DD210386A3 - Dreikammerspritze - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Dreikammerspritze zum Aufbewahren, Mischen, Auftragen bzw. Injizieren von vorzugsweise zwei pulverfoermigen und einer fluessigen Komponente, z.B. in der Medizintechnik. Das Ziel der Erfindung ist eine einfache Dreikammerspritze mit guten Gebrauchseigenschaften. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass bei ener Spritze mit zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren, zunaechst einseitig geschlossenen Behaeltern und einem Kolben mit Durchstossspritze im inneren Behaelter die Wandung des inneren Behaelters flexibel und konisch ausgebildet ist, wobei der konische Teil des inneren Behaelters zum zunaechst geschlossenen Ende zylindrisch auslaeuft und der innere Behaelter aussen wenigstens zwei im Aussendurchmesser gleiche Dichtlippen traegt.
Description
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Dreikammerspritze Anwendungsgebiet der -irfindung
Die ülrfindung betrifft eine Dreikammerspritze zum aufbewahren, Luschen, Auftragen bzw. Indizieren von vorzugsweise zwei pulverforsigen und einer rlüssigen Komponente, z.B. in der keuizim;ecnnik.
Ghar-akteris~cik der Gekannten technischen Lösungen
3ex den Mehrkammerspritzen sind überwiegend Z we i ^am m er sys ~ e me, aber vereinzelt auch Drei- und Mearkaimnerspri~zen begannt.
Bei einer großen Zahl von 'Δweikaτώτπer sprit ζ en trennt; der Kolben den zylindrischen Behälter in eine vor und in eine hinter dem Kolben befindlicne Кашлег. Durch Drücken-oder Ziehen dear Kolbenstange werden öffnungen, entweder im Kolben selbst: oder über einen überströmkanal frei. Für den Gffnungsmechanismus ist ein gewisser Aufwand erforderlich. In einigen Fällen, in denen ein stark hygroskopisches Pulver über einen längeren Seitraum von der Flüssigkeit; in der zweiten Kammer getrennt werden soll, genügt die Abdichtung zwischen den oeiden Kammern nicht.
Zur sicheren Abdichtung beider Kammern sind Systeme mit einer Membranwand zwischen den Kammern begannt. Die Membranwand wird bei Benutzung von einer Kanüle oder von einer am Kolben befestigten Spitze durchstoßen. IT ach DjS-Ao 19 2Ь 337 wird eine solche Lösung in Verbindung mit zwei -celeskoparTiig zueinander verschiebbaren Behältern realisiert. Für mehr als zwei zu trennende Komponenten wird die Spritze unhandlich.
Bei einer anderen Lösung, mit der Pulver und Flüssigkeit; über einen längeren Zeitraum ebenfalls sicher getrennt werden, wird die bzw» werden die .ruiverkomponenTsen in Beutel verpackt. Die
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Beutel werden bei Gebrauch zerstört. Diese Variante hat den ITachteil, daJ2 nicht; das gesamte Pulver gelöst; wird, da kleine Reste in den zusammengedrückten Beuteln verbleiben.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der ib?findung ist eine einfache Dreikammerspritze mit guten Gebraucnseigenschaften.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine handliche Spritze zu schaffen, mit der drei Komponenten, darunter vorzugsweise zwei pulver— förmige, über einen längeren Zeitraum sicher voneinander getrennt aufbewahrt werden können und bei der das bzw. die Pulver bei Gebrauch restlos aufgelöst; werden.
Erfindungsgemä3 wird die Aufgabe dadurcn gelost, daji bei einer Spritze mit zwei teleskopartig ineinander verscniebbaren, zunächst einseitig geschlossenen Behältern und einem Kolben mit Durchstoßspitze im inneren Behalter die Landung des inneren Behälters flexibel und konisch ausgebildet ist, wobei der konische ieil des inneren Behälters zum zunächst geschlossenen 3nde zylindrisch ausläuft und der innere Behälter au3en wenigstens zwei im .-innendurchmesser gleiche Dichtlippen trägt»
Durch die spezifische ?orm des inneren 3ehälters kann der Kolben sowohl eng als auch mit groüem Spiel an der Behälterwand anliegen bzw· geführt werden. 3ei Verwendung fleziblen Materials, z.B.. Polyethylen oder -propylen, kann das Spiel zwischen dem Kolben und dem zylindrischen Teil im Minustoleranzbereich hergestellt werden, wodurch ein sicherer Abschluß der im inneren Behälter aufbewahrten zwei Komponenten in einfacher weise erreicht wird. Gegen ein Lockern bei eventueller dynamischer Belastung während des Transports kann der Kolben in Sichtung auf das zunächst geschlossene 3ehälterende leicht vorgespannt bzw. anderweitig fixiert werden.
Ausführungsbeispiel
Das Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung, die einen Vollschnitt; durcn das ausführungsbeispiel der Dreikammerspritze in zusammengebauter
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?orm zeigt, beschrieben. Die dargestellte Spritze weist im wesentlichen einen zylindriscnen Behalter 1, einen Behalter 2, einen Kolben 3 alt Spitze A- und Kolbenstange 5 'J-Q-d einen Deckel b auf. Alle 'Teile sind vorzugsweise aus einem Plastwerkstoff spritzgegossen.
In dem Benalter 2, der im oberen Teil 7 tonisch verläuft, ist der Kolben 3 so angeordnet;, da3 er mit der Spitze 4 in jüchtung des Boaens des Behälters d den zylindrischen ieil 3 verscnließt und somit; eine Kammer bildet. Der Durchmesser des KolDens 3 ist raindestens so gro3 wie aer des Zylinders d. Sr schließt damit gut; ab, so daß äoer aem Kolben j eine flüssigkeit; entnaitende Kammer entstent, die nach ooen nin durch einen Deckel 6 alt angegossenen j?ingerstnit;zen тег-scnlossen ist.
Die an dem Kolben 3 angegossene Koloenstiange 5 -cat eine Kreuzlornu Diese j.s"C maxerialsparend und stabil· Damit; das runde ITührungsloch 9 für die Kolbenstange 5 im Deckel 6, der mittels umfänglichem Schnappverschluss min dem Behälter 2 dicht verbunden ist, nach außen gut abgedichtet wird und der Kolben 3 geführt werden kann, sind runde Lamellen 10 vorgesehen« Sie werden entlang der Kolbenstange so angeordnet, daß sie die fflüssigkeitsjsansr.er verschließen, v^enix die Dreikammerspritze gelagert und der Kolben 3 zum Mischen der im Behälter 2 gelagerten Komponenten in Sichtung des Deckels б gezogen wird.
Die Streben 11 des Kreuzes der Kolbenstange 5 werden vor den Lamellen 1U, zwischen ihnen und vor dem Kolben 3 kürzer, damit die Lamellen 10 durch das Abkühlen nach dem Spritsgießen durch Materialschwund nicht unrund werden und damit nicirc richtig abdichten können,
'üle die Kolbenstange 5 ist die keglige, an dem Kolben 3 angegossene Spitze 4· ebenfalls kreuzförmig. Damit ist gewährleistet, daß, wenn sie den Boden des Behälters 2 an der Duroc.-st;oßstelle 12 zerstört, die aus 2 Komponenten bestehende Mischung aus dem Benäluer 2 ausgedrückt; τ/erden kann. Der Werkstoff legt sich nicht an die Spitze an, sondern die durcn die Kreuzform entstenenden Dreiecke beim Durcnstoßen des Bodens
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sind beweglich, und lassen die Plüssigkeit durch·
Die DurcrLStoßstelle 12 entsteht dadurch, daß die Kegel der Innenkante und Außenkante des Bodens des Benälters 2 unterschiedliche Winkel aufweisen und damit eine dünnere Stelle als die 't7ände des Benälters 2 gebildet wird*
La der angegossene Ausfluß 13 des Behälters 1 während der Lagerung und des Mischens verschlossen ist und erst vor dem Gebrauch aufgeschnitten wird,stellt die Dreikanraerspritze ein geschlossenes System dar« Damit der Druck in dem Behälter 1 nach dem Ausdrucken des 3ehäiters 2 nicnt zu groß wird, sind am unteren Rand des Behälters 2 Dientlippen 14 vorgesenen. Sie lassen bei einem bestimmten Druck das zu große Laftvoiumen entweichen und schließen danach die Kammer wieder ab, so daß nach dem Aufscnneiden des Ausflusses 13 das .^rodUiCt ausgedrückt werden kann·
Damit die Sammern richtig entleert werden können, werden die Böden der 3enälter und die Cber- und Unterseite des Kolben^ keglig gestaltet.
Zwischen den Boden des 3ehäl"cers 1 und des Ausflusses 13 ist ein der Spitze 4 angepaßtes konisch verlaufendes kleines Honr— stück 15 angeordnet, damit der Ausfluß beim 3ntleeren des 3e— hälters 1 durcn das Torschieben des Kolbens 3 эіі~ dem Benälter 2 nicht durcn die Spitze <+ verstopft wird und das Entleeren der Dreikammerspritze gewährleistet ist.
Der Behälter 2 wird durcn einen Führungsring Io am Benälter im Behalter 1 gefunrt, da die Dichtiippen 14 allein ein geradxiniges, kippelfreies Bewegen der Benalter gegeneinander nicht möglich machen.
Torzugsweise wird beim ZasammenDau der Kolben 3 alt der Spitze 4 zuerst in den gefüllten Benalter 2 eingeführt, bis der zylindriscne Teil 3 verschlossen ist. Dabei ist der Deckel noch nicht am Behälter befestigt, sondern ist an der Kolbenstange zur ITinger strut ze 17 ningeschoben. Sfach dem 3infüllen der Flüssigkeit in den Saum über dem Kolben 3 wird der Deckel о auf den Behälter 2 aufgedrückt. Ist der Behälter 2 zusammengebaut, wird er in den vorner gefüllten Behälter 1
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bis zu seiner 3ndstellung geschoben* So wird die Dreikammerspritze m±z den drei getrennten Komponenten gelagert.
Um die Spritze gebraucnsfähig zu machen, wird der Kolben 3 zum Deckel о hi л nerausgeζоgen. Die Kanner über dem Kolben 3 entleert sich, und es entsteht ein S",veikomponenx;engemi3ch in dem Behälter 2. Durch anschließendes kräftiges Herunterdrücken des Kolbens 3 zerstört die Spitze 4 den Boden des 3enäl"uers 2, das Gemisch tritt in den Behälter 1 und mischt sich mix; dem letzten Präparat. Der Kolben wird bis zum Boden des Behälters 2 vorbeweg-n, damit der 3enälter 2 richtig епх;1еегт: wird. Die Spitze des Ausflusses 13 wird abgeschnitten. Bei Bedarf kann зіпе gebräuchliche Kanüle bei vornämlicher Verwendung im medizinischen Bereich oder ein konisches Höhrchen zum Applizieren auf den Ausfluß 13 gestecht werden.
Die Spritze ist zum Gebrauch vorbereitete
Claims (3)
1, Dreikammerspritze mit zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren, zunächst einseitig verschlossenen Behältern und einem Kolben mit DurchstoBspitze im inneren Behälter, gekennzeichnei; dadurch, daß -die Wandung des inneren Behälters flexibel und konisch ausgebildet ist, wobei der konische Seil des inneren Behälters zu dessen zunächst; geschlossenem 3n.de hin zylindrisch ausläuft und der innere Behälter außen wenigstens zwei im. Außendurchmesser gleiche Dichtlippen trägt.
2. Dreikammerspritze nach Punkt 1, gekennzeichnet; dadurch, daß wenigstens der innere Behälter aus einem flexiblen Material, z„3. Pojethjlen oder -propylen besteht«
3» Dreikammerspritze nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Kolben zumindest während des Transportes in Richtung auf das zunächst verschlossene Äde des Behälters hin vorgespannt ist.
U 1 Seite Zeichnung
Priority Applications (1)
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| DD82243923A DD210386A3 (de) | 1982-10-12 | 1982-10-12 | Dreikammerspritze |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD210386A3 true DD210386A3 (de) | 1984-06-06 |
Family
ID=5541725
Family Applications (1)
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| DD82243923A DD210386A3 (de) | 1982-10-12 | 1982-10-12 | Dreikammerspritze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD210386A3 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5176639A (en) * | 1988-06-03 | 1993-01-05 | Jean-Edouard Clotteau | Single-injection syringe |
| EP3028729A1 (de) | 2014-12-05 | 2016-06-08 | ELM-Plastic GmbH | Injektor zur abgabe flüssigen oder pastösen stoffs, insbesondere medikaments |
| DE102015002234A1 (de) * | 2014-12-05 | 2016-06-09 | Elm - Plastic Gmbh | Injektor zur Abgabe eines flüssigen oder pastösen Stoffs, insbesondere Medikaments |
-
1982
- 1982-10-12 DD DD82243923A patent/DD210386A3/de not_active IP Right Cessation
Cited By (4)
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