DD214302A1 - Austragsvorrichtung fuer waelzmuehlen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Austragsvorrichtung fuer Waelzmuehlen mit horizontalem Mahlteller und darauf abrollenden Mahlwalzen, bei denen das gesamte Mahlgut ueber den Mahltellerrand nach unten ausgetragen wird. Zur Erhoehung der Betriebssicherheit und Verfuegbarkeit derartiger Waelzmuehlen ist durch entsprechende Gestaltung der Austragsvorrichtung das Muehlengehaeuse im Bereich des Mahltellers vor Verschleiss zu schuetzen. Die Aufgabe wird geloest, indem zwischen dem mit dem Mahlteller verbundenen Austragsring und dem mit Materialaustrag versehenen Muehlengehaeuse mehrere, je einem Materialaustrag paarweise zugeordnet, nach oben offene, bogenfoermige Austragsschurren gleichmaessig am Umfang verteilt angeordnet sind.
Description
Austragsvorrichtung für Wälzmühlen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Austragsvorrichtung für Walzmühlen, die das über den Mahlbahnrand der um die vertikale Mühlenachse drehenden Mahlbahn herabfallende Mahlgut aus dem Mühlengehäuse hinaus transportiert·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei einer bekannten Wälzmühle nach DE-AS 12 38 753» bei der das gesamte Mahlgut über den Mahlbahnrand nach unten ausgetragen wird, ist unterhalb der Mahlbahn ein Austragsring angeordnet· Dieser ist mit dem Mahlteller, der die Mahlbahn trägt, drehfest verbunden· Das von der Mahlbahn herabfallende Gut gelangt auf den Austragsring und wird von diesem zum im Mühlengehäuse angeordneten seitlichen Materialaustrag gefördert, an dem es durch die Fliehkraft vom Austragsring abgeworfen wird· Während des Transportes des Mahlgutes auf dem Austragsring zum Materialaustrag im Mühlengehäuse verhindert das Mühlengehäuse selbst das vorzeitige Herabfallen des Mahlgutes vom Austragsring· Hierdurch reibt das sich auf dem Auetragsring befindliche Material» welches durch die Fliehkraft ständig nach außen gedrückt wird, auf seinem Weg bis zum Materialaustrag ständig am Mühlengehäuse, was dadurch in diesem Bereich einem hohen Verschleiß unterliegt·
7AM 13 83* 0980
Bei hoch abrasion Materialien, wie beispielsweise Zementklinker, steigt dieser Verschleiß in einen unökonomiachea Bereich an. Der Verschleiß am Mtihlengehäuee zieht nach sich einen hohen Wartungs- und Reparaturaufwand und damit verbunden überdurchschnittliche Stillstandszeiten der Mühle» denn diese Reparaturarbeiten können hur bei Mühlenstillständen ausgeführt werden·
Ziel der Erfindung ist die Betriebesicherheit und Verfügbarkeit der Walzmühle durch Verringerung des Reparatur- und Wartungeaufwändes zu erhöhen·
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, durch entsprechende Gestaltung der Austragsvorrichtung das Mühlengehäuse im Bereich der Mahlbahn vor Verschleiß zu schützen bzw· den Verschleiß zu senken·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem zwischen dem seitlichen oder unterhalb der Mahlbahn befestigten Austrägering und dem die Mahlbahn umgabenden Mühlengehäuse mit Materialaustrag mehrere, mindestens einem Materialaustrag paarweise zugeordnete Austrageschurren an« geordnet sind« Dies erfolgt so, daß die Austrageschurren jeweils vom tiefliegenden Materialaustrag nach beiden Sei· ten hin ansteigend am inneren MÜhlengehäuse angeordnet sind, wobei sich je zwei Austragsschurren in ihrem hoch« sten Punkt treffen« Zur Einsparung von Bauhöhe können die Auetragsschurren auch kürzer ausgebildet werden· In diesem Fall entsteht zwischen den oberen Endpunkten zwischen je zwei Auetragsechurren eine horizontale Fläche· Am Aus» tragsring sind in diesem Fall Abstreifer für diese Fläche angeordnet·
21. M1383*0980 ·
Eine Variante des Austrageringes besteht darin, daß dieser durch einen nach oben offenen, ringförmigen Behälter gebildet wird, dessen Außenwand aus einer Vielzahl von Klappen gebildet wird· Diese sind horizontal hängend oder stehend gelagert oder vertikal gelagert« Die Klappen werden betätigt durch am Gehäuse angeordnete FUhrungsbahnen, die mit Führungsstücken an den Klappen zusammenwirken·
Eine weitere Variante besteht darin, daß der Boden des behälterförmigen Austragsringes durch eine Vielzahl von Klappen gebildet wird, die an der inneren Seitenwand schwenkbar gelagert sind· Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Boden und die innere Seitenwand durch eine Vielzahl von Winkelklappen zu bilden, die innen bzw· direkt an der Mahlbahn schwenkbar gelagert sind·
Um den Abstand zwischen Mahlbahnrand und Gehäusewand so gering wie möglich zu halten, besteht die Möglichkeit, den am Mahlbahnrand befestigten Austragsring direkt dem Materialaustrag in der Seitenwand zuzuordnen·
Mit zunehmender Mahlbahngröße nimmt die Umfangsgeschwindigkeit des Austragsringes Größen an, die seine vorher beschriebene Funktion in Frage stellt· Aus diesem Grunde kann der Austragsring auch von der Mahlbahn getrennt angeordnet werden· Der Antrieb erfolgt in diesem Fall dann entweder über ein Untersetzungsgetriebe vom Mahlteller oder durch einen separaten Antrieb mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit·
Es besteht aber auch die Möglichkeit, die an der Mühlengehäuse innenwand angeordneten Austragsschurren direkt unterhalb der Mahlbahn anzuordnen, wobei ihr Boden zur weiteren Bauhöhenminimierung nur sehr schwach in Richtung Materialaustrag geneigt, aber belüftet ist·
Die Erfindung wird am Ausführungsbeispiel näher erläutert· In den zugehörigen schematischen Zeichnungen zeigen:
Pig· 1 Einen Schnitt durch eine Wälzmühle in Höhe der Mahlbahn·
Pig· 2 Einen Schnitt entlang der Linie I-I in Pig· 1.
Fig. 3 Pie Ausbildung des behälterförraigen Austrageringes mit Seitenklappen·
Fig· 5 Den behälterförmigen Austragsring mit Bodenklappen·
Pig· 7 Den separat von der Mahlbahn angetriebenen Austragsring mit eigenen Antrieb·
Pig· 8 Den Austragsring mit Untersetzungsgetriebe zur Mahlbahn·
Pig· 9 Die Anordnung der Austragsschurren direkt unter dem Mahlteller·
Pig· 1 und 2 zeigen den Bereich der Mahlbahn einer Wälzmühle· Hierin sind das Mühlengehäuse 1, die Mahlbahn 2, der an der Mahlbahn 2 in gleicher Höhe angeordnete Austragering 3 und die an der inneren Gehäusewand 1 angeordneten Austragsschurren 4 dargestellt·
91JIIK. 1983*0980?
Während der Austragsring 3 am Umfang der Mahlbahn 2 fest angeordnet ist und mit dieser synchron umläuft, sind die Austragsechurren 4 fest am Mühlengehäuse 1 installiert« Die Austrageschurren 4 umschließen den Austragsring konzentrisch und neigen sich jeweils paarweise in Richtung des Materialauetrages 5 der im Mühlengehäuse 1 angeordnet ist« Je nach Mühlengröße können dies ein, wie in Fig· 1 dargestellt zwei, oder auch mehrere Materialaue träge sein·
Das von den auf der Mahlbahn 2 abrollenden Mahlwalzen zerkleinerte Mahlgut gelangt durch Fliehkraftwirkung über den Mahlbahnrand auf den seitlich der Mahlbahn 2 in gleicher Höhe mit dieser oder unterhalb derselben angeordneten Austragsring 3· Von diesen gelangt es weiterhin mittels Fliehkraft in die den Austragsring 3 konzentrisch umgebenden Austrageschurren 4· Diese sind jeweils paarweise einem Materialaustrag 5 im Mühlengehäuse 1 zugeordnet· In ihrem höchsten Funkt bilden sie mit den Austragsschurren des benachbarten Materialauetrageβ einen Scheitel 6· Dieser Scheitel 6 kann, wie in Fig· 1 dargestellt sehr breit sein, wodurch die Bauhöhe des Mühlenunterteiles in Grenzen gehalten werden kann· Auf dem Scheitel 6 liegenbleibendes Material wird durch Abstreifer 7, die am Austragsring 3 befestigt sind und radial bis dicht an das Mühlengehäuse heranreichen, in die Austrageschurren 4 befördert· Hier rutscht es, der Schwerkraft folgend, zusammen mit dem direkt vom Austragsring 3 in die Auetrageschurren 4 beförderten Material zum Mühlenaustrag 5 und aus die Mühle hinaus«
In den Fig· 3 bis 6 ist der Austragsring ein nach oben offener ringförmiger Behälter 8 in direkter Verbindung zum Materialaustrag 5 dargestellt· Fig* 3 und 4 zeigen, daß die Außenwand des behälterförmigen
Oi .
Austragsringes 8 durch eine Vielzahl von Klappen 9 gebildet ist· Diese sind stehend schwenkbar gelagert und öffnen sich im Bereich des Materialaustrages 5 durch Fliehkraft und geben somit dem im Austragsring liegendem Mahlgut den Weg in den Materialaustrag 5 frei» Nach Passieren des Materialausträges werden diese Klappen 9 durch Führungsschienen 13 am Mühlengehäuse 1 wieder geschlossen und geführt, so daß sich im Austragsring 8 bis zum nächsten Materialaustrag das von der Mahlbahn 2 fallende Mahlgut darin sammeln kann· Schaber 10, die in Drehrichtung nach dem Materialaustrag am Mühlengehäuse 1 angeordnet sind, verhindern ein Anbacken von Material auf dem Austragsring 8· Mitnehmer 11 schieben durchfallendes Material mit zum Materialaustrag 5·
Die Gestaltung des Bodens des Austragsringes 9 durch eine Vielzahl von Bodenklappen 12 zeigen Fig· 5 und 6· Im Bereich des Materialaustragee 5 öffnen diese durch Schwerkraft nach unten und geben das im Austragsring gesammelte Mahlgut in den Materialaustrag 5 ab· Nach Passieren des Materialaustrages 5 werden die Bodenklappen 12 durch Führungsschienen 13 am Mühlengehäuse in Zusammenwirkung mit Führungsstücken 14 an der Bodenklappe geschlossen gehalten· Durch Schlitze zwischen den Bodenklappen durchfallendes Mahlgut wird durch Mitnehmer 11 zum Materialaustrag 5 geschoben·
in Fig· 7 und 8 ist dargestellt, wie Mahlbahn 2 und Auetragering 3 mit unterschiedlicher Drehzahl angetrieben werden können· Da bei großen Mühlen die Umfangsgeschwindigkeit sehr groß ist und somit die Funktion des behälterförmigen Austragsringes 9 in Frage gestellt ist, ist der Antrieb des Austragsringes 9 mit geringerer Drehzahl funktionsbedingt·
1983*0980
In Pig· 7 erfolgt dieser Antrieb mit einem eigenen Antrieb 15· Nach Pig· 8 hingegen wird der Antrieb von der Mahlbahn 2 über ein Untersetzungsgetriebe 16 abgenommen·
In Fig· 9 ist die Anordnung der Austragsschurren 4 direkt koaxial um die Mahlbahn 2 dargestellt· Das Mahlgut fällt hier von der Mahlbahn direkt in die Austragsschurren 4· Bei vorhandenem breiten Scheitel 6 (hier nicht dargestellt) wird das darauf liegenbleibende Material durch Abstreifer in die Austrageschurre gefördert« Diese Abstreifer» die nicht dargestellt sind, sind an der Mahlbahn 2 befestigt·
21. »1983* 0980
Claims (1)
- Erfindungsanapruch1« Austragevorrichtung für Wälzmühlen die unterhalb der Mahlbahn zwischen Mahlteller und Mühlengehäuee angeordnet iet und im wesentlichen aus einem mit dem Mahl» teiler verbundenen Austragaring besteht, der an seiner Unterseite mit Schaberleisten versehen ist und als Verbindung zwischen Mahlbahn und seitlichem Materialaustrag dient,gekennzeichnet dadurch,daß zwischen Austragering und Materialaustrag mehrere, je einem Materialaustrag paarweise zugeordnete, nach oben offene, bogenförmige Austragsschurren gleichmäßig am Umfang verteilt angeordnet sind«2· Austragsvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Austragsring ein nach oben offener, ringförmiger Behälter ist, dessen Außenwand beispielsweise aus einer Vielzahl mit Führungsstücken versehe» nen Klappen gebildet wird, die horizontal hängend oder stehend, oder vertikal gelagert sind und entsprechende ?ührungsbahnen am Gehäuse angeordnet sind·3· Austragsvorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Boden des Behälters aus einer Vielzahl von Klappen gebildet ist, die an der inneren Seitenwand schwenkbar gelagert sind»4« Austragsvorrichtung nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch» daß der Boden und die innere Seitenwand dea Behälters durch eine Vielzahl von Winkelklappen gebildet wird, die innen bzw* am Mahlteller drehbar gelagert sind«5· Austragsvorrichtung nach Punkt 2 bis 4» gekenn zeich«· net dadurch, daß der behälterförraige Auatragsring direkt mit dem Materialaustrag in Verbindung steht·6* Austragsvorrichtung nach den Punkten 1 bis 5, gekenn» zeichnet dadurch, daß Austragsring und Mahlbahn in einer Ebene liegen·?· Austragsvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die bogenförmigen, paarweise um den Mahlteller angeordneten Austragsschurren unmittelbar unter der Mahlbahn angeordnet sind·8· Austragevorrichtung nach den Punkten 1 bis 7» gekennzeichnet dadurch, daß der Boden der Austragsschurren belüftet ist·9· Austragsvorrichtung nach den Punkten 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Drehzahl des Austragsringes geringer als die des Mahltellers ist·Hierzu. A.„$eiten Zeichnungen21.-JUI11983*0980?
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD24776283A DD214302A1 (de) | 1983-02-07 | 1983-02-07 | Austragsvorrichtung fuer waelzmuehlen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD24776283A DD214302A1 (de) | 1983-02-07 | 1983-02-07 | Austragsvorrichtung fuer waelzmuehlen |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD214302A1 true DD214302A1 (de) | 1984-10-10 |
Family
ID=5544813
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD24776283A DD214302A1 (de) | 1983-02-07 | 1983-02-07 | Austragsvorrichtung fuer waelzmuehlen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD214302A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2591587A1 (fr) * | 1985-12-17 | 1987-06-19 | Saint Gobain Vitrage | Film organo-mineral depose sur un substrat en verre eventuellement revetu d'une ou plusieurs couches metalliques minces. |
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1983
- 1983-02-07 DD DD24776283A patent/DD214302A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2591587A1 (fr) * | 1985-12-17 | 1987-06-19 | Saint Gobain Vitrage | Film organo-mineral depose sur un substrat en verre eventuellement revetu d'une ou plusieurs couches metalliques minces. |
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