DD213877A1 - Korkpress- und korkdaemmaterial mit erhoehter festigkeit auf basis von korkabfaellen - Google Patents

Korkpress- und korkdaemmaterial mit erhoehter festigkeit auf basis von korkabfaellen Download PDF

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DD213877A1
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German Democratic Republic
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cork
polymer powder
korkpreß
powder
corkpress
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Application number
DD24838083A
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Inventor
Karl-Christian Danz
Till Boettger
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Bauakademie Ddr
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Anwendung von Polymerpulvern als neuartige Bindemittel fuer Pressteile und Daemmstoffe aus Kork. Mit Hilfe der bekannten Warmformgebungsverfahren koennen aus diesen Stoffkombinationen Produkte mit verbesserten Eigenschaften hergestellt werden. Dabei wird die Materialausnutzung der Korkabfaelle gesteigert und Bindemittel auf Basis fossiler Energietraeger werden durch bedeutend niedrigere Anteile Polymerpulver substituiert.

Description

Titel der Erfindung
Korkpreß- und Korkdammaterial mit erhöhter Festigkeit auf Basis von Korkabfallen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft gepreßte Korkprodukte auf Basis von Korkbruch und/oder Korkgranulat, die durch Warmbehandlung unter Zusatz von speziellen bindenden Substanzen hergestellt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Kork für Korkpreßstoffe mit verschiedenartigsten Bindemitteln wie Polyvinylacetat, Eiweiß, Pech, Bitumen, Nitrocellulose, Kasein, Viskose, tierischen und Pflanzenleimen, Kautschuklösungen u· a. zum Erreichen einer ausreichenden Verbundfestigkeit zu mischen· Insbesondere für die Erzeugung von Dämmstoffen auf Korkbasis werden die Korkgranulate mittels überhitztem Dampf oder Heizung von außen so weit erwärmt, daß ein Teil der Korkinhaltstoffe wie Wasser, Alkohole, Gerbstoffe und niedrigsiedende Wachse aus dem Kork ausgetrieben werden und die verbleibenden Bestandteile der Cellulose-Gerüstsubstanz und des Korkharses Suberin chemisch umgewandelt werden. Der Kork erfährt dabei in Abhängigkeit von Temperaturhöhe und Dauer der Temperatureinwirkung eine irreversible "Volumenexpansion und verliert an Elastizität.
Die Wärmeleitfähigkeit, die Druckfestigkeit, das elastische Rückstellvermögen und die Dichte der entstehenden Produkte sind wesentlich von den Verfahrensparametern bei der Warmformgebung abhängig. Hohlräume innerhalb der Korkdänmstoffe wirken sich generell negativ auf die genannten anwendungstechnischen Eigenschaften aus, Sie können durch Druckeinwirkung in der elastischen heißen Phase der Korkverarbeitung vermieden werden« Unter dieser Voraussetzung nimmt das Wärmeisolationsvermögen mit"sinkender Dichte zu, während sich die Druckfestigkeit proportional zur Dichte verhält,
Ein hohes elastisches Rückstellvermögen ist für Anwendungen im Schallschutz und als Dichtungsmaterial von Bedeutung, Ss wird erreicht, indem die thermische Behandlung zur Warmformgebung unterhalb des Temperaturbereiches der elastizitätmindernden chemischen Umsetzung von Korkharzen und Gerüstsubstanz durchgeführt wird·
Die genannten technologischen Parameter werden durch die Variation von Herstellungsbedingungen und Zusatzkomponenten erreicht. Allen bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß sie mit relativ großen Zusatzstoffanteilen bis zu 50 % arbeiten. Die Zusätze werden in der flüssigen Phase zugemischt, in die sie entweder durch Schmelzen überführt werden oder die bei Lösungen und Dispersionen das Austreiben der Lösemittel während der Verarbeitung zu Formteilen bedingen.
Die Verfahren ohne Zusatzstoffe, bei denen der Verbund durch die chemische Umwandlung der korkeigenen Harze erreicht wird3 haben Produkte mit relativ niedrigen Druckfestigkeiten (Bruchfestigkeit) zum Ergebnis oder sind mit einer entsprechend hohen Verdichtung der Ausgangssubstanz verbunden.
- 3 -.Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Schaffung von Korkprodukten mit niedrigem Zusatzstoffanteil bei gleichzeitiger Gewährleistung der jeweils anwendungsbestimmenden Eigenschaften wie Wärmedämmung, Elastizität, Festigkeit, chemische und thermische Beständigkeit.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Korkpreß- und Korkdämmaterialien aus Korkbruch und/oder Korkgranulat unter Verwendung geringer Zuschlagstoffaateile zu entviickeln, die mit Warmformgebungsverfahren hergestellt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß dem Korkgranulat vor der Warmformgebung 1 bis 20 % Polymerpulver zugesetzt und mit Hilfe eines geeigneten Mischaggregates auf die Korkpartikeloberflächen aufgearbeitet werden. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Haftung des Polymerpulvers in der Mischphase können bis zu 10 % Wasser zugesetzt werden. Als Polymerpulver können alle bekannten Thermo- und Duroplaste verwendet werden, deren Schmelzbereich unterhalb der geweiligen Warmformgebungstemperatur liegt. Besonders geeignet sind Thermoplaste, die pulverförmig aus der Synthese anfallen, wie Polyethylen hoher Dichte, Polyvinylchlorid und Ethylen-Vinylalkohol-Copolyiaere. Auch gemah-( lene Thermoplastabfallgemische sind geeignet.
Nach der Zumischung des Polymerpulvers zum Kork erfolgt die Verarbeitung nach den bekannten Verfahren unter Temperatur- und Druckeinwirkung. Die Temperaturführung kann dabei in Abhängigkeit von den gewünschten Produkteigenschaften so gestaltet werden, daß die Bestandteile des Korks nicht, teilweise oder vollständig umgesetzt werden. Die Entformung erfolgt nach Abkühlung der Preßteile, wobei der Schmelzbereich der Polymerkomponente unterschritten werden muß.
Ausführungsbeispiel
Korkvorbruch wird mit 5 % Polyethylenpulver hoher Dichte (0,945 S οπΓ"-% Schmelz index i,- 3«· »6 g/600s) und mit 5 % Wasser in einem Mischer homogen vermischt. Die Mischung wird in eine elektrisch beheizte rotierende Trommel gegeben und auf 570 K erwärmt. Bei diesem Temperaturniveau erfolgt die Expansion des Korks und die chemische Umsetzung der Korkharze· Das heiße Gut wird dann in Formen geschüttet und zu Platten mit Dichten gemäß Tabelle 1 gepreßt. Die Eigenschaften der auf beschriebene Weise hergestellten Korkplatten sind in Tabelle 1 solchen von Korkformteilen ohne Zusatzstoffe (Backkork) und solchen auf Basis von Bitumen-imprägnierten Korkprodukten (Imprägnierkork) gegenübergestellt.
Tabelle 1 * Dichte (kg/m3) Wärmeleitzahl (W/ibK) Druckfestigkeit bei 10 % Stau chung - (N/mm ) Druckfestigkeit bei Bruch (N/mm2)
Korkprodukt 125 170 220 0,036 0,042 0,047 0,15 0,20 0,25 2,2 4,6 12,3
K orkv orbr uc h mit 5 % PE-ED 250 0,058 *0,1
Imprägnier kork 350 120 0,053 as 0,035 ^2
Backkork
Die Tabelle zeigt, daß die Korkplatten aus Korkvorbruch mit Polymerpulverzusatz ähnlich den bekannten Korkprodukten in einem weiten Eigenschaftsbereich variiert werden können. Der Anteil des Zuschlagstoffes auf Basis fossiler Energieträger ist im Vergleich zum herkömmlichen Imprägnierkork gering. Die Bruchfestigkeit wird gegenüber den Produkten mit vergleichbarer Dichte erheblich gesteigert, wodurch neben einer Erweiterung der Einsatzgebiete "/orteile für die weitere Verarbeitung, den Transport und die Lagerung durch die verbesserte Kantenbruchfestigkeit entstehen. _ 5 _

Claims (3)

— 5 ~ Br f ind ung, s ansnr uc h
1. Korkpreß- und Korkdämiaaterial auf Basis von Korbruch und/ oder Korkgranulaten, das durch Warmformgebung und Druckeinwirkung bei vollständiger, teilweiser oder ohne chemische Umsetzung von Korkbestandteilen hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kork vor der Verarbeitung 1 bis 20 % Polymerpulver als Bindemittel zugemischt ist»
2. Korkpreß- und Korkdämmateriai gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymerpulver aus einem oder mehreren Thermoplasten, Duroplasten oder thermoplastischen Elastomeren, insbesondere jedoch aus in der Pulverphase anfallende '!Thermoplasten wie Polyethylen hoher Dichte, Polyvinylchlorid, Bthylen-Vinylalkohol-Copolymeren oder zu Pulver aufbereiteten -Thermoplastabfallgemischen besteht, deren Schmelsbereich unterhalb der Herstellungstemperatur der jeweiligen Korkprodukte liegen.
3» Korkpreß- und Korkdämmateriai gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Polymerpulver der Mischung bis zu 20 % Wasser oder andere flüssige Komponenten zugesetzt sind.
DD24838083A 1983-03-02 1983-03-02 Korkpress- und korkdaemmaterial mit erhoehter festigkeit auf basis von korkabfaellen DD213877A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29614131U1 (de) * 1996-01-30 1996-10-24 M & C Oswald Ges. mbH, Frankenmarkt Preßkork-Formteil
DE19629017A1 (de) * 1996-07-18 1998-01-22 Burger Sabine Hochelastischer und leichter Preßkork
WO2007093521A1 (de) * 2006-02-13 2007-08-23 Wacker Polymer Systems Gmbh & Co. Kg Verfahren zur herstellung von formteilen aus korkpartikeln

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