DD211706A1 - Einrichtung zum erreichen der dampfbezugsunabhaengigkeit bei durchlaufbackoefen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Erreichen der Dampfbezugsunabhaengigkeit bei Durchlaufbackoefen, die eine Beschwadungszone und Einrichtungen zum Zufuehren des Beschwadungsdampfes und Abziehen der Backschwaden besitzen. Erfindungsgemaess ist im Anschluss an den Ofeneinlauf eine schwachbeheizte abzugslose Beschwadungszone angeordnet, welche durch Sperrgasschleier in Verbindung mit Schikanen gegen das Abstroemen des zugefuehrten Beschwadungsdampfes und das Zustroemen von Luft weitestgehend geschuetzt ist. Der eingesetzte Abhitzekessel wird erfindungsgemaess mit einer speziellen einordnungsguenstigen Zusatzheizung ausgestattet. Die Erfindung kann bei Durchlaufbackoefen mit Beschwadungszone angewendet werden.
Description
Titel der Erfindung
Einrichtung zum Erreichen der Dampfbezugsunaönängigkeit bei Durchlaufbacköfen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum-Erreichen der Dampfbezugsunabhängigkeit bei Durchlaufbacköfen, die eine Beschwadungszone sowie Einrichtungen zum Zuführen des 3e~ schvvadungsdampfes und Abziehen der Backschwaden aufweisen, vorzugsweise bei solchen, die Umwälzgasheizungen besitzen und mit Abhitzekesseln ausgerüstet bzw, nachrüstbar sind«,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Im Durchlaufbackofen wird die Heizenergie zum Erzielen der erforderlichen 3ackraumtemperaturen über Strahlungsheizungen zugeführt, deren Elemente über und unter dem das Backgut tragenden Transportband angeordnet sind. Vorzugsweise erfolgt die Beheizung über ein Gasumwälzsystem, in das aus Cl- oder Gasbrennern hochternperiertes Rauchgas eingespeist wird» Entsprechende Abgasmengen verlassen mit Temperaturen von 240 bis 340 C das Umwälzsystem nach Durchströmen der Heizkanäle. Als weiterer Energieträger, allerdings mit vorrangig technologischer Zweckbestimmung, wird dem Ofen Dampf zur Beschwadung des Backgutes zugeführt. Der nicht kondensierte Anteil dieses Dampfes und das beim Backen verdampfende Teigwasser wird gemeinsam mit eingefallener Luft bei Temperaturen von 140 bis 170 C aus dem Ofenraum über Schwadenabzüge entfernt, die am Ende der Beschwadungszone oder arn Anfang der vorderen Backzone sowie im mittleren und/oder hinteren Backzonenbereich angeordnet sind.
Aus der Wärmebilanz eines Durchlaufbackofens geht hervor, daß von der zugeführten Energie 65 bis 30 % durch Heizbrennstoff und 20 bis 35 % durch Dampf aufgebracht werden. Von der zugeführten Wärmeenergie fallen 55 bis 75 %' als Abwärme mit Anteilen von 30 bis 40 % im Abgas und 60 bis 70 % in den Schwaden an„ Dieser Sachverhalt veranlaßte vielfältige Bestrebungen zur Verbesserung der energetischen Effektivität des Backprozesses.· Sie betreffen einerseits Veränderungen am Ofen selbst, z. -B. die Reduzierung der Umwälzgasmenge an ausgeführten öfen mit gesteckten Rohr-Kanal-Verbindungen im Heizsystem oder den Obergang von gesteckten zu geschweißten Verbindungen bei Neuanlagen. Andererseits werden in zunehmenden Maße technische Lösungen zur Rückgewinnung der anfallenden Abwärme vorgeschlagen, ze Be die Errichtung von Abhitzekesseln an diskontinuierlich arbeitenden, kleinen Backöfen (DE-PS 1089 341), der Einbau von Verdampferneizflächen in den Abgaskamin (DE-PS 50 27 83) und die Wärmerückgewinnung aus dem Gemisch von Abgas und Backschwaden mittels Abhitzekesseln (DE-AS 28 03 OSl)8 Renommierte Backofenhersteller bieten im Rahmen ihres Lieferu.mfanges Wärmerückgewinnungssysteme an, die abgasseitig einen Abhitzskessel für die Dampferzeugung und schwadenseitig einen Oberflächenwärmsübertrager für die Warmwassererzeugung besitzen. Eine entsprechende Lösung (DE-AS 24 50 249) liegt für die kontinuierliche Abwärmenutzung an mindestens 2 betriebenen Durchlaufbacköfen vor» In dieser ist u,-a* auch die Verwendung eines mit interner Zusatzfeuerung ausgestatteten Abhitzedampferzeugers vorgesehen» Die dabei gewählte Anordnung bedingt die Verwendung relativ platz- und kostenaufwendiger Spezialkessel und sichert keinen optimalen Einsatz der Zusatzenergie« Vorgenannte Lösungen gestatten zwar eine weitgehende Rückgewinnung der Ofenabwärme, ermöglichen aber weder die volle Deckung des Beschwadungsbedarfes durch Äbhitzedampf noch die Verwertung des gewinnbaren iVarmwassers im Backprozeß. Da die Rückgewinnung der latenten·Backschwadenwärme nach vorgenannter Erfindung relativ große und korrosionsfeste Wärmeübertrager erfordert, die zudem
noch der Verschmutzungsgefahr ausgesetzt sind, ist in dar DE-OS 30 13 330 eine direkte Nutzung der Sackschwaden vorgesehen, und zwar durch deren Rückführen in eine unbeheizte Beschwadungszone, nachdem sie im mittleren Ofenbereich abgezogen., in einem Warmwasserbereiter gekühlt und durch Einsprühen von Dampf oder Warmwasser befeuchtet wurden«, Diese Verfahrensweise führt zwar zu einer gewissen Senkung des BeschwadungsdampfVerbrauches, unterbindet jedoch weder die Entfeuchtung der Beschwadungszone durch am Ofeneinlauf einfallende bzw. mit den Backschwaden zugeführte Luft, noch verhindert sie das Abwandern ungenutzten Beschwadungsdampfes zu den Schwadenabzügen, Die zur Beschwadung erforderliche Dampfmenge wird deshalb auch hier über der erzeugten Abhitzedam.pfmenge liegen, so daß die Zuspeisung aus einem äußeren DampfVersorgungssystem oder aber das Betreiben einer dem Ofen beigestellten fremdbeheizten Dampferzeugungskapazität und entsprechende Investitionen unumgänglich sind«
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die an Durchlaufbacköfen beim Backen von Brot beanspruchte Beschwadungsdampfmenge von dem gegenwärtig üblichen, bei ca. 12 bis 15 % des Backgutdurchsatzes liegenden Verbrauch möglichst weit dem in der Größenordnung von 1 % des Backgutdurchsatzes liegenden effektiven technologischen Bedarf anzunähern, damit der gesamte Beschwadungsdsfnpfbedarf weitestgehend ohne zusätzlichen Heizenergieaufwand vom Abhitzekessel gedeckt und der Ofen unabhängig von ofenfremden DampfVersorgungssystemen betrieben werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine neuartige Gestaltung der Beschwadungszone, der Schwadenf ü'nrung und des Abhitzekessels die für die Erzeugung und Bereitstellung des Beschwadungsdampfes aus ofenfremden DampfVersorgungssystemen
erforderlichen Anlagenteile in Wegfall zu bringen und einen dampfautarken Ofenbetrieb zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem im Anschluß an den Ofeneinlauf eine schwach beheizte Beschwadungszone ohne Abzug angeordnet ist, welche gegen das Zuströmen von Luft und das Abströmen des zugeführten Beschwadungsdampfes durch Sperrgasschleier in Verbindung mit Schikanen vieitestgehend abgeschirmt wird. Als Sperrgas dienen Backschwaden, die wahlweise ungekühlt oder gekühlt, in regelbaren Mengen und strömungsgünstig einzustellenden Austrittswinkeln am Anfang und Ende der Beschwadungszone zuzuführen sind. Der zur Deckung des verbleibenden Beschwadungsdampfbedarfs eingesetzte brennkammer-, lose Abhitzekessel wird erfindungsgemäß zur überbrückung evtl. auftretender kurzzeitiger Dampfdefizite mit einer speziellen einordnungsgünstigen Zusatzheizung ausgestattet,
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Es zeigen in den zugehörigen Zeichnungen
Fig„ 1: Schematische Darstellung eines öl- oder gasbeheizten Durchlaufbackofans
Fig« .2: Querschnitt eines Rauchrohrabhitzekessels mit interner elektrischer Zusatzheizung
Fig„ 3: Ausführungsmöglichkeit für eine externe Zusatzheizung
Der Durchlaufbackofen 1 ist mit einem Umwälzgasheizsystera ausgestattet, das im wesentlichen aus der öl- oder Gasfeuerung 2, Mischkammer 3 und Umwälzgasventilator A, Zu- und Rückführkanälen 5 sowie den Heizregistern 6 für Ober- und Unterhitze besteht. Das den .Ofen über die Abgasleitung 7 mit einer Temperatur von ca* 300 0C verlassende Abgas wird einem Abhitze-
kessel 8 zur Erzeugung des Beschwadungsdampfes zugeführt und danach, abgekühlt auf ca. 150 0C, mittels Abgasventilator 9 über Dach gefördert. Der erzeugte Dampf strömt der dem Ofeneinlauf 10 folgenden Beschwadungszone 11 über Dampfverteilerrohre 12 zu. Die Beschwadungszone 11 ist durch flexible oder dem Profil des belegten Netzbandes 13 an-pa£>bare starre Schikanen 14 zum Ofeneinlauf und zur 1. Backzone 15 hin abgeschirmt. Eine Absaugung des nichtkondensierten Beschwadungsdampfes unterbleibt bewußt. Das aus dem Backgut während des Ofendurchlaufs verdampfende Anmachwasser wird zusammen mit Luft, die am Ofenauslauf 16 und durch öffnungen oder Fugen in der Ofenwand eindringt, über die Schwadenabzüge 17 im Bereich der mittleren und/oder hinteren Backzonen 13 mittels Ventilator 19 abgesaugt und einem Warmwasserbereiter 20 zur Wärmerückgewinnung zugeleitet. Ein Teilstrom dieser Schwaden wird je nach Bedarf vor oder nach dem Warmwasserbereiter abgezweigt und als Sperrgas über die Sperrgasleitung 21 in durch Klappen oder Schieber 22 einstellbaren Mengen und über Sperrgasverteiler 23 unter strömungsgünstig einzustellenden Austrittswinkeln vor der Eingangs- und hinter der Ausgangsschikane oder jeweils zwischen eingangs- und ausgangsseitig angeordnete Doppelschikanen 14 der Beschwadungszone 11 eingeblasen« Das Sperrgas verläßt über den vorderen Schwadenabzug am Ofeneinlauf 10 sowie gemeinsam mit den Backschwaden über den hinteren Schwadenabzug 17 den Ofen.
Fig. 2 zeigt im Querschnitt schematisch einen Rauchrohrabhitzekessel 25 mit elektrischer Zusatzheizung. Im Rauchrohrbündel 26 sind Rohrreihen ausgelassen. In dem so geschaffenen Zwischenraum werden in seitlichen Rohrstutzen 27 gehalterte elektrische Heizpatronen 23 eingebracht. Die Heizpatronen 23 sind in verschiedenen Leistungsgrößen handelsüblich und können in einer dem Bedarf entsprechenden Anzahl installiert werden. Analog lassen sich als Zusatzheizung gasgefeuerte Mantelheizrohre einbauen, wobei dann auf der Eingangsseite des Abhitze-
kesseis 25 das Heizrohrabgas in das Ofenabgas einzubinden ist,
Fig. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsrnöglichkeit für die externe Zusatzfeuerung an einem, dem Durchlaufbac!<ofen aogasseitig nachgeschalteten Abhitzekessel des Rauchrohr- oder Wasserrohrtyps» An einer baulich günstigen Stelle, z, 3„ oberhalb des Backofens, wird in der Abgasleitung1' zwischen Ofen und Abhitzekessel die Zusatzfeuerung 29 eingeordnet, Sie besteht aus dem Brenner 30, dem durch einen zylindrischen Mantel 31 aus feuerfestem Material öder hitzebeständigem Stahl umgebenen Verbrennungsraum 32, der Mischkammer 33, dem tangential eingebundenen Abgaseintrittsstutzen 34 und dem axialen Abgasaustrittsstutzen 35. Die Regelung der Energiezufuhr über die Zusatzheizungen erfolgt in Abhängigkeit vom Dampfdruck im Abhitzekessel.
Claims (2)
1. Einrichtung zum Erreichen der Dampfbezugsunabhängigkeit
bei Durchlaufbacköfen dadurch gekennzeichnet, daß die
nach dem Ofeneinlauf (10) angeordnete Seschvvadungszone (11) ohne Schwadenabzug ausgeführt und durch Sperrgasschleier
abgeschirmt wird, wobei die als Sperrgas aus dem Ofen abgesaugten Backschwaden wahlweise gekühlt oder ungekühlt
mengenregulierbar unter strömungsgünstig einzustellenden
Austrittswinkeln vor der Eingangs- und hinter der Ausgangsschikane oder jeweils zwischen eingangs- und ausgangsseitig angeordneten Doppelschikanen (14) der Beschwadungszone (11) zuzuführen sind«
bei Durchlaufbacköfen dadurch gekennzeichnet, daß die
nach dem Ofeneinlauf (10) angeordnete Seschvvadungszone (11) ohne Schwadenabzug ausgeführt und durch Sperrgasschleier
abgeschirmt wird, wobei die als Sperrgas aus dem Ofen abgesaugten Backschwaden wahlweise gekühlt oder ungekühlt
mengenregulierbar unter strömungsgünstig einzustellenden
Austrittswinkeln vor der Eingangs- und hinter der Ausgangsschikane oder jeweils zwischen eingangs- und ausgangsseitig angeordneten Doppelschikanen (14) der Beschwadungszone (11) zuzuführen sind«
2» Einrichtung nach Pkt. 1 dadurch gekennzeichnet, daß der mit Ofenabgas zur Dampferzeugung beaufschlagte kompakte Wasserrohr- oder Rauchrohrabhitzekessel (25) zum Decken ggf.. auftretender kurzzeitiger Seschv\<adungsdampfdefizite eine
spezielle einordnungsgünstige Zusatzheizung (29, 30) erhält und sowohl den Ofen als auch die Gärlinie unabhängig von
ofenfremden DampfVersorgungssystemen mit Seschwadungsdampf versorgt*
spezielle einordnungsgünstige Zusatzheizung (29, 30) erhält und sowohl den Ofen als auch die Gärlinie unabhängig von
ofenfremden DampfVersorgungssystemen mit Seschwadungsdampf versorgt*
- Hierzu 2 Blatt Zeichnungen -
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD82245255A DD211706A1 (de) | 1982-11-26 | 1982-11-26 | Einrichtung zum erreichen der dampfbezugsunabhaengigkeit bei durchlaufbackoefen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD211706A1 true DD211706A1 (de) | 1984-07-25 |
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ID=5542744
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD211706A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3533543A1 (de) * | 1985-05-31 | 1986-12-18 | Veb Kombinat Nagema, Ddr 8045 Dresden | Verfahren zur nutzung der abwaerme eines backofens mit vorzugsweise kontinuierlicher beschickung |
-
1982
- 1982-11-26 DD DD82245255A patent/DD211706A1/de unknown
Cited By (1)
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