DD213703A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von fadenlagen-naehgewirken - Google Patents
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Abstract
Das Ziel der Erfindung besteht darin, Fadenlaengen-Naehgewirke herzustellen, bei denen die Fadenlegung von der Verarbeitungsmaschine getrennt ist. Dadurch wird es moeglich, die Leistung der Naehwirkmaschine unabhaengig von der Legeeinrichtung voll auszufahren. Dies wird erreicht, indem die gelegten Schussfadenlagen in grossen Laengen mit Hilfe einer Speichereinrichtung als Vorrat aufbewahrt und bei Bedarf an die Naehwirkmaschine herangefahren und verarbeitet werden.
Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fadenlagen-Nähgewirken
Das Verfahren und die Vorrichtung werden bei der Herstellung von Fadenlagen-Nähgewirken angewendet.
Es sind bereits Verfahren bekannt« bei denen sich Schußfaden· lagen in einem Winkel kreuzen« Dabei können zusätzliche Kettfadenlagen oder Grundbahnen an einer oder beiden Seiten der Schußfadenlagen angeordnet werden. Erzeugt werden die Schußfadenlagen durch jeweils einen Schußfadenleger, der sich auf feststehenden Bahnen über die Breite der Maschine hin- und herbewegt.
Geringe Legewinkel bis ca. 5° erfordern dabei relativ hohe Geschwindigkeiten des Schußlegewagens. Legewinkel>5° erfordern spürbare Verbreiterungen des Schußlegewagens.
In einer Variante ist die Anordnung von zwei sich gegenüberliegenden und im Gegenzug arbeitenden Schußlegewagen vorgeschlagen worden, wodurch die erforderliche Breite der Schußwagen bei 45° Legewinkel auf die Arbeitsbreite der Maschinen reduziert werden kann*
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Das Ziel der Erfindung besteht darin, Fadenlagen-Nähgewirke herzustellen(bei denen die Fadenlegung von der Verarbeitungsmaschine getrennt ist. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, die Leistung der Nähwirkmaschine unabhängig von der Legeeinrichtung voll auszufahren,
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Das Wesen aer Erfindung besteht darin, die Legung der Schußbzw. Querfäden in einem separaten Arbeitsgang unabhängig von der Verfestigungsmaschine auszuführen« Die so gelegten Fadenscharen werden in großen Längen mit Hilfe einer Speichereinrichtung als Vorret aufbewahrt und bei Bedarf an die Nähwirkmaschine herangefahren. Das Verfahren ermöglicht bessere Leistungswerte der Nähwirkmaschinen, weil die Verfestigung der Fadenscharen mit deutlich höheren Geschwindigkeiten als bisher erfolgen kann. Eine Begrenzung durch die Schußlegeeinrichtung oder durch Fadenbruch bei der Schußfadenlegung ist nicht mehr gegeben.
Um die Speicherkapazität möglichst groß zu machen, können die Fadenscharen durch Verfestigung der Ränder mittels Nähen, Kleben, Schweißen od, dgl. oder auch mit Hilfe von Ketten in ihrer Form gebunden werden. Auch die Verwendung maschenbildender Nadeln, die die erfaßten Fäden am Rand zu Maschen verschlingen oder einen Fangfaden oder Fangfasern einziehen oder das Vernadeln der Randzone der Schußfäden mit Trägermaterial oder Vlies ist möglich. Die Fadenscharen mit den verfestigten Rändern bzw, die Ketten werden dann den in die Maschinen integrierten Schußtransporteinrichtungen übergeben und von diesen gespannt der Verfestigungsstelle zugeführt. Bei kontinuierlichem Betrieb durchlaufen die Schußfadenlagen eine
Speichereinrichtung zwischen Nähwirkmaschine und Schußlegeeinrichtung,
Die Legung selbst kann mit Hilfe bekannter Schußlegeein richtungen erfolgen, bei denen die Fäden von Spulen abge-
zogen werden. Es können aber auch andere Garnträger, z, B. Zettel- öder Kettbäume eingesetzt werden, die eine hin- und hergehende oder um die Transporteinrichtung kreisende Bewegung ausführen. Auf diese Weise ist die Dichte der Schußfadenlage unabhängig von Schußfadengattern.
Auch die Verwendung zwei oder mehr Legeeinrichtungen gleichzeitig oder nacheinander, um plattierte oder geschichtete Erzeugnisse herzustellen, ist möglich. Dabei können diese sowohl gleichsinnig als auch gegensinnig arbeiten.
Die Fadenlegung kann auch durch Fadenführer erfolgen, die kreisende oder hin- und hergehende Bewegungen ausfuhren.
Als Fadenmaterial sind sowohl Spinnfäden als auch endlose Fäden, d. h, Seiden verwendbar. Ebenso ist der Einsatz von Foliefäden oder Foliebändern möglich. Auch flächenförmige spleißfähige Folien oder andere Flächengebilde können in der vorgeschlagenen Weise verarbeitet werden. Schließlich entspricht auch die Legung von Elementarfäden durch stationäre oder bewegliche Anordnung von entsprechenden Extrudern dem Erfindungsgedanken,
Eine solche Arbeitsweise gestattet hohe Flexibilität, da diese Schußfadenspeicher beliebigen Maschinen zugeordnet werden können. Darüber hinaus kann die Zuführung von Armierungen, z. B. Vliese, Flächengebilde u. dgl., in der bisher bekannten Weise erfolgen.
Die Erfindung soll in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig, 1: eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung mit separat hergestelltem Speicher
Fig. 3: die separate Herstellung der Schußfadenlagon mit mehreren Schußfadenlegern
Fig. 4s Draufsicht auf eine Einrichtung zur Schußfadenlagen-Herstellung mit mehreren gegeneinander arbeitenden Schußlegern
Fig. 5: eine erfindungsgemäße Einrichtung in Draufsicht «
Fig. 6 u. eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Ein-Fig. 7 richtung mit Speichereinrichtung.
Fig. l zeigt die Anordnung eines separat hergestellten Schußfadenlagenspeichers 1. Die in der Maschine angeordnete Transporteinrichtung 2, z. B, Nadel« oder Kluppenketten od. dgl., wird mit den in Form einer Großdocke gespeicherten Schußfadenlagen verbunden. Die Großdocke 1 ist fahrbar und wird bei Bedarf an die Maschinen herangefahren.
Die auf der Großdocke gespeicherten Schußfadenlagen werden mit der Randverfestigung in das Transportmittel 2, z. B. zwei parallellaufende Hakendrahtketten, eingehängt, vom Großwickel abgezogen und der Arbeitsstelle zugeführt. Es ist auch möglich, die an den Rändern verfestigten Schußfadenlagen zwischen Flächengebilde, z. B. Folien zu speichern. In einem solchen Fall wird das Trennmittel vor dem Transportmittel 2 von den Schußfadenlagen getrennt und einer weiteren Wickeleinrichtung 3 zur Wiederverwendung zugeführt.
Fig. 2a zeigt die Herstellung der Schußfadenlagen außerhalb der Maschine und ihre Speicherung auf einem Großwickel· Über einer in Pfeilrichtung umlaufenden Halte- und Transporteinrichtung 4 für die Schußfadenlagen pendelt eine Schußfadenlegeeinrichtung 5 zwischen den parallellaufenden Ketten od. dgl. der Transporteinrichtung hin und her. Die so gebildeten Schußfadenlagen werden mit Hilfe an beiden Seiten der Schußfadenlagen angeordneten Näh-, Schweiß-oder Klebeeinrichtungen 6 verbunden und unmittelbar danach zu dem Großwickel 7 aufgewickelt.
In Fig. 2b ist eine weitere Großdocke 8 angeordnet« von der das Trennmittel 9 abgezogen wird. Auf das Trennmittel werden die Schußfadenlagen aufgelegt, verfestigt und dann wie oben beschrieben zum Wickel 7a gespeichert.
Die Legung dar Schußfäden bei der Herstellung separater Speicher kann mit Hilfe zweier oder mehrerer Legeeinrichtungen -> erfolgen (Fig. 3). wobei die Schußfadenleger 5a, 5b, 5c gleichsinnigund/oder mit verschiedenen Arbeitsgeschwindigkeiten und/oder verschiedenartigen oder verschiedenfarbigen Schußfäden arbeiten können.
Auch eine gegenläufige, gleichzeitige oder -auch in Fig. 3 -nacheinander ablaufende Bewegung der Schußleger ist möglich (Fig. 4). Darüberhinaus können in den Verarbeitungsmaschinen vorhandene Fadenlegeeinrichtungen zusätzlich eingesetzt werden,
Werden die Transportmittel 4, 4a Intermittierend bewegt, dann ist die Erzeugung paralleler Fadenlagen möglich, woraus sich die Herstellung von Kordmustern ableiten läßt·
Zweckmäßig erscheint dann eine Einrichtung, die die Fadenlagen jeweils abtrennt und neu anlegt, so daß der Fadenverlust minimiert werden kann.
Diese Schußfadenlagen können dubliert oder in bekannter Weise mit Vliesen, Flächengebilden* Längs fäden od. dgl. armiert werden. Auch die Verwendung von 2 bzw, mehr Nähfaden· legeschienen ist möglich. Ebenso ist die Verwendung oder Mit* verwendung schrumpffähigen Materials möglich. Dadurch kann die Ausbildung von Fadenschlingen nach dem Übernähen hervorgerufen werden.
Es ist aber auch möglich, die Bildung der Schußfadenlagen direkt aber außerhalb der Nähwirkmaschine vorzunehmen. Zu diesem Zweck werden die in der Maschine vorhandenen Schußtransportmittel nach hinten aus der Maschine herangezogen.
In Fig. 5 ist der Grundriß einer solchen Einrichtung erkennbar. Die Anlage besteht aus der Nähwirkmaschine IO mit der Warenwickeleinrichtung 11. Zwischen beiden befindet sich der Bedienungsstand, Der Nähwirkmaschine zugeführt werden die Schußfadenlagen 12 mit Hilfe der Transporteinrichtung 13, 14, Das können sowohl Ketten als auch andere, die Fäden haltende und spannende Einrichtungen sein.
Erzeugt werden die Schußfadenlagen mit Hilfe einer Schußlegeeinrichtung 15, die auf konstantem Wege zwischen den Halteeinrichtungen 13. 14 hin- und herfährt und die Fadenschar legt. Da gleichzeitig die Transporteinrichtung 13. mit konstanter Geschwindigkeit in Richtung der Nähwirkmaschine 10 abgezogen wird, kommt die Schräglage der Schußfadenschar 12 zustande. Bei entsprechender, abgestimmter Legegeschwindigkeit und ausgewählter Legebreite sind auch Legewinkel von 45 erreichbar.
In Fig. 6 ist die Seitenansicht einer solchen Einrichtung dargestellt. Es ist deutlich erkennbar, daß die Transporteinrichtung 14 als endloses Band ausgebildet ist. Zwischen der Legeeinrichtung 15 und der Nähwirkmaschine 10 ist eine Speichereinrichtung 16 angeordnet, die ausgleichend wirkt. Wenn ein Fadenbruch in der Nähwirkmaschine eintritt, kann die Legeeinrichtung weiter arbeiten und die Schußfadenschar wird in 16 gespeichert. Tritt ein Stillstand der Legeeinrichtung ein, arbeitet die Nähwirkmaschine weiter und verbraucht das in 16 gespeicherte Material.
Es entspricht auch dem Erfindungsgedanken, wenn die durch die Legeeinrichtung 15 gebildeten Schußfadenlagen mit Hilfe von Näh-, Schweiß-, Klebe- oder andere Einrichtungen 17 verfestigt und in eine Speichermulde 18 geliefert werden, aus der sie durch die Transporteinrichtung 19 der Nähwirkmaschine abgezogen werden (Fig. 7). Ebenso ist es möglich, die so gespeicherten Schußfadenlagen z, B. einer Beschichtungsanlage zuzuführen oder sie anderweitig als Armierung zu verwenden.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung von Flächengebilden aus Fäden, die mit Hilfe zu Maschen geformten Nähfaden zum Flächengebilde verbunden werden, gekennzeichnet dadurch, daß die Schuß- bzw. Querfadenlagen unabhängig von der Maschine hergestellt, gespeichert und erst dann zur Verfestigung der Maschine zugeführt werden,
2. Verfahren nach Punkt i, gekennzeichnet dadurch, daß geschichtete Fadenlagen aus gleich- oder ungleichartigen« gleich- oder ungleichfarbigen Material oder mit verschiedenen Dichten in jeder Legeeinrichtung hergestellt werden.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß verschiedene Schußfadenlagen unterschiedlicher Parameter übereinander verarbeitet werden.
4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß Schußfadenlagen dubliert oder durch Vliese* Flächengebilde, Längsfäden od. dgl. armiert werden.
5. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schußfadenlagen durch Verfestigung an den Rändern durch Nähen, Kleben, Schweißen pd· dgl. verfestigt werden und die Lage der Schußfäden so fixiert wird,
6. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schußfadenlagen auf Pocken, in Mulden· Behältern oder Wagen mit und ohne Trennmittel gespeichert werden.
7. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch· daß durch gesteuerte Bewegung der Transportmittel während der Schußlegung Parallel- oder Diagonal-Schußlage erreicht wird.
8, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß mehrere Schußfadenleger gleich· zeitig gegenläufig oder gleichläufig angeordnet sind«
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch* daß die Schußfadenlagen bei kontinuierlichem Betrieb eine Speichereinrichtung durchlaufen,
1O# Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß mehrere Schußfadenleger nacheinander gegensinnig oder gleichsinnig arbeiten.
- Hierzu 1 ölatt Zeichnungen -
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1983
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