DD215569A1 - Vorrichtung und verfahren zum sicheren ausschleusen von vergasungsrueckstaenden - Google Patents

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DD215569A1
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medium
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DD24843783A
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Inventor
Peter Krieg
Lutz Groeschel
Horst Burkhardt
Joachim Heynisch
Berthold Neumann
Gerhard Richter
Johannes Slabik
Original Assignee
Schwarze Pumpe Gas Veb
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  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Abstract

Die Erfindung ist anwendbar an Druckgasgeneratoren, aus denen feste Vergasungsrueckstaende ausgeschleust werden muessen. Die Aufgabe besteht darin, eine Absperrvorrichtung zu schaffen, welche in geschlossenem Zustand kein Medium durchlaesst und welche die Moeglichkeit bietet, diese sichere Absperrung auch staendig nachzuweisen. Mit dieser Absperrvorrichtung als Verschlussorgan der Ascheschleuse ist ein Verfahren zu entwickeln, welches die ildung explosibler Gemische in der Schleuse ausschliesst und damit die technische Sicherheit des Ausschleusvorganges betraechtlich erhoeht. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass als Absperrorgan der Schleuse eine nach dem Prinzip eines Schiebers arbeitende Absperrvorrichtung eingesetzt wird, in der zwischen den beiden durch eine gemeinsame Spindel betaetigten Dichtplatten eine unter erhoehtem Druck stehende Sicherheitssperrstrecke wirksam ist. Der Druck des Sperrmediums in der Sicherheitssperrstrecke dient als Nachweis fuer den dichten Abschluss der Absperrvorrichtung.

Description

Titel der Erfindung
Vorrichtung und Verfahren zum, sicheren Ausschleusen von Vergasungsrückständen ,
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist insbesondere an Druckgasgeneratoren, aus denen feste Vergasungarückstände ausgeschleust werden müssen, anwendbar. Weiter kann die erfindungsgemäße Lösung überall dort eingesetzt werden* wo Medien in technologischen Systemen rat dem Nachweis einer sicheren Absperrung abgesperrt werden müssen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Vergasungsrückstände von Druckgasgeneratoren werden bekannterweise mit Hilfe eines mechanischen Räumers aus dem Druckgasgenerator in eine mit diesem verbundene Schleuse gefördert. Ist die Schleuse gefüllt, wird die Verbindung zum Druckgasgenerator durch einen Kegelverschluß geschlossen.
Anschließend wird die Schleuse bis auf Atmosphärendruck entspannt. Über einen zweiten Kegelverschluß wird ,jetzt die Schleuse in ein offenes Fördersystem entleert. Die nunmehr leere Schleuse wird mit Hilfe von Dampf wieder bespannt und kann nach Öffnen des Kegelverschlusses zum Druckgasgenerator wieder mit Vergasungs-
rückstände gefüllt werden. Wachteil dieses Verfahrens'
2^ ist, daß das JUichtschließen der Kegelverschlüsse nicht gewährleistet ist und Undichtheiten schwer feststellbar sind. Undichte Kegelverschlüsse führen zum Eindringen von Gas und Vergasungsmittel in die Schleuse und somit zur Bildung explosibler Gemische.
Die Dichtheit der Kegelverschlüsse muß deshalb beim derzeitig praktizierten System durch Messung der Druckänderungsgeschwindigkeit beim Be- bzw. Entspannen der Schleuse eingeschätzt werden. Da diese Methode sehr unsicher ist, ist eine Automatisierung des Systems nicht möglich.
iüin Verfahren, welches die genannten Kachteile ausschließt, ist im DD-WP 147 250 beschrieben. Hier werden zwei hintereinaridergeschaltete Schleusen mit insgesamt drei Kegelverschlüssen verwendet, von denen jeweils zwei Kegelverschlüsse geschlossen sind. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil eines großen apparatetechnischen Aufwandes. Desweiteren -'erhöht sich die Anzahl der verschleißintensiven Kegelverschlüsse.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zur wesentlichen Erhöhung der Sicherheit des Ausschleusvorganges von Vergasungsrückständen bei geringem apparate-technischen Aufwand zu schaffen, welche gleichzeitig die Automatisierbarkeit dieses Systems gewährleistet.
Darlegung des V/esens der Erfindung
Die technische Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung zu finden, nach der im Gegensatz zu den zur Zeit verwendeten Kegelverschlüssen in geschlossenem Zustand
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. · ; , . ,-,· .. · y ;. .
kein abzusperrendes Medium durchgelassen wird und welche die1Möglichkeit bietet, diese sichere ,Absperrung ständig nachzuweisen.
Weiter ist dazu ein Verfahren zu entwickeln, welches die Bildung explosibler Gemische in der. Schleuse während und zwischen den Ausschleusevorgängen ausschließt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe wie folgt gelöst: Die Kegelverschlüsse am Einlaß und am Auslaß der Schleuse werden durch zwei Absperrvorrichtungen ersetzt.
Diese sind in Form eines Schiebers mit zwei Dichtplatten ausgeführt, welche durch eine gemeinsame Spindel betätigt werden· Zwischen beiden Dichtplatten befindet sich im Schiebergehäuse ein Anschluß für ein Sperrmedium. Bei geschlossenem Schieber werden beide elastisch mit der Spindel verbundenen Dichtplatteri durch das unter .hohem Druck stehende inerte Sperrmedium fest gegen die Dichtflächen gepreßt. Eventuell dennoch vorhandene Undichtheiten bewirken infolge der unterschiedlichen Druckniveaus stets ein Einströmen des inerten Sperrmediums in den Druckgasgenerator oder in die Schleuse, wodurch die Bildung explosibler Gasgemische sicher verhindert wird. Wird in der Zuführungsleitung des Sperrmediums eine Drosselscheibe / angeordnet, so kann mit Hilfe einer Druckmessung zwischen Drosselscheibe und Schieber bzw. direkt am . Schiebergehäuse das Dichtschließen des Schiebers nachgewiesen werden. Zeigt diese Druckmessung den Druck des Sperrmediums an, schließt der Schieber dicht. Wird nur das Druckniveau des Druckgasgenerators erreicht oder liegt der Druck bei entspannter Schleuse noch tiefer, schließt der Schieber nicht dicht.Erfindungsgemäß wird der Druck des Sperrmediums im Schieber als Dichtheitsnachweis und demzufolge als Voraussetzung
für die jeweils weiteren Schritte des Ausschleuszyklus genutzt.
Ist die Schleuse gefüllt, wird der Schieber zwischen Druckgasgenerator und Schleuse geschlossen und mit Sperrmediurn beaufschlagt. Erreicht der Druck zwischen DrosseiLscheibe und Schieber den Vordruck des Sperrmediums, wird die Schleuse bis auf Atmosphärendruck entspannt. Anschließend wird der Schieber am Auslaß geöffnet und die Schleuse entleert. Nach dem Schließen des Auslaßschiebers setzt die Bespannung erst wieder ein, wenn das Sperrmedium im Schieber den erforderliehen Druck ausweist. Durch dieses Verfahren ist bei jedem Schaltzustand das Einströmen von Vergasungsmitteln und Vergasungsgas in die Schleuse und somit die Bildung explosibler Gemische ausgeschlossen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Äusführungsbeispiel und mit Hilfe zweier Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen Figur 1
einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung und
Figur 2
.. ' ein Schema des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse 1, das dem eines herkömmlichen Absperrschiebers entspricht. Zum Absperren des strömenden Mediums sind zwei Dichtplatten 4 angeordnet, die über eine gemeinsame Spindel 5 mit. einem Antrieb 6 verbunden sind. Die Dichtplatten 4 liegen an Dichtflächen 2 an, zwischen denen sich ein Sperrmedienanschluß 3 befindet. Die Dichtplatten 4 sind weiter elastisch mit der Spindel 5
-2 AM. 19 33* IU-,
verbunden. Die Spindel 5 wird durch den Antrieb 6 betätigt. Bei geöffneter Absperrvorrichtung befinden, sich die Dichtplatten 4 im Oberteil des Gehäuses 1. Die Absperrvorrichtung kann somit ungehindert durchströmt werden. Während des Schließvorganges werden die Dichtplatten 4 durch den Antrieb 6 mit Hilfe der Spindel 5 bis an die Dichtflächen 2 geführt. Durch den Sperrmedienanschluß 3 strömt unter erhöhtem Druck stehendes Sperrmedium in den Raum zwischen die Dichtplatten 4 und preßt diese fest an die Dichtflächen 2. Durch die Druckausgleichsbohrungen 7 wird das Gehäuse oberhalb der Dichtplatten 4 ebenfalls mit Sperrmedium beaufschlagt, lieben einer dichten Absperrung infolge der Anpressung der Dichtplatten 4 an die Dichtflächen 2 durch das Sperrmedium entsteht so innerhalb der Absperrvorrichtung ein Raum mit erhöhter, Drück, welcher auch d,as Durchströmen von Leckmengen verhindert. Der Druckgasgenerator 8 arbeitet bei einem Druck von 2,5 MPa. Die während des Vergasungsprozesses anfallenden Vergasungsrückstände werden mit Hilfe des Drehrostes 9 durch die geöffnete obere; Absperrvorrichtung 10 in die Schleuse 11 befördert. , Die untere Absperrvorrichtung 12 ist geschlossen. Der Innendruck der Schleuse 11 beträgt demzufolge ebenfalls 2,5 MPa. Die beiden Absperrvorrichtungen 10 und 12 sind entsprechend Figur 1 ausgeführt. V/ird durch die Füllstandsmessung 13 angezeigt, daß die Schleuse 11 mit Vergasungsrückständen gefüllt ist, schließt die obere Absperrvorrichtung IQ. Über die
15.0 Zuführungsleitung H fließt Sperrmedium durch die Loch^ scheibe 15 zur oberen Absperrvorrichtung 10. Als Sperrmedium wird Stickstoff mit einem Druck von 3,5 FiPa genutzt. Die Lochscheiben 15 und 16 dienen zur Begrenzung der Leckägeverluste in den Absperr-
vorrichtung 10 und 12 sowie zur Optimierung des bei geöffneter Absperrvorrichtung zum Spülen genutzten Sperrmediums. Zeigt die Druckmessung 17 einen Druck von 3,5 MPa an, ist erfindungsgemäß nachgewiesen, daß - die obere Absperrvorrichtung TO dicht ist. Erreicht der Stickstoff in der Absperrvorrichtung TO nicht den Wert von 3,5 MPa, so ist diese wieder zu öffnen . und dann nochmals zu schließen. Sind die Absperrvorrichtungen TO und 12 nachgewiesenermaßen dicht, wird die Schleuse über das Entspannungsventil 18 bis
T65 auf Atmosphärendruck entspannt. Anschließend wird die untere Absperrvorrichtung 12 geöffnet. Die Vergasungsrückstände fallen aus der Schleuse 11 durch die untere Absperrvorrichtung 12 und einen Fallschacht 19 in die Abförderanlage 20. Ist die Schleuse 11 entleert, schließt die untere Absperrvorrichtung 12 und durch die Lochscheibe 16 wird Stickstoff in die Absperrvorrichtung 12 geleitet. Zeigt die Druckmessung 21 3,5 MPa an, kann die Schleuse 11 über das Bespannungsventil bis auf den im Druckgasgenerator 8 herrschenden Druck
,175 von 2,5 MPa bespannt werden. Zur Bespannung wird ein : geeignetes inertes Medium wie z.B. 'Wasserdampf oder Stickstoff verwendet.
Hat der Innendruck in der Schleuse den erforderlichen Wert erreicht, wird die obere Absperrvorrichtung 10 wieder geöffnet, und die Schleuse 11 kann wieder mit Yergasimgsrückständen aus dem Druckgasgenerator 8 gefüllt werden. Srfindungsgemeß bildet der als Sperrmedium genutzte Stickstoff bei geschlossenen Absperrvorrichtungen 10 und 12 eine Sicherheitsnperrstrecke mit erhöhtem Druck zwischen Druckgasgenerator 8 und . Schleuse 11 und zwischen .Schleuse 11 über den FaIl-, schacht 19 zur Atmosphäre. Dadurch, ist eine sichere Absperrung nachweisbar vorhanden.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch
    jgo 1 · Vorrichtung zum sicheren A\is schleusen von Vergasungsrückständen an Druckgasgeneratoren, aber auch zum Absperren von Medien innerhalb anderer technologischer Systeme geeignet, wo der Wach-/ weis des sicheren Absperrens gebracht werden muß, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb" eines einem herkömmlichen Schiebergehäuse nachgeschalteten Gehäuses (1) zwei an Dichtflächen (2) anliegende und elastisch mit einer gemeinsamen Spindel (5) verbundene Dichtplatten (4) angeordnet sind und daß an der Unterseite des Gehäuses (1) zwischen den unteren Dichtflächen (2) der Dichtplatten (4) ein Sperrmedienanschluß ist und daß weiter die Verbindung der Dichtplatten (4) mit der Spindel (5) Druckausgleichsbohrungen (7) aufweist.
  2. 2. Verfahren zum sicheren Ausschleusen von Vergasungsrückständen aus Druckgasgeneratoren unter Einsatz je einer Vorrichtung nach Punkt 1 am Einlaß und Auslaß der Ascheschleuse, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrmedium aus einer unter höherem Druck als den Betriebsdruck arbeitenden Zuführungsleitungen (14) über Drossolscheiben (15, 16) und Druckmessungen (17, 21) den Abs.perrvorrichtungen (10,. 12) zugeleitet wird und daß dieses Sperrmedium zwischen die Dichtplatten (4) gegeben wird, wodurch diese
    ; fest gegen die Dichtflächen (2) gedruckt werden und daß weiter jede Undichtheit der Absperrvorrichtungen (10, 12) mittels der genannten Einrichtungen zur Druckmessung erfaßt wird. ι, . · . /
    3i Verfahren nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet,
    U it
    daß nach der Füllung der Schleuse (11) mit Asche die obere Absperrvorrichtung (10) geschlossen und mit Sperrmedium beaufschlagt wird, worauf nach Erreichen des entsprechenden
    Druckes des Sperrmediums die Schleuse (11) auf ·. . Atmosphärendruck entspannt wird, wonach weiter die Schleuse (11) entleert wird und worauf dann nach'dem Schließen der unteren Absperrvorrichtung (12) die Bespannung erst wieder einsetzt, wenn das Sperrmedium in den Absperrvorrichtungen (10, 12) den erforderlichen stabilen Druck aufweist.
    Hierzu .^ Seiten Zeidinungen
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