DD211630A5 - Druckmessgeraet zur bestimmung von ueberdruck, unterdruck und differenzdruck - Google Patents

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DD211630A5 DD24164882A DD24164882A DD211630A5 DD 211630 A5 DD211630 A5 DD 211630A5 DD 24164882 A DD24164882 A DD 24164882A DD 24164882 A DD24164882 A DD 24164882A DD 211630 A5 DD211630 A5 DD 211630A5
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Klaus Fischer
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Abstract

Zur Bestimmung von Ueberdruck, Unterdruck und Differenzdruck ist ein Druckmessgeraet vorgesehen, welches ein zweiteiliges, zu einer Einheit zusammengesetztes Druckgehaeuse (2) aus Metall mit aufgesetztem Zeigerwerk (3) aufweist und mit einer zwischen beiden Gehaeusehaelften (2a, 2b) liegenden Messmembrane (5) ausgestattet ist. Die Messmembrane (5) steht ueber ein Kupplungsteil (6) mit einem am Gehaeuse (2) seitlich angeordneten Messbereichuebertragungs- und Einstellwerk (12) in Wirkverbindung, welches eine in Abhaengigkeit von der Membranhubbewegung verdrehbare Messwelle (13) und einen damit bewegungsmaessig verbundenen, bei Messwellenverdrehung eine Verschwenkung durchfuehrenden und diese Verscchwenkbewegung auf das Zeigerwerk (3) uebertragenden Anlenkstift (14) aufweist. Der Anlenkstift (14) ist auf der Messwelle (13) in Wellenlaengsrichtung zur Einstellung des Uebersetzungsverhaeltnisses stufenlos verschiebbar und einstellbar gelagert.

Description

Uruckmeßgerät zur Bestimmung von Überdruck, Unterdruck und Differenzdruck Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung beziehtsich auf ein Druckmeßgerät zur Bestimmung von Überdruck, Unterdruck und Differenzdruck, bestehend aus einem zweiteiligen, zu einer Einheit zusammengesetzten Druckgehäuse aus Metall mit aufgesetztem Zeigenwerk und mit einer zwischen beiden Gehäusehälften liegenden Meßmernbrane.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft einen solchen Membrandruckmesser, mit welchem sowohl ein Differenzdruck gegenüber einem beliebigen Druck als Bezugsgröße als auch ein Überdruck oder Unterdruck gegenüber dem atmosphärischen Druck als Bezugsgröße gemessen werden kann.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Druckmeßgeräte oder Manometer mit Membranmeßwerken sind allgemein bekannt. Sie werden zur Bestimmung der Drücke von Flüssigkeiten, Gasen und Dämpfen herangezogen. Unterschieden wird dabei zwischen den unmittelbaren und mittelbaren Druckmeßgeräten.
Als unmittelbare Druckmeßgeräte sind Flüssigkeitssäulen und Kolbenmanometer bekannt. Die Arbeitsweise der unmittelbaren Manometer hingegen beruhtauf dem Vergleich mit einem unmittelbaren Druckmeßgerät.
Zu den mittelbaren, d.h. indirekten, also sichtbedürftigen Druckmeßgeräten, gehören die hydrostatischen Druckmesser, wie
z. B. Schwimmermanometer, Gefäßwaagen, Ringwaagen und Tauchkörperdruckmesser, weiterhin die elastischen Druckmesser, wie Rohrfeder- und Mernbrandruckmesser.
Es sind Druckmanometer bekanntgeworden, die mit sogenannter schlapper Membrane arbeiten. Für die Messung niederiger Drücke wird dabei eine Ledermembrane und für die Messung hoher Drücke eine mit Nylon imprägnierte Membrane benutzt.
Eine derartige Membrane innerhalb der beiden Gehäusehälften des Meßgerätes montiert, ist auf beiden Seiten von einer dünnen Metallscheibe unterstützt und im Ringspalt zwischen Einspannung und Außenwand der Unterstützungsscheiben gewellt. Die Membrane wirken als Kolben, wobei die Gegenkraft von einer Wendelfeder erzeugt wird, deren Stellung auf einen Zeiger übertragen wird. Bei z.B. einer Differenzdruckbestimmung wirken im drucksicheren Gehäuse die beiden Drücke, von denen der eine die Bezugsgröße ist, auf die beiden Seiten der Membrane. Die Stellung der Wendelfeder wird nach außen auf das Zeigermeßwerk, z. B. magnetisch, übertragen.
Der Nachteil der bekannten Manometer mit Membranmeßwerk ist darin zu sehen, daß die Meßgeräte jeweils nur für sehr eng begrenzte Druckmeßbereiche geeignet sind. Eine Umstellung ein und desselben Gerätes für höhere oder niedrigere Druckmessungen ist ohne ein Auswechseln der Meßmembrane vielfach nicht möglich.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckmeßgerät zur Bestimmung von Überdruck, Unterdruck und Differenzdruck zu schaffen, welches schnell und einfach ohne Austausch der Meßmembrane zum Messen höherer oder niedrigerer Drücke durch einfache, leicht zu handhabende und genau arbeitende Mittel eingerichtet werden kann und den Meßbereichsumfang der bekannten Meßgeräte gleicher Klasse erheblich übersteigt.
Der Erfindungsgegenstand erstreckt sich nicht nur auf die Merkmale der einzelnen Ansprüche, sondern auch auf deren Kombination.
Das erfindungsgemäße Druckmeßgerät ist in vorteilhafter Weise mit einem mit einer Meßmembrane zusammenwirkenden Meßbereichübertragungs- und Einstellwerk ausgestattet, welches die Hubbewegungen der Meßmembrane genau und feinfühlig auf das Zeigerwerk überträgt und welches in dem Übersetzungsverhältnis zum Ausschlag des Zeigerwerkes hin stufenlos einstellbar ist. Dieses Übertragungs- und Einstellwerk kann bei einer Ausführung für die verschiedenen Meßbereiche eingesetzt werden und ermöglicht eine Veränderung der Meßbereiche am fertigen Druckmeßgerät und ohne Eingriff in das Meßsystem von außen her.
Das Übertragungs- und Einstellwerk weist eine in Abhängigkeit von der Membranhubbewegung verdrehbare Meßwelle und einen damit bewegungsmäßig verbundenen, bei Meßweilenverdrehung sine Verschwenkung durchführenden und diese Verschwenkbewegung auf das Zeigerwerk übertragenden Anlenkstift auf, der auf der Meßwelle in Wellenlängsrichtung zur Einstellung des Übersetzungsverhältnisses stufenlos verschiebbar und einstellbar gelagert ist.
Ein weiterer Vorteil liegt in der günstigen Anordnung und Ausbildung der Meßmembrane, die in ihrer Meßbewegung feinfühlig mit dem Übertragungs- und Einstellwerk zusammenwirkt und ohne Austausch gegen eine andere Membrane für die verschiedensten Drücke ausgelegt ist, so daß dieses Druckmeßgerät einen vielseitigen Einsatz und hohen Gebrauchswert
Die Meßwelle ist mit ihrer Längsachse mindestens nahezu parallel zur Meßmembranebene angeordnet und in einem vorzugsweise am Gehäuseoberteil befestigten Halter drehbar gelagert. Die Meßwelle faßte mit ihrem mit dem Kupplungsteil in Verbindung stehenden Längenendbereich durch eine Bohrung im Gehäuseoberteil in das Gehäuse hinein.
Der mit der Meßwelle um ihre Längsachse schwenkbare Anlenkstift ist mit einem Lager auf der Meßwelle in Meßwellendrehrichtung bewegungsstarr und in Meßwellenlängsrichtung stufenlos verschiebbar gelagert. In das Lager des Anlenkstiftes ist eine mit ihrer Längsachse parallel zur Meßwelle verlaufende Stellspindel zur Anlenkstiftverschiebung auf der Meßwelle in einem drehbar aufnehmenden Lager gehalten und mit dem Anlenkstift und den beiden Lagern um die Meßwellenlängsachse verschwenkbar. Um die Meßwelle zwischen beiden Lagern ist ein den Anlenkstift in der jeweils eingestellten Stellung spielfrei haltendes Federelement, vorzugsweise eine Druckfeder, angeordnet. Beiderseits der elastischen Meßmembrane sind zentrisch angeordnete, kreisförmige und in sich steife Stützpiatten vorgesehen, auf die die Druckfedern als Meßbereichsfedern einwirken, die in auf zentrischer! Kreisringen angeordneten Bohrungen der beiden Gehäuseteile auswechselbar gehalten sind. Die Bohrungen sind zahnkreisförmig angeordnet, derart, daß Bohrung an Bohrung grenzt. Die kreisförmigen, festen Stützplatten weisen entsprechend der Anordnung der Bohrungen in den beiden Gehäusehäiften außenseitig angeordnete Nocken auf, die in ihren Abmessungen dem Innendurchmesser der separaten Druckfedern entsprechen. Die kreisförmigen, festen Stützplatten haltern die elastische Membranhaut der Meßmembrane
klemmend, wobei die Membranhaut selbst zwischen den beiden Gehäusehäiften durch Klemmittei, wie Schraubenbolzen, gehaltert ist. Die elastische Meßmembrane ist in Form einer Schlaffmembrane aus Kunststoff, Leder oder Gummi ausgebildet,
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend beschrieben und zeichnerisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1: ein Druckmeßgerät mit Meßmembrane zur Differenzdruckbestimmung in der Vorderansicht und im Schnitt; Fig. 2: ein Gehäuseoberteil des Druckmeßgerätes in der Seitenansicht;
Fig.3: im Halbschnitt das Gehäuseoberteil in der Ansicht von unten;
Fig.4: das Gehäuseoberteil in der Draufsicht;
Fig.5: ein Gehäuseunterteil des Druckmeßgerätes nach Fig. 1 in der Ansicht von oben; Fig.6: eine Meßmembrane in der Draufsicht;
Fig.7: einen senkrechten Schnitt durch ein an dem Gehäuseoberteil angeordnetes Meßbereichübertragungs- und Einstellwerk mit zugeordnetem Zeigerwerk, wobei das Zeigerwerk um 90° verdreht dargestellt ist.
Das in Fig. 1 gezeigte Druckmeßgerät mit Membranmeßwerk zur Bestimmung von Druckdifferenzen ist mit 1 bezeichnet und weist ein zweiteiliges Gehäuse 2, bestehend aus einem Gehäuseunterteil 2a (Fig.5) und Gehäuseoberteil 2b (Fig.2 bis 4), aus Metall auf. Beide Gehäuseteile sind lösbar zu einer Einheit miteinander durch Schraubenbolzen 2c verbunden. Mit 3 ist ein Zeigermeßwerk zur Anzeige des jeweiligen Differenzdruckes bezeichnet, das oberhalb des Gehäuses 2 angeordnet und mit einem Instrumentenanzeiger 3a versehen ist.
Funktionell steht das Zeigerwerk 3 mit einer zwischen den beiden Gehäusehälften 2 a, 2 b klemmend angeordneten, separaten Meßmembrane 5 (Fig. 1 und 6) über ein Kupplungsteil 6 in Wirkverbindung und wird über eine Nullpunktverstelleinrichtung 7
(Fig.2 und 4) justiert. · ~ ~
Die zwischen den beiden Gehäuseteilen 2a, 2b klemmend mittels der Schraubenbolzen 2c gehaltene Meßmembrane 5 ist kreisrund als Schlaffmembrane ausgebildet und bestehend aus einer dünnen Membranhaut 5a aus elastischem Kunststoff, die beidseitig zentrisch mit festen Stützplatten 5b kleineren Durchmessers versehen und von diesen klemmend gehalten ist. Die ebenfalls kreisförmigen, festen Stützplatten 5 b sind durch auf einem Teilkreis angeordnete Verbindungsmittel 5c, vorzugsweise Niete oder dgl., miteinander verbunden und halten die Membrane 5a klemmend zwischen sich. Diese Verbindungsmittel 5c können gleichzeitig zur Lagesicherung von Druckfedern 4, welche die Meßmembrane 5 beidseitig gegen die Gehäusehäiften (vgl. Fig. 1) — Gehäuseunterteil und -oberteil 2a bzw. 2 b — abstützen, dienen. Entsprechend dem zu wählenden Meßbereich, für den das Druckmeßgerät 1 ausgelegt werden soll, können zwei oder mehrers Druckfedern 4 auf jeder Seite der Meßmembrane 5 vorgesehen sein. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel wirken auf jeder Seite vier Druckfedern 4 auf die zwischen den beiden Gehäusehälften 2 a, 2 b schwingende, elastische Meßmembrane 5 ein, deren Membranhaut 5a randseitig umlaufend mit Ausnehmungen 5 versehen ist. Die Anordnung der Ausnehmungen 5d entspricht der für das Zusammenhalten des Gehäuses 2 getroffenen Anordnung der Schraubenbolzen 2 c, wobei die Schraubenbolzen 2cdurch diese Ausnehmungen 5d gesteckt sind. Die beiden kreisförmig ausgebildeten Gehäusehältten 2a, 2b sind hierfür mit entsprechenden Bohrungen 2 d versehen.
Für die Aufnahme der Halterung der Druckfedern 4 Innerhalb des Gehäuses 2 des Druckmeßgerätes 1 weist sowohl das Gehäuseunterteil 2 a als auch das Gehäuseoberteil 2 b jeweils auf seiner der Meßmembrane 5 zugewandten Seita im Innern eins Vielzahl eine zentrisch ringförmige Ausnehmung bildenden, senkrechten Bohrungen 3 für die Aufnahme und Lagesicherung der Druckfedern 4 auf. Die Bohrungen 8 sind zahnkreisförmig angeordnet, derart, daß Bohrung an Bohrung grenzt. Der Bohrungsdurchmesser ist dabei etwas größer als der Außendurchmesser der Druckfedern 4 gewählt. Entsprechend dieser Anordnung der Bohrungen 8 sind die Verbindungsmittel 5c auf den Stützplatten 5 b de" Meßmembrane 5 verteilt.
Auch ist es vorteilhaft, die Stützplatten 5b außenseitig mit die Federn 5 lagefixiert aufnehmenden Nocken 5c zu versehen, so daß die Membranhaut 5a unter loser Klemmung zwischen den Stützplatten 5b liegt und randseitig zwischen den Gehäuseteiien 2a, 2b klemmend festgelegt ist.
Im montierten Zustand wird das Druckmeßgerät über die Anschlüsse 9a, 9b mit den Druckleitungen, deren Druck überwacht werden soil, verbunden. Ein über das Druckmeßgerät 1 nach Art eines Steckringes geschobenes, mitz, S. in nicht dargeste!lter Weise durch Schrauben gesichertes Außengehäuse 10 mit stirnseitiger Instrumentsnscheibe 11 schirmt das Gerät mit den empfindlichen Meßeinrichtungen gegen äußere Einflüsse ab. Anstelle der runden Gehäuseausführung kann selbstverständlich auch jede andere Gehäuseausführung für Wandbefestigung, Schaittafeleinbau oder ein eckiges Profilgehäuse mit Frontrahmen oder dgl. treten.
Der mit der Erfindung insbesondere erzielte Vorteil gegenüber dem Bekannten ist darin zu sehen, daß die spezifische Belastung der Meßmembrans sehr klein gehalten werden kann, wodurch das Gerät unempfindlich gegen Überdruck wird. Die Anzahl und Verteilung der als Meßbereichsfedem fungierenden, separaten Druckfedern 4 in den Bohrungen der Gehäusehälften ist ohne Schwierigkeiten schnell und einfach bestimmbar, so daß das Druckmeßgerät praktisch auf jeden gewünschten Druckmeßbersich ausgelegt werden kann.
ts versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. Ohne den Rahmen äer Erfindung zu verlassen, könnte anstelle von elastischem Kunststoff als Werkstoff für die Membranhaut je nach Fall auch Leder oder Gummi treten. Weitere Möglichkeiten auch hinsichtlich der Wahl der Raumformen der einzelnen, zu einer lösbaren instrumenteneinheit zusammengefaßten Bauteile sind denkbar. Dies gilt gleichermaßen bei der Verwendung des Meßgerätes a!s Überdruck- oder Unterdruckmanometer.
Das in Fig.7 deutlich dargestellte Meßbereich-Übertragungs- und Einste.üwerk 12 ist seitlich am Gehäuse 2, vorzugsweise dem Gehäuseoberteil 2b, angeordnet und steht über das Kupplungsteil 6 mit der Meßmembrane 5 in Wirkverbindung, so daß die Hubbewegungen der Meßmembrane 5 durch dieses Übertragungs- und Einsteiiwerfc 12 auf das Zeigerwerk 3 übertragen werden
Dieses Werk 12 besitzt eine in einem am Gehäuseoberteii 2 b befestigten Halter 15 drehbar gelagerte und durch eine
ic- im uferten ^DTassenae ivieisweiie 11, ase mit ihrer Längsachse mindestens nahezu parallel zur Membranebem verläuft und an ihrem im Oberteil 2b liegenden Wellenende mit dem Kupplungsteil 6 bewegungsmäßig verbunden ist. Durch dieses Kupplungsteil 6 wird die Hubbewegung der Meßmembrane 5 in eine axiale Drehbewegung der IVIeßwelle umgesetzt.
Auf der Meßwelle 13 ist ein Anlenkstift 14 bewegungsmäßig gelagert, der bei der Meßwellendrehung eine um die Meßwellenlängsachse erfolgende Verschwenkung (also senkrecht zur Zeichnungsblattebene zum Betrachter hin und von diesem weg) durchführt und dabei auf einen Mitnahmestift 17 des Zeigerwerkes 3 einwirkt.
Das in Fig.7 gezeigte Zeigerwerk 3 ist um 90° verdreht dargestellt, so daß in Wirklichkeit die Schwenkachse 18 des Zeigerwerkes 3 in Zeichnungsblattebene verläuft und somit parallel zum Anlenkstift 14 steht. Der Mitnahmestift 17 ist mit einem Zahnsegment 19 bewegungsstarr verbunden und mit diesem um die Schwenkachse 18 schwenkbar gelagert. Das Zahnsegment 19 wirktauf ein Zahnrad 20 ein, welches mit dem Zeiger 3a verbunden ist und diesen somit in die jeweilige
Meßanzeige bringt. '..____ *- "^=^ _
Der Anlenkstift 14 liegt mit seinem freien Längenendbereich kraftschlüssig an dem Mitnahmestift 17 des Zeigermeßwerkes ; an und ist mit seinem anderen Längenende durch ein Lager 21 auf der Meßwelle 13 in Wellenlängsrichtung stufenlos verschiebbar und mit dieser verdrehbar verbunden. Die stufenlose Verschiebung des Anlenkstiftes 14 auf der Meßwelle dient zur Einstellung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Meßwellenverdrehung und Zeigerausschlag. Für die Anlenkstiftverstellung (-verschiebung) ist eine pralle! zur Meßwelle 13 verlaufende Stellspindel 22 vorgesehen, die in das Lager 21 des Anlenkstiftes 14 eingeschraubt ist und in einem zweiten, dia Meßwelle 13 drehbar aufnehmenden Lager 23 lagert und die mit dem Anlenkstift 14 und den beiden Lagern 21, 23 um die Meßwelle 13 mit dem Anlenkstift 14 verschwenkbar vorgesehen ist. Um die Meßwelle 13 ist ein sich zwischen beiden Lagern 21, 23 abstützendes Federelement 24, vorzugsweise Druckfeder (Schraubenfeder), angeordnet, die den Anlenkstift 14 mit seinem Lager 21 spielfrei in der eingestellten Stellung hält, d. h. ein ungewolltes Verschieben des Anlenkstiftes 14 mit seinem Lager 21 auf der Meßwelle 13 verhindert.
Die Meßbewegung dieses Meßsystems 12 wird durch die Meßwelie 13 nach außen übertragen, indem die Meßwelle 13 bsi der Hubbewegung der Membrane 5 (übersetzt durch das Kupplungsteil 6) eine Drehbewegung erhält und dabei den Anienstift 14 mitnimmt, der dann um die Meßwelleniängsachse zu einer oder zur anderen Richtung hin verschwenkt und über den Mitnahmestift 17 der Zeiger 3a betätigt, dessen Ausschlag den Meßwert anzeigt.
Mit Hilfe der Steilspindel 22 kann der Anlenkstift 14 auf der Meßwelle 13 stufenlos verschoben werden, so daß das gewünschte Übersetzungsverhältnis eingestellt werden kann. Durch das Federelement 24 ist der Anlenkstift 14 in jeder eingestellten Lage spielfrei gehalten. Ein Zylinderstift 25 bewirkt die bewegungssichere Kupplung zur Meßweile 13. Durch dieses Übertragungs- und Einstellwerk 12 ist eine Veränderung der Meßbereiche am fertigen Meßgerät einfach, schnei! und genau möglich, was von außen ohne Eingriff in das Meßsystem erfolgen kann, indem die Stellspindel 22 von außen durch die Haube 10 zugänglich ist. Dieses Werk 12 ist bei einer Ausführung für verschiedene Meßbereiche einsetzbar.
In Fig. 1 ist das Übertragungs- und Einsteilwerk 12 in Strich-punktierten Linien dargestellt und zeigt seine Anordnung und Verbindung mit der Membrane 5 und dem Zeigerwerk 3.

Claims (10)

  1. tiiMiijungganspruens
    1. Druckmeßgerät zur Bestimmung von Überdruck, Unterdruck und Differenzdruck, mit einem zweiteiligen, zu einer Einheit zusammengesetzten Druckgehäuse aus Metal! mit aufgesetztem Zeigerwerk und mit einer zwischen beiden Gehäusehälften liegenden Meßmembrane, gekennzeichnet dadurch, daß die Meßrnembrane (5) über ein Kupplungsteil (6) mit einem am Gehäuse (2) seitlich angeordneten Meßbereichübertragungs- und Einstellwerk (12) in Wirkverbindung steht, welches eine in Abhängigkeit von der Membranhubbewegung verdrehbare Meßwelle (13) und einen damit bewegungsmäßig verbundenen, bei Meßwellenverdrehung eine Verschwenkung durchführenden und diese Verschwenkbewegung auf das Zeigerwerk (3) übertragenden Anlenkstift (14) aufweist, derauf der Meßwelle (13) in Wellenlängsrichtung zur Einstellung des Übersetzungsverhältnisses stufenlos verschiebbar und einstellbar gelagert ist.
  2. 2. Druckmeßgerät nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Meßwelle (13) mit ihrer Längsachse mindestens nahezu parallel zur Meßmembranebene angeordnet und in einem vorzugsweise am Gehäuseoberteil (2 b) befestigten Halter (15) drehbar gelagert ist sowie mit ihrem mit dem Kupplungsteil (6) in Verbindung stehsnden Längenendbereich durch eine Bohrung (16) im Gehäuseoberteil (2b) in das Gehäuse (2) hineinfaßt.
  3. 3. Druckmeßgerät nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der mit der Meßwelle (13) um ihre Längsachse schwenkbare Anlenkstift (14) mit einem Lager (21) auf der Meßwelle (13) in Meßwellendrehrichtung bewegungsstarr und in Meßwellenlängsrichtung stufenlos verschiebbar gelagert ist.
  4. 4. Druckmeßgerät nach den Punkten 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß in das Lag.er (21) des Anienkstiftes (14) eine mit ihrer Längsachse parallel zur Meßwelle (13) verlaufende Stellspindel (22) zur Anlenkstiftverschiebung auf der Meßweiie. (13) in einem drehbar aufnehmenden Lager (23) gehalten und mit dem Anlenkstift (14) und den beiden Lagern (21, 23) um die Meßwellenlängsachse verschwenkbar ist.
  5. 5. Druckmeßgerät nach den Punkten 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß um die Meßwelle (13) zwischen beiden Lagern (21,23) ein den Anienkstift (14) in der jeweils eingestellten Stellung spielfrei haltendes Federelement (24), vorzugsweise Druckfeder, angeordnet ist.
  6. 6. Druckmeßgerät nach den Punkten 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch., daß beiderseits der elastischen Meßmernbrane (5) zentrisch angeordnete, kreisförmige und in sich steife Stützplatten (5b) vorgesehen sind, auf die die Druckfedern (4) als Meßbereichsfedern einwirken, die in auf zentrischen Kreisringen angeordneten Bohrungen (8) der beiden Gehäuseteile (2a, 2b) auswechselbar gehalten sind.
  7. 7. Druckmeßgerät nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Bohrungen (8) zahnkreisförmig angeordnet sind, derart, daß Bohrung an Bohrung grenzt.
  8. 8. Druckmeßgerät nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß die kreisförmigen, festen Stützplatten (5b) entsprechend der Anordnung der Bohrungen (S) in den beiden Gehäusehälften (2a, 2b) außenseitig angeordnete Nocken (5c), die in ihren Abmessungen dem Innendurchmesser der separaten Druckfedern (4) entsprechen, aufweisen.
  9. 9. Druckmeßgerät nach den Punkten 6 und 8, gekennzeichnet dadurch, daß die kreisförmigen, festen Stützplatten (5b) die elastische Membranhaut (5a) der Meßmembrane (5) klemmend haltern, wobei die Membranhaut (5a) selbst zwischen den beiden Gehäusehälften (2a, 2 b) durch Kiemmitte!, wie Schraubenbolzen (2c), gehaltert ist.
  10. 10. Druckmeßgerät nach den Punkten δ und 9, gekennzeichnet dadurch, daß die elastische Meßmembrane (5) in Form einer Schlaffmembrane aus Kunststoff, Leder oder Gummi ausgebildet ist.
    Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
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