DD210715A5 - Verfahren zum herstellen einer gestrickten oder gewirkten maschenware und zur durchfuehrung dieses verfahrens eingerichtete strick- oder wirkmaschine - Google Patents

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DD210715A5
DD210715A5 DD83258006A DD25800683A DD210715A5 DD 210715 A5 DD210715 A5 DD 210715A5 DD 83258006 A DD83258006 A DD 83258006A DD 25800683 A DD25800683 A DD 25800683A DD 210715 A5 DD210715 A5 DD 210715A5
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Falk Kuehn
Alfred Buck
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Memminger Gmbh
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Abstract

Bei einem Verfahren zum Herstellen einer gestrickten oder gewirkten Maschenware mit an wenigstens einem Nadeltraeger laengsverschieblich gelagerten Zungennadeln, bei dem die Nadeln, ausgehend von der Grund- oder Abschlagstellung, in die Fang- oder Einschliessstellung ausgetrieben und nach dem Einlegen des Fadens in den Nadelhaken wieder in die Grundstellung zurueckgezogen werden, wird zur Erhoehung der Arbeitsgeschwindigkeit und zur Verringerung der Beanspruchung der Nadelzungen derart vorgegangen, dass waehrend der Austriebsbewegung der einzelnen Nadeln die in dem jeweiligen Nadelkopf haengende, zuletzt gebildete Masche in Richtung der Austriebsbewegung mit einer kleineren Geschwindigkeit als die Nadelgeschwindigkeit zumindest so lange mit der Nadel mitbewegt wird, bis die Nadelzunge auf diese Masche aufgelaufen und von dieser geoeffnet worden ist.

Description

Berlin, den 5.12.1983 63 056/28
Verfahren zum Herstellen einer gestrickten oder gewirkten Maschenware und eingerichtete St rick- oder Wirkmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer gestrickten oder gewirkten Maschenware mit an wenigstens einem Nadelträger längsverschieblich gelagerten Zungennadeln, bei dem die Nadeln, ausgehend von der Grund- oder Abschlagstellung, in die Fang- oder die Einschließstellung ausgetrieben und nach dem Einlegen des Fadens in den Nadelhaken wieder in die Grundstellung zurückgezogen werden. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf eine zur Durchführung dieses Verfahrens eingerichtete Strick- oder Wirkmaschine mit an wenigstens einem Nadelträger längsverschieblich geführten, durch zumindest einen Nadelschloßkanal mit wenigstens einem Nadelheber und -senker gesteuerten Zungennadeln, zwischen denen in Längsrichtung der Nadeln und quer zu diesen bewegliche Einschlieft- und Abschlagplatinen angeordnet sind, die durch wenigstens eine Platinenschloßkurve gesteuert sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Beim Herstellen von Wirk- oder Strickware auf bekannten Wirk- oder Strickmaschinen werden die Nadelzungen beim Austrieb der Zungennadeln dadurch zwangsläufig geöffnet, daß die iJadelzungen auf die in den Nadelköpfen hängenden, in dem zuvor durchlaufenden Stricksystom zuletzt gebildeten Ma-
i. <lj
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sehen auflaufen, die dann über den Zungenkopf auf den Na~ delschaft gleiten. Beispielsweise moderne Hochleistungsstrickmaschinen weisen eine verhältnismäßig große Anzahl von Stricksystemen (3 bis 4 Systeme pro englischem Zoll Durchmesser) auf, was bedeutet, daß die Kurvenflächen der Nadelheber der Nadelschloßkurve mit einem entsprechend steilen Austriebswinkel ausgeführt sind» Dies hat wiederum zur Folge, daß das öffnen der Nadelzungen sehr rasch erfolgt; der Öffnungsvorgang ist typischerweise während des Durchlaufens einer Nadelteilung abgeschlossen« Bei einer Rundstrickmaschine von 30" Durchmesser bedeutet dies, daß bei einer Umfangsgeschwindigkeit von 1,2 m/sek. die Geschwindigkeit der Bewegung der Nadelzunge 30 m/sek. erreichen kann. Diese hohen Nadelzungengeschwindigkeiten und die dadurch bedingten hohen Aufprallgeschwindigkeiten der Zungenspitze ergeben eine außerordentlich hohe Beanspruchung der Zungennadeln mit der Folge von Nadeltaschenbrüchen und Backenbrüchen. Um hier abzuhelfen, wurden spezielle Hoch*- geschwindigkextsnadeln entwickelt, die durch besondere Konstruktionsmerkmale, wie eine elastische Prelldämpfung der in der Rücklage auf den Nadelschaft auftreffenden Nadelzunge, Verringerung der trägen Masse der Nadelzunge, Verkürzung der Scharnierlänge Und dergleichen, hohe dynamische Beanspruchungen aufnehmen können» Trotzdem sind die erzielbaren Strickgeschwindigkeiten durch die maximal zulässige Nadelbeanspruchung begrenzt.
Ziel der Erfiridunp.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen einer gestrickten oder gewirkten Maschenware und eine ein-
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gerichtete Strick- oder Wirkmaschine zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, die mit höherer Leistung gefahren werden kann, ohne den Verschleiß der Maschinenteile zu erhöhen.
fl des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer gestrickten oder gewirkten Maschenware mit an wenigstens einem Nadelträger längsverschieblich gelagerten Zungennadeln, bei dem die Nadeln, ausgehend von der Grund- oder Abschlagstellung in die Fang- oder Einschliepjstellung ausgetrieben und nach dem Einlegen des Fadens in den Nadelhaken wieder in die Grundstellung zurückgezogen werden, und eine Strick- oder Wirkmaschine zur Durchführung des Verfahrens so zu gestalten, daß die Arbeitsgeschwindigkeit bei der Herstellung von gestrickter oder gewirkter Maschenware erhöht wird, ohne die Beanspruchung der Nadeln zu vergrößern.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß während der Austriebsbewegung der einzelnen Nadeln die in 3em jeweiligen Nadelkopf hängende, zuletzt gebildete Masche in Richtung der Austriebsbewegung mit einer kleineren Geschwindigkeit als die Nadelgeschwindigkeit zumindest so lange mit der Nadel mitbewegt wird, bis die Nadelzunge auf diese Masche aufgelaufen und von dieser geöffnet wordeniet«
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß zur Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit bei der Herstellung von
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Hoschenware nicht nur lediglich die Nadel konstruktiv verbessert v/erden muß, sondern daß an dem Strickverfahren selbst Veränderungen vorgenommen werden« Dadurch, daß die das Offnen der Nadelzunge bewirkende» in den Nadelkopf hängende, zuletzt gebildete Masche während der Dffnungs-' phase der Nadelzunge mit der ihre Austriebsbewegung ausführenden Zungennadel mitbewegt wird, wird die Relativgeschwindigkeit zwischen der Masche und der (noch geschlossenen) iMadelzunge verringert. Die Nadelzunge trifft deshalb mit einer kleineren Geschwindigkeit auf diese Masche auf, mit dem Ergebnis, daß der Öffnungsvorgang sanft erfolgt und die Nadelzunge eine wesentlich verringerte Beschleunigung beim Beginn des Offnungsvorganges erfährt. Damit können die Austriebsgeschwindigkeit der Nadeln und damit die Arbeitsgeschwindigkeit insgesamt wesentlich gesteigert werden, ohne daß eine Oberbeanspruchung der Nadelzunge oder der diese lagernden oder abstützenden Teile der Zungennadel zu befürchten wäre. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn mit Rücksicht auf eine große Zahl von Systemen, etwa bei einer Rundstrickmaschine, die Kurvenflächen der Nadelheber mit einem steilen Austriebswinkel ausgebildet sind. Durch entsprechende Wahl der beim Auftreffen der Nadelzunge auf die im Nadelkopf hängende, zuletzt gebildete Masche kann die Zungenöffnungsgeschwindigkeit so beeinflußt werden, daß sie auf jeden Fall unterhalb eines für die jeweilige Nadeltype zulässigen Grenzwertes bleibt. Die praktische Erfahrung hat gezeigt, daß es auf diese l/eise möglich ist, sogar mit normalen Zungennadeln, die nicht speziell als so« genannte Hochgeschwindigkeitsnadeln ausgebildet sind, verhältnismäßig hohe Arbeitsgeschwindigkeiten zu erzielen,
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ohne daß dadurch die Nadeln überlastet würden. Bei Verwendung von Hochgeschivindigkeitsnadeln kann mit Rücksicht auf das schonende Öffnen der Nadelzungen eine beträchtlich erhöhte Sicherheit gegen Nadelbrüche erzielt werden,
.Un den Einschließvorgang zu optimieren, ist es vorteilhaft, wenn der zuletzt gebildeten, in dem Nadelhaken hängenden Masche anschließend an das öffnen der zugeordneten Nadelzunge eine der Austriebsbewegung der Nadel entgegengesetzte Bewegung erteilt wird, in deren Verlauf sie wieder in eine zurückgezogene Stellung überführt wird. Die in dem Nadelkopf hängenden Maschen werden dabei zwangsläufig über das Nadelzungenende abgezogen, was den Vorteil hat, daß auch bei fester Strickart sichergestellt ist, daß keine Masche auf der geöffneten Nadelzunge liegenbleibt oder gar von der Nadel bei deren Austriebsbewegung mitgenommen und deshalb nicht abgestrickt wird, wodurch Fehler in der '»/are verursacht wurden. Andererseits kann dadurch, daß erzwungen wird, daß jede Masche einzeln über ihre zugeordnete geöffnete Nadelzunge gleiten muß, auch eine festere Vi/aro erzeugt werden.
Wenn die in dem Nadelkopf hängende Masche, wie erwähnt, zwangsweise bewegt wird, ist es möglich, derart vorzugehen, daß die Nadel nur um einen Weg ausgetrieben wird, der kleiner oder gleich der Scharnierlänge der Nadel ist und die Masche in einem Sicherheitsabstand von der Spitze der geöffneten Nadelzunge gehalten wird. Damit ist der Nadelaustriebsweg gegenüber dem bisher üblichen Maß wesentlich verkürzt, weil bei bekannten Maschinen die Nadel immer um ei-
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nen beträchtlichen, über das Maß der Scharnierlänge hinausgehenden "Überhub" ausgetrieben werden mußte, der dazu erforderlich war, ein sicheres Einschließen zu gewährleisten.
Die nunmehr ermöglichte Verkleinerung des Nadelaustriebsvveges gestattet wiederum eine Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit, oder bei hochsystemigen Strickmaschinen die Verwendung einer größeren Anzahl von St ricksySternen. Bei einer Rundstrickmaschine ergeben sich nämlich durch eine Verringerung der Nadelaustriebswege unter Beibehaltung der Austriebe- und Einzugswinkel der Nadelheber bzw* der Nadelsenker der Nadelschloßkurve auch kürzere Stricksystemlängen«
Auch das Schließen der Nadelzungen während der Einzugsbeivegung der Nadeln kann sanfter gestaltet werden, um die Nadelbeanspruchung weiter zu verringern. Zu diesem Zwecke kann derart vorgegangen werden, daß während des dem Schließen der Nadelzunge zugeordneten Teiles der Einzugsbewegung der einzelnen Nadeln die auf dem Nadelschaft hängende, zuletzt gebildete Masche in Richtung der Einzugsbewegung mit einer kleineren Geschwindigkeit als die Nadelgeschwindigkeit zumindest solange mit der Nadel mitbewegt wird, bis die Nadelzunge auf diese Masche aufgelaufen und von dieser geschlossen worden ist.
Eino zur Durchführung des neuen Verfahrens eingerichtete Strick- oder Wirkmaschine der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen«*» schloßkurve einen im Bereiche des Nadelhebers angeordneten Platinenheber aufweist, dessen Kurvenfläche des Schloßkurven·
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Stückes einen kleineren Austriebswinkel als die Kurvenfläche des Nadelhebers aufweist und sich über den dem bis zum öffnen der einzelnen Nadelzungen zurückgelegten Tgil des Austriebsweges der Zungennadeln entsprechenden Bereich des Nadelhebers erstreckt. Durch entsprechende Wahl des Austriebswinkels des Platinenhebers läßt sich bei gegebenem Austriebswinkel des Nadelhebers die Relativgeschwindigkeit zwischen der die Austriebsbewegung ausführenden Nadel und der das öffnen der Nadelzunge bewirkenden, in dem Nadelkopf hängenden, zuletzt gebildeten Masche entsprechend der jeweils verwendeten Nadeltype etc. auf einen jeweils zweckmäßigen ^ort einteilen, der ein sanftes, schonendes öffnen der Nadglzunge gewährleistet.
Aus bereits erläuterten Gründen ist es zweckmäßig, daß die Platinenscbloßkurve anschließend an den Platinenheber einen Platinensenker aufweist, der die Einschließ- und Abschlagplatinen und damit auch die von deren Einschließnasen festgehaltenen, auf den Nadelköpfen hängenden, zuletzt gebildeten Maschen entgegen der Austriebsbewegung der Nadeln wieder in eine zurückgezogene Stellung zurückführt* Die Kurvenfläche des Platinensenkers kann dabei derart ausgebildet sein, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen aus ihrer Vollaustriebsstellung zurückgezogen sind, bevor die Bewegungsumkehr der in der Einschließstellung stehenden Zungennadeln erfolgt.
iVegen dieser zwangsläufigen Bewegung der in den Nadelköpfen hängenden, zuletzt gebildeten Maschen durch die EinschiieÜ- und Abschlagplatinen kann die Anordnung derart getroffen
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werden, daß die Zungennadeln durch den Nadelheber lediglich um einen Austriebsweg austreibbar sind, der kleiner oder gleich der Scharnierlänge der Nadeln ist» Dabei können die Einschließ- und Abschlagplatinen durch die Platinensenker soweit zurückziehbar sein, daß bei in der Einschliefistellung stehenden Zungennadeln die zuletzt gebildeten Maschen von den Einschließ- und Abschlagplatinen in einem vorbestimmten kleinen Sicherheitsabstand von der Spitze der geöffneten Nadelzunge gehalten sind. Dieser Sicherheitsabstand ist, verglichen mit dem bei bekannten Strickmaschinen üblichen Maß, verhältnismäßig klein, weil eben die Maschen durch die Einschließ- und Abschlagplatinen zwangsläufig unten gehalten sind.
Um auch das Schließen der Nadelzungen schonender vorzunehmen, kann die Platinenschloßkurve anschließend an den ersten Platinensenker einen zweiten Platinenheber und einen diesem folgenden, im Bereiche des Nadelsenkers angeordneten Platinensenker aufweisen, dessen Kurvenfläche einen kleineren Einzugswinkel als die Kurvenfläche des Nadelsenkers aufweist und sich über den dem bis zum Schließen der einzelnen Nadelzungen zurückgelegten Teil des Einzugsweges der Zungennadeln entsprechenden Bereich dos Nadelsenkers erstreckt.
Oxo Platinenschloßkurve kann anschneidend an den jeweils vorhergehenden Platinensenker derart ausgebildet sein, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen in einer Kulierstellung verbleiben, bis sie in dem nächstfolgenden Stricksystem# ausgehend von der inzwischen erreichten Grund- oder Rundlaufstellung, wieder in der erwähnten Weise gemeinsam mit
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den Nadeln ausgetrieben werden. In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Platinenschloßkurve aber einen weiteren Platinenheber aufweisen, durch den den Einschließ- und Abschlagplatinen während der Einzugsbewegung der Zungennadeln eine zu dieser Einzugsbewegung entgegengesetzt gerichtete Austriebsbewegung erteilbar ist, wobei sich an den weiteren Platinenheber dann ein weiterer Platinensenker anschließt, der die Einschließ- und Abschlagplatinen wieder in die Grundstellung zurückführt. Die dadurch erzeugte gegenläufige Bewegung zwischen den Nadeln und den Einschließ- und Abschlagplatinen während des Kuliervorganges erlaubt eine weitere Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeitr
Die Einschließ- und Abschlagplatinen können dann durch den ersten Platinensenker bis unter die von ihnen zu Beginn der von dem ersten Platinenheber bewirkten Austriebsbewogung eingenommenen Grundstellung abziehbar sein, wodurch erreicht wird, daß - wie erwähnt - die Zungennadeln nur über einen kürzeren Austriebsweg ausgetrieben werden müssen»
Schließlich können die Platinenheber und/oder -senker mit verstellbaren Austriebs- bzw, Einzugswinkeln ausgebildet sein, um damit die Maschine entsprechend den jeweiligen Erfordernissen einstellen zu können, ohne daß das ganze Platinenschloß ausgetauscht werden müßte*
Au sfuhrungsbei sp ieI
üic Erfindung soll nachstehend an einem Ausf ühruhgsbeispiel näher erläutert werden.
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In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig, 1: einen Nadelzylinder einer Rundstrickmaschine gemäß der Erfindung, mit zugeordnetem Schloßmantel, in vereinfachter schematischer Darstellung und im Ausschnitt;
Fig. 2: einen Nadelschloßkanal und einen Platinenschloß« kanal des Nadelzylinders nach Fig, 1, in der Abwicklung, in einer Draufsicht und im Ausschnitt;
Fig, 3: einen Nadelschloßkanal und einen Platinenschloß-
;-kanal des Nadelzylinders nach Fig, 1 im Ausschnitt, in der Abwicklung und in einer Draufsicht, sowie in einer anderen AusfÖhrungsform;
Fig. 4: eine !Einschließ- und Abschlagplatine und eine zugeordnete Zungennadel der Anordnung nach Fig. 1, in einer Seitenansicht, im Ausschnitt, unter Veranschaulichung der in der Grund-· oder Abschlagstellung stehenden Nadel;
Fig. 5: eine Anordnung nach Fig. 4, unter Veranschaulichung des Augenblicks während der Nadelaustriebsbewegung, in dem die geschlossene Nadelzunge der Nadel auf die in dem Nadel kopf hängende, zuletzt gebildete Masehe aufläuft ;
Fig, 6; eine Anordnung nach Fig. 4, unter Veranschaulichung des Augenblicks, in dem die öffnung aer Nadelzunge durch die in dem Nadelkopf hängende, zuletzt gebildete Masche bereits eingeleitet ist;
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Fig, 7: eine Anordnung nach Fig, 4, unter Veranschaulichung des Zustandes an Ende des Öffnungsvorganges'.der Nadelzunge;
Fig. O? eine Anordnung nach Fig, 4, unter Veranschaulichung des Zustandes bei in der Einschließstellung stehender, voll ausgetriebener Nadel;
Fig. 9: eine Anordnung nach Fig, 4, unter Veransehaulichung des Zustandes unmittelbar vor Beginn des Schließung svorganges der Nadelzunge;
Fig. 10: Eine Anordnung nach Fig# 4f unter Veransehaulichung eines bestimmten Zustandes während des Einschlie-Bens des neu eingelegten Fadens und des Schließens der Nadelzunge;
Fig. 11: eine Anordnung nach Fig# 4, unter Veransehaulichung eines bestimmten Zustandes während des Schließens der Nadelzunge;
Fig, 12: eine Anordnung nach Fig, 4, unter Veransehaulichung des Zustandes bei in der Kulierstellung stehender Nadel.
Ein Nadelzylinder 1 einer in ibren anderen bekannten Teilen nicht weiter dargestellten Rundstrickmaschine ist an seinem Umfang mit Zungennadeln 2 bestückt, die parallel zueinander ausgerichtet löngsverschieblich gelagert sind« Die Zungennadoln 2 tragen an ihren Nadelschäften 3 Füße 4, die in einen
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eine Nadelschloßkurve bildenden Nadelschloßkanal 5 eines den Nadelzylinder 1 umgebenden Schloßmantel 6 eingreifen, der in an eich bekannter Weise mehrteilig ausgebildet ist, was im einzelnen aber nicht dargestellt ist« Durch ebenfalls nicht dargestellte Antriebsmittel wird eine relative Drehbewegung zwischen dem Schloßmantel 6 und dem Nadelzylinder 1 erzeugt, die durch einen Pfeil O angedeutet ist. Zufolge dieser relativen Drehbewegung erteilt der Nadelschloßkanal 5 den Zungennadeln 2 die für den Strickvorgang erforderliche Austriebs- und Einzugsbewegung«
Zwischen zwei Zungennadeln 2 ist jeweils eine Einschließ- und Abschlagplatine 7 angeordnet, die den Nadelzylinderrand 8 übergreift und eine Platinennase 9 sowie eine Kehle 10 und eine Kulierkante 11 aufweist, jede Einschließ-· und Abschlagplatine 7 ist mit einem Platinenschaft 12 versehen, mit dem sie unmittelbar zwischen den Nadelschäften 3 benachbarter Zungennadeln 2 liegend auf dem Nadelzylinder 1 geführt ist. Dazu sind in den Nadelzylinder 1 nicht weiter dargestellte Führungsstege radial eingesetzt, die im Abstand der Nadelteilung angeordnet sind und unmittelbar die radiale Auflage- und Lauffläche für die Nadelschäfte 3 sowie die seitliche Führung für die unmittelbar auf den rJadolzylindergrund laufenden Platinenschäfte 12 bilden. Alternativ kann der Nadelzylinder 1 auch in an sich bekannter 'iVeise auf seinem Außenumfang mit parallelen Nuten versehen sein, in denen die Nadelschäfte 3 und die Platinenschäfte 12 nebeneinanderliegend parallel geführt sind«
Oeder Platinenschaft 12 trägt einen Fuß 14, der in einen
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an dem Schloürnantel 6 ausgebildeten PlatinenschlolJkanal 15 ragt und durch diesen derart gesteuert ist, daß den Einschließ- und Abschlagplatinen 7 eine Austriebs- und Einzugsbewegung erteilt wird, wie dies im einzelnen noch erläutert wird.
An dem Nadelzylinder 1 ist in der Nähe des Nadelzylinderrandes 8 ein Platinenaustriebsschloß 16 vorgesehen, das in Gestalt einer unmittelbar dem Nadelzylinder 1 angedrehten, sich zu dem Nadelzylinderrand 8 nach außen zu erweiternden Schrägfläche besteht, auf der die Einschließe und Abschlagplatinen 7 jeweils mittels einer an ihren Schaft 12 angeformten Nase 17 abgestützt sind« Das Platinenaustriebsschloß 15 bewirkt in der aus den Fig. 4 bis IQ ersichtlichen l/eise, daß bei einer von dem Platinenschloßkanal 15 bewirkten Austriebsbewegung der Platinenschäfte 12 die Einschließ- und Abschlagplatinen 7 bezüglich der Zungennadeln 2 radial nach außen bewegt werden. Um sicherzustellen, da;, die Nasen 17 mit dem Platinenaustriebsschloß 16 in dauerndem Eingriff gehalten sind, stehen die Platinenschäfte 12 im Bereiche des Platinenaustriebsschlosses 16 unter der Wirkung einer radial nach innen zu auf den Nadelzylindergrund gerichteten Federkraft, die von zwei rings umlaufenden endlosen Zugfedern 18 erzeugt ist, welche sich seitlich gegen an den Platinenschäften 12 ausgebildete Vorsprünge 19 abstützen. Die Platinenschäfte 12 ragen in radialer Richtung um ein vorbestimmtes Haß über die Nadelschäfte 3 vor, so daß die Nadelschäfte 3 unbeeinträchtigt von den Zugfedern 18 ihre Bewegung ausführen können. Um zu verhindern, daß die Nadelschäfte 3 im Bereiche der Nadelköpfe bei der radialen
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Auswartsbeivegung eier einschließ-· und Abschlagplatinen 7 mitgenommen werden, werden sie in dem Bereiche zwischen dom Platinenaustriebsschloß 16 und dem Nadelzylinderrand 8 durch eine rings umlaufende Feder 20 radial nach innen gedrückt. Die Platinenschäfte 12 sind mit einer randoffenen Nut 21 ausgebildet, die gewährleistet, daß die Radialbeweglichkeit der Einschließ- und Abschlagplatinen 7 durch die Feder 20 nicht behindert ist*
Die durch den Nadelschloßkanal 5 gegebene Nadelschloßkurve 5ö ist in den Fig, 2; 3 dargestellt, während die dem Piatinenschloßkanal 15 entsprechende Platinenschlo&kurve 15a; 15b in den Fig, 2; 3 in zwei verschiedenen Ausführungsformen veranschaulicht ist.
Die NadelschloBkurve 5a weist wenigstens ein als Nadelheber 22 bezeichnetes Austriebsteil auf, dessen zugehöriges Schloßkurvenstück 23 näherungsweise gerade verläuft und mit der Horizontalen einen Austriebswinkel 24 einschliefst.
Anschließend an den Nadelheber 22 ist die Nadelschloßkurve 5a durch ein Nadeleinzugsteil in Gestalt eines Nadelsenkers 25 gebildet, dessen näherungsvveise ebenfalls gerades Schloiikurvenstück 26 mit der Horizontalen einen Einzugsvvinkel 27 einschließt» Beim Durchlaufen der Nadelschloßkurve 5α nehmen die Zungennadeln 2 jeweils ihre Grund- oder Abschlagsstellung 28 und ihre Vollaustriebs- oder Einschliebstellung 29 ein (Fig. 4; Fige 8),
Die PlatinenschloLikurve 15a; 15b weist jeweils ein Aus-
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triobsteil in Gestalt eines Platinenhebers 30 auf, dessen im wesentlichen gerades Schlotikurvenstück 31 mit der Horizontalen einen Platinenaustriebsvvinkel 32 einschließt,'der \ kleiner ist als der Austriebswinkel 24 der Nadel. Der Platinenheber 30 ist ersichtlich im Bereiche des Nadelhebers 22 angeordnet und derart ausgebildet, daß von einem dem Zustand nach Fig. 4 entsprechenden Punkt 33 der Platinenschi oB kurve 15a bzw. 15b an den Einschließ- und Abschlagplatinen 7 eine mit der Nadelaustriebsbewegung gleichgerichtete Austriebsbowegung erteilt wird, deren Geschwindigkeit geringer ist als die Austriebsgeschwindigkeit der Zungennadeln 2. Der bis zum Beginn der Austriebsbewegung der Einschließ- und Abschlag.platinen 7 bei Punkt 33 von den Zungennadeln 2, ausgehend von der Grund- oder Abschlagstellung 28, zurückgelegte Austriebsweg entspricht etwa der Fadenraumlänge der Zungennadeln 2#
Die Lange des Platinenhebers 30 in Umfangsrichtung des Schloßmantels 6 ist kleiner als die Länge des zugeordneten Nadelhebers 22; sie ist derart bemessen, daB nach Durchlaufen des Platinen-Schloßkurvenstückes 31 die Einschließ- und Abschlagplatinen 7 die in Fig. 7 dargestellte Stellung 34 einnehmen, in der die Nadelzunge 35 voll geöffnet ist und die in dem vorher durchlaufenen Stricksystem zuletzt gebildete Masche 36 (vgl. Fig. 7) noch auf der von ihr geöffneten Nadelzunge 35 liegt, wie dies im einzelnen noch erläutert werden wird.
An den Platinenheber 30 schließt sich ein Platineneinzugsteil in Gestalt eines Platinensenkers 37 an, dessen züge-
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ordnotes Platinen-Schloßkurvenstück 38 mit der Horizontalen einen Platineneinzugsvvinkel 39 einschließt« Der Platinensenker 37 ist derart angeordnet, daß die Einzugsbewegung der Einschließ- und Abschlagplatinen 7 im wesentlichen abgeschlossen ist, wenn die Zungennadeln 2 ihre Einschließstellung 29 (Fig, 8) erreichen. Die Platinenschloßkurve 15a bzw. 15b ist dabei derart ausgelegt, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen 7 bei in der Einschließstellung stehenden voll ausgetriebenen Zungennadeln 2 so weit abgezogen sind, daß die von ihnen eingeschlossenen Maschen 36 in einem Sicherheitsabstand X unterhalb der Spitze der geöffneten Madelzunge 35 gehalten sind, wie dies aus Fig. 8 hervorgeht und im einzelnen noch erläutert wird. Der Fig. 8 entsprechende Punkt 40 ist auf der Platinenschloßkurve 15a und der entsprechende Punkt 41 auf der Platinenschloßkurve 15b dargestellt. Ersichtlich liegt dio Platinenschloßkurve 15b on ci@m Punkt 40; 41 unterhalb der der Grundstellung entsprechenden. Horizontalen dreh den Punkt 33,Was bedeutet, dai die iiinschlieij- und Abschlagplatinen 7 bei voll ausgetriebenen 'Zungennadeln 2 tiefer als die Grundstellung abgezogen sind, Dadurch wird der Nadelaustriebsweg entsprechend verkleinert*
Die Platinenschloßkurve 15a; 15b weist anschließend an den ersten Platinensenker 37 einen zweiten Platinenheber 310 auf, dessen Austriebswinkel 320 so gewählt ist, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen 7 während der von dem Nadelsenker 25 gesteuerten Einzugsbewegung der Zungennadeln 2 wieder ausgetrieben sind, bevor die nunmehr auf dem Nadelschaft 3 hängende zuletzt gebildete Masche 36 mit der voll
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geöffneten Nadelzunge 35 der jeweiligen Zungennadel 2 in Eingriff kommt (Fig, 9)· Ein auf den zweiten Platinenheber 310 folgender zweiter Platinensenker 370 weist einen Einzugswinkel 390 auf, der kleiner ist als der Einzugswinkel 27 des Nadelsenkers 25, Der zweite Platinensenker 370, der im Bereiche des Nadelsenkers 25 liegt, ist derart angeordnet, daf: seine Kurvenfläche 380 sich über den dem bis zum Schließen der einzelnen Nadelzungen 35 zurückgelegten Teil des Einzugsvveges der Zungennadeln 2 entsprechenden Bereich des Nadelsenkers 25 erstreckt· Damit wird den Einschließ- und Abschlagplatinen 7 beim Schließen der Nadelzungen 35 eine mit den Zungennadeln 2 gleichgerichtete Einzugsbewegung erteilt, deren Geschwindigkeit kleiner ist als die Geschwindigkeit der Einzugsbewegung der Zungennadeln 2, mit dem Ergebnis, daß die Nadelzungen 35 nicht ruckartig, sondern sanft geschlossen werden, was zu einer weiteren Verminderung der Beanspruchungen der Nadelzungen 35 und der Zungennadeln 2 führt.
In Fällen, in denen ein solches sanftes Schließen der Nadölzungen 35 nicht erforderlich ist, können der zweite Platinenheber 310 und der zweite Platinensenker 370 auch weggelassen werden.
Die Platinenschloiikurven 15a und 15b (Fig, 2; 3)unterscheiden sich dadurch, daß sich bei der Platinenschloßkurve 15a an den zweiten Platinensenker 370 ein Kulierteil 42 anschließt, d, h,, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen während des weiteren Wirksamwerdens des F1Ja del senke rs 25 in einer bestimmten Teilaustriebsstellung verbleiben. Bei der
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anderen Platinenschloßkurve 15b schließt sich an den zweiten Platinensenker 370 ein weiteres Platinenaustriebsteil in Gestalt eines Platinenhebers 43 an. Der weitere Platinenheber 43 liegt ebenfalls im Bereiche das Nadelsenkers 25 und bewirkt t daß die Einschließ- und Abschlagplatinen 7 während der Einzugs- und Kulierbewegung der Zungennadeln in einer der Nadelbewegung entgegengesetzten Richtung ausgetrieben werden. Der Austriebswinkel 44 des Platinenhebers 43 kann dabei derart gewählt werden, dau sich ein verbesserter Kuliervorgang mit geringer Fadenbeanspruchung ergibt.
An den weiteren Platinenheber 43 bzw, das Kulierteil 42 schließt sich ein weiterer Platinensenker 45 an, der die Einschließ- und Abschlagplatinen 7-wieder in die Grundstellung zurückbringt.
Die insoweit beschriebene Rundstrickmaschine arbeitet unter Bezugnahme auf die Fig, 4 bis 12 wie folgt:
.In. der in Fig, 4 dargestellten Grundstellung ist die jeweilige Zungennadel 2 entsprechend der Grund- oder Abschlagstellung 28 der Nadelschloßkurve 5a voll eingezogen. Die Nadelzunge 35 ist geschlossen. In dem Nadelhaken 50 hängt die zuletzt gebildete Masche 36 des Gestrickes, Sie ist durch die Platinennase 9 der zugeordneten Einschließ- und Abschlagplatine 7 in an sich bekannter V/eise gehalten. Die Einschließ- und Abschlagplatine 7 steht ebenfalls in der Grundstellung,
Ausgehend von dieser Grundstellung wird die Zungennadel 2 im folgenden entsprechend dom Pfeil 51 ausgetrieben, während die einschließ- und Abschlagplatine 7 zunächst in
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ihrer Einschliekstellung verbleibt, in die sie in Richtung eines Pfeiles 52 vorher überführt worden war.
In Fig. 5 ist die Zungennadel 2 um einen Weg ausgetrieben worden, der etwa der Fadenraumlänge der Nadel entspricht, üie in dem Nadelkopf hängende Masche 36 steht unmittelbar vor der Berührung mit der geschlossenen Nadelzunge 35,
üxe Einschließ- und Abschlagplatine 7 beginnt nunmehr an dem Punkt 33 der Platinenschloßkurve 15a; 15b ihre mit der Zungennadel 2 gleichgerichtete Austriebsbewegung, die durch einen Pfeil 53 angedeutet ist. Die Zungennadel 2 setzt ihre Austriebsbewegung entsprechend dem Pfeil 51 fort.
In Fig, 6 haben die Zungennadel 2 und die Einschließ- und .abschlagplatine 7 entsprechend den Pfeilen 53; 51 ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt, wobei sie, bezogen auf die PlatinenschloLikurve 15a; 15b, etwa die Mitte des Schloßkurvenstückes 31 des Platinenhebers 30 erreicht haben. Da wegen des im Vergleich zu dem Platinenaustriebswinkel 32 größeren (steileren) Austriebswinkels 24 der Austrieb der Zungennadel 2 mit höherer Geschwindigkeit erfolgt als der der Einschließ- und Abschlagplatine 7, ist die vorher geschlossene Nadelzunge 35 verhältnismäßig langsam auf die in dem Nadelhaken hängende Masche 36 aufgelaufen, womit die Nadelzunge 35 sanft geöffnet wurde.
Im weiteren Verlauf der Nadelaustriebsbewegung, wie er in Fig.'.7 durch den Pfeil 51 angedeutet ist, wird schließlich ein Punkt erreicht, bei dem die Einschließ- und Abschlag-
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platine 7 den Platinenheber 30 verläßt und in don Platinensenker 37 übergeht, womit ihre Bewegung sich in eine Einzug sbevvegung umkehrt, die der Nadelaustriabsbewegung entgegengesetzt gerichtet und durch einen Pfeil 54 angedeutet ist. An der Umkehrstelle der Platinenbewegung liegt die vorher im Nadelkopf hängende Masche 36 auf der inzwischen völlig geöffneten Nadelzunge 35 auf. Die Einschließ— und Abschlagplatine 7 befindet sich in der Einschließstellung, so daß die Masche 36 festgehalten ist»
Die Zungennadel 2 hat in Fig. 8 nunmehr ihre Einschlieftstellung 29 der Nadelschloßkurve 5a erreicht, während die Einschließ- und Abschlagplatine 7 - die noch in der Ein~ schließstellung 29 steht - unter die Platinen-Grund- oder -Rundlaufstellung abgesenkt ist, wie dies dem Punkt 40; 41 der Platinenschlofjkurve 15a; 15b entspricht« Durch die die EinschliefjSteliung einnehmende Einschließ- und Abschlagplatine 7 wird die Masche 36 zwangsläufig in dieser tiefen Stellung gehalten, so daß der Sicherheitsabstand X zu der Spitze der geöffneten Nadelzunge 35 eingehalten ist. Der Austriebsweg der Zungennadel 2 ist dabei kleiner oder höchstens gleich einer angedeuteten Scharnierlänge 55 der Zungennadel 2, weil die Masche 35 durch die Einschließ- und Abschlagplatine 7 zwang sl<"iufig entsprechend tief abgesenkt norden ist.
Die Zungennadel 2 wird im folgenden durch den Nadel senker 25.entsprechend dem Pfeil 55 eingezogen, während die Einschließ- und Abschlagplatine 7 durch den zweiten Platinenheber 43 entgegengesetzt zu öer Bewegung der Zungennadel 2
ö;12.1983
- 21 - 63 056/28
aufgetrieben wird, ivie dies der F'feil 53 in FiQ. 8. andeutet, üio Austriebsbeivegung der Einschließ- und Abschlagplatine ist abgeschlossen, bevor die Einschließ- und Abschlagplatine 7 bezüglich der Zungennadel 2 eine Stellung erreicht, in der die auf ihrer Kulierkante il aufliegende, auf dem Nadel schaft 3 hängende, zuletzt gebildete Masche 36 mit der voll geöffneten Nadelzunge 35 der Zungennadel 2 in Eingriff kommt. Dieser Augenblick ist etwa in Fig, 9 veranschaulicht, wo die Masche 36 in einer Stellung steht, in der sie die Spitze der Nadelzunge 35 gerade leicht berührt, was als Beginn der Zungenschließphase bezeichnet werden kann, Oie Einschliefe- und Abschlagplatine 7 ist gesteuert von der auf das Platinenaustriebsschloß 16 auflaufenden Nase 17 bezüglich des Nadelzylinders 1 radial nach außen in eine Stellung bewegt worden, in der ihre Platinennase 9 die Masche 35 freigibt, wie dies durch einen Pfeil 59 in Fig, 8 angedeutet ist.
Die Einschließ- und Abschlagplatine 7 kommt nunmehr in den Bereich des zweiten Platinensenkers 370, der ihr eine mit der Zungennadel 2 gleichgerichtete Abzugsbewegung erteilt, die in Fig, 9 durch den Pfeil 54angedeutet ist. Da der Einzugsvvinkel 390 der Kurvenfläche 380 des zweiten Platinensenkers 370 kleiner ist als der Einzugswinkel 27 des Nadelsenkers 25 erfolgt die Einzugsbewegung der Einschließ- und Abschlagplatine 7 mit einer kleineren Geschwindigkeit als die Einzugsbewegung der Zungennadel 2, Damit wird die Nadelzunge 35 sanft geschlossen, wobei in Fig, 10 der Augenblick veranschaulicht ist, in dem die Nadelzunge 35 etwa die Hälfte ihrer Schließbewegung ausgeführt hat. In der Ein-
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Schließstellung der 'Zungennadel 2 ist der Faden 58 gefangen dargestellt«
In Fig, 11 ist die ihre Einzugsbovvegung fortsetzende Zungennadel 2 am Ende der ZungenschlieBphase angelangt. Die Nadelzunge 35 ist dabei völlig geschlossen, und der neue Faden 5G ist in dem Fadenraum eingeschlossen»
Die von der Platinenschloßkurve 15b nach Fig. 3 gesteuerte Einschließ-- und Abschlagplatine 7 wird nunmehr wiederum umgesteuert und durch den weiteren Platinenheber 43 ausgetrieben, der ihr eine zu der Einzugsbewegung der Zungennadel 2 entgegengarichtete Austriebsbewegung erteilt, die in Fig. 11 mit dem Pfeil 51 angedeutet ist und die eine Verbesserung des Kuliervorganges bei gleichzeitiger Entlastung des Fadens bewirkt.
Die Zungennadel 2 läuft nunmehr in die Kulierstellung, Während die Einschließ- und Abschlagplatine 7 von neuem umgesteuert und durch den weiteren Platinensenker 45 gleichgerichtet mit der Nadelbewegung in ihre Grundstellung zurückbeweet wird. Dies ist in Fig. 12 durch die Pfeile 54; 56 dargestellt. Bei dieser Einzugsbewegung macht die Einschließ- und Abschlagplatine eine durch den Pfeil 52 angedeutete, radial nach innen auf den Nadelzylinder 1 zu gerichtete !üadialbewegung, weil ihre Nase 17 von dem Platinenaustriebsschloß 16 abläuft. Damit kommt die Einschließ- und Abschlagplatine 7 in die in Fig„ 12 dargestellte Einschließstellung, während die Zungennadel 2 schließlich die Grundstellung erreicht,
5.12*1983 - 23 - 63 056/28
ist wieder der Zustand nach Fig. 4 hergestellt,, von dem ausgehend in dem nächsten Stricksystem in beschriebener Weise von neuem Maschen gebildet werden·
Boi der in Fig. 2 dargestellten Platinenschloßkurve 15a bleiben die Einschließ- und Abschlagplatinen nach der von den zweiten Platinensenker 370 gesteuerten, mit der Nadelbewegung gleichgerichteten Einzugsbewegung während des Kuliervorganges in einer Teilaustriebsstellung stehen, die durch das Kulierteil 42 gegeben ist. Daran anschließend werden die Einschließ- und Abschlagplatinen 7 durch den weiteren Platinensenker 45 ebenfalls in die Grundstellung'zurückgebracht ·
Das neue Strickverfahren wurde anhand einer Rundstrickmaschine beschrieben, doch bedeutet dies keine Beschränkung. Die Herstellung von Maschenware in dieser Weise kann ouh auf Flachstrickmaschinen oder -wirkmaschinen mit Zungennadeln erfolgen.
In den Fig. 2; 3 sind die iJadel- und die Platinenschloß-.kurven 5a; 15a; 15b lediglich für ein Stricksystem dargestellt * Tatsächlich wird die Naschine mehrere solche Stricksysteme aufweisen, die in bekannter Weise aneinander anschließend angeordnet sind.
Im übrigen können die Zungennadeln 2 und die EinschlieB- und Abschlagplatinen 7 auch in einem als Rippscheibe ausgebildeten Nadelträger entsprechend angeordnet sein, was der Ordnung halber erwähnt sei.

Claims (8)

  1. 5*12.1983
    - 24 ~ G3 056/28
    H rf indur g san sp ruch
    1. Verfahren zum Herstellen einer gestrickten oder geivirkten Maschenware, mit an wenigstens einem Nadelträger längsverschioblich gelagerten Zungennadeln, bei dem die Nadeln, ausgehend von der Grund- oder Abschlagstellung in die Fang- oder Einschlieiistellung ausgetrieben und nach dem Ginlogen des Fadens in den Nadelhaken wieder in die Grundstellung zurückgesogen werden, gekennzeichnet dadurch, daß während der Austriebsbewegung der einzelnen Nadeln die in dem jeweiligen Nadelkopf hängende, zuletzt gebildete Masche in Richtung der Austriebsbewegung mit einer kleineren Geschwindigkeit als die Nadelgeschwin~ digkeit zumindest so lange mit der Nadel mitbewegt wird, bis dio Nadelzungo auf diese Masche aufgelaufen und von dieser geöffnet worden ist.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Masche anschließend an das öffnen der zugeordneten Nadel« zunge eine der Auetriebsbewegung der Nadel entgegenge~ setzt gerichtete Bewegung erteilt wird, in deren Verlauf sie wieder in eine zurückgezogene Stellung überführt wird,
    3« Verfahren nach Punkt· 2, gekennzeichnet dadurch, dak die Nadel um Blner, Jeg ausgetrieben wird, der kleiner oder gleich der Scharnierlänge dor Nadel ist und die Masche in einem Sicherheitsabstand (X) von der Spitze der geöffneten Nadelzunge gehalten wird.
    4, Verfahren nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet öa~
    5*12.1983 - 25 - 63 056/28
    durch, daC Während des dem Schließen der Nadelzunge zugeordneten Teiles der Einzugsbevvsgung der einzelnen Nadeln die auf dem Nadelschaft hängende, zuletzt gebildete Hasche in Dichtung der Einzugsbewegung mit einer kleineren Geschwindigkeit als die Nadelgeschivindigkeit zumindest solange mit der Nadel mitbewegt wird, bis die Nadölzunge auf diese Masche aufgelaufen und von dieser geschlossen worden ist,
    5, strick- oder iVirkma sch ine zur Durchführung des Verfahrens mit an wenigstens einem Nadelträger längsverschieblich geführten, durch zumindest einen Nadelschloßkanal mit wenigstens einem Nadelheber und -senker gesteuertön ; Zungenriadeln, zwischen denen in Längsrichtung der Nadeln und quer zu-diesen bewegliche Einschließ- und Abschlagplatinen angeordnet sind, die durch wenigstens eine Platinenschloßkurve gesteuert sind, gekennzeichnet dadurch, daß die Platinenschloßkurve (15a; 15b) einen im Bereich des Nadelhebers (22) angeordneten Platinenheber (30) aufweist, dessen Kurvenfläche einen kleineren Austriebswinkel (32) als die Kurvenfläche des Nadelhebars (22) aufweist und sich über den dem bis zum Öffnen der einzelnen Nadelzungen (35) zurückgelegten Teil des Austriebstveges der Zungennadeln (2) entsprechenden Bereich des Uadähebers (22) erstreckt,
    G. Strick- oder !Virkmaschine nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß die PlatinenschloGkurve (15a; 15b) anschließend an den Platinenheber (30) einen Platinensenker (37) aufweist.
  3. 5.12.1933 - 26 - 63 056/28
  4. 7. Strick- oder Wirkmaschine nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daii die Kurvenfläche des Platinensenkers (37) derart ausgebildet ist, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen (7) aus ihrer Vollaustriebsstellung zurückgezogen sind, bevor die Bewegungsumkehr der in der iEinschlieijStellung stehenden Zungennadoln (2) erfolgt»
  5. 8. Strick- oder Wirkmaschine nach den Punkten 5 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Zungennadeln (2) durch den den Nadelheber (22) um einen Austriebsweg austreibbar sind, üer kleiner oder gleich der Scharnierlänge (55) der Zungennadeln (2) ist,
  6. 9. Strick- oder Wirkmaschine nach den Punkten 7 und S, gekennzeichnet dadurch, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen (7) durch den Platinensenker (37) so weit zurückziehbar sind, daß bei in der EinschlieE--stellung stehenden Zungennadeln (2) die zuletzt gebildeten Maschen (36) von den Einschließ»- und Abschlagplatinen (7) in einem vorbestimmten kleinen Sicherheitsabstand (X) von aer Spitze der geöffneten Nadelzungen (35) gehalten sind,
    10, Strick- oder Wirkmaschine nach den Punkten G bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß die PlatinenschloSkurve (15a; 15b) anschließend an den ersten Platinensenker (37) einen zweiten Platinenheber (310) und einen diesem folgenden, im Bereiche des Nadelsenkers (25)angeordneten Platinensenker (370) aufweist, dessen Kurvenfläche (380)
  7. 5.12.1983 - 27 - 63 056/28
    einen kleineren Einzugswinkel (390) als die Kurvenfläche (26) des Nadelsenkers (25) aufweist und sich über den'dem bis zum Schließen der einzelnen Nadelzungen (35) zurückgelegten Teil des Einzugsweges der Zungennadeln (2) entsprechenden Bereich des Nadelsenkers (25) erstreckt,
  8. 11. Strick- oder Wirkmaschine nach den Punkten'5. bis gekennzeichnet dadurch, daß die Platinenschloßkurve (15b) einon zweiten Platinenheber (43) aufweist, durch den den einschließ- und Abschlagplatinen (7) während der Liinzugsbewegung der Zungennadeln (2) eine zu dieser Einzugsbewegung entgegengesetzt gerichtete Austriebsbewegung erteilbar ist und an den sich ein weiterer Platinensenker (45) anschließt,
    12« Strick- oder 'wirkmaschine nach Punkt 9f gekennzeichnet dadurch, daß die Einschließ- und Abschlagplatinen (7) durch den ersten Platinensenker (37) bis untor die von ihnen zu Oeginn der von dem ersten Platinenheber (30) bewirkten Austriebsbewegung eingenommene Grundstellung abziehbar sind,
    13, Strick- oder Wirkmaschine nach den Punkten 5 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Platinenheber (30; 310; 43) und/oder -senker (37; 370; 45) mit verstellbarem Austriebs- bzw. Einzugswinkel (32; 39; 390; 44) ausgebildet sind.
    Hierzu 5 Seiten Zeichnungen
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