DD211053A5 - Gewaechshausvorhang - Google Patents
GewaechshausvorhangInfo
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Abstract
Ein Gewaechshausvorhang, bei welchem der verbindende Teil aus textilen Faeden und der bedeckende Teil vor allem aus Foliestreifen aus einem Material bestehen, welches Waermestrahlung reflektiert und/oder absorbiert, wobei die Foliestreifen dicht Kante an Kante angeordnet sind und eine im wesentlichen ununterbrochene zusammenhaengende Flaeche bilden und die Verbindungsfaeden, die in der Laengsrichtung der Materialbahn verlaufen, sich vorzugsweise auf einer der Seiten - der Unterseite - des Gewebes befinden.
Description
GZ 15 795 56
Die Erfindung betrifft einen Gewächshausvorhang oder einen ähnlichen Gegenstand, der aus Streifen eines flexiblen Materials, beispielsweise Folienstreifen, besteht, die mittels textiler Fäden, die mit den Streifen zusammenwirken, miteinander verbunden sind·
Seit einigen üahren werden in Gewächshäusern erfolgreich Vorhänge zur Schaffung von Schatten eingesetzt· Der Gewächshausvorhang, auch als Schattierungsgewebe bezeichnet, hat den vorher üblichen Kalkanstrich der Glasflächen des Gewächshauses ersetzt, brachte aber noch weitere Vorteile mit sich. So kann gewährleistet werden, daß der Kaltluftstrom, der beim Offnen der Ventilatorklappen auftritt, ausgeschlossen wird und eine kontinuierliche Belüftung und Wärmeverteilung erreicht werden. Außerdem hält das Schattierungsgewebe den Sonnenschein ab, der durch die geöffneten Ventilatorklappen eindringt· Im Ergebnis dessen kann die Zufuhr der Nährflüssigkeit zu den Pflanzenkulturen gleichmäßiger und auf einem geringeren Niveau gehalten werden und gleichzeitig die schwierige und gefährliche Arbeit des Aufbringens und Entfernens des Kalkanstrichs von den Glasflächen vollkommen beseitigt werden· Wichtig ist auch, daß der Gewächshausvorhang beweglich ist, d. h·, daß er aufrollbar und aufziehbar ist, so daß er einfach zu- oder aufgezogen werden kann, um den Lichtzutritt zu regulieren, während er gleichzei» tig im aufgerollten oder zur Seite gezogenen Zustand kaum Raum beansprucht.
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Die hohen Kosten für das Heizen von Gewächshäusern haben die Forderungen nach einer besseren Wärmeisolierung verstärkt, aber die Wandverkleidungen nur mit verschiedenen Typen von Folien oder in Verbindung mit der Dachabdeckung durch ein Schattierungsgewebe, die bisher verwendet werden, haben kaum merkliche Wärmeeinsparungen gebracht· Das ist vor allem darauf zurückzuführen, daß die Isolierwirkung dieser Materialien gering ist φ
a) bei starker Sonneneinstrahlung (Wellenlängenbereich von 300 - 2800),
b) bei geringer Sonneneinstrahlung an kalten Tagen, um eine "positive Energiebilanz" zu erreichen, d· h., die Wärmeverluste sind wesentlich höher als die durch Strahlung eingebrachte Wärme während des Tages (windig, wolkig und kalte Tage),
c) auf Grund der Konvektionsverluste in der Nacht,
d) auf Grund der Verluste durch Wärmestrahlung in der Nacht,
e) auf Grund der Ventilationsverluste während der Nacht,
f) auf Grund der Kondensationsverluste während der Nacht,
g) auf Grund der Kombination der oben genannten Faktoren«
Um den oben genannten Forderungen gerecht werden zu können, reichen herkömmliche textile Materialien nicht aus.
Es ist notwendig, einerseits Materialien zu verwenden, die transparent und/oder reflektierend für Sonnenlicht sind, und zum anderen Materialien, die stark reflektierend oder nur wenig emittierend für Langwellenstrahlung sind. Eine Kombination dieser Eigenschaften findet man nicht bei textlien Materialien, sondern nur bei Folien.
Eine Folie ist jedoch für diesen Zweck nicht geeignet, da sie diffusionsdicht ist, Wassertaschen bildet, durch Sonnenlicht reißt und brüchig wird und sehr steif ist, um gerollt oder gezogen zu werden, wie das bei Schattierungsgewebe in Gewächshäusern üblich ist. Außerdem bilden sich auf der Innenseite Kondensationstropfen, was nicht statthaft ist.
DE-AS 2S36375 beschreibt ein häkelartiges Gewebe, das aus einer netzartigen Garnstruktur besteht, in deren offene Netzschlingen Streifen aus einem flexiblen Material, beispielsweise Plastfoliestreifen, gelegt werden. Mit dieser Methode soll eine größere Variationsbreite hinsichtlich des Gewebemusters erreicht werden« So ist es beispielsweise möglich, Foliebahnen mit aufgedruckten Mustern zu verwenden, die vor dem Einfügen in die Häkelstruktur zu Streifen ausgeschnitten werden, so daß das fertige Erzeugnis das gleiche Muster wie die Folienbahnen aufweist, optisch aber durch die Textilfaden offen wirkt. Ein solches Häkelerzeugnis eignet sich für Oekorationszwecke, beispielsweise für Vorhänge, bei denen der Hauptzweck darain besteht, dekorativ zu sein, es kann jedoch nicht als Gewächshausvorhang verwendet werden, da es das Sonnenlicht weder in dem Maße reflektieren noch absorbieren kann, wie das für Gewächshausvorhänge notwendig ist.
Außerdem erfolgt die Verbindung zwischen den Foliestreifen und dem textlien Verbindungsmaterial so, daß die relativ glatten Streifen von Verschiebung gesichert werden. Werden die Streifen nicht befestigt, entstehen Öffnungen im Vorhang durch solche Verschiebungen, durch welche die Sonnenstrahlen eindringen und bis zu den Pflanzen gelangen können, die durch den Vorhang vor der Sonne geschützt werden sollten« Außerdem führen diese "Perforationen" des Vorhangs dazu, daß die Wärmeisolierungskapazität erheblich gemindert wird, da die heiße Luft durch den Vorhang austreten kann« Eine Perforation führt auch dazu, daß Kondenswasser, statt über eine große Fläche verteilt zu werden, wo es verdampfen könnte, durch die Öffnungen fließt, so daß großer Schaden an den Pflanzen entstehen kann.
Die SW-Patentanmeldung Nr. 8001544-9 sieht die Konstruktion eines Gewächshausvorhangs aus einem Isoliergewebe vor, das zwischen den doppelten, parallelen Streifenbahnen eines die Wärmestrahlung reflektierenden textlien Materials angeordnet ist. Dieses doppelte Isoliergewebe hat sicherlich eine sehr gute Isolierwirkung und Reflexionseffektivität, aber es sind zwei textile Bahnen erforderlich, die durch eine spezielle Vorrichtung miteinander verbunden sind, so daß der Herstellungspreis verhältnismäßig hoch liegt, während die doppelten Bahnen beim Aufrollen, Wegziehen oder Drappieren verhältnismäßig viel Platz beanspruchen·
Die CH-PS 138000 sieht den Einsatz von Metallfolienstreifen für textile Zwecke vor, wobei diese Streifen verwendet werden, um industriell Wirkungen der angewandten Kunst hervorzubringen, beispielsweise durch den Einsatz von verdrehten Streifen oder durch Umwickeln eines Garns mit solchen Streifen.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Gewächshaus· Vorhangs, der folgende Forderungen erfüllen sollte!
a) er sollte in beiden Richtungen der Materialbahn aufzieh- und aufrollbar sein.
b) er sollte im wesentlichen dicht gegen Warmluftströme sein. Wasser aber weiterleiten, damit sich keine Wasseransammlungen bilden, wenn der Gewächshausvorhang waagerecht angeordnet wird.
c) er sollte in sehr großen Breiten, beispielsweise 6 m, ohne Saum herstellbar sein.
d) er sollte eine gewisse Menge an Wasserdampf freisetzen,
e) er sollte beständig gegen mechanische Beschädigung sowie gegen Zersetzung durch UV-Strahlung sein.
f) es sollte möglich sein, den Vorhang in verschiedenen alternativen Ausführungen herzustellen, beispielsweise stark reflektierend, wenig emittierend, transparent, halbtransparent, für bestimmte Strahlungen (beispielsweise durch Metallisieren),
g) ,es sollte möglich sein, den Vorhang zweiseitig herzustellen, d. h«, mit textilen Eigenschaften auf der einen Seite, beispielsweise der Unterseite, und nichttextilen Eigen·
schäften auf der anderen, aer oberen Seite, so daß die Unterseite das Kondensationswasser binden und die Oberseite die Sonneneinstrahlung reflektieren kann.
Darlegunc; des Wesens der Erfindung:
Diese Forderungen werden nach der Erfindung erreicht durch einen Gewächshausvorhang der Art, wie er in der Einleitung genannt wurde und bei welchem die Streifen zumindest teil« weise aus einem gering emittierenden Material und/oder einem Material bestehen, welches Wärmestrahlung reflektiert und/oder absorbiert, wobei die Breite der Streifen dem Raum zwischen den Verbindungsfäden in der Längsrichtung der Materialbahnen - d· h., der Geflechtfaser - entspricht, so daß die Streifen dicht nebeneinander angeordnet sind und nur die Geflechtfasern sich zwischen ihnen befinden, wodurch eine im wesentlichen durchgängig verbundene Flache entsteht, wobei die Verbindungsfäden im wesentlichen auf einer Seite des Gewebes, vorzugsweise der Unterseite, angeordnet sind, wobei die Textilfaden aus einem Material bestehen, das unter Wärmeeinfluß schrumpfen kann und durch die Kapillarwirkung Dampf aufnimmt, und wobei die Streifen thermomechanisch am Fadenrahmen, der durch die textlien Fäden gebildet wird, befestigt sind.
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, welche einige Ausführungsbeispiele zeigt.
Abb. 1 zeigt in der Vergrößerung ein Maschenschema eines häkelartigen Gewebes nach der Erfindung, wobei der Raum zwi-
sehen den Streifen stark übertrieben wurde, um das Prinzip besser veranschaulichen zu können.
Abb. 2 zeigt in der Vergrößerung und schematisch einen Querschnitt durch ein Gewebe nach der Erfindung·
Das Gewebe nach der Erfindung besteht aus einer Reihe von schmalen Folienstreifen 10, die durch Textilfaden miteinander verbunden sind. Die Foliestreifen sind eng Kante an Kante angeordnet, so daß sie eine im wesentlichen zusammenhängende Fläche bilden· Bei dem in den Abbildungen 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Foliestreifen 10 mitein· ander durch ein Strickverfahren verbunden· Abb. 1 zeigt das Maschenschema für ein Gewebe, das im Kettwirkverfahren hergestellt wurde, wobei mit vier Führungsschienen gearbeitet wird, einer für die Foliestreifen 10, zwei für die quer dazu verlaufenden Verbindungsfäden 11 und12 und die vierte für die Längsverbindungsfäden 13·
Der Raum zwischen den Foliestreifen 10 wurde stark übertrieben dargestellt, um das Maschenschema zu verdeutlichen. In Wirklichkeit sind die Foliestreifen 10 eng Kante an Kante angeordnet. Die Längsverbindungsfäden 13 sind auf der einen Seite des Gewebes, auf der Unterseite, angeordnet, während sich die Querfäden auf beiden Seiten des Gewebes, der 0ber- und der Unterseite, befinden. Die Verbindung zwischen den Längs- und Querfäden erfolgt auf der Unterseite des Gewebes, wie aus der Abb. 2 deutlich wird. Die Foliestreifen können dadurch dicht Kante an Kante gebracht werden, und die ununterbrochene, zusammenhängende Fläche auf der Oberseite des Gewebes wird so groß wie möglich.
Die Unterseite hat textlien Charakter» Die Fäden auf der Unterseite sind dicker und/oder dichter angeordnet als auf der Oberseite. Die dünneren Faden auf der Oberseite des Gewebes können aus einem transparenten Material hergestellt werden*
Die Foliestreifen IO können aus unterschiedlichen Materialien sein, um ihnen die gewünschten Eigenschaften zu gebene Durch di© Verwendung einer for Sonnenlicht transparenten Folie, die nicht transparent für Wärmestrahlung ist, kann man eine Lichtabschirmung gegen Sonnenlicht erreichen» Außerdem wird eine zusätzliche Wärmeisolierung an kalten, wolkigen und windigen Tagen erreicht, ohne daß Licht verlorengeht« Gleichzeitig wird eine Wärmeisolierung in der Nacht erreicht,
Mit einer teilweisen transparenten Folie für Sonnenlicht, die durch Metallisieren hergestellt werden kann und daher reflektierend bzw« bei Wärmestrahlung gering emittierend ist, kann eine größere Schattierungswirkung als bein oben genannten Beispiel erreicht werden.
Ein solches Gewebe kann in warmen Ländern vorteilhaft sein, um die Wärme wirksam außerhalb des Gewächshauses zu halten, oder in anderen Ländern, in denen eine sehr gute Wärmeisolierung erreicht werden soll.
Eine Folie mit geringer Abstrahlung für jede Strahlung kann für die Wärmeisolierung in d©r Nacht und zura. .Abdunkeln asn Tage verwendet werden·
Eine Seite der F©li©streifen (die Unterseite) kann mit einer schwarzen Schicht versehen wjerden^ welche di© Wärmestrahlung
absorbiert, während die Oberseite metallisiert wird und damit stark reflektierend wirkt·
Um das Gewebe auf der Unterseite frei von Kondensationstropfen zu halten« muß diese in erster Linie warm gehalten werden· Das wird dadurch erreicht, daß man die Oberseite mit gering emittierenden und die Unterseite mit absorbierenden Eigenschaften ausstattet. Durch eine dichte Anordnung der Fäden auf der Unterseite und durch die Verwendung von besonders dicken Fäden kann diese Seite mit textilem Material verglichen werden und verhältnismäßig große Mengen an Wasser kapillar binden. Auf diese Weise werden Kondensationstropfen und eine nasse Oberseite vermieden, was um so wichtiger ist, als eine nasse Oberseite ihre niedrigen Emittierungseigenschaften verliert.
Die Vorteile eines solchen, aus schmalen Streifen bestehenden Gewebes gegenüber einer durchgehenden Folie sind zahlreich. Es kann besser gefaltet und es kann aufgerollt und drappiert werden, es ist nicht wasser- oder diffusionsdicht und kann daher keinen Wasserdampf auffangen, es kann sehr dauerhaft gemacht werden, und es kann textile Eigenschaften auf einer Seite erhalten·
Nach der Fertigung wird das Gewebe vorzugsweise einer Heißfixierung unterzogen, bei welcher es unter Spannung durch eine Wärmezone von ca. 150 0C geleitet wird.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann im Rahraen der Ansprüche modifiziert werden·
Claims (6)
1. Gewächshausvorhang oder ein ähnlicher Gegenstand dieser Art, bestehend aus Streifen aus einem flexiblen Materials beispielsweise Foliestreifen,, die mittels textiler Fäden, welche die Streifen zusammenhalten, roiteinander verbunden sind, gekennzeichnet dadurch, daS di® Streifen (10) zumindest teilweise aus einem wenig emittierenden Material oder einem Material* welches Wärmestrahlung reflektiert und/ oder absorbiert, bestehen, daß die Breit© d©r Streifen dem Zwischenraum zwischen den Verbindungsfäden in der Längsrichtung der Materialbahnen - d. h«, den Rippen - entspricht, so daS sich die Streifen Kante an Kante dicht nebeneinander befinden und nur die Rippen zwischen ihnen liegen, wodurch eine im wesentlichen ununterbrochene, zusammenhängende Fläche entsteht, daß sich dl® Verbindungsfäden (13) zu einem wesentlichen Teil auf einer der Seiten des Gewebes, vorzugsweise der Unterseite, befinden, daß» die Textilfaden aus einem Material bestehen, das unter Wärmeeinfluß schrumpffähig ist und durch Kapillarwirkung Dampf hält, und daß die Streifen am Fadennähten, der durch die Textilfaden gebildet wird, thermomechanisch fixiert werden»
2. Gewächshausvorhang nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Fäden auf der einen Seite - der oberen, reflektierenden Seite - des Gewebes dünner als di© auf der Unter» seite sindβ
3. Gewächshausvorhang nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die dünneren Streifen auf der Oberseite des Gewebes aus einem transparenten Material hergestellt werden»
4» Gewächshausvorhang nach Punkt 1, 2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Streifen auf der oberen Fläche metallisiert und auf der anderen, der unteren Fläche, mit einer
vorzugsweise schwarzen Schicht, welche die Wärmestrahlung absorbiert, versehen sind*
vorzugsweise schwarzen Schicht, welche die Wärmestrahlung absorbiert, versehen sind*
5« Gewächshausvorhang nach Punkt 1, 2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Streifen aus einem Material bestehen,
welches das sichtbare Licht vollständig oder teilweise
weiterleitet.
welches das sichtbare Licht vollständig oder teilweise
weiterleitet.
6. Gewächshausvorhang nach Punkt 2, 3, 4 oder 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Fäden auf der anderen Seite des Gewebes, der Unterseite, eine größere Materialstärke und/oder Materialdichte in der Anordnung aufweisen als auf der gegenüberliegenden Seite.
Gewächshausvorhang nach einem der vorstehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß das Gewebe nach einem Webverfahren hergestellt wird, bei welchem die Streifen die Kette und die Textilfaden den Schuß bilden und bei welchem sich verstärkende Kettfäden auf der Unterseite des Gewebes befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnung
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