DD214332A1 - Verfahren zur herstellung von schaumbeton im teilvakuum - Google Patents
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Abstract
Dieser Schaumbeton kann vorzugsweise als waermedaemmendes Material oder als Filter eingesetzt werden. Der Schaumbeton kann aus allgemein verfuegbaren Rohstoffen bei vergleichsweise geringem Zement,- Energie- und Ausruestungsaufwand erzeugt werden. Erfindungsgemaess wird ein feinkoerniger Zementmoertel unter Zugabe einer geringen Menge eines Schaumbildners einem Unterdruck ausgesetzt. Dabei dehnen sich die im Mischgut fein verteilten Luftblasen aus. Der Blaehvorgang kann durch Vibration unterstuetzt werden. Die Unterdruckbehandlung findet in einer vakuumierbaren Kammer statt, in der sich eine Vibriereinrichtung befindet. Daer Unterdruck wird durch eine Vakuumoumpe erzeugt.
Description
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Schaumbeton im Teilvakuum
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schaumbeton durch Vakuumbehandlung von Zementmörtel. Der hohlraumreiche und leichte Schaumbeton eignet sich besonders als Wärmedämmstoff vorzugsweise für das Bauwesen· Infolge seiner offenporigen Struktur kann er auch als Filtermaterial eingesetzt werden.
Es gibt verschiedene technische Lösungen, aus Schmelzen oder formbaren Massen hohlraumreiche Peststoffβ (ζ. Β. Leichtzuschlagstoffe) herzustellen, wie z. B. das Einspritzen von Wasser in flüssige Schlacken, das Zumischen von brennbaren Stoffen in Tonmassen und Erhitzen auf hohe Temperaturen (dabei Entstehung von Verbrennungsgasen), die Zugabe von Metallpulver und Salzen, die im Mischgut Treibgas (H«, CO2) bilden, das Untermischen vorgefertigten Schaumes in Zementmörtel oder die Zugabe von Schaumbildnern in das Anmachwasser für den Zementmörtel.
Die genannten Verfahren haben den Nachteil, daß sie entweder einen hohen Aufwand an Zement, Energie und/oder Ausrüstungen erfordern (z. B. Blähton, Gasbeton), oder daß durch die begrenzte Schaumstabilität die Schaumbetondichte groß und das Wärraedämmvermögen entsprechend klein ist. Untergemischte leichte Kunststoffe (z. B. Polystirolschaum) werden auf Erdölbasis gewönnen und sind zu substituieren. Überwiegend geschlossenporige Leichtbaustoffe (z. B. Gasbeton, Blähton) haben den Nachteil, daß aufgenommene Feuchte nur schwer abgegeben wird, wodurch sich die Wärmedämmeigenschaften verschlechtern.
Bekannt sind auch Verfahren der Vakuumbehandlung von Zementmörtel und Beton, die jedoch ausschließlich zum Ziel haben, den Mörtel bzw. Beton möglichst vollkommen zu verdichten (DD-WP 112 933), wobei der Druck soweit gesenkt werden kann, daß das Anmachwasser zu sieden beginnt (DD-WP 37625).
Das Ziel der Erfindung besteht darin, einen Schaumbeton mit guten Wärmedämm- und Trageeigenschaften aus allgemein verfügbaren Rohstoffen bei geringem Energie- und Ausrüstungsaufwand herzustellen. Der Schaumbeton soll eine offenporige Struktur und dadurch günstige FiItereigenschaften besitzen.
Darlegung, des. ,Wesens der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein feinkörniger Zementmörtel aus Betonsand mit Größtkorn unter 1 mm und/oder geeigneten feinkörnigen Industrieanfallstoffen hergestellt wird. Die Mengenverhältnisse Zuschlagstoff/Zement bzw. Wasser/Zement hängen vom Zuschlagstoff und vom Zement ab. Dem Anmachwasser wird ein Schaumbildner in geringer Konzentration untergemischt.
Bei der Aufbereitung des Mörtels in einem Mischer werden, begünstigt durch die Wirkung des Schaumbildners, im Mischgut zahlreiche kleine Luftblasen eingeschlossen.
Beim Senken des Umgebungsdruckes dehnen sich die eingeschlossenen Luftblasen aus. Die Größe des Enddruckes richtet sich nach den beabsichtigten Eigenschaften des Schaumbetons. Der Vorgang des Blähens kann zeitweise oder durchgängig durch Vibration der Mörtelmasse unterstützt werden. Dabei wird die Eigenschaft des Zementleimes ausgenutzt, daß er sich durch Vibration verflüssigen läßt, wodurch die Mörtelmasse vorübergehend in einen leichter formbaren Zustand versetzt wird.
Nach Abschluß des Blähvorganges und nach einer kurzen Y/artezeit zur Verfestigung des Zementleimes wird der Druck auf den Atmosphärendruck erhöht (Druckausgleich).
Der geschäumte Mörtel erhärtet infolge der Hydration des Zementes bei Raumtemperatur oder bei erhöhter Temperatur· Die Erhärtungszeit kann durch Zugabe von Betonzusatzmitteln noch verkürzt werden.
Bei der Herstellung des Mischgutes in einem Mischgefäß wird dem Anmachwasser ein schaumbildendes Mittel in geringer Konzentration zugegeben. Das Mischgut wird in eine Form eingebracht und gleichmäßig verteilt. Anschließend gelangt die Form mit dem Mischgut in eine Kammer, in der durch eine Vakuumpumpe der Druck gesenkt wird. In der Kammer befindet sich eine Vibriereinrichtung, mit deren Hilfe die Porm mit dem Mörtel gerüttelt werden kann.
In der Kammer wird der Luftdruck gesenkt. Dabei dehnen sich die im Mörtel eingeschlossenen Luftblasen aus. Da sich der Zementleim durch Vibration verflüssigen läßt, kann der Blähvorgang durch Vibration zusätzlich unterstützt werden.
Nach Abschluß des Bläheris wird die Vibriereinrichtung abgeschaltet und nach einer kurzen Wartezeit der Luftdruck in der Arbeitskammer bis auf Atmosphärendruck erhöht. Die Form wird mit dem geblähten Mörtel aus der Kammer transportiert. Der Mörtel erhärtet in der Form zu einem offenporigen Betonschaum, der sich mechanisch leicht bearbeiten läßt'Cu. a. Bohren, Sägen).
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Schaumbeton itn Teilvakuum gekennzeichnet dadurch, daß der Mörtel in einem geschlossenen Raum eine bestimmte Zeit einem Unterdruck ausgesetzt wird, wodurch sich die Lufträume/Luftporen im Mörtel durch , das Ausdehnen der eingeschlossenen und fein verteilten Luft vergrößern, und der Mörtel nach Abschluß des Blähvorganges sowie nach Erhöhung des Luftdruckes auf Atmosphärendruck zu einem offenporigen Schaumbeton erhärtet·
2. Verfahren zur Herstellung von Schaumbeton im Tei!vakuum nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß das Schäumen des Mörtels durch Zugabe von Betonzusatzmitteln verstärkt werden kann.
3· Verfahren zur Herstellung von Schaumbeton im Teilvakuum nach Punkt 1 und 2 gekennzeichnet dadurch, daß der Mörtel vor und während des Blähvorganges vibriert, vor der Druckerhöhung im Behandlungsraum die Vibration beendet und danach für den Zementleim eine Verfestigungszeit eingehalten wird.
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1983
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