DD215699A1 - Durch licht haertbare dentalmasse - Google Patents

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DD215699A1
DD215699A1 DD83251308A DD25130883A DD215699A1 DD 215699 A1 DD215699 A1 DD 215699A1 DD 83251308 A DD83251308 A DD 83251308A DD 25130883 A DD25130883 A DD 25130883A DD 215699 A1 DD215699 A1 DD 215699A1
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light
mixture
oxygen
dental composition
curable
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DD83251308A
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Elisabeth Klemm
Hans-Heinrich Hoerhold
Ilona Doms
Original Assignee
Univ Schiller Jena
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  • Dental Preparations (AREA)

Abstract

Die erfindungsgemaessen Dentalmassen eignen sich besonders zur Herstellung von Verblendmaterial fuer Kronen und Bruecken. Es ist Ziel der Erfindung, durch Licht haertbare Massen zur Verfuegung zu stellen, die mit extrem geringer oder ueberhaupt keiner Inhibierung durch atmosphaerischen Sauerstoff gehaertet werden. Dadurch sollen die mechanischen Oberflaecheneigenschaften deutlich verbessert werden. Die Aufgabe, durch Licht haertbare Dentalmassen, bestehend aus einer haertbaren polyfunktionellen Acrylat (Methacrylat) Mischung, einem Photoinitiator und gegebenenfalls einem Pigment oder Fuellstoff herzustellen, wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass der Mischung Farbstoffsensibilisatoren zugesetzt werden, die eine Umwandlung von molekularem Sauerstoff in Singlet-Sauerstoff bewirken. Die Erfindung wurde anhand von Laborversuchen mit gutem Erfolg erprobt.

Description

Durch Licht härtbare Dentalmasse
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung beinhaltet durch Licht härtbare Dentalmassen auf der Basis ungesättigter Ester-Polymerisationssysteme. Es werden aus den flüssigen Monomermischungen, die gegeben nenfalls Pigmente oder Füllstoffe enthalten, durch kurzzeitiges Belichten mechanisch stabile Polymere erhalten. Die erfindungsgemäßen Dentalmassen eignen sich besonders zur Herstellung von Kronen und Brücken.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Lichtinduzierte Polymerisationen werden bekanntlich durch atmosphärischen Sauerstoff stark inhibiert, da Sauerstoff sowohl als Quencher des angeregten Zugtandes wirkt als auch Fänger ist von Initiator-Radikalen und wachsenden Polymerradikalen .
Der Effekt wird besonders deutlich bei radikalisch induzierten Photopolymerisationen wie sie beispielsweise in Mischungen für lichthärtende Dentalmaterialien durchgeführt werden,.Diese Radikalpolymerisationen werden im allgemeinen in einer dünnen Schicht durchgeführt. Das bedeutet aber, daß hier eine große Oberfläche vorliegt, in die viel Sauerstoff der Luft hineindiffundieren kann. Dadurch wird einmal die Startreäktion der Radikalpolymerisation verzögert, wodurch längere Härtungszeiten auftreten. Darüber
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hinaus führen Abbruchreaktionen durch Sauerstoff zu niedermolekularen Polymeren mit nur ungünstigen mechanischen Eigenschaften. Auf der Anwesenheit von molekularem Sauerstoff beim lichthärtenden Polymerisationsprozeß beruht auch die OberfTächenklebrigkeit der ausgehärteten Dentalmasse. Dadurch wird die Verwendbarkeit z.B. als Kronen-, Brücken- und Verblendmaterial stark beeinträchtigt. Um diesen Mangel zu beheben, werden besondere apparative Vorkehrungen getroffen, den atmosphärischen Sauerstoff auszuschließen. In DT 2646416 wird beispielsweise unter Argonatmosphäre belichtet. Andere bekannte Verfahren arbeiten im Vakuum. Das bedeutet aber eine zusätzliche Erschwerung bei der Herstellung des Dentalmaterials in der zahnärztlichen Praxis.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, durch Licht härtbare Massen zur Verfügung, zu stellen, die mit extrem geringer oder überhaupt' keiner Inhibierung durch atmosphärischen Sauerstoff gehärtet werden. "Dadurch sollen die mechanischen Oberflächeneigenschäften deutlich verbessert werden,
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe .der Erfindung ist es, eine Dentalmasse herzustellen, die durch kurzzeitiges Belichten bei Raumtemperatur zu einem mechanisch stabilen Polymer führt. Dabei soll nur eine extrem geringe oder überhaupt keine Inhibierung der Polymerisation durch atmosphärischen Sauerstoff auftreten. Die Aufgabe, durch Licht härtbare Dentalmassen, bestehend aus einer'härtbaren polyf unktionellen Acrylat '(Methacrylat) Mischung, einem Photoinitiator und gegebenenfalls einem Pigment oder Füllstoff herzustellen, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Mischung Farbstoffsensibilisatoren zugesetzt werden die eine Umwandlung von molekularem Sauerstoff in Singlet Sauerstoff bewirken. Vorteilhaft können als Farbstoffe insbesondere Methylenblau oder Eosin'der
'-'.',. - 3 -
der lichthärtenden polyfunktionellen Acrylat (Methacrylat) Mischung zugesetzt werden. Die Farbstoffkonzentration beträgt dabei vorteilhaft 0,01 g bis 0,1 g/100 g Dentalmasse.
Durch den Farbstoffzusatz wird in an sich bekannter Weise
3 1 ·
der Übergang 0 —> 0 sensibilisiert und dadurch der
störende Einfluß des Luftsauerstoffs auf die Photonärtung ausgeschaltet. Das Dentalpolymer verliert so die unerwünschte Oberflächenklebrigkeit und härtet auch in größeren Schicht: dicken aus, z.B, Schichtdicke von 2 mm. Vorteilhaft ist, daß die zugesetzten Farbstoffe nach der Belichtung farblos bis schwach gelb erscheinen und daß so die Farbgebung des Dentalmaterials nicht störend beeinflußt wird..
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Es ist außerdem möglich, der lichthärtenden Dentalmasse zusätzlich Singlet-Sauerstoff-Acceptoreri zuzusetzen. Wegen der rasch und mit guten Quantenausbeuten verlaufenden Reaktion eignen sich hierfür insbesondere Anthrachinon oder 1,3-Diphenylisobenzofuran. Die Konzentration an zugesetztem Acceptor beträgt vorteilhaft 1-5 mmol/1000 g Dentalmasse.
Ausführungsbeispiele
Die erfindungsgemäße Lösung soll an folgenden Beispielen näher erläutert werden:
Beispiel 1
In einer homogenen Mischung aus 47,5 Ma-% Trimethylolpropantriacrylat, 47,5 Ma-% Additionsverbindung von Acrylsäure an Diandiglycidylether und 4,50 Ma-% Benzildimethylketal werden 0,1 Ma-% Acridinorange gelöst. Die hochviskpse, hell gelbe Mischung wird dem Licht einer Quecksilberlampe ( Λ- = 364 - 400 nm) ausgesetzt. Nach 60 see ist die Mischung fest und schwach gelb. Sie ist auch auf der Oberfläche hart und klebfrei.
Beispiel 2
In einer homogenen Mischung aus 70 g 2-Hydroxypropylmethacrylat, 10 g 2-Hydroxy-3-phehoxypropylmethacrylat und 20 g Acrylsäure löst man 0,01 g Methylenblau. Nach einer Bestrahlungszeit von 90 see ist die Masse hart und-klebfrei.

Claims (5)

  1. Erfindungsanspruch
    • '
    1. Durch Licht härtbare Dentalmasse bestehend aus einer härtbaren polyfunktiönellen Acrylat (Methacrylat) Mischung-, einem Photoinitiator und gegebenenfalls einem Pigment oder Füllstoff dadurch gekennzeichnet, daß der" Mischung Farbstoffsensibilisatoren zugesetzt,werden, ^ die eine Umwandlung von molekularem Sauerstoff in Singlet-Sauerstoff bewirken.
  2. 2. Durch Licht härtbare Dentalmasse nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß als Farbstoffsensibilisatoren vorzugsweise Methylenblau, Acridinorange oder Eosin zugesetzt werden.
  3. 3. Durch Licht härtbare Dentalmasse nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des Farbstoffsensibilisators vorzugsweise 0,01 bis 0,1 Ma-% beträgt.
  4. 4. Durch Licht härtbare Dentalmasse nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung zusätzlich Singlet-Sauerstof f^Acceptoren zugegeben werden, vorzugsweise Anthrachinon oder1,3-Diphenylisobenzofuran. -
  5. 5. Durch Licht härtbare Dentalmasse nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration an Singlet-Sauerstof^-Acceptor vorzugsweise 1-5 mmol/1000 g Dentalmasse beträgt. ,
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1764404A1 (de) 2005-09-16 2007-03-21 Straumann Holding AG Verwendung von Methylenblau als Polymerisationsinhibitor
US7282584B2 (en) 2004-06-16 2007-10-16 Straumann Holding Ag Methylene blue
US7741427B2 (en) 2004-06-16 2010-06-22 Straumann Holding Ag Barrier membrane

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