DD214630A1 - Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung - Google Patents

Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung Download PDF

Info

Publication number
DD214630A1
DD214630A1 DD24923683A DD24923683A DD214630A1 DD 214630 A1 DD214630 A1 DD 214630A1 DD 24923683 A DD24923683 A DD 24923683A DD 24923683 A DD24923683 A DD 24923683A DD 214630 A1 DD214630 A1 DD 214630A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
copper
nickel
silver
autocatalytically
rinsed
Prior art date
Application number
DD24923683A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Gerber
Heinrich Grund
Klaus Haubold
Erich Kehling
Siegfried Schreiter
Original Assignee
Karl Gerber
Heinrich Grund
Klaus Haubold
Erich Kehling
Siegfried Schreiter
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Gerber, Heinrich Grund, Klaus Haubold, Erich Kehling, Siegfried Schreiter filed Critical Karl Gerber
Priority to DD24923683A priority Critical patent/DD214630A1/de
Publication of DD214630A1 publication Critical patent/DD214630A1/de

Links

Landscapes

  • Chemically Coating (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Abstract

Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische Silberabscheidung aus einer waessrigen Loesung auf Unedelmetallen, vorzugsweise auf Kupfer oder Kupferlegierungen, die erforderlichenfalls autokatalytisch mit einer Nickel- oder Nickellegierungsschicht versehen werden. Ziel der Erfindung ist das Vermeiden von Silberverlusten bei gleichbleibend hoher Schichtqualitaet, ohne Minderung der Gebrauchswerteigenschaften, bei Beschichtung von Massenteilen Produktivitaetssteigerung. Aufgabe ist die Erzeugung gleichmaessig dicker haftfester Silberschichten und Verhinderung der Verunreinigung der Versilberungsloesung durch Inloesunggehen des Substratwerkstoffes. Erfindungsgemaess wird im Vorbehandlungsverfahren das Werkstueck mittels alkalischer Loesung katodisch mit aktivem Wasserstoff beladen und vor dem Versilbern in entionisiertem Wasser gespuelt. Als Vorbehandlungsloesung wird Kaliumcarbonat mit Tensid oder Natriumhydroxid verwendet. Anwendungsgebiete sind Elektronik, Mikroelektronik, Schaltungstechnik und Schmuckindustrie.

Description

Titel der Erfindung
Vorbehandlungsverfahren für die autokatalytische Silberabscheidung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Vorbehandlungsverf^hreri für die autokatalytische Silberabscheidung aus einer wäßrigen Lösung auf Unedelmetallen· vorzugsweise auf Kupfer oder Kupferlegierungen. ..' . '. ;;· ' ' ,' ':' . ; :·;: "' ' . ..". " -. ' : . ''
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt sind Verfahren zur Versilberung vqn metallischenals auch nichtmetallischen Werkstoffen auf stromlosem Wege· Diese Verfahren haben den Nachteil, daß die verwendeten Lösungen keinen handhabbaren autokatalytischen Prozeß darstellen, also nicht steuerbar sind, oder mit Ammpniek arbeiten, wodurch sich explosive Silbersalze bilden können· Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren liegt darin, daß die Eigenschaften der hiermit abgeschiedenen Silberschichten unbefriedigend sind.
Weiterhin ist ein ammoniakfreies alkalisch^cyanidisches Bad bekannt geworden, das Schwefel- und/oder Selenverbindungen enthält (DD-AP 91 397)«
Dieses Bad hat den Nachteil, daß es zu stabil ist 'und. kei/nc? Silberabscheidung erfolgt oder die Abscheidungsrate für eine praktische Anwendung völlig unzureichend ist«
Nach einem weiteren bekannten Verfahren (DE-AS 25 03 317 Klasse C 25 D 5/40) wird das Werkstück in einem Gemisch aus konzentrierten Säuren vorbehandelt, wobei dieses Säuregemisch auch Edelmetalle enthalten kann» Durch diese Behandlung werden von Nickeloberflächen öxidische Schichten abgelöst und dadurch eine Aktivierung für die nachfolgende galvanische oder chemische Vernickelung erreicht· Dieses Verfahren weist jedoch auch Nachteile auf. So ist es nur für kompakte Nickelwerkstücke anwendbar, da dünne Nickelschichten durch das aggressive Säuregemisch angegriffen und teilweise abgetragen werden«
Durch vorhandene Poren in der dünnen Nickelschicht wird sogar das Grundmaterial angegriffen.
Bei Verwendung von edelmetallhaltigen Säuregemischen hat es als weiteren Nachteil, daß durch die bestehenden Potentialdifferenzen nicht- oder schlechthaftende schwammige Edelmetallschichten entstehen, die für eine nachfolgende weitere Beschichtung einen schlechten Haftgrund bilden·
Oberhaupt ist festzustellen, daß bei allen bekannten Verfahren bei Beschichtung von unedlen Grundwerkstoffen, wie beispielsweise «Kupfer oder Kupferlegierungen durch Potentialunterschiede Zementationserscheinungen auftreten, die zu schlecht haftenden Zwischenschichten führen und somit nachfolgend die Ausbildung festhaftender Silberschichten verhindern· Außerdem gehen insbesondere von kupferhaltigen Grundmaterial so große Mengen in Lösung, daß hierdurch die Versilberungslösung nach kurzer Zeit unbrauchbar wird·
Ziel der Erfindung
Die Erfindung zielt auf die autokatalytische Erzeugung von Silberschichten gleichbleibend hoher Qualität unter Vermeidung von Silberverlusten ohne Minderung der Gebrauchswert-
eigenschaften, wobei insbesondere bei der Beschichtung von Massenteilen eine hohe Produktivitätssteigerung auftritt ο
Darlegung des Wesens der Erfindung
Durch die Behandlung des Basiswerkstoffes bzw· des mit einer Zwischenschicht versehenen Basiswerk st; of fes mit Sauren wird die zu veredelnde Oberfläche so stark angegriffen, daß die darauf abgeschiedene Silberschicht nicht gleichmäßig undI pp— renfrei und deshalb auch nicht haftfest sein kann« Potential·- unterschiede von Silber auf Unedelmetalleh fflhren zu Zementation und einem verminderten Haftvermögen abgeschiedener Schichten;«1 . ' ::- ' ' .. ·'." ·... .· . . : .>.,: . .·.·..' · ;-.' :.: .;'; ·.
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird
Die Aufgabe der Erfindung bei der ein Vo rbehandUingsYe rf ehren für die autokatalytische Silberabscheidurig aus eineif wäßrigen Lösung auf Unedelmetallen, Vorzugsweise ajyif Kupfer oder Kupferlegierungen entwickelt werden soll, besteht in der Erzeugung allseitig gleichmäßig dicker haftfester'. berschichten und im Verhindern der Ve run reinigt! ng" der silberungslösung durch Inlösunggehen von Teilen des stratwerkstoffes*
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Unterlage, die aus Unedelmetall, vorzugsweise aus Kupfer oder einer Kupferlegierung besteht, in bekannter Weise gespült, in einer alkalischen Lösung katodisch mit aktivem Wasserstoff beladen, danach in entionisiertem Wasser gespült und anschließend in bekannter Weise autokatalytisch versilbert: wird«' ' ; .' - '..'" ,- : :...;-' :' .- ' '; ;
Zur Vermeidung der späteren Diffusion bzw« Migration des Silbers in die Unterlage aus Kupfer oder einer Kupferlegierung wird diese vor dem katodischen Beladen mit aktivem Wasserstoff autokatalytisch mit einer Nickel- oder Nickeliegierungsschicht versehen«
Zwei unterschiedliche Vorbehandlungsverfahren sind anwendbar:
Oie Kupfer- oder Kupferlegierungsunterlage oder die Nickeloder Nickellegierungsschicht wird gespült, danach 10 Sekunden in einer etwa 5 %igen Kaliumcarbonatlösung, die etwa 1x10 % Tensid enthält, katodisch mit einer Stromdichte kleiner i A cm behandelt und anschließend in bekannter Weise autokätalytisch versilbert·
Die Kupfer- oder Kupferlegierungsunterlage oder die Nickeloder Nickellegierüngsschicht wird gespült, danach in einer etwa 3 %xgen Natriumhydroxidlösung etwa 5 Sekunden katodisch behandelt und anschließend in bekannter Weise autokätalytisch versilberte
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert«
Beispiel 1:7
Ein unter Einwirkung von Ultraschall in organischer und danach in wäßriger alkalischer Lösung gereinigtes und anschliessend gebeiztes Werkstück aus Kupfer wurde nach einem bekannten Verfahren autokätalytisch mit einer dünnen Nickelschicht versehen und anschließend gespült*
Zur Vorbehandlung für das autökatalytische Versilbern ist es notwendig, die entstandene Nickelschicht mit aktivem Wasserstoff zu beladen» Dazu wird das vernickelte Werkstück etwa 10 Sekunden mit einer etwa 5 %igen Kaliumcarbonatlösung, die
—2 ' ' ' ' · ''' etwa 1x10 % Tensid enthält, katodisch mit einer Stromdichte
—2 " ' ' . .. ' -- kleiner IA cm behandelt.
Nach dem Spülen in ent ionisiertem Wasser wurde bei einer Temperatur von 60 0C in einer autokatalytischen Versilberungslösung folgender Zusammensetzung versilbert:
Kaliumsilbercyanid 2 g/l.'
Kaliumcyanid lg/1
Kaliumhydroxid 1 g/l
Dimethylaminboran lg/1
: ... 2''
Innerhalb 60 Minuten wurden 5,2 mg Silber pro 9m* höftfest und glatt abgeschieden.
Wird das vernickelte Werkstück vor dem autokatalytischen Ver** silbern nicht erfindungsgemäß vorbehandelt« so scheiden sich aus der gleichen Versilberungslösung nur maximal 1,1 mg pro
ο ' ' ·. , .. ' ' ' .'.'. .." . cm ab· ·' -. · . · /. . . .',· .". ; . '.'.: ' ' . " . ". ...·. ' ' ,
Beispiel 2: . ' .''..... / . ' .. ; ; : ·' : '... ; " -:'" .''. .' :.' . ' Das wie im Beispiel 1 behandelte Werkstück aus bu5n6 wurde in einer etwa 3 %igen Natriumhydroxidlösung etwa 5 Sekunden mit einer Stromdichte von etwa IA cm katodisch Vorbehandelt, mit entionisiertem Wasser gespült und wie im Beispiel 1 versilbert. ' . : · '. ,·. . ;. . ; . -' : "' " ' ' .: .
' '' ·· '2 '
Innerhalb 60 Minuten wurden 5,1 mg Silber .'P.r:o',cm^ den» ' ' - . ' '·' '- " '. '

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    1» Vo !"behandlung sve rf ah ren für die autokatalytische Silber» abscheidung aus einer wäßrigen Lösung auf Unedelmetallen, vorzugsweise Kupfer oder Kupferlegierungen, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Unterlage aus Unedelmetall,vorzugsweise aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehend, in bekannter Weise gespült, in einer alkalischen Lösung katodisch mit aktivem Wasserstoff beladen, danach in entionisiertem Wasser gespült und anschließend in bekannter i/eise autokatalytisch versilbert wird·
    2« Vorbehandlungsverfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Unterlage aus Kupfer oder einer Kupferlegierung vor dem katodischen Beladen mit aktivem Wasserstoff autokatalytisch mit einer Nickel- oder Nickellegierurigsschicht versehen wird»
    3β Vorbehandlungsverfahren nach Punkt 1 und/oder Z9 dadurch gekennzeichnet, daß die Kupfer- oder Kupferlegierungsunterlage oder die Nickel- oder Nickellegierungsschicht gespült, danach etwa 10 Sekunden in einer etwa 5 %igen Kaliumcarbonat lösung,die etwa ixio" % Tensid enthält, katodisch mit einer Stromdichte kleiner 1 Acm** behandelt und anschließend in bekannter Weise autokatalytisch versilbert wird·
    4« Vorbehandlungsverfahren nach Punkt 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
    daß die Kupfer- oder Kupferlegierungsunterlage oder die Nickel- oder Nickellegierungsschicht gespült, danach in einer etwa 3 %igen Natriumhydroxidlösung etwa 5 Sekunden mit einer Stromdichte von etwa 1 Acm*" katodisch behandelt und anschließend in bekannterweise autokatalytisch versilbert wird·
DD24923683A 1983-03-28 1983-03-28 Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung DD214630A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24923683A DD214630A1 (de) 1983-03-28 1983-03-28 Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24923683A DD214630A1 (de) 1983-03-28 1983-03-28 Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD214630A1 true DD214630A1 (de) 1984-10-17

Family

ID=5545956

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD24923683A DD214630A1 (de) 1983-03-28 1983-03-28 Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD214630A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69213360T2 (de) Verfahren zur Metallbeschichtung von Diamant
DE3323476C2 (de)
DE3210268C2 (de) Wäßriges alkalisches Bad zur stromlosen Abscheidung von Goldüberzügen
DE69025500T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines kupferkaschierten Laminats
DE797690T1 (de) Herstellung von gedruckten schaltungen
DE2159612A1 (de) Verfahren zum stromlosen Metall plattieren nichtleitender Korper
DE102004005868A1 (de) Kupferbadzusammensetzung zur stromlosen und/oder elektrolytischen Füllung von Durchkontaktierungen und Leiterbahnen bei der Herstellung von integrierten Schaltungen
US2408116A (en) Selenium coated elements and method of making them
DE3343052C2 (de) Verfahren zum stromlosen Vergolden eines metallisierten Keramik-Substrats
DE69206510T2 (de) Verfahren zum Aufbringen von Metallüberzügen auf kubischem Bornitrid.
EP0149662B1 (de) Verfahren zur metallisierung eines festen körpers
DD214630A1 (de) Vorbehandlungsverfahren fuer die autokatalytische silberabscheidung
DE1521080A1 (de) Verfahren zur Aufbringung von metallischen Oberflaechenschichten auf Werkstuecke aus Titan
DE3938653C2 (de)
US3041198A (en) Electroless plating process
DE4211642C1 (de)
DE1496899C3 (de) Verfahren zum Galvanisieren von Aluminium und Aluminiumlegierungen
DE3486228T2 (de) Nickelplattierung von aluminium ohne elektrizität.
DE1621207A1 (de) Waessrige Loesung und Verfahren zur Aktivierung von dielektrischen Materialien,besonders von Basismaterial fuer gedruckte Schaltungen,zur anschliessenden sogenannten stromlosen Metallabscheidung
DE1814055A1 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von insbesondere dielektrischen Traegern vor der stromlosen Metallabscheidung
DE1621207C3 (de) Wäßriges Bad und Verfahren zur Bekeimung von Kunststoffoberflächen mit Palladium
DE19718971A1 (de) Stromlose, selektive Metallisierung strukturierter Metalloberflächen
DE69015164T2 (de) Stromlose Abscheidung von Nickel auf Oberflächen wie Kupfer oder geschmolzenem Wolfram.
DE2213161C3 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Aluminium, Magnesium, Zink oder Legierungen dieser Metalle vor der stromlosen Vernickelung und Anwendung der so vorbehandelten Metalle als Grundmaterial bei der Nickelbeschichtung
JPS6326375A (ja) 無電解めつき開始方法

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee