DD215347A1 - Verfahren zur herstellung eines stabilen rauhflores auf naehwirkvliesstoffen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines stabilen Rauhflores auf Naehwirkvliesstoffen, insbes. Vlies-Faden-Naehwirken, Vlies-Naehwirken, d. aus thermoplastischen Faserstoffen bestehen o. solche anteilig besitzen. Dabei sollen eine Gebrauchswerterhoehg. sowie Pill- u. Flusenresistenz erreicht werden. Dies wird dadurch erreicht, d. zunaechst eine Seite d. Naehwirkvliesstoffes vor o. nach den Arbeitsstufen der Nassveredlung, z.B. Waschen, Bleichen, Faerben, Drucken, thermisch versiegelt und anschliessend die nicht versiegelte Seite des Naehwirkvliesstoffes gerauht wird. Fuer die thermische Versiegelung koennen die Maschen- oder Stegseite des jeweiligen Flaechengebildes verwendet werden.
Description
Verfahren zur Herstellung eines stabilen Rauhflores auf Nährwirkvliesstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines stabilen Rauhflores auf Nähwirkvliesstoffen, insbesondere Vlies-Faden-Nähgewirken, Vlies-Nähgewirken, die aus thermoplastischen Faserstoffen bestehen oder solche anteilig besitzen.
Allgemein resultiert beim Rauhen von Vlies-Faden-Nähgewirken im Fertigerzeugnis eine geringe Formbeständigkeit und eine ungenügende Verankerung des Rauhflores im Flächengebilde. Dieser Nachteil resultiert aus der Konstruktion der Vlies-Faden-Nähgewirke, da die Fasern in parallelen Lagen und übereinander im Vlies angeordnet sind und nur durch den Nähfaden fixiert werden« Beim Rauhen erfassen die Kratzenbeschläge die Fasern und zerreißen diese über die gesamte Faserlänge an mehreren Punkten·, so daß eine Vielzahl von Faserenden entsteht, die keinen dichten Rauhflor ergeben. Darüberhinaus wird beim Rauhen ein Teil dieser kurzen Fasern bereits entfernt. Dabei sinkt die Anzahl der in einer Masche des Nähfadens eingebundenen Fasern, die Klemmwirkung in der Masche
verringert sich und damit lassen sich die verbliebenen Fasern des gebildeten Rauhflores relativ leicht entfernen.
Zur Beseitigung dieses Nachteils ist aus der DE-OS 2 419 423 bereits ein nichtgewebtes textiles Flächengebilde und ein Verfahren zu seiner Herstellung bekannt. Dabei ist eine Elastomerschaum-Trägerschicht beiderseits von Vlies eingebettet und wird anschließend durch Vernadeln verfestigt. Danach wird dieses Flächengebilde vorzugsweise mit Schrumpf- oder Bikomponentenfaser!"» durchgewirkt. Die Schichten können ein- oder beidseitig gerauht werden, wobei eine,nachfolgende thermische Behandlung die Dichte und Befestigung der Polschicht erhöhen soll.
Der Nachteil dieses Verfahrens besteht vor allem darin, daß es sehr material- und kostenaufwendig ist«, Des weiteren ist es für Erzeugnisse mit niedriger Masse pro Flächeneinheit infolge der notwendigen Elastomerschicht, nicht anwendbar.
... ' ' ' \ ·
Schließlich ist aus der DE-OS 2 119 183 bereits ein Verfahren zur Herstellung von Decken vorbekannt,. Als Ausgangsmaterialien werden nichtgewebte Textilbahnen in Form von Endlosvliesen verwendet. Diese Endlosvliese werden fixiert, gerauht und anschließend gegebenenfalls geschert. Dabei kann das Fixieren auch durch Wärmeeinwirkung erfolgen.
Eine Übertragung dieser Verfahrensweise auf Nähwirkvliesstoffe zur Erzeugung eines stabilen Raühflores ist nicht möglich.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, auf einfache Art und Weise sowie kostengünstig bei Nähwirkvliesstoffen, insbesondere Vlies-Faden-Nähgewirken, Vlies-Nähgewirken, einen stabilen Rauhflor zu erzeugen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, bei Flächengebilden der eingangs gekennzeichneten Art einen Rauhflor zu erzielen, der fest im jeweiligen Flächengebilde verankert ist, wobei eine Gebrauchswerterhöhung sowie Pill- und Flusenresistenz erreicht werden sollen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zunächst eine Seite des Nähwirkvliesstoffes vor oder nach den Arbeitsstufen der Naßveredlung, ζ. Β. Waschen, Bleichen, Färben, Drucken, thermisch versiegelt und anschließend die nicht versiegelte Seite des Nähwirkvliesstoffes gerauht wird.
Für die thermische Versiegelung können die Maschen- oder Stegseite des jeweiligen Flächengebildes verwendet werden. Die Temperatur der thermischen Versiegelung ist abhängig von den verwendeten, thermoplastischen Faserstoffen des Ausgangsmaterials. '
Durch die thermische Versiegelung einer Seite des Nähwirkvliesstoffes werden Fasern miteinander verschweißt, die beim nachfolgenden Rauhprozeß der nicht versiegelten Seite aus dem Faserverband herausgehoben werden und einen Rauhflor bilden. Durch die Schweißverbindung bleiben sie jedoch im Gesamtverband verankert. Gleichzeitig wird ein Teil des Rauhflores durch lose, nicht verschweißte Fasern gebildet, die jedoch mit den verankerten Fasern verhakt sind.
Darüberhinaus tritt durch die einseitige thermische Versiegelung eine wesentliche Erhöhung der Stabilität der nichtgewebten textlien Flächengebilde ein. Bei Nähwirklviesstoffen mit niedriger Flächenmasse wird dadurch erst ein nachfolgender Rauhprozeß ermöglicht.
Es ist auch möglich, vor dem Rauhen vorzugsweise auf die zu rauhende Seite des textlien Flächengebildes Avivagemittel aufzubringen.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht vor allem darin, daß bei Nähwirkvliesstoffen, insbesondere Vlies-Faden-Nähgewirken, Vlies-Nähgewirken ohne Verwendung eines Bindemittels ein stabiler und im späteren Gebrauch widerstandsfähiger Rauhflor erzeugt wird. Das hergestellte Material hat einen weichen, angenehmen Griff und eine gute Drapierfähigkeit. Pie Effekte sind permanent gegenüber Bleich-,, Druck- und Färbeprozessen.
Aus f ü h r un gs be Js-P-Je- I e
Die Erfindung soll nachstehend in Form von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden, ohne die Allgemeingültigkeit einzuschränken. , .
Beispiel 1 '
Ein Vlies-Faden-Nähgewirke,, das im Vlies PA-F und VI-F im Mischungsverhältnis 1:1 enthält, querorientierte Faserlage
2 aufweist und eine Flächenmasse von ca,140 g/m hat, ist mit PE-S-Nähfaden 7,6 tex, einer Stichlänge von 0,7 mm in der Feinheit F22 gearbeitet. Die Legungsart ist "Franse". Dieses Vlies-Faden-Nähgewirke wird vorzugsweise auf der Maschenseite unter folgenden Bedingungen auf einem Kalander zwischen Stahlwälze und mit Baumwolle überzogener Stahlwalze thermisch versiegelt:
Temperatur der Stahlwalze: 2150C Liniendruck zwischen Stahl-
und Baumwollwalze : 4 MPa
Geschwindigkeit: 10 m/min
Zur Minderung der thermischen Belastung des Faserstoffes durch Kontakthitze wird das Vlies-Faden-Nähgewirke durch IR-Strahlung vorgeheizt. Der Vorteil besteht dabei in geringerem Abfall der Reißfestigkeit in Querrichtung.
Die nichtversiegelte Warenseite wird anschließend in bekannter Weise auf einer Kratzenrauhmaschine gerauht. Durch die Versiegelung ist das Material weitestgehend fixiert und bietet beim Rauhen keine Schwierigkeiten durch Faltenbildung, Verziehen o. ä.
Die versiegelte Warenseite ist auch nach dem Rauhprozeß resistent gegen Pill« bzw. Flusenbildung, Es wird ein Vlies-Faden-Nähgewirke mit stabilem Rauhflor erhalten,
Beispiel 2
Ein Vlies-Faden-Nähgewirke enthält im Unterschied zu den im Beispiel 1 angeführten, ein Vlies aus PE-F/VI-F im Mischungsverhältnis 1:1 sowie PE-S als Nähfaden, Durch den Einsatz von gleichartigem, thermoplastischen Fasermaterial besteht die Gefahr der Nähfadenschädiguhg bei der Versiegelung, wenn mittels Kontakthitze bei der für den Schweißverbund erforderlichen Schmelztemperatur gearbeitet wird. Durch die kontaktlose IR-Vorheizung kann die Temperatur der Stahlwalze um ca. 150C unter der Schmelztemperatur der PE-Fasern gehalten werden und dadurch wird neben der im Beispiel 1 beschriebenen Minderung der Reißkraft in Querrichtung auch eine Nähfadenschädigung vermieden.
Temperatur der Stahlwalze:
24O0C
Alle anderen Angäben entsprechen denen gemäß Beispiel 1.
Es resultiert nach dem Rauhen ebenfalls ein stabiler Rauhflor sowie ein Flächengebilde mit pill- und flusenresistenter Rückseite.
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVerfahren zur Herstellung eines stabilen Rauhflores auf Nähwirkvliesstoffen, insbesondere Vlies-Faden-Nähgewirken, Vlies-Nähgewirken, die aus thermoplastischen Faserstoffen bestehen oder solche anteilig besitzen, gekennzeichnet dadurch», daß zunächst eine Seite des Nähwirkvliesstoffes vor oder nach den Arbeitsstufen der Naßveredlung, beispielsweise Wäschen, Bleichen, Färben, Drucken, thermisch versiegelt und anschließend die nicht versiegelte Seite des Nähwirkvliesstoffes gerauht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25084883A DD215347A1 (de) | 1983-05-12 | 1983-05-12 | Verfahren zur herstellung eines stabilen rauhflores auf naehwirkvliesstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD25084883A DD215347A1 (de) | 1983-05-12 | 1983-05-12 | Verfahren zur herstellung eines stabilen rauhflores auf naehwirkvliesstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD215347A1 true DD215347A1 (de) | 1984-11-07 |
Family
ID=5547259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD25084883A DD215347A1 (de) | 1983-05-12 | 1983-05-12 | Verfahren zur herstellung eines stabilen rauhflores auf naehwirkvliesstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD215347A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992003999A3 (en) * | 1990-09-07 | 1992-05-14 | Suzanne Gillies | Reusable diaper composition and fastener |
| DE102005045655A1 (de) * | 2005-09-13 | 2007-03-15 | Paul Hartmann Ag | Vliesmaterial, Verbandmaterial, Verfahren zum Herstellen eines Verbandmaterials |
-
1983
- 1983-05-12 DD DD25084883A patent/DD215347A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992003999A3 (en) * | 1990-09-07 | 1992-05-14 | Suzanne Gillies | Reusable diaper composition and fastener |
| DE102005045655A1 (de) * | 2005-09-13 | 2007-03-15 | Paul Hartmann Ag | Vliesmaterial, Verbandmaterial, Verfahren zum Herstellen eines Verbandmaterials |
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