DD211775A1 - Sicherheitsmutter fuer wagenheber - Google Patents
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Abstract
D. Erfindg. betrifft eine Sicherheitsmutter fuer Wagenheber. Es besteht d. Aufg., durch eine Sicherheitsmutter die Funkt. der zerstoerten Spindelmutter zu ersetzen.Erfindungsgemaess wird dazu eine mit geeigneten Mitnehmern versehene,vorzugsweise als Scheibe ausgebildete Sicherheitsmutter mit bestimmten Abstand zur aeusseren Stirnseite d. Spindelmutter zusaetzlich auf der Spindel angeordnet. Damit wird erreicht, dass mit dem vorhandenen Wagenheber der begonnene Hub- oder Senkvorgang an einem Personenkraftwagen abgeschlossen werden kann. Die Sicherheitsmutter soll hauptsaechlich das Herabstuerzen eines Personenkraftwagens infolge unbrauchbar gewordener Spindelmutter vermeiden. Die Konstruktion der Sicherheitsmutter gestattet die Kombination mit den verschiedensten Spindelmutterausfuehrungen.
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Sicherheitsmutter soll die Funktion der zerstörten Spindelmutter eines Scherenwagenhebers oder eines einseitigen Wagenhebers für die einmalige Durchführung eines Arbeitsspieles, Heben und Senken, übernehmen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Für einen Scherenwagenheber ist im WP 138 189 eine Spindelmutter-Kombination bekannt, bestehend aus zwei mit Innengewinde versehenen Teilen. Das Innengewinde im Gelenkbolzen ist mit größerem Flankenspiel als das Innengewinde der pendelnd gelagerten Spindelmutter hergestellt.
Erfindungsgemäß soll das Innengewinde des Gelenkbolzens erst zum Tragen kommen, wenn die Spindelmutter durch häufigen Gebrauch erheblichen Verschleiß aufweist. Die Maßnahme dient dem Ziel, die Gebrauchsfähigkeit des Scherenwagenhebers zu verlängern.
Eine weitere Lösung umfaßt eine pendelnd gelagerte Spindelmutter innerhalb einer dreiteiligen Spe.zialmutterkombination. Der Gelenkbolzen hat eine Bohrung, in der sich die Spindel frei bewegt. Durch Verlängerung der pendelnd gelagerten Spindelmutter kann ein Hohlraum zur Aufnahme einer Sechskantmutter gebildet werden. Das Ziel dieser konstruktiven Variante besteht darin, daß bei Verschleiß oder Deformation des Spindelmuttergewindes die Sechskantmutter nur noch das Absenken des angehobenen Fahrzeuges ermöglicht. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Spindelmutter und die Sechskantmutter im Havariefall formschlüssig aneinanderliegen. Zur formschlüssigen Verbindung sind an den Stirnseiten zahnscheibenförmige Ausnehmungen vorgesehen. Durch die Verlängerung der Spindelmutter und die Herstellung der zahnscheibenförmigen Ausnehmungen entstehen erhebliehe Mehrkosten an Material und Arbeitszeit. Diese Konstruktion erlaubt es nicht, den begonnenen Radwechsel abzu-.schließen, es ist nur der Senkvorgang möglich.
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Ziel der Erfindung:
Die Erfindung hat das Ziel, eine Sicherheitsmutter für Wagenheber zu entwickeln, die bei geringerem Materialeinsatz einen verbesserten Wirkungsgrad des Gesatntgerätes garantiert.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Der Zweck der Erfindung besteht darin, den von einem Wagenheber angehobenen Personenkraftwagen infolge absolut unbrauchbar gewordener Spindelmutter vor dem Herabstürzen zu bewahren.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine mit geeigneten Mitnehmern versehene, vorzugsweise als Scheibe ausgebildete Sicherheitsmutter mit bestimmtem Abstand zur äußeren Stirnseite der Spindelmutter zusätzlich auf der Spindel angeordnet ist.
Während der normalen Betätigung des Scherenwagenhebers wird die Sicherheitsmutter durch die Spindelmutter unbelastet in einem bestimmten Abstand, der von Mitnehmern und einem aus elastischen Material bestehenden Zwischenring gebildet wird, mitgeführt. Als Mitnehmer sind Kerbstifte vorgesehen, die stirnseitig in die Sicherheitsmutter eingelassen sind und in geeignete Ausnehmungen der Spindelmutter eingreifen. Die Mitnehmer sind axial verschiebbar und werden bei Bruch des Gewindes der Spindelmutter infolge der auf die Sicherheitsmutter wirkenden Belastung und einer kurzzeitigen Deformation des elastischen Zwischenringes axial verschoben. Dabei befinden sich die Mitnehmer in den Ausnehmungen der Spindelmutter und sichern den Ablauf des begonnenen Hub- und Senkvorganges. Nach Entlastung des Scherenwagenhebers verschiebt der elastische Zwischenring die beschädigte Spindelmutter axial, so daß die Mitnehmer der Sicherheitsmutter außer
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Eingriff kommen. Die nach dem Absenken axial verschobenen Mitnehmer sowie die Elastizität des Zwischenringes verhindern bei einem erneuten Versuch, den Scherenwagenheber zu benutzen, daß zwischen der Sicherheitsmutter und der unbrauchbar gewordenen Spindelmutter eine formschlüssige Verbindung zustande kommt.
Ausführungsbeispiel:
An Hand der Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: funktionsfähige Spindelmutter mit unbelasteter Sicherheitsmutter, Fig. 2: beschädigte Spindelmutter, deren Belastung auf
die Sicherheitsmutter übertragen wird, Fig. 3: beschädigte, unbelastete Spindelmutter ohne
formschlüssige Verbindung zur Sicherheitsmutter, Fig. 4: funktionsfähige Spindelmutter mit klinkenförmigen Ausnehmungen.
Fig. 1 zeigt eine funktionsfähige Spindelmutter 1 und das Zusammenwirken einer unbelasteten Sicherheitsmutter Die Spindelmutter 1 weist an der äußeren Stirnseite vorzugsweise trapezförmige Ausnehmungen auf. Die Sicherheitsmutter 2 ist außerhalb des Scherenwagenhebers in einem bestimmten Abstand zur Spindelmutter 1 auf der Spindel 3 angeordnet. Die Sicherheitsmutter 2 hat die Form einer Scheibe, an der sich mindestens zwei axial verschiebbare Stifte 4 befinden, welche normalerweise soweit hervorstehen, daß sie in die Ausnehmungen der Spindelmutter 1 hineinragen. Zwischen der Spindelmutter 1 und der Sicherheitsmutter 2 ist ein elastischer Zwischenring 5 vorgesehen.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführung, bei der die Spindelmutter 1 klinkenförmige Ausnehmungen aufweist, die
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lediglich in einer Drehrichtung eine Arretierung durch Stifte 4 ermöglicht.
Die Funktion der Sicherheitsmutter 2 soll an nachfolgenden Beispielen erläutert werden. Die Hauptaufgabe der Sicherheitsmutter 2 besteht in der Vermeidung von Unfällen, sofern die Spindelmutter 1 ihre Funktion während des Hubvorganges unvorhergesehen versagt. Fig. 1 zeigt die Sicherheitsmutter 2 im unbelasteten Zustand. Die in der Sicherheitsmutter 2 in axialer Lage verschiebbaren Stifte 4 sind vorzugsweise als Kerbstifte ausgebildet. Die Klemmwirkung wird in vollem Umfang erreicht, wenn die Stifte 4 in Richtung der Spindelmutter 2 soweit eingeschoben sind, daß sie an der äußeren Stirnseite der Sicherheitsmutter 2 abschließen. Der Zwischenring 5 aus elastischem Material füllt den Zwischenraum zwischen der Spindelmutter 1 und der Sicherheitsmutter 2 aus. Die Stifte 4 befinden sich in den Ausnehmungen der Spindelmutter 1, wodurch die Sicherheitsmutter 2 zwangsweise geführt wird. Infolge vollständiger Zerstörung des Gewindes der Spindelmutter 1 verschiebt sich diese unter ihrer Last auf der Spindel 3 nach außen. Diese Verschiebung bewirkt, daß der Zwischenring 5 stark zusammengepreßt wird, während die Stifte 4 um den gleichen Betrag nach außen gedrückt werden. In dieser Situation übernimmt die Sicherheitsmutter 2 die gesamte Belastu.ng der Spindelmutter 1. Bis zum Absenken des Scherenwagenhebers garantieren die in den Ausnehmungen der Spindelmutter 1 befindlichen Stifte 4 die Arretierung der Sicherheitsmutter 2. Mit nachlassender Belastung wird durch die Elastizität des Zwischenringes 5 gemäß Fig. 3 der ursprüngliche Zwischenraum zwischen Spindelmutter 1 und der Sicherheitsmutter 2 wieder hergestellt. Die Stifte 4 verbleiben in der vorherigen Lage, wodurch die erneute Arretierung der Sicherheitsmutter 2 und eine nochmalige Benutzung des Scherenwagenhebers ausgeschlossen wird.
Die Funktion der Sicherheitsmutter 2 gemäß Fig. 4 ist prinzipiell mit der vorher beschriebenen vergleichbar. Die
Stifte 4 werden bei dieser Ausführung von der nach außen drückenden Spindelmutter 1 axial soweit verschoben, daß sie an der Stirnseite der Sicherheitsmutter 2 bündig abschließen bzw. später von selbst herausfallen. Im Unterschied zur vorher beschriebenen Ausführung kommt der Zwischenring 5 in Wegfall. Die Ausnehmungen an der Stirnseite der Spindelmutter 1 sind klinkenförmig, wodurch lediglich das Absenken des unter Last stehenden Scheren-Wagenhebers möglich ist.
Die Gefahr des Zusammenbrechens der Wagenheber wird durch die Sicherheitsmutter 2 grundsätzlich beseitigt. Ihre Verwendungsfähigkeit ist sehr vielfältig. Sie kann zusammen mit den verschiedensten Spindelmutterausführungen kombiniert werden und ist nicht an ein Wagenhebersystem., gebunden. Gegenüber bekannten Lösungen ergibt sich eine Gevvichtseinsparung und eine Kostensenkung.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Sicherheitsmutter für Wagenheber mit einer formschlüssigen Verbindung zur Spindelmutter, gekennzeichnet dadurch,.5 daß die Spindelmutter (1) an ihrer äußeren Stirnseite mehrere, vorzugsweise trapez- oder klinkenförraige Ausnehmungen aufweist, in die mindestens zwei von der gegenüberliegenden Stirnseite einer Sicherheitsmutter (2) hervorstehende, axial verschiebbare, einen elastischen Zwischenring (5) überbrückende Stifte (4) eingreifen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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