DD211144A1 - Fertigteilstuetzkonstruktion fuer bauwerke - Google Patents
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Abstract
Die unter dem Titel "Fertigteilstuetzkonstruktion fuer Bauwerke" stehende Erfindung findet vorzugsweise Anwendung als senkrechte Begrenzungsflaeche fuer Fluessigkeitsbehaelter. Die Stuetzkonstruktion ermoeglicht die Behaelterabdichtung ohne Zusatzmassnahmen durch die Zusammenwirkung der durch Abdeckelemente (1) gebildeten stabilen Abdeckung mit einem Dichtungskoerper (3) aus Erdstoff, in den die zur Gewaehrleistung der Standsicherheit der Abdeckung notwendigen Verankerungselemente (2) eingebettet sind. Die Unempfindlichkeit der Stuetzkonstruktion gegen die Setzungen des die Verankerungselemente einbettenden Erdstoffes resultiert aus der beweglichen Verbindung von Abdeckelementen und Verankerungselementen, die Relativverschiebungen zwischen diesen Elementen ermoeglicht. Fuer das genannte Anwendungsgebiet fuehrt der Einsatz der Fertigteilstuetzkonstruktion im Vergleich zu herkoemmlichen Loesungen zu einer Verringerung des technischen Aufwandes. Darueber hinaus ist die Fertigteilstuetzkonstrucktion fuer eine Reihe von anderen Bauwerken vorteilhaft zu verwenden.
Description
j-'ertigteilstUtakonstruktion für Bauwerke
Anwendungsgebiet der Erfindung
teil
Die Erfindung betrifft eine Fertigstützkonstruktion, die vorzugsweise als senkrechte Begrenzungsfläche für Flüssigkeitsbehälter Verwendung findet. In Zusaramenwirkung mit einem verdichteten speziellen ßrdinaterial, in das die zur Gewährleistung der Standsicherheit der äußeren Abdeckung der Stützkonstruktion notwendigen Bauelemente eingelagert sind, ergibt die gesamte Stützkonstruktion einen Dichtungseffekt, der ohne weitere Maßnahmen für das genannte Anwendungsgebiet ausreichend ist. Anwendungen ohne üichtheitsanforderungen sind möglich. Hierbei kann insbesondere die Unempfindlichkeit der Konstruktion gegen Setzungen des die Verankerungselemente einbettenden iSrdstoffs bei Einhaltung der vollen Stabilität der äußeren Abdeckfläche der gesamten Konstruktion vorteilhaft ausgenutzt werden, Relativverschiebungen zwischen den erdumlagerten Bauelementen und. den die äußere Abdeckung der Stützkonstruktion bildenden Wandelementen werden durch eine bewegliche Verbindung ermöglicht, ohne daß es au Zwängungskräften infolge der durch die Setzung des Erdstoffes hervorgerufenen Verformungen kommt.
Flüssigkeitsbehälter, insbesondere zur Abwasserlagerung, werden in ihrer einfachsten xJOrrn gegenwärtig als Erdbehälter mit Folienauskleidung ausgeführt. Eine weitere Lösung bilden Ortbetonbehälter
-5NOV. 1982*045683
mit Trapeaquerschnitt, die einerseits bituminöse Fugendichtungen-' und andererseits neben speziellen Fugenausbildungen ebenfalls eine Innenauskleidung enthalten. Behälter mit freistehenden Wänden, werden'als Ortbeton·» oder Fertigteilkonstruktion aus·» gebildet. Zur Zeit realisierte teilraonragefähige Fertigteilbehälter müssen bei Abwasserlagerung gegen Betonaggreesion gesichert werden. Einzelne Fertigteile sind nicht auswechselbar«
Als Stützkonstruktionen im Verkehrs- und. Industriebau sowie anderen Anwendungsgebieten sind gegenwärtig Konstruktionen nach dem Bauverfahren der bewehrten Erde von Bedeutung (DE-AS-1484386-I5O2B*7/06).» Dieses Verfahren ist gekennzeichnet durch eine feste Verbindung Diegsamen, elastisch dehnbaren, erdumlagerten Armierungselementen und Außenhautelementen, die durch ihre Ausbildung und gegenseitige Verbindung eine Anpassung an Setzungsbewegungen des iirdstoffs ermöglichen* Eine solche Außenhaut ist jedoch nur durch Zusatzrnaßnahmen oder besonderen Werkstoff einsatz dichtbar«, Im Rahmen des bisherigen Entwicklungsstandes dee genannten Verfahrens sind Dichtungserdstoffe vom Einsatz in Konstruktionen aus bewehrter Erde ausgeschlossen.
Ziel ^, ermiErfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Ausbildung einer Fertigteilßtütakonstruktion, die die Möglichkeit zur Überwindung von Geländesprüngen'mit vergleichsweise geringem technischen Aufwand bietet, die setzungsunempfindlich ist und in Verbindung mit Dichtungserdstoffen als Behälterwand eingesetzt werden kann, ohne daß zusätzliche Dichtungsmaßnahmen erforderlich sind»
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung einer abdichtenden Stützkonstruktion mit stabiler äußerer Begrenzungsfläche unter Verwendung von Abdeckelementen und von einem DichtungserdstoCi' umlagerten Verankerungselementen in beweglicher Verbindung«,
järtindungsgemäß wird, die Aufgabe dadurch gelöst, daß die auf die Abdeckelemente, wirkenden iirddruckkräf te durch im Erdstoff eingelagerte Verankerungselemente aufgenommen werden,, Die Abdeckelemente sind so ausgebildet und miteinander verbunden, da3 eine weitgehende Steifheit der gesamten Abdeckung erreicht wird. Die Abdeckung nimmt die Temperaturdehnungen der Einzelelemente auf. An jedes Abdeckelement können jeweils ein oder mehrere Verankerungselemente über eine bewegliche Verbind.ung angeschlossen werden. Im Verband, der Abdeckelemente sind auch anschlußlose Elemente möglich. Die Verbindung zwischen Abdeck- und Verankerungselementen gestattet eine Verschiebung zwischen den genannten Elementen in der Ebene, die durch die einzelnen Verbindungspunkte gebildet wird. Die Größe der zu realisierenden Verschiebung wird durch das Setzungsverhalten des Brd» stoffes, in dem die Verankerungselemente eingebettet sind, bestimmt. Um ein Versagen der Verschiebungsmöglichkeit zwischen Abdeck- und Verankerungseleraenten zu verhindern, gestattet die Verbindung eine geringfügige Drehbewegung des Verankerungselementes um den jeweiligen Verbindungspunkt in der Ebene, die durch die Achse des Verankerungselementes und. die Normale gebildet wird. Die Zugkraftübertragung erfolgt bei gleichzeitiger Bewegungsmöglichkeit der Verbindung über speziell ausgebildete reibungsarme Berührungsflächen innerhalb der Verbindung. Als Verankerungselemente kommen steife oder biegeweiche, in ihrem Querschnitt beliebig gestaltete Zugelemente zur Anwendung, die durch Reibung mit dem Srdstoff und oder den Srdwiderstand an einem oder mehreren Ankern die erforderliche Zugkraft mobilisieren. Die Verankerungselemente können untereinander verbunden sein. .6'ine einzelnen Verankerung kann durch mehrere fest oder beweglich miteinander verbundene Verankerungselemente gebildet werden.
Die Verankerungselemente sind in einen Erdkörper eingebettet, der durch eine ausreichende Verdichtungsarbeit bei entsprechenden Verdichtungsbedingungen die für den vorgesehenen Verwendungs~ zweck erforderliche Dichtheit der Stützkonstruktion garantiert
"Pur Anwendungen ohne Dichtheitsanforderungen ist eine Verdich tung in dem MaSe notwendig, wie sie zur Erreichung der vollen Funktionsfähigkeit der Verankerungselemente erforderlich ist«
Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel erläuterte
Die zugehörigen Zeichnungen zeigen; Jj1Ig. 1: die perspektivische Darstellung der Stützkonstruktion
als Behälterwand, J1Ig9 2; eine Draufsicht auf ein Abdeekelement 1 und. die auge»
hörige Verbindung mit einem Verankerungselement 2S Fig„ 3s einen Schnitt durch ein Abdeekelement 1 und die zugehörige Verbindung mit einem Verankerungselement 2„
In Figur 1 ist die Abdeckung auf die Behältersohlenplatte aufge· setzt« Die einzelnen Abdeckelemente 1 sind durch Nuten und Federn miteinander verbunden» An der Rückseite der aus den Abdeckelernenten 1 gebildeten Behälterwand sind die
Verankerungselemente 2 beweglich angeschlossen« Die vertikale Bewegungsmöglichkeit des Verankerungselementes innerhalb der Führung 4 wird durch die Berührungselemente 5 erreicht« Die Berührungselemente 5 sind elastisch und in ihrer Form so ausgebildet, daß auch bei einer geringfügigen Drehung des Verankerungselementes 2 in der Ebene, die durch die Achse des Verankerungselementes und die Normale gebildet wird, kein Srdstoff in die Gleitfuge eingepreßt wird«, Die Bewegung des Verankerungselernentes 2 innerhalb der Führung 4 wird durch einen aus dem Abdeekelement 1 vorstehenden Anschlag 6 begrenzt,» Die Errichtung der Abdeckung verläuft gleichzeitig mit der Schüttung und Verdichtung des Dichtungskörpers 3* Bei Erreichung der entsprechenden Höhen werden die Verankerungselemente 2 in die Führungen 4 eingeschoben und in Sinbaulage auf dem Dichtungskörper 3 abgesetzt. Nach einer weiteren Srdschüttung werden die Verankerungselemente 2 und die beweg»» liehen Verbindungen sorgfältig urastopft.
Aus der dargestellten erfindungsgemäßen Anwendung ergeben sich folgende Vorteile:
- Ausbildung einer stabilen Behälterwand, die in Verbindung mit einem tSrdstoffdichtungskörper einen ausreichenden Dichtungeeffekt erzeugt;
- Setzungsunerapfindlichkeit der Behälterwand, da die im Dichtungekö'rper vorkommenden Setzungen bedingt durch die bewegliche Verbindung zwischen Abdeck- und Verankerungselementen nicht auf die Abdeckung übertragen werden?
- weitestgehende Montagefähigkeit der Stützkonstruktion, wobei einfache Hebezeuge und Transportfahrzeuge Anwendung finden können;
- Variierbarkeit der Abmaße der zu errichtenden Behälterwände; - Verwendbarkeit der vorgeschlagenen Stützkonstruktion für eine Reihe anderer Bauwerke mit und. ohne Dichtheitsanforderungen,
Claims (1)
- .iir.fi η d ungsansprüche1. Fertigteilstützkonstruktion für Bauwerke als Fertigteilkonstruktion mit erdumlagerten Verankerungselementen gekennzeichnet dadurch, daß zum Zwecke des Zusammenwirkens einer stabilen Abdeckung , die durch ein- oder mehrschichtig auf einem Fundament angeordnete Abdeckelemente (1) gebildet wird, mit einem Dichtungskörper (3) und zur Gewährleistung der 3tandsicherheit der Abdeckung auf der Rückseite der Abdeckelemente (1) Verankerungselemente (2) beweglich angeschlossen sind.2c Fertigteilstützkonstruktion nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß die Verankerungeelemente (2) starr oder biegsam beschaffen sind und voneinander unabhängig oder miteinander in fester oder beweglicher Verbindung vorliegen*3, Fertigteilstützkonstruktion nach Punkt 1 und. 2 gekennzeichnet dadurch, daß die vertikale Bewegungsmöglichkeit des Verankerungselementes (2) innerhalb einer Führung (4) mittels reibungsarmer Berührungsflächen,vorzugsweise gebildet durch elastische Berührungselemente (5)9 gewährleistet und durch einen Anschlag (6) begrenzt wird.: &ktVIzu^3_Seiten Zeichnungen
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| DD211144A1 true DD211144A1 (de) | 1984-07-04 |
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1982
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