DD210601A5 - Vorrichtung zum abtrennen des kopfes von fischen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum sparsamen Abtrennen des Kopfes von Fischen, deren Kiemenhoele durch Kehlschnitt ventral geoeffnet i. Es ist das Ziel, den Rumpf des Fisches so vorzubereiten, dass schliesslich die Gewinnung von graetenfreien Filets hoechster Ausbeute ermoeglicht wird. D. Koepfschnitt erfolgt deshalb unter Abweisen d. Kopfes gegenueber d. Rumpf, wodurch eine Streckung d. Muskelfleisches ueber d. d. Schulterguertel m. dem Kopfskelett verbindenden Spangen erreicht wird, so dass letztere mit dem Kopf abgetrennt werden. Die in dem Rumpf verbleibenden Teile des Schulterguertels koennen in bekannter Weise vor dem Filetieren herausgeschaelt werden.
Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abtrennen des Kopfes von Fischen mit durch Kehlschnitt ventral geöffneter Kiemenhöhle, mit einem den Fisch gegen eine den Kopf durch Einschnitt von dem Nacken bzu. dem Schädeldach her abtrennende Schneideinrichtung bewegenden Förderer mit mindestens einem Mitnehmer.
Die mit einer zunehmenden Verteuerung der Arbeitskraft einhergehende Verknappung des Rohstoffes Fisch macht es notwendig, dafür Sorge zu tragen, daß dieser wertvolle Eiweisträger mit möglichst hoher Effiazienz nutzbar gemacht wird. Innerhalb der daraus resultierenden Forderung nach möglichst vollständiger Nutzung dieses Rohstoffes ist dabei das Augenmerk besonders darauf gerichtet, einen größtmöglichen Anteil in qualitativ hochwertiger Form der menschlichen Ernährung zuzuführen. Eine derartige Nutzungsform ist das Filet. Filets unter den dargelegten Aspekten zu gewinnen, ist der Hinter grund der vorliegenden Erfindung, wobei die Aufgabe darauf gerichtet ist, durch die Art der Ausführung des Köpfschnittes den Verlust an Filetfleisch möglichst gering zu halten.
Aus der Bearbeitung zur Herstellung von Klippfisch - auch unter den Bezeichnungen Salz- und Stockfisch geläufig - ist der sogenannte Rundschnitt zur Entfernung des Kopfes bekannt, bei welchem die Schnittführung so erfolgt, daß der die Kiemenhöhle zum Rumpf des Fisches hinbegrenzende Knochenbogen des Schultergürtels, sowie Teile des Kopf Skelettes an dem Rumpf des Fisches verbleiben. Diese Skelett-
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teile bewirken in erwünschter Ueise, daß die Bauchlappen während der ausgebreiteten Lagerung nach der Salzung und der damit einhergehenden Trocknung abgestützt werden, so daß der Fischrumpf im wesentlichen formstabil bleibt. Vorrichtungen für eine derartige Schnittführung sind beispielsweise aus der DE-PS 395 455 und der DE-PS 20 5B 165 entnehmbar.
Als vorbereitender Arbeitsgang für die Gewinnung von Filets ist eine solche Schnittführung jedoch nicht geeignet, da in diesem Falle die genannten Skeletteile mitsamt den mit dem Schultergürtsl verbundenen Flossenstrahlen der Brustflossen und diesen selbst an den Filets verbleiben.
Die für die Gewinnung von Filets angewendete Methode zur Entfernung des Kopfes bedient sich deshalb der in bekannter Ueise als Keilschnitt bezeichneten Schnittführung. Hierbei werden zwei unmittelbar hinter den Brustflossen ansetzende und sich in der Symmetrieebene des Fisches treffende Schnitte ausgeführt, deren Schnittebenen gegenüber der Symmetrieebene geneigt sind, um das wertvolle Nackenfleisch mitzugewinnen. Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise aus der DE-PS 11 77 und der. DE-PS 11 28 617 zu entnehmen. Im Ergebnis wird der Rumpf des Fisches abgetrennt, was auch durch einen Glattschnitt erreichbar ist, der wie beispielsweise aus der DE-PS 14 54 081 ersichtlich, unmittelbar hinter den Brustflossenansätzen quer durch den Fisch geführt wird.
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Uie die Praxis erweist, ist die so erzielbare Ausbeute an Filetfleisch unbefriedigend.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Verbesserung der Ausbeute unter gleichzeitiger Gewährleistung der "Grätenfreiheit" der gewinnbaren Filets zu erreichen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Schnittführung so zu gestalten, daß der ventrale Teil des Schultergürtels zunächst an dem Rumpf des Fisches verbleibt, während der dorsale Teil mit den die Verbindung zu dem Kopfskelett herstellenden Spangen (Posttemporalia) abgetrennt wird. Der an dem Rumpf verbliebene ventrale Teil des Schultergürtels kann in einem nachgeschalteten Arbeitsgang problemlos auf sparsamste Ueise herausgeschält werden. Dabei kann dieser Arbeitsgang beispielsweise in der nachfolgenden Filetiermaschine vorgesehen sein.
Das Abtrennen des dorsalen Teils des Schultergürtels mit den Spangen wird an einem Fisch mit durch Kehlschnitt ventral geöffneter Kiemenhöhle erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Schneideinrichtung ein Messer aufweist, dessen Schnittebene zu der Bewegungsrichtung des Fisches verschränkt angeordnet ist, und dessen Flanken mit die Schneide des Messers freilassenden Abweisern abgedeckt sind.
Die damit erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß einerseits der Trennschnitt weit über dem Schädeldach angesetzt werden kann und
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andererseits aufgrund der mit fortschreitender Schnittiefe wachsenden Abweisung des Kopfes und Zurückdrängung des Rumpfes eine Streckung des Muskelfleisches über die Spangen erfolgt, was deren sparsame Abtrennung im weiteren Schnittuerlauf ermöglicht.
Bei einer bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung mit den Fisch unter Eingriff in dessen Kiemenhöhle bewegendem Förderer kann der dem Kopf des Fisches zugekehrte Abweiser mit seiner Abweiserfläche im wesentlichen tangential zu der Bahn der dem Rumpf des Fisches zugekehrten Kontur des Mitnehmers des Förderers angeordnet sein.
Die Anwendung eines Kreismessers ermöglicht einen sowohl funktionstechnisch als auch ökonomisch günstigen Aufbau, wobei die Anordnung einer Fase an der dem Kopf des Fisches zugekehrten Flanke des Messers und dessen Stellung annähernd in der Ebene der Winkelhalbierenden zwischen den beiden Abweisern ein besonders überzeugendes Ergebnis ergibt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine axonometrische Darstellung der
Vorrichtung in stark vereinfachter Form
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Fig. 2 eine lediglich auf den Arbeitsprozeß der Schneideinrichtung ueisende, schematische Darstellung kurz nach Beginn des Köpfschnittes
Fig. 3 eine Darstellung entsprechend
Fig. 2 kurz vor Wollendung des Köpfschnittes.
In einem nicht näher dargestellten Gestell einer Köpfmaschine für Fische befindet sich eine Schneideinrichtung 1 aus einem gestellfest angeordneten und auf geeignete Weise angetriebenen,als Kreismesser ausgebildeten nesser 2 . Seine Schnittebene verläuft senkrecht in Bezug auf eine nicht gezeigte, im wesentlichen horizontale Fischauflage, in uelche die Schneide 3 des Kreismessers 2 eintaucht.Die Flanken 4 des letzteren sind mittels gestellfester Abweiser 5 und 6 abgedeckt, uelche lediglich die Schneide 3 des Messers 2 freilassen, und uelche mit dessen Schnittebene jeweils einen Winkel υοη etwa 25 einschließen. An der mittels des Abueisers 5 abgedeckten Flanke 4 weist das Messer 2 eine Fase 7 auf. Die Ebene des Abueisers 5 ist tangential zu der Bahn 9 eines Förderers 8 ausgerichtet, welcher aus einem um eine zu'der Fischauflage senkrechte Schuenkachse 10 schwenkbar angetriebenen Tragarm 11 mit einem U-förmig ausgestalteten Mitnehmer 12 an seinem freien Ende in einer derartigen Anordnung besteht , daß die äußere Kontur 13 des letzteren gegenüber der Ebene des Abueisers gerade freigeht.
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.Die" Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Ein auf der Fischauflage auf seiner Seite liegender Tisch mit ventral geöffneter- Kiemenhöhle gelangt durch Einschieben unter Abstützung an seinem Rücken mittels einer nicht gezeigten federnd ausueichbaren Rückenstütze mit seiner Kiemenhöhle in eine die Bahn 9 des Mitnehmers 12 kreuzende Stellung. Diese Position kann mittels einer geeigneten lasteinrichtung, beispielsweise eines in dieKiemenhöhle greifenden Tasthebels überwacht · werden» welcher das Verschwenken des Förderers B aus seiner bisher eingenommenen Ruhelage v/eranlaßt. Das Verschwenken hat das Eindringen des Flitnehmers 12 in die Kiemenhöhle des Fisches zur Folge, wobei die Mitnahme ΐ ; des Fisches unter \/erdrehsicherer Abstützung aufgrund der V-förmigen Gestalt des Mitnehmers 12 erfolgt. Der Fisch wird auf diese Ueise dem : Messer 2 der Schneideinrichtung 1 zugeführt, welches den Kopf des Fisches unmittelbar über dem Schädeldach beginnend anschneidet. Tm weiteren Verlauf des Kopfschnittes bewirken die Abweiser 5 und 6 das Abdrängen dss Kopfes bzwv des Rumpfes mit der Folge, daß eine Streckung des Muskelfleisches über die Spangen unter Mitnahme des Schultergürtels erreicht wird, so daß schließlich eine sparsame Trennung des letzteren im Bereich des Ansatzes der Spangen erfolgt. Die' : auf diese Ueise noch an dem Rumpf des Fisches befindliehen Teile des Schultergürtels können in bekannter Ueise durch einen nachfolgenden Arbeitsgang sparsamst herausgeschält werden, bevor die'Filets von dem Grätengerüst gewonnen werden.
Claims (5)
- . Vorrichtung zum Abtrennen des Kopfes won Fischen mit durch Kehlschnitt ventral geöffneter Kiemenhöhle, mit einem den Fisch gegen eine den Kopf durch Einschnitt von dem Nacken bzu. dem Schädeldach.her abtrennende Schneideinrichtung bewegenden Förderer mit mindestens einem Mitnehmer, dadurch gekennzeichnet , daß die Schneideinrichtung (1) ein Messer (2) aufweist, dessen Schnittebene zu der Bewegungsrichtung des Fisches verschränkt angeordnet ist, und dessen Flanken (4) mit die Schneide (3) des Messers (2) freilassenden Abweisern (5 u. 6) abgedeckt sind.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1 mit einem den Fisch unter Eingriff in dessen Kiemenhöhle bewegenden Förderer, dadurch ge kennzeich net , daß der dem Kopf des Fisches zugekehrte Abweiser (5) mit seiner Abweiserfläche im wesentlichen tangential zu der Bahn (9) der dem Rumpf des Fisches zugekehrten Kontur des Mitnehmers (12) des Förderers (8) angeordnet ist.2555 4 5 2S — X —
- 3. Vorrichtung nach den Punkten 1 und 2 , dadurch gekennzeichnet, daß das nesser (2) annähernd die Ebene der Winkelhalbierenden zwischen den beiden Abweisern (5 u. 6) einnimmt.
- 4. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet , daß das.Messer (2) an seiner dem Kopf des Fisches zugekehrten Flanke (4) eine Fase (7) aufweist.
- 5. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet ,daß das Messer (2) als Kreismesser ausgeführt ist.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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|---|---|---|---|
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