füllstoffen angereichert sind, besteht. Dazu ist es vorteilhaft, daß die Bindung 70 bis 90 % Harz/Härter und 10 bis 30 % anorganische Füllstoffe aufweist· Weiterhin ist von Vorteil, daß die anorganischen Hillstoffe aus SiO2~ haltigen Stoffen oder aus Substanzen mit ähnlichen Eigenschaften bestehen.
Durch gezielte Beimengungen des Jeweiligjen Füllstoffes ist es möglich, sowohl die Abtragsleistung des Schleifwerkzeuges als auch die Oberflächenqualität der Werkstücke zu beeinflussen« Unter Verwendung von Keramikmehl als Füllstoff lassen sich außerordentlich geringe Rauhtiefen der bearbeiteten Werkstücken berfläche-a erzielen, während der'Zusatz von Quarzmehl die Abtragsleistuag wesentlich beeinflußt· Zur Stabilisierung der Werkzeuge hinsichtlich der Formtreue ist der Füllstoff mit Kieselgur angereichert.
Die Verwendung dieses erfindungsgemaßen Schleifwerzeuges setzt eine abgestimmte Vorbearbeitungsstufe (Oberflächenqualität der Werkstücke) voraus, um somit ständig unter Selbstschärfeeffekt des Schleifwerkzeuges zu arbeiten. Im dem Schleifprozeß nachfolgenden Poliervorgang lassen sich die Bearbeitungszeiten bis zu 30 % senken.
Ausführungsbeispiel·:
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Ein in Form eines Pellets mit den Abmessungen 0 10 χ 3mm hergestelltes Schleifwerkzeug zur Bearbeitung (Schleifen) von optischen Glas weist folgende Zusammensetzung auf:
Diamantkörnung: 40/28
Diamantkonzentration: K5'0
Bindung: 88 % Epoxidharz und Härter
3 % Glaskeramikpulver 9 % Mischgel
Auf einer Optikmaschine des Types F60 wurden die auf einem Tragkörper aufgekitteten und 20 % der Tragkörperoberfläche einnehmenden Pellets bei der Bearbeitung (Schleifen) von ?/erkstücken der Glassorte BK7 (0 45mm) unter folgenden Maschineneinstellwerten 20 Sekunden erprobt:
Schnittgeschwindigkeit: 7,23 m-s"1 Flächenpressung: 1,8 bis 3,3 kp-cm"^
Bedingt durch die Bindung mit den darin enthaltenen Füllstoffen konnte bei einer kratzerfreien und eine Rauhtiefe von 0,3 um aufweisenden Werkstückeberfläche ein Glasabtrag von 30 um,erzielt werden, wobei die Bearbeitungszeiten des daran angegliederten Poliervorganges um 30 % verringert werden konnten· Durch gezielte Veränderungen der Art und der prozentualen Anteile der anorganischen Füllstoffe lassen sich sowohl Abtragsleistung und Oberflächenqualität der bearbeiteten Werkstücke als auch die Standzeit der Werkzeuge weiter beeinflussen.
-RlHiL 1982*O581OG

Claims (3)

Erfindungsanspruch:
1. Schleifwerkzeug zur Bearbeitung sprödliarter Medien, insbesondere zur Feinbearbeitung von Glas und Quarz, mit als Schleifmittel in einer Bindung gehaltenem Diamantgranulat, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindung aus flüssigem Kunstharz/Härterkomponenten, die mit anorganischen Füllstoffen angereichert sind, besteht.
2. Schleifwerkzeug nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindung 70 bis 90 % Harz/Härter und 10 bis 30 % anorganische Füllstoffe aufweist,
3· Schleifwerkzeug nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die anorganischen Füllstoffe aus SiO2-haltigen Stoffen oder aus Substanzen mit ähnlichen Eigenschaften bestehen.
DD24369582A 1982-10-01 1982-10-01 Schleifwerkzeug zur bearbeitung sproedharter medien DD209995A1 (de)

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