DD211549A1 - Anlagerung von monoalkoholen an verbindungen mit bicyclo-(2.2.1)-hepten-(2)-struktur - Google Patents

Anlagerung von monoalkoholen an verbindungen mit bicyclo-(2.2.1)-hepten-(2)-struktur Download PDF

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DD211549A1
DD211549A1 DD24501082A DD24501082A DD211549A1 DD 211549 A1 DD211549 A1 DD 211549A1 DD 24501082 A DD24501082 A DD 24501082A DD 24501082 A DD24501082 A DD 24501082A DD 211549 A1 DD211549 A1 DD 211549A1
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Steinbrecher
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Leuna Werke Veb
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Abstract

Verfahren zur Anlagerung von Monoalkoholen an Verbindungen mit Bicyclo-(2.2.1)-hepten-(2)-Struktur in Gegenwart saurer Katalysatoren bei 320-400 K. Ziel der Erfindung ist die Verminderung von Nebenreaktionen und die Verbesserung der Aufarbeitung der Reaktionsprodukte. Dies wird erreicht, indem man die Monoalkohole in Gegenwart stark saurer Kationenaustauscher an Verbindungen mit Bicyclio-(2.2.1)-hepten-(2)-Struktur anlagert.

Description

VBB- Leuna-Werke " Leuna, 2. 11. 1982
"Walter Ulbricht"
LP 8295 Titel der Erfindung
Anlagerung von Monoalkoholen an Verbindungen mit Bicyclo-/2.2.17-hepten-(2)-Struktur
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anlagerung von Monoalkoholen an Verbindungen mit 3icyclo-/2.2,1/-hept'en-(2)-Struktur.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Anlagerung von Alkoholen an olefinische Doppelbindungen mit Hilfe starker Säuren, wie konzentrierter Schwefelsäure, ist bekannt; bei der Anlagerung an cyclische Olefine mit Bicycle—/2.2.1_/-hepten-(2)-Struktur bilden sich leicht Monoether« Die mit Hilfe von Schwefelsäure arbeitenden Verfahren besitzen aber schwerwiegende Nachteile: es treten Hebenreaktionen auf, die Produktgewinnung aus einem sauren Zweiphasensystem ist aufwendig, Korrosionsprobleme sind au lösen und bei der Abwasserbehandlung sind Schwierigkeiten zu bewältigen.
Es ist weiterhin beschrieben, Alkohole in Gegenwart fester Katalysatoren wie ζ·3· aktivierter Bleicherden bei Temperaturen von 333 bis 403 K an Dicyclopentadien /DE-AS 1278431/ oder allgemein an Verbindungen mit 3icyclo--/2.2,1J7-hepten-(2)
--System /DE-AS 1291741/ anzulagern. Diese Katalysatoren verlieren schnell ihre katalytische Wirksamkeit· Es wird in der Literatur ausdrücklich darauf hingewiesen, daß bei der Anlagerung von Alkoholen an Verbindungen mit Bicyclo~/2,2·1_/-hepten-(2)-Struktur saure Kationenaustauscher ala Katalysatoren an Stelle von konzentrierter Schwefelsäure nicht katalytisch wirksam sind·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein ökonomisch günstiges Verfahren zur Anlagerung von Monoalkoholen an Verbindungen mit Bicyclo-/2.2«1/-hepten-(2)-Struktur zu entwickeln*
Darlegung des Wesens der Erfindung
Ss bestand deshalb die Aufgabe ein Verfahren zu entwickeln, das es gestattet, bei hohem Umsatz und Ausbeuten Monoalkohole an Verbindungen mit Bicyclo-/2.2,i7-hepten-(2)-Struktur so anzulagern, daß keine Nebenreaktionen in größerem Umfang eintreten und die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte auf einfachste Weise durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Anlagerung von Monoalkoholen an Verbindungen mit 3icyclo-/2.2.1_7-hepten-(2)-Struktur in Gegenwart saurer Katalysatoren bei 32O-4OC K erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anlagerung der Monoalkohole zu Monoethern durch heterogene Katalyse in Gegenwart stark saurer Kationenaustauscher erfolgt, wobei der Alkohol mit einem Überschuß von 2 bis 20:1 Molen gegenüber der Verbindung mit Bicyclo-/2.2,1y-hepten-(2)-Struktur in die Reaktion eingesetzt wird*
Als Kationenaustauscher wird vorzugsweise;ein Styrol-Divinylbenzol-Gopolymerisat mit Kanalstruktur angewandt, das als aktive Gruppen SuIfonsäuregruppen in der H+-Fo.rm mit einer Gesamtgewichtskapazität von mehr als 4»4 m val/g aufweist.
Die Reaktion wird zweckmäßigerweise so durchgeführt, daß der Kationenaustauscher in Mengen von 3 bis 20 %, bezogen
auf die gesamte Reaktionsmischung verwendet wird. Die Mischung des Monoalkohols mit einer Verbindung mit Bicyclo-/2.2..;l7-iiepten-2-Struktur wird in Gegenwart des Kationenaustauschers bei/ K bis.300 K über einen Zeitraum von mindestens 5 Stunden in der Reaktionszone gehalten, wobei die Reaktion diskontinuierlich im Rührverfahren oder kontinuierlich im Reaktionsrohr durchgeführt werden kann.
Beispiele
1. In einem 2-Liter-Dreihalskolben, versehen mit einem Intensivkühler, Rührer und Tropftrichter wurden 64O g Methanol (20 Mole), 396 g Tricyclo-/5,2.1.02-6_7-decadien-(3,8) (3 Mole) und 150 g Wofatit OK 80 vorgelegt. Die Mischung wurde unter gutem Rühren 20 Stunden am Rückfluß erhitzt.
Nach Abkühlung wurde die Zusammensetzung der Reaktionsmischung kapillargaschromatographisch analysiert. Die Mischung enthielt an Reaktionsprodukten (außer Methanol):
2 6
6,9 % unumgesetztes Tricyclo-/5,2.1,0 ' _7-decadien-(3,8)
87,2 % 8 (9)-Methoxytricyclo-/5«2.1.02#67-dece.ne-(3) , (3 Komponenten und als Hebenprodukte 5,0 % 8 (9)-Hydroxytricyclo-/5.2.1.02*67-decene (3).
Die Reaktionsmischung wurde nach Abtrennen des Ionenaustauschers destillativ aufgearbeitet. Nach Abtreiben des Methanols über eine mit Raschigringen gefüllte 30 cm-Kolonne wurden im Bereich von 343 bis 375 K bei 2 mm Druck 304 g Destillat erhalten. Bei einer erneuten Destillation dieser Fraktion wurden bei 350 bis 355 K unter 3 mm Druck 273 g Destillat erhalten, entsprechend 54 % Ausbeute. Das Destillat erhielt 97,64 % 8 (9)-Methoxytricyclo-/5.2.1.02#^7-decene-(3); nD 25 = 1,4949, d4 20= 1,009.
2. Auf analoge Weise wie im Beispiel 1 beschrieben, wurden je 15 Mole Ethanol, Isopropanol und Allylalkohol mit einem Mol Tricyclo-/5.2.1.02·v-decadien-(3,8) umgesetzt· Bs werden die aus untenstehender Tabelle zu ersehenden Ergebnisse erzielt:
Tricycle« r Destil- oc ολ Rein- Ausbeute
/5.2.1.0^# V- la t ions- η.° d^u he it
decen-(3) versuch in ^
N G/mm f&
G2H5-O- 87.91/4 1,4931 1,002 85 170 32 CH^CH-O- 105-108/10 1,4824 0,976 83 96 25
GH2=CH-CH2-0108-1IO/IO 1,4870 89 194 52
In einem 4-Liter-Dreihalskolben, versehen mit einem Intensivkühler, Rührer und Tropftrichter wurden jeweils 282 g Bicyclo-/2.2.1./-hepten-(2) (3 Mole) mit jeweils 25 Molen verschiedener Alkohole in Gegenwart von 200 g Wofatit OK 80 20 Stunden am Rückfluß unter gutem Rühren erhitzt, Nach Abkühlung der Reaktionsmischung and Abtrennung des Ionenaustauschers wurde eine destillative Aufarbeitung über eine mit Raschigringen gefüllte 30 cm-Kolonne durchgeführt. Ea wurden die aus untenstehender Tabelle zu. ersehenden Ergebnisse erzielt:
Bicyclo- Destil- ?r 9f) Rein- Ausbeute
/2.2.17- lations- nD ° d. υ heit ^
hepten bereich in % ώ '"
oc/mm
2-Methoxy- 1 2-Ethoxy- 60-62/25 1 ,4552 0 ,9420 99 ,47 236 62
2-Allyloxy- 52-155/766
71-72/22 1 ,4520 0 ,919 86 ,48 196 46
68-70/11 1 ,4680 97 ,10 281 62
Unter den im Beispiel 3 wiedergegebenen Bedingungen wurden jeweils 3 Mole Tetra eye Io-/"6.2.11'8Q2'713'^/-dodecen-(4) bzw. Pentacyclo=/9.2.11#1102#1013#904*^7-pentadecadien-: (5.12) mit ,je 10 Molen über einen Zeitraum von 25 Stunden umgesetzt· Es wurden die aus folgender Tabelle zu ersehenden Ergebnisse erhalten:
Destillationsbereich
C/mm
20
1D
Reinheit in
Ausbeute
4(5)Methoxy-
dodecan 123-127/5 1,5109
12(13)Methoxypentadecen-(5)
161-171/8 1,5397
1,0410 99,0
198
1,087 94,0
(4 Haupticomponenten)

Claims (5)

Erfindungsanspruch
1· Verfahren zur Anlagerung von Monoalkoholen an Verbindungen mit Bicyclo-[2.2.iJ-hepten-(2)-Struktur in Gegenwart saurer Katalysatoren bei 320 K bis 400 K, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagerung, der Monoalkohole zu Mono-.ethern durch heterogene Katalyse in Gegenwart stark saurer Kationenaustauscher erfolgt, wobei der Alkohol mit einem Überschuß von 2 bis 20:1 Molen gegenüber der Verbindung mit Bicyclo-£2.2«ij-h.epten-(2)-Struktur in die Reaktion eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kationenaustauscher ein Styrol-Divinylbenzol-Copolymerisat mit Kanalstruktur ange?;andt wird, das als aktive Gruppen Sulfonsäuregruppen in der H+-Form mit einer Gesamtgewichtskapazität von mehr als 4,4 mval/g aufweist,
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kationenaustauscher in Mengen von 3 bis 20 %, bezogen auf die gesamte Reaktionsmischung verwendet wird«
4. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,· daß eine Mischung eines HOnoalkohols mit einer Verbindung mit Bicyclo-f2,2.i]-hepten-(2)-Struktur in Gegenwart eines KatIonenaustauschers bei 320 K bis 400 K über einen Zeitraum von mindestens
5 Stunden in der Reaktionszone gehalten wird, wobei die Reaktion diskontinuierlich im Rührverfahren oder kontinuierlich im Reaktionsrohr durchgeführt wird.
DD24501082A 1982-11-18 1982-11-18 Anlagerung von monoalkoholen an verbindungen mit bicyclo-(2.2.1)-hepten-(2)-struktur DD211549A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5420358A (en) * 1993-01-18 1995-05-30 Elf Atochem S.A. Process for the preparation of dicyclopentenyloxyethanol

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