DD215561A1 - Aufpolierbares selbstglanzpflegemittel mit anitrutscheffekt - Google Patents

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DD215561A1
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DD24567182A
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Manfred Jentzsch
Gerhard Lauermann
Dietmar Blase
Willi Hoehne
Alice Kursawe
Ute Florin
Hedda Konschak
Original Assignee
Wittol Wittenberg Veb
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Selbstglanzpflegemittel fuer Fussboeden, welches zur Verminderung bei Rutschgefahr einsetzbar ist. Es ist das Ziel der Erfindung, den Antirutscheffekt bei Selbstglanzpflegemitteln zu verbessern. Die Aufgabe wird gemaess der Erfindung dadurch geloest, dass ein Wachsester R-COO-CH tief 2-R' (R = R' = C tief 15 - C tief 17) in Kombination mit 0,01 bis 2 Gew.-% eines Fettaminsalzes in einer Selbstglanzwachskomposition ueblicher Zusammensetzung enthalten ist.

Description

. ; - -1 — 245 671 4
ν/ : . ' . . . . .
Aufpolierbares Selbstglanzpflegemittel mit Antirutscheffekt
f. Anwendungsgebiet der Erfindung \
Die Erfindung betrifft ein aufpolierbares Selbstglanzpflegemittel für Fußböden, welches vorzugsweise zur Verminderung der Rutschgefahr einsetzbar ist.
2. Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Hinsichtlich derEinhaltung von Sicherheitsbestimmungen und zur Vermeidung von Unfällen bedarf es besonders der Entwicklung von Pflegemitteln mit Antirutscheffekt. Die Herstellung vpn Selbstglanzwachsemulsionen aus Wachsen, Wasser und entsprechenden Emulgatoren ist seit langem bekannt.
Bezug nehmend auf Ausführungen, Fette-Seifen-Anstrichmittel — Nr. 10-1977, läßt sich feststellen, daß bei vergleichbaren Rezepturen Hartwachse (Esterwachse auf Rohmontanwachsbasis, nicht aber Mikrowachse und Paraffine) die Reibungskoeffizienten verbessern können, wenn auch rezepturabhängig in unterschiedlichem Umfang. Mit dem Zusatz von Mischpolymerisaten aus Styrol und Estern der Acrylsäure bzw. Polymerisaten aus Estern der Methacryl- und Acrylsäure werden zwar harte Oberflächenfilme mit sehr guter Schutzwirkung erzielt, die aber nicht die erforderliche fjutschfestigkeit bringen. Bekannt ist auch der Einsatz äthylenisch ungesättigter Mono- oder Dicarbonsäuren. Diese cärboxylgruppenhaltigen Monomeren sichern bei Verwendung von Metallionen in der Endformulierung sowohl eine hohe Wasserfestigkeit des Pflegemittelfilmes als auch eine leichte Wiederentfernbarkejt bei Einsatz ammoniakalischer Reinigungsmittel, können aber das Rutschverhalten negativ beeinflussen (z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure oder deren Monoester und Itaconsäure). Außerdem mindern Copolymerdispersionen, bestehend aus hartstellenden Monomeren beispielsweise Styrol, Vinylacetat, Vinylchlorid, Vihyltolirol entsprechend ihrer Konzentration in Selbstglanz-Wachsdispersionen den Antirutscheffekt wesentlich.
Bei den nach vorliegender pffenlegungsschrift 1410983 (BRD) hergestellten hochwertigen Selbstglanzwachsen ist die gute ßutschfestig keil der Wachsfilme erwähnt/die gegebenenfalls weiterhin noch in bekannter Weise durch Zusatz von Harzen, z^B. von solchen auf der Basis von Terpenphenolen gesteigert werden kann. '
Weiter ist durch die Offenlegungsschrift 1794003 (BRD) bekannt, daß polierbare Wachsmassen, insbesondere solche, die 50 Teile homogenes Polymer und 50 teile hartes pflanzliches, mineralisches und synthetisches Wachs enthalten, eine besonders gute Rutschfestigkeit ergeben.
In der Offenlegungsschrift DE 2950602 A1 ist beschrieben, daß man Pflegemittelfilme mit maximaler Gleitsicherheit und Flexibilität erhält durch den Einsatz von bestimmten Polyäthylenwachsen, und zwar von speziellen Ethylen-Vinylacetat-Gopolymer-Oxidaten.
Nachteile der bisherigen Pflegemittelformulierungen sind der vorzugsweise hohe Anteil von rutschhemmehden Rohstoffen (jfe:5Gew.-%). Außerdem ist nach mehrmaligem Belaufen derartig aufgetragener Pflegefilme und anschließendem Nachpolieren ein niederer Gleitreibungskoeffizient feststellbar. ;
3. Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Antirutscheffekt bei Selbstglanzpflegemitteln polierbaren Typ zu verbessern, so daß gegenüber den bisherigen Pflegemitteln obengenannten Typs eine deutliche rutschhemmende Wirkung erkennbar ist. Hierbei sollen die rutschhemmenden Rohstoffe so minimal einsetzbar sein, daß keine Qualitätsminderung bei den ! j
Selbstglanzformulierungen bezüglich . .
— Glanzabfall, f- Trittfestigkeit,
f- leichter Wiederentfembarkeit,
— Wasser-und Schmutzresistenz,
-τ- Netzwirkung
auftritt. Außerdem soll der Antirutscheffekt der Erfindung auch nach dem Auf- oder Nachpolieren aufgetragener Pflegefilme erhalten bleiben. ; ' ' < .
4 Darlegung des Wesens der Erfindung
©er Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein polierbares Selbstglanzpfjegemittel zu schaffen, bei dessen Anwendung die ursprünglichen Gebrauchswerteigenschaften (Punkt 3) erhalten bleiben. Dabei soll eine deutliche rutschhemmende Wirkung Vor und nach dem Polieren des aufgetragenen Pflegefilmes erkennbar sein.
ferfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch.gelöst, daß ein höhermolekulares Wachsester-Gemisch in Kombination mit einem Fettaminsalz in die Selbstglanzkomposition eingearbeitet wird. Der Gehalt an Wachsestergemisch beträgt dabei 0,01-15Gew.-%, wobei der niedermolekulare Wachsester R-COO-CH2-R' (R = R' = C15-C17) mit nur <2% eingesetzt wird. Der Anteil des Fettaminsalzes beträgt 0,01-2 Gew.-%. ,
Die Bestandteile der erfindungsgemäßen Kombination sind also
ψ- ein Gemisch aus Montanwachsraffinat unter Zusatz eines Wachsesters R-COO-CH2-R' (R = R' = C16-C17); ' +-' als Fettaminsalz ein kationaktives Produkt, in dem ein höhermolekulares n-Fettamin (R = C12-C22) als kationaktive :$ Kqmponentemit einer hähermolekularen, z.B. synthetischen Fettsäure, unter bestimmten Bedingungen verarbeitet ist. Zm Messung der Rutschfestigkeit und zum Vergleich der erhaltenen Werte wurde eine modifizierte Meßmethode entwickelt, die auf den Ergebnisse von i W.Schreier, E.Wusterhausen
ji „Gleityerhalten von Schuhwerkstoffen und Schuhen" |; Leder, Schuhe, Lederwaren 13/118 (1970) ri\ R.Braun, O.Malitschek
r, „Reibungskoeffizienten von wachshaltigen Fußbodenpflegemitteln" .£ Fette, Seifen, Anstrichmittel 79/10392 (1977) basiert. .
1 10,00 2 10,00 3 10,00
0,10 0,50 1,00
0,10 0,20 0,50
3,00 3,00 3,00
4,00 4,00 9,00
5,00 5,00 5,00
0,12 0,12 0,15
0,40 0,40 0,40
77,28 76,78 .70,95
-2- 245 671 4
5. Merkmale der Erfindung
Merkmal der Erfindung ist es, einen höher molekularen Wachsester, ein Montanwachsraffinat, mit einem niedriger molekularem Wachsester R-COO-CH2-R'(R = R' = C15-C17) und einem Fettaminsalz des Typs R-NH3 + OOC-R' "(R = C12-C22; R' Ψ O14-C23) zu kombinieren. Zur Kombination gehören weiterhin hier nicht beanspruchte Komponenten wie Polyglykoliither, Polyacrylate, Aminoalkohole, Metallsalzlösungen und andere, die gemeinsam mit den anfangs genannten Bestandteilen zu polierbaren Selbstglanzwachsdispersionen für die Fußbodenpflege führen und gleichzeitig eine rutschhemmende Wirkunci (Antirutscheffekt) haben. Die Erfindung sö|l nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
6. Ausführungsbeispiele
6.1. Rezepturen (Angaben in Gew.-%)
Montanwachsraffinat WaChSeStCrR-COO-CH2-R'
/(R = R'= C15-C17.
Fettaminsalz Polyglykolether Acrylat-Copolymerisat (40 %ig) Metallsalzlösung Aminoalkohol
Parfümöl Konservierungsmittel Wasser (entionisiert)
100,00 100,00 100,00
Die Ergebnisse der anwendungstechhischen Prüfung sind in nachfolgender Tabelle zusammengestellt.
Tabelle 1
nach Beispiel Absatz 6.1. '. ; '
Eigenschaft 1 2 3
Glanzeffekt % ' 60 60 55
Gleitreibungs- nicht poliert nicht poliert nicht poliert
Koeffizient poliert poliert poliert . <
"mitGummischuh ' 1,59 1,48 , 1,62 1,55 1,34 1,30
mit Polyurethanschuh 1,52 1,37 1,50 1,42 1,39 1,27
mitLederschuh 1,15 1,12 1,20 1,16 1,11 1,05 . mit Metallschuh
(Chrom) 0,96 0,90 1,05 0,98 1,01 0,95 .; ,
6.2. Herstellung
Erfindungsgemäß wird wie folgt gearbeitet:
Montanwachsraffinat, niedriger molekularer Wachsester, Fettaminsalz und Polyglykoläther werden bis zum Erreichen einer klaren Schmelze bei 383 bis 393 K einzulassen (rühren). Nach Zugabe des Wassers (entionisiert) erfolgt der Zusatz des ' Aminoalkohol (369 ± 2K). Anschließend ist die Dispersion bis auf 308K zu kühlen. Danach ist bezüglich Konfektionierbarkeit das Acrylat-Copolymerisat (40%ig),die Metallsalzlösung, Parfümöl Und Konservierungsmittel in die Dispersion einzurühren. Die erfindungsgemäß nach den drei Rezepturbeispielen, Absatz 6. !.,hergestellten Selbstglanzwachsdispersionen zeigen einen ' ..
— hohen Glanzeffekt,
— ausgezeichneten Antirutscheffekt,
— sehr gute Stabilität und Wasserfestigkeit,
— leichte Wiederentfernbarkeit der aufgetragenen Pflegefilme.

Claims (1)

  1. -3- 245 671 4
    Erfindungsanspruch
    1. Selbstglanzpflegemittel für Fußböden, vorwiegend bestehend aus Wachs-und teilweiser Gopolymerisat-Komposition üblicher Zusammensetzung, Emulgator und Wasser, aus welchem nach Auftrocknen polierbare, strapazierbare und besonders rutschfeste Filme resultieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Zubereitung 0,01-2 Gew.-% eines niedermolekularen Wachsesters und R-COO-CH2-RV(R = R'= C15-C17) und 0,01-2Gew.-% eines kationaktiven .
    . Fettaminsalzes R-NH3 + OOC-R'- (R = C12-C22; R'= C14-C23) enthält.
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