DD214385A1 - Verfahren und einrichtung zum anfahren von generatoren - Google Patents
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Abstract
Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Generatoren, insbesondere solche zur Vergasung fester Brennstoffe, bei denen zum Transport des Rohgases in langen Leitungen Brennkammern zur Ueberhitzung des Rohgases vorgesehen sind. Es wird das sichere, schnelle und erschwernisfreie Anfahren von Generatoren durch eine Verbindungsleitung zwischen rauchgasfuehrender Rohgasleitung und Windzufuehrung des Generators mittels einer Einrichtung beschrieben, welche unterwindbeaufschlagt den Transport des heissen Rauchgases in der Verbindungsleitung ermoeglicht. Das Verfahren und die Einrichtung ist in der Energiewirtschaft und der Chemieindustrie einsetzbar.
Description
Titel der Erfindung
Verfahren und Einrichtung zum Anfahren von Generatoren
' . . : ·.· .' '. , -; .:; ; .V-:.. ' ; / ;' :,.. , ,.'.' ;' ·' · '. ' Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf Generatoren, speziell auf solche zur Vergasung von festen Brennstoffen, bei denen zum Transport des Rohgases eine Überhitzung desselben mit Brennkammern vorgesehen ist·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt ist die Inbetriebnahme von Drehrostgeneratoren nach Schmidt, Technologie der Gaserzeugung, Bd« II, 'S· 123. Mit Holzwolle und Holz wird in bekannter Weise ein Feuer im Generator entfacht und langsam Brennstoff zugegeben. Wenn die Brennstoff schicht durchgeführt ist, wird jeweils neuer Brennstoff aufgegeben«, Wenn der gesamte Generatorquerschnitt mit Glut bedeckt ist und die Brennstoffschicht etwa 0,5 m Höhe erreicht hat, werden die Windgebläse eingeschaltete Unter weiterer Brennst off zugabe wird laufend die Luftmenge erhöht«
Weiterhin ist bekannt, daß- die
Inbetriebnahme von Druckgasgeneratoren mit hochgespann-
tem Dampf vorgenommen werden kann. Die Brennstoffmenge wird mit Mindestschütthöhe eingetragen, der hochgespannte Dampf trocknet dann bei geschlossenerBekohlungs- und Entaschungschleuse den Brennstoff bis zur Zündtemperatur und fährt gleichzeitig einen Druck bis zum Verfahrensdruck bei zwischenzeitlicher Zugabe von Anfahrluftβ Über die Anfahrfackel wird der Anfahrbetrieb bis zum Erreichen der Betriebsparameter geführt.
VLi/. " ' . ·· : . ' Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, den Anfahrbetrieb von Schwachgasgeneratoren in kürzester Zeit sicher zu führen, die Gefährdung des Personals beim Anfahrbetrieb zu beseitigen und Erschwerniese zu vermeiden, wobei der Anfahrbeitrieb wesentlich vereinfacht wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, den Anfahrbetrieb von Schwachgasgeneratoren sicher und schnell zu führen, ohne daß hochgespannter Dampf eingesetzt wird. Bei Schwachgasgeneratorenanlagen, welche zur Vermeidung einer Gasreinigung mit einer Einrichtung zur Überhitzung des Rohgases ausgerüstet sind, geschieht dies im Anfahrbetrieb erfindungsgemäß durch die Rücksaugung von heißem Rauchgas aus der Rohgaslelt^ Zuführung desselben mit ei^
die Jsuftleitung der Seitenwin^züführung. Der Generator wird bis zu einer Brennstoffbetthöhe von 0,5 m beschickt. Eine erfindungsgeraäße Einrichtung ermöglicht die Rücksaugung des heißen Raüchgases, wobei der Lüfter; zur Erzeu«.
gung des Unterwindes in Betrieb ist, dabei der Ver-> Schluß des Unterwindes geschlossen ist, der Unterwind durch eine Treibmittelzuführung in der Einrichtung den Unterdruck auf der Ansaugseite und den Überdruck auf der Druckseite erzeugt, der überdruck bis 2 kPa beträgt, der Unterdruck 1 kPa bei einem Unterwindüberdruck von 4 bis 6 kPa beträgt, das Verhältnis von heißer Rauchgäsmenge zur Treibmittelmenge von 10 vorliegt, der Rohgasschieber geschlossen und bei geöffnetem Packelschieber über diese Fackel das Anfahrgas der Umgebung zugeführt wird. Die Erwärmung des Brennstoffes im Schwachgasgene«· rator auf unter 400 0C führt durch öffnung des Verschlus-, see der Unterwindleitung zur Zündung*
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht erfindungsgemäffi aus einem Diffusorkörper, der in Strömungsrichtung des anzusaugenden heißen Rauchgases etwa 0,8fachen Durchmesser aufweist, dann bei einer Länge vom 5fachen sich auf den Durchmesser: der Seitenwindzuführung erweitert, an seiner Eintrittsseite eine Ringwulst aufweist, welche konzentrisch von einem Mantel mit dem Stutzen zur Zufuhr des Treibmittels umgeben ist, wobei der Mantel auf der Ansaugseite über eine Beilage am Gegenflansch mit einem blendenförmigen Einbau angeflanscht wird. Die dicke Beilage wird so gewählt, daß zwischen Ringwulst und Blendenkante ein Abstand von 0,2 bis 2 mm entsteht, wobei die Nennweite der Seitenwindzuführung maximal 150 mm beträgt, dabei ein Abstand bis zu 2 mm vorhanden ist und bei kleineren Nennweiten kleinere Abstände möglich sind. Der blendenförmige Einbau weist erfindungsgemäß) eine halbkreisförmige Eindrehung auf dem Durchmessen: der Außenwülst auf.
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Ausführungsbeispiel
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In Fig. 1 ist das technologische Schema zum Anfahren einer Schwachgasgeneratoranlage dargestellt.
Der Generator 1 erzeugt aus Braunkohlenbriketts 20 durch Vergasung Rohgas 24 und wird zum Anfahren in bekannter Weise zunächst mit Schlacke und dann auf eine Brennstoffbetthöhe aus Braunkohlenbriketts 20 von 0,5 m beschickt· Dazu wird die Drehtrommelschleu^ se 2 betätigt. Zum Anfahren ist die Drehtrommelschleuae 2, der Verschlußder Unterwindleitung 3 und der Rohgasabsperrschieber 15 geschlossen, der Lüfter 4 ist in Betrieb und der Packelschieber 16 ist geöffnet. Der Lüfter erzeugt Unterwirid mit einem Überdruck von 4 kPa, welcher zur Brennkammer 5 und bei öffnung der Absperrarmatur 14 zur Saugdüse 6 geführt wird. Mittels Stadtgas 22 wird in der Brennkammer 5 durch Verbrennung heißes Rauchgas·erzeugt, welches durch Einblasung von Dampf 23 auf eine Temperatur von 400 0C gekühlt wird. Das heiße Rauchgas gelangt durch den Sicherheitsverschluß 7 als Rohgas 24 in die Umgebung. Infolge der Ansaugewirkung von 1 kPa der Saugdüse 6 wird eine Teilmenge des heißen Rauchgases durch die Seitenwindzuführung 17 dem Generator 1 aufgegeben. Die Saugdüse S drückt dabei das heiße Rauchgas mit einem Überdruck von 2 kPa in das Brennstoffbett des Generators 1. Die Einblasung führt zu einer Erhitzung der Braunkohlenbriketts 20 im Generator 1, wobei das heiße Rauchgas als Anfahrgas 21 über die Fackel an die Umgebung abgeführt wird. Beim Erreichen der Zündtemperatur wird der Verschluß der Unterwindleitung 3 geöffnet, der Unterwihd
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dem Brennstoffbett zugeführt, wodurch die Zündung erfolgt. Das Anfahrgas 21 wird über die Fackel der Umgebung aufgegeben. Nach Schließung der Absperrarmatur 14 wird durch weitere Beschickung des Generators 1 mit Braunkohlenbriketts 20 und Steigerung der Unterwindzufuhr der Vergasungsprozeß auf die erforderlichen Parameter geführt, wobei bei Erreichung des Betriebspunktes durch Öffnung des RohgasabSperrschiebers 15 und Schließung des Fackelschiebers 16 die Leitungsführung über die Heißgassammelleitung 19 zur Sicherheitstauchung 7 führt. Die Brennkammer 5 gibt das heiße Rauchgas dem Rohgas in der Heißgassammelleitung 19 zu, wodurch eine Überhitzung des Rohgases 24 zum Transport zu Endverbrauchern gewährleistet :..··' . wird. · ". . . .·, -\. . ..' ' ·
In Pig. 2 ist die Einrichtung als Saugdüse 6 schematisch dargestellt. · Sie besteht aus einem Diffusor mit einer Ringwulst 9» einem Mantel 10 mit Treibmittelzuführung, dem Mantelflansch 11, der Beilage 12, dem Gegenflansch 13» welcher eine blendenförmige öffnung im Durchmesser des mittleren Wulstdurchmessers aufweist. Die Beilage 12 hat zur Einstellung eines Abstandes zwischen Blende und Ringwulst eine Dicke von 2 mm. Der Gegenflansch weist eine ringförmige Nut mit dem halben Wulstradius mit dem äußeren Wulstdurchmesser auf. Die Nennweite der Seitenwindzuführung 17 beträgt 150 mm. Der Unterwind nach dem Lüfter 4 wird über der Treibmittelzuführung der Saugdüse 6 aufgegeben, wodurch die Saugdüse 6 eine Ansaugewirkung in Richtung der Leitungsführung nach dem Gegenflansch 13 und eine Druckwirkung in Richtung Diffusor 8 realisiert«
Claims (3)
1» Verfahren zum Anfahren von Generatoren, speziell von Schwachgasgeneratorenanlagen zur Vergasung fester Brennstoffe, insbesondere Braunkohlenbriketts, ausgerüstet mit einer Brennkammer zur Überhitzung des Rohgases, gekennzeichnet dadurch, daß das in der Brennkammer erzeugte heiße Rauchgas über eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens in den Generator geführt und zur Erwärmung auf Zündtemperatur des Brennstoffbettes herangezogen wird.
2. Anordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen Heißgassammelleitung und Seitenwindzuführung eine mit einer Einrichtung ausgestattete Rauchgasleitung angeordnet ist.
3· Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Diffusor
*" mit einem größten Durchmesser gleich deren Durch
messer, der Seitenwindzuführung, einem kleinen Durchmesser vom 0,8fachen des Durchmessers der Seitenwindsuführung auf einer Länge vom 5fachen des Durchmessers der Seitenwindzuführung, der an seiner Eintritts-
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seite eine Ringwulst aufweist und mit einem Mantel
mit dem Stutzen zur Zufuhr des Treibmediums umgeben ) ist, der Mantel in einen Plansch übergeht, welcher
mit seinem Gegenflansch, der eine blendenförmige Öffnung im Durchmesser des mittleren Wulstradius aufweist und die von einer nutförmigen Eindrehung umgeben ist, durch eine Beilage von 0,2 ... 2 mm zum
Mantelflansch auf Abstand gehalten wird, so daß ein entsprechender Abstand zwischen Blendenkante und Ringwulst entsteht.
Verfahren und Anordnung gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß bei ausreichend hohem Druck (0,4 MPa) des Treibmittels als Einrichtung ein Venturxsauger eingesetzt wird, wobei als Treibmittel gasförmige Medien, insbesondere Luft oder Dampf, eingesetzt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD24880983A DD214385A1 (de) | 1983-03-15 | 1983-03-15 | Verfahren und einrichtung zum anfahren von generatoren |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DD214385A1 true DD214385A1 (de) | 1984-10-10 |
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ID=5545633
Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD214385A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5861046A (en) * | 1993-09-24 | 1999-01-19 | General Process Aa Ab | Method of recovering energy, and a reactor therefor |
| WO2015074888A1 (en) * | 2013-11-25 | 2015-05-28 | L'Air Liquide, Société Anonyme pour l'Etude et l'Exploitation des Procédés Georges Claude | Method for heating a fuel bed in a fixed-bed pressure gasification reactor |
-
1983
- 1983-03-15 DD DD24880983A patent/DD214385A1/de not_active IP Right Cessation
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| US5861046A (en) * | 1993-09-24 | 1999-01-19 | General Process Aa Ab | Method of recovering energy, and a reactor therefor |
| WO2015074888A1 (en) * | 2013-11-25 | 2015-05-28 | L'Air Liquide, Société Anonyme pour l'Etude et l'Exploitation des Procédés Georges Claude | Method for heating a fuel bed in a fixed-bed pressure gasification reactor |
| AU2014352152B2 (en) * | 2013-11-25 | 2018-07-19 | Nalwa Special Steel (Raigarh) Limited | Method for heating a fuel bed in a fixed-bed pressure gasification reactor |
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