DD213460B1 - Garn mit haareffekten - Google Patents
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Description
Das erfindungsgemäße Erzeugnis findet Einsatz als Fadenmaterial zur Herstellung von textlien Flächengebilden.
Für die Erzielung von bestimmten brillanten Haareffekten in textlien Flächengebilden kommen eine Vielzahl von sehr wertvollen Tierhaaren zur Anwendung. Solche Materialien, wie z. B. Angora- oder Mohairwolle, Kaschmirziegen- oder Rehhaare, werden bei Fadenbildungsprozessen als Effektbildner beigemischt.
Nach der DE-PS 916155 ist ein Angorawolle-Faden mit Polyamidzusatz bekannt, bei dem um einen aus Polyamidfasern gesponnenen Faden (Seelenfaden) Angorawolle als Mantel herumgesponnen ist. Je nach den gewünschten Eigenschaften können das Mischungsverhältnis und die Mantelverspinnung variiert werden.
Das Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines Garnes, das als eine wichtige Materialkomponente Haareffekte enthält, die diesem Garn ein ganz besonderes Aussehen, spezifische, haptische und andere gebrauchswertbestimmende Eigenschaften verleiht. Dieses Garn soll in den verschiedensten textlien Flächengebilden einsetzbar sein. Dabei sollen bisher bekannte Chemieseiden und/oder Abfallfaserstoffe verwendet werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Garn nach bekannten Herstellungsverfahren mit brillanten Haareffekten bereitzustellen. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß ein Garn nach dem Zwei-Zylinder-Spinnverfahren aber auch nach dem Kammgarnspinnverfahren in der Materialzusammensetzung so aufgebaut ist, daß maximal 30% texturiertes synthetisches Seidenmaterial zum Beispiel Polyamidgrobseidenkabel (200...350tex) mit einem Einzeltitervon 1 ...5tex im geschnittenen Zustand, als Effektfaser eingesetzt ist.
Bei diesen Effektfasern handelt es sich um einen Glanztyp in einer Stapellänge von 40...60mm mit einer Bogigkeit von 8...20 Bogen pro cm.
Das Garn besteht demzufolge aus Wolle und/oder Chemiefasern mit dem bezeichneten Anteil an Effektfasern.
Die Applikation der Effektfasern erfolgt im Prozeß der Garnherstellung innerhalb der Stufe Wolferei/Mischerei in spezifischer Behandlungs- und/oder Verfahrensweise.
Der Garnaufbau ist dadurch charakterisiert, daß die Effektfasern teilweise oder nicht im Garnkern eingebunden sind, mit dem überwiegenden Anteil eines Faserendes über den Garnmantel.hinaus abständig sind, so daß dieses Faserende dem darunterlieg'enden Garnkörper einen zusätzlichen Glanz verleiht.
Die Gesamtheit der abstehenden Faserenden wirkt als brillanter Haareffekt. Damit ist die Ausdehnung der Oberfläche des Garnes größer. Es entsteht eine scheinbare Volumenzunahme.
Bei der Garnherstellung kann sowohl ein Seelenfaden zugeführt und damit unter anderem ein Kombifaden erzielt werden, als auch zur Herstellung spezieller Effektzwirne eine Verzwirnung mit Garnen und Seiden erfolgen.
Das erfindungsgemäße Erzeugnis soll anhand des nachfolgenden Beispiels erläutert werden:
Effektgarn zusammengesetzt aus:
20%Vikosefasern 30% Wolle, fein 40% Wolle, halbgrob 10% Poiyamidseidenmaterial Das Polyamidseidenmaterial weist folgende spezifische Eigenschaften auf:
Titer 4tex
Stapellänge: 40 mm Bogigkeit: 18 Bogen/cm Typ: glänzend In Betracht gezogene Druckschriften:
DE-PS 916155 (76c, 31)
Claims (1)
- Garn mit Haareffekten aus WoII- und/oder Chemiefaserstoffkomponenten als Einfachgarn, Kombifäden, Glatt- oder Effektzwirnen, gekennzeichnet dadurch, daß das Garn einen Anteil von maximal 30% synthetischen texturierten Seidenmaterials— vorzugsweise Polyamidgrobseidenkapillare mit einem Titer von 1 ...5tex je Kapillare hat,— als Stapelfaser mit einer Stapellänge von 40...60mm,— miteinerBogigkeitvon8...20 Bogen pro cm— vorzugsweise als Glanztyp— wobei die Effektfasern im Garnkern und/oder Garnmantel eingebunden sind, mit dem überwiegenden Anteil über den Garnmantel hinaus abstehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD24710383A DD213460B1 (de) | 1983-01-10 | 1983-01-10 | Garn mit haareffekten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD24710383A DD213460B1 (de) | 1983-01-10 | 1983-01-10 | Garn mit haareffekten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD213460A1 DD213460A1 (de) | 1984-09-12 |
| DD213460B1 true DD213460B1 (de) | 1986-12-03 |
Family
ID=5544282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD24710383A DD213460B1 (de) | 1983-01-10 | 1983-01-10 | Garn mit haareffekten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD213460B1 (de) |
-
1983
- 1983-01-10 DD DD24710383A patent/DD213460B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD213460A1 (de) | 1984-09-12 |
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