DD21603A5 - Vorrichtung zum Behandeln von körnig-en Schüttg-iitern - Google Patents
Vorrichtung zum Behandeln von körnig-en Schüttg-iiternInfo
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Description
DEUTSCHE
DEMOKRATISCHE
REPUBLIK
AMT FUR ERFINDUNGS-
- UND PATENTWESEN
P 6a/60 511
Patentart: Deutsches Ausschließungspatent
Anmeldetag: 6. April 1959
Tag der Ausgabe der Patentschrift: 31. Juli 1981
Erfinder: Hans Koch, Stuttgart - Bad Cannstatt
Hans-Joachim Koch, Stuttgart - Bad Cannstatt
Inhaber: Hans Koch, Stuttgart - Bad Cannstatt
Vorrichtung* zum Behandeln von körnig*en Schütftg'ütern
Zum Behandeln von körnigen Schüttgütern sind bereits Vorrichtungen bekannt geworden, mit deren Hilfe die auf Böden haufenförmig aufgeschütteten Güter mit einer methodisch angetriebenen- Schnecke gewendet, ausgebreitet und abgeräumt werden können. Dabei sind auch Schneckenkonstruktionen vorgeschlagen worden, bei denen die Schnecke in ihrem Abstand vom Boden verstellbar ist und auch verstellbare Flügel aufweist. Eine solche Schnecke kann also je nach Flügelstellung als rechts- oder linksgängige Schnecke arbeiten, wodurch ihre Verwendung zum Wenden und zum Ausbreiten, gegebenenfalls auch zum Abräumen, möglich wird. Diese Einrichtung wird in bekannter Weise an Laufschienen aufgehängt, wobei die waagerecht liegende Schnecke beispielsweise über einen Seilzug in verschiedene Höhenlagen gebracht werden kann. Diese Einrichtung kann jedoch nur dann verwendet werden, wenn es sich um auf einem Boden aufgeschüttete Schüttgüter von relativ geringer Schütthöhe handelt. Beim Einsatz des Schüttgutes in sogenannten Keimkästen ist diese Vorrichtung unbrauchbar, da die beschriebenen Arbeitsvorgänge dort mit einer waagerecht liegenden, höhenverstellbaren Schnecke nicht ausgeführt werden können. Man hat daher besondere Vorrichtungen konstruiert, bei denen mehrere senkrecht zur Ebene des Keimkastens angeordnete Wendeschnecken an einem im Keimkasten verfahrbaren Fahrwerk angeordnet sind. Diese Vorrichtungen sind nicht vielseitig verwendbar und müssen teilweise aus dem Keimkasten ausgefahren und in einem getrennten Raum abgestellt werden, wenn weitere in den Keimkasten einsetzbare Arbeitsvorrichtungen zur Anwendung kommen.
Man kennt bereits die Vereinigung einer waagerecht liegenden Planierschnecke mit senkrechtstehenden Wendeschnecken, wobei beide Teile an einem gemeinsamen Fahrwerk angebracht sind. Auch diese Vorrichtung ist nur für einen einzigen Arbeitsgang verwendbar und muß beim Beladen und Ausräumen durch andere ersetzt werden, falls man in diesen Fällen nicht auf eine maschinelle Arbeitsweise verzichten will.
In Keimkästen sind ferner Behandlungsvorrichtungen bekannt, die sowohl zum Wenden des Schüttgutes als auch zum Ausräumen benutzt werden können. Hierzu ist an einem Fahrwerk mit senkrecht stehenden Wendeschnecken ein schaufeiförmiges Element vorgesehen, welches beim Ausräumen in Arbeitsstellung gebracht wird und den Kasteninhalt durch besonders angeordnete Ausräumöffnungen im Keimkastenboden entleert. Ein wesentlicher Nachteil liegt dabei darin, daß auch mit einem solchen Behandlungsgerät nicht alle erforderlichen Arbeitsvorgänge maschinell durchgeführt werden können und daß ferner ein Keimkasten mit besonderen Auslaß-Öffnungen verwendet werden muß, was den nachträglichen Einbau in bereits vorhandene Keimkastenanlagen erschwert.
Bisher war es nicht möglich, sämtliche im Zusammenhang mit dem in Keimkästen behandelten Gut auftretenden Arbeitsvorgänge, nämlich Aufschütten, Umwenden und Ausräumen mit einer immer im
Kasten verbleibenden Vorrichtung maschinell durchzuführen. Alle vorbekannten Geräte können jeweils nur ein oder höchstens zwei der drei genannten Arbeitsvorgänge verrichten, so daß der Einsatz mehrerer voneinander unabhängiger Vorrichtungen notwendig ist, die — wie bereits beschrieben — um sich gegenseitig nicht zu behindern, jeweils nach Gebrauch aus dem Kasten wieder entfernt und außerhalb des Keimkastens abgestellt werden müssen. Ist man im Einzelfall gezwungen, die Keimkästen in vorhandene Räume einzubauen, welche keine hinreichenden Abmessungen besitzen, so ist die Verwendung derartig ausfahrbarer und außerhalb des Kastens abzustellender Vorrichtungen überhaupt nicht möglich und man muß die mit Wendeschnecken arbeitende, fahrbare Wendevorrichtung in den Keimkasten fest einbauen. Damit entfällt bisher jede Möglichkeit, die bekannten zusätzlichen Vorrichtungen für das Ausräumen und das mechanische Beladen anzuwenden. Die neue Erfindung hat sich an einer Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern, insbesondere von Gerste oder Grünmalz in Keimkastenanlagen zum Ziel gesetzt, eine vielseitig verwendbare Gestaltung zu schaffen, welche für alle vorkommenden Arbeiten brauchbar ist, wobei ihre Einzelteile gegebenenfalls eine Mehrfachausnutzung erfahren. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung im wesentlichen vorgesehen, daß diese Vorrichtung aus mindestens zwei der nachgenannten drei längs des Keimkastens verschiebbaren Teilvorrichtungen besteht, nämlich aus einer solchen mit an einem Fahrwerk befestigten, senkrecht stehenden, antreibbaren Schnecken, ferner aus einer solchen mit querliegender, antreibbarer Schnecke und schließlich aus einer in Längsrichtung des Kastens in diesem verschiebbaren Querwand und daß diese Teilvorrichtung wahlweise entsprechend den für die Behandlung der körnigen Schüttgüter vorgesehenen Arbeitsvorgängen Beladen, Wenden und Ausräumen zu Behändlungsgeräten vereinigbar sind.
Gemäß einer Weiterentwicklung der vorliegenden Erfindung kann eine solche Vorrichtung derart ausgebildet sein, daß am Keimkasten und am Fahrwerk Kupplungselemente vorgesehen sind, mit deren Hilfe 4^ wahlweise die querliegende Schnecke und die Querwand über an diesen vorhandene entsprechende Kupplungsorgane am Keimkasten bzw. am Fahrwerk befestigbar sind.
Es.kann ferner vorteilhaft sein, die Vorrichtung der- so art auszubilden, daß die Kupplungselemente als Träger der ankuppelbaren Teilvorrichtungen ausgebildet sind.
Es mag außerdem vorteilhaft sein, hierbei zusätzlich dafür zu sorgen, daß bei der Kupplung von Querwand und querliegender Schnecke die querliegende Schnecke von einem Förderkasten umschlossen ist, in den ein Zulauf für das aufzuschüttende körnige Schüttgut einmündet und an dem eine Ausräumöffnung angebracht ist, welche mit Mitteln zum An-Schluß an eine Förderanlage für das ausgeräumte Schüttgut versehen ist.
Schließlich kann ein zusätzlicher Vorteil dadurch erzielt werden, daß längs der Außenseite einer Längswand des Keimkastens ein Transportelement angeordnet ist, und daß die Auslaßöffnung am Förderkasten der querliegenden Schnecke stirnseitig so vorgesehen ist, daß das ausgeräumte Gut auf das Transportelement fällt.
Bei einer empfehlenswerten Ausführungsform ist der Förderkasten auf seiner dem Fahrwerk zugewandten Seite mit einem Deckel verschließbar, der in geschlossenem Zustand eine obere Fortsetzung der verschiebbaren Querwand bildet und in aufgeklappter Stellung die querliegende Schnecke nach dem Fahrwerk hin freilegt.
Es kann ferner nützlich sein, wenn am Fahrwerk Seitenschilder von solcher Höhe vorgesehen sind, daß das Überwerfen des Schüttgutes über die obere Kante des Keimkastens beim Betrieb der senkrecht stehenden Schnecken vermieden wird
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung in der Betriebsstellung „Ausräumen", bei der alle verschiebbaren Einzelteile am Fahrwerk zusammengekuppelt sind, wodurch die Vorrichtung als Ausräumgerät arbeitet,
Fig. ,2 eine Seitenansicht einer Vorrichtung nach Fig. 1 in der Betriebsstellung „Aufschütten", in der die querliegende Schnecke mit dem Fahrwerk zusammengekuppelt ist, so daß ein Aufschüttgerät entsteht.
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Vorrichtung nach Fig. 1 in der Betriebsstellung „Umwenden", bei der mit dem Fahrwerk keine weiteren Teile gekuppelt sind,
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach Fig. 3,
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Seitenansicht,
Fig. 6 eine Seitenansicht einer Vorrichtung nach Fig. 5.
In Fig. 1 ist ein verschiebbares, einen Kasten 28 überquerendes Fahrwerk 3 erkennbar, welches sechs mit senkrechter Achse umlaufende Schnecken 2 trägt. Diese Teilvorrichtung ist auf einem Fahrwerk 3 mit Lauf rädern 4 durch ein antreibbares und in eine feste Zahnleiste 5a eingreifendes Zahnrad 5 verschiebbar. An dem verschiebbaren Fahrwerk 3 befinden sich Kupplungsorgane in Form von vier verschieden langen Kupplungsstangen rechteckigen Querschnitts (vgl. Fig. 4), von denen je zwei 6, 7 und 8, 9 gleich lang sind. Diese Kupplungsstangen tragen an der Unterkante Einkerbungen 61, 71 sowie 81, 82, 91, 92. In der in Fig. 1 gezeichneten Ausräumstellung sind
sämtliche anderen verschiebbaren Teilvorrichtungen über diese Kupplungsstangen mit Hilfe von Kupplungsvorrichtungen 10, 11, 12 mit dem Fahrwerk 3 zusammengekuppelt.
Die Kupplungsvorrichtungen 10 sind über Kupplungsstücke 13 und Schrägträger 14 mit einer auf Rollen 15 verschiebbaren Querwand 16 verbunden, an deren Oberkante sich ein waagrecht liegender Aüsräumboden 17 mit Abschlußleiste 23 anschließt. Die verschiebbare Kastenwand 16 ist an ihrer Stirnseite mit halbkreisförmigen Ausnehmungen versehen, welche hinsichtlich ihrer Krümmung und Lage deni Durchmesser und der Lage der senkrechten Schnecken 2 angepaßt sind. Der Ausräumboden
17 steht über eine Auslaßöffnung 24 verschließbar mit einem gekrümmten Ansaugstutzen 25 einer nicht gezeichneten Saugförderanlage in Verbindung, welche über ein Kupplungsstück 26 ankuppelbar ist.
Mit 27 ist das Einfüllende eines im Arbeitsbereich der Schnecke 18 einmündenden Rohre 29 bezeichnet, durch welches das körnige Schüttgut beim Beladen eintritt. An einer Wand 30 des Keimkastens 28 sind vier konsolartig vorspringende Tragstangen 31 bis 34 eingelassen (vergl. Fig. 4), welche paarweise (31, 32 bzw. 33, 34) gleiche Länge aufweisen. Diese Tragstangen entsprechen den Kupplungsstangen 6 bis 9 am Fahrwerk 3 und ermöglichen das Ankuppeln und Festlegen der verschiebbaren Teilvorrichtungen über entsprechende Einkerbungen 311, 321 sowie 331, 332, 341, 342.
Das Fahrwerk 3 läuft auf der Oberkante von Fahrwerkschienen 35. Damit das aufgeschüttete Gut von unten durchlüftet werden kann, ist der Keimkastenboden 28a perforiert und im Abstand vom eigentliehen Fundamentboden 28b angeordnet
Die Kupplungsvorrichtungen 11 sind gleichmäßig mit Lagerwangen 41 als Lagerungen für eine querliegende Schnecke 18 ausgebildet und mit einer Rückwand 20 verbunden. Die Schnecke 18 ist über einen an der Rückwand 20 befestigten Elektromotor 19 antreibbar und wird beim Zusammenkuppeln der querliegenden Schnecke 18 mit der Querwand 16 von einem Förderkasten umschlossen, welcher aus dem Ausräumboden 17 mit Abschlußleiste 23 und der Rückwand 20 sowie aus einem Deckelstück 22a mit einem an einem Scharnier 21 befestigten Deckel 22 gebildet wird. Die Lagenwangen 41 für die Schnecke
18 sind ferner mit kurvenförmigen Gleitflächen 42 versehen, auf welchen der Deckel 22 beim Verstellen in die senkrechte oder waagrechte Betriebslage gleitet. Sind die querliegende Schnecke 18 und die Querwand mit den am Keimkasten 28 vorhandenen Tragstangen 31 bis 34 gekuppelt und somit vom Fahrwerk 3 getrennt, so wird der Deckel 22 abgeklappt und bildet eine Fortsetzung der Querwand 16 nach oben. Bei der Kupplung der querliegenden Schnecke 18 mit dem Fahrwerk 3 ist dagegen der Deckel 22 aufgeklappt und zusammen mit dem Deckelstück 22a und dem Scharnier 21 zurückgezogen, so daß diese Teile nunmehr in der Ebene der oberen Förderkastenwand liegen.
Die Verschiebung des Deckels 22 in seine beiden Stellungen geschieht mit Hilfe der Kupplungsvorrichtungen 12, die bei der Befestigung der querliegenden Schnecke 18 am Fahrwerk 3 in entsprechend angebrachte Einkerbungen 61, 71 der mit dem Fahrwerk 3 verbundenen Kupplungsstücke 6, 7 eingreifen (Öffnungsstellung). Ist die querliegende Schnecke 18 am Keimkasten 28 befestigt, so greifen die Kupplungsvorrichtungen 12 in Einkerbungen 332, 342 der Tragstangen 33, 34 ein und dadurch wird der Deckel 22 in eine Lage gebracht, in der er eine Fortsetzung der Querwand 16 bildet (Abschlußstellung)
Bei der dargestellten Betriebsstellung „Ausräumen" (Fig. 1) sind am Fahrwerk 3 über die Kupplungsorgane alle Teilvorrichtungen angehängt und wirken in folgender Weise zusammen: Zunächst sind durch die senkrecht stehenden Schnekken 2, welche in entsprechenden Ausnehmungen an der Querwand 16 liegen, senkrecht fördernde Mittel gebildet, die das körnige Schüttgut emporfördern, das dadurch in den Arbeitsbereich der querliegenden Schnecke! 8 gelangt. Die Ausnehmungen der Querwand 16 bilden hier im Zusammenwirken mit den senkrecht stehenden Schnecken 2 senkrecht fördernde Mittel. Diese Schnecke 18, welche über den Elektromotor 19 angetrieben wird, bewegt das körnige Schüttgut in dem durch Aufklappen des Deckels 22 einseitig offenen Förderkasten zur Auslaßöffnung 24 am Ende des Ausräumbodens 17
Von hier aus verläßt es durch den Ansaugstutzen 25 mit Hilfe der angeschlossenen Saugeinrichtung den Keimkasten 28.
Den Antrieb des Fahrwerks 3 besorgt ein Antriebmotor 36, welcher über Wellen 37 die Zahnräder 5 treibt. Die senkrecht stehenden Schnecken 2 werden dabei über einen weiteren, in der Zeichnung nicht sichtbaren Elektromotor angetrieben. Während dieses Vorganges wird der gesamte Keimkasteninnenraum in Pfeilrichtung durchfahren und das in ihm enthaltene körnige Schüttgut ausgeräumt. In der Endstellung haben die Schnecken 2 die entgegengesetzte Kastenstirnseite erreicht, welche ebenfalls mit Ausnehmungen versehen ist, die nach Lage und Durchmesser den Schnecken angepaßt sind. Auf diese Weise wird ohne zusätzliche Hilfskräfte eine völlig mechanische Ausräumung eines derartigen Keimkastens bewirkt.
In Fig. 2 ist die Anordnung der verschiebbaren Teilvorrichtungen in der Betriebsstellung „Aufschütten" gezeigt. Die Querwand 16 mit Ausräumboden 17 und Ansaugstutzen 25 ist an den festen Tragstangen 33 und 34 in Ruhestellung angekuppelt. Die. anderen Teilvorrichtungen befinden sich noch am Fahrwerk 3. Die Teilvorrichtungen sind dabei in der Weise zusammengekuppelt, daß mit den Kupplungsleisten 6, 7, 8, 9 des verschiebbaren Fahrwerks 3 nur noch die Kupplungsvorrichtungen 11 und 12 über entsprechende Einkerbungen 61, 71, 81, 91 im Eingriff stehen.
Es ist somit lediglich die Schnecke 18 mit der Rückwand 20, und dem um das Scharnier 21 von dem Deckelstück 22a abklappbaren Deckel 22 gleichzeitig mit den senkrecht stehenden Schnecken 2 an das Fahrwerk 3 gekuppelt und verschiebbar. Die verschiebbare Querwand 16 bleibt in ihrer Endstellung im Bereich der Stirnwand des Keimkastens 28, was durch das Einrasten der Kupplungsvorrichtungen 10 in den entsprechenden Einkerbungen 331, 341 der Tragstangen 33, 34 erzielt wird. Das körnige Schuttgut, z. B. Schwemmgerste, tritt durch das Einfüllende 27 des Rohrs 29 in den Bereich der Schnecke 18, welche entsprechend Fig. 1 über einen Antriebsmotor 19 angetrieben wird.
Das durch das Rohr 29 eintretende körnige Schüttgut fällt zunächst unmittelbar auf den Boden des Keimkastens 28 und wird mit Hilfe der Schnecke 18 über die gesamte Kastenbreite ausgebreitet. Die Vorrichtung fährt dabei über den ganzen Keimkasten 28 hinweg. Die Unterkante der Rückwand 20 sorgt beim Verschieben für Ebenheit der Aufschüttung und für Begrenzung der Schütthöhe.
In Fig. 3 wird der Betrieb der Vorrichtung nach der Erfindung beim „Umwenden" des körnigen Schüttgutes dargestellt. In diesem Fall bewegt sich nur das verschiebbare Fahrwerk 3 mit den senkrecht stehenden Schnecken 2, welche über den Elektromotor 36 angetrieben werden, zwischen den beiden Endstellungen an den Kastenstirnwänden hin und her. Dabei wird in bekannter Weise eine gleichmäßige Durchmischung des körnigen Schüttgutes erzielt. Sämtliche weiteren Teilvorrichtungen sind mit den an der Keimkastenwand 30 befestigten Tragstangen 31, 32, 33, 34 gekuppelt und nehmen an der Bewegung nicht teil. Auch hier entsprechen alle nicht erwähnten Einzelteile den Angaben zu Fig. 1
In Fig. 4 sind Einzelheiten der Anordnung der Kupplungs- und Tragstangen sowie die Ausbildung der Querwand 16 in einer Draufsicht zu erkennen. Die gezeichnete Stellung entspricht der Betriebsart „Umwenden" nach Fig. 3.
Eine weitere mögliche Ausführungsform der Erfindung, bei der der Austritt des von der verschiebbaren querliegenden Schnecke 18 geförderten Schüttgutes an ihrer Stirnseite erfolgt, soll in Fig. 5 erläutert werden. Der gesamte Aufbau entspricht in allen grundsätzlichen Punkten dem bereits gezeigten Ausführungsbeispiel. Es sind lediglich die Keimkastenlängswände niedriger gehalten, etwa in Höhe der Aufschüttung. Die wesentliche Abänderung gegenüber der bereits gezeigten Äusführungsform besteht weiter darin, daß die Schnecke 18 mit einer Austrittsöffnung 24a an ihrer Stirnseite zusammenwirkt, durch die das geförderte körnige Schüttgut über die Außenkante 37a des Keimkastens 28 herabfällt. Längs der Keimkastenwand 37 ist eine weitere, feststehende Förderschnecke 38 angeordnet, welche den Transport des aus der Austrittsöffnung 24 beim Ausräumen des Kastens austretenden körnigen Schüttgutes übernimmt. Die Kupplung der Einzelteile in den ver- eo
schiedenen Betriebszuständen erfolgt in entsprechender Weise wie bereits beschrieben
Die Abmessungen sind im einzelnen der speziellen Ausführungsform angepaßt, weisen jedoch' keine grundsätzlich beachtlichen Unterschiede auf. Damit trotz der niederen Kasten wände kein seitliches Überwerfen des Schüttgutes eintritt, sind an dem verschiebbaren Fahrwerk 3 Seitenschilder 39 angebracht. Zum Ausgleich der Bauhöhe erfolgt der Antrieb des Zahnrades 5 über ein Zwischengetriebe 40
Die neue Vorrichtung kann zum Unterschied zu den bereits erwähnten vorbekannten Einzelvorrichtungen in alle bestehenden Keimkastenanlagen eingebaut werden und verrichtet alle Arbeitsvorgänge mit wahlweise zusammenkuppelbaren Teilvorrichtungen und daher unter geringerem Aufwand an Material und Arbeitskraft und bei geringerem Raumbedarf. Sie wirkt außerdem völlig selbsttätig und muß durch keine zusätzlichen Hilfskräfte unterstützt werden
Es ist ferner möglich, die Vorrichtung dadurch zu vereinfachen, daß auf einen dritten Arbeitsgang, z. B. auf das mit Hilfe der Vorrichtung durchgeführte Beladen, verzichtet wird. Man kann dann die querliegende Schnecke 18 mit der verschiebbaren Querwand 16 zu einer Teilvorrichtung vereinigen und erspart auf diese Weise Kupplungs- und Lagermittel. Auch andere Unterkombinationen können je nach der gestellten Aufgabe und insbesondere bei der Anpassung der Vorrichtung an bereits vorhandene Anlagen nützlich sein.
Claims (7)
- Patentansprüche:1. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern, insbesondere von Gerste oder Grünmalz in Keimkastenanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Vorrichtung aus mindestens zwei der nachgenannten drei längs des Keimkastens verschiebbaren Teilvorrichtungen besteht, nämlich aus einer solchen mit an einem Fahrwerk (3) befestigten, senkrecht stehenden antreibbaren Schnecken (2), ferner aus einer solchen mit querliegender, antreibbarer Schnecke (18) und schließlich aus einer in Längsrichtung des Kastens in diesem verschiebbaren Querwand (16) und daß diese Teilvorrichtungen wahlweise entsprechend den für die Behandlung der körnigen Schüttgüter vorgesehenen Arbeitsvorgängen Beladen, Wenden und Ausräumen zu Behandlungsgeräten vereinigbar sind.
- 2. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Keimkasten (28) und am Fahrwerk (3) Kupplungselemente (31 bis 34; 6 bis 9) vorgesehen sind, mit deren Hilfe wahlweise die querliegende Schnecke (18) und die Querwand (16) über an diesen vorhandene entsprechende Kupplungsorgane (11, 10) am Keimkasten (28), bzw. am Fahrwerk (3) befestigbar sind.
- 3. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungselemente (31 bis 34; 6 bis 9) alsTräger der ankuppelbaren Teilvorrichtungen ausgebildet sind.
- 4. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Kupplung von Querwand (16) und querliegender Schnecke (18) die querliegende Schnecke (18) von einem Förderkasten umschlossen ist, in den ein Zulauf (29) für das aufzuschüttende körnige Schüttgut einmündet und an dem eine Ausräumöffnung (24) angebracht ist, welche mit Mitteln (26) zum Anschluß an eine Förderanlage für das ausgeräumte Schüttgut versehen ist.
- 5. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß längs der Außenseite einer Längswand (37) des Keimkastens (28) ein Transportelement (38) angeordnet ist, und daß die Auslaßöffnung (24a) am Förderkasten der querliegendenSchnecke stirnseitig so vorgesehen ist, daß das ausgeräumte Gut auf das Transportelement (38) fällt.
- 6. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderkasten auf seiner dem Fahrwerk (3) zugewandten Seite mit einem Deckel (22) verschließbar ist, der in geschlossenem Zustand eine obere Fortsetzung der verschiebbaren Querwand (16) bildet und in aufgeklappter Stellung die querliegende Schnecke (18) nach dem Fahrwerk (3) hin freilegt.
- 7. Vorrichtung zum Behandeln von körnigen Schüttgütern nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Fahrwerk Seitenschilder (39) von solcher Höhe vorgesehen sind, daß das Überwerfen des Schüttgutes über die obere Kante (37a) des Keimkastens (28) beim Betrieb der senkrecht stehenden Schnecken (2) vermieden wird.VEB Vordruck-teitverlag Berlin, Berlin-Hohenschönhausen
Druck: Ag 300/61/DDR 250 6/61 90 ΙΠ/18/20
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